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(@malachit)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallo zusammen,

DU bist DIESEM Staat einen Sch.... wert!!!! Höchstens evtl. deine Bereitschaft für diesen Staat die Waffe zu heben ( evtl. wirst hierüber auch noch mal nachdenken.................., wenn du im Moment soweit weg bist, sind auch Soldatinnen dabei? im Sanitätsdienst? In der Küche? Im Gefecht, kannst Du sie gern in die erste reihe schicken)

Um mal richtig in diese Kerbe zu hauen: In Afghanistan sind inzwischen knapp fünfzig deutsche Soldaten gestorben, aber meines Wissens keine einzige Soldatin. Wie war das auch gleich wieder - wir brauchen doch überall eine Frauenquote, nicht wahr? Üblicherweise werden dabei mindestens dreißig Prozent gefordert, besser sind natürlich fünfzig Prozent ...

Nix für ungut,

Malachit.

Anmerkung Malachit: Diese Diskussion hat hier ihren Anfang genommen, aber es ist wohl besser, wir vermischen diese Grundsatzdiskussion nicht weiter mit dem Anliegen von Chris. Daher: Abgetrennt und in den allgemeinen Bereich verschoben ...


Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.

Zitat
Themenstarter Geschrieben : 04.03.2011 11:03
(@minna289)
Nicht wegzudenken Registriert

hi @ all,

vorweg, ich bin gerne in diesem Forum- habe Respekt vor jedem hier und vor allem mache ich das Geschlechter unabhängig.
Das einem ab und an mal der Gaul durchgeht, dafür hab ich verständnis denn das passiert mir auch mitunter.. aber

das hier

sind auch Soldatinnen dabei? im Sanitätsdienst? In der Küche? Im Gefecht, kannst Du sie gern in die erste reihe schicken)

und das hier

Um mal richtig in diese Kerbe zu hauen: In Afghanistan sind inzwischen knapp fünfzig deutsche Soldaten gestorben, aber meines Wissens keine einzige Soldatin. Wie war das auch gleich wieder - wir brauchen doch überall eine Frauenquote, nicht wahr? Üblicherweise werden dabei mindestens dreißig Prozent gefordert, besser sind natürlich fünfzig Prozent ...

find ich echt nicht ok und hoffe das ich damit nicht alleine stehe.

Auch von mir nix für Ungut   😡

minna


Wenn die Sonne der Intelligenz tief steht werfen selbst Zwerge lange Schatten...

AntwortZitat
Geschrieben : 04.03.2011 11:43
(@beppo)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallo Minna,
ich weiß nicht genau, was dich an der Aussage stört, aber ich denke nicht, dass die beiden wünschen, dass dort zusätzlich Frauen sterben sollen.
Ich denke, es ist eher gemeint, dass wenn dort Menschen sterben, dies nicht auch wieder nur ein Privileg der männlichen Soldaten sein sollte.
Und dieser Meinung bin ich auch.
Das können Frauen auch genauso gut wie Aufsichtsrätin sein.

Gruss Beppo


Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.

AntwortZitat
Geschrieben : 04.03.2011 12:03
(@papajo)
Nicht wegzudenken Registriert

moins,

um nicht den Thread zu zerschiessen, mal hierhin geguttenbergt:

hi @ all,

vorweg, ich bin gerne in diesem Forum- habe Respekt vor jedem hier und vor allem mache ich das Geschlechter unabhängig.
Das einem ab und an mal der Gaul durchgeht, dafür hab ich verständnis denn das passiert mir auch mitunter.. aber

das hier

und das hier

find ich echt nicht ok und hoffe das ich damit nicht alleine stehe.

Auch von mir nix für Ungut   😡

minna

Das Du dass nicht ok findest, ok.
Aber,...bei allem rumgedöns und wie schlecht es doch die Frauen haben..... und immer benachteiligt werden und und und,.....
dann können und sollen Sie doch ruhig überall in der ersten Reihe mitmachen.

Wenn ich mir, egal bei welcher Partei, dieses Rumgeplappere anhöre, . . . tja, also mal ehrlich..... auf uns (männern) wird rumgetrampelt, wir werden beleidigt und durch den Kakao gezogen, und....lassen es uns auch noch gefallen.
Da leiste ich mir hin und wieder auch mal Entgleisungen.

nix für ungut
jo

Edit durch Malachit: Ich hab oben mal den Thread verlinkt, in dem diese Diskussion ihren Anfang nahm ... und anschließend die betreffenden Beiträge hierhin verschoben.


AntwortZitat
Geschrieben : 04.03.2011 12:06
(@staengler)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Sehe ich ebenso!

Gleichberechtigung kann nicht nur das Erlangen von angeblichen Vorteilen sein.

Wenn, dann schon richtig und mit allen Konsequenzen...

Gruß, Michael


sol lucet omnibus - die Sonne scheint für alle

AntwortZitat
Geschrieben : 04.03.2011 12:15
(@Wolkenhimmel)

Ein Hallo in die Runde...

Ich würde mich bei Minna anschliessen wollen.

So sehr ich bei vielen Männern hier im Forum die Enttäuschung, Frustration und Wut über ihre Ex-Frauen verstehe, so sehr würde ich mir doch manchmal ein bisschen mehr Respekt und einen höflicheren Umgangston wünschen. Sonst landen wir irgendwann bei einem Umgangston wie bei den FAQs... und das möchte sicher niemand hier, oder?

Nicht alle Frauen sind schlecht und wollen grundsätzlich Männer finanziell ausbluten und ihnen die Kinder entziehen.

LG WG, die sich bei solchen Dingen eher auf das Problem als das zugehörige Geschlecht fokussiert...  😉

P.S.: Was das Bundeswehrthema betrifft... wenn sich die Herren in der Führung dieser Republik eher dazu entschlossen hätten Frauen zuzulassen, dann wären Frauen im Kampfeinsatz bei uns heute sicher genauso wenig eine Ausnahme wie in anderen Streitkräften, oder liege ich da falsch? Schliesslich bin ich ja nur eine Frau...  :angel2:


AntwortZitat
Geschrieben : 04.03.2011 12:42
(@minna289)
Nicht wegzudenken Registriert

hi,

ich vertrete die Meinung das Soldatinnen sehr wohl in Ihrem Bestreben nach Gleichberechtigung den Dienst an der Waffe/an der Front genauso aufnehmen würden wie Ihre männlichen Kameraden.

Ob man Sie das tun lässt ist die eine Sache, warum man es nicht zulässt die andere.
Um das zu ergründenmüsste man sich sicherlich eingehender mit den Strukturen und Eignungsvorausetzungen zum Dienst an der Front vertraut machen und befassen.

Ich möchte nicht unerwähnt lassen das es in unmittelbarer Umgebung der BW auch humantitäre Einrichtungen u.ä. unterstützende Organe gibt deren Mitglieder (auch weibliche ) in den letzten Jahren betrüblicherweise in Ausübung Ihres Berufs zu Tode gekommen sind.

Was mich an den Aussagen und Kommentaren grundsätzlich stört ist das hier bewusst gefordert wird das nicht zusätzlich Soldatinnen im Einsatz bleiben  sollen sondern auch !

Der Tod von Soldatinnen im Einsatz als eine vollendete Gleichberechtigungmassnahme (zumindest dann im Bereich BW) zu sehen finde ich mit Verlaub unfassbar.

Man kann es auch auf die Spitze treiben finde ich und das tut  man mit diesen Aussagen.

Dies ist nur meine bescheidene Meinung.

minna


Wenn die Sonne der Intelligenz tief steht werfen selbst Zwerge lange Schatten...

AntwortZitat
Geschrieben : 04.03.2011 12:57
(@papajo)
Nicht wegzudenken Registriert

moins,

so sehr würde ich mir doch manchmal ein bisschen mehr Respekt und einen höflicheren Umgangston wünschen.

bitte sehr .-)

allerdings gehts nicht NUR darum, das uns Exen o. ä . nerven. Und mir wäre am liebsten, es würde gar kein Mensch getötet werden.

Aber das Miteinanderumgehen, was Öffentlich von sich gegeben wird, geht mir mittlerweile ganz gehörig an den Kragen:

Dorothee Bär:
Wir haben leider Gottes im Jahre 2010 noch immer keine echte Gleichberechtigung. Wenn Frauen für die gleiche Arbeit schlechter bezahlt werden, wenn in den Vorständen und Aufsichtsräten kaum Frauen sitzen, dann ist das nicht in Ordnung. Nur wenn eine gesunde Mischung aus Männern und Frauen da ist, können Unternehmen auch dauerhaft erfolgreich sein. Frauen gehen viele Dinge anders an als Männer, haben einen ganz anderen Erfahrungsreichtum, manche sagen, eine ganz andere emotionale Intelligenz. Ich wage sogar die Behauptung: Wenn mehr Frauen Verantwortung gehabt hätten, wären wir nie so tief in die Finanzkrise geraten

Dorothee Bär:
Ziel des gemeinsamen Vorschlags der Familien- und Rechtspolitiker der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ist es, die gemeinsame Sorge auch für nicht miteinander verheiratete Eltern zur Regel werden zu lassen. Wir wollen erreichen, dass möglichst viele Eltern schon vor der Geburt oder direkt zu Beginn des Lebens des Kindes eine gemeinsame Sorgeerklärung abgeben, weil hierdurch die Kommunikation und Kooperation zwischen den Eltern gestärkt wird, die für eine förderliche Wahrnehmung des Sorgerechts und für die Eltern-Kind-Beziehung von entscheidender Bedeutung ist. Eine bewusste und freiwillige Entscheidung der Eltern, gemeinsam die tatsächliche und rechtliche Verantwortung für ihr Kind tragen zu wollen, ist viel besser als ein gesetzlicher Automatismus oder ein Gerichtsurteil, durch das das Sorgerecht zwangsweise geregelt wird. Dies entspricht auch unserem christlichen Menschenbild, mit dem sich staatliche Einmischung nur dort verträgt, wo die Beteiligten nicht zu einer eigenverantwortlichen Regelung ihrer Lebensverhältnisse in der Lage sind. Wir wollen daher die Anreize, eine gemeinsame Sorgeerklärung im Interesse des Kindeswohls abzugeben, weiter verstärken.

Nur wenn die Mutter in die gemeinsame Sorge nicht einwilligt, hat sie nach der Geburt zunächst die Alleinsorge das könnt ich jetzt ko...

Silvana Koch-Mehrin:
Männer-Netzwerk" behindert Frauen
Zugleich bekannte Koch-Mehrin, bis zu einer wirklichen Gleichberechtigung werde es noch sehr lange dauern. Das liege unter anderem an der Tradition. So habe es auch sehr lange gedauert, bis es zum Beispiel sehr viel mehr Mädchen an den Universitäten gegeben habe. Zudem würden beim Besetzen von Vorstandsposten nicht nur Qualitätskriterien angelegt, meinte die FDP-Europaabgeordnete. Da gehe es auch um die Frage, wen man kenne, und da werde eher auf das bewährte Netzwerk unter den Männern zurückgegriffen

Platitüden, Platitüden, Platitüden....... wächst mir schon zu beiden Ohren raus 😡

und das ist der Grund, warum ich echt stinkig bin!
Und dann wage man es mal als Mann, solchen Tussen  die Meinung zu geigen.

nfu
jo


AntwortZitat
Geschrieben : 04.03.2011 13:21
(@minna289)
Nicht wegzudenken Registriert

Hi papajo,

ich seh es doch auch so wie Du das wir (Männer) bzgl. deutscher Familienungerechtsbarkeit gehörig benachteiligt sind und auf die Ohren kriegen.
Das da draussen Mädels rumlaufen und Ihr Gedankendurchfall auch noch eine gehörige Plattform findet ist sche..ße.

Ich bin der Meinung wir sollten uns genau deshalb nicht mit denen beschäftigen sondern diesen Unrat an uns vorbeischwimmen lassen und versuchen uns auf das wesentliche konzentrieren, nämlich die benachteiligten (m+w) un Unterhaltsprozesse,Umgangsprozessen,Sorgerechtsprozesse...usw,usf.. zu unterstützenund zu Versuchen mit daran zu Wirken das es irgendwann einmal ein wenig besser wird.

Das Du und Malachit dafür einsteht und Euer bestes gebt weiss ich da auch ich nicht erst seit gestern erst diesem Forum angehöre und Euer beider Geschichte auch für mich zu lesen war/ist.

Ich wünsche allen ein schönes WE (mit oder Ohne Kids,macht was draus)

minna


Wenn die Sonne der Intelligenz tief steht werfen selbst Zwerge lange Schatten...

AntwortZitat
Geschrieben : 04.03.2011 13:32
(@papajo)
Nicht wegzudenken Registriert

moins,

mal noch eins draufschippen:-)

die, die das von sich gegeben hat, die kann ich auch nicht mehr sehen:

-"Ich beobachte in der Tat, dass die Jungen nicht so teilhaben am Bildungszuwachs.
Ich glaube, das hat mit der völligen Abwesenheit von Vätern und Männern in den ersten Lebensjahren zu tun. Den Jungs fehlen männliche Vorbilder. Ich meine damit nicht ferne Idole wie Fußballstars, sondern Männer, mit denen sie sich im Alltag zanken und auseinandersetzen können -"

Wer wars???
Wer weiss es?? .-)

grüßle
jo


AntwortZitat
Geschrieben : 04.03.2011 13:38




(@minna289)
Nicht wegzudenken Registriert

hi,

Du hörst doch nicht wirklich dahin wenn Die was von sich gibt, oder?

ich dreh ab und leg die Ohren dann ganz eng an.  🙂

minna


Wenn die Sonne der Intelligenz tief steht werfen selbst Zwerge lange Schatten...

AntwortZitat
Geschrieben : 04.03.2011 13:41
(@malachit)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallo zusammen,

Was das Bundeswehrthema betrifft... wenn sich die Herren in der Führung dieser Republik eher dazu entschlossen hätten Frauen zuzulassen, dann wären Frauen im Kampfeinsatz bei uns heute sicher genauso wenig eine Ausnahme wie in anderen Streitkräften, oder liege ich da falsch? Schliesslich bin ich ja nur eine Frau...

Dann versuchen wir's halt mal wieder mit Fakten statt mit Mutmaßungen, und schauen uns als Beispiel die US-Armee an. Frauen an der Waffe sind dort schließlich schon seit längerem etwas ganz Selbstverständliches. Laut Wikipedia hat das Berufsheer eine Stärke von 518.000 Soldaten, davon sind ungefähr 71.800 Frauen. Dies ist ein Frauenanteil (ich betone: Anteil, nicht Quote!) von knapp 14%. Die Zahlen stammen aus dem Jahr 2007.

Vergleichen wir das mal mit dem Irak-Krieg, was ja nun wohl die größte militärische Baustelle der USA in der letzten Zeit gewesen sein dürfte (das ging 2003 los und ist noch nicht wirklich beendet, passt also relativ gut zu den oben genannten Daten aus dem Jahr 2007). Gucken wir zum Beispiel hier, dann sehen wir bereits direkt unter der Titelzeile das Gesamtergebnis: "4,439 US Soldiers Killed". Und wenn man etwas weiter runterblättert, zum Abschnitt "TROOPS IN IRAQ", dann findet man dort die Aufschlüsselung der Verluste ("Casualties") - und siehe da: "98% male" ...

Und das, obwohl 14% Frauen in der Armee sind. Wenn es nicht ums Sterben ginge, sondern um gutbezahlte Vorstandsposten, dann hätten wir jetzt gleich wieder mit gewaltigem Protest der Feministischen Internationale zu rechnen.

ich weiß nicht genau, was dich an der Aussage stört, aber ich denke nicht, dass die beiden wünschen, dass dort zusätzlich Frauen sterben sollen.
Ich denke, es ist eher gemeint, dass wenn dort Menschen sterben, dies nicht auch wieder nur ein Privileg der männlichen Soldaten sein sollte.

@Minna: Es ist genau so, wie Beppo es sagt. Falls diese Selbstverständlichkeit einer Klarstellung bedürfen sollte, bitteschön: Wenn in einem Krieg auch nur ein einziger Mensch stirbt, egal ob Mann oder Frau, egal ob Soldat oder Zivilist, dann ist das in meinen Augen bereits genau ein Opfer zu viel.

Was mir allerdings auf den Sack geht, das ist dieses weit verbreitete Zwiedenken, dass die Gleichberechtigung sich bitteschön auf jene Bereiche begrenzen möge, wo sie den Frauen zum Vorteil gereicht. Wer mit aller Härte fordert, dass Frauen per Frauenquote in die Vorstandsetagen gehören, der möge bitteschön mit der gleichen Härte fordern, dass Frauen beim Kampfeinsatz genau so an die vorderste Front gehören wie die Männer.

Die amerikanische Ausprägung dieses Zwiedenkens fand sich übrigens bereits 1998 in Reinform bei Hillary Clinton: "Women have always been the primary victims of war. Women lose their husbands, their fathers, their sons in combat." Aha: Wenn Männer umgebracht werden, dann ist das vor allen Dingen für die überlebenden Frauen schlimm ... tschuldigung, aber was für ein Kraut muss frau geraucht haben, um so einen Hirnfurz loszulassen?!?

Ich bin der Meinung wir sollten uns genau deshalb nicht mit denen beschäftigen sondern diesen Unrat an uns vorbeischwimmen lassen und versuchen uns auf das wesentliche konzentrieren, nämlich die benachteiligten (m+w) un Unterhaltsprozesse,Umgangsprozessen,Sorgerechtsprozesse...usw,usf.. zu unterstützenund zu Versuchen mit daran zu Wirken das es irgendwann einmal ein wenig besser wird.

Und ich bin der Meinung, dass das zwar wichtig ist (und im übrigen natürlich auch die Kernkompetenz dieses Forums) - nur ist es leider nicht ganz so einfach. Dieser ganze Dreck des unfairen und männerfeindlichen Familienrechts kann sich doch nur deshalb halten, weil es in dieser Gesellschaft generell als hip und modern gilt, auf Männer einzuprügeln, aber Frauen unter Naturschutz zu stellen. Insofern nehme ich mir das Recht heraus, solche Missstände auch dann beim Namen zu nennen, wenn sie nicht direkt mit dem Familienrecht zu tun haben. Ein weiteres Beispiel gefällig? Hier hab' ich noch eins:

Was passiert eigentlich, wenn ausnahmsweise mal eine Männerquote gefordert wird? Es gab da neulich eine Petition im Bundestag, "dass in Kindergärten und Grundschulen eine Quote männlicher Erzieher und Lehrkräfte festgelegt wird". Die Quote wurde selbstverständlich abgelehnt, das ist noch gar nicht so lange her (nämlich am 16.12.2010), die gesamte Begründung kann man hier nachlesen. Und jetzt haltet euch mal bitte fest, was der Petitionsausschuss des deutschen Bundestages im vorletzten Abschnitt dieses Dokumentes als Begründung liefert (die Hervorhebung stammt von mir):

Der Petitionsausschuss hält die Planungen und Maßnahmen für sachgerecht. Eine Quote unterstützt er – auch aus verfassungsrechtlichen Gründen – jedoch nicht. Er empfiehlt daher, das Petitionsverfahren abzuschließen, da dem Anliegen zum Teil entsprochen wurde.

Offen gestanden - mir bleibt einfach die Spucke weg vor soviel Frechheit. Frauenquoten sind gut, Männerquoten sind verfassungswidrig. Menschenskind, was sind wir gleichberechtigt!

Viele liebe Grüße,

Malachit.


Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.

AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 04.03.2011 13:48
(@sleepy)
Nicht wegzudenken Registriert

Hallo @all,

es wird immer Defizite in die eine oder die andere Richtung geben. Das liegt teils an öffentlichen (Regierung), teils an privaten Versäumnissen. Ich z.B. arbeite wesentlich mehr Wochenstunden als mein Mann und erledige trotzdem den gesamten Haushalt (selbst schuld  :redhead:) außerdem arbeite ich mehr als mein mir gleichgestellter männlicher Kollege der - netterweise - fast das Doppelte verdient (ebenfalls selbst schuld). Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass jeder - unabhängig vom Geschlecht - bei Dingen, die im eigenen Machtbereich liegen, seines eigenen Glückes Schmied ist. Wenn dann aus Gleichberechtigung wird: Ich bekomme zu meinen geschlechtsgegebenen "Pflichten" (Haushalt) noch weitere oben drauf gepackt, dann ist das so.

Und um nochmal das Thema "es sterben weniger Soldatinnen" aufzugreifen:
In Kriegs- und Krisengebieten werden dafür wesentlich mehr Frauen als Männer geschändet und auch hier Leben zerstört (wenn auch nicht unmittelbar).
Also findet hier eine Benachteiligung zu Lasten der Frauen statt. Ich weiß nicht, ob man das miteinander vergleich kann/darf. Eigentlich will ich das nicht. Es soll nur als Beispiel dienen.

lg
sleepy


Sleepy

AntwortZitat
Geschrieben : 04.03.2011 14:41
(@nadda)
Registriert

Hi,

als Erzieherin bin ich absolut und sofort für eine Männerquote im Kindergarten. Aber mal ehrlich, welcher Mann will denn 5 Jahre Ausbildung machen um einen Beruf zu ergreifen für den es im sozialen Umfeld keine Anerkennung gibt und dann dafür auch  noch mies bezahlt werden?

Und um auf diese immer wieder zitierte "Frauenfreundlichkeit" im Familienrecht zurückzukommen, davon habe ich bisher nichts bemerkt. Vielleicht liegt es in meinem Fall daran, dass mein Ex so ein "armes Würstchen" ist und von allen Seiten mit Samthandschuhen angefasst wird. Vielleicht ist die "Frauenfreundlichkeit" auch zum Teil einfach nur der Versuch eines Richters den vermeintlich Schwächeren zu schützen...

Natürlich weis ich auch, dass es Urteile gibt die offensichtlich davon ausgehen das Kinder bei Mama immer besser aufgehoben sind. Diese Urteile sind ein Armutszeugnis. In den meisten Fällen wären die Kinder vermutlich am besten bei beiden Eltern aufgehoben, und da wären wir wieder beim Wechselmodell das seltsamerweise nicht im Juristendenken existiert. Es gibt Fälle in denen ein Elternteil nicht will oder nicht kann, da ist dann eine andere Regelung anzudenken. Es gibt auch oft genug Mütter die so überfordert sind, das das Kind bei ihnen nicht gut aufgehoben ist. In diesen Fällen ist es zum Kotzen, das Väter so schlechte Karten haben. Ich kenne einige Väter die definitiv viel besser mit dem Kind umgehen und im Alltag zurecht kommen als die dazugehörigen Mütter. Leider kenne ich nur wenige Väter die es dann geschafft haben alleinerziehend zu sein.

Genauso gibt es aber auch genügend Väter die als Vater  absolut versagen..............

Wenn ich ehrlich bin weis ich auch, dass ich keine Lust hätte Familienrichter zu sein, das ist ein sehr schwieriger Job und es wird sich immer jemand benachteiligt fühlen. Auch ich habe Urteile erlebt bei denen ich einfach nur noch geheult habe und mich gefragt habe wo denn der Richter/ die Richterin seine Gedanken hatte. Vermutlich sind viele von uns hier weil so etwas passiert ist.

Unser Familienrecht ist einfach nicht gut genug, der Begriff "Kindeswohl" ständig verwendet aber selten genau geprüft. Da gibt es Mängel an allen Ecken und Enden und ich fürchte diese Mängel hängen nicht nur damit zusammen das Frauen als besser geeignet angesehen werden für Kinder zu sorgen.

Wir haben doch beim Thema Gleichberechtigung noch nicht viel erreicht. Frau Schwarzers Theorien empfinde ich übrigens nicht als wirkliche Gleichberechtigung, die hätten wir erst wenn wir nicht mehr drüber reden müssten!

Typische Frauenberufe sind oft auch schlecht bezahlt und gesellschaftlich weniger anerkannt, so mancher typische Männerberuf setzt viel Kraft vorraus und da schwächelt manche Frau.
Will eine Frau in einen "Männerberuf" oder ein Mann in einen "Frauenberuf" dann wird von vielen abgeraten, unsere Gesellschaft ist noch nicht soweit eine KFZ- Mechatronikerin oder einen Kinderpfleger als normal zu empfinden. Die Betriebe bilden teilweise ungern Mädchen in diesen Berufen aus und auch der männliche Erzieher wird wohl eher im Kinderheim als im Kindergarten einen Praktikumsplatz finden.
Das Problem ist in den Köpfen unserer Gesellschaft, wir haben zu viele festgefahrene Vorstellungen. Die "gute Mama" läßt ihren Säugling nicht daheim bei Papa, die gute Hausfrau putzt selber und läßt das doch nicht ihren Mann erledigen, Mann putzt schon mal prinzipiell nicht usw.

Wenn wir es nicht  einmal schaffen das Männer unsere Kinder im Kiga und in der Grundschule betreuen dann sind wir echt noch nicht weit mit unserer Gleichberechtigung.

LG
Nadda


AntwortZitat
Geschrieben : 05.03.2011 22:55
(@beppo)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Wenn wir es nicht  einmal schaffen das Männer unsere Kinder im Kiga und in der Grundschule betreuen dann sind wir echt noch nicht weit mit unserer Gleichberechtigung.

Ich finde Gleichberechtigung ist dann erreicht, wenn jeder die gleichen Rechte und Pflichten hat.
Z.B. haben Männer auch das Recht Kindergärtner zu werden.
Und wenn das nicht so viele sind muss man weder Männer zwingen Kindergärtner zu werden noch Frauen daran hindern.
Und wenn ein Beruf schlechter bezahlt ist, dann liegt das in erster Linie daran, dass es für diese Berufe nicht soviele Leute im Angebot gibt oder sich das Produkt nicht so gut verkaufen lässt.

Wenn Frauen sich in erster Linie für diese Berufe interessieren, dann ist auch das ihr gutes Recht.

Und auch mal ein Klischee zu bedienen:
Frauen achten eben mehr darauf, dass ihnen der Beruf Spaß macht und sie sich darin selbst verwirklichen können.
Männer achten mehr darauf, dass es etwas zu verdienen gibt.
Das liegt auch daran, dass Männer immer noch ihre gesellschaftliche Stellung aus dem Geld ableiten.
Das führt dazu, dass mehr Augenmerk auf das Geld gelegt wird.
Und es liegt daran, dass Männer keine andere Wahl haben, als ihr Geld zu erarbeiten.
Frauen haben immer noch die Option, sich ins Familienleben zurück zu ziehen.

Das sind die eigentlichen Gründe, warum Männer in ihren Berufen verdienen als Frauen in ihren Berufen.

Die Quoten sind der Versuch dafür zu sorgen, dass man auch als Friseuse oder Blumenverkäuferin Karriere zu machen.
Zumindest vordergründig.
In Wirklichkeit ist es der Versuch der Politikerinnen ausschließlich für sich selbst noch einen schönen Aufsichtsratspsoten zu ergattern, nachdem sie von ihrem Quotenstuhl in Politik oder Justiz geflogen sind.
Oder was hat die Kindergärtnerin davon, dass Frau Hohmann-Dennhard nun von ihrem Quotenverfassungsrichterinnenstuhl nun Quotenaufsichtsrätin beim Daimler wird?


Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.

AntwortZitat
Geschrieben : 05.03.2011 23:23
(@bagger1975)

Liebe @nadda,

ich persönlich stimme @Beppo zu, zumal ich vor ca. 15 Jahren nach dem Abi Bestrebungen unternommen hatte, einen sog. "Frauenberuf" als Grunddschullehrer einzuschlagen!

Du wirst nicht glauben mit was für Argumenten man mir damals von Seiten der Studienberatung an der Hochschule in Bayern das ausgeredet hat!

Ja, man war in meinem Fall damals erfolgreich und hat damals vorrangig u.a. mit mangelnder Zukunftsperspektive agumentiert! Heute herrscht Lehrermangel! Soviel dazu.

Bei mir ist jedenfalls seit damals ziemlich deutlich haften geblieben, dass gewisse Leute andere Geschlechter in gewissen Sparten nicht sehen wollen. Was für Gründe das auch immer haben mag.

Und insofern Unterschreibe ich im Gegenzug Deine letzte Einlassung:

Wenn wir es nicht  einmal schaffen das Männer unsere Kinder im Kiga und in der Grundschule betreuen dann sind wir echt noch nicht weit mit unserer Gleichberechtigung.

Viele Grüsse Michi

PS: Davon unabhängig sollte einmal ernsthaft darüber nachgedacht werden, dass dt. DAX-Unternehmen evtl. nur deswegen so erfolgreich sind, weil wenige Frauen Vorstandsämter inne haben...


AntwortZitat
Geschrieben : 06.03.2011 01:21
(@nadda)
Registriert

Hi,

da ich ja aus dieser typischen Frauenberufsecke komme habe ich auch schon genügend weibliche Chefs hinter mir. Meiner persönlichen Meinung nach sind Frauen da sehr schnell emotional.

Habe immer in Unternehmen mit 30 - 100 Mitarbeitern gearbeitet, also nicht die ganz kleinen Läden. Ergebnis meiner Erfahrungen: Männer als Chef sind direkter, die sagen dir auch mal was ihnen an dir und deiner Arbeitsweise so nicht verständlich ist und Mann als Chef kann vielleicht nervig sein - aber er verzeit emotionale Dinge leichter. Bei meinem männlichen Chef Nr. 1 konnten z.B. 2 seiner Exfreundinnen immer noch weiter dort arbeiten, er konnte diese emotionalen Sachen sehr gut vom fachlichen unterscheiden. Da war klar die beiden waren fachlich gut und damit war auch klar warum die weiter dort arbeiten. Menschlich konnte ich ihn oft absolut nicht ab - aber seinen Job hat er meistens gut gemacht und auch nach außen gut und selbstbewust vertreten.

Weibliche Chefs, größeres Unternehmen: schrecklich!
Leitung zwei Frauen und das konnte man nur als Zickenterror bezeichnen. In dem Laden war klar wer sich mit der Chefin anlegt der geht - freiwillig. Wenn die Frau mal jemanden auf dem Kicker hatte weil der jenige nicht genauso reagiert hat wie sie das will dann wurde dem das Leben so schwer gemacht das freiwillig gekündigt wurde. Z.B. Leute die sich erlaubt haben zu sagen das was falsch läuft und dabei vielleicht auch Kritik an einem ihrer "Lieblingsmitarbeiter" geäußert haben, oder Leute die wie ich auf ihren Rechten als Arbeitnehmer bestanden haben. Die Strategie der Leitung war dann keine Auskunft mehr an diesen Mitarbeiter, ich kümmer mich um alle anderen Bereiche zuerst, wenn derjenige sich beschwert ignorier ich das mal usw. Und natürlich: alle Mitarbeiter im engeren Kreis um die Chefin (z.B. das gesammte Büro) hatten wohl Anweisung unfreundlich zu sein und einem nahezulegen über die eigene Position im Unternehmen nachzudenken.

So im großen und ganzen waren die männlichen Chefs nicht wirklich besser als die weiblichen, nur beim männlichen wusste man woran man ist. Deutliche Aussagen, eher am Unternehmen orientiert, damit kamen auch viele nicht zurecht.
Aber das ist mir jedenfalls lieber als diese ganze Geschichte die eher so hinten rum läuft. Mir kann man durchaus sagen wenn man ein Problem mit mir hat, das ist mir jedenfalls lieber als dann hintenrum an meinem Stuhl zu sägen indem man z.B. meine Arbeitszeiten so legt das sie für eine alleinerziehende absolut unmachbar sind.

Wenn ich also mal unterstelle, das mehrere Frauen ein Problem damit haben emotionale Dinge von fachlichen klar zu trennen dann sind wir vermutlich sehr froh wenn diese Frauen es nicht in die wichtigen  Positionen schaffen. Aber es gibt sicherlich auch Frauen die das Zeug für den Chefposten haben.

Leider kann ich bei unserer aktuellen Politikerinnenbesetzung nur wenige Frauen entdecken bei denen ich von ihrer fachlichen Kompetenz überzeugt bin. Aber bei den männlichen Kollegen ist es ja leider auch nicht wirklich besser. Und dann arbeiten unsere Minister ja immer gerne weit an den Bedürfnissen des "Normalbürgers" vorbei. Diese ganzen Quoten werden nichts bringen, oder zumindest nichts verbessern.

@ Michi
Finde es sehr schade das du das mit dem Grundschullehrer nicht gemacht hast, meine Jungs werden in ihrer Grundschulzeit keinen einzigen männlichen Lehrer erleben. Da hofft man als Mama ja schon total auf die nächste Schule.

LG
Nadda


AntwortZitat
Geschrieben : 06.03.2011 08:31
(@beppo)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Nadda, ich glaube schon, dass Frauen es heute noch etwas schwerer haben, sich auf dem Chefsessel zu behaupten.
Sie sind sicher unter stärkerer Beobachtung. Und zwar von oben, von der Seite und von unten.
Aus diesem stärkeren Druck resultiert sicher auch so manche "Eigenart".
Das von dir beschriebene Verhalten ist sicher auch das Mittel, was Frauen am ehesten zugeschrieben wird um sich durchzusetzen.
Wenn jeder Frau auf dem Chefsessel auch noch das Etikett "Quotenfrau" umgehängt werden kann, wird es für die Frauen sicher einfacher auf den Chefsessel zu kommen, aber viel schwerer sich dort durchzusetzen.

Gruss Beppo


Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.

AntwortZitat
Geschrieben : 06.03.2011 11:59
(@papajo)
Nicht wegzudenken Registriert

moinsen,

ich hängs mal hier ran, da gerade die gute Silvana mal wieder unter Beschuss steht,
Heute hatte mir meine Ma ein Gedicht gegeben von 1928 !, das passt wie die Faust auf Auge:

In Europa ist kein Gold mehr
Alles Gold ist in Amerika
Doch sie haben recht mein lieber Mister
Deutschland nährt ein bischen viel Minister
In den Einzelstaat-Beamtenheeren
Könnte man die Hälfte gut entbehren

War dieser schlaufuchs:

http://www.ringelnatz.net/

spannend darauf wartend wie`s nu weitergeht mit der guten  🙂

grüßle und nice week-end
jo


AntwortZitat
Geschrieben : 30.09.2011 17:30
(@beppo)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Habe ich gar nicht mit bekommen.
Was hat denn die gute Silvana jetzt wieder angestellt?


Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.

AntwortZitat
Geschrieben : 30.09.2011 17:44




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