Ich bin dank einer sehr bekannten Suchmaschine auf dieser mehr als nützlichen und hilfreichen Seite gestoßen und durchstöbere sie schon seit 1 bis 2 oder vielleicht auch drei Stunden. Ich bewege mich "noch" in einem, sagen wir mal, Millau, in dem Körperliche Gewalt und Hass nichts ungewöhnliches sind, dadurch habe ich auch gelernt eben solchen Schmerz ohne mit der Wimper zu zucken zu ertragen und es ist für mich auch nichts besonders anderen Menschen Schmerzen zu zufügen. Versteht mich nicht falsch, dass soll nicht heißen dass es mir Spaß macht anderen Menschen weh zu tun, dass tut es ganz und gar nicht und ich mache es auch nur um mich zu wehren und es keine andere Möglichkeit gibt (z.B.: Flucht) aber wie schon gesagt es ist in unserem Millau nichts ungewöhnlich. Aber wenn ich hier lese was einige Väter durchmachen müssen / mußten, dann kann ich nur denn Kopf schütteln und denken Das ist absoluter Wahnsinn, dass sich Zwei Menschen, die sich einmal so sehr geliebt haben, sich auf einmal so hassen und bekriegen und manchmal dass Kind als Druckmittel benutzen können ist für mich unverständlich und bewegt sich über meinem Horizont. Ich werde im Oktober Vater ( wir sind seit einigen Tagen unwiederbringlich getrennt) und hoffe dass mir ein so schlimmes Los erspart bleibt. Denn sowas würde ich nicht einmal meinen schlimmsten Feind wünschen. Ich merke ja jetzt schon, bevor unser Kind da ist, wie sehr ich es Liebe. Genauso schlimm ist auch die Tatsache das der Aggressor meißt nicht einmal mitbekommt was er dem gemeinsamen Kind, das mehr mitkriegt als man glaubt, genauso weh tut wie dem Vater. Ich spreche da aus Erfahrung denn ich bin selber ein Trennungskind und habe den Kampf meiner Eltern mitbekommen, da ging es richtig schlimm zu.
Wann lernen Eltern endlich dass es nie gut sein kann das eigene Kind als Waffe zu mißbrauchen? ;(
Ich drücke hier allen Vätern die Daumen dass sich für sie doch noch alles zu guten wendet und sie sich nicht unterkriegen lassen. :thumbup:
Moin
Zu viel Fight Club geguckt oder was?
Aufgrund deines anderen Toppics hätte ich dir eher den netten Jungen von nebenan abgenommen.
Gruß
Martin
Ich habe mir schon gedacht dass so eine Anspielung kommt, deswegen habe ich ja auch geschrieben dass mir "körperliche" Schmerzen nichts ausmachen, innerlich sieht es da ein bisschen anders aus aber in meiner Umgebung (aus der ich mich, gerade weil ich Vater werde, herausbewegen will) ist es ein Zeichen von schwäche seine Gefühle zu zeigen, wir haben zwar ein paar sehr intelligente Menschen in unseren Reihen leider nutzen die meisten das nicht zum guten.
Nachtrag:
Sagen wir es mal so: Kurze Haare und Stahlkappen gehören zum Inventar.
Moin
Wenn du Hilfe beim Ausstieg brauchst, sag Bescheid.
Gruß
Martin
Danke aber ich glaube ich schaffe dass auch so :). Das ist jetzt alles sowieso nebensächlich geworden, an erster Stelle stehe ich und mein Nachwuchs. Ich möchte nur nicht dass man das alles irgendwann gegen mich verwendet oder ich irgendwann im Knast lande weil dann kann ich mein Kind später vielleicht gänzlich abschreiben.
Moin
So weit so gut. Im übrigen informiert jede Polizeidienststelle über Aussteigerprogramme in deiner Nähe.
Aber du solltest in Zukunft doch mehr darauf achten alte Gewohnheiten abzulegen, denn dieses Gedankengut ist offensichtlich noch vorhanden. Je nach dem wie tief du drin steckst, kannst du es ohne Hilfe nicht schaffen.
Gruß
Martin
Dass man das alles nicht so schnell aus dem Kopf bekommt halte ich für normal und wird seine Zeit brauchen, im übrigen bin ich nicht der einzige Kamerad der sich zurück zieht und habe daher ein bisschen unterstützung, meine Familie ist mir dabei auch eine große Hilfe. Mein Problem sind eher die verfassungswidrigen Kennzeichen auf meinem Körper die ich ohne hohen finanziellen nicht weg bekomme. Unter anderem werde ich auch deswegen nach dem Unterricht arbeiten gehen müssen. Aber egal, mir geht es ja eigentlich in diesem Thread um das Unverständnis für die Tatsache dass sich Liebe manchmal in Unglaublichen Hass verwandelt.
Moin Alex
Du mußt es auch nicht verstehen, sondern nur dagegen handeln. Wenn du versuchst es zu vertstehen, gehst du daran kaput.
Ebenso wirst du einige Treffen, die den braunen Sumpf nicht verstehen und sich fragen, wie man da hinein geraten kann.
Es ist egal, ob du rechtsorientierte, linksorientierte oder weiß der Geier wehn nimmst. Die Leute fühlen sich im Recht. Ob andere das Verstehen oder nicht oder ob sie ein anderes Rechtsverständnis haben ist hierbei nicht von Belang.
Nehmen wir die klassischen Klischees:
Frau: Ich habe das Kind unter dem Herzen getragen und unter Schmerzen geboren, also bin ich die wichtigste Persohn und das Kind kann keine Minute ohne mich, weil ich ja genau so empfinde.
Mann: Ein Vater ist genau so wichtig. Auch ich habe meine Gene dazugetan. Ich liebe das Kind abgöttisch, also liebt das Kind mich genau so.
Merkst du was? Ein klassischer Interessenkonflikt, bei dem sich jeder im Recht fühlt. Und schon haben wir den Salat.
Genau wie rechts und links:
Rechts: Ausländer doof. Nehmen uns die Arbeit weck.
Links: Ausländer cool. Ohne Ausländer geht es in der Wirtschaft nicht.
Schon wieder gehen die Meinungen auseinander und es knallt.
Das ist jetzt zwar sehr oberflächlich betrachtet, aber ich denke nicht, das wir es vertiefen müssen um es zu verstehen.
Gruß
Martin
PS. Rassismus bzw Faschismus hat in diesem Sinne nichts mit unserem 2 Fingerbärtler zu tun, sondern geht bis in die primitivste Steinzeit zurück. Kelten, Germanen, Wickinger, Römer... alles rassistische, bzw faschistische Gesellschaften. Wer dieses Gedankengut in sich trägt, hat es schwer und es dauert Jahre dieses abzulegen. Meißt ist es dann ohne fachkompetente Hilfe nicht zu schaffen. Wer aber "nur" Mitläufer einer Gesellschaft ist, welche hauptsächlich die NS-Zeit verehrt, hat es schon bedeutend leichter, da er dieses Gedankengut nicht verinnerlicht hat, sondern lediglich der Propaganda erlegen ist.
Da hast du recht, es steckt tiefer in einem drin wie man meinen möchte. Ich habe ja nicht erst seit ein paar Tagen damit zu tun aus der Scene auszusteigen und ein Großteil der Leute melden sich zum Glück ja auch schon seit ein paar Monaten nicht mehr bei mir. Es wäre trotzdem schön wenn ich nur ein Mitläufer wäre, dann würde es mir leichter fallen. Alles was ich an Musik und Kleidung habe dreht sich um meine politische und persönliche Einstellung und das muss ich jetzt mehr denn je loswerden bzw. ersetzen. Ich will meinem Kind ein Vorbild sein und das kann ich nicht wenn ich ihm Hass und Gewalt lehre.
