Hallo Federwolke,
Ich fühle mich SO ausgeschlossen, selbst wenn nur solche Vorschläge kommen und OBWOHL mein Liebster sagt: nein!
Ähm, und was genau hätte dein Liebster denn noch sagen oder tun sollen?
Mit derartigem Störfeuer der Ex werdet ihr zwei anscheinend noch ein Weilchen leben müssen ... wäre zwar schön, wenn es bei der Ex einen Knopf gäbe, mit dem man das ausschalten könnte, aber ich bezweifle, dass es so etwas gibt 😉
Viele liebe Grüße,
Malachit.
Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.
Moin Federwolke,
ich könnte Dich verstehen, wenn Dein Freund zu Dir gesagt hätte "...äh, am X-Tag müsstest Du mal für 5 Stunden aus unserer Wohnung verschwinden, da will ich mit Ex und Kindern hier Kindergeburtstag feiern, und wir wollen Dich nicht dabeihaben..." Eine stolze Frau würde in einem solchen Fall antworten "sei nicht sicher, dass ich danach wiederkomme..."
Aber: Dein Freund hat "nein" gesagt und sich damit eindeutig hinter Dich gestellt. Der Rest sind Eifersüchteleien, mit denen Du Dir nur selbst das Leben schwermachst. Warum sollte er nicht mit der Mutter seiner Kinder smalltalken? Lässt Du Dir von irgendwem vorschreiben, wie lange Du mit wem worüber reden darfst?
Ja, Trennungen muss man leben. Auch Du musst das, wenn Du Dir einen gebrauchten Mann aussuchst - der kann und wird sein bisheriges Leben ja nicht mit schwarzer Farbe übermalen und so tun, als hätte es nie stattgefunden, nur weil es jetzt Dich gibt.
Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Harte und ehrliche Antwort: Würde ich mit dem Partner einmal noch verbindlich drüber reden. Entweder er stellt diesen Unsinn ein und weiß, was er an Dir hat oder ich würde die Koffer nehmen und gehen. Wenn er so scharf auf Konversation mit seiner Ex ist, hat er entweder keinen ehrlichen Schnitt zu ihr gemacht oder er macht sich insgeheim doch noch Hoffnungen bei ihr oder fühlt sich von ihr als Handwerker geschmeichelt etc. Geht gar nicht sowas. Gruß Ingo
Hallo zusammen.
Also, ich muss ehrlich sagen, zwischen ...
Entweder du bist bei mir und stehst dazu, oder ich gehe.
,
Entweder er stellt diesen Unsinn ein und weiß, was er an Dir hat oder ich würde die Koffer nehmen und gehen.
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Mit derartigem Störfeuer der Ex werdet ihr zwei anscheinend noch ein Weilchen leben müssen ...
und
Dein Freund hat "nein" gesagt und sich damit eindeutig hinter Dich gestellt. Der Rest sind Eifersüchteleien, mit denen Du Dir nur selbst das Leben schwermachst. Warum sollte er nicht mit der Mutter seiner Kinder smalltalken? Lässt Du Dir von irgendwem vorschreiben, wie lange Du mit wem worüber reden darfst?
liegt schon eine gewaltige Bandbreite.
Zeigt aber auch, wie verschieden man die Sache einordnen kann.
Ich habe keinerlei Probleme damit, wenn sie sich auch mal über alltägliches und nicht immer nur die Kinder unterhalten.
Was mir aber bitte aufstößt ist einfach die Tatsache, dass Madame gerade jetzt so auf Normalität aus ist, wo sie frisch getrennt ist. Wir hatten das selbe Theater vor eineinhalb Jahren schon einmal haargenauso. Mit dem Typen war Schluss und - peng: Ehering am Finger, "Gespräche unter vier Augen" waren nötig usw. Als der nächste Kerl kam, war mein Freund selbstverständlich wieder uninteressant und normaler Kontakt nicht möglich.
Dieses ewige Hin und Her nervt.
Hab natürlich gestern auch mit meinem Freund nochmal darüber gesprochen und er beteuerte mir gegenüber, dass er einfach nur Interesse an einem normalen Kontakt mit Madame hat, mehr aber auch nicht. Er empfinde nichts mehr für sie und sei mit mir sehr glücklich. Alles andere sei ihr Problem.
"Und dass wir beide zusammen sind, daran wird sich Exi über kurz oder lang gewöhnen müssen."
Tja.
Vielleicht sollte ich einfach gelassener an die Sache herangehen und das ganze weniger besorgt betrachten.
Lust darauf keifernd eifersüchtig zu sein und jedes Mal eine - entschuldigt - Fresse zu ziehen, wenn Madame angerufen hat, hab ich nämlich auch nicht.
Hitzige Grüße,
Federwolke.
Moin Federwolke,
Vielleicht sollte ich einfach gelassener an die Sache herangehen und das ganze weniger besorgt betrachten.
Lust darauf keifernd eifersüchtig zu sein und jedes Mal eine - entschuldigt - Fresse zu ziehen, wenn Madame angerufen hat, hab ich nämlich auch nicht.
ich denke, das ist der beste Rat, den Du Dir selbst geben kannst. Immer in dem Wissen: "Ich bin glücklich mit dem Mann an meiner Seite und unter meiner Decke, den sie nicht mehr haben wollte - und er ist es auch."
Für Eifersucht besteht objektiv also keinerlei Anlass; auch nicht, wenn Madame manchmal irgendwie wieder um ihn herumscharwenzelt: Für IHR Verhalten bist Du nicht zuständig - und ER macht ja keine Anstalten, darauf einzugehen. Ich habe sogar mal irgendwo gelesen, dass keine Frau einen Mann haben will, für den sich keine andere Frau interessiert...
Im übrigen ist es kein Naturgesetz, dass Ex-Partner und deren Familien nach Trennungen Lager bilden und Feindschaften pflegen müssten; entspannte Verhältnisse sind für die involvierten Kinder immer noch besser als Hass und Streit. Entscheidend ist doch nur: Am Ende des Tages geht er mit DIR nach hause. Das Wichtigste dabei ist, dass es das WILL - und nie das Gefühl hat, er MÜSSE es. Und nur darauf kommt es an.
Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Moin Federwolke,
Keep Cool, du bist auf dem richtigen Weg 🙂
Meine LG telefoniert auch gelegentlich länger mit Ihrem EX und nicht nur wegen der Probleme mit Ihrem "Sohn"! Wenn es MIR zu lange dauert, kuschele ich mich an sie an und sage, zukünftig soll er bitte über die 0900 HIRSCHKOPF anrufen, dann habe ich auch was davon 🙂
Wie Brille schon meine:
entspannte Verhältnisse sind für die involvierten Kinder immer noch besser als Hass und Streit.
Ich weiß nicht, ob DU der Trennungsgrund warst und seine EX somit einen für Sie begründeteten Hass auf dich hätte?! Wenn nicht versuche doch mal ruhig mit EX zu reden, mach ihr klar du bist kein FEIND und im Endeffekt profitieren nur Ihre Kinder davon!
Ich hatte Anfangs auch so ein Gespräch mit dem EX meiner LG und mitlerweile haben wir ein recht gutes Verhältniss.
Wichtig ist sprich mit deinem Partner über deine Ängste und sag ihm ruhig, wenn Madame ihn zu sehr einspannt.
Also Keep Cool,
Gruß vom Hirschkopf
glaubt nicht dass Gerichte Recht sprechen,
glaubt aber an die Gerechtigkeit.
Hi Federwolke,
es scheint ja wirklich so zu sein dass dein Freund hinter dir steht und die Spielchen der Ex nur bedingt mitmacht, um sich einen Zugang zu den Kindern freizuhalten. Ich finde es auch ok,oder sogar wünschenswert wenn die Expartner sich gut verstehen und meinetwegen auch noch weiterhin kleine Hilfeleistungen geben oder an gemeinsamen Familienfeiern teilnehmen können ohne sich die Augen auszukratzen (und mit den neuen Partnern natürlich).
Aber es müssen beide Expartner dazu mit sich im reinen sein, und das scheint zwar bei deinem Freund so zu sein, er weiß was er will, aber die ex ist "noch nicht ganz fertig" mit ihm und mißbraucht ihn ein bißchen als Lückenbüßer.
Es ist nämlich aus meiner Sicht eher so eine Masche der ex, hat sie keinen Freund, krallt sie sich deinen als Papa der Kinder und dann traut er sich dem nicht so konsequent zu entziehen und schwupps, hat sie einen Bewunderer (aus ihrer Sicht). Vielleicht schaffst du es ja, dich mit deinem Freund gemeinsam über diese Masche der ex lustig zu machen, oder du bittest ihn, wenn sie anruft und lange labert, dass er wenigstens in deine Richtung schaut und mal mit den Augen rollt...dann fühlst du dich gleich besser, als würde er gebannt den Worten der Ex lauschen.
Der Kinder wegen muss er sicher mehr mitmachen als sonst ein ex es machen würde, und hier eine Abgrenzung zu finden erscheint schwierig. Allerdings sollte er solchen bescheuerten Vorschlägen wie das mit dem Geburtstag sehr sehr deutlich eine Absage erteilen und nicht nur ein einfaches Nein, das ist zu schwach, da muss eine große Prise Empörung rein in seine Antwort, wie sie denn denken kann dass er seine Freundin davon ausschließt.... Denn bei alledem darf man nicht vergessen dass die Ex sich darin sonnt, deinen Freund (aus ihrer Sicht) so zu vereinnahmen und da sollte man schon die Beweggründe von ihr genau hinterfragen und wirklich deutliche klare Grenzen setzen. Und dein Freund sollte - auch wenn er deine Bedenken typisch weiblich und vielleicht unverständlich findet - sich die zeit nehmen, dir immer wieder mal deutlich zu machen was er an dir hat und auch dir gegenüber zu betonen, wie ihn das Gelaber nervt...das allein wirkt bestimmt schon Wunder 😉 und wenn es ihn nicht nervt... dann sieht es schlecht aus für dich...dann führst du eine Beziehung zu dritt und das willst du auf Dauer sicher nicht??
ligr ginnie
Durch Nachsicht setzt man der Gewalt kein Ende: damit bestärkt man die Gegner nur in der Gewissheit, sie hätten es mit einem Schwächling zu tun, der leicht zu bezwingen ist
Kleiner Tipp: Als meine Ex mal so eine "Laberphase" hatte und sie wegen jedem Pups hier anrief, haben die zauberhafteste Ehefrau der Welt und ich vereinbart, dass nicht ich ans Telefon gehe, wenn Madames Nummer auf dem Display erscheint, sondern sie. Nach kurzer Zeit hatten sich die Anrufe wieder erledigt; die fröhliche und glückliche Stimme meiner Frau wollte sich Madame offenbar nicht allzu oft anhören... 😉
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Hallo liebe Federwolke,
deine offene und ehrliche Darstellung deiner Gefühle und den damit verbundenden Ängsten haben mein Herz in vielfältiger Weise sehr berührt.
Zum einem weil man als „Next“ ähnliche Erfahrungen gemacht hat, zum anderen weil ich mich in sehr emphatischer Weise in viele deiner Ängste hinein versetzen kann.
Deine erfrischend ehrliche Art deine Ängste zu beschreiben tut selbstredend einiges dazu dir antworten zu wollen.
Ohne dir nahe treten zu wollen, vermute ich nicht eine „eifersüchtige Kneifzange“ hinterm PC, ich vermute viel mehr, dein Problem besteht darin, dass deinen Freund etwas mit einer anderen Frau verbindet, was ihr beide nicht miteinander teilen könnt.
Die beiden sind Eltern, und bei allem Verständnis für deine Nöte und Sorgen, sie werden es auch ihr Leben lang bleiben.
Hört sich jetzt sehr pathetisch an, und vermutlich kannst du diese Aussage nicht mehr hören, Tatsache bleibt es aber trotzdem.
Ich selbst bin in zweiter Ehe mit dem besten aller Ehemänner 🙂 verheiratet, mein Mann hat vier gemeinsame Söhne mit seiner ersten Frau, und ich selbst eine gemeinsame Tochter mit meinem ersten Mann. Die Mutter meiner Stiefsöhne (und ich betone das genau so!) hat uns die ersten beiden Beziehungsjahre auch nicht einfach gemacht, aber nach mittlerweile vier Jahren sind wir endlich an den Punkt gekommen dass sich unser aller Verhältnis so entspannt hat, dass wir gemütlich gerne einen Kaffee trinken können und alle gemeinsam z.B. die Schulabschlussfeiern und Geburtstage aller Kinder feiern.
Für die Jungs ist das mittlerweile total entspannte Verhältnis eine solche Erleichterung gewesen. Obwohl die Jungs immer vermeintlich aussen vor gehalten wurden, haben sie natürlich die Spannungen mitbekommen.
Mit dazu beigetragen hat erstens, dass das Rechtsanwaltsgedöns dem Himmel sei Dank von Seiten der Mutter aus seit zwei Jahren vorbei ist, und zweitens, dass ich mich auch gewaltig am Riemen gerissen habe.
Es mag sich jetzt lächerlich anhören, aber mir selbst hat es schlicht und ergreifend geholfen, mich in die Lage der Mutter der vier Söhne hinein versetzen zu können. Ich war nicht der Trennungsgrund, aber als mein Mann und ich uns kennenlernten und zusammen kamen, wurde der Mutter bewußt dass der Mann niemals mehr zurück kommt. Ich möchte die danach folgenden Vorgehensweisen nicht rechtfertigen, aber ich habe Verständnis dafür aufbringen können, wenn es auch lange Zeit gedauert hat.
Es war für die Mutter sehr schwer akzeptieren zu können, dass erstens der Mann weg ist und zweitens die Jungs mich auch noch sehr mögen. Hier standen und stehen bis heute noch viele Ängste bei der Mutter im Raume, zumal der älteste Sohn nun seit April bei meinem Mann und mir wohnt. Sie hat sehr, sehr, sehr geweint, als der Älteste zu uns zog. Ich kann das nachvollziehen. Sie ist total verzweifelt gewesen evtl. versagt zu haben, eine schlechte Mutter gewesen zu sein und den Sohn aus dem Haus getrieben zu haben. Es ging nur nie darum dass der älteste Sohn seine Mum nicht lieb hätte, er wollte einfach nur bei seinem Paps leben.
Wenn jetzt die Stiefmum sich die Mühe macht, auf die Ängste der Mutter einzugehen, kann sich eine Situation entspannen. Die Mutter hat nach vielen Gesprächen glaube ich verstanden, dass ich nicht in Konkurrenz mit ihr treten möchte, ihre Stellung als Mutter niemals auch nur ansatzweise in Frage stellen würde und auch Verständnis für ihre Nöte habe. Die Mutter kann jetzt auch erkennen, dass es doch nur von Vorteil ist wenn die Stiefmum die Jungs auch gern hat.
Liebe Federwolke, ich wollte ganz sicherlich nicht meine Erfahrung hier in den Vordergrund stellen, dies habe ich nur getan um transparent zu machen, dass sich manchmal ein Wechsel der Blickrichtung auch lohnen kann.
Natürlich ruft die Mum der Söhne mindestens zweimal in der Woche an, wie es dem Sohnemann geht. Und wenn die jüngsten Söhne bei uns zwei Wochen Ferien verbringen wird mindestens zweimal am Tag angerufen. Mich stört das schon lange nicht mehr. Die claims sind abgesteckt, wir versuchen alle miteinander unseren fünf Kindern gute Eltern zu sein, und das ist alles was zählt.
In deinen Augen mag die Vorgehensweise der Mutter klar darauf hinaus zielen, den Vater wieder an die Mutter zu binden. Dein Freund sieht das natürlich nicht so, als Vater steht nur eines im Vordergrund: Er kann endlich ohne Stress seine Kinder sehen, und nimmt das Gesprächsgeplänkel mit der Ex dafür gerne in Kauf. Hier prallen Welten aufeinander.
Ich wünsche dir die Kraft erkennen zu können, dass dein Freund dich liebt aber seine Kids eben auch, die Ruhe und Gelassenheit deinen Weg und deine Mitte zu finden um anschließend der Mutter seiner Kinder auf Augenhöhe begegnen zu können.
Liebe Grüße, B.
Liebe B.,
bitte entschuldige meine späte Rückmeldung, zu erst einmal möchte ich mich für Deine sehr liebe und ehrliche Antwort bedanken.
Auch, wenn es etwas einfältig klingt, aber an der Stelle, als Du schriebst ...
... ich vermute viel mehr, dein Problem besteht darin, dass deinen Freund etwas mit einer anderen Frau verbindet, was ihr beide nicht miteinander teilen könnt.
... bin ich innerlich schrecklich zusammengezuckt, weil ich glaube, dass du damit den Nagel mit schlafwandlerischer Sicherheit auf den Kopf getroffen hast. Im Grunde ist es auf eine gewisse Art ganz primitiver Neid und das OBWOHL ich weiß, dass er mich liebt.
Ich denke, es ist - wie Du sagst - der Neid um das gemeinsame, was sie teilen. Die beiden Mädels. Mein insgeheimer Wunsch auch gemensame Kinder zu haben, der mich innerlich zerfrisst, klopft da ziemlich penetrant an meine Tür. Unser gemeinsamer Kinderwunsch ist auf unbestimmte Zeit und aus purer Vernunft vertagt und das zernagt mich, obwohl ich weiß, dass er der rational völlig richtige Weg ist, der vor allem einem potenziellen gemeinsamen Baby gegenüber fair ist. Aber das ist eben manchmal so eine Sache mit der Vernunft und ganz viel Sehnsucht und Gefühl.
Ich weiß, dass es irgendwie kindisch/lächerlich klingt. Und doch kann ich nichts machen.
(Lese ich dann noch die Empfehlungen der Trennungs-FAQ, könnte ich eigentlich fast nur im Boden versinken.)
Aber auch sonst stimme ich Dir voll und ganz zu. Es ist auch wirklich nicht so, dass ich prinzipiell völligen Hass für die Mutter der Kinder empfinde. Ich habe keine Probleme damit, dass die Kinder mit ihrer Mama telefonieren, sie nach einiger Zeit bei uns vermissen und Heimweh haben, ich finde das völlig legitim und selbstverständlich. Ich male und bastel mit ihnen gemeinsam Geschenke für Mama, verteidige, bestätige und untermaure bestimmte Sichtweisen ihrer Mutter und kenne meine Rolle sehr gut.
Aber es gibt eben auch Punkte, bei denen ich einfach meine ganze Selbstbeherrschung aufbringen muss.
Die Große berichtet weinenend am Papa-Wochenende wieder von Mama geschlagen worden zu sein und ich fühle einfach nur Wut und Abneigung. Aber drei Tage später ist eben augenscheinlich "alles wieder gut" und Mama die beste, weil sie eben dieses oder jenes teure Geschenk gekauft hat. Und damit muss ich klar kommen. Ich muss alle "Horrormeldungen" über sie auffangen und in den Ohren der Kinder angemessen einordnen (denn vor allem die Große erzählt mir im Vertrauen sehr, sehr viel), äußerlich stark bleiben und innerlich diese gewisse Unfassbarkeit über gewisse Dinge, die sie den Kindern antut, mit mir ganz allein vereinbaren. Aber - jedes Kind hat seine Mama lieb, egal wie sie sich verhält.
Bei mir persönlich bleibt halt trotz allem ein sehr bitterer Nachgeschmack zurück, mit dem ich allein zurückbleibe.
Denn wenngleich ich mit meinem Freund darüber spreche, sieht er die Sache doch aus einem anderen Blickwinkel, denn selbstverständlich (!) ist sie kein Monster (auch, wenn ich das behaupten könnte, denn ICH erfahre ja am meisten von den 'schlimmen' Sachen), sondern eben auch eine liebende und gefühlvolle Mutter und ER hat sie auch so erlebt. Aber traurigerweise ist für mich das eben weniger greifbar als alles andere.
Tut mir leid, ich schweife ein wenig ab, aber es tut gut sich das alles mal von der Seele schreiben zu können/dürfen.
Ich werde mir auch weiterhin sehr viel Mühe geben und versuchen den richtigen Weg zu gehen.
Auch bei allen anderen, die mir geschrieben haben, möchte ich mich noch bedanken.
Vielen Dank für Eure Meinungen und Gedanken.
Grüßles,
Federwolke
Ich weiß, dass es irgendwie kindisch/lächerlich klingt.
Finde ich nicht.
Ich bin der Meinung, Du machst Dir gute und wichtige Gedanken dazu. Bist dabei ehrlich und selbstreflektiert.
Gruß, Michael
sol lucet omnibus - die Sonne scheint für alle
Einen schönen, windigen Abend zusammen,
ich mag gerade mal ein bisschen jammern, unsicher und sauer sein und habe deswegen meinen "alten" Thread wieder hervorgegraben.
Erstmal: Es ist so, dass ich das Gefühl habe, dass sich auf der "Elternebene" zwischen meinem Freund und seiner Ex ein bisschen was getan und entspannt hat. Sie bat um den Tausch eines Wochenendes, er stimmte ohne Gezeter und Gemecker zu (da die Kinder an diesem Wochenende etwas vor hatten) und im Gegenzug bot sie ihm zwei Wochenenden hintereinander an, was er dankbar annahm. Das hat mich schon gefreut, muss ich ehrlich sagen.
Gestern brachte sie ihm die Kinder. Da ich an diesem Wochenende leider verhindert bin, bin ich diesmal am Umgangswochenende leider nicht mit da. Ist prinzipiell ja aber erstmal kein Problem.
Gestern Abend, nachdem die Kinder im Bett waren, plauderte ich noch ein wenig mit meinem Freund, darüber, dass er zusammen mit der Mutter seiner Kinder noch Weihnachtsgeschenke für die Mädels kaufen gegangen ist, dass es recht entspannt war, usw. Danach fragte er mich, ob ich denn ein Problem damit hätte, wenn er ihr eine Kleinigkeit zu Weihnachten schenke. Ich hatte kein Problem damit. So ging das noch eine Weile ganz friedlich.
Bis er mir plötzlich eröffnete, dass Madame wohl wieder einmal aufs heftigste über mich hergezogen sei. Ich sagte, dass mich das nicht stört, solang die Kinder nicht dabei sind. Waren sie aber. Er wolle mir aber lieber nicht sagen, was sie gesagt hätte.
Ein Wort gab das nächste und nun haben wir mächtig Stress miteinander.
Und ich bin einfach nur sauer und wütend und enttäuscht und traurig.
Mir ist in letzter Zeit bereits bei den "Übergaben" der Kinder, bei denen ich jetzt meistens dabei war, aufgefallen, dass mein Freund irgendwie ein Problem mit meiner Anwesenheit während der Zusammentreffen mit der KM hatte. Dass ihn das unter Stress setzt. Er hat das nicht ausgesprochen, aber ich merkte es ihm an, wenn ich äußerte, dass ich einfach mitgehe und nicht "warte". Er wirkte schrecklich angespannt und unter Druck, unter Spannung stehend und fahrig.
Während unseres Streits meinte er, dass es scheinbar allen egal sei, dass er zwischen den Stühle sitze (?!) und einfach nur keinen Ärger möchte, einfach seine Ruhe haben. Er möchte zu IHR ein freundschaftliches Verhältnis haben und MIR alles recht machen. Und damit es diesen Streit nicht gäbe, erzählt er ihr nichts von mir. Aha.
Gestern Abend war ich einfach nur extrem verletzt. Sie hatte mich schlecht gemacht und ich war sauer, wütend und vollkommen auf 180.
Nun, nachdem ich eine Nacht drüber geschlafen und den ganzen Tag hin und her überlegt habe, weiß ich nicht, ob ich nicht einfach aus gekränktem Stolz überreagiert habe. Dass sie mich nicht leiden kann weiß ich und verlange ich auch gar nicht.
Das dicke Fell, was ich haben müsste, fehlt mir einfach phasenweise. Es ist ein sehr komisches Fell.
Ich habe meinem Partner vorgeworfen, dass er mich zu verteidigen hätte, dass er ihr sagen solle, dass sie lästern kann wie sie will, er ist mit mir glücklich und daran würde sich auch nichts ändern. Ich habe ihm vorgeworfen, dass er nicht zu mir steht, dass er Angst vor ihr hätte oder immernoch ein schlechtes Gewissen.
Aber jetzt kommen Zweifel auf, ob ich nicht doch viel zu heftig war.
Irgendwie kann ich ja verstehen, dass auch er keine Lust hat ständig von ihr wegen mir blöd angemacht zu werden. Und ich bin mir auch nicht sicher, ob seine Taktik nicht einfach viel, viel besser ist: ihr blödes Gelaber zu ignorieren, anstatt mich zu verteidigen.
Die Kinder scheinen diese Lästereien besser zu verkraften als ich (so scheint es mir zumindest), obwohl sie alles mitgehört haben.
Gestern Abend habe ich noch vorm Zubettgehen eine halbe Stunde mit den Mädels via Facetime gequatscht und gekichert, sie waren so süß, haben sich riesig gefreut mich "zu sehen" und haben mich als Telefon gleich mit in ihr Abendprogramm mit eingebunden, so dass ich beim Zähneputzen, Toilettegehen ( :rofl: ), Gute-Nacht-Geschichte-Erzählen und Gute-Nacht-Kuss dabei war. Sie haben mir gesagt, dass ich ihnen fehle und ob ich denn beim nächsten Mal wieder mit da wäre.
Sie sind mir viel weiter voraus und ignorieren (?) einfach die blöden Auslassungen ihrer Mutter.
Hinzu kommt aber meine Angst, dass mein Freund seine Kinder irgendwann wegen mir verlieren könnte. Momentan fragen sie ja noch nicht nach den näheren Ursachen der Trennung ihrer Eltern und ihre Mutter hat ihnen IHRE Version scheinbar auch noch nicht erzählt.
Was ist, wenn die Große in ein, zwei Jahren in die Pubertät kommt und beginnt ihr Leben zu reflektieren, ihre Mutter fragt, was damals eigentlich passiert ist?
"Papa hat uns damals verlassen, weil SIE da war."
Das mag Zukunftsmusik sein, aber ich habe Angst davor. Was sagt uns, dass sie in den zwei verschiedenen Versionen der Geschichte ihren Weg findet?
Was soll ich jetzt tun?
Weiterhin fleißig das ganze ignorieren, was sie sagt? Tapfer drüber stehen?
Tue ich meinem Freund unrecht oder wäre es seine Aufgabe "zu mir zu stehen" und nicht alles, worin ich eine Rolle spiele, vehement von Madame fern zu halten, damit sie wieder "Zunder" hat, um über mich zu lästern?
Keine Ahnung.
Als Antwort auf unseren bescheuerten Streit, habe ich letzte Nacht gleich geträumt, dass ich mich mit der KM ausgesprochen habe und Mitleid mit ihr hatte, weil sie dabei weinte.
Wäre über die eine oder andere Antwort wirklich sehr dankbar.
Entschuldigt bitte (wieder mal), dass es ein wenig länger geworden ist.
Viele Grüße,
Federwolke
Hallo Federwolke,
Du bist schlicht eifersüchtig und hast dadurch, dass er Dich nicht verteidigt den Eindruck, dass sie ihm irgendwie "wichtiger" ist.
Ihr beiden Mädels konkurriert um seine Gunst auf der Paarebene. Unabhängig davon, ob sie ihn wiederhaben will oder nicht. Er versucht die Elternebene zu schützen und steht deshalb "zwischen zwei Stühlen". Spielt er den heldenhaften Ritter, tritt sie ihm vielleicht als Retourkutsche vors Elternknie. Stellt er auf Durchzug und lässt sie sülzen, dann fühlst Du Dich verraten. So wirklich richtig machen kann er es gerade nicht.
Ich finde lediglich die Idee mit dem Geschenk nicht gut. Aber da würde ich es für mich von der Art des Geschenks abhängig machen, wie sehr "nicht gut" ich das finde.
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Hallo Federwolke,
von mir nur eine Anmerkung zu diesem Teilproblem hier:
Was ist, wenn die Große in ein, zwei Jahren in die Pubertät kommt und beginnt ihr Leben zu reflektieren, ihre Mutter fragt, was damals eigentlich passiert ist?
"Papa hat uns damals verlassen, weil SIE da war."
Das mag Zukunftsmusik sein, aber ich habe Angst davor. Was sagt uns, dass sie in den zwei verschiedenen Versionen der Geschichte ihren Weg findet?
Mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit wird auch dieses Mädel in der Pubertät mit ganz anderen Dingen beschäftigt sein als mit der Frage, was wohl im Liebesleben ihrer Eltern schiefgelaufen sein könnte. Im übrigen, ich weiß zwar nicht, wie es in ihrer Schulklasse konkret aussieht, aber ich vermute, dass es allein dort mindestens zehn Jungs und Mädels gibt, die ebenfalls aus Trennungsfamilien stammen. Mach' also lieber kein all zu großes Drama um etwas, was heutzutage beinahe schon der Regelfall ist ...
Viele liebe Grüße,
Malachit.
Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.
Liebe LBM,
vielen Dank für Deine schnelle Antwort. Dass sich mein ganzes blödes Verhalten mit "Eifersucht" begründen lässt ... ich hätte wohl selbst drauf kommen sollen. Allerdings rede ich mir immer ein es nicht zu sein und weiß wahrscheinlich insgeheim selbst, dass das nicht stimmt. Ich hasse Eifersucht!
Ach, man. Das was Du schreibst, klingt mehr als plausibel und ich habe nun irgendwie ein schlechtes Gewissen. Ich will es ihm in dieser Beziehung nicht noch zusätzlich schwer machen.
Die Sache mit dem Geschenk ist dabei eigentlich das, was mich am wenigsten an der ganzen Geschichte stört. Es ist eine winzige Kleinigkeit und in meinen Augen eigentlich nur eine Geste. Er verschenkt recht gern Geschenke.
Hallo Malachit,
auch Dir vielen lieben Dank für Deine Antwort.
Sicherlich hast Du recht und ich weiß auch tatsächlich, dass in ihrer Klasse sehr viele Kinder "mehrere Familien" haben.
Der Grund, weswegen ich konkret diese Befürchtung habe, ist, dass sie sich trotz allem sehr mit dem Thema Trennung auseinandersetzt und häufig von den Familienverhältnissen der Kinder in ihrer Klasse berichtet, das für die anderen Kinder bedauert usw.
Das aber sowieso nur am Rande. Du hast vollkommen recht, am Ende weiß niemand, womit sie sich in ihrer Pubertät beschäftigen wird.
Viele Grüße,
Federwolke.
Liebe Federwolke,
die Kunst liegt darin, dass Du das Vertrauen hast, dass er aus gutem Grund nicht mit IHR sondern mit DIR zusammen ist. Und mal ganz ehrlich... "die Olle" muss Dich runtermachen, weil sie mit positivem Verhalten keinen Stich hat. Und sie hat keinen Erfolg damit, weder bei ihm noch den Kindern. Das ist doch eigentlich ein Sieg nach Punkten für Dich.
Nimm sein Schweigen nicht als Zustimmung, sondern als "der Klügere denkt sich seinen Teil".
Eifersucht ist sicher irgendwie "doof". Aber in einer kleinen Menge ist sie auch gesund und dazugehörig. Es zeigt, dass einem eine Person nicht egal ist und dass man sie nicht verlieren oder teilen möchte. Das halte ich für eine ganz gesunde Reaktion bei "Gefahr". Nur musst Du die Eifersucht lenken und nicht die Eifersucht Dich. Du reflektierst ja eine Menge.
Du machst das schon!
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Hi Federwolke,
Die Sache mit dem Geschenk ist dabei eigentlich das, was mich am wenigsten an der ganzen Geschichte stört. Es ist eine winzige Kleinigkeit und in meinen Augen eigentlich nur eine Geste. Er verschenkt recht gern Geschenke.
Ganz ehrlich: Für mich als Mann wäre es definitiv keine Kleinigkeit und so ziemlich das allerletzte, was ich dann auch noch vor einem neuen Partner erwähnen würde. Nich umsonst hat man sich von seinem Ex-Partner getrennt. Es ist okay, ein freundschaftliches Verhältnis zu haben. Aber dann muss es auch gut sein.
Er kann und sollte Dir etwas schenken, denn Du bist jetzt seine Partnerin, der er eine Freude machen kann. Alles andere wirft nun ein - völlig zurecht- sehr schiefes Bild und wäre für mich als Partner wenig akzeptabel. Aber da hat auch jeder andere Maßstäbe, die er anlegt.
Bis er mir plötzlich eröffnete, dass Madame wohl wieder einmal aufs heftigste über mich hergezogen sei
Verstärkt gilt dies, wenn diese Exe auch noch über Dich als Partnerin lästert. Lacht er dann? Findet er so ein Verhalten so gut, dass er es noch mit einem "netten Geschenk" belohnen will? Ich würde so einem Partner mal ernsthaft fragen, ob er dann nicht wieder bei seiner Exe einziehen möchte, wenn er auf soetwas steht.
Mir ist in letzter Zeit bereits bei den "Übergaben" der Kinder, bei denen ich jetzt meistens dabei war, aufgefallen, dass mein Freund irgendwie ein Problem mit meiner Anwesenheit während der Zusammentreffen mit der KM hatte. Dass ihn das unter Stress setzt
Sicherlich ist es okay, wenn sich auch Nexts bei den Übergaben zurückhalten. Trotzdem sollte es nicht darin münden, dass der Partner unter Stress steht nur weil die Partnerin, mit der er zusammen sein will, anwesend ist.
Also: Keine Geschenke für Menschen, mit denen man nicht zusammen leben möchte bzw. die über den EIGENEN Partner schlecht reden. Gruß Ingo
Hi
Also: Keine Geschenke für Menschen, mit denen man nicht zusammen leben möchte bzw. die über den EIGENEN Partner schlecht reden. Gruß Ingo
Unterschreib! :genau:
Wobei ich das "bzw." durch ein "wenn" ersetzen würde. Solange man nämlich ein kleines Geschenk für den Ex-Partner hat, der aber nunmal der andere Elternteil ist, kann sich das durchaus auf die Elternebene positiv auswirken. Voraussetzung ist dass keine falsche Hoffnung geweckt wird, und der neue Partner kein Problem damit hat. Ich definier das mal unter dem Begriff happy Patchwork. Alle akzeptieren sich, es gibt nur noch die Elternebene und gewissermaßen ist jeder froh dass der andere glücklich ist und die Elternschaft kann gelebt werden und die Neuen sind eine Bereicherung des Umfelds der Kinder anstatt eine Konkurrenz.
Ganz ganz schlimm allerdings finde ich, dass die Ex bei deinem Freund über dich lästern darf, ohne dass er sich da abgrenzt und dich schützt. Er müsste sofort "hochgehen" und Einhalt gebieten und der Ex ausdrücklich erklären, dass sie ja die Next nicht mögen braucht, aber dass er sich Achtung und Respekt erwartet. Auch das gehört zu einer guten Elternebene, zumal die Kids ja auch viel Zeit mit dem neuen Partner verbringen, da darf sowas nicht sein.
Mein Mann hat das stets getan, so dass die Ex da nicht rankam, und er hat gesagt, beleidige meine Frau nicht, was sie explodieren ließ, weil er da noch mit ihr verheiratet war :rofl2: aber sie konnte sich ihre Besitzansprüche sonstwohin stecken. Das kam klar rüber! Und ehrlich gesagt, hätte ich ansonsten auch so reagiert wie Ingo schreibt und ihn zurückgeschickt zu ihr...
Das Problem, dass er sich zwischen 2 Stühlen fühlte, hatte er am Anfang auch manchmal, aber das dürfte normalerweise nicht bestehen, da er seiner Partnerin zu Loyalität verpflichtet ist. Die Beziehung zu seinen Kindern unterscheidet sich ja von einer Erwachsenenbeziehung.
Alles in allem verstehe ich deinen Ärger, Federwolke, und finde ihn berechtigt.
dein Freund kuscht vor der Ex um sich eine vermeindlich gute Beziehung aufrecht zu erhalten, weil er glaubt das wäre zum Wohle der Kinder. Im Grunde führt er aber leider nur die in der Beziehung schon angelegte Abhängigkeit und "Unterwürfigkeit" auf andere Weise fort. Davon muss er sich lösen, da sich das sicher kein neuer Partner lange gefallen lassen kann.
ligr ginnie
Durch Nachsicht setzt man der Gewalt kein Ende: damit bestärkt man die Gegner nur in der Gewissheit, sie hätten es mit einem Schwächling zu tun, der leicht zu bezwingen ist
Guten Abend! (:
Mal wieder entschuldige ich mich für die recht späte Antwort und danke Euch, ginnie, Ingo und LBM, für Eure Antworten.
Selbstverständlich fallen Eure Antworten teilweise ziemlich unterschiedlich aus, aber das ist bei Eifersüchteleien wohl klar, da es jeder anders wahrnimmt.
Eure Antworten hatte ich bereits letzte Woche gelesen und bin mit diesen im Hinterkopf ein bisschen auf Beobachtungskurs gegangen. Auch das, was Ihr bezüglich der Geschenke gesagt hattet, geisterte mir also weiter im Kopf herum.
Am letzten Freitag begleitete ich meinen Freund, um die Kinder "in der Mitte der Strecke" (laut Gerichtsurteil treffen sich KM und KV knapp in der Mitte der 200km, um die Kinder zu übergeben/-nehmen) abzuholen. Wir waren wegen Staus spät dran und Madame samt Kindern warteten bereits.
Ich habe sehr bewusst auf die Reaktion der KM geachtet und sah regelrecht, wie sich ihr Gesicht bei meinem Anblick auf dem Beifahrersitz zu einer Faust ballte. Die Kinder stürmten laut "Papa" und meinen Namen schreiend auf uns zu und knuddelten uns von oben bis unten ab. Puh!
Ich wurde bestürmt, Fillys, Plüschtiere und neue Schuhe wurden mir stolz vorgeführt, deutlich bekundet, ich habe ihnen am letzten Wochenende schrecklich gefehlt und es wäre so toll, dass ich mit da wäre. Ich meine - hey, das schmeichelt mir sehr, wirklich! Und ich finde es toll, dass sie mich so mögen!
Die Mutter der Mädels hörte jedes Wort.
Während die Kinder mich weiter bestürmten, räumte mein Partner die Koffer in unser Auto und suchte für uns außer Hörweite das Gespräch mit seiner Ex.
Die Kinder verabschiedeten sich dann von ihrer Mutter und hüpften freudestrahlend zu uns ins Auto, wobei sie ausdiskutierten, wer zu erst mit mir hinten sitzen dürfe, um mit mir zu spielen.
Ich schreibe das all jetzt nicht, um Euch zu beweisen, was für ein toller Mensch ich doch bin und um mein Ego aufzupolieren, um Himmels Willen.
Was ich eigentlich damit sagen will: Abends, als die Mädels im Bett waren, fragte ich meinen Freund, was bei dem Gespräch mit der Ex rausgekommen sei, aber er konnte mir nur berichten, dass sie jegliche Kommunikation verweigert hätte. Er sagte das nicht vorwurfsvoll und wir beließen es auch dabei, aber ich vermute eben, dass meine Anwesenheit wohl zu dieser völligen Ablehnung geführt hat. Ihr Gesicht war eine einzige Gefühlsprojektionsfläche. Eifersucht, Neid, Wut, Abneigung, verletzter Stolz, Traurigkeit, Hass. Ich glaube schon, dass es eine Art Machtspielchen ist: Bin ich dabei, hat mein Freund, was irgendwelche Infos oder zu besprechende Themen angeht, Pech gehabt. Hätte ja die Alte nicht mitbringen müssen.
Das Spiel ereignete sich ähnlich, als wir die Kinder abgeben mussten und sie schon wieder meinen Anblick ertragen musste.
Natürlich mag ich jetzt nichts und niemanden verteidigen oder irgendetwas rechtfertigen, was beispielsweise mein Freund tut. Irgendwie kann ich ihn aber trotzdem auch verstehen und ich frage mich eben, inwiefern ich weiter standhaft bleiben und bei den "Übergaben" dabei sein sollte. Ich habe das große Glück meine Gefühle nicht so im Gesicht mit mir herumzutragen, begegne der Ex - so denke ich - mit einem freundlichen Gesichtsausdruck und sage immerhin als erste "Hallo" (sie grüßt mich selbstverständlich nicht, da sie mal äußerte, dass der Jüngere den Älteren zu grüßen hätte - haha. Sie ist nur wenig älter als ich.) Dafür, dass ihr kein "Pokerface" und die Unterscheidung von Eltern-/Paarebene gelingt, kann ich doch aber letztlich nichts. Andererseits will ich meinen Freund auch nicht um ungestörte persönliche Gespräche und Absprachen mit der Mutter seiner Kinder bringen, bei denen ich finde, dass sie das Recht auf diese haben. Ungestört! Aber ich störe halt.
Ihr Problem? Ja. Aber daraus folgend auch das meines Partners.
So, es ist schon spät, vielen Dank fürs Lesen!
Liebe Grüße und eine gute Nacht,
Federwolke - die gerade den Duft von Räucherkerzen aus ihrer Wohnung zu vertreiben sucht und keine Ahnung hat, wo der angekündigte schlimmste Sturm seit 20 Jahren bleibt...
Hi Federwolke,
fragte ich meinen Freund, was bei dem Gespräch mit der Ex rausgekommen sei, aber er konnte mir nur berichten, dass sie jegliche Kommunikation verweigert hätte. Er sagte das nicht vorwurfsvoll und wir beließen es auch dabei, aber ich vermute eben, dass meine Anwesenheit wohl zu dieser völligen Ablehnung geführt hat. Ihr Gesicht war eine einzige Gefühlsprojektionsfläche. Eifersucht, Neid, Wut, Abneigung, verletzter Stolz, Traurigkeit, Hass.
in Eurer Situation aber sicherlich kaum anders regelbar. Deinem Partner ist ja nun auch nicht zuzumuten, die Strecke alleine zu fahren, nur um mit Madame 5 min alleine reden zu können. Natürlich ist auch mal das persönliche Gespräch "in Ruhe" mit dem Ex-Partner wichtig. Aber dafür gibt es sicherlich angenehmere Stellen als Autobahnrastplätze, etc.
Hätte ja die Alte nicht mitbringen müssen.
Hier sind die Geschmäcker sicherlich verschieden und man muss immer auch die äußeren Umstände betrachten. Wenn ihr nur im Nachbardorf wohnen würdet, wäre es sicherlich zumutbar, dass nicht die große "Umarmungsshow" vor der KM abgezogen werden muss, auch wenn es von den Kids natürlich nur lieb gemeint ist und sie sich darüber (richtigerweise) keine Gedanken machen.
Hier ist auch jeder Fall verschieden und spielen sicherlich auch die Trennungsgründe bzw. die eigene, aktive Rolle des Nexts im Trennungsprozess eine Rolle. Ich persönliche habe mir aus diesen Gründen jeglichen Kontakt mit dem Next verbeten und dies klappt auch, ohne das Leben des Ex-Partners groß einzuschränken. Wie gesagt, dass ist situationsabhängig und dafür gibt es keine Musterlösung. Gruß Ingo
