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Nur ein paar Gedanken

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(@nichtplatt)
Nicht wegzudenken Registriert

Halöle,

mit dem Thema Zweitpartner habe ich zu gegebener maßen ein kleine Problem. Das liegt insbesondere daran, dass ich auch eine Next hatte und ich meine, gewisse Parallelen zu dem hier oft geschriebenen und dem Verhalten meiner ExNext erkennen zu können. Das ermuntert mich einige Gedanken auf zu schreiben.

Es ist richtig:

1. Meine Ex hat mich entsorgt
2. Meine Ex hat versucht möglichst viel Kohle zu erhalten
3. Meine Ex hat nicht nur mich sondern alle meine Nachfolger veralbert
4. Dass ich zeitweise sehr wenig bis gar kein Geld hatte
5. Das meine Ex alles unternommen hat um mir zu schaden
6. Sie ist die Mutter unserer Kinder
7. Ich finde meine Ex voll daneben
8. Die Scheidung und alles andere danach lief nicht sehr harmonisch ab
9. Meine Ex ist geldgeil
10. Meine Ex möchte am liebsten nur auf Kosten anderer leben
11. Ich habe meine Ex sehr oft verflucht
12. Ich finde meine Ex voll daneben
13. usw.

Nun sitze ich da und auf einmal taucht die Next auf. So nebenbei kläre ich die Next über meine Situation auf. Natürlich bin ich für die Next der arme entsorgte Mann. Sie würde das alles nie so machen. Natürlich hat die Next auch keine Kinder. Irgendwann kommt Stress auf, weil der Entsorgte (ich) gerade den Punkt 4 durchlaufe. Nur bin dann verwundert, dass es hier Stress gibt, da sich die Next doch als eigenständig und finanziell unabhängig dargestellt hat.
Daher konnte/kann ich folgenden Aussagen nicht wirklich verstehen:

Nur weil die Ex soviel Unterhalt bekommt:

1. Können wir nicht in den Urlaub fahren
2. Muss die Next ihren Anteil an der Miete tragen
3. Kann sich die Next nur ganz selten und preiswerte Klamotten kaufen
4. Kann man nicht Essen gehen
5. usw.

Da liebe Zweitpartner habe ich ein großes Problem. Der Unterhalt gliedert sich in 2 Teile.
1.) KU und 2.) EU/BU. Über den KU lasse ich mit mir überhaupt nicht diskutieren, weil meine Kinder. Über EU/BU kann man diskutieren. Man muss diese Zahlungen auch nicht gut finden, aber nach „altem“ Recht steht dieser der Ex zu, sofern Leistungsfähigkeit besteht.

Und

Meinen Urlaub kann ich aber schon bezahlen, nur nicht den von der Next
Ich konnte auch die Miete komplett alleine bezahlen. Aber wenn die Next bei mir einzieht, warum soll sie dann nicht die Hälfte der Kosten übernehmen
Den Zusammenhang zwischen Unterhaltszahlungen und den Klamotten der Next werde ich auch nie verstehen
Ich kann/konnte Essen gehen. Betonung liegt auf „ich“. Natürlich lade ich die Next auch mal ein. Mal.

Natürlich habe ich auch finanzielle Engpässe. Diese muss/te ich beseitigen, nicht die Next.

Daher irritieren mich immer solche Aussagen:

Weil die Ex so ein geldgeiles Luder ist kommen wir finanziell nicht klar. Ich komm schon klar, aber anscheinend nicht die Next.

Und dann sind noch die Kinder da. Am Anfang ist immer alles toll. Next hat selbst keine Kinder, warum auch immer und findet das Ganze richtig spannend. Außerdem sind sie ja nur alle 14 Tage da. Da laufen auf einmal für ein WE noch zwei andere Gestalten rum. Da ist Papa gefordert und macht für die Kinder. Wie Kids first ? Und dann erst die Next. Geht ja gar nicht.

Stimmt nicht ganz. Natürlich auch die halben Ferien. Da muss ich dann Urlaub nehmen. Da kann man halt nicht kostengünstig in der Nebensaison verreisen und wenn man mit der Next verreist sind die Kinder auch dabei. Dann sind die Kinder doch nicht so toll. Sind ja auch nicht die eigenen.

Kinder funktionieren nicht so wie es sich die Next wünscht. Wenn etwas für die Next bezüglich der Kinder nicht okay ist, dann muss ich das noch lange nicht so sehen.

Kinder sehen die Situation oft ganz anders:

1. Kinder lieben ihre Eltern, auch die Mutter und sagen das auch
2. Kinder wünschen sich das Mama und Papa wieder zusammen kommen
3. Kinder haben Angst davor, dass sich Papa nicht um sie kümmert weil die Next wichtiger ist, ne für den kurzen Zeitraum sind sie die wichtigsten
4. Kinder haben auch kleine Wünsche finanzieller Art, erfüll ich gerne, spare ich beim Essen gehen
5. usw.

Ich bin kein Weichei, nur weil ich an den paar Tagen im Monat nicht die Erziehungskeule raushole und fünfe mal gerade sein lasse. Meine Kinder sind auch nicht verhaltensgestört, nur weil meine Tochter bedingt durch einen Umzug eine Klasse wiederholen musste. Ich will es auch nicht ändern, dass meine Kinder nun sehr schlank und sportlich sind. Ich finde es schön dass mein Sohn zum Gymnasium geht und ein guter Schüler ist. Ich finde es auch schön, dass meine Tochter ein recht passables Zeugnis hat (geht so), aber vor allem künstlerisch sehr begabt ist. Die Kinder sind aber nicht frech, nur weil sie eine eigene Meinung haben und diese auch kommunizieren können.

Daher verstehe ich nicht, warum Kinder nur weil sie mal zum Zähneputzen, Mülleimer raus bringen usw. keine Lust haben als kleine Dreckschweine tituliert werden. Oder weil sie auch einmal vorm Fernseher sitzen, angeblich außer Glotze nicht im Kopf haben.

Ich habe mich auch nicht ausgenutzt gefühlt, wenn ich die Kinder außerhalb der Reihe genommen habe. Next sieht das anders. Ich fühle mich dadurch auch nicht erpresst oder unterdrückt.

Auch wenn ich der Ex Geld gebe, dann mach ich das wegen der Kinder. Weil ich nicht einsehe, dass meine Tochter nicht ins Landschulheim fahren kann, weil die Ex mit Geld nicht umgehen kann. Dann fällt halt das Weihnachtsgeschenk für die Next kleiner aus.

Das alles ist meine freie Entscheidung und hat gar nichts mit dem Verhalten der Ex oder den Kindern zu tun. Also mich vollpaulen und nicht die anderen.

Next weg, Kinder da für immer und neue Next.

Eigene Kinder, gutsituiert, öffentlicher Dienst und einen wunderbaren knackigen Hintern.

Alles ziemlich wirr musste ich mal loswerden

LG

Nichtplatt


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 11.07.2008 18:17
(@midnightwish)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hi,

du hast es aber genau so getroffen wie ich mir das denke.  :thumbup:


Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen

AntwortZitat
Geschrieben : 11.07.2008 18:25
Lausebackesmama
(@lausebackesmama)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

*lächel*

Aber weißte, was schlimm ist Platt? Dass den Nexten, die wirklich autark sein und die sich auf die Situation einstellen können und wollen, das keiner glauben will.

LG LBM


‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."

AntwortZitat
Geschrieben : 11.07.2008 18:52
(@nichtplatt)
Nicht wegzudenken Registriert

Hi LBM,

den glaube ich schon. Die geben sich ganz anders, fragen nach und unterlassen die dauernden Angriffe auf die Kids und die Ex.

Außerdem ist das Thema Geld für Deinen genannten Personenkreis kein Thema.

Da kommen sehr oft ganz spezielle Fragen zu verschiedenen Themen. z.B. die Geschichte mit der "Unreinheit" der Tochter.

LG

Nichtplatt


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 11.07.2008 18:56
(@kasper)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin,

nach diesen Ausführungen liest sich das so, als wenn diese Next selbst einen Versorger gesucht hat / sucht und einfach mit den Gegebenheiten nicht klar kommt.

Das waren nur meine ersten Gedanken nach diesem treffenden Statement.

Thanks
Kasper


Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht Ändern kann, den Mut, Dinge zu Ändern, die ich Ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

AntwortZitat
Geschrieben : 11.07.2008 19:16
Lausebackesmama
(@lausebackesmama)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hey,

ich finde es einfach wichtig, dass ein Gleichgewicht geschaffen wird aus Rücksicht auf die Gegebenheiten der Vergangenheit, aber auch dem Blick auf die gemeinsame Zukunft.

LG LBM


‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."

AntwortZitat
Geschrieben : 11.07.2008 19:21
(@nichtplatt)
Nicht wegzudenken Registriert

Hi LBM.

ich finde es einfach wichtig, dass ein Gleichgewicht geschaffen wird aus Rücksicht auf die Gegebenheiten der Vergangenheit, aber auch dem Blick auf die gemeinsame Zukunft.

Unterschreib.

Kasper

Stimmt.

LG

nichtplatt


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 11.07.2008 19:27
(@jensb2001)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hey

Ich denk, es hat auch oft etwas damit zu tun, das es nicht die Kids der Next sind...

Frauen haben da oft ein Problem mit, hingegen geht es um ihre eigenen Kinder, ist das was anderes...da sind Männer wiederum auch "flexibler" und erkennen die Kids einer Next auch eher an, also die Next die Kinder des neuen LG ..

Gruß
Jens


AntwortZitat
Geschrieben : 11.07.2008 19:35
Lausebackesmama
(@lausebackesmama)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hi Jens,

ich glaube, in wie weit Kinder anerkannt werden, hängt nicht mit dem Geschlecht des Stiefelternteils zusammen, sondern mit der Fähigkeit, die Kinder als eigenständige Person wahrzunehmen, statt als Expartner im Miniformat und der daraus resultierenden Eifersucht.

Ich vertrete ja die These, wer die Ex nicht gesondert vom Kind betrachten kann, wird auch im Fall einer späteren Trennung mit involvierten Kindern diese nicht getrennt von sich selbst sehen können.

Diese Menschen betrachten Erwachsene und Kind scheinbar immer symbiotisch.

LG LBM

edit: Rechtschreibfehler editiert. eh hier noch jemand anfängt mein NIEWOOO anzuzweifeln  :phantom:


‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."

AntwortZitat
Geschrieben : 11.07.2008 19:46
(@andreadd)
Registriert

Hallo Nichtplatt,

ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass Partner, die selbst Kinder haben, sich besser in Trennungseltern versetzen können. Kinder sind keine Maschinen, die auf Knopfdruck funktionieren müssen. Wer selbst welche hat, kennt das.

Bei uns klappt das mit Sicherheit so gut, weil wir beide Kinder haben und damit Verständnis dafür aufbringen können, dass Kinder oft an erster Stelle stehen (müssen).

Liebe Grüße
Andrea


Die 7 Todsünden der modernen Gesellschaft? Reichtum ohne Arbeit. Genuss ohne Gewissen. Wissen ohne Charakter. Geschäft ohne Moral. Wissenschaft ohne Menschlichkeit. Religion ohne Opfer. Politik ohne Prinzipien.
Dalai Lama

AntwortZitat
Geschrieben : 11.07.2008 22:16




 luca
(@luca)
Nicht wegzudenken Registriert

Hallo Nichtplatt,

ich glaube, dass das Problem dieser Nexten erst dann anfängt, wenn die rosa Brille weg ist und der Alltag beginnt.

Ich war auch mal Next. Bin es nicht mehr aus ganz anderen Gründen. Aber wir hatten folgende Lösung vereinbart und auch praktiziert (war übrigens mein Vorschlag, weil ich einfach wollte, dass Eigenständigkeit und Gemeinsamkeit unter einen Hut passen) Wir haben unsere Kohle genommen- bei ihm abzüglich des zu leistenden KU und EU. Danach hatte ich fast das doppelte. Wir haben eine "Kasse" angelegt- er hat einen bestimmten Betrag eingezahlt, ich den doppelten entsprechend meines Gehaltes- dieses Geld war für uns, Miete, Urlaub, Essen usw. Ich hatte Kohle auch für mich und er hatte auch noch "eigenes". was er damit gemacht hat, war mir egal und ging mich auch nichts an. In der Politik nennt man unsere Lösung wohl Solidargemeinschaft, hat aber funktioniert.

Auch ich habe mich manchmal zurückgesetzt gefühlt wenn die Kinder da waren, natürlich hat war ich auch manchmal eifersüchtig die wenige Zeit auch noch teilen zu müssen- ABER die Kinder gehörten dazu und so war das auch ok und mein damalsEx hat es aber auch nie vergessen, mir die Sicherheit zu geben, dass die Kinder nicht wichtiger waren- sondern genauso wichtig- DAS hat mir damals geholfen.

lg Nadine


AntwortZitat
Geschrieben : 11.07.2008 22:33
(@nextmitfragen)
Rege dabei Registriert

Hallo nichtplatt,

so wie du deine Situation und deine damit verbundenen Entscheidungen bezüglich deiner Ex und den Kindern schilderst ist aber leider auch nicht so alltäglich. Oftmals können (wollen?) es die Männer den Nexten nicht begreiflich machen, dass es IHR Wille ist, und nicht der der Ex. Da reichen schon kleine Bemerkungen - "lauernde" Frauen warten auf so etwas nur...  :exclam:

Die Ex meines LGs arbeitet halbtags, Unterhalt an sie und auch die Kleine ist eher unregelmäßig. Unregelmäßig deshalb, weil sie noch ein gemeinsames Konto haben und sie darauf zugreifen kann, wenn sie es braucht. Ich habe keine Ahnung, wieviel das so in etwa macht - und ganz ehrlich: es interessiert mich auch nicht. Und wenn ich in der Stadt was sehe, wovon ich denke "Ach, das könnte Kind jetzt aber auch gebrauchen!" (hihi, erst jetzt im SSV wieder voll zugeschlagen... :redhead:) dann kaufe ich das eben von meinem Geld - so what.

Was das sein Geld angeht: es ist sein Geld und damit kann er doch wohl machen, was er will. Das mache ich mit meinem ja genauso. Es gibt gemeinsame Ersparnisse und geteilte Lebenskosten. So funktioniert es eigentlich am besten.

Und dann wäre da ja noch die Kleine: wir haben sie auch jedes 2. Wochenende. In den Ferien weiß ich noch nicht, wie es laufen wird. Dass Next da an 2. Stelle steht ist mir persönlich noch gar nicht aufgefallen. Die Kleine will mich überall dabeihaben, hat mir vor ein paar Wochen beim Kuscheln gesagt, dass sie mich lieb hätte... Da habe ich mich natürlich gefreut. Allerdings schicke ich die Zwei auch mal alleine los. Erstens, weil sie ihren Papa auch 100% für sich haben soll und zweitens, weil der Papa bis zur Trennung eher so der "Beobachter-Vater" war. Die Beziehung zwischen den Beiden hat sich durch die Trennung würde ich sagen intensiviert.

...das also meine paar Gedanken zu dem Thema...

LG, NmF


AntwortZitat
Geschrieben : 12.07.2008 00:06
(@jensb2001)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hey

@LBM

 Hi Jens,

ich glaube, in wie weit Kinder anerkannt werden, hängt nicht mit dem Geschlecht des Stiefelternteils zusammen,

will das ja auch nicht verallgemeinern, spreche da eher auch nur aus meinem eigenen Erfahrungsschatz u wie ich es seh..
Jeder hat da ja so seine eigenen Theorien dazu  😉

Wie ich eben auch  😉

U doch kommt es mir oft so vor, u das meine ich nicht nur persönlich auf mich bezogen, sondern auch wenn man mal ins Umfeld schaut, das es eher normal ist, das Frau Kids mit in die neue Beziehung bringt u das diese auch vom neuen LG ohne weiteres anerkannt/akzeptiert werden usw., umgekehrt das aber dann meist deutlich anders ausschaut..u das liegt dann nicht nur daran oder meist gar weniger daran, das die Next die Kids als Kleinformat der Ex des neuen Partners ansieht...
Ich würde gar schlicht behaupten das Frauen mit Kids anderer Frauen die der Mann mit in die Beziehung bringt, egal ob nun "nur" als Umgangskinder oder gar noch weil sie beim KV leben, dann eher damit ein Problem haben..meist, oft, nicht alle natürlich!!!
..und das ist ja jetzt auch nur meine Meinung..die ja nun nicht 100%tig richtig sein muß..eben mein Empfinden, meine Erfahrung..
Und wie gesagt, das trifft nicht auf alle Frauen zu...

Gruß
Jens


AntwortZitat
Geschrieben : 12.07.2008 00:11
Lausebackesmama
(@lausebackesmama)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hey,

ich glaube, das hängt vor allem damit zusammen, dass dort, wo das Kind lebt, ein gemeinsamer Alltag aufgebaut werden kann. Während diese 14täglichen Wochenendintermezzi die tägliche Routine eher aufbrechen, was dann u. U. als störend empfunden wird.

Ein/e Next, der mit dem Kind zusammen lebt, wird recht schnell merken, ob er/sie das kann oder ob es nicht ins Lebenskonzept passt. Bei der Wochenendvariante hat der neue Partner dann 12 gute und mit "Pech" 2 schlechte Tage im Wechsel und stellt deshalb nicht unbedingt die Beziehung in Frage. Ein mit dem Kind in Lebensgemeinschaft lebender neuer Partner würde dann denke ich eher die Bremse ziehen.

LG LBM


‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."

AntwortZitat
Geschrieben : 12.07.2008 00:16
(@oldie)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hi nichtplatt,

ich finde, Du hast eine gute Zusammenstellung geliefert über häufige und typische Missverständnisse, Irrtümer und Eifersüchteleien. Ob nun Mann oder Frau, die Probleme verlagern sich m.E. nur, sind aber gleichsam bedeutend. Männer neigen eher zum Ignorieren und ziehen sich zurück (werden kalt und abstossend), Frauen werden eher eifersüchtig oder wollen gar in die "Mutterrolle" schlüpfen, ebenfalls fatal. Alles in allem ein guter Beitrag nachzudenken, was eigentlich läuft und/oder wie es laufen sollte/könnte.

Danke, LG oldie


Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.

AntwortZitat
Geschrieben : 12.07.2008 00:25
(@jensb2001)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

....
. Bei der Wochenendvariante hat der neue Partner dann 12 gute und mit "Pech" 2 schlechte Tage im Wechsel und stellt deshalb nicht unbedingt die Beziehung in Frage. ....

Hey..

Aber erleben wir nicht grad das hier öfters anders..grad da wo die Kids nur zum Umgang beim KV "auftauchen" haben oftmals die Nexten ein Problem mit Kids u gar dann mit dem KV/LG und stellen auch die Beziehung teilweise in Frage, sehen sich gar in den Tagen massiv benachteiligt gegenüber den Kindern usw. .. ??

Gruß
Jens


AntwortZitat
Geschrieben : 12.07.2008 00:27
Lausebackesmama
(@lausebackesmama)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hey,

das Problem ist m. E. sie stellen nicht die Beziehung in Frage, sondern sie versuchen die "Bedrohung" von ihrer Beziehung zu entfernen. Gerade da stehen doch die meisten Männer im Spannungsfeld zwischen Kind und neuer Partnerin, was ja oft auch davon begleitet ist, dass Papa ja gar nicht wirklich "Vater" ist, also auch im Sinne von Erziehen, auch mal streng sein, usw., sondern eher der Gaudi-Maxe, der den Kids in den Tagen mal großzügig etwas durchgehen lässt, weil er die paar Stunden nicht verderben will und gerade für dieses "regellose" Verhalten Stress mit der (zT zurecht) entnervten Partnerin bekommt.

Wären die Kinder dauerhaft da, würde er wahrscheinlich selbst auch nicht so viel laissez-faire betreiben und auch akzeptieren, dass Next sich mit einbringt und einmischt. Denn eine Patchworkfamilie, in der Next nur stumme Zuschauerin sein darf, würde ja nicht funktionieren.

Bei der Wochenend-Elternschaft wird von Nexten aber zT erwartet, dass sie sich fügen, die Klappe halten und die lieben Kleinen bloß nicht in irgendeiner Form einschränken. Ich denke, das Züggellose, Regellose den Kindern gegenüber und dabei gleichzeitig zu erwarten, dass Next ihre Meinung für sich behält und zu allem freundlich lächelt, ist genau die Zündschnur für die Bombe, die irgendwann hochgeht.

LBP und ich haben damals meiner Stieftochter erklärt, dass bei Mama Mamas Regeln gelten, bei uns unsere. Und wenn ich dabei bin und irgendetwas sage, hat sie auf mich genauso zu hören, wie auf Papa, Oma und die Kindergartentante. Unser Verhältnis war dadurch total normal Erwachsene-Kind-Verhältnis. Wie haben versucht, ihr die Situation so einfach wie möglich zu machen, normales WE-Familienleben eben, ohne permanent Halligalli, aber ich als Next musste mich auch nicht widernatürlich verbiegen.

LG LBM


‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."

AntwortZitat
Geschrieben : 12.07.2008 00:46
(@annasophie)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hallo,

ich denke mal dass einige Next bei einer neuen Beziehung nur den Mann sehen und übersehen was er evtl. für "Altlasten" trägt.
Sie sieht nur den gutverdienenden Mann, bei dem sie sich den Luxus leisten kann den sie selbst nicht erarbeiten kann.
Dass aber einiges von diesem vielen Geld an die Exfrau und an die Kinder geht sieht sie im ersten Moment nicht. Ebenso will sie das nicht akzeptieren, dass die Kinder aus 1. Ehe weiterhin das bekommen sollen was sie zu Ehezeiten gewohnt waren (Hobbies etc.).

Und das der Mann evtl auch der Meinung ist seiner Ex noch einen kleinen Betrag zukommen zu lassen, damit die Kinder vernünftig betreut werden und nicht den ganzen Tag fremdbetreut werden. Denn bei einer solchen Einstellung bleibt für sie nicht genug übrig, sprich sie müsste ja weiterhin arbeiten gehen und genau das macht ihr ja nicht so den Spaß.

So habe ich das bei der Next meines Ex erlebt. Sie lässt sich aus, dass sie ihrer Tochter (aus 1. Ehe) nur einen gebrauchten Fernseher kaufen kann, weil die Kinder so viel Geld bekommen (vom Vater). Sie arbeitet aber seit ca. 4 Jahren nicht mehr. Seit 5 Jahren ist sie mit meinem Ex zusammen. Hat noch Sozialhilfe abgezockt und will auch nicht arbeiten (O-Ton der Kinder: C. wollte noch kein Arbeitgeber haben); sie hat sich jetzt selbständig gemacht.

Aber gut, dann muss er eben Next und ihre Tochter auch noch mit unterhalten. Ist seine Sache. Aber ich finde das schon etwas amüsant.

Er hat die Wahl getroffen. Ich muss sagen, ich würde für keinen Mann mehr meine Berufstätigkeit aufgeben, geschweige noch ein Kind bekommen und mich dadurch zeitweise von diesem Mann abhängig machen. Ich möchte immer erst meinen Weg gehen, der für mich und die Kinder richtig ist. Wenn ein Mann da noch reinpasst ok, wenn nicht ist das auch nicht das Problem.

Die Kinder versuche ich so zu erziehen, dass überwiegend der Partner den Erziehungsurlaub nehmen sollte, damit sie keine Nachteile im Job haben. Ich hoffe das dieses Vorbeten auch klappt, damit beide Mädels unabhängig bleiben.

Sophie


AntwortZitat
Geschrieben : 12.07.2008 13:21
(@lesemaus)
Registriert

Hallo Nichtplatt,

deine Gedanken kann ich allesamt sehr gut nachvollziehen....
Sie sind auch nicht wirr, sondern sie beschreiben alles in allem einfach den teils wirren (Gefühls-)Wahnsinn nach einer Trennung mit Kindern, bzw. wird der Wirrwarr nunmal meistens nicht kleiner, wenn neue Partner ins Spiel kommen.

Wie auch?

Klar ist es ein Unterschied, ob die/der Next Kinder hat oder nicht.
Klar ist es ein Unterschied, ob man Umgangs oder Betreuungselternteil ist.
Und Geld ist nach Trennungen IMMER ein Punkt.

Entscheidend ist m.E., dass man über die relevanten Dinge im Vorfeld redet, also in der Aufbauphase einer Beziehung.
In der Regel weiß man, was man will oder nicht will (ansonsten sollte man tunlichst die Finger von einer neuen Beziehung lassen und, falls nötig, es bei ONS belassen, die an den Kindern vorbeigeführt werden).

Wie man mit den Kindern umgeht in der Zeit, wo man sie hat als Umgangselternteil, darüber hat ein(e) Next keine Diskussionen zu führen.
Als Next mache ich mir im Vorfeld Gedanken darüber, ob ich das möchte.
Ich will entweder mit dem Menschen zusammen sein, mit allen Konsequenzen, die sich aus seiner Situation ergeben, oder ich lasse es.
Dieses ganze Gezetere über Geld, was evt. an die Ex geht, ist ebenfalls müßig, es sind lange verhandelte Tatsachen, die bestehen, Frust kommt da m.E. meist dann hoch, wenn grundsätzlich der Respekt oder der emotionale Abstand zur Ex nicht vorhanden sind.
Die Next haut natürlich in die gleiche Kerbe, zunächst aus Solidarität, später überträgt sich der Frust automatisch und streut sein Gift. Logisch. Kontraproduktiv ist es allemal.
Vertane Energie, verschwendete Zeit.

Ich bin Next und ich bin Ex, ich habe eigene Kinder, die bei uns leben, das Kind meines LG´s lebt ebenfalls bei uns, wir sind nicht reich, die Exen sind es nicht, es fließt hier und da Geld von da nach dort oder auch nicht.
Wir wussten im Vorfeld, worauf wir uns einlassen.
Und so harmonisch wie bei den Waltons läuft es bei Gott nicht ab, aber wir bleiben im Gespräch, fördern den Umgang mit den Expartnern, diskutieren und streiten auch, und müssen eine Menge sehr verschiedener Charaktere und Temperamente unter ein Dach bringen.
Das einzige wo ich nicht mit mir handeln lasse:
Ich verlange Respekt. Und jeder kann nur das vom andern fordern, wozu er selbst bereit ist, es zu geben, egal ob Erwachsener oder Kind.

C´est ca pour moi.

Lieben Gruß, Lesemaus


Getretener Quark wird breit, nicht stark

AntwortZitat
Geschrieben : 12.07.2008 16:21
(@peanut)
Schon was gesagt Registriert

Hallo nichtplatt,

zu deinem Beitrag und die Verteilung des Geldes. Aussen vor, wie die Next mit den Kindern umgeht und der ganze Rest. Vielleicht seit ihr auch nicht merh zusammen. Generell aber für die Zukunft:
Als Geschiedener mit zwei Kindern hast du natürlich monatl. Zahlungen zu leisten. Schön, dass du diese auch nachkommst. Vorteilhaft wäre, wenn man sich an die sogenannten Vorgaben (DUS-Tabelle) hält. Wenn du deinen Kindern noch extras zukommen läßt, ist das deine Entscheidung.
Nur du solltest sie bedenken bei deiner neuen Partnerwahl.
Am besten ist, du redest von Anfang an tacheles. Der Neuen sagen, dass deine Kinder an erster Stelle stehen und du mit deinem Geld das machst was du möchtest.
Weißt du, wenn du eine neue Frau kennenlernst und ihr euch eine gemeinsame Zukunft vorstellen könnt (gemeinsame Wohung, eventuell weitere Kinder etc.) kann man den finanziellen Azpekt nicht ausser acht lassen. Wie du schon geschrieben hast, bist du gewillt mehr für deine Kinder zu zahlen, als notwendig, dass es ihnen gut geht. Nur wenn bei dir unter dem Strich Ende des Monats nichts mehr übrig bleibt, wie stellst du dir eine neue Zukunft mit einer neuen Partnerin vor?
Soll sie dann für alle Ausgaben, eventuelle Kindern aufkommen.
Jede Frau, die du triffst, die eine potentielle Zunkünftige sein könnte, wünscht sich, dass der Mann Recht walten läßt. Heißt, der Ex und den Kindern bekommen das, was Ihnen zusteht, manchmal sind dann noch extras drin und es bleibt vielleicht noch ein Rest für die neue Familie. Wenn du den Rest auch noch für deine Exfamilie ausgibst, füllt sich jede Frau benachteiligt, weil sie denkt, sie müsse nun alleine zu sehen, wie sie die Neufamilie durchbringt. Das sind keine guten Aussichten für die Zukunft.
Es gibt Männer, die verdienen an die Tausende im Monat, Ex und Kinder erhalten 2000Euro pro Monat. Bei anderen sind es wieder anders aus, da wird vom Mund abgespart.
Ich kenne Männer die
1. Alles für die Ex tun und die Kinder, die suchen sich aber Frauen für einen kurzen Lebensabschnitt, da sie nich gewillt sind, für eine neue Familie aufzukommen.
2. Männer, die sich für eine neue Familie entschieden haben. Die Ex und Kinder bekommen das was Ihnen zusteht. Auch wenn die Mütter nicht haushalten können, sind sie selber schuld. Aber es bleibt noch was über um die neue Familie zu unterstützen.
Am besten ist, dass du dir im klaren wirst, was du möchtest und dann deine Partenerwahl triffst.
Mein LG gehört zu Kategorie Nr. 2. Er würde gerne mehr für seine Kids ausgeben, aber dann würden wir im minus landen und alle Kosten lasten dann auf mich, das sieht er nicht ein. Da ich für sein Vorleben nicht die Verantwortung tragen muss.
Sei nun dahingestellt, wie deine neuen LG mit deinen Kindern umgehen.
Jede Frau füllt sich benachteiligt, wenn der Mann weit über seine Bedüfrnisse sich verausgabt, wenn es um die Ex-familie geht und nichts mehr für sie selbst übrig bleibt. Das vermittelt ein Bild das die Ex-Familie an erster Stelle steht und die Next sich allem hingeben muss.


AntwortZitat
Geschrieben : 30.11.2008 19:23




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