Hallo,
Müßte der Spruch nicht "Wenn die Frau im Wohnzimmer sitzt, ist die Kette zu lang" heissen?
Gruss,
gardo
Ja, muß es, ich war wohl noch nicht ganz wach heute morgen, sorry. :redhead:
Liebe Grüße
Frieda
Glaub nicht alles was Du denkst.
Hi,
ja ich bin weiblich, aber vielleicht hilft es ja doch das ganze aus dieser Sicht anzusehen?
Ich war in der Rolle deiner Freundin. Und das ist eine schwere Rolle, ganz ehrlich niemand macht immer alles richtig und wir reden hier von einem Lebensbereich in dem furchbar viele Gefühle in uns rumschwirren.
Es ist gut, dass sie dir sagt das es so für sie nicht ok ist. Nur so habt ihr gemeinsam (und die Idee mit dem Glas Wein ist gut) die Möglichkeit in Ruhe drüber zu reden.
Tja ich habe mit meinem Mann auch drüber geredet und festgestellt das das was ich ihm sage ihn sehr schnell verletzt obwohl ich das so gar nicht wollte. Und ich habe gemerkt wie schwer es ist über so ein Thema zu reden und dem anderen begreiflich zu machen was man wirklich will.
Wenn ihr also weiter eine Beziehung haben wollt, dann ist jetzt der Zeitpunkt gemeinsam drüber zu reden, vielleicht auch mehr als einmal, unter Umständen auch mit Mediator. Wir haben das damals gemacht und ich habe erst durch diesen Mediator kapiert was mein Mann da meint - wir haben einfach schlicht und ergreifend oft aneinander vorbeigeredet. Er konnte meine Gefühle nicht wirklich nachvollziehen und ich hab mich da nicht so wahrgenommen gefühlt wie ich es gerne gewollt hätte.
Es geht hier auch nicht um die Entscheidung Freundin oder Kind, die Frage ist wie schafft ihres alle gemeinsam eine Lösung zu finden die Zukunftsfähig ist.
LG
Nadda
Moin Kitesurfer,
hier nochmal mein (etwas ausführlicherer) Senf zu deiner Frage.
Ich muss allerdings erstmal etwas ausholen.
Auch ich hatte mich nach dem Ende meiner Ehe dauerhaft als Single eingerichtet.
Die Gründe dafür kann man hier (noch unter anderem Pseudonym unterwegs) nachlesen.
Wie es dann so oft kommt, ergab sich aber eben doch die ein oder andere (lockere) Beziehung. Beim Kaffee bleibt's halt meistens nicht. 😉
Wobei ich aber von Anfang an kommunizierte, dass ich mich, aufgrund der derzeitigen Situation, nicht zerteilen kann und will.
Anfangs wurde das auch durchaus akzeptiert, aber es lief eigentlich immer irgendwann auf den Punkt hinaus, wo mir vorgeworfen wurde, dass mir alles andere wichtiger wäre als die Beziehung.
Den Schuh zieh ich mir z.T. auch an, aber es war eben auch nie etwas anderes vereinbart worden.
Klar, Beziehungen entwickeln sich und somit stand ich vor der gleichen Situation wie du, entweder:
- nachzugeben und mein bisheriges Leben zu ändern (und damit das Wechselmodell aufzugeben)
- einen Kompromiss zu finden (bei dem ich wohl niemandem gerecht geworden wäre)
- oder es bleiben zu lassen.
Wofür ich mich entschieden habe, hatte ich bereits geschrieben.
Warum? Wenn ich eins gelernt habe aus meiner gescheiterten Ehe, dann dass ich mich für niemanden mehr verbiegen werde.
Ich habe auch kein Kind in die Welt gesetzt, das jetzt allein aufgrund der Trennung seiner Eltern und wegen persönlicher Befindlichkeiten (neue Beziehungen), zurückstecken soll.
Wenn du meinst, einen Kompromiss finden zu können, bei dem du nicht gegen deine Überzeugungen handeln musst, dann versuch's.
Alles andere führt nur zu Frust - entweder bei dir oder bei deiner Freundin.
--
Storm
When nothing goes right - go left!
Klar, Beziehungen entwickeln sich und somit stand ich vor der gleichen Situation wie du, entweder:
- nachzugeben und mein bisheriges Leben zu ändern (und damit das Wechselmodell aufzugeben)
- einen Kompromiss zu finden (bei dem ich wohl niemandem gerecht geworden wäre)
- oder es bleiben zu lassen.
Sorry, Storm,
hab von dir selten solch blühenden Unsinn gelesen.
Habe Wechselmodell seit 6 Jahren, Next vor 4 Jahren als Freundin installiert und vor einem Jahr geheiratet.
Das hat dem Wechselmodell bisher nicht nur nicht geschadet sondern eine neue Qualität gebracht.
Bei Papa gibt es ein richtiges "Elternhaus" mit Papa und lieber Stiefmama.
Mit Haus im Grünen, Garten und Haustieren, entspannter Atmosphäre und genug Kohle.
Bei KM gibt es den üblichen Stress mit einer überforderten vollzeit berufstätigen Single-Mutter in finanziell prekären Verhältnissen.
Möbiliar dort ist Sperrmüll der vor unserer Ehe angeschafft wurde. Bei uns steht ein piccobello neues Prinzessinnen-Zimmer bereit.
KM fährt einmal im Jahr 3 Tage in die Jugendherberge mit Stiefsohn und der Kleinen. Wir fliegen 2 x im Jahr in Urlaub in 4*-Hotels.
Zwischendurch das eine oder andere lange Wochenende im CenterParc oder nach DisneyLand. Allmählich zeigt das Wirkung.
damit das Wechselmodell aufzugeben
Ja, damit rechne ich mittelfristig auch.
Sobald Prinzesschen alt genug ist sich als pubertärer Jungdrache von KM abzugrenzen wird sie mit den Füßen abstimmen. Die Zeit arbeitet ganz klar für uns.
Denk mal drüber nach KiteFan wo und wie du in 10 Jahren leben willst ...
Gruss Horst
@Horst: :knockout:
Du hast offensichtlich kein Problem damit, dich wie eine Kindsbesitzerin aufzuführen. Manipulation vom feinsten mit klar definierten Ziel: Kind muss weg von Mutter.
Sobald Prinzesschen alt genug ist sich als pubertärer Jungdrache von KM abzugrenzen wird sie mit den Füßen abstimmen. Die Zeit arbeitet ganz klar für uns.
Ja vielleicht. Aber irgendwann ist Prinzesschen alt genug, auch dein Verhalten zu verstehen. Denk selber mal daran, wo du in zehn Jahren stehst.
Ich habe auch kein Kind in die Welt gesetzt, das jetzt allein aufgrund der Trennung seiner Eltern und wegen persönlicher Befindlichkeiten (neue Beziehungen), zurückstecken soll.
Hi Storm,
ich lese aber nirgendwo, dass Kitefans Freundin das verlangt, dass das Kind über Gebühr zurückstecken soll (wobei ich etliches, was dem Kind ganz selbstverständlich zugestanden wird, bei meinem eigenen niemals dulden würde)
Sondern dass sie sich aus den Situationen einfach herauszieht, indem sie die beiden, also Kitefan und Sohn, dann zukünftig ihre Umgangszeit allein gestalten lässt.
Ja vielleicht. Aber irgendwann ist Prinzesschen alt genug, auch dein Verhalten zu verstehen. Denk selber mal daran, wo du in zehn Jahren stehst.
Keine Sorge: das schreibt er schon seit Jahren. Wenn Prinzesschen so doof und geldfixiert wäre (scheint beim weiblichen Geschlecht generell so zu sein :wink:), hätte sich schon längst was geändert.
Wenn Prinzesschen so doof und geldfixiert wäre (scheint beim weiblichen Geschlecht generell so zu sein :wink:), hätte sich schon längst was geändert.
FYI und totally off topic: Das 9-Jährige was Kohle und Mama-Kuscheln angeht anders ticken als Teenies ist doch sonnenklar. Ist bei Jungs nicht anders als bei Mädchen.
Sowieso finden wir Kindergartenkinder und Grundschüler betreuungstechnisch viel zu anstrengend. Schließlich sind wir noch in den Flitterwochen 😉
Die paar Jährchen soll :hexen002: sich ruhig noch doppelt schlagen. Und sich dabei kräftig :nudelholz: unbeliebt machen.
Unsere Devise ist: Abwarten und das WM genießen, bis es sich überholt hat.
Die Zeit arbeitet ganz klar für uns.
On topic @ TO:
Eine Freundin oder Ehefrau ist beim WM kein Hindernis. Ganz im Gegenteil!!!
Gruss Horst
Moin,
@Horst: Ein bekennender Armleuchter fachsimpelt über 'blühenden Unsinn'? Ich kipp vom Stuhl 🙂
Sondern dass sie sich aus den Situationen einfach herauszieht, indem sie die beiden, also Kitefan und Sohn, dann zukünftig ihre Umgangszeit allein gestalten lässt.
Stimmt, das hatte ich falsch interpretiert.
--
Storm
When nothing goes right - go left!
Moin,
Habe Wechselmodell seit 6 Jahren, Next vor 4 Jahren als Freundin installiert und vor einem Jahr geheiratet.
Das hat dem Wechselmodell bisher nicht nur nicht geschadet sondern eine neue Qualität gebracht.
Bis dahin, kann ich das nahezu bestätigen, nur das ich in Abgrenzung zu Horst nicht wieder geheiratet habe, und mich von meiner LG auch nicht finanzieren lasse.
Alles andere ist natürlich mal wieder Horst-Ghetto-Style.
- nachzugeben und mein bisheriges Leben zu ändern (und damit das Wechselmodell aufzugeben)
- einen Kompromiss zu finden (bei dem ich wohl niemandem gerecht geworden wäre)
- oder es bleiben zu lassen.
Naja, das ist ja nun keine neue Weisheit, und dazu braucht es nicht mal ein Trennungskind.
Vor der Entscheidung stehend, eine Beziehung führen zu wollen, hast Du immer die Wahl zwischen Pest, Cholera und nun ja, mindestens Herpes ist noch dabei.
Will sagen ein bisschen leiden muss man bei jedweder Entscheidung! 😉
Grüsse!
JB
Diskutiere nicht mit Idioten -
Sie ziehen Dich auf ihr Niveau und schlagen Dich dort mit Erfahrung!
Hallo Kitesurfer
Ich empfehle dir und deiner Freundin das Buch
"Du hast mir nichts zu sagen" - Stiefmutter sein ist nichts für Feiglinge von Susanne Petermann,
es enthält neben vielen Fallgeschichten auch Tipps für das Vermeiden von ich sag mal problematischen Situatione in der Zweitfamilie.
Hätte ich es früher hätte ich einiges anders gemacht - in Bezug auf meinen Ex ebenso wie im Bezug auf meine Stiefkinder.
Gruß
Seerobbes Buchtip sei einmal ausgeklammert' aber zu seinen Vorrednern:
Kann es sein, dass ihr "die unterste Schublade" vergessen habt wieder zuzuschieben?
Euere private Schmutzwäsche hat mit Kitefans Fragestellung ziemlich wenig zu tun. Indirekte Eingeständnisse zu eigenen Bindungsstörungen, Schadenfreude über Ex-Partner und das gegenseitige verbale SM-Petting hier, bringen Kitefan wohl nur dahingehend weiter, dass er jetzt die Gewissheit hat, dass andere Leute wohl noch größere Probleme haben.
Würde mich sehr freuen, noch den einen oder anderen guten Tip zu lesen, oder vielleicht ein Feedback des Verfassers - was er als gute Anregungen annimmt und ob sich am ursprünglichen Problem vielleicht was verbessert hat.
genervte Grüße
Moin Schelly,
Euere private Schmutzwäsche hat mit Kitefans Fragestellung ziemlich wenig zu tun. Indirekte Eingeständnisse zu eigenen Bindungsstörungen, Schadenfreude über Ex-Partner und das gegenseitige verbale SM-Petting hier, bringen Kitefan wohl nur dahingehend weiter, dass er jetzt die Gewissheit hat, dass andere Leute wohl noch größere Probleme haben.
Na du bist ja drollig. Nur, was genau hat deine "fundierte" Analyse, deine intollerante Haltung und deine private Pauschalverurteilung Anderer jetzt mit Kitefans Fragestellung zu tun?
Kann es sein, dass ihr "die unterste Schublade" vergessen habt wieder zuzuschieben?
Kann es sein, dass du den Unterschied zwischen User und Moderator nicht verstanden hast?
--
Storm
When nothing goes right - go left!
Hallo Storm,
Danke für das Kompliment dass ich drollig bin und meine"Analyse" fundiert ist. Dachte mir schon, dass du die Bindungsstörung auf dich beziehst 😉
Eine "Pauschalverurteilung" ist ein schönes Wort. Schade nur, dass es falsch eingesetzt wurde und intolerant bin ich nur, weil das getrolle hier inzwischen kaum noch zweckdienlich ist. Ist für mich überhaupt kein Problem, wenn sich jemand (beispielsweise) darüber amüsiert, wenn jemand seiner Frau auf der Tasche liegt. Aber gehört sowas tatsächlich noch zum Thema? Es gibt doch bestimmt irgendwo auch Foren in denen es nur um sowas geht, oder? Du glaubst gar nicht wie tolerant ich bin, wenn dort soetwas abläuft 😉
Ach, und kann es sein, dass du den Unterschied zwischen User und Modorator nicht verstanden hast?
User - kann seine Meinung äußern (auch wenn sie Storm nicht in die geistige Diarrhoe passt), bis der Modorator den Stecker zieht
Modorator - ist bestenfalls moderat und moderiert (bis er irgendwann den Stecker ziehen muss)
Gar nicht so schwer, oder?
Moin Schelly,
auch auf die Gefahr hin, dass es jetzt wohl ein Fall für die Virtuelle Mülltonne wird, aber einer von uns beiden ist blöder als ich.
--
Storm
When nothing goes right - go left!
Hallo zusammen,
seid mal so freundlich und lasst diese herzallerliebsten Pöbeleien bleiben - zurück zum Thema, bitte!
Viele liebe Grüße,
Malachit.
Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.
Hallo Kitefan,
aus deinen Beiträgen ist mir nicht ganz klar geworden, was eine "ideale Frau" stattdessen
Im ersteren Fall will sie in Zukunft nicht mehr dabei sein.
tun könnte oder sollte. Was wünschst du dir von deiner Freundin im konkreten Konfliktfall statt Rückzug?
Als frühere Ziehmutter (53) von 2 Kindern (35 und 27 Jahre) meines früheren Lebensgefährten (59 Jahre, Vater meiner Tochter (20 Jahre)) sowie als Mutter im Verhältnis zum Vater (53) und der Stiefmutter (54) meines Sohnes (9 Jahre, seit 6 Jahren WM) habe ich das Thema auf beiden Seiten erlebt.
ist mein Dilemma verständlich?
Ich denke, ja. Danke für deine Offenheit.
Du schreibst:
ich stehe dort hinter meiner Freundin, wo sie nach meiner Unterstützung fragt. Ich werde aber den Teufel tun und ihr meine "Hilfe" dort aufdrängen, wo sie ganz klar allein zurecht kommt.
das ehrt dich und ist in Alltagsdingen exakt das Verhalten, das erwachsenen Menschen beiderlei Geschlechts angemessen ist.
In Gefühlsdingen gibt es oft eine andere Logik. Deine Freundin zeigt hier
Meine Freundin allerdings denkt mehr über sie nach als ich. Das macht mir Sorgen. Ich will nicht, dass sie sich so da rein hängt. Denn es ist unnötig und belastet unsere Beziehung.
und dort
beschäftigt sie sich anschließend länger und intensiver damit als ich. Und das sorgt dann auch bei mir für eine unnötige Unruhe.
wo sie verletzlich und unsicher ist.
Euer fünfjähriger Gefühls-Seismograph spürt deine und ihre Schwächen und reagiert darauf
mit Manipulation und dem Verursachen von Schuldgefühlen.
Das macht deinen Sohn noch nicht zu einem Hochbegabten. Meiner Erfahrung nach haben alle Kinder diese Fähigkeit - je jünger sie sind, desto ausgeprägter. Der Hintergrund ist meiner Erfahrung nach nur oberflächlich die kindliche Freunde daran, Macht auszuüben und zu manipulieren. Ich sehe diese Kinder eher in der verzweifelten Suche nach verlässlichen und unerschütterlichen Erwachsenen. Je mehr man ihnen nachgibt, desto unsicherer und verzweifelter werden diese Kinder. Mein Eindruck ist, dass du dir dessen bewusst bist:
Da kommt man nur mit sehr, sehr viel Konsequenz und teilweise auch Härte gegen an (natürlich trotzdem im liebevollen Sinne, ohne Gewalt o.ä.).
Das klingt gut und zeigt dass du auf die innere Not des Kleinen angemessen reagieren kannst.
Meine Sicht als ältere Frau von außen ist:
Beide - Sohn und Frau an deiner Seite - sind in ihrem Erleben unsicher was deine innere Haltung angeht.
Schelly fasst hier treffend zusammen, was ich in deinen Beiträgen auch empfunden habe
Aber wenn Kind und Beziehung in Konkurrenz zueinander existieren, hast du irgendetwas gehörig falsch gemacht. Da du die Schlüsselfigur in dieser hoffentlich prä-erotischen Dreiecksbeziehung bist, solltest du dir überlegen wohin dich dein Weg führen wird, denn ein Rollentausch zwischen Kind und Frau gefährdet deine Beziehung und macht dein Kind später mal zu keinem glücklichen Erwachsenen.
Wenn du dir das Verhältnis von Erwachsenen und Kindern sowie von Männern und Frauen in einer intakten, funktionalen Beziehung bildlich vorstellst, stehen kleine Kinder (bis zum Ende der Pubertät) ihren Eltern frontal gegenüber. Mit ausgestreckten Ärmchen. Stell dir ihre innere, gefühlsmäßige Haltung vor wie bei einem Kleinkind, das "Mama Aaaam" oder "Papa Aaaam" ruft und dabei körperlich und emotional vollkommen darauf ausgerichtet ist, vom Vater und von der Mutter zu bekommen, was es braucht.
Während der Pubertät gehen die Arme in dieser bildlichen Vorstellung allmählich herab - das Kind wächst auf Augenhöhe heran und kann endlich (sowohl innerlich als auch im äußeren Verhalten erkenntlich) den Vater, die Mutter erwachsen umarmen, sich bedanken und dann loslassen. In diesem Bild dreht es sich anschließend um und stellt sich mit dem Rücken zum gleichgeschlechtlichen Elternteil auf.
Die Mutter steht in diesem Bild hinter der erwachsenen jungen Frau, der Vater hinter dem erwachsenen jungen Mann.
Hinter der jungen Frau und ihrer Mutter stehen in einer unvorstellbar langen Reihe alle weiblichen Vorfahren bis zum Einzeller.
Hinter dem jungen Mann und seinem Vater stehen in einer unvorstellbar langen Reihe alle weiblichen Vorfahren bis zum Einzeller.
Der junge Mann hat seinen Platz in der Reihe der Männer gefunden, die jungen Frau hat ihren Platz in der Reihe der Frauen gefunden.
Von ihrem sicher männlichen und erwachsenen bzw. sicher weiblichen und erwachsenen Stand aus wählen sich die jungen Menschen eine/n Liebespartner/in und nehmen diese/n an ihre Seite.
Gemeinsame Kinder stehen ihnen später frontal gegenüber und strecken die Ärmchen nach ihnen aus ...
Soweit der gesunde und bewährte Ablauf.
Ein großes Problem in vielen Familien und zwischenmenschlichen Beziehungen ist, dass viele Erwachsene noch als 30-, 40- oder 50-Jährige mit der inneren Haltung eines bedürftigen Kleinkindes (ausgestreckte Ärmchen zum Papa oder zur Mama oder zu beiden) durchs Leben gehen und jede/r Mensch, der zu ihnen innere Nähe empfindet, sich schnell in einer quasi-väterlichen oder -mütterlichen Verstrickung wiederfindet.
Keine Chance, diese Menschen als Partner/in "an seine Seite" zu bekommen.
Schwierig für Freunde, Kollegen und Vorsetzte ...
Erst wenn diese unreifen Menschen selbst (durch Selbsterfahrung, Reflexion oder Therapie) ihre innere Entwicklung soweit vorantreiben und innerlich nachreifen, dass sie ihren Eltern danken und sie loslassen und ihren Platz in der männlichen bzw. weiblichen Reihe der Erwachsenen einnehmen können, können sie eine/n Partner/in an ihrer Seite brauchen bzw. ein/e Partner/in an der Seite eines anderen Erwachsenen werden. Solange sie diese Entwicklung nicht vorantreiben, werden diese Menschen einfach älter, aber nicht erwachsen.
Das hindert diese Menschen nicht daran, sich biologisch fortzupflanzen.
Dann gibt es alle möglichen ungesunden Kombinationen von "Platzhaltern" im inneren Erleben.
Viele Kinder werden schon als Kleinkinder an die Seite eines Elternteils gezerrt und müssen "an der Seite" von Vater oder Mutter die Stellung im Familiengefüge einnehmen, die der Frau des Vaters oder dem Mann der Mutter zustehen würde.
Viele Mädchen suchen ihren Platz in der Reihe der Väter und männlichen Vorfahren - oft weil der Vater in der Familie nicht präsent war. Viele Jungen suchen ihren Platz in der Reihe der Mütter und weiblichen Vorfahren - oft weil der Vater in der Familie nicht präsent war.
Wenn dein Sohn deiner Freundin den Platz "an deiner Seite" streitig macht, ist es an dir als Vater ihn in seiner inneren Haltung des bedürftigen Kindes "vor dir" anzunehmen.
Wenn deine Freundin mit deinem Sohn um den "Papa-Aaaam!"-Platz vor dir kämpft, darfst du sie an deine Seite bitten.
Du bist nicht der Vater deiner Freundin.
Du bist nicht der Liebhaber und Lebensgefährte deines Sohnes.
Deine geschiedene Frau ist nicht länger "die Frau an deiner Seite".
Dort hast du die Freundin hingestellt, dort willst du sie haben.
Dein kleiner Sohn bleibt noch 10 bis 20 Jahre vor dir und dir zugewandt, bis er als erwachsener Mann dir danken, dich loslassen, dir den Rücken zukehren und seinen eigenen Platz in der Reihe Erwachsener einnehmen kann.
Dort, wo anschließend du und alle lebenden und toten Männer eurer Familie ihm innerlich "den Rücken stärken".
Wenn deine Freundin innerlich noch ihre Ärmchen nach ihrem Papa ausstreckt, wirst du sie aus dem Machtkampf mit dem Kleinen nicht lösen können.
Wenn dein Sohn in der Familie der KM einige Zeit als Platzhalter "an der Seite" seiner Mutter verbracht hat und jetzt vom Stiefvater dort verdrängt wird und zugleich dank Stiefgeschwisterchen den Platz "vor" der Mutter teilen muss, kann es sein, dass er bei dir nach dem Platz "an deiner Seite" strebt. Wenn du diesem Streben des Kindes "an deine Seite" nachgibst, tust du ihm und dir selbst keinen Gefallen.
So oder so ist eine Frage deiner inneren Klarheit, wie du diese Konflikte löst.
Mein subjektiver Eindruck ist, dass alle drei (Ex-Frau, Freundin und Sohn) innerlich mit ausgestreckten Ärmchen in "Papa Aaam!"-Haltung vor dir stehen und/oder zugleich "an deine Seite" streben.
Die erste Frau hast du aus gutem Grund von diesem Platz entfernt.
Deine Freundin scheint grundsätzlich "an deiner Seite" eine gute Figur zu machen, wie du es beschreibst.
Dass du ihre Wünsche als
Anspruchshaltung
wahrnimmst und darauf mit
Abwehrverhalten
reagierst, kann daran liegen, dass sie vor dir steht und dich deinem Sohn als "Papi" streitig machen will. Du sollst ihr "Papi" sein, nicht seiner.
Dann wäre deine Abwehr gesund und berechtigt.
Es kann auch daran liegen, dass du ihr innerlich in einer "Vater-Tochter-Haltung" oder "Mutter-Sohn-Haltung" begegnest und dich weigerst, dich als erwachsener Mann an ihre Seite zu stellen. Ebenso,wie dir die Augenhöhe und Souveränität im Umgang mit der Mutter deines Sohnes fehlt und du ihr zuviel Macht über deine Seelenruhe gibst.
Dann wären ihre Ansprüche gegen dich als Mann berechtigt und deine Abwehr gegen eine Frau an deiner Seite beunruhigend.
Im Idealfall sieht es so aus:
Von deiner Mutter hast du dich in deinem inneren Erleben dankbar und liebevoll verabschiedet.
Dein Vater und andere Männer stärken dir in deinem inneren Erleben den Rücken und stehen kraftvoll-männlich hinter dir.
Zu anderen Frauen hast du schwesterliche, respektvoll-distanzierte Beziehungen.
Oder sie sind dir gleichgültig.
Zu anderen Männern hast du brüderliche, respektvoll-verbundene Beziehungen.
Oder sie sind dir gleichgültig.
Die Frau an deiner Seite steht dir unverbrüchlich zur Seite - so, wie du ihr.
Von ihrem Vater hat sie sich in ihrem inneren Erleben dankbar und liebevoll verabschiedet.
Ihre Mutter und andere Frauen stärken ihr in ihrem inneren Erleben den Rücken und stehen kraftvoll-weiblich hinter ihr.
Deine, ihre, eure Kinder stehen innerlich in berechtigter Anspruchshaltung vor euch und ihr gebt euer Bestes um sie zu gesunden Erwachsenen heranwachsen zu lassen.
Der Kleine, deine Freundin und die geschiedene Frau testen deine Standfestigkeit (Shit-Test) als Vater und als Mann.
Wenn alle drei bei dir spüren, dass du fest und zuverlässig "an der Seite" deiner Freundin und zugleich in einer unvorstellbar langen Reihe männlicher Vorfahren fest an deinem Platz als erwachsener Mann stehst und dass du aus dieser kraftvollen inneren Haltung heraus ein liebevoll zugewandter Vater sein kannst, wird Ruhe einkehren.
Diesen Schritt kannst du nur selbst gehen. Du musst ihn nicht allein gehen, aber du musst ihn selbst gehen.
Sollten die Frauen in deinem Leben dich als "Papi" wollen, ist es richtig diesen Platz für den Kleinen (und dessen eventuelle Geschwister) zu reservieren. Auch Nichten, Neffen, Enkel, Nachbarkinder und Spielkameraden deiner Kinder und Enkel dürfen sich von Fall zu Fall an dieser emotionalen Quelle nähren. Für eine Frau an deiner Seite und andere Erwachsene ist dieser Zugang zu deiner Seele tabu und ich finde es richtig, das du ihn schützt und verteidigst.
Sollte dein Sohn "an deine Seite streben" und damit entweder dir die weibliche Rolle an seiner Seite zuweisen wollen oder die weibliche Rolle an deiner Seite einnehmen wollen, wäre das für ihn ebenso ungesund, wie für dich, wenn du die "mütterlichen Qualitäten" der Frauen in deinem Leben fürchtest oder nutzen willst.
Solange du selbst an dem Punkt innerlich herumeierst werden beide (bzw. wenn ich es recht verstehe alle drei) deine innere Haltung und Standfestigkeit weiterhin "testen".
Kompromisse sind an dem Punkt - wer nimmt welche Stellung im Verhältnis zu dir ein - wie Storm richtig schreibt
- einen Kompromiss zu finden (bei dem ich wohl niemandem gerecht geworden wäre)
nicht möglich.
Sobald klar ist, dass du fest "an der Seite" deiner Freundin stehst - und die Spielchen deiner Ex bei dir wirkungslos verpuffen, kann deine Freundin sich entspannen.
Solange du so unsouverän
Zum einen, weil ich selbst ein Problem damit habe (ich will einfach keine Zeit mit ihr verbringen), vor allem aber halte ich es für kontraproduktiv im Sinne der Entwicklung bei unserem Sohn.
auf deine Verflossene reagierst und ihr soviel Macht
Das regt mich in den jeweiligen Momenten natürlich auf und bringt meine Freundin dazu, sich ebenso aufzuregen.
über deine Gefühlslage einräumst, ist aus meiner Sicht völlig verständlich, dass deine Freundin und dein Sohn sich unsicher fühlen im Umgang mit dir und weiter an dir herumzerren.
Diese Erwartung
Wie ich mir eine Partnerin vorstelle: sie hält zu mir und steht hinter mir, da wo ich es zulasse.
aufzugeben, könnte hilfreich sein.
Hinter dir sollten deine männlichen Vorfahren, Verwandten und Freunde stehen.
An deiner Seite deine Partnerin. So, wie du ihr zur Seite stehst. Fest und unerschütterlich.
Insofern ist dein Weg, andere Männer zu fragen "Wie habt ihr solche Herausforderungen gemeistert?" eine kluge Entscheidung und das hier
um keinen Preis werde ich da einen Rat von einer Frau annehmen.
eine sinnvolle Einschränkung. Zugleich sind die Rückmeldungen von Frauen wertvolle Hinweise auf diese Frage:
Ich frag mich manchmal, was mit Euch Frauen los ist.
Wenn ich mich selbst frage, was mit einem bestimmten Mann los ist, komme ich allein selten zu einem sinnvollen Ergebnis. Wenn ich andere Männer frage "Was könnte einen Mann dazu bringen, dieses zu tun und jenes zu lassen?" kommt öfter etwas Sinnvolles dabei heraus.
Die allerbesten Anworten bekomme ich, wenn ich den jeweiligen Mann selbst dazu befragen kann und er meine Frage nicht als "Verhör" oder als "Vorwurf" auffasst, sondern sondern mein liebevolles Interesse und meine Ratlosigkeit spürt, sodass er aufrichtig antworten kann.
Was du über die Beziehung zu deiner Freundin schreibst, lässt diesen Weg auch für euch als gangbar erscheinen.
Manche Dinge regele ich aber alleine.
Kennst du den Unterschied zwischen "Etwas allein tun." und "Etwas selbst tun"? Als Mann an der Seite deiner Freundin wirst du immer noch selbst deine Rolle als Vater des Kleinen leben können. Zugleich kannst du als Teil eines Paars nicht allein auftreten - gegenüber deinem Sohn, gegenüber deiner geschiedenen Frau und dem Mann an deren Seite.
Kannst du dir vorstellen, dass die neue "Zutraulichkeit" deiner Ex etwas mit dem neuen Gleichgewicht zu tun haben könnte?
Sie hat einen Mann an ihrer Seite.
Du hast eine Frau an deiner Seite.
Die unverbrüchliche Bindung an den/die Neue/n "an deine/ihrer Seite" gibt deiner geschiedenen Frau und dir die innere Freiheit als Eltern gemeinsam aufzutreten (was ihr rein biologisch seid und immer bleiben werdet) ohne als (Liebes-)Paar wahrgenommen zu werden oder euch selbst so wahrzunehmen.
Ich stimme deiner geschiedenen Frau zu, dass euer Sohn sich freut, euch beide beim Fußballtraining zu sehen.
Mein Kinder freuen sich auch, wenn sie bei ihren Aktivitäten das Interesse und die Anteilnahme von Vater und Mutter spüren. Wenn dann Stief- bzw. Ziehvater bzw. -mutter samt Halbgeschwistern auch noch dabei sein können, ohne dass es Streit und peinliche Auftritte gibt, sind Trennungs- und Scheidungskinder sehr glücklich, dass ihre ganze Familie sich dafür interessiert wie gut sie Fußball spielen, Reiten, Tanzen oder Singen können.
Für unsere Kinder gehören Vater und Mutter zu ihrer Familie. Ebenso wie deren jeweilige Eltern, Geschwister und weiteren Kinder.
Wenn diese neue Partner/innen "an ihre Seite" gestellt und neue Kinder bekommen haben, gehören auch diese Verwandten mit zur Familie der Kinder.
Die Halbgeschwister meiner Tochter, deren Partner/innen und deren Kinder gehören nicht zu meiner Familie und zu der meines Sohnes. Aber zur Familie meiner Tochter. Als Bruder der Schwester und Tochter ist der Kleine bei diesen Menschen gleichwohl willkommen.
Die Halbgeschwister meines Sohnes, deren (Stief-)Eltern und Stiefgschwister gehören nicht zu meiner Familie und zu der meiner Tochter. Aber zur Familie meines Sohnes. Als Schwester des Bruders und Sohns ist der Kleine bei diesen Menschen gleichwohl willkommen.
Je souveräner wir als Erwachsene diese "Patchwork-Mengenlehre" respektieren, desto wohler können sich unsere Kindern unabhängig von ihrer Abstammung und Haushaltszugehörigkeit in diesem Gefüge fühlen.
um keinen Preis werde ich da einen Rat von einer Frau annehmen.
Diesen vielleicht doch: Suche die Gesellschaft von Männern, die in ihren Beziehungen zu ihren Kindern und Frauen einen entspannten, gelassenen, souveränen und zufriedenen Eindruck machen. Suche ihre emotionale Nähe und ihren lebensklugen Rat. Vieles läuft in Freundschaften zwischen Männern eher nonverbal als in Gesprächen. Schau dir an, was diese Männer anders machen als du und stell dir vor, wie du dich an deren Stelle fühlen würdest.
In diesem Forum finden sich viele gescheiterte und verbitterte Menschen beiderlei Geschlechts, die als Ratgeber nur bedingt taugen. Internet-Devices als Medium verschleiern mehr als sie zeigen. Dürre Worte werden auch nicht mit Hilfe von Smilies zu realen zwischenmenschlichen Erfahrungen.
Deiner Familie (im weitesten Sinne) und dir selbst wünsche ich alles Gute
LG 🙂 Biggi
Es ist nicht genug, zu wissen, man muß auch anwenden;
es ist nicht genug zu wollen, man muß auch tun.
(J. W. von Goethe)
Liebe Biggi, wie schon öfter: n dr Krze lgt d Wrz!
Ich glaube ernsthaft nicht, dass es irgendjemand schafft, diese Romane zu mehr als 1/3 zu lesen.
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Ich glaube ernsthaft nicht, dass es irgendjemand schafft, diese Romane zu mehr als 1/3 zu lesen.
Ich schaff das nicht ...
Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht Ändern kann, den Mut, Dinge zu Ändern, die ich Ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
Ich habs geschafft und muss sagen, dass es gut formuliert ist und mir mal eine andere Sichtweise vermittelt hat. Nur wäre mir kürzer auch lieber gewesen 😉
Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
