ich bin geschieden, das Sorgerecht beim Vater und ich sehe meinen 10 jährigen Sohn jeden Mittwoch und jedes zweite Wochenende sowie 4 Wochen im Jahr in den Ferien. Mein Problem ist nun, dass mein Partner, den ich seit zwei Jahren kenne, meinen Sohn überhaupt nicht mag. Er findet, dieser wolle immer befehlen und er könne sich nicht unterordnen. Dies mag ja auch stimmen. Ich denke, einerseits ist es sein Charakter, dass er nämlich als Einzelkind und Sohn seines Vaters gerne die Hauptrolle spielt, andererseits habe ich auch nicht die grössten Möglichkeiten, darauf einzuwirken, da er ja die Hauptzeit beim Vater verbringt und ich ehrlich gesagt auch nicht immer diese Spannungen ertrage, die dann entstehen, wenn ich mich mit ihm anlege.
Er hat andererseits auch sehr gute Eigenschaften, ist sehr intelligent, schön, selbstbewusst und kann recht unterhaltend sein. Aber eben, etwas arrogant und befehlerisch.
Seine guten Eigenschaften kann mein Freund schon gar nicht anerkennen. Für ihn ist mein Sohn nur eine einzige Katastrophe. Umgekehrt mag mein Sohn den Partner im Grunde genommen, benimmt sich aber schon recht frech, auch aus Solidaritätsgründen dem Vater gegenüber. Doch dies sieht mein Freund nicht.
Ja, dies meine Situation. Vielleicht versteht ihr, dass ich mir so grundsätzliche Fragen stelle. Liebe Grüsse
Medley
Hallo medley,
welche konkrete Frage stellt sich dir? Ich hab jetzt nur ne Darstellung der derzeitigen Situation gelesen und weiß nicht worauf ich nun antworten soll.
Tina
Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
hallo Tina
nun, die Entscheidung kann mir natürlich niemand abnehmen. Ich stelle mir einfach einen Freund vor, der auch meinen Alltag mit mir teilt, und dazu gehört nun auch mein Sohn, auch wenn er nicht so oft bei mir ist. Natürlich verbringe ich auch gerne Zeit mit ihm allein oder anderen Freunden. Aber mich stört es, dass mein Freund, der sonst fast alles mitmacht, sich hier völlig raushält. Andererseits versteh ich ihn bis zu einem gewissen Grad.
Was ich vom Forum erwarte? Einfach eure Meinungen dazu.
Vielen Dank und Gruss
Medley
Hallo Medley,
grundsätzlich finde ich es gut, dass Dein Freund ehrlich ist.
Ich habe mal mit Anfang 20 Grundschulpädagogik und Germanistik studiert und habe dort Unterrichtspraktika absolviert. Bei denen waren auch Kinder da, die ich einfach nicht leiden konnte. Man muss Kinder nicht grundsätzlich mögen. Wichtig finde ich, dass er sich das eben eingesteht UND sich dann dementsprechend erwachsen verhält. Dazu würde für mich ein neutraler Umgang gehören bzw. dass er sich vor Augen hält, dass er den Jungen nicht mag und deshalb vielleicht von vornherein Dinge ablehnt, die der Junge macht.
Du als Mutter kannst nur zwei Dinge tun, denke ich. Entweder Du akzeptierst, dass er ihn nicht leiden kann und verbringst die Zeit mit dem Jungen so gut es geht allein. Oder Du akzeptierst es nicht und suchst Dir einen Partner, der den Jungen akzeptiert.
[...], da er ja die Hauptzeit beim Vater verbringt und ich ehrlich gesagt auch nicht immer diese Spannungen ertrage, die dann entstehen, wenn ich mich mit ihm anlege.
Das ist das einzige, was ich nicht akzeptieren würde, wenn ich Dein Partner wäre. Ich erwarte auch von einem Umgangselternteil, dass er sich mehr engagiert als als "Spaßelternteil".
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Hi Medley,
ich finds schwierig. Generell tendiere ich zu der Meinung, ein Partner der mein Kind nicht akzeptiert (egal ob es bei mir wohnt oder "nur" Besuchskind ist) erfährt schneller als er denken kann wo die Tür ist.
Trotzdem darf ein Kind nicht bestimmen, wie das Leben der Eltern auszusehen hat. Grade wenn ihr euch nicht so häufig seht müßte es da ja Wege geben. Sympathie kann man nicht erzwingen und manchmal stimmt halt einfach die Chemie nicht. Ich denke dein Sohn genießt es sicher viel mit dir alleine zu machen. Lass doch deinen LG mal für ne Weile aus dem Spiel, das entspannt sicher die Sache und dann kann ja wieder ne Annäherung stattfinden. Klar das du dir gemeinsame Unternehmungen wünscht und dir wünscht das sich dein Freund mehr einbringt. Nur ab und zu ist halt weniger mehr.
Tina
Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
Hallo Medley,
ich antworte mal weniger diplomatisch. Wenn er dich mit allen Begleitumständen nicht aktzeptiert, dann aktzepiert er dich auch nicht. Dein Sohn gehört zu dir!
Oder drehen wir es anders rum, wenn du wählen könntest, für wen würdest du dich entscheiden?
Ich weiß, schwierig! Oder doch nicht! Dich gibt es nur mit Kind. Punkt!
Um das ganz mal abzumildern. In einem anderen Forum hab ich mal gelesen, dass das Kind vom Partner sogar gehasst wurde, soweit ist es doch bei euch gar nicht. ...und manchmal wird aus "nicht leiden können" ein "naja. soo schlimm es er ja gar nicht" ...abwarten.
Gruß Mr.Brokkoli
The Future is not set. --
There is no fate but what we make for ourselves.
Hallo Medley,
wie verhält sich dein Freund denn gegenüber deinem Sohn? Ist er freundlich, sachlich, distanziert oder eher unfreundlich, unsachlich, immer darauf bedacht, weitere "schlechte" Eigenschaften zu finden?
Ist es so, dass du dich ständig zwischen den Stühlen fühlst und sowohl der Freund als auch der Sohn um deinen Aufmerksamkeit buhlen?
Ich oute mich jetzt und sage eindeutig: ich mag den Jüngsten meines Mannes auch nicht (mehr). Dies hat natürlich Gründe. Aber ich akzeptiere trotzdem, dass es der Sohn meines Mannes ist. Ich stehe für die Verköstigung zur Verfügung, beantworte Fragen, etc. Ich bin da eher der freundlich-reservierte Typ. Ich ecke auch nicht mehr mit Sohn an, das muss mein Mann übernehmen. Ich halte mich einfach raus.
eskima
Ich oute mich jetzt und sage eindeutig: ich mag den Jüngsten meines Mannes auch nicht (mehr). Dies hat natürlich Gründe. Aber ich akzeptiere trotzdem, dass es der Sohn meines Mannes ist. Ich stehe für die Verköstigung zur Verfügung, beantworte Fragen, etc. Ich bin da eher der freundlich-reservierte Typ. Ich ecke auch nicht mehr mit Sohn an, das muss mein Mann übernehmen. Ich halte mich einfach raus.
Das ist es was ich meinte: Zum "mögen" kann man niemanden zwingen, aber ein erwachsenes Verhalten sollte dann auch "Pflicht" sein.
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Hi,
Er hat andererseits auch sehr gute Eigenschaften, ist sehr intelligent, schön, selbstbewusst und kann recht unterhaltend sein. Aber eben, etwas arrogant und befehlerisch.
hättest Du das Alter des Jungen nicht angegeben, hätte ich auf einen mindestens 16-17 Jährigen getippt. Ganz ehrlich, vom Hocker hauen mich die "guten Eigenschaften" auch nicht. und ich finde, sie stehen einem 10 Jährigen auch nicht zu Gesicht. Du schreibst selbst, dass sich der Sohn recht frech, arrogant und befehlerisch verhält, es ist deshalb nur verständlich, wenn sich Dein Freund zurück zieht und sich raushält.
Aber mich stört es, dass mein Freund, der sonst fast alles mitmacht, sich hier völlig raushält.
Welches Verhalten würdest Du Dir denn von Deinem Freund wünschen, ohne Konflikte zu provozieren, aber dem frechen, arroganten und befehlerischen Verhalten etwas entgegen zu setzen?
Grüsse
sky
Je mehr Käse, desto mehr Löcher. Je mehr Löcher, desto weniger Käse. Daraus folgt: Je mehr Käse, desto weniger Käse 
hallo und danke für eure Antworten
"Oder drehen wir es anders rum, wenn du wählen könntest, für wen würdest du dich entscheiden?"
ich möchte mich für beide entscheiden und nicht in diese Situation kommen. Gegen meinen Sohn werde ich mich aber bestimmt nie entscheiden, das ist klar.
"wie verhält sich dein Freund denn gegenüber deinem Sohn? Ist er freundlich, sachlich, distanziert oder eher unfreundlich, unsachlich, immer darauf bedacht, weitere "schlechte" Eigenschaften zu finden? Ist es so, dass du dich ständig zwischen den Stühlen fühlst und sowohl der Freund als auch der Sohn um deinen Aufmerksamkeit buhlen? "
Nein, er verhält sich eigentlich distanziert freundlich, aber er geht einfach nicht auf ihn ein. Wenn mein Sohn zum Beispiel ein gemeinsames Spiel vorschlàgt, möchte er etwas anderes machen und erwartet, dass mein Sohn einfach mitmacht und still hält. Ich fühle mich wirklich ständig zwischen Stühlen und Bänken wenn die beiden mit mir zusammen sind und habe das Gefühl ich werde zerrissen.
"Welches Verhalten würdest Du Dir denn von Deinem Freund wünschen, ohne Konflikte zu provozieren, aber dem frechen, arroganten und befehlerischen Verhalten etwas entgegen zu setzen?"
Sicher ist es für ihn nicht einfach. Ich weiss ja auch nicht, wie ich umgekehrt reagieren würde. Ich habe zu seinen erwachsenen Kindern einen guten Draht und werde von beiden sehr geschätzt.
Wahrscheinlich ist es das beste, ich warte einfach ab, wie sich das Ganze entwickelt. Wir wollten eigentlich zusammenziehen, aber ich denke, das lassen wir lieber sein. Andrerseits hat mir ein Patchwok-Spezialist gesagt, es wäre besser jetzt als später, wenn die Pubertät ganz durchgegriffen habe. Ich bin wirklich ziemlich ratlos.
Gruss
Medley
Nein, er verhält sich eigentlich distanziert freundlich, aber er geht einfach nicht auf ihn ein. Wenn mein Sohn zum Beispiel ein gemeinsames Spiel vorschlàgt, möchte er etwas anderes machen und erwartet, dass mein Sohn einfach mitmacht und still hält.
Macht er das prinzipiell, wenn dein Sohn etwas vorschlägt?
Warum sollte dein Sohn da mitmachen?
Ich bin ja durchaus dafür, wenn sich Kinder gut benehmen können.
Allerdings finde ich das Verhalten deines Freundes diesbezüglich schon etwas arg "pubertär".
Hallo Medley !
Ich habe mich auch ein wenig an Deiner Beschreibung des
Sohnes --> "frech, arrogant, befehlsgewohnt" gestossen und
würde diese Eigenschaften weder durchgehen lassen, noch
durch Ignorieren unterstützen.
Weder bei einem 10-jährigen wie Sky schon anmerke, aber
auch nicht bei einem 16-jährigen.
Gehen wir davon aus, er ist so wie Du beschreibst "schön
und auch sehr intelligent." Was meinst Du, wie sehr ihm diese
Attribute später einmal dienlich sein können, wenn er sie noch
mit einem liebenswürdigen Wesen verbinden kann.
Wenn ich auch verstehen kann, daß Du dir die wenigen Tage
und Stunden mit deinem Sohn nicht durch Kritik vermiesen
möchtest, liegt es aber auch an Dir wenn der Vater schon kein
Auge dafür hat, diese Charaktereigenschaften in geordnetere
Bahnen zu lenken.
Das ist bestimmt keine einfache Situation für Dich.
Bisher hatte ich deshalb auch Deinen LG verstanden. Mich
würde permanentes ungezogenes Verhalten auch nerven.
Seit diesen Sätzen
Nein, er verhält sich eigentlich distanziert freundlich, aber er geht einfach nicht auf ihn ein. Wenn mein Sohn zum Beispiel ein gemeinsames Spiel vorschlàgt, möchte er etwas anderes machen und erwartet, dass mein Sohn einfach mitmacht und still hält.
frage ich mich allerdings, ob sich die beiden "Männer" nicht
ähnlicher sind als Dein LG zugeben will.
Deinem Sohn kann man immerhin zugute schreiben, daß er
noch ein Kind ist. Welche Ausrede hat Dein LG, wenn er
ständig konträr zu den Vorschlägen Deines Sohnes etwas
unternehmen oder spielen möchte ? Er benimmt sich und
nimm mir das bitte nicht übel, selbst wie ein ungezogenes
Kind.
Ich denke Du bist von dir selbst gut beraten, wenn Du ein
Zusammenziehen vorläufig hintangestellt hast.
Eines noch: Männer und Frauen gibt es wie Sand am Meer.
An eigenen Kindern hast Du nur Deinen Sohn. Sich gegen
ihn entscheiden würdest Du vermutlich ein Leben lang be-
reuen.
Mit ein bißchen guten Willen auf allen Seiten sollte es aber
doch irgendwie klappen können.
LG Marina
hallo Tina
nun, die Entscheidung kann mir natürlich niemand abnehmen. Ich stelle mir einfach einen Freund vor, der auch meinen Alltag mit mir teilt, und dazu gehört nun auch mein Sohn, auch wenn er nicht so oft bei mir ist. Natürlich verbringe ich auch gerne Zeit mit ihm allein oder anderen Freunden. Aber mich stört es, dass mein Freund, der sonst fast alles mitmacht, sich hier völlig raushält. Andererseits versteh ich ihn bis zu einem gewissen Grad.
Was ich vom Forum erwarte? Einfach eure Meinungen dazu.
Vielen Dank und Gruss
Medley
Hallo!
Für mich mal wieder erschreckend - Du kannst nen Menschen nicht ändern, oder nach Deinen Vorstellungen "basteln". Warum nimmst Du es nicht so, wie es ist und machst das Beste draus? Dein Sohn lebt beim Vater - Du kannst ihn nicht viel erziehen (schreibst Du selber!) - Dein Freund sowieso nicht, wie Du schilderst, was soll er denn eigentlich tun? Kümmert er sich zu viel, wirst Du wahrscheinlich eifersüchtig (ist jetzt ne Unterstellung!), macht er nix, iss auch net recht - Du hast jemanden gefunden, der ist so wie er ist! Und Du schreibst ja selber - er macht fast alles mit! Freu Dich darüber - und ärgere Dich nicht über die Kleinigkeiten, die er nicht mitmacht. Und glaube mir, es sind Kleinigkeiten.
Grüße *nichtaufgeber*
Zusatz: Und ein LG, der nicht ständig mit Deinem Sohn streitet, ist doch allemal besser, oder?
Mann/ Frau muss das Licht des Anderen nicht auslöschen, um selbst besser zu scheinen ... (Konfuzius)
Hallo!
Wenn er dich mit allen Begleitumständen nicht aktzeptiert, dann aktzepiert er dich auch nicht. Dein Sohn gehört zu dir!
Sorry, aber ich sehe es anders...
Wir reden hier über ein zehnjähriges Kind, welches ab und an mal bei seiner Mutter zu Besuch ist.
Das heißt IMO, daß das Kind sich so verhalten sollte, wie man es von Besuch erwartet. Stellt euch mal vor, ein Freund kommt und pöbelt euren LG an, wie würdet ihr euch verhalten (etwas überspitzt, aber deutlich...)?
Mal unabhängig davon denke ich, daß jeder hier selbst schon erlebt hat, wie wunderbar die Kinder unterscheiden können, bei wem sie gerade sind. Bei meiner NochnichtganzEX legt niemand Wert darauf, gemeinsam die Mahlzeiten einzunehmen, ich dagegen schon. Einmal eine deutliche Ansage, seitdem ist das kein Thema mehr.
Deshalb meine Empfehlung (Wenn Dir dein neuer Freund so wichtig ist), rede mit Deinem Sohn und mach ihm deutlich, daß er sich in Deinem Leben so zu verhalten hat, daß alle miteinander klarkommen. Und rede mit Deinem Freund und bitte ihn um Toleranz und den notwendigen Respekt. Ich vermute, sein Rückzug vor dem Kind ist der Versuch, sich eben nicht in die Erziehung Deines Kindes einzumischen. Das kommt aber unweigerlich, wenn ihr es ernster miteinander meint. Meine Hübsche hat damit auch ab und an ein Problem. Aber darüber kann und muß man reden!
Viele Grüße
Vati_73
Man steckt immer in der Sch...e, nur die Tiefe ändert sich!
Hi Medley,
einen wirklichen Rat geben kann ich leider nicht, aber was erzählen in eigener "Sache":
Mein Mann hat zwei Söhne aus erster Ehe, als ich ihn kennenlernte waren sie 11 und 8 Jahre alt.
Beide so unterschiedlich wie sie nur sein können. Der große Sohn sehr umgänglich und heute sind wir super Freunde-wir können über alles reden wie man so schön sagt.
Der kleine Sohn alles andere als umgänglich, ihn zu beschreiben fällt sehr schwer, tut auch nicht Not.
Im Laufe der Jahre ist das Verhältnis zum Großen gewachsen, einfach weil wir beide es so wollten. Auf den jüngeren Sohn trifft dies nicht zu.
Daraus entstanden ist eine Mischung aus akzeptieren und nicht akzeptieren. Ehrlicher Weise muss ich sagen, ich kann mit dem jüngeren Sohn gar nichts anfangen, das hat viele Gründe. Es gab Zeiten, da hab ich mich davor gegrault ihn zu sehen und bin ihm strikt aus dem Weg gegangen.
Ich hege eine tiefe Abneigung gegen dieses Kind, ABER (!!!): ich habe gelernt immer wieder daran zu denken und es zu bedenken, dass er eine Erziehung genoss und genießt, die ihn so werden lässt wie er ist. Insofern muss ich mir immer wieder vor Augen halten, dass so manche Art und Weise quasi anerzogen ist und dies ist es eigentlich was ich nicht mag.
Er hat viele gute Eigenschaften, ist klug und sehr nett, nur leider fällt das immer ein bisschen vom Tisch.
Ich hab schon ein schlechtes Gewissen ihm gegenüber und auch seinem Vater gegenüber, mit dem ich offen darüber rede, was dieser aber eher ablehnt.
Was will ich dir damit sagen? Es könnte sein, dass dein LG gar nicht direkt Kind-bezogen eine ablehnende Haltung einnimmt, sondern eher aus erzieherischer Sicht das Kind sieht. Und es kann lange dauern, bis er seine Sichtweise zu ändern vermag.
Nicht das er ihn von einen auf den anderen Tag urplötzlich abgöttisch liebt, sondern einfach das Kind sieht und nicht das was das Kind an Erziehung übernimmt. Wobei ich hier auch klar sagen möchte, ich beurteile nicht die Erziehung des Vaters oder bei uns die der Mutter, dazu hab ich zu wenig Einblick.
Für die gemeinsame Zeit kann ich dir nichts raten, denn zum einen steht die Liebe zu deinem Sohn und zum anderen die zu deinem LG.
Tut mir leid für euch, letztlich wird euch alle das arg belasten, sieht man ja an dem Verhalten von euch dreien.
Alles Liebe und Gute für euch, Gruß riviera
Hallo!
Sorry, aber ich sehe es anders...
Wir reden hier über ein zehnjähriges Kind, welches ab und an mal bei seiner Mutter zu Besuch ist.
Das heißt IMO, daß das Kind sich so verhalten sollte, wie man es von Besuch erwartet. ...
Hi,
du brauchst dich nicht zu entschuldigen. Ich bleibe allerdings dennoch bei meiner (ok, sehr harten) Meinung.
Natürlich darf das Kind nicht rumpöbeln...und den LG ärgern. Es muss sich verhalten, wie es sich einfach gehört.
Der LG darf sich gerne zurückhalten, aber eben erwachsen und nicht kindisch...es darf kein Hass entstehen.
Emotionen muss ein Erwachsenen gegenüber einem Kind (10Jahre) unter Kontrolle halten können.
Liebe muss nicht entstehen, das ist klar, aber Respekt von beiden Seiten.
Das ist ja klar. Aber ein "Umgangskind" (schreckliches Wort) ist KEIN BESUCH.
Im Gegenteil...für den Kind ist der LG ein Eindringen in die Privatsphäre einer Familie.
Reden hilft evtl.! Reden mit dem LG und auch mit dem Kind!
Gruß BM RK
The Future is not set. --
There is no fate but what we make for ourselves.
du brauchst dich nicht zu entschuldigen.
Tschuldigung... Dann eben nicht! 😉
Es muss sich verhalten, wie es sich einfach gehört.
...
Das ist ja klar. Aber ein "Umgangskind" (schreckliches Wort) ist KEIN BESUCH.
Im Gegenteil...für den Kind ist der LG ein Eindringen in die Privatsphäre einer Familie.
An und für sich stimme ich Dir ja zu. Nur wer bestimmt, wie ein Kind sich verhalten soll? Doch wohl in erster Linie die Eltern (Beide!) und das gesamte Umfeld, in dem das Kind aufwächst und zu dem es Kontakt hat. Und da gehört der Eindringling, wenn die Beziehung zu einem Elternteil längerfristig dauern soll, nun mal dazu.
Nur mal zum Überlegen, wie sich Next vom Betreuungselternteil wohl vom Kind auf der Nase rumtanzen lassen würde...
Der LG gehört nun mal durch seine Beziehung zur KM zu einer neuen Familie, in die das Kind halt "unverschuldet"mit reinrutscht. Allerdings ist die "originale" Familie einfach so nicht mehr existent! Warum also sollte sich die KM nicht eine neue aufbauen, ob mit neuen Kinder oder nicht, sei mal dahingestellt... Das Recht dazu hat sie ebenso wie der KV. Und hier kommt eben mein Argument, das Kind sei Besuch in der neuen Familie, zum Tragen...
Ach BM RK, schön, von solch kontroversen Meinungen lebt das Forum... 🙂
Reden hilft evtl.! Reden mit dem LG und auch mit dem Kind!
Mein Reden!!! Und das ist unverzichtbar, wenn Next nicht wieder verschwinden soll!
Vati_73
Man steckt immer in der Sch...e, nur die Tiefe ändert sich!
hy medley,
antworten in vielen richtungen hast du ja schon erhalten,
trotzdem schreibe ich dir mal meine sicht der dinge aus der perspektive eines alleinerziehenden und umgangsvaters mit LG.
ob dein sohn schön,unterhaltsam oder auch inteligent ist,ist so wichtig wie wenn er klein grün und gliberig wäre.
das tut alles nichts zur sache.
sollte dein LG nicht grundsätzlich alles was deine vergangenheit betrifft ablehnen,
so liegt es zum grossen teil an dir deinem sohn ein paar regeln klarzumachen.
bei papa darf er dies und das,bei dir darf er es eben nicht!
dein LG nimmt sich aus respekt zu dir etwas zurück und dein sohn nützt es aus,
hier liegt der fehler!
es ist deine aufgabe deinem sohn klar zu machen das er sich auch deinem LG gegenüber mit etwas respekt zu benehmen hat.
solange du den fehler nur bei deinem LG suchst wird sich die situation nicht bessern.
auch ein kind ist in der lage zu verstehen das es hier eben 2 unterschiedliche meinungen/regeln gibt und kann sie verstehen.
klar sollte niemand einen partner dulden dert die eigenen kinder ablehnt,
nur stellt sich die frage warum das so ist und was mann/frau dagegen tun kann.:wink:
gruss sandgren 8)
Hallo medley,
ich möchte mich hier sandgren anschließen.
Mir fallen hier einige Schwierigkeiten ein, die sowohl ich mit den Kindern meines LGs hatten ( sie kommen alle 14 Tage zu uns) als auch die Problem(chen) die mein LG mit meinem Sohn hatte.
Klare Strukturen und Regeln sind der Knackpunkt. Dazu gehören klare Gespräche. Sprich mit deinem Partner über seine genauen Vorstellungen. Stelle deinem Kind die einfache Frage, was es so doof bei euch findet, was es selbst bei euch ändern würde.
Ich schildere dir kurz eine Situation.
Die Große meines LG stellte sich mit damals 4 Jahren vor mich und zerdröselte mit ihren Händchen grinsend einen Keks auf dem Teppich. Ich sagte ihr, sie möchte das bitte sauber machen. Die Antwort war, daß Mama gesagt habe, sie müsse hier gar nichts tun und zu Hause müsse sie das auch nicht.
Meine klare Antwort darauf war: Bei Mama gelten Mama`s Regeln, hier gelten unsere. Du machst jetzt bitte die Kruemel weg oder du kannst eben nicht mit deinen Freundinnen spielen.
Damit war das Thema erledigt. Eine kurze Info ( ohne dass sie das mitbekam) an meinen LG, so daß er entsprechend auf ihre Beschwerde über mich reagieren konnte und ihre Spielchen hörten auf.
Wenn ihr als Paar euch nicht einig seid, wird das Kind sich nicht an Regeln halten.
Ich denke ihr müsst einen gesunden Mittelweg finden.
Sicher stehst du in der Mitte. Versuche zu vermitteln und dann kann man gemeinsam ( zu dritt) das Problem mal angehen und kindgerecht Gespräche über Regeln und auch Wünsche sprechen.
Gruß
Tina
Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir:"Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen." Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer.
hallo und vielen Dank für eure Antworten
nun, ich mag nun halt meinen Sohn sehr, trotz seiner Macken. Und es tut mir einfach weh, wenn ich spüre, dass mein Lebenspartner dies nicht teilt. Obwohl ich natürlich verstehe, dass er eine andere Sichtweise hat und er sich halt oft verletzt fühlt. Mit meinem Ex-Mann waren wir halt beide hin und weg von unserem Sohn und haben ihn beide vergöttert. Das Resultat ist nun wahrscheinlich dieses Prinzengehabe.
"Kümmert er sich zu viel, wirst Du wahrscheinlich eifersüchtig (ist jetzt ne Unterstellung!), macht er nix, iss auch net recht"
das ist absolut nicht wahr. Ich weiss nicht wie du darauf kommst. Ich habe sicher auch Fehler, z.B. dass ich - nicht nur mit meinem Sohn - von Natur aus zu nachgiebig bin, aber eifersüchtig bin ich bestimmt nicht. Ich freue mich, wenn Menschen sich mögen.
"welches ab und an mal bei seiner Mutter zu Besuch ist."
er ist definitiv nicht nur ab und an mal bei mir zu Besuch, sondern hat hier sein zweites Zuhause. Dies ist auch ganz wichtig, da ich bei manchen Dingen ausgleichend bin zur Erziehung seines Vaters. Und ich seine Mutter und seine einzige Mutter bin, die er braucht.
Aber ich geb euch allen recht, dass ich mehr auf Erziehung machen muss. Ich denke nun auch, dass es meinem Sohn sogar gut tut, wenn mal einer auch ihm die Stirn bietet. Nun ist er bei mir in den Ferien und so kann ich gut daran arbeiten. Es klappt auch nicht schlecht. Die Frage ist, wie es später wieder durchzuziehen ist, wenn er dann immer wieder beim Vater war und ihn dieser gegen meinen Freund aufstachelt.
Gruss
Medley

