Unterhaltsbasar - o...
 
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Unterhaltsbasar - oder wie man auch um den Unterhalt schachern kann...

 
(@lollipop)
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Hallo ihr Lieben!

Ich bin sprachlos - entsetzt - und verlieren den Glauben!

Folgende Vorgeschichte:
KM wurde im Mai aufgefordert mehr Unterhalt zu zahlen (von 75 Euro auf 161 Euro). Anruf bei uns mit der Aussage, wenn mein Mann das nicht zurücknimmt, wird sie arbeitslos.
Die Unterhaltssachen werden bei uns (auch für meinen Sohn) von der hier ansässigen Beistandsschaftstelle geregelt und überprüft.
Also sagte er, das geht nicht, da es ja nicht SEIN Geld ist, sondern dem Kind zusteht.
Naja, wie sollte es anders kommen - sie wurde Arbeitslos! Fast nicht auffällig, aber nicht nachweisbar, da die Kündigung aus Betriebsbedingten Gründen ausgesprochen wurde. Kann ja auch sein, das es den wirklich schlecht geht...
KM bekommt also nun ALG1. Knapp unter dem Selbstbehalt, musste sich angeblich noch ein Auto kaufen, damit sie mobil ist (sie haben im April erst ein nagelneues Auto bekommen) und zahlt somit seit August keinen Unterhalt mehr!

Nun hat sie seit dem 01.10. wieder einen Job - zur Erklärung, sie ist ungelernte Altenpflegerin mit knapp 10 jähriger Berufserfahrung.

Sie war nun am Dienstag beim Amt, weil sie sich bei dem Vorgesetzten darüber beschwert hat, das die Amts-Tante ihr auf den Senkel geht. Sie hat aber erst jetzt nach mehrmaliger Aufforderung den Arbeitsvertrag gezeigt. Vorher hieß es immer, sie würde nur Probearbeiten.
Ergebnis des Treffens ist, das sie 50 Euro Unterhalt zahlt.

Mittwoch hat sie meinem Mann einen Brief zukommen lassen, in dem Sie ihm vorschlägt, jeden Monat 100 Euro auf ein Sparkonto einzuzahlen, welches das Kind dann mit 18 Jahren bekommt und sich am Sportbeitrag zu beteiligen. Im Gegenzug zahle sie dann die 50 Euro nicht mehr und wir sollen die Beistandschaft kündigen. Das Konto würde natürlich bei ihr verbleiben.
Wir hätten dann überhaupt keine Möglichkeit zu überprüfen ob sie überhaupt zahlt und ob sie das nicht mal leerräumt, wenn sie mal wieder Geld braucht um nach Kuba zu fliegen.
Mein Mann hat dies dann am nächsten Tag der Amts-Tante zugefaxt. Diese sagte dann wörtlich, das er doch froh sein solle und es annehmen soll.
Die hat einfach keinen Bock was zu tun. Sie sagte nämlich in der Vergangenheit schon, das sie keine Lust hätte, den persönlichen Kleinkrieg auszufechten und dann sollen wir doch zum Rechtsanwalt gehen. Wir wollen keinen Kleinkrieg, sondern einfach nur, das auch die KM behandelt wird wie jeder Vater.

Das ist doch wie auf dem Basar! Jeder zahlt nur das, worauf er bock hat.
Und der Unterhalt ist doch dazu da, um den täglichen Bedarf des Kindes zu decken.

Für eure Meinungen bin ich dankbar und wünsche euch noch einen schönen Freitagabend!

LG
Lollipop


Recht haben heißt nicht Recht bekommen...

Zitat
Themenstarter Geschrieben : 30.10.2009 19:47
 elwu
(@elwu)

Das ist doch wie auf dem Basar! Jeder zahlt nur das, worauf er bock hat.

Hallo,

wenn 'jeder' eine Mutter ist, dann schon. Bei Vätern ist das nicht so.

/elwu


AntwortZitat
Geschrieben : 30.10.2009 20:18
(@lollipop)
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Wir haben die Erfahrung gemacht, das er als KV anders behandelt wurde...
Dort wurde sofort mit dem Gerichtsvollzieher gedroht, falls er nicht in einer bestimmten Frist den Unterhalt tituliert!
Und er hat IMMER gezahlt. Auch wenn die KM es mal früher brauchte, hat er das gemacht...

Was würdest du den machen?
Die 100 Euro nehmen, die du defakto nicht bekommst oder die 50 Euro, die du dann bekommst?

LG


Recht haben heißt nicht Recht bekommen...

AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 30.10.2009 20:47
(@beppo)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Die 50,- nehmen und ihr sagen, sie kann ja die anderen 50,- nehmen und auf ihr Konto packen.

Ausserdem würde ich der JA-Puntze Beine machen und ansonsten ne Unterhaltsklage einreichen.
Ggf. nach dem vereinfachten Verfahren, welches elwu gut kennt.


Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.

AntwortZitat
Geschrieben : 30.10.2009 20:59
(@lollipop)
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@Beppo
Die Idee ist so erstmal nicht schlecht.
Das mit der Klage hatten wir auch schon mal im Kopf - allerdings wollen wir halt so wenig ärger wie möglich, da die KM ihren Frust über das Kind austrägt...
Und es wäre mal wieder unser Geld!

Die JA-Tante versteckt sich immer hinter "ich mache ja schon alles was ich darf"...  😡
Leider sind wir da Juristisch nicht so sicher ob das so alles stimmt.
Ich glaube, sie könnte mehr, hat da nur einfach keinen Bock drauf! Das wäre ja arbeit...

Könnte der neue Mann der KM eigendlich bei dem Unterhalt berücksichtigt werden? Soweit ich weiß, hat sie einen Selbstbehalt von 770 Euro und noch ein Kind (15 Jahre, der Stiefsohn meines Mannes) bei sich.

Schönen Abend noch


Recht haben heißt nicht Recht bekommen...

AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 31.10.2009 00:18
 Uli
(@Uli)

Die JA-Tante versteckt sich immer hinter "ich mache ja schon alles was ich darf"...  😡

Die scheinen bei KMs einfach keinen Bock zu haben. Ist bei mir auch nicht anders.
Immerhin habt ihr schon Glück überhaupt KU zu bekommen. Ich kenne nicht eben viele Fälle in denen es gelungen ist, einer KM Geld für ihre Kids aus der Tasche zu ziehen.

Anhand der geschilderten Situation würde ich auch die 50,- EURO nehmen. Besser den Spatz in der Hand ...

LG, Uli


AntwortZitat
Geschrieben : 31.10.2009 11:15
 elwu
(@elwu)

Die 50,- nehmen und ihr sagen, sie kann ja die anderen 50,- nehmen und auf ihr Konto packen.

Ausserdem würde ich der JA-Puntze Beine machen und ansonsten ne Unterhaltsklage einreichen.
Ggf. nach dem vereinfachten Verfahren, welches elwu gut kennt.

Hallo,

bisher kenne ich davon nur die Abgabe des Antrages beim Gericht. Mal sehen, was da so kömmt... Deinem Vorschlag zum KU mit 50/50 ist nichts hinzuzufügen.

/elwu


AntwortZitat
Geschrieben : 31.10.2009 11:18
(@lollipop)
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Hallo!

So, ein langes Telefonat mit der Amtstante später...

Habe ihr durch die Blume gesagt, das wir das Gefühl haben, sie würde die Mutter anders behandeln, weil sie eine Mutter ist.

Sie hat mir dann ganz klar gesagt, das sie jetzt das Kapitel endlich beenden möchte und keine Lust hat, diesen Streit noch länger weiterzuführen.
Wir sollen der Mutter den Vorschlag machen, sie soll die hälfte des mindest Unterhalts (ca. 120 Euro) bezahlen, dafür lassen wir sie in Ruhe!
Zwei Sätze später sagt sie aber auch, das mit dem Arbeitsvertrag der KM irgendwas nicht stimmt.
20 Std/Woche für 165 Euro (Freibetrag bei ALG1+2)!!! Nie und nimmer arbeitet die für so wenig Geld!!!
Das kam aber selbst der Tante ein wenig vor... warten wir mal die ersten Gehaltsbescheinigungen ab.

Das war erstmal der neuste Stand.

Schönes Wochenende!

Lollipop


Recht haben heißt nicht Recht bekommen...

AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 07.11.2009 22:09
(@lollipop)
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Hallo liebe Forenmitglieder!

Monate später und fast "Haarlos" vom Raufen...

Momentanes Ergebnis:
Die Amtstante hat so langsam die Schnau... voll von der Hinhaltetaktik der KM und den nicht eingehaltenen Zusagen.
Im Dezember kam tatsächlich mal der Unterhalt - im Januar schon wieder nicht!

Lustiger weise hat die KM eine Email ans Amt geschickt, in der sie von Absprachen berichtet, die es überhaupt nicht gibt!!!

Sie hat seit Dezember einen neuen Job und ist nun schon zum dritten mal aufgefordert worden den Arbeitsvertrag einzureichen.
Statt dessen hat sie die Januarabrechnung eingereicht und Dezember wohlwollend "unter den Tisch" fallen lassen, da sie da zuviel
verdient hat (durch die Feiertagsarbeit).

Nun warten wir mal ab, den die Amtstante hat ihr jetzt eine letzte Frist gegeben, bevor sie zum Gericht geht.

Und laut der Januarabrechnung könnte sie über 200 Euro Unterhalt zahen  🙂
Schon nen anderer Schnack, wenn man überlegt, das es ein Angebot vom Amt gibt, das sie 160 Euro zahlen soll und gut.

Schönen Wochenende!

Lollipop


Recht haben heißt nicht Recht bekommen...

AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 05.02.2010 21:33
(@oldie)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hi

Vordrucke und Hinweise zum vereinfachten Verfahren: http://www.bmj.bund.de/enid/Unterhaltsrecht/Formulare_fuer_die_Festsetzung_des_Kindesunterhalts_im_vereinfachten_Verfahren_nach__1fl.html

Die Amtstante hat so langsam die Schnau... voll von der Hinhaltetaktik der KM und den nicht eingehaltenen Zusagen.

Nein, Deine Begründung dafür halte ich für falsch. Sie hat eher davon die Schnauze voll, zw. den Stühlen zu sitzen. Auf dem einen sind ihre eigenen Wert- und Moralvorstellungen, auf dem anderen Du mit der KU-Forderung. Würde sie wirklich im Interesse des Kindes handeln wollen, wäre schon längst der Rat zur Einreichung einer Stufenklage gekommen. Und hierbei brauchst Du noch nicht mal einen RA (also auch keine Kosten), das kann das JA im Rahmen (s)einer Beistandschaft übernehmen.

Gruss oldie


Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.

AntwortZitat
Geschrieben : 05.02.2010 23:29