Hallo,
ich bin neu in diesem Forum und habe aktuell Anlass, mal ein Thema zu diskutieren, das mich sehr bewegt.
Kurz zur Vorgeschichte:
Ich bin 29 Jahre alt und meine Eltern sind seit 18 Jahren geschieden.
Mein Vater hat seinerzeit nochmals geheiratet und aus dieser Ehe ist ein Kind hervorgegangen. Leider ist auch diese Ehe gescheitert und mein Vater wieder seit ca. 5 Jahren geschieden. Meine (Halb)Schwester ist jetzt 11 Jahre alt und lebt bei der Mutter, die wieder einen neuen Partner hat. Mein Vater hat ein gutes Verhältnis zu seiner Tochter und diese lebt auch alle 14 Tage am Wochenende bei ihm. Er kommt ordnungsgemäß seiner Kindesunterhaltspflicht nach und zahlt ca. 270 Euro Barunterhalt. Das Sorgerecht haben beide Elternteile.
Sachverhalt:
Vor kurzem hat mich mein Vater und meine Schwester besucht und ich musste mit Entsetzen feststellen, dass meine Schwester einen ziemlich verwahrlosten Eindruck macht.
- alte Klamotten
- schlechte Schuhe
- verfilzte Haare, keine Frisur (lange Loden)
Mein Vater ist ein sehr ordentlicher Mensch und mit der Situation auch sehr unzufrieden. Offensichtlich kommt der Kindesunterhalt sowie das gesetzliche Kindergeld überwiegend dem Haushaltsbudget der Mutter zugute, und nicht meiner Schwester. Auf Nachfrage von mir, wer denn mit ihr mal Klamotten kaufen geht, sagte mir meine Schwester, dass ihre Mutter sagt, sie habe kein Geld oder keine Zeit. Das sie die Haare geschnitten bekommt, möchte die Mutter auch nicht. Meine Schwester erzählt, dass sie sich schon selbst die Haare abgeschnitten hat (entsprechendes Ergebnis vorprogrammiert). Die Krönung ist noch, dass mein Vater von seiner Ex-Frau noch aufgefordert wird, neben seinen Unterhaltszahlungen und Freizeitaktivitäten (Vater und Tochter fahren gerade zusammen 7 Tage in den Urlaub) für das Kind noch Schuhe zu kaufen und und und.
Da mein Vater aber auch nicht mit Reichtümern gesegnet ist ist es verständlich, dass er dazu nicht in der Lage ist und im Übrigen dies auch nicht einsieht, weil er hierfür ja Unterhalt zahlt, der ja von der Mutter auch für solchen Bedarf zu verwenden ist.
Vorschlag + Fragestellung:
Nunmehr habe ich meinem Vater vorgeschlagen, dass er der Mutter doch in regelmäßigen Abständen ankündigen soll, dass er z.B. übernächsten Monat nur 100 Euro Unterhalt überweist und von dem übersteigenden Betrag für meine Schwester Klamotten, Friseur etc. bezahlt, da dann wenigstens gesichert ist, dass das Geld auch bei ihr ankommt und sie was davon hat.
Ich habe ihm empfohlen sich dies alles per Quittung und Rechnung belegen zu lassen, um im Streitfall nachweisen zu können, dass er seiner Unterhaltspflich in entsprechender Gesamthöhe (Bar + Naturalunterhalt) nachgekommen ist.
Meine Frage ist, ob es hierzu gesicherte Erkenntnisse gibt, z.B. Rechtsprechung und was ihr generell von dieser Idee haltet.
PS: Ich hatte bisher aufgrund der räumlichen Entfernung (300 km) und des Altersunterschiedes wenig Kontakt zu meiner Schwester, aber was ich gesehen und mitbekommen habe, tut mir in der Seele weh. Leider hängen am äußeren Erscheinungsbild heute auch so viele andere Probleme dran, wie Akzeptanz in der Schule, Hänseleien, Außenseiterposition etc. und von daher wäre ihr bestimmt schon viel geholfen.
Vielen Dank im Voraus für Eure Meinungen und Infos.
Hallo Max-Walter
und willkommen bei Vater sein....dem Forum auch, für sich sorgende Brüder.
Zum ersten gleich mal:
Nunmehr habe ich meinem Vater vorgeschlagen, dass er der Mutter doch in regelmäßigen Abständen ankündigen soll, dass er z.B. übernächsten Monat nur 100 Euro Unterhalt überweist und von dem übersteigenden Betrag für meine Schwester Klamotten, Friseur etc. bezahlt, da dann wenigstens gesichert ist, dass das Geld auch bei ihr ankommt und sie was davon hat.
BLOß NICHT!!!
Der Unterhalt ist sicherlich tituliert.
Und sollte Dein Vater weniger überweisen, als das was tituliert ist, kann die Mutter sofort Pfänden lassen!!!!!!
Da kann Dein Vater noch so viel belegen, das er das restliche Geld für Kleidung usw für seine Tochter ausgegeben hat.
Das was Du schilderst ist natürlich unheimlich schlimm.
Vielen hier im Forum geht es so, das ihre Kinder in alten, kaputten Kleidern und Schuhen herumlaufen.
Es wird auch bei einigen Kinder nicht auf die Hygiene geachtet.
Man kann aber nicht viel dagegen tun....leider...
Die Mutter hat keine Pflicht, Nachweise zu erbringen, für was sie das Geld verwendet.
Die meisten haben dann eine eigene Regelung getroffen, das sie sich selber für die Kids Klamotten zulegen (man kann auch sehr schöne ordentliche Ware bei Ebay oder auf dem Flohmarkt für kleine Preise bekommen) und diese Sachen dann auch bei sich zu Hause behalten (weil wenn sie diese den Kids mitgegeben haben, sind sie meist nie wieder aufgetaucht).
Deinem Vater bleibt nicht viel mehr, als eventuell an den Umgangstagen mit der Kleinen zum Friseur zu gehen, ihr ein paar Sachen zu kaufen usw...
Klar ist das nicht der Sinn der Sache, nur ausrichten kann man da auch nicht viel.
Und Unterhalt einfach so kürzen auf gar keinen Fall.....denn dann ist Dein Vater der gelackmeierte....
Liebe Grüße Taccina
Bevor man das Vertrauen eines Menschen mißbraucht, sollte man sich im Klaren darüber sein, das man dann einen Menschen auf dem "Gewissen" hat.
Oder wie würdest Du es finden, Dein ganzes Leben lang nicht mehr wirklich vertrauen zu können?
Hallo,
erstmal vielen Dank für die schnelle Reaktion.
Soweit ich weiß, ist der Unterhalt nicht gerichtlich bestimmt worden. Er richtet sich nach der Düsseldorfer Tabelle und wurde einvernehmlich vereinbart. Mein Vater ist kein Mensch, der sich seine Pflichten gerichtlich bestätigen lassen muss.
Ich weiß halt nicht, wie die Mutter darauf reagieren wird, wenn er diesen Vorschlag unterbreitet und hätte halt gern gewusst, ob es als Argumentationshilfe eine offizielle Rechtsmeinung oder besser Rechtsprechung gibt, die diese Verfahrensweise stützen könnte.
Dennoch Danke, da ich schon froh bin, mich zu dem Thema mal austauschen zu können.
Hallo Max,
ich hatte anfangs auch das Problem, dass mein Sohn der beim Vater lebt zu kleine Sachen trug und die Haare bei ihm immer länger wurden.
Beim Jugendamt hatte ich nachgefragt, ob ich einen Teil des KU dem KV überweise und den anderen Teil durch Quittierungen belege und man teilte mir mit, dass es nur im Einverständnis mit dem anderen Elternteil möglich ist, aber von sich aus darf man es nicht machen.
Ich habe dann beim KV um Einverständnis gebeten, er lehnte es aber ab und ich habe ihm mitgeteilt, wenn sich der äußerliche Zustand des KIndes nicht bald ändert, melde ich es dem Jugendamt wieder.
Nach dreimaliger Mitteilung beim JA erfolgte dann ein Hausbesuch beim KV. Seit dem hat mein Sohn moderne passende Kleidung und vernünftige Haare.
Gruß Trine
noch ein Zusatz für dich,
ich habe auch kein Unterhaltstitel und zahle freiwillig, trotzdem dürfen wir nicht von allein aus kürzen, weil der Unterhaltsberechtigte es einklagen kann und das wird teuer :note:
Hallo Max,
wie steht die Tochter - Deine Schwester - denn zu allem ? Ein soooo kleines Kind ist sie ja nun nicht und wenn sie nicht auf den Kopf gefallen ist, weiß sie tief im Innern, dass ihre Mutter nicht das gelbe vom Ei ist.
Vielleicht möchte sie ja in 2,3 Jahren zum Vater ziehen ? Wie schätzt Du Deine Schwester in dieser Hinsicht ein ?
Bis auf eine Kleinigkeit kann ich mich Taccina nur anschließen : Du sagst, Dein Vater ist auch nicht mit Reichtümern gesegnet.
Wenn er da noch hingeht und dem Kind Kleidung, Schuhe, Frisör und andere Dinge zahlt, wird die Mutter den vollen Unterhaltsbetrag für sich verwenden, weil da noch ein Blödmann ist, der ja alles zahlt ! :gunman:
Also, die KM nicht noch unterstützen. Dann ist es halt schlimm, dann erst kann aber auch ein Jugendamt - wenn überhaupt - tätig werden.
So leid es Deinem Vater auch beim Anblick seiner Aschenbrödel-Tochter tut, es ist kontraproduktiv.
Mit 11 Jahren ist ein Kind soweit, dass man es ihm erklären kann, dass Mamilein viel Geld - 270 Euro, über 500 !!!! alte DM - bekommt, damit sie neue Kleidung, Schuhe, den Schulausflug etc. bezahlen kann.
Das dürfte Deine Schwester auch leicht ins Grübeln bringen....anders kriegt man diese Art "Mütter" nicht in den Griff, wenn überhaupt.
Gruss Harpyie
Mit 11 Jahren ist ein Kind soweit, dass man es ihm erklären kann, dass Mamilein viel Geld - 270 Euro, über 500 !!!! alte DM - bekommt, damit sie neue Kleidung, Schuhe, den Schulausflug etc. bezahlen kann.
Aber nicht nur dafür, sonder nauch anteilig für Miete, Nebenkosten, Lebensmittel...
Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
Moin,
steigen wir doch in die Gesetze ein:
BGB § 1585 Art der Unterhaltsgewährung
(1) Der laufende Unterhalt ist durch Zahlung einer Geldrente zu gewähren. Die Rente ist monatlich im Voraus zu entrichten. Der Verpflichtete schuldet den vollen Monatsbetrag auch dann, wenn der Unterhaltsanspruch im Laufe des Monats durch Wiederheirat oder Tod des Berechtigten erlischt.
(2) Statt der Rente kann der Berechtigte eine Abfindung in Kapital verlangen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt und der Verpflichtete dadurch nicht unbillig belastet wird.
BGB § 1585c Vereinbarungen über den Unterhalt
Die Ehegatten können über die Unterhaltspflicht für die Zeit nach der Scheidung Vereinbarungen treffen.
Soll heißen, der Unterhalt ist durch Geldzahlung zu bedienen. Absprachen zwischen den Elten sind möglich.
Mistige Situation. Und die Ex weiß genau, wie sie noch mehr Geld aus deinem Vater herauspresst. Da hilft nur ein klares Wort und klares Vorgehen.
DeepThought
Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
Doch besser 'nen Goldhamster gekauft ?
Ein Glück, dass mein Vater diese Gedanken niemals hatte und mir vorgerechnet hat, wie teuer ich doch bin, denn er hat für mich damals keinen Unterhalt bekommen ! Den hat er auch nie verlangt.
Interessant wie hier jeder Kostenfaktor aufgezählt wird.
Wird das auch bedacht, wenn man sich für Kinder entscheidet ? So eine kleine Kostenaufstellung ? Hochrechnung auf 20 Jahre ?
Wahrscheinlich nicht.
Aber hierüber zu diskutieren ist müssig.
So argumentieren ansonsten nur KM's die KU kriegen. Keine Eltern.
Ein Glück, dass mein Vater diese Gedanken niemals hatte und mir vorgerechnet hat, wie teuer ich doch bin, denn er hat für mich damals keinen Unterhalt bekommen ! Den hat er auch nie verlangt.
Ich gehe mal davon aus, dass Dein vater es sich dann auch leisten konnte auf den KU zu verzichten. Ich habe bis jetzt auch noch keinen KU gefordert. Auch ich konnte es mir bis jetzt leisten, für meine Kids selbst zu sorgen und das völlig selbstverständlich.
Wenn die Kohle aber nicht (mehr) locker sitzt, dann muss man schon überlegen, was Kids kosten und wie man die finanziellen Prioritäten setzt.
Uli
Dank an Euch alle.
Ich sehe, es ist wahrscheinlich das Beste und auch im Sinne des Kindes alles im Rahmen eines Gentle-Agreements mit der Mutter zu regeln.
Meine Schwester ist freilich nicht mehr so klein, dass sie bestimmte Dinge nicht mitbekommt. Aber wie Kinder nunmal sind - die Eltern können noch solche "Strolche" sein - Kinder lieben ihre Eltern und das bis zu einem wirklich reiferem Alter meist bedingungslos. Da wäre es falsch, über das Kind eine Front aufzubauen, weil es dann zwischen Baum und Borke gerät. Das merkt man im Gespräch spätestens daran, wenn sie bei bestimmten Themen abschalten oder schlagartig das Thema wechseln. Sie ist einfach noch nicht reif und alt genug ihre Interessen mit dem notwendigen Maß der Objektivität durchzusetzen.
Ich sehe es an mir selbst als Scheidungskind. Man versteht wirklich nachträglich erst dann, wenn man selbst Erfahrungen in eigenen Partnerschaften gemacht hat, was Eltern dazu bewegt hat, sich zu trennen. Man lernt erst, wenn man eigene Erfahrungen gemacht hat und selbstständig ist sowie den nötigen Abstand hat, seine Eltern als Menschen richtig zu begreifen und charakterlich einzuschätzen. Aber das ist sicherlich ein Thema für sich.
Klar würde man bestimmt gern durchziehen und mal dem Jugendamt einen Tip gegen. Aber erstens liegt es mir und bestimmt auch Vatern fern die Situation tatsächlich 100%ig einschätzen zu können, zweitens liegt die Beweislast in der Praxis beim Anzeigenden und drittens ist das Kind am Ende der Leidtragende.
Ich schätze schon ein, dass meiner Schwester gern bei meinem Vater leben würde. Er würde das sicherlich auch gern. Nur was willste machen, wenn du als Mann einen Job hast, der dich 12 Stunden am Tag bindet, zusätzlich auch am Wochenende (ungeplant) und du am Ende nicht die Kohle hast, für ne stundenweise Betreuung, die du brauchst, da du anderenfalls Deine Aufsichtspflicht verletzt.
Es ist ein Trauerspiel.
Ich werd nochmal mit meinem Vater reden und vielleicht lässt sich im Guten etwas machen.
Fairer Weise wollte ich noch ergänzen, dass die Mutter sicherlich keine asoziale Person ist oder so und bestimmt auch ne gute Hausfrau und Mutter im weiteren Sinne, aber ich habe echt den Eindruck (wenn ich mir dagegen meine eigene Tochter ansehe und dagegen unsere finanzielle Situation), dass meine Schwester weit unter den finanziellen Möglichkeiten ihrer Familie sozusagen "kurz gehalten" wird.
FSK ab 18:
Vielleicht ist es die "Späte Rache" der Ex-Frau oder die Familienpolitik des neuen Mannes (noch nie Kinder gehabt), die ja wohlbekanntlich meist im Bett gemacht wird, wo der Verstand (ja richtig, auch sogar manchmal bei Frauen) oft aussetzt.
Nehmts mir nicht übel, aber ich bin auch (Stief)Vater in einer Patchwork-Familie und ich liebe unsere Tochter (4 Jahre) als ob es auch biologisch meine eigene wäre. Von daher fehlt mir für sowas jegliches Verständnis.
Vielen Dank nochmal. Schön das hier gleich mit Rat und Tat Anteil genommen wird.
Edit: (Mensch, hier kommste ja nicht hinterher. Schon wieder gleich 3 neue Beiträge)
Ja, es ist traurig, wenn sich die Getrennten über finanzielle Dinge ihrer gemeinsamen Kinder streiten. Aber es ist so und es ist deshalb so, weil sich meist einer nicht im Klaren darüber ist, dass Kinder meist bis zum Ende der eigenen Tage nicht nur Bereicherung des eigenen Lebens sind sondern hierfür auch Unterstützung benötigen.
Der leibliche Vater meiner Tochter zahlt keinen Cent, weil er ein Habenichts ist, der nie einen Beruf gelernt hat und keinen Bock hat zu arbeiten. Unterhaltsvorschuss gibt es nicht, weil wir verheiratet sind. Dennoch akzeptiere ich, dass er ihr Vater ist, sie ihn liebt und er Umgangsrecht hat. Das ist freilich wieder ein anderes Thema aber es gibt immer Verlierer , nur dürfen es nicht die Kinder sein.
Vielleicht ist es die "Späte Rache" der Ex-Frau oder die Familienpolitik des neuen Mannes (noch nie Kinder gehabt)
Klar ist alles nur spekulation....
Aber dazu möchte ich sagen:
Auch ich komme absolut nicht mit meinem Ex Mann klar und er hat mir auch vieles angetan. Aber ich würde es nie und nimmer mit mir vereinbaren können, dies über meinen Sohn zu rächen. Der kann am wenigsten dafür.
Und mein LG ist auch nicht der leibliche Vater meines Kindes und eigene Kinder hat er auch nicht, aber er schaut zu, das es dem ("meinem") Jungen an nichts mangelt.
Liebe Grüße Taccina
Bevor man das Vertrauen eines Menschen mißbraucht, sollte man sich im Klaren darüber sein, das man dann einen Menschen auf dem "Gewissen" hat.
Oder wie würdest Du es finden, Dein ganzes Leben lang nicht mehr wirklich vertrauen zu können?
Ich gehe mal davon aus, dass Dein vater es sich dann auch leisten konnte auf den KU zu verzichten. Ich habe bis jetzt auch noch keinen KU gefordert. Auch ich konnte es mir bis jetzt leisten, für meine Kids selbst zu sorgen und das völlig selbstverständlich.
Wenn die Kohle aber nicht (mehr) locker sitzt, dann muss man schon überlegen, was Kids kosten und wie man die finanziellen Prioritäten setzt.
Uli
Nö, das hat sich sozusagen gegeneinander aufgehoben, da meine Schwester zur Mutter ging, ich zum Vater.
Jo, mag sein, aber wohnen muss man sowieso und diese heutige Unart, 3 Menschen auf 120 qm zu verteilen, damit sich auch schön alle aus dem Weg gehen können, muss ja nicht sein, oder 😉
Gruss Harpyie
Hi,
das möchte ich jetzt doch einmal dringend loswerden. Ich finde das Thema Geld und Kinder nicht sonderlich gut.
Für die Politik sind Kinder nur deswegen interessant, weil sie die zukünftigen Beitragszahler sind.
Und wir rechnen ganz genau vor, was Kinder kosten. Es ist doch wohl jedem klar gewesen, dass sich das eigene zuverfügbare Einkommen reduziert, wenn Kinder da sind.
Ich stelle mir die Frage, wie es meine Eltern es geschafft haben mich groß zu kriegen. Für mich gab es weder einen Kindergartenplatz noch Kindergeld. Meine Eltern waren extrem jung und haben gar nichts geschenkt bekommen.
Da mir meine Kinder am Herzen liegen, und die würden verwahrlosen, werde ich trotz KU alles mir mögliche unternehmen, dass es Ihnen gut geht. Da kann man noch tausendmal darüber diskutieren was die KM mit dem KU macht. Was anscheinend immer wieder vergessen wird, ist die Tatsache, die werden auch einmal erwachsen. Wen die dann besuchen oder zu dem dann das bessere Verhältnis besteht ist wohl auch klar.
bei den KM die das Geld nicht für die Kinder ausgeben, wird man nie im Leben eine Berhaltensänderung erreichen. Was ich besonders schlimm finde ist die Tatsache, dass dieses Vehalten auch schon während der Ehe da war. Nur wollte man es nicht so sehn. Bei solchen Typen kamen schon immer die Kinder an letzter Stelle. Wenn ich dann noch sehe, dass selbst wenn beide Elterteile arbeiten und noch zusammen sind, dass Kinder zur Armenspeisung gehen müssen, wird mir ganz schlecht. Teure Wohnung oder die Alufelgen sind wohl wichtiger.
Meine Kinder sind für mich nicht ein Kostenfaktor (So argumentieren doch die Unternehmen) sondern ein Gewinn. Ein Teil von mir. Freude und Glück. Sie können sich momentan nicht alleine versorgen, dann muss ich es tun. Wenn ich Glück habe, dann werde ich im Alter nicht ins Heim abgeschoben und ich bekomme dann die liebe die ich brauche. Das ist Reichtum. Trotz Scheidung eine Familie.
Platt
Nochmals Danke für die vielen Statements. Erlaube mir als Ersteller auch zu antworten.
Meine Kinder sind für mich nicht ein Kostenfaktor (So argumentieren doch die Unternehmen) sondern ein Gewinn. Ein Teil von mir. Freude und Glück. Sie können sich momentan nicht alleine versorgen, dann muss ich es tun. Wenn ich Glück habe, dann werde ich im Alter nicht ins Heim abgeschoben und ich bekomme dann die liebe die ich brauche. Das ist Reichtum. Trotz Scheidung eine Familie.
Da hast Du ja völlig Recht. So sollte es sein und ich glaube in der überwiegenden Zahl der Fälle ist es auch so. Nur über diese Normalität redet ja immer keiner.
Da mir meine Kinder am Herzen liegen, und die würden verwahrlosen, werde ich trotz KU alles mir mögliche unternehmen, dass es Ihnen gut geht. Da kann man noch tausendmal darüber diskutieren was die KM mit dem KU macht.
Das ist ja in dem von mir geschilderten Fall auch der so. Nur was will er denn machen als Vater, wenn er jeden Monat 270 Euro rüberreicht, am Ende des Monats bereits Fettbemmen isst und sich von Dispo zu Dispo rettet? Für 50 Euro mit dem Kind zum Friseur??? Für 100 Euro Klamotten kaufen??? Ne, da ist und bleibt der gute Wille Vater des Gedankens. Da können einem die Kinder noch so sehr am Herzen liegen. Wenn Ebbe ist in der Brieftasche und man nich so kann wie man will, dann kommt halt der Frust gegenüber der Mutter auf und man macht sich Gedanken. Deshalb habe ich ja hier mal angefragt, ob die Umwandlung eines Barunterhalts in Naturalien ein gangbarer Weg ist. Das hätte ich auch nicht nötig gehabt, wenn ich selbst ein paar TEuronen abdrücken hätte können (hab ich zwar, aber war auch nur ein Tropfen auf´n heißen Stein).
Ich stelle fest, dass das ganze Thema anfängt ins emotionale abzuwandern.
Zusammengefasst ist es ja wohl so, dass eine einseitige Kürzung des KU bei gleichzeitiger Erhöhung von Sachzuwendungen keine Lösung ist. Auch im Sinne des Kindes wäre hierzu ein Einverständnis der Mutter unbedingte Voraussetzung.
Na, dann will ich mal hoffen, dass die Einsicht kommt und mein Vater genügend diplomatisches Geschick mitbringt, das Thema an die Frau zu bringen.
Ich danke allen für die rege Teilnahme.
Grüße
Hi,
Für 50 Euro mit dem Kind zum Friseur??? Für 100 Euro Klamotten kaufen??? Ne, da ist und bleibt der gute Wille Vater des
Soll die sich Strähnchen machen lassen. Das ganze bekommt man auch für viel weniger hin.
Ja dann kauf ich für 100€ Klamotten. Die bleiben dann bei Dir. Solange sie da ist kein Problem. Schau doch mal bei Kik oder familie rein. Ordentlich ja aber keine Luxusklamotten. Da bekommst du für 100€ soll viel tüten die wirst du kaum schleppen können.
Platt
Auch wenn die Antwort nicht die auf meine eingangs gestellte Frage ist und das Thema zusehends abschweift, möchte ich dennoch antworten.
Ich hatte ja bereits erwähnt, dass die Kasse leer ist. Vielleicht gibt man sich damit einfach zufrieden, oder ist hier noch eine eidesstattliche Versicherung erforderlich?
Ich muss mich auch nicht dafür rechtfertigen, dass die finanzielle Leistungskraft nicht dafür reicht teenagergerechte Kleidung etc. zu erwerben, selbst wenn diese bei ihm verbleibt. Dann stünde nämlich die Alternative Billigklamotten im Schrank oder Essen im Kühlschrank.
Soll die sich Strähnchen machen lassen. Das ganze bekommt man auch für viel weniger hin.
Ja freilich, einen Kinder(topf)haarschnitt für ne´n 5-jährigen mit 20 mm Haarlänge - aber keinen Damenhaarschnit für ne fast pubertierende mit nem halben Meter Haarlänge. Geh mal zum Friseur und gib diese Daten durch. Von Strähnchen hat da noch keiner geredet. Und nur damit die Haare kürzer sein sollen und wenns mir egal ist wie´s danach aussieht brauch ich nicht zum Friseur. Ist schon fraglich ob man damit für´s Kind ne Heldentat vollbringt - nach dem Motto, Hauptsache die Fusseln sind ab. Sie soll sich ja auch wohlfühlen.
Schau doch mal bei Kik oder familie rein. Ordentlich ja aber keine Luxusklamotten.
Eigentlich selbe Antwort wie oben. 100 Euro - Luxusklamotten? Wo lebst Du denn?
Da bekommst du für 100€ soll viel tüten die wirst du kaum schleppen können.
Klar - Unterwäsche und Socken. Man, es geht darum, dem Mädel mal was zu kaufen, womit sie grad eben nicht wie Billigheimer und Flohmarkt rumrennt. Zeugs was ihr gefällt. Und da red ich nicht über die 200 Euro Diesel-Jeans, die kann se sich freilich irgendwann mal schön selber kaufen. Und jetzt soll mir keiner erzählen, dass Kik und Co. die dollsten Klamotten haben und das das Zeugs gute Qualität ist, die mehr als 1 Waschmaschinentour übersteht. Glaub mir, ich hab da schon nicht in höheren Kategorien gedacht. Hole selber relativ gute und dennoch preisgünstige Sachen im H&M. Nur wenn Du mehr als 3 Teile willst biste halt mit 100 Euro dabei, sonst kannstes auch lassen und lieber mit dem Kind in nen Freizeitpark gehen.
Und eh das jetzt hier zu nem "Ich hab da eine rosa-geblümtes Schnäppchen-Kleidchen gesehen"-Thread verkommt, möchte ich mich für die sachdienlichen Beiträge an dieser Stelle bedanken und mache mal sicherheitshalber zu.
Vielen Dank.
