Hallo Zusammen,
ich plane mit meinem Freund zusammen zu ziehen und wir hätten gerne noch ein Kind. Mein Freund hat schon zwei Kinder, die zur Hälfte bei ihm wohnen und zur Hälfte bei der Mutter. Leider verdient er nur 1.100 EUR netto und bezahlt somit auch keinen Unterhalt. Er hat auch nur ein halbes Kind auf der Steuerkarte. Das Kindergeld bekommt die Mutter komplett.
Er sagt immer, er könne froh sein, über diese Regelung, weil er sonst viel mehr Unterhalt bezahlen müsste und die Kinder nur alle zwei Wochen sehen würde.
Ich finde es toll, es es ihm wichtig ist, die Kinder so oft wie möglich zu sehen. Allerdings bin ich der Meinung, daß ihm zumindest auch ein volles Kind auf der Steuerkarte zusteht, da er ja auch die halbe Woche den Unterhalt für die Kinder bezahlt und die Mutter schon das Kindergeld bekommt. Desweiteren richtet er sich immer nach den Arbeitszeiten der Mutter und spielt andauernd Taxi für die Kinder. Er traut sich nie was zu sagen, weil er meint, er könne glücklich darüber sein, keinen Unterhalt zahlen zu müssen.
Jetzt wo wir zusammen ziehen wollen, müssen wir ne größere Wohnung wegen seiner Kinder nehmen, da sie die Hälfte der Zeit ja bei uns sind.
Wird bei so einer 50/50 Regelung nicht alles geteilt ? d.h., daß er auch ein Kind und nicht nur ein halbes auf der Steuerkarte hat und ihm theoritisch auch das halbe Kindergeld zusteht ?
Ich bin auf dem Gebiet ein vollkommener Laie und würde mich über ne Antwort freuen und hoffen, daß ich ihm sein schlechtes Gewissen nehmen kann, daß er keinen Unterhalt bezahlen kann.
Hallo Kroustin,
ermüßte eigentlich 1,0 Kinder auf der karte haben. Praktisch hat es aber kaum eine Auswirkung.
Mit dem Unterhalt verhält es sich so, das sich bei einem echten Wechselmodell (also tatsächlich 50/50) der Unterhalt aus der Summe der beiden Einkommen berechnet. Der Gesamtbedarf wird dann geqoutelt, d.h. nach Einkommen aud die Eltern verteilt. Sofern ein größerer Unterschied zwischen den Einkommen besteht muß dann der eine Elternteil dem anderen eben etwas überweisen.
Das KG erhält immer derEtlernteil bei dem die Kinder gemeldet sind. Optimalerweise packt eingit man sich dann darauf, wie man es zu Gunsten der Kinder verwendet.
Allerdings solltest du für dich bedenken, wenn dein Einkommen für ein eigenes Kind nicht reicht, wäre es unvernünftig ein weiteres Kind auf Seiten des vaters zu bekommen. Er hätte ja jetzt schon nur 200 € als KU-Masse zur Verfügung. bei einem weiteren Kind wird es nicht besser.
Eine intakte Familie mit 2 Kindern würde bei diesem Einkommen (falls es das einzige ist) sicher nicht über ein 3. Kind nachdenken.
Warum braucht ihr ne größere Wohnung? Bisher sind die Kinder doch auch die Hälfte der zeit bei ihm und er wird ein entsprechenden Kinderzimmer haben.
Tina
Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
Hallo Tina,
vielen Dank für die schnelle Antwort.
Ich verdiene 1.900 Eur Netto und könnte somit ein Kind auch alleine finanzieren. Das wäre nicht das Problem.
Zur Zeit wohnt er auf 40 m². Wenn die Kinder da sind, schläft er im Wohnzimmer auf der Erde und die Kinder haben nur ein Zimmer von 2 x 2,5 m.
Also alles nur sehr provisorisch. Ich habe zwar 72 m², aber leider auch nur auf 2 Zimmer. Ich hätte schon gerne eine 4-Zimmer Wohnung, damit die Töchter, 9 und 11 jeweils ein eigenes haben und sollte sich dann Nachwuchs einstellen, wir nicht nochmal umziehen müssten.
Die KM macht sich gerade selbständig und verdiente bis jetzt schon mehr als er.
Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, ist es also so einigermaßen korrekt und er muss kein schlechtes Gewissen mehr haben und sich nicht immer Vorwürfe machen, daß er keinen Unterhalt bezahlen kann ?
Kroustin
hallo ,wieso kann er keinen unterhalt zahlen? bis 900 euro und wenn ihr zusammen zieht ,wegen wohnertvorteil erventuell auch bis 700 euro kann er runter gezogen werden. es sei denn er hat ein wirkliches wechsel model.dann ist es okay.
lg lupina
[blau] vertrauen ist wie ein kartenhaus,mühsam aufzubauen,aber in sekundenschnelle zu zerstören[/blau]
warum sollte er denn Unterhalt bezahlen, wenn die Kinder 3,5 Tage die Woche bei ihm sind ?
Da muss er die Kinder genauso versorgen wie die KM und er bekommt NICHT das Kindergeld.
ich würde da auch keine welle machen sondern über die regelung glücklich sein.... um so länger die läuft um so besser für die kinder und die eltern, geld ist nicht alles 🙂
so sehe ich das auch....
ich finde, die Tatsache, das die Kinder beide Eltern noch sooft sehen können, wie sie möchten, die optimale Lösung für alle.
Mein Problem ist eben nur, daß mein Freund immer meint, ein schleches Gewissen haben zu müssen, weil er eben KEINEN
Unterhalt bezahlt, aber ich immer meine, wofür er denn welchen bezahlen soll, wenn er dieselben Kosten hat wie die KM.
Moin,
Ein schlechtes Gewissen braucht er bei dieser Art des unausgesprochenen Wechselmodells sicher nicht zu haben.
Eher schon die Sorge, dass das gekippt wird.
Er sitzt da wirklich auf einem sehr positiven aber labilen Konstrukt und ist vom Wohlwollen der Mutter in hohem Maße abhängig.
Daher bloß nicht dran rütteln.
Gruss Beppo
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
