Hallo liebes Forum,
ich bin ein stiller Mitleser und habe mich nun endlich angemeldet und möchte alle begrüssen und
finde solch ein Forum wirklich toll. Man(n) weiss, dass man nicht alleine ist. :thumbup:
Ich weiß, dass dieses Forum keine verbindlichen Aussagen treffen kann und auch nicht meine Scheidung für mich regeln kann.
Sondern nur der Anwalt. Habe ich natürlich. Aber ich wollte mir einfach Rat holen und eure Meinungen, weil ich glaube es ist auch ganz
gut sich Infos/Anregungen von wo anders zu holen, also von seinem Anwalt, dem ich vertraue und denke das er in meinem Sinne handelt.
(Ist ein alter Studienfreund)
Wenn der Beitrag vielleicht besser in "Deine Geschichte" passt, dann bitte verschieben.
Ich habe 97 geheiratet. Trennung Juli/08. Meine (zukünftige, Scheidungstermin ist hoffe ich noch dieses Jahr) Ex hat in unserer Ehe nie
gearbeitet, auch davor nicht. Sie hat studiert als wir uns kennenlernten (wie ich auch) und hat während der Ehe fröhlich weiterstudiert. Nach
einem abgeschlossenem Hochschulstudium, hat sie ein zweites angefangen. Ich, ja ich bin ein echter Trollo, hatte es aktzeptiert und gehofft, dass
irgendwann der Tag kommen würde, an dem sie auch endlich Geld verdienen würde.
Für die Diplomarbeit ihres zweiten Studiums hat sie sogar ein zinsfreies Darlehen einer Förderung erhalten. Leider hat sie es bis heute nicht geschafft
diese Diplomarbeit zu beenden, hat den Abgabetermin (war Anfang 2008) jetzt schon zweimal Verlängern lassen. Mein Stand ist, dass sie Anfang 2010 abgeben
muss, da sie sonst wohl die Förderung zurückzahlen muss.
2005 kam unser Kind zur Welt. Er lebt bei Ihr. Von 8 bis 17 Uhr besucht er eine Kita, meine Ex arbeitet derweil an Ihrer Diplomarbeit. (tut sie das?? Den Eindruck habe ich nie)
Fakt ist. Sie ist jetzt kurz über 40, genau wie ich. Ich habe immer gut verdient, habe Ihr Studium, Ausrüstung alles finanziert (sie hatte nichtmal ein eigenes Konto!). Nach Trennung habe ich Ihr über 1500 Euro TG incl. KU gezahlt. Ab Jahreswechsel 08/09 dann noch über 1000. Seit 07/09 bin ich arbeitslos, bemühe mich aber kräftig um einen neuen Job, und habe auch gute Aussichten im neuen Jahr einen guten Job wieder aufzugreifen. Ich ackere wirklich dafür. Zur Zeit zahle ich über die Hälfte meines ALGs an sie und das Kind.
Jetzt steht die Scheidung an. Mein Anwalt meinte, da sie ihr Studium Anfang 2010 beendet haben müsste, hätte sie nun zwei Hochschulabschlüsse und wäre in der Lage zu Arbeiten. (Kind Kita Entfernung 150 m) Er meinte auch wenn sie keinen Job annehmen/bekommen würde, würde man Ihr ein fiktives Gehalt anrechnen, und dann würde EU ausfallen.
Ich habe viel gesurft und versucht mich zu informieren, aber keinen ähnlichen Fall wie meinen gefunden.
Habt Ihr vielleicht Erfahrungen, Meinungen?
Ich finde es einfach unfair, Ihr Leben finanzieren zu müssen. Für meinen Sohn alles, aber nicht für sie!
Es gibt immer zwei Seiten, meine Ex würde die Geschichte ganz anders erzählen, ich kann nur versuchen sie relativ faktenreich und ohne größere
emotionale Aussetzer zu erzählen.
Gruss Charlie1967
