Hallo,
ich habe einen 2 1/2 jährigen Sohn. Ein regelmäßiger Kontakt zu ihm ist mir wichtig. Seit einem halben Jahr habe ich ihn jedes 2te Wochenende bei mir und meist besuche ich ihn einmal dazwischen. Die Mutter möchte allerdings nicht, dass er mal länger als 2 Nächte bei mir ist. Ich habe den Wunsch geäußert mit ihm mal ein Woche Ferien zu verbringen. Die Regelmäßigkeit wird auch immer wieder gestört, dass liegt manchmal an meinem Job aber auch an Ihren "Ausnahmen". Jetzt denke ich sollte ich mit dem Jugendamt reden, da immer wieder deutlich wird das sie den Kontakt zu Anderen als Vorwand angibt anstatt den Kontakt zu mir zu unterstützen und meinem Sohn zu ermöglichen.
Welche Erfahrungen habt ihr im Zusammenhang mit dem Jugendamt gemacht?
Wie erreicht man neben eine Vereinbarung mit Unterstützung von dritter Seite?
Versuche über Beratung bei der Familienberatung Caritas sind gescheitert. Es scheint einfach kein Einsehen erreichbar, dass für meinen Sohn der Vater wichtiger ist als z.B. ein Kaffekränzchen im trauten Kreis ihrer Familie (polemisch, ich weis).
Freue mich auf Kommentare.
Grüße
Andreas
Hallo, Salsero,
ich habe zwei Söhne, 8 und 5 Jahre alt. Nach unserer Trennung lief der Kontakt sehr unregelmäßig, das Problem war wie bei Dir einfach meine Arbeit, da ich Polizist im Schichtdienst bin und die WE nicht regelmäßig frei hatte. Wir haben uns dann wochenweise abgesprochen. Das war zwar in Ordnung, jedoch nicht sehr befriedigend, zumindest nicht für die KM, was ich auch nachvollziehen kann.
Sie hat dann beim JA einen Termin vereinbart, den ich natürlich wahrgenommen habe, denn der Kontakt zu den Kindern ist mir sehr wichtig.
Ich habe mir dann im Vorhinein sämtliche Daten rausgeschrieben, an denen ich die Kinder nehmen kann, alle freien oder halbfreien WE und einen Tag unter der Woche.
Beim JA habe ich diese Daten dann auf den Tisch gelegt und siehe da - einem besonderen Umstand hatte ich es zu verdanken, dass ich zumindest alle WE-Termine auch bekommen habe - meine Ex hatte nämlich wenige Tage/Wochen zuvor ihren neuen Partner (älter, kinderlos) kennengelernt, und da schien es ihr ganz Recht, dass sie die WE für sich und ihren Partner frei hatte. Ich habe jetzt meine Kinder an vier von fünf aufeinanderfolgenden WE, außerdem drei Wochen in den Sommerferien und sage und schreibe 10 Tage in den Herbstferien! Ich freu mich auf jedes WE, auch wenn ich dadurch halt kaum mehr Zeit für mich und meine Belange habe, aber die stell ich gerne in den Hintergrund. Ein WE für mich hatte ich mir im September dann auch mal gegönnt, an dem ich Freunde besucht habe. Und ansonsten gilt - die Kinder und ich gehören zusammen und wer mich sehen will, der muss auch die Jungs akzeptieren! Der Tag unter der Woche blieb zunächst außen vor, irgendwann werde ich aber auch hier nochmal versuchen, nachzuhaken.
Also, mein Tipp: mach Dir vorher nen genauen Plan, wann Du kannst, sei ehrlich auf dem Amt und gönn Deiner Ex ihre Freizeit. Ich hatte auch dran zu knabbern, dass da jetzt ein Neuer da ist nach 17 Jahren, aber damit tust Du Dir nur selbst weh. Und dann freu Dich auf die Zeit mit Deinem Kind!
Gruß und viel Glück, Roman
Liebe Grüße
Roman
Hallo Salsero, zumindest im Gespräch mit dem JA bezgl. Umgang kann ich Positives berichten. Die SB hat meine Argumente berücksichtigt und der KM zumindest nahegelegt, den Umgang nicht Einzuschränken, wie dies die KM nun einfach durchzieht. Je mehr Regelmäßgkeit im Ungang dir möglich ist anzubieten, desto schwerer wird es die KM haben, sich dem zu entziehen. Regelmäßigkeit ist eben sehr wichtig. Habe auch das Schichtdienstproblem. Leider waren in zwei Fällen die schriftlichen Äußerungen des JA nicht so eindeutig wie vorher im Gespräch. Hängt halt sehr von der SB ab. Wenn die Gespräche bei der Caritas vergeblich waren, wird es wohl auch beim JA ähnlich sein. Versuche doch aus den bisherigen Gesprächen zu "lernen", leg dir die Argumente zurecht, bleibe ruhig und sachlich, halte ein paar stichhaltige Beispiele bereit. sollte es eine gerichtliche Umgangsregelung werden, kommst du um das JA nicht drumrum. Grüße
flyaway
Es ist besser beizeiten Dämme zu bauen, als darauf zu hoffen, dass die Flut Vernunft annimmt (E. Kästner)
