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Umgangsrecht bei Teenies?

 
 Rest
(@rest)
Schon was gesagt Registriert

Hallo,

kurz zusammengefasst: Ich Vater, Sohn bei mir, 13-Jahre, fast 14.
Scheidung so schnell wie möglich, möglichst viel vorher "friedlich" regeln.

Was muß man bei einem Kind regeln, daß als Teeny im Grunde viel selbst entscheiden darf und soll?
Ich hab in den letzten paar Monaten nie versucht, ihn wegzuschließen oder so, sondern wenn er zu seiner Mutter wollte, und sie hat Zeit (...) sollte er das auch tun dürfen.
Das einzigste was mir wichtig ist: das das Exweib zum bemuttern nicht mehr in meine Wohnung kommt, meine Privatsphäre!

Also irgendwie so´ne Turnus-Regelung (jedes 2. Wochenende oder so...) find ich überflüssig:
Außerhalb der Schulzeit (Wochenende, Ferien z.B.) darf er so lang und oft wie er will. Wenn er aber mit seinem Schulpensum z.B. hinten dran ist, dann nicht! Schließlich soll aus ihm ja mal was werden;-)

Meine Frage ganz simpel: Was habt ihr für Regelungen bei eueren Teenager-Kindern?

LG, Rest


How many roads...

Zitat
Themenstarter Geschrieben : 07.04.2013 18:23
(@beppo)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Moin.

Ich stehe zwar auf der anderen Seite des Zauns, schreibe aber trotzdem.

In dem Alter kann es schon sein, dass man ihn schon ein wenig zum Umgang tragen muss, sonst ist immer irgendwas wichtiger.

Insofern würde ich ihn fragen wie er es sich vorstellt und dabei auch Wert auf eine Regelmäßigkeit legen, andererseits bleibt auch die Frage offen, wie die Mutter es sich denn vorstellt.

Von der Regelmäßigkeit abweichen können ja beide im gegenseitigen Einvernehmen, nur solltest du auch darauf achten, dass die Ausnahme nicht zur Regel wird.


Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.

AntwortZitat
Geschrieben : 07.04.2013 18:37
(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin,

ich denke, Du machst einen grundsätzlichen Denkfehler:

Außerhalb der Schulzeit (Wochenende, Ferien z.B.) darf er so lang und oft wie er will. Wenn er aber mit seinem Schulpensum z.B. hinten dran ist, dann nicht! Schließlich soll aus ihm ja mal was werden;-)

Deine Ex als zweiter und gleichberechtigter Elternteil befindet sich nicht auf dem Level von Kinobesuchen, Spass- und Sportveranstaltungen. Insofern sollte Umgang nichts mit dem Schulpensum zu tun haben (mal abgesehen davon, dass man auch bei Muttern Hausaufgaben machen kann.) Und auch nichts mit einer "Erlaubnis" durch Dich. Ob Euer Sohn "mal was wird", hängt nicht vorrangig von seinen Schulnoten ab, sondern von einer möglichst unbeschwerten Kindheit und Jugend. Bitte nicht vergessen: Nicht er hat Eure Ehe an die Wand gefahren; nicht er ist schuld daran, dass er seine Eltern heute nicht mehr jeden Tag sehen kann.

Davon abgesehen ein Tipp: Euer Sohn kann mit 14 tatsächlich bereits recht weitreichende Entscheidungen treffen. Rahmenbedingungen sind zwar gut und richtig, aber wenn Du ihm mit übertriebenen Regelungen à la "Schule kommt immer zuerst und ist das allerwichtigste" auf den Keks gehst, wohnt er schneller (wieder) bei seiner Mutter als Du "piep" sagen kannst; da holt ihn gegen seinen Willen auch niemand wieder raus. Sie muss ihm dafür nur signalisieren "ich seh' das mit der Schule nicht so eng wie Papa" oder mit neuem Handy, Klamotten oder sonstigen Vergünstigungen winken - und schon haben sich Deine ganzen Erziehungsgrundsätze erledigt.

Grüssles
Martin


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

AntwortZitat
Geschrieben : 07.04.2013 18:40
 Rest
(@rest)
Schon was gesagt Registriert

Hi Brille, hi Beppo,
nö, keine übertriebenen Regelungen. Und wg. Hausaufgaben mal zuhause bleiben soll auch die absolute Ausnahme sein.
Ansonsten ist der Zustand "Männer-WG" eigentlich ganz lustig, und wir leben das auch so aus!
Im Grunde sehr wenig Regeln, solange wir beide einiger maßen unseren "Job" machen;-)
...und seine Noten sowie sein Gesundheitszustand sind viel besser geworden, seitdem die Alte weg ist (die Bezeichnungen nur unter uns - in seinem Beisein würde ich nicht so über sie reden)
.
Ja, werd ihn mal selber fragen wie er das halten will.
Er mag seine Mutter (soll auch so bleiben), aber einen fast 14-Jährigen dazu drängen an einem bestimmten Wochenende oder Wochentag parat zu stehen wird ihm wahrscheinlich auch nicht gefallen. Mal sehen.

Ausserdem ist ja seine Mutter schon wieder schwanger,
und ich glaub nicht daß er da Lust drauf hat, sich in die neue Familie aus Exe, Fremden Typ und umtätschelten Baby hineinzuleben,
und dabei seine Freunde, seinen Fußballverein, seine Umgebung und seinen Vater verlassen würde.

Also wenn ich mich da nicht total doof anstelle, dann bleibt das so;-)

Die unbeschwerte Kindheit hat er eher noch bei mir;-)
wobei man einem 14. Jährigen keine totale Unbeschwertheit geben muß!
Im Gegenteil, der soll ja später mal seinen Mann stehen, Verantwortung übernehmen. Und wann soll er das lernen, wenn nicht jetzt!
Das ist auch so´n bisschen das was der Familie meiner Ex abgeht, die leben alle eher so auf Kosten anderer...

Aber wir kriegen das hin! Auf der einen Seite mit Verpflichtungen, auf der anderen mit viel Spaß! den haben wir nämlich;-)
LG.


How many roads...

AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 07.04.2013 20:44