Zuerst einmal ein fröhliches Hallo aus Bayern 😉
Bin auf meiner Suche nach Infos über Euer Forum gestolpert und war auch schon beim Stöbern, aber jeder Fall ist derart komplex und auf jeden persönlich zugeschnitten, dass ich keine wirklichen Antworten für unser Problem finden konnte.....
Seit nunmehr über 5 Jahren bin ich mit meinem LG zusammen.
Mit ihm kam nicht nur ein Mann ins Haus, sondern auch seine beiden Kinder :).
Die Kinder (ein Mädel mit knapp 16 und ein Junge mit knapp 13) waren bis letztes Jahr JEDES Wochenende bei uns. Zum einen wollte das mein LG so, weil er bei der Trennung den Kids versichert hat, immer für sie da zu sein (Respekt!!!!), zum anderen wollte es aber auch die KM so, da sie - Originalworte - sich am WE von ihren Kindern erholen müsse....
Wir leben ca. 80 km von den Kindern entfernt. Das Holen und Bringen ist kein Problem; wenn meinem LG etwas dazwischen kommt (beruflich, oder auch mal wegen Grippe o.ä.) fahren die Kinder entweder mit der S-Bahn oder ich hole sie/bringe sie zurück (das kam bislang ca. 5 x vor).
Die KM ist inzwischen wieder verheiratet und hat sich ein drittes Kind machen lassen... ja, ich meine das auch so, denn die KM ist ausschl. auf ihre Vorteile bedacht, denn eigentlich ist sie bereits mit den beiden Kindern aus erster Ehe gänzlich überfordert.
Dennoch komme ich mit ihr einigermaßen klar... den Kindern zuliebe 😉
Die Sache mit JEDEM Wochenende haben wir auf 3 WEs/Monat geändert, weil die Kinder eigentlich gar nicht kennen, wie es ist, auch mal mit Freunden etwas zu unternehmen. Wir wohnen in einer extrem kinderarmen Gegend... Freundschaften können hier also leider nicht entstehen.
Die Kinder selbst wissen gar nicht, was ihnen eigentlich "entgeht'". Wenn ich an meine Jugend zurückdenke, so hat man mich am WE kaum Zuhause angetroffen *grins*... hier Freundin, da bei einer anderen Freundin übernachten usw. usf..
Bislang hat die Tochter alle 4 Wochen eine Art Kinderdisco (nennt man wohl so *ggg*) besucht (sofern es die Mutter erlaubt hat) und so kam das eine Wochenende, an dem die Kids bei der KM sind, eigentlich ganz passend.
Nun bin ich inzwischen der Ansicht, dass der 14tägige Rhythmus beiden Kids gut täte.... zum einen - gebe ich ganz klar zu - leidet unsere Beziehung ein wenig unter den Wochenenden, auch wenn ich die beiden Kids absolut ins Herz geschlossen habe; es sind halt nicht "meine" Kinder und nachdem ich selbständig bin und meine Arbeitswoche sich inzwischen auf ca. 55 Stunden aufgebaut hat (incl. Fahrt), bin ich doch ziemlich gerädert und die Wochenenden mit den Kindern sind ab und an durchaus nervenzehrend.
Zum anderen denke ich aber auch an die Kinder.... unter der Woche müssen beide für die Schule allerhand tun und die Freunde sind unter der Woche ebenfalls bei sich Zuhause. So bleibt zum Pflegen der Freundschaften eigentlich nur das Wochenende; früher gabs ja für ca. 6 Jahre gar keines und nunmehr bleibt ihnen eines. So richtig haben sie den Dreh auch noch nicht raus, wie das mit Freunden geht....
Nachdem wir aber nichts ohne das Okay der Kinder ändern, haben wir letztes WE mal mit beiden gesprochen, wie sie die 14tägige Regelung sehen würden.
Beide fanden das absolut okay.... und beiden sagten mehr oder weniger das gleiche "da wird Mama sicher ausrasten, denn sie kann uns am WE ja nicht brauchen"...
Tja... die Thematik hatten wir tatsächlich bei der KM vor ca. 1/2 Jahr mal angedeutet und sie incl. ihrem neuen Mann tickten tatsächlich aus: "Das würde uns so passen, dass wir dann jedes 2te WE unsere Ruhe hätten".... dass die beiden aber vor der Geburt des dritten Kindes JEDES Wochenende ihre Ruhe hatten, spielt keine Rolle.
Nun wollen wir also das Thema neu aufrollen.... allerdings fragen wir uns, wie es denn im Zweifel rechtlich aussieht?!?!?!?
Auch stellt sich uns die Frage, ob die Kinder zu ihren Worten stehen, wenn die KM bei ihnen Druck macht?!?!? (gut okay... die Frage kann mir keiner beantworten *ggg*)
Für die Kinder stehen wir dennoch grade; will heißen: Wenn sie an einem eigentlich freien Wochenende zu uns kommen wollen, stehen die Türen natürlich offen!
Mir ist irgendwie nicht so recht klar, wie unsere Aussichten auf rechtlicher Seite liegen (sofern es soweit kommen würde...).
Die Ferien halbieren wir meistens.... bis auf die Sommerferien... da schaffen wir die 3 Wochen einfach nicht, aber das scheint - oh Wunder - für die KM kein Problem zu sein; dafür fliegt sie ja in den Weihnachtsferien mit Mann und neuem Kind in den Urlaub und wir haben die Kinder (bis auf ein paar Tage bei der Oma) dafür dann Weihnachten komplett....
Danke fürs Lesen meines Romans ;o)))
Bin hier ja wieder sehr erstaunt.... wie viele Mütter ihre Kinder nicht dem Vater geben wollen... das Problem haben wir GAR NICHT; im Gegenteil... ich wage sogar zu behaupten, "unsere" KM würde die Kinder auch komplett abgeben, solang die Kohle auf ihrem Konto stimmt... (boah... bin ich böse... sorry, aber in meinem ganzen Familien/Alleinerziehende Mutter-Umfeld habe ich nicht eine Mutter, die nur ansatzweise so drauf ist....).
Angela
Hi Ziehmama66
naja, rechtlich ist nichts einzuwenden, aber
Nun bin ich inzwischen der Ansicht, dass der 14tägige Rhythmus beiden Kids gut täte.... zum einen - gebe ich ganz klar zu - leidet unsere Beziehung ein wenig unter den Wochenenden, auch wenn ich die beiden Kids absolut ins Herz geschlossen habe; es sind halt nicht "meine" Kinder und ...
moralisch schon. Du hast Deinen Männe mit Kindern (wohl) kennengelernt und die Kinder waren seit dem normaler Bestandteil der WE'n. Jetzt auf einmal stören sie? OK, ist euer Ding und Gründe, die für die Entwicklung der Kinder sprechen, gibt es auch.
Mir ist irgendwie nicht so recht klar, wie unsere Aussichten auf rechtlicher Seite liegen (sofern es soweit kommen würde...).
Das Problem ist nicht die rechtl. Seite sondern die Kinder müssen es wahrscheinlich erstmal ausbaden im Konflikt und schlechter Laune von KM + Mann.
Habt ihr mal ernsthaft darüber nachgedacht die Kinder zu euch zu holen und wisst ihr wie da die Meinung der Kinder zu ist (nur so als Gedankenspiel)?
Gruss oldie
Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
Hallo Oldie,
natürlich zieh ich mir auch den Schuh an, dass ich es vor über 5 Jahren hätte besser wissen müssen.
Auch gebe ich zu, dass ich die Situation mit Kindern (ich selbst kann leider keine haben) unterschätzt habe... so gern ich die zwei Rabauken habe, so sehr kann es stressig sein. Allerdings wusste ich noch vor einem Jahr nicht, inwieweit sich meine berufliche Situation ausweitet.
Als es vor nicht allzu langer Zeit mächtige Probleme mit dem Mädel gegeben hat, hab ich sogar vorgeschlagen, dass sie ganz zu uns kommt (da spielt allerdings Frau völlig überanspruchte Mutter nicht mit, da so ja der Unterhalt wegfallen würde).
Wie gesagt: Ja, ich bin die Böse, die es nicht mehr so entspannt sieht...
Aber: Es geht mir eben auch um die Freizeit und die Freunde der Kids... von uns aus gibt es entfernungstechnisch keine Möglichkeit, dass sie den Kontakt halten können....
An den Kindern lässt sie es eigentlich nicht wirklich aus... eher wird sie ihnen einbleuen, dass sie kommen wollen (weil wir ja dazu stehen, dass sie jederzeit Willkommen sind)...
P.S.: Wo kann man sich hier ausloggen????? *hilfe* ... oder bin ich blind?!?!
Hi Ziehmama66,
Dein LG hat umfangreichen und offensichtlich problemlosen Umgang mit seinen Kindern.
Die Kinder (ein Mädel mit knapp 16 und ein Junge mit knapp 13) waren bis letztes Jahr JEDES Wochenende bei uns. Zum einen wollte das mein LG so, weil er bei der Trennung den Kids versichert hat, immer für sie da zu sein (Respekt!!!!), zum anderen wollte es aber auch die KM so, da sie - Originalworte - sich am WE von ihren Kindern erholen müsse....
Das ist toll und dafür kämpfen wir hier. Allerdings nicht dafür weniger Umgang mit unseren Kindern zu haben.
So wie Du es hier schilderst ist die KM ja eine richtige Böse. Wird mit neuen Partner aus niederen Motiven nochmals schwanger, und
bleut ihren Kindern ein, Umgang mit ihrem Vater zu haben. Ja, klar, ist auch aus niederen Motiven, weil sie halt überfordert ist und sich erholen
muss. So wie DU/ IHR? auch. Und zwar wollt ihr Euch an zwei WE von den zwei Umgangs-WE erholen. Die KM hat sie immerhin unter der
ganzen Woche und hat noch ein kleines Baby zu versorgen? Ach ja, da ist noch Deine Arbeit. Du musst an dieser Stelle gar nichts tun.
Umgang hat der Vater. Und, will er sie auch nicht mehr so häufig nehmen? Er sollte sich da mal seine Gedanken machen.
Vor allen darüber wie das ganze bei den Kindern ankommt?
Der Weg über die Kinder ist auch der falsche. Das hat Dein Partner (nicht DU) mit der KM zu klären. Gibt es da keine Einigung - über
reduzierten Umgang! - nehmt ihr sie halt weiter. Kinder mit einem Anliegen zur KM schicken, dass man vorher selbst
nicht klären konnte halte ich für falsch. Was anderes ist tes, wenn der Wunsch direkt von den Kindern käme. Wenn ich Dich aber richtig
verstanden habe - geht das eher von Dir/Euch aus.
Rechtlich - und das war ja Deine eigentliche Frage - kann die KM nichts machen.
Aber nochmal:
Wie kommt das bei den Kindern an?
Gruß
Mux
Servus Ziehmama!
Auch ich schliesse mich den Vorschreibern an und werfe noch eine Idee in den Raum:
Habt ihr alle miteinander über das Wechselmodell mal nachgedacht? Aufgrund deiner Schilderungen dürfte das umsetzbar sein, wobei ich der Meinung bin, dass insbesondere die Ältere auch ein Wörtchen mitzureden hätte.
P.S.: Wo kann man sich hier ausloggen?? *hilfe* ... oder bin ich blind?!?!
Gehst Du auf "Deine Daten" (links im Starfenster) und dann bei Deinen Daten auf Button "Abmelden".
Grüße aus der Nachbarschaft
Marco
Mit einem Lächeln zeigst Du auch Zähne!
________________________________________
Ob ein Vorhaben gelingt, erfährst Du nicht durch Nachdenken sondern durch Handeln!
Hallo Marco,
Habt ihr alle miteinander über das Wechselmodell mal nachgedacht?
Wir leben ca. 80 km von den Kindern entfernt.
ich glaube nicht, dass ein Wechselmodell bei den Entfernungen und schulpflichtigen Kindern funktioniert.
Gruß
Martin
Servus Martin!
Mein Vorschlag resultierte aus:
Das Holen und Bringen ist kein Problem; wenn meinem LG etwas dazwischen kommt (beruflich, oder auch mal wegen Grippe o.ä.) fahren die Kinder entweder mit der S-Bahn oder ich hole sie/bringe sie zurück (das kam bislang ca. 5 x vor).
Sicherlich nicht ganz einfach, aber dennoch machbar, finde ich...zumal im Einzugsgebiet des S-Bahnnetzes.
Grüße
Marco
Mit einem Lächeln zeigst Du auch Zähne!
________________________________________
Ob ein Vorhaben gelingt, erfährst Du nicht durch Nachdenken sondern durch Handeln!
Hallo Mux,
ehrlich gesagt kann ich deinen Sarkasmus nicht wirklich verstehen.
Dass es Frauen gibt, die Kinder bekommen, weil sie welche wollen, das wissen wir.
Dass es Frauen gibt, die Kinder bekommen, weil sie merken, dass das auch so ne Art Geldquelle ist, wissen wir wohl auch.
Auch wenn sich Ziehmama da etwas weit aus dem Fenster haengt, man kann das von ihr geschriebene zu diesem Thema auch ueberbewerten.
Ebenso ihr "vorzuhalten" worum viele Vaeter kaempfen muessen halte ich fuer ziemlich daneben. Es ist Fakt, dass viele Vaeter kaempfen muessen, was nicht sein duerfte.
Nun, genauso gibt es auch andere Situationen. Insofern muss man (Vater) nicht immer dankbar sein, wenn er die Kinder regelmaessig sieht. Das ergibt sich allein daraus, dass es Normalitaet sein sollte (gut, ja, die ist es nicht, schrieb ich aber schon.).
Ich, Mami, bin auch hin und wieder froh, wenn Tochter nicht da ist. Die ist naemlich Teenager und anstrengend. Sie kann alles, sie weiss alles und ueberhaupt. Was ist das Problem?
Hier sagt die KM, sie moechte sich erholen von den Kids wegen der laufenden Woche. Ok.
Ziehmama sagt, sie moechten sich auch quasi erholen und am We mal was machen als Mann und Frau.
Na und?
Ich finde weder das eine noch das andere schlimm.
Also Kompromiss suchen, im Sinne aller!
Die Kids sind 13 und 16, da sind Freundschaften wichtig und wenn die kaum bestehen wuerde mir das Sorgen machen. Zudem find ich es gerade gut mal abzuklopfen wie die das sehen und wie Ziehmama schreibt, die finden das "absolut okay".
Zudem muss ich immer wieder sagen, wer auch immer meint, als Zweitpartner, hier fraulicherseits musste man wissen auf was frau sich einlaesst sollte noch mal darueber nachdenken.
Alles was man wissen kann ist, da sind schon Kinder aus einer anderen Beziehung. Das wars.
Wie die Kinder sind, was sie erlebt haben, wie die Eltern sind, wie die ETs einzeln sind und und und, das weiss frau eben nicht.
Und wenn Ziehmama schreibt, sie haette das vorher wissen muessen, dann sag ich ihr, noe, haetteste nicht.
Bei allem Verstaendnis und Ruecksichtnahme, die Kinder aus Trennungen und auch ETs aus Trennungen brauchen, irgendwo ist auch mal gut. Meine Erfahrung sagt, haette ich sowohl meinen jetzigen Mann und auch seine Kinder staendig in Watte gepackt, dann waere das voll nach hinten losgegangen.
Mux, ich geb dir Recht, dass das prinzipiell unter den ETs geklaert werden muss, aber die neuen Partner haengen nunmal mit drin. Auch geb ich dir Recht, dass der Weg ueber die Kids nicht gut ist, allerdings altersabhaengig. Ich habe aufgehoert damit alles ueber den Kopf und hinter dem Ruecken meines Kindes zu klaeren, denn sie ist nicht mehr das kleine Kind ohne eigene Meinung etc.
Was also gibt es fuer Moeglichkeiten die in dieser Situation tatsaechlich helfen?
Lieben Gruss,
riviera, die hofft, Mux versteht sie nicht falsch!
Hi riviera,
so ganz verstehe ich Deine Aufregung nicht. Es wird immer wieder betont wie groß und selbständig die Kinder schon sind. Die dürften wohl auch am Wochenende nicht rund um die Uhr betreut werden. Außerdem erschließt sich mir nicht, wie es sein kann, dass die Kinder am Wohnort des KV`s kaum oder gar keine sozialen Kontakte haben. Wenig Kinder heißt doch nicht gar keine Kinder.
Gruß
Nichtplatt
Hallo,
ich kann ehrlich gesagt auch nicht verstehen, warum Kinder im Alter von 13 und 16 noch "Betreuung" in diesem Maße brauchen. Ich denke, unabhängig bei wem sie sich am WE aufhalten, sollte es durchaus "drin" sein, dass der jeweilige Elternteil auch seiner persönlichen Planung nach gehen kann.
Was ich aber nie verstehen werde ist, warum so viele Männer der Meinung sind, die neuen Frauen müssten sich den Kindern immer und überall unterordnen. Ich halte das für grundverkehrt!
Natürlich ist eine Beziehung mit einem Mann, der bereits Kinder hat, anders als die mit einem Kinderlosen. Natürlich muss man in gewissen Situationen bereit sein zurückzustecken, Kompromisse einzugehen oder auch mal nicht auf seine Kosten zu kommen. Aber es kann nicht sein, dass eine Zweitfrau grundsätzlich nach dem Motto "nicht einmischen, Schnauze halten, unterstützen, nix fordern und sich selbst am besten aufgeben" den Tschador über ihre Bedürfnisse, Gedanken und Meinungen zu werfen hat.
Auch als Paar, das gemeinsam Eltern ist, braucht man auch vor seinen Kindern gewisse Auszeiten! In dem Fall geht das Kind zu Oma und Opa oder es wird ein Babysitter organisiert. Oder aber man hat fantastische Chancen, sich auf Seiten wie VS wiederzufinden, weil man wegen der lieben Kleinen der Meinung war, kein eigenes Leben, geschweige denn ein Paarleben, haben zu dürfen.
Ich denke, auch als Mutter/Vater/Stiefelternteil, das ein Kind liebt, hat man das Recht, das Kind anstrengend zu finden und eine Auszeit zu brauchen, einfach für Dinge, die sich rein auf der Erwachsenenebene abspielen.
Ich jedenfalls stehe dazu, dass ich als AE glücklich bin, wenn ich mal ein WE für mich habe, dass ich mein Kind oft superanstrengend und fordernd finde, den Alltag noch dazu und dass ich ihn trotzdem um nichts in der Welt missen möchte. Genauso wie meine Auszeiten. Und die gestehe ich auch dem Papa oder einem neuen Lebenspartner von ihm oder mir zu.
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Hallo Nichtplatt,
stimme dir voll zu.
Wie ich schrieb, fand ich den Beitrag von Mux arg sarkastisch und ein wenig unangebracht.
Von Aufregung keine Spur.
Schade und deshalb sorry, wenn mein Post falsch rueberkommt, ist nicht mein Ansinnen.
Dachte nur, es macht mehr Sinn zu ueberlegen was es fuer Moeglichkeiten gibt anstatt im sark. Ton gar nichts geklaert zu kriegen.
Ich schliesse mich deiner und LBMs Meinung an.
Gruss, riviera
Danke Riviera und LBM... Ihr habt es auf den Punkt gebracht.
Danke aber auch an alle anderen Nachrichten.
Natürlich birgt ein Forum ganz klar auch die "Gefahr", nicht das zu hören, was man gerne hören würde... da ich selbst ein Forum betreibe, kenne ich das nur zu gut 😉
Nur noch mal wegen evtl. Unklarheiten:
Weder mein LG noch ich möchten die Kinder "loswerden".
Dennoch zielt meine Frage zu 50 % auf mich.
Ja, wie ich auch schrieb, wusste ich, dass mein Partner Kinder hat.... Aber in gewisser Hinsicht wurde ich auch ins kalte Wasser geworfen, da mir in dem Bereich absolut jegliche Erfahrung fehlte (was ich kannte, waren allesamt Männer, die schon in die Knie gingen, wenn sie binnen 2 Monaten mal ihre Kinder nehmen "mussten"). Was die Haltung meines LGs betrifft: Ja, ich war sogar positiv überrascht, wie sehr er hinter seinen Kinder steht und dafür hat er meinen vollsten Respekt.
Auch möchte ich mich der Kinder nicht "entledigen", aber nach nunmehr fast 5 Jahren mit wenigen Wochenenden ohne Kindern; nach meiner beruflichen Umstellung; nach Umstellung meiner Lebenssituation fragte ich einfach mal nach, ob diese Umstellung auf alle 14 Tage überhaupt durchführbar ist.
Eine Anmerkung für die Väter und Mütter hier im Forum, die Kinder haben und deren Partner ohne Kinder "reingerutscht" ist:
Mein Leben hat durch die beiden Kinder durchaus an Qualität gewonnen. Sie sind ein Bestandteil geworden und sie gehören einfach zu diesem wunderbaren Menschen an meiner Seite.
Dennoch gibt es Momente, wo ich mit der Situation auch mal unglücklich bin.... das lasse ich dann weder an meinem LG noch an seinen Kindern aus... es schlummert einfach nur tief in mir drin. Vielleicht auch getoppt durch die Tatsache, selbst nie Kinder haben zu dürfen.
So sehr ich es genieße, wie viel Leben am WE um mich rum ist, so sehr vermisse ich ab und an (kommt schon mal vor) die Ruhe und das Abschalten....
Als es vor einem halben Jahr mal mit "der Großen" Probleme gab, machte ich sogar den Vorschlag, sie kann ab den Sommerferien ganz zu uns kommen.
Mit meiner Anmerkung möchte ich einfach ein wenig zeigen, dass es für mich als "plötzliche Wochenend-Ziehmutter" nicht gleichermaßen selbstverständlich ist, sich der Thematik zu 100 % zu stellen, auch wenn ich das in den ersten Monaten unserer Beziehung sogar so gesehen hab.
Die Liebe ist das eine.... aber der Alltag ist das andere....
Und mal ganz ehrlich: So viel ich für meinen Partner auch tun würde... aber nur um einer mir aufgeladenen Mutterrolle zu entsprechen, werde ich meine berufliche Laufbahn nicht aufgeben (das hätte ich für eigene Kinder sicher getan...); in der heutigen Zeit liegt das Geld nicht auf der Strasse und ich muss sehen, wie ich mir mein Leben finanzieren kann. Lasse ich heute alles liegen und stehen, weil ich für die Kinder meines Partners mehr Zeit benötige, dann müsste unser Gesetzgeber mich auch als "Ziehmama" anders stellen. Da ich aber im Zweifel, wenn es ganz blöd läuft (was ich mir nicht wünsche!!!) wieder alleine dastehe, kann ich mir nicht erlauben, meinen Beruf derart auf Eis zu legen.
Meine rd. 55 Stunden/Arbeitswoche dürfte sich im Winter sogar auf 70 Stunden steigern.
Nun kenn ich mich bereits über 40 Jahre.... so sehr ich Ungerechtigkeiten nicht leiden kann... so sehr rutsche ich dennoch mal in diese Schiene. Ich kann es nicht ausschließen, am Ende einer Arbeitswoche auch mal nicht lächelnd zu reagieren, wenn die üblichen Dinge passieren, die halt mal vorkommen, wenn Kinder im Haus sind... da landet öfter mal ein Marmeladenbrot mit der Marmelade nach unten, ein Glas, ein Farbtöpfchen etc.pp. auf dem Teppich.... solche Dinge nehme ich für gewöhnlich äußerst gelassen hin (halte mich da aber trotz der Sätze "Du bist viel ruhiger als unsere Mutter" nicht für eine "Wunder-Ziehmutter"... ich bin halt nicht schnell aufbrausend.... mehr ist das nicht).
Das kann ich aber nach solchen Stress-Wochen nicht garantieren und möchte auch einfach mal zur Ruhe kommen.... So, wie es die richtige Mutter JEDES Wochenende für sich in Anspruch genommen hat (auch als noch kein drittes Kind da war)..... Als "echte Mutter" sähe es aber doch etwas anders aus....
Die anderen 50 % kommen eben aufgrund der mangelnden Kontaktmöglichkeit zu ihren Freunden zustande.... zu den wenigen Freunden, denn aufgrund der Tatsache, dass sie bis letztes Jahr JEDES Wochenende bei uns waren, haben sich erst gar nicht so viele Freundschaften gebildet, was ich für Kinder in dem Alter nicht nur traurig finde, sondern ich sie einer Freiheit beraubt sehe...
Mag es in den jungen Jahren noch nicht DAS Thema gewesen sein... aber mit 13 und 16 halte ich diese Kontakte für sehr wichtig!!!!!
Der Zeitpunkt passt einfach "gut" (wenn man es so nennen mag)... mein Draht, ein wenig Ruhe zu finden und das Alter der Kinder....
Natürlich gibt es hier Kinder/Jugendliche... aber nicht unmittelbar vorort... wir wohnen in einem ausgelagerten Ortsteil (aus 5 Straßen bestehend) und es sind gerademal direkt neben uns 2 junge Kerle... allerdings beide schon mit Führerschein ausstaffiert und entsprechend unterwegs...
Alles andere wäre ca. 10 km entfernt.... Sicher ist das keine Distanz.... Aber ich kann sie ja schlecht im Nachbarort abladen und sie zum Klingelputzen schicken. Jugendtreffs gibt es bei uns nur am Donnerstag zwei Orte weiter....
Und die Bereitschaft, sich hier nach neuen Freunden umzusehen, ist bei beiden nicht vorhanden.
Das Wechselmodell klappt nicht, der Schulweg mit S-Bahn dauert 2 Stunden (einfach!!!!!!)... das mag vielleicht einige Kinder von Haus aus treffen, aber bewusst zumuten möchte ich es keinem Kind.
Kurz: Keiner von uns will die Kinder abschieben.... im Zweifel läuft es halt so weiter, wie bisher.... Aber - ohne eine Drohung auszusprechen - ich weiß nicht, ob ich damit bei meiner beruflichen Veränderung klar komme... Mag man mir nun egoistische Gedanken vorwerfen... ich hab die Konstellation ohnehin 2 Jahre geschoben... nun stehe ich aber an dem Punkt: Entweder ich stehe meinem Auftraggeber gegenüber zur Verfügung und zieh es durch... oder ich kann den an mich getragenen Auftrag nicht erfüllen, verliere den Auftrag und kann in der heutigen Zeit sehen, wo ich Ersatz her bekomme...
Dass ich mal derart in meinem Beruf hänge, dachte ich ja selbst nicht... ich bin keine Karrierefrau... aber ich muss eben sehen, woher ich das Geld bekomme, von dem im übrigen durchaus auch die beiden Kinder profitieren (Handy wird über mich abgerechnet... Hobbies unterstütze ich, wo ich nur kann... ist aber halt auch mit Kosten verbunden)...
Alles sehr verfahren und verwirrend... sorry....
Liebe Grüße
Angela
Hi Angela,
Deine Erklärungen klingen fast wie eine Entschuldigung. Und die ist meines Erachtens nicht nötig; weder für leibliche noch für "zufällige" Elternteile.
Man kann - nicht zuletzt durch das Lesen in Foren wie diesen - durchaus gelegentlich den Eindruck gewinnen, dass Elternschaft die totale Unterordnung unter Kinderinteressen bedeutet und dass Eltern (und damit zwangsläufig auch deren neue Lebenspartner) sich der Verfolgung eigener Interessen zu enthalten hätten, bis die Kinder erwachsen sind. Diese Überfrachtung der Elternrolle kommt allerdings oft erst mit einer Trennung: Wer vom Expartner in eine Minimal-Vaterrolle gedrängt wird à la "5 Stunden Autofahrt, um 2 Stunden das Kind zu sehen oder vielleicht auch nur vor verschlossener Tür zu stehen", wird dieser Rolle nicht selten alles andere unterordnen.
Die bisherige Selbstverständlichkeit namens "täglicher Umgang mit dem/den Kind/ern" wird in solchen Konstellationen auf einen Sockel gestellt, neben dem nichts anderes mehr Platz hat, und das Vater-Sein hat plötzlich den Status eines Ausnahmezustandes, in dem ängstlich darauf geachtet wird, nur nichts zu tun, was dem Kind nicht gefallen könnte oder was es am Ende gar dazu bringt, beim nächsten Mal nicht mehr mitkommen zu wollen, wenn der Vater zum Abholen vor der Tür steht. Neue Partnerinnen - sofern es sie überhaupt gibt - haben in dieser Frage die Klappe zu halten; manche dürfen an Umgangswochenenden nicht einmal anwesend sein.
Das ist komplett lebensfremd, denn damit sind diese ausgegrenzten Väter auf dem besten Weg, ihre Vorbildfunktion und ihre erzieherische Kompetenz zu verlieren: Was will man einem Kind vermitteln, das einen um den Finger wickeln kann (und von der Mutter vielleicht noch unterschwellig mitgeteilt bekommt, dass das schon seine Richtigkeit hat)?
Was ich damit sagen will: Zur Vorbildfunktion von Eltern (dazu zähle ich in diesem Kontext auch deren neue Partner) gehört in meinen Augen, dass diese auch ein eigenes Leben haben. Es gehört auch Rücksicht und Respekt der Kinder vor diesem Leben dazu, und im Idealfall auch Rücksicht des anderen Elternteils - einfach all das, was das Zusammenleben von Erwachsenen und Kindern zu einem "Normalzustand" macht anstatt es zu einem fortlaufenden Ausnahmezustand zu erheben. Das "Ideal" (oder besser: Der optimale Kompromiss) nach der Trennung von Eltern wäre ein Wechselmodell, das Kindern beide Eltern maximal erhält. Nicht ideal ist es sicher, den einen Elternteil nur im Alltag und den anderen nur in der Freizeit zu erleben.
Du scheinst als Zweit-/Ziehmama eine gute Rolle und ein gutes Verhältnis zu den Kindern Deines Partners gefunden zu haben. Lass Dir von niemand (auch nicht von Dir selbst!) ein schlechtes Gewissen einreden, weil Du "nebenbei" auch noch ein eigenes (Berufs-)Leben hast: Das ist von der Vorbildfunktion ungleich besser als die ganzen "Ich-kann-nicht-arbeiten-gehen-weil-ich-doch-kochen-muss"-Muttis.
Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
