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Ratsuchend

 
 Loge
(@loge)
Nicht wegzudenken Registriert

Hallo an alle,

kurz zur Situation.
Geschieden, 2 Kinder, 6 und 8 Jahre, Schüler. GSR und kein geregeltes ABR. Die Kinder sind wöchentlich wechselnd von Donnerstag bis Montag bzw. Donnerstag bis Samstag bei mir. Das kann ich mit meiner Arbeit gut vereinbaren. Ex arbeitet von Donnerstags bis Samstags und ist auf meine Betreuung angewiesen. Den Kindern geht es mit dieser Regelung sehr gut und sie sind bei beiden gerne. Sie profitieren sehr von dem Wechselmodell.

Jetzt ist es so, dass ich den Umgang für die Ferien vorgeschlagen habe. Dabei habe ich unsere Absprache berücksichtigt, dass die Kinder die hohen Feiertage, jährlich wechselnd, jeweils beim anderen Elternteil verbringen. Die Ferien habe ich hälftig aufgeteilt. Diesen Vorschlag habe ich Ex zur Abstimmung übergeben. Ich habe den Vorschlag mit ihren Wünschen, aber ohne zusätzlichen Kommentar, zurück erhalten.

Sie hat bei ihren Vorstellungen nur teilweise die Schulferien berücksichtigt, so dass ich, wenn ich dies auffangen möchte gezwungen bin zusätzlich zu meinem ganzen Tarifurlaub auch noch 15 Gleitzeittage nehmen zu müssen.

Das kann ich nicht mehr leisten. Ich bin ohnehin schon an meinen Grenzen.

Bei unserem Umgang und den hälftigen Ferien sind die Kinder etwas mehr bei mir als bei ihr. Plus die zusätzlichen Tage wenn ich die Schulferien abdecken soll.

Ich hab ihr geschrieben, dass ich dies nicht leisten kann und gleichzeitig angeboten, dass wir die Kinder ummelden, ich das KG erhalte und die Betreuung der Kinder 100% sicherstelle. Dann könnte sie frei und ohne Rücksichtnahme auf die Schulferien ihren Urlaub planen. Dies hat wieder zu einer verschärften Eskalation geführt. Obwohl sich der Umgang nicht geändert hätte. Ich würde auf Teilzeit gehen und sie hätte keinerlei Kosten wegen der Kinder. Sie bräuchte nur für sich selbst sorgen. Wirtschaftlich gesehen ist dies, für uns gesehen, sogar die beste Lösung. Auch deswegen, weil ich mit Teilzeit etwas mehr Zeit für mich erhalte und nicht mehr ganz so unter Druck stehe.

Da ich endlich Ruhe brauche überlege ich mir das ABR zu beantragen. Ich habe aber Angst, dass dies schief gehen könnte. Da meine Ex sexuell orientierungslos ist und ihre Partner(in) allesamt 15 – 20 Jahre jünger sind, eine geringere Ausbildung als ich haben und bedeutend weniger an den Kindern interessiert sind als ich, befürchte ich bei einer Neuregelung des Umgangs negative Auswirkungen bei den Kindern. Diese werden ohnehin keinen anderen Partner an ihrer Seite akzeptieren.

Ich brauche eure Meinungen.

Vielen Dank dafür.


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 22.12.2010 15:23
(@peter68)
Nicht wegzudenken Registriert

Hallo Loge,

seit wann habt Ihr dieses Wechselmodell?
Zahlst Du trotz Wechselmodell KU?

Bei unserem Umgang und den hälftigen Ferien sind die Kinder etwas mehr bei mir als bei ihr.

Das hab ich nicht so ganz verstanden, da die wöchentliche Aufteilung zugunsten Deiner Ex ausfällt. Dokumentierst Du das ganze? und wenn ja wie?

Viele Grüße
Peter68


AntwortZitat
Geschrieben : 22.12.2010 15:42
 Loge
(@loge)
Nicht wegzudenken Registriert

Thx für die schnelle Antwort.

es sieht irgendwie so aus, als ob Mama den größeren anteil am Umgang hätte. Tatsächlich ist es nicht so. In der einen Woche von Donnerstag bis Montag früh (4 Tage) und in der darauffolgenden von Donnerstag bis Samstag abends (3 Tage). Über 2 Wochen gesehen sind dies jeweils genau eine Woche bei mir und ihr. Dazu kommen die Tage Brückentage etc. Vtl. meinst du mit der wtl. Aufteilung eine 5 Tage Woche von Montags bis Freitags. Und du siehst die Betreuung dann in diesen 5 Tagen von denen sie 3 Tage hat. Da sie Samstags arbeitet haben wir eine 6 Tage Woche. So haben wir beide den gleichen Betreuungsanteil? Und ich nehme der Kinder wegen genauso Arzttermine wahr usw.

Wir haben eine Vereinbarung der jeglichen Unterhalt ausschließt. Ich zahle ihr aber freiwillig noch 150 zusätzlich zum KG. Möchte dieses aber mit dem Jahreswechsel einstellen, da ich viele notwendige Dinge für die Kinder kaufe, Schulranzen, Kleider etc.

Dokumentieren tue ich dies in einem Jahreskalender in dem ich den Aufentahlt der Kinder bei beiden markiere. Dies mache ich jeweils zum Jahresende für kommende Jahr und dient erst als Grundlage für die Absprache und dann als Vereinbarung.

Wie lange haben wir das WM? Nach gerichtlichem Vergleich seit Juni 2010. Seit der Trennung Juli 2007 hatte ich die Kinder von Freitags bis Montags jedes Wochenden zzgl. der Tage an denen sie verhindert war die Kinder zu nehmen. Zu dieser Zeit zahlte ich noch KU und EU.

Thx


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 22.12.2010 17:25
(@papi74)
Registriert

Hallo,

so traurig wie das ist aber du spielst derzeit mit dem Feuer. Du hast es geschafft ein Wechselmodell ins Leben zu rufen, was derzeit auch halbwegs funktioniert.
Nun willst du dieses ändern???

Was wird passieren... die Kindsmutter wird sich dagegen wehren, dass du die Kids bekommst und wird auch kurzehand dafür Sorge tragen, dass Sie die Kids 50,00001% betreut.
Dann wirst du von unterhaltspflichtig....je nach Deinem Einkommen um die 600,00€ zzgl. halbes Kindergeld.

Ich würde Dir raten, dass du in dieser Hinsicht ganz brav weiterhin die 150€ zahlst und ohne Gericht und nur mit viel Schmalz in der Stimme, die Umgangstage über einen längeren Zeitraum planst.

Was und welche Neigungen die KM geht Dich nichts an, solange das Kindswohl nicht gefährdet ist/wird.

Mfg

papi74


Der Morgen ist immer klüger als der Abend.

AntwortZitat
Geschrieben : 22.12.2010 18:02
 Loge
(@loge)
Nicht wegzudenken Registriert

salut papi,

nein ich will das WM nicht ändern - im Gegenteil ich will dies erhalten und die Sicherheit dafür bieten.

Es ist leider so, dass Mama ihren Urlaub außerhalb der Schulferien plant und damit die Betreuung der Kinder während der Schulferien nicht gewährleistet ist oder nur dann gewährleistet ist wenn ich 15 Tage zusätzlich zu meinem Urlaub Gleitzeit nehmen muss. Das kann ich nur mit Teilzeit leisten.

Aber, die Kinder halten sich mehr bei mir auf als bei ihr. Deswegen meine Frage. Wenn ich auf Teilzeit gehe und sich die Kinder mehr bei mir aufhalten als bei ihr macht es dann Sinn das KG oder das ABR zu beantragen? Das bedeutet nur, dass ich die Sicherheit biete die Kinder zu 100% betreuen zu können. Den Umgang zu ihr habe ich immer gefördert.

Was Ex macht interessiert mich nur in Bezug auf die Kinder. Was ich nicht so toll finde ist, dass die Kinder in dem Alter bereits den 4ten Partner meiner Ex kennen. In einem STEP Kurs wurde einmal von Bezugspersonen gesprochen. Max 4 sollten sie haben, dies sind die Eltern und Großeltern evtl. noch Tagesmutter. Neue LG sollten sie nur dann kennenlernen wenn die Beziehung gesichert und stabil ist. Aber das ist imo Nebensache.

Es fehlen 15 Tage Abdeckung der Ferien für die Kinder weil Mama ihren Urlaub außerhalb der Ferien legt. Wenn ich das WM in die Ferienzeit lege, was ich nicht gut finde, fehlen immer noch 4 Tage.

Ich könnte auch einfach so auf Teilzeit gehen. Das möchte ich aber ungern weil es einfach unnötig ist und ein weitere Rückschritt ist.

Gruß


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 22.12.2010 18:32
(@papi74)
Registriert

Hallo,

du hast nur die Möglichkeit mit Engelszungen zu reden. Wenn du auf das ABR o.ä. abzielst dann wirst du plötzlich derjenige sein, der KU zu 100% bezahlt und die KM diktiert Dir dann wann du die Kinder sehen darfst.

Mache Dir verständlich das wir hier in einem kinderfeindlichen und dann noch väterfeindlichen Staat leben. In der Regel bestimmt die KM wo es lang geht und wird dabei nach Herzenskraft von den Behörden und Gerichten unterstützt.

Beantrage das ABR und was wird passieren:

Die KM verliert 380€ Kindergeld pro Monat + 150€ KU den du freiwillig zahlst.
Dann wird Sie aufgefordert werden den KU zu zahlen...also nochmal runde 600€ weniger auf Tasche...Merkst du wo die Reise hingeht???

Also wird Sie dem widersprechen und dafür sorgen, dass Sie die Kinder zu >50% betreut... dann zahlst du evtl. betreust du die Kinder weiterhin so wie bisher und alles ist für die KM prima gelaufen, ausserdem hat Sie ja jetzt nochmal etwas mehr Geld auf Tasche...

Also nochmal...du spielst mit dem Feuer und das Wechselmodell ist im Familienrecht nur ein Exot und wird kaum angewendet. Noch heftiger wird es, wenn die KM z.B. auf öffentliche Hilfe angewiesen ist/wird.

Mfg

papi74


Der Morgen ist immer klüger als der Abend.

AntwortZitat
Geschrieben : 22.12.2010 19:04
(@ginnie)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hallo

blöde Frage dazu

Es ist leider so, dass Mama ihren Urlaub außerhalb der Schulferien plant und damit die Betreuung der Kinder während der Schulferien nicht gewährleistet ist oder nur dann gewährleistet ist wenn ich 15 Tage zusätzlich zu meinem Urlaub Gleitzeit nehmen muss. Das kann ich nur mit Teilzeit leisten.

gibt es keine Ferienbetreuung (Hort) ?? Ich meine, in Familien wo beide Elternteile arbeiten, aber nicht getrennt sind, wollen sie ja normalerweise auch gemeinsam Urlaub nehmen. Die Kinderbetreuung während der Ferien wird dann neben dem (gemeinsamen) Urlaub abgedeckt durch Hort oder bei Oma/Opa... (es gibt ja auch Familien wo einer/beide gar keinen Urlaub in den Ferien bekommen...).

ligr ginnie


Durch Nachsicht setzt man der Gewalt kein Ende: damit bestärkt man die Gegner nur in der Gewissheit, sie hätten es mit einem Schwächling zu tun, der leicht zu bezwingen ist

AntwortZitat
Geschrieben : 22.12.2010 19:13
 Loge
(@loge)
Nicht wegzudenken Registriert

n'abend und vielen Dank für eure Antworten.

Mir geht es nicht um Geld vor allem nicht darum Unterhalt von ihr zu fordern.
Sie soll ihr Auskommen haben und ihr Leben gut führen können. Es geht darum
allen ein akzeptables Leben bieten zu können und den Kindern die Ausbildung
zu ermöglichen die sie wollen.

Ich wäre ja schon mit dem halben KG zufrieden und würde dann auf Teilzeit
gehen. Dann hätte ich nur die halben Einbußen und würde trotzdem alle Kosten
der Kinder tragen. Warum? Weil Mutti dann planen kann wie sie möchte und ich
dies ohne größeren Streß auffangen kann.

Sie wohnt mietfrei in einer Wohnung ihrer Eltern. Bei 4 Tagen / Woche Arbeit,
halbem KG und Wohnvorteil hätte sie ein Einkommen von ca. 1900.- netto. Sie
wird kein Sozialfall. (wohlgemerkt halbes KG).

In meinem Umgangsmodell habe ich von Anfang an die Großeltern miteinbezogen.
Dies wurde von Ex gnadenlos ignoriert und abgelehnt. Jetzt werden ihre Eltern
ausschliesslich zu ihrem Vorteil verwendet. D.h. wenn die Kinder bei ihr sind
nutzt sie ihre Eltern um sich selbst Freiräume zu schaffen. Ich hatte ein
wirklich gutes Verhältnis zu ihren Eltern und habe mich nach dem Wunsch der
Ex gerichtet und immer nur Ex gefragt wenn wegen Krankheit oder aus beruf-
lichen Gründen der Umgang geändert werden mußte, nicht ihre Eltern. Sie
möchte dies nicht und wenn ich dies tun würde würde dies nur neuen Zündstoff
geben. Ist auch klar warum. Denn wenn ihre Eltern die Kinder nehmen fühlt
auch sie sich gebunden und kann den Kindern nicht erklären warum sie nicht
da sein kann oder will.

Ja Ferienbetreuung könnte ich nutzen in einem anderen Ort zu dem die Kinder
keinen Bezug haben und keine Kontakte zu anderen Kindern. Außerdem ist meine
Kleine erst 6 und Angebote für sie sind noch rar. Außerdem kleben sie noch
sehr an mir. Erst langsam geht sie alleine zu Freundinnen. Wenn ich dann gehe
ist sie aber jedesmal sehr ängstlich und immer sehr froh wenn ich sie wieder
hole. In der Gemeinde in der ich wohne gibt es noch kein Programm für den
Sommer. Vielleicht mache ich mir zuviel Gedanken? Ich hätte es halt einfach
gerne wenn die Betreuung sicher gewährleistet ist. Dies nimmt mir Sorgen und
gibt mir Sicherheit.

Leider muss ich immer gegen den Willen der Ex kämpfen. Als ich, nicht sie,
die Schulen besuchte um die Möglichkeiten zu checken und meinen Großen
auf eine Schule (mit sehr gutem Ruf) mit Betreuungsmöglichkeit im Nachbarort
schicken wollte hat sie getillt und ihn dann ohne mein Wissen in der Schule
im Heimatort angemeldet und den Wohnsitz der Kinder zu sich umgemeldet. Als
ich die Kinder während meinen Umgangszeiten zur Kernzeitbetreuung angemeldet
habe wurde ich übelst beschimpft. Dabei ist die Betreuung minimal. Montag
und Freitag morgens von 7:15 bis 8:00 und Donnerstag mittags von 12:20 bis
14:00. Kostet 60.- und dafür kann ich Vollzeit arbeiten und sie Donnerstags
auch. Die Kinder haben es sehr gut aufgenommen weil auch einige ihrer Schul-
kameraden dort sind.

Wäre ich an ihrer Stelle würde ich den Urlaub anders legen und selbst wenn
ich ihn so legen würde würde ich zumindest ein Gespräch führen wie die
Ferienbetreuung sichergestellt werden kann. Ich verstehe ihr Verhalten nicht
und gehe deshalb davon aus, dass sie etwas im Schilde führt.

Meine Überlegungen zum ABR stelle ich ja nur deswegen an damit ich keine
Abstimmung mehr erfolgen muss. Ich kann die Betreuung 100% sicherstellen
und sie kann frei ihr Leben und den Urlaub gestalten.

Aus welchem Grund legt sie ihren Urlaub außerhalb der Schulferien? Sie
arbeitet Donnerstag bis Samstags und zu diesen Zeiten sind die Kinder bei
mir! Warum nimmt ihr niemand den Druck dass sie, auch wenn die Kinder bei
mir gemeldet sind, auch eine gute Mutter ist.

Vielen Dank für eure Antworten.

Es tut gut zu schreiben und ich kann das erst nach langer Zeit.


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 22.12.2010 22:44