Hallo zusammen,
eine Weile ist es her dass ich hier bei Rat gesucht habe, aber nun ist es mal wieder soweit. Zuvor möchte ich aber an dieser Stelle noch mal allen danken die mir letztes Jahr mit Ratschlägen, Hinweisen und auch ein paar „Kopfwäschen“ beigestanden haben.
Nun heute wende ich mich an Euch wie schon im Betreff geschrieben mit dem Thema: Ausland an Euch.
Zunächst möchte ich meine Geschichte noch mal in kurzen Worten wiederholen um den Zusammenhang für Euch verständlicher zu machen.
Im Juli letzten Jahres habe ich mich von meiner nicht angetrauten Lebensgefährtin getrennt. Wir haben zusammen eine Tochter (7) und gemeinsames Sorgerecht.
Die Trennung verlief nicht gerade harmonisch: Streit ums Geld, Kindesentzug usw. Klage auf Umgang erfolgte, (Verhandlung war im Dezember 07) seitdem klappt der Umgang im üblichen Masse (14 tägig WE s und hälftige Ferien).
Zunächst war es für die KM auch klar dass sie am Ort bleiben würde, sie hat dort ein eigenes Geschäft das gut läuft und kann sich so auch die Zeit für die Erziehung unserer Tochter gut einteilen. Zumal auch auf Empfehlung des JA und FG es für unserer Tochter das Beste wäre eine stabile Umgebung zu bekommen sowie auch kontinuierlichen Umgang mit mir einzuhalten.
Ich selbst lebe mittlerweile in München (ca. 200Km von unserem früheren Wohnort entfernt). Diese relativ nahe Entfernung erlaubt es mir auch die WE’s regelmäßig einzuhalten und meine Tochter zu mir zu holen. In den letzten Monaten hatte sich nun alles relativ gut eingespielt. Meine kleine hat sich an die Situation gewöhnt und weiß dass ihr Papa trotz der Trennung immer noch für sie da ist.
Im Juli dieses Jahres teilte mir die KM nun per SMS mit sie wolle doch wegziehen. Sie sei genervt weil jeder sie am Ort ständig wegen der Trennung ständig fragen würde. Dafür hatte ich sogar Verständnis. Die Sprache verschlug es mir aber nach der zweiten SMS, in der sie mir mitteilte nach Spanien ziehen zu wollen.
Voll schockiert hatte ich darauf erstmal nicht reagiert, meine neue LG versuchte mich zu beruhigen, denn so schnell würde das eh nicht über die Bühne gehen.
Dem war auch gut so, 4 Wochen später sagte mir die KM sie wolle nun doch nicht nach Spanien, sie hätte sich nun für Zürich entschieden. Weiter erzählte sie mir, dass ich mir keine Sorgen machen solle wegen dem Umgang mit M.... Man könnte ja das ganze über Billigflüge lösen und sie wäre auch bereit die kleine dann immer zum Flieger zu bringen.
Das hörte sich für mich im ersten Moment auch gar nicht so übel an, immerhin bin ich jetzt auch jedes Besuchs-WE 8 Stunden im Auto unterwegs, davon auch 4 meine kleine. Ich dachte also gegen die Schweiz und Zürich stünde im Wesentlichen nichts wodurch meine Tochter einen Schaden nehmen könnte. Das Land ist nicht übel und die Ausbildung ist gut.
Meine kleinen wurden die Umzugspläne natürlich immer schon im Voraus schmackhaft gemacht. So zu Beispiel wäre Spanien viel besser, weil es dort keinen Heuschnupfen gibt und die Schweiz wäre halt so wie so viel besser weil es näher bei Oma und Opa ist. (Nun gut, ich seh da lediglich ne halbe Stunde Fahrtunterschied).
Jetzt habe ich mir mal vorsichtshalber die Flugpreise für Zürich-München angeschaut. Von wegen Billigflieger ist da keine Rede. Zumal ich für eine 7-Jährige auch noch Flugbetreuung brauche. Da ein Kind ja auch Tageszeitabhängig nicht so flexibel ist, wird so eine WE-Flug ca. 400€ kosten, und das in der Regel zwei mal in der Woche. Das würde für mich 800€ pro Monat bedeuten. Ich brauch hier nicht erwähnen dass das als zusätzliche Belastung nicht möglich ist. Das heißt, ich würde meine kleine nur noch ca. 6 mal im Jahr sehen. Das will aber weder meine kleine noch ich.
Die KM weiß dass sie meine Zustimmung für den Umzug braucht. Hatte sie mir gleich Einleitend für die Schweiz-Pläne mitgeteilt. Sie begründet ihr Handeln damit, dass es ihr dort besser ginge und in Ihrem Beruf mehr Möglichkeiten hätte.
Darüber habe ich mich bei einer Schweizer Bekannten informiert, sie würde in etwa 5000 Franken verdienen und eine halbwegs vernünftige 3-Zimmer-Wohnung kostet in Zürich etwa 3000 Franken. So viel zur beruflichen Verbesserung.
Mir wäre natürlich eine gütliche Einigung am liebsten, nur weiß ich nicht ob diese Erreichbar wird, vor allem wenn ich ihre Pläne durchkreuze. Wenn sie sich an den Flugkosten beteiligen würde, wäre dies z.B. eine Lösung. Nur was könnte ich noch tun wenn sie im Ausland ist und sich nicht daran hält?
Nun wüsste ich gern eure Meinung zu der Geschichte. Vor allem, was kann sie tun wenn ich nun meine Zustimmung zum Umzug in die Schweiz nicht gebe???
Liebe Grüsse
Anm.: Bitte Forenregln beachten (Nr. 2).
Hallo 3cad1,
sie könnte z.B. ohne deine Zustimmung gehen!
Niemand würde sie daran hindern.
Bitter, aber wahr!
Gruss Beppo
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
Servus 3cad1!
Die andere Frage ist aber auch, ob die Schweizer KM mir nichts dir nicht reinlassen, meines Wissens haben die schon strenge Auflagen hinsichtlich ausländischer Mitbürger und zeitlich beschränkte Aufenthaltsgenehmigungen bzw. -bestimmungen.
Grüße aus der Nachbarschaft
Marco
Mit einem Lächeln zeigst Du auch Zähne!
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Ob ein Vorhaben gelingt, erfährst Du nicht durch Nachdenken sondern durch Handeln!
Hey
Wenn sie sich an den Flugkosten beteiligen würde, wäre dies z.B. eine Lösung. Nur was könnte ich noch tun wenn sie im Ausland ist und sich nicht daran hält?
Vermutlich nichts..du würdest vermutlich nichtmals etwas tun können wenn sie in der BRD leben würde..
Wie auch, wo nichts zu holen ist, oder meinst du das sie etwa so viel Geld aufbringen könnte?..Ich denke nicht..
Die Idee mit den sogenannten Billigfliegern ist immer eine gut gemeinte Idee, in der Realität oftmals aber sowieos nicht wirklich realisierbar, weil etweder die Zeiten nicht passen, Plätze oft begrenzt sind, u die entsprechenden Destination nicht angeflogen werden, und letztendlich dann noch der vermeintliche Billigflug sich gar nicht als so billig entpuppt, aufgrund gern u oft weiterer erhobener Gebühren der Airlines.
Ihr Grund für einen Wegzug, ist sschon eher zum schmunzeln..das man vielleicht mal auf eine Trennung angesprochen wird, ok, na und? Aber auch das wird schnell einschlafen.
Berufliche Verbesserung? Naja..vermutlich nicht wirklich..
Also, spreche dich offizielll gegen den Umzug des Kindes aus, sie kann ja gerne, biete ihr doch einfach an dann eben das Kind zu dir zu nehmen..wenn sie denn schon meint umziehen zu müssen u das Kind aus allem herausreissen zu müssen..dann wäre es doch besser es kommt zu dir.
Auf das sie dir beim Umgang mit dem Weg entgegenkommt, solltest du dich absolut nicht verlassen, das ist eher nur der Versuch es dir schmackhaft zu machen, der hinterher in die Röhre schaut, wirst du sein u dein Kind..
Sie wird dann eh damit kommen, das es ihr zu stressig ist u sie wird sich auch nicht an den Kosten beteiligen, da ihr das eh zu teuer sein wird..und dann?
Sollte sie heimlich gehen, wird es schwer für dich etwas zu bewegen..
Gruß
Jens
Moin 3cad1,
darauf, dass die Schweizer Deine Ex nicht "reinlassen", würde ich mich nicht verlassen. Die sind zwar ziemlich restriktiv in ihrer Einwanderungspolitik, aber das deutsche Familienrecht spielt dabei keine herausragende Rolle; die legen vor allem Wert darauf, dass Einwanderer sich selbst unterhalten können und dem Schweizer Staat nicht auf der Tasche liegen. Und dass sie keinem Schweizer einen Arbeitsplatz wegnehmen. Wenn sie sich dort selbständig machen möchte, ist es jedenfalls kein wirklich grosses Problem, eine so genannte "Ausländerbewilligung" zu bekommen.
Du darfst Dich vor allem nicht darauf verlassen, dass Deine Ex schon nichts tun wird, was offiziell "nicht erlaubt" ist, also beispielsweise ein Ortswechsel ohne Deine ausdrückliche "Erlaubnis": Im Familienrecht hat oft der das lange Ende der Wurst, der einfach Fakten schafft. Wenn Du also die Sorge eines unangekündigten Ortswechsels hast, kannst Du dieser nur mit einer Einstweiligen Anordnung begegnen, die Deiner Ex genau das untersagt.
Das Argument, "auf die Trennung angesprochen zu werden", ist lächerlich und eines Menschen mit Erziehungsverantwortung nicht würdig. Ein freundliches "Geht Sie das etwas an?" oder "ach, das ist langweilig, lassen Sie uns doch lieber über IHRE Leichen im Keller reden" sollte Schwätzer augenblicklich zum Verstummen bringen; dafür muss man nicht umziehen.
Nicht zuletzt: Deine Ex kann hinziehen, wohin sie will; dass Euer Kind dann mit umziehen muss, ist kein Naturgesetz. Es könnte ja auch bei Dir bleiben. Aber dafür musst Du aktiv werden und nicht nur darauf warten, was Deine Ex (nicht) tut.
Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
