Hallo Zusammen,
da mir in den nächsten Tagen/Wochen wieder einige nette Gespräche bevorstehen möchte ich euch vorab nocheinmal um Rat bitten.
Kurz zu den Umständen:
Kind 5 Jahre alt, GSR, KM ist mit K letztes Jahr 120KM weggezogen (vor Gericht nichts zu machen), Umgangsregelung (Vergleich), alle 2 Wochen Donnerstag 15:00 bis Sonntag 18:00 Uhr und in den Wochen in denen kein Umgangs-WE ist Donnerstags 15:00 - 18:00 Uhr. Ferienregelung etc. bestehen auch. Verhältnis ist weitestgehend OK und solange ich nicht groß widerspreche, sind auch vernünftige Gespräche möglich.
Im Januar sollte K auf einmal zum Kinderturnen, dass Donnerstags von 14:30 bis 16:00 Uhr stattfindet. Nach ein bisschen hin und her haben wir dann beschlossen, dass der Umgangstag zukünftig Mittwochs stattfinden soll und die Wochenenden eben erst gegen 16:00 Uhr beginnen. Das leben wir seither so - eine Anmeldung zum Kinderturnen erfolgte jedoch nie.
Vor einigen Wochen kamm dann die Anmeldung zum Fußball. Trainingszeiten Di + Do 16:30 - 18:00 Uhr.
Nach kurzem innerlichen Ärger (KM wollte den Start der Wochenenden kurz zuvor schon mit fadenscheinigen Begründungen auf Freitag verlegen) habe ich mich wieder Kompromissbereit gezeigt.
K erzählte begeistert vom Training und ich möchte ihn da unterstützen.
Mein Vorschlag war dann, den Umgangstag weiterhin Mittwochs zu veranstalten. In den Wochen mit Umgangswochenende würde ich den Kleinen dann um 16:00 Uhr zu Hause abholen, mit ihm zum Training gehen und ihn danach mitnehmen.
KM war von dem Vorschlag etwas überrumpelt (hatte sich wohl innerlich schon auf Streit eingestellt) und dem zugestimmt. Soweit so gut.
Nun hat sie mir vorgestern telefonisch mitgeteilt, dass K ab kommender Woche auch an Fußballspielen/-turnieren teilnehmen wird und mir direkt einige Termine mitgegeben.
Diese sind (zumindest die 5, die sie mir genannt hat) jede Woche Samstags und fangen zwischen 9 und 10 an.
Davon etwas überrumpelt habe ich dann erstmal gesagt dass ich es gut finde, sie jedoch nicht davon ausgehen soll, dass ich mit ihm an jedem UWE zu einem Spiel/Turnier fahren werde.
Sie fühlte sich von der Aussage direkt angegriffen und meinte "Darüber reden wir mal wenn wir uns sehen, am Telefon gibt das nur Stress" (<- sie lernt dazu :thumbup:)
Ich habe mir seitdem viele Gedanken gemacht aber ich finde keine saubere Lösung.
Punkt 1: Da ich im Moment schon ca. 200€/Monat aufwende um den Umgang in diesem Umfang zu ermöglichen kann ich es mir schlicht nicht leisten jeden Monat zusätzlich nochmal 500KM zu fahren.
Punkt 2: Es kommt vor, dass K an den Umgangswochenenden auch mal bei einer Oma schläft (ja ich ermögliche auch als einziger den Kontakt zur Mutter der KM)
Punkt 3: Ich habe schlichtweg keine Lust K jeden Samstag um halb 7 aus dem Bett zu schmeißen, damit wir um halb 8 im Auto sitzen können
Punkt 4: Ich möchte gemeinsam mit K entscheiden wie wir unsere Wochenenden verplanen und nicht jeden Samstag bis zum Nachmittag nach Vorgaben verbringen
Ich habe grundsätzlich kein Problem damit mal Samstags zu einem Spiel zu fahren aber das möchte ich bitteschön selbst entscheiden bzw. mit K absprechen.
Wenn ich das so vortrage kriege ich wieder zu hören "Es geht nicht darum was du willst sondern was K will.... das ist egoistisch.... es macht ihm doch so viel spaß.... ich will ihm das aber ermöglichen..."
Grundsätzlich denke ich, dass das Thema mit den Jahren auf jeden Fall noch heißer wird und ich hier und da auch noch oft zurückstecken muss. Klar, wenn die Kids mal 8 oder 9 sind, in einer Liga spielen, zu einem Team gehören ist es sicherlich wichtig an den Spieltagen auch present zu sein aber mit 5 bei den Bambinis?
Und wenn er nächstes Jahr in die Schule kommt, wird es mit den Donnerstagen ohnehin vorbei sein und dann hieße das, ich fahre Freitags 250KM den Kleinen abholen, Samstags 250 KM zum Fuba und Sonntags wieder 250KM nach Hause. Dann verbringen wir einen halben Tag unseres Wochenendes im Auto...
Meinungen Bitte 🙂 gerne auch mit rechtlichen Hintergründen
Hi Mettrik,
Meinungen Bitte 🙂 gerne auch mit rechtlichen Hintergründen
Mein Bruder und ich haben als Jungs auch Fussball im Verein gespielt.
In der Saison ist dann eben fast jedes Wochenende ein Spiel. Und dazu noch Training.
Da lässt man seine Mannschaft nicht hängen. Mal kommen und mal nicht, das geht garnicht.
Wenn du erlaubst das dein Kind Mannschaftssport macht gehören Spiele einfach dazu.
Wenn dir das nicht passt kann er eben keinen Mannschaftssport mitmachen.
Ich schick meine Tochter auch nicht jede Woche zum Baletttraining.
Und wenn sie eine Vorführung hat sag ich: "Nix da, wir fahrn jetzt zu Oma."
Dann ist sie aus ihrem Ensemble schneller raus als sie drin war.
Rechtliche Hintergründe sind dafür unwichtig. Das ist rein sportlich nicht möglich.
Wenn schon vorher klar ist das jede Woche nicht geht muss man zu Mannschaftssport eben "Nein" sagen.
Gruss Horst
Hallo Metrikk,
ich verstehe, dass die Situation für Dich besonders kompliziert ist.
Aber, wenn ihr nicht getrennt wärt, dann würde Bambini auf alle Fälle immer spielen, also warum wird ihm das jetzt verwehrt?
Da die Situation nun aber nicht so einfach ist, würde ich Dir raten genau das zu tun, was Deine Ex will, mit ihr reden.
Eine Lösung könnte darin bestehen, dass Du Dir ein paar Termine raussuchst wo Du ihn zum Spiel begleiten willst. Dann könnt ihr Euch überlegen wie ihr die freien Wochenden gerecht aufteilt. U.U. ist anstelle der entfallenden Wochenenden auch mehr gemeinsamer Urlaub drin?
VG Susi
Moin Metrikk,
wo ist Dein Problem? Dein Junge will Fußball spielen und Du darfst mit.
Du hast alle 14 Tage Wochenende und da ist Fußball mit Sohnemann angesagt.
Andere Väter würden sich dafür eine Hand abschneiden.
Wegen der vielen Kilometer ... dann lass den Umgang unter der Woche, fahr erst am Samstag den Jungen zum Fußball und danach zu Dir abholen. Dann ist er schön müde und schläft während der Fahrt. Vielleicht kannst ihn ja zum Ausgleich erst am Montag wieder zurück bringen. Bis die Schule kommt.
So ist das halt. Kleine Kinder kleine Probleme. große Kinder, große Probleme.
LG Thomas
P.S.
Mal nebenbei... stell dir mal vor, du hättest eine Tochter, die ein Pferd hat. Dann bist du vielleicht am Wochenende am Stall ausmisten. Da ist Fußball doch noch angenehmer. Da gibts dann noch eine zünftige Bratwurst mit dazu.
Vielen Dank für die schnellen Antworten!
Wenn schon vorher klar ist das jede Woche nicht geht muss man zu Mannschaftssport eben "Nein" sagen.
Naja, es ist nicht so als hätte ich da viel Mitspracherecht. Und grundsätzlich möchte ich es ihm auch gerne ermöglichen aber das lässt sich so nicht realisieren.
Ich wusste nicht das dieser "Team-Faktor" den du beschreibst bei den 5-Jährigen schon so vorhanden ist. Danke für deine Erfahrungen!
Aber, wenn ihr nicht getrennt wärt, dann würde Bambini auf alle Fälle immer spielen, also warum wird ihm das jetzt verwehrt?
Eine Lösung könnte darin bestehen, dass Du Dir ein paar Termine raussuchst wo Du ihn zum Spiel begleiten willst. Dann könnt ihr Euch überlegen wie ihr die freien Wochenden gerecht aufteilt. U.U. ist anstelle der entfallenden Wochenenden auch mehr gemeinsamer Urlaub drin?
Wären wir nicht getrennt, wären die Spiele auch nicht 120Km bzw. 1,5 Autostunden entfernt und mir blieben im Monat noch einige andere Gelegenheiten mit dem kleinen Mann aufzustehen, gemütlich zu frühstücken und den morgen zu genießen! Aber da isser wieder, der Konjunktiv 😉
Naja nach aktuell übermitteltem Plan finden die Spiele jeden Samstag statt und mehr gemeinsamer Urlaub ist nicht drin, da mein gesamter Jahresurlaub bereits in den Ferienzeiten verbraucht wird.
Moin Metrikk,
wo ist Dein Problem?
Hallo Thomas,
mein Problem habe ich oben bereits geschildert.
Mir ist bewusst, dass ich im vergleich zu Vielen hier ein Luxusproblem habe, jedoch kannst du deinen Vorschlag die Umgangszeiten derart zu reduzieren nicht ernst meinen oder?
Im Nachhinein hätte ich statt Fußball vielleicht eine bei vielen weniger beliebte Sportart nennen sollen. Im Vergleich zu anderen Themen hier, in denen es um Tanzen/Schwimmen geht. Hier scheint bei manchen die Meinung an die Sportart geknüpft zu sein :exclam:
Doch das meine ich Ernst. Wenn Dir das wirklich zu viele Kilometer sind, was ich gut nachvollziehen kann, dann würde ich diesen Abstrich machen. Muss ja nicht Jede Woche sein. Das wäre auf jeden Fall eine gewisse Erleichterung für dich und du kommst deinem Jungen auch ein gutes Stück entgegen.
Und das hängt nicht von der Sportart ab, aber Fußball ist doch eine ideale Vater Sohn Freizeit.
Ich meine wirklich, dass du nicht Anspruch haben solltest, dass sich alles nach den Umgangsterminen ausrichten muss. Das lässt sich nicht immer koordinieren und Flexibilität ist eine Elterntugend. Und vielleicht kommt dir die KM ja auch mit Ausgleich entgegen.
LG Thomas
Hi,
das km-Problem verstehe ich gut. Und ich verstehe auch, dass es als getrennt lebender Elternteil extremer Mist ist, wenn man kein Mitspracherecht hatte, aber die Folgen tragen muss.
Ich würde die Entscheidung vertagen: Fahre 1-2x an den Wochenende mit ihm zum Spiel. Dann guckst Du erst mal, ob Dein Sohn wirklich so viel Interesse daran hat, mitzumachen. Dann redest Du mal mit dem Trainer, schilderst das Problem und klärst, ob ab und an ein Spiel ausfallen könnte.
In Summe schließe ich mich HoWi an. Abgesehen von der km-Problematik ist das Kind wichtig und nicht der Machtkampf zwischen Dir und KM.
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
@ Thomas:
das mit der Sportart war nicht auf dich bezogen! Sorry, blöd zitiert. Vom Grundsatz her teile ich deine Meinung aber es wäre schon ein krasser Einschnitt, zumal unserem Sohn der momentane Umgang schon zu wenig ist.
@ LBM:
So ähnlich hatte ich es mir auch vorgenommen. Ich denke eine "Entscheidung" muss ich eigentlich auch nicht treffen. Ich werde mit dem Trainier sprechen und auf jeden Fall versuchen hin und wieder einen Samstagstermin warzunehmen. Nur werde ich mich nicht dazu "verpflichten" dafür zu sorgen, dass der Kleine bei jedem Termin anwesend ist. Zumal es ja auch vorkommt, dass wir für das Wochenende Pläne haben, etwas dazwischen kommt (Krankheit, Geburtstage, etc.).
Danke für eure Meinungen
Moin.
Das Thema kommt immer wieder... Und so ne richtige Standardantwort gibt es nicht...
Naja, es ist nicht so als hätte ich da viel Mitspracherecht.
Im Prinzip hast Du schon volles Mitspracherecht, was an Deinen UmgangsWEs und -tagen gemacht wird: Nämlich das was Du willst und umsetzen kannst. PUNKT!
ABER: Klar ist ja, das der Umgang auch im Sinne des Kindes sein soll - und ob man sich als Umgangsvater sonderlich beliebt macht, wenn man an den UmgangsWE anderen Aktivitäten einen Riegel vor schiebt, weil Vater geht vor?? Nicht falsch verstehen, Du willst ja im Grunde, dass der Junge Spaß beim FUßball hat. Und bei einer Mannschaftssportart gehört eben regelm. Training und die Spiele dazu... Nicht, dass bei 5jährigen auch mal ein Spiel versäumt werden kann. Aber das ist schwer dem Kleinen zu vermitteln...
Wenn der Kleine Spaß beim Fußball hat, dann würde ich ihn da fördern. Mal mitgehen zum Spiel, an anderen WE versuchen den Umgang zu tauschen, mal kann ein Spiel auch ausfallen (nach Absprache mit Trainern, Kind und KM) und vielleicht muss auch mal der Umgang ausfallen, etwas kürzer sein, wenn Du es gar nicht organisert kriegst...
Solltest Du aber das Gefühl haben, dass der Junge von der KM zum Fußball geschickt wurde, weil damit maximal viel Dir der Umgang erschwert wird, dann sähe es anders aus. Aber Fußball bei Jungs in dem Alter ist ja nun nicht so ungewöhnlich... Ich würde der Sache eher auf den Grund gehen, wenn genau an Deinen Umgangstagen der Junge zum Leistungsballett gehen muss... 😉
Gruß, toto
Hi,
aus genau diesem Grund habe ich meinen Söhnen jahrelang verboten Fußball zu spielen, inzwischen spielen sie aber auch....
Bei uns ist das so, dass erst mal ein Block von vielleicht 8 Spielen ist und dann ist wieder ne Pause, dann wieder ein Block mit mehreren Spielen.
Und da würden dich also nur die Hälfte der Termine treffen. Wenn du dann die Hälfte dieser Termine mitmachst und die andere Hälfte ausfallen lässt,
denke ich das müsste gehen.
Unser Trainer findet es gar nicht schlecht wenn an jedem Spieltag ein paar Kinder fehlen, logischerweise mit Abmeldung und Koordination. Aber
sonst hat er einfach zu viele Kinder und die sitzen dauernd auf der Bank. Also klär das auf jeden Fall mit dem Trainer ab.
Der Gedanke, dann den Umgangsrhythmus zu verschieben ist ebenfalls nicht blöd. An Wochenenden mit Spielen Samstag morgen holen, zum Spiel fahren, danach heim und dann Dienstag morgen wieder zur KM, oder zum Kiga?
Vielleicht probierst du mal kreativ rum, auch mit dem Wochentag in der anderen Woche, vielleicht den verlegen und dafür das Wochenende verlänger? Oder aufgeben und dafür extra Wochenden?
Eine Umgangsregelung ist immer so gut wie ihr als Eltern gemeinsam kreativ seid, also denk ruhig mal "verrückt".
Prinzipiell solltet ihr aber nochmal drüber reden, dass nichts geplant werden kann das in deine Umgangszeit hinein Auswirkungen hat ohne dich vorher ausreichend zu informieren und zu fragen ob dir das passt.
Natürlich ist das immer wieder eine Gratwanderung, vor allem weil die Kinder ja auch Wünsche haben was sie in ihrer Freizeit so machen möchten und man ihnen da ja auch nicht alles verbieten mag.
LG
Nadda
das mit der Sportart war nicht auf dich bezogen! Sorry, blöd zitiert.
Vom Grundsatz her teile ich deine Meinung aber es wäre schon ein krasser Einschnitt, zumal unserem Sohn der momentane Umgang schon zu wenig ist.
Moin Metrikk,
Kein Problem. Bin nun auch nicht gerade Fußball besessen.
Dass dein Sohn sich mehr Umgang wünscht wäre doch mal ein Thema "behutsam" mit der KM zu besprechen (ohne gleich mit Forderungen anzukommen oder diesen Eindruck zu vermitteln).
Vielleicht sich einfach mal Gedanken machen, ob und wie dass für alle Beteiligten eventuell flexibler bzw. angenehmer gehandhabt werden kann. Regelmäßige Umgangstermine zu fest vereinbarten Zeiten machen schon ihren Sinn. Daran muss sich auch grundsätzlich nichts ändern. Doch gibt es halt Anlässe, wie zB bei dir jetzt die Fußbaldgeschichte, da machen Anpassungen schon im Interesse aller Beteiligten auch Sinn.
Das bedeutet ja auch nicht gleich, die ganze Umgangsregelung über den Haufen zu werfen. Eine elterliche Einigung steht da immer drüber. Wie gesagt, Flexibilität ist eine Elterntugend.
LG Thomas
Hallo,
das Problem bei dir ist ja die Entfernung. Und Fußballspiele haben eine bestimmte Saisonzeit. Evtl. ist es eine Möglichkeit, dass du - wenn Spielsaison ist - verkürzten Umgang wahrnimmst, erst ab Samstag mittag. Du kannst ihn ja dann beim Spiel abholen und noch zuschauen. Und im Gegenzug erhältst du bestimmte zusätzliche Wochenenden von der KM außerhalb der Saisonzeiten.
Im Handball läuft die Saison von September bis März/April. Im Fußball ist doch auch noch Winterpause.
Die zusätzlichen Wochenenden sind dann aber komplette; sprich wegen 2/3 verspäteten Umgängen ein zusätzliches.
Dann bleiben noch die Fahrtkosten, aber dafür hast du deinen Sohn öfter.
Sophie
