Dienstag ist Gerich...
 
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Dienstag ist Gerichtstermin und ich suche noch die richtige Umgangsform

 
(@vater_von_zwei)
Schon was gesagt Registriert

Hallo zusammen,
das hier scheint ja ein richtig aktives Forum zu sein... Deswegen freue ich mich schon auf Antworten von Euch...
Kurz zu meiner Situation:
Habe zwei Töchter (6 / 10) und lebe jetzt seit Anfang August auch endlich räumlich getrennt von Nochfrau. Da sie offensichtlich Probleme mit Alkohol hat und von daher in meinen Augen den Kindern nicht zuverlässig eine Routine ermöglichen kann, habe ich zugestimmt, dass ich bis zum Gerichtstermin die Woche der Kinder gestalte und sie die Kinder am WE (Do. 16:00h - So 16:00h) betreuen kann. Die Kinder sind schließlich gerade in ihre neuen Schulen (1. Kl. / 5. Kl. Gym) gekommen und da war es mir wichtig, dass es da nicht noch zusätzliches Chaos gibt. Jetzt gab es schon 2x Probleme bei der Abholung der Kinder von Schule unter Obhut der Frau.
Fampsych. Gutachten empfiehlt, das ABR auf mich zu übertragen aber trotzdem 50:50, da meine Noch-Nicht-Ex vermutlich psych. Probleme hat. Hatten jetzt Anhörung der Kids beim Richter, wo die Ältere geäussert hat, unter Alkoholeinfluss von KM geschlagen worden zu sein. Das musste ich leider veranlassen, da KM diese von mir geschilderten Vorgänge immer verneint hat und völlig umgedreht darstellt. Einweisung ist auch nach Selbstmorddrohung vor den Kindern nicht veranlasst worden!
Wenn KM nicht unter Alkoholeinfluss steht, ist sie eine gute Mutter! Ich möchte auch den Umgang mit der Mutter, weiß nur nicht, welches Modell ich vorschlagen kann. Meine Idee war folgende:
Mo - Fr 07:00h (schulbeginn) Vater
Fr. 07:00h - Sa. 20:00h Mutter
Sa. 20:00h - Fr. 20:00h Vater
Fr. 20:00h - Mo 07:00 Mutter und wieder von vorne.
So hätte jeder ein bisschen was von jedem WE aber die Kinder hätten in der Woche eine konsequente Routine.
Hat jemand von Euch ein ähnliches Modell oder bessere Ideen? Die 50:50 Idee halte ich nicht für praktikabel, vor allem da ich Angst haben muss, dass die Kinder morgens verschlafen und auch sonstige Termine nicht eingehalten werden. Die gewalttätigen Ausfälle mal außen vor, da sie sich in den letzten Tagen offenbar etwas beruhigt hat...
Vielen Dank für Eure Antworten!


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 20.09.2008 15:08
Lausebackesmama
(@lausebackesmama)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallo Vater von zwei,

willkommen hier bei VS.

Ich kenne Dein Problem gut, denn der Vater meines Sohnes ist auch Alkoholiker. Deine Frau schein ja zur Zeit nass zu sein. In meinen Augen ist ein Wechselmodell so lange keine Lösung. Für einen erwachsenen Menschen ist es schon sehr schwer, mit einem alkoholisierten Menschen umzugehen. Man rutscht da sehr schnell in eine Co-Abhängigkeitsfalle. Für Kinder ist das meiner Meinung nach viel schlimmer, weil das natürlich "Elternteil-sorgt-für-Kind"-Modell sehr schnell umschlägt in "Kind-trägt-für-Elternteil-Verantwortung". Kinder übernehmen das dann sehr schnell bei der künftigen Auswahl ihrer eigenen Partner. (Und andere psychische Probleme)

Ob sich das Verhalten in den letzten Tagen beruhigt hat, ist völlig irrelevant, so lange sie nass ist. Ehrlich gesagt gefällt mir Dein Vorschlag nicht. Der sollte so aussehen, dass sie sich jetzt konsequent in Therapie begibt, bevor an ein Wechselmodell oder ähnliche Regelungen zu denken ist. Die Kinder sind zwar in dem Alter, dass man ihnen Mamas Krankheit erklären kann, nicht aber, sie allein auszuhalten.

Für Dein Problem gibt es keine andere, keine gute Lösung. Mein Ex hat unseren Sohn auch öfters gefährdet, daher hat er zwei Alternativen. Die erste ist: Umgang unter "meiner Fuchtel" oder er geht zum JA und lässt sich dort einen Termin geben für ein Gespräch zu dritt und für die Erarbeitung einer Umgangsregelung bzw. zu einer Empfehlung. Mein Ex hatte direkt nach einer Rehamaßnahme direkt am Tag danach wieder getrunken. Da kann ich nicht unbegleitet ein Kind hingeben.

Übrigens: Du wirst so oder so die A*schkarte haben: Lässt Du die Kinder unbeaufsichtigt bei ihr und es passiert was, bist Du der Idiot, weil DU hättest es doch kommen sehen müssen. Tust Du es nicht, bist Du der Umgangsboykottierer. Du musst Dir von den A*schkarten die aussuchen, mit der Du am besten umgehen kannst.

LG LBM

PS:

Wenn KM nicht unter Alkoholeinfluss steht, ist sie eine gute Mutter! Ich möchte auch den Umgang mit der Mutter, weiß nur nicht, welches Modell ich vorschlagen kann.

Ein guter Vater ist der Vater meines Sohnes auch. Wenn er nicht trinkt. Aber dieses WENN ist eben sehr, sehr groß.


‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."

AntwortZitat
Geschrieben : 20.09.2008 15:39
(@furbie30)
Nicht wegzudenken Registriert

Hallo
Ich schliesse mich LBM an es nützt euren Kindern absolut nichts, wenn sie zwar hälfitg von dir und deiner Ex Betreut werden, nur unter welchen Vorrausetztungen?
Die grosse ist auf dem Gymi muss somit viel lernen um am Ball zu bleiben und die kleine ist gerade in der 1. Klasse wo sie noch viel Hilfestellung und aufmerksamkeit braucht.
So lange die Mutter wirklich trinkt, würde ich kein Wechselmodel zustimmen an deiner stelle, versuche es dem Richter vernünftig zu erklären. Auch solltest du daran denken, sobald ein Aolkoholkrnaker keinen Alkohol mehr hat, wird er sehr Agressiv und tut dann dinge die er nicht mal kontrollieren kann.

Lg


AntwortZitat
Geschrieben : 20.09.2008 16:17
(@vater_von_zwei)
Schon was gesagt Registriert

Hallo nochmal,
erstmal viele Dank für die schnellen Antworten.
Es ist im Moment halt sehr schwierig, festzustellen, ob sie tatsächlich Alki ist oder nicht, da sie es ja ohne weiteres schafft, auch tagelang ohne Alk auszukommen, in Stresssituationen, die ja mit Kindern leicht auftreten können, ist das aber offensichtlich immer die erste Alternative. Ich habe ihr letzte Woche bei der Einschulung den Umgang mit der Kleinen verweigert, nachdem sie sich beim "Belohnungspizzaessen" gleich wieder mittags ein Bier bestellte. Nachdem ich ihr klar gemacht hatte, dass sie mit den Kindern nichts zu tun hat, wenn sie trinkt, hat sie sich am folgenden WE auch drangehalten, nach Aussagen der Großen. Auch diese WE scheint es bisher gut zu gehen. Aber klar, ich kann den Kindern nicht die Verantwortung überlassen, mich zu informieren, wenn Mama trinkt, dennschließlich sollen die bei der Mutter nicht Polizei spielen. Also hoffe ich einfach mal, dass der Richter ihr aufträgt, ihren Alk-Konsum zu minimieren bzw. in Therapie zu gehen. Die Frage ist halt, ob er mir ansonsten den vollen Umgang mit den Kindern gewährt, was auf der einen Seite natürlich mein Traum wäre, auf der anderen brauchen die Kinder aber ja auch ihre Mutter mal ganz generell gesprochen (natürlich nicht unter Alk-Einfluß).
Was für Umgangskonzepte funktionieren für Euch ansonsten am besten, wenn man mal von dem Trink-Problem absieht. Ich möchte irgendwie mit einem tragbaren Konzept erscheinen können für die Zeit, wenn sich die oben geschilderte Problematik evtl. erledigt hat.
danke
Gruß


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 20.09.2008 20:33
Lausebackesmama
(@lausebackesmama)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallo VvZ,

Du musst Dich davon frei machen, dass ein Alkoholiker jeden Tag trinken muss. Problematisch ist vielmehr ihr Umgang mit dem Alkohol an sich. Ob sie dann ein Pegeltrinker, Quartalstrinker ist oder sonst was, ist egal. Und der Richter wird ihr ganz sicher nicht auftragen, den Alkoholkonsum zu mindern und darf auch keine Therapie anordnen. Das wäre ein Eingriff in ihre Persönlichkeitsrechte.

Ich habe dir eine PN geschrieben.

LG LBM


‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."

AntwortZitat
Geschrieben : 20.09.2008 20:41
DeepThought
(@deepthought)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Moin,

ich kapiere immer wieder nicht, aus welchem Grunde diese Heiligsprechung erfolgt. Deine Ex ist eine Säuferin und du hältst ihr den Hintern hoch. Das ist nicht deine Aufgabe. Will sie untergehen, dann tut sie das. Früher, wenn du nicht mehr Arzt spielst, später, wenn du eben dies machst.

Um nicht falsch verstanden zu werden: Ich bin für den Erhalt der Elternschaft. Auch mit entsprechendem Aufwand. Allerdings nicht, wenn dies mit Gefahren für die Kinder verbunden ist. Und die Sauferei deiner Ex ist ja identifiziert und bekannt.

Das Gericht kann eine Therapie nicht anordnen; hierzu fehlt es im Rahmen der Familiengerichtsbarkeit an rechtlicher Handhabe.

DeepThought


Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!

AntwortZitat
Geschrieben : 20.09.2008 20:43
(@vater_von_zwei)
Schon was gesagt Registriert

Uiui,
Ihr seid hart aber fair... Ok, Ihr habt ja Recht. Ich hoffe, dass der Richter es genauso sieht. Schließlich ist ja schon so einiges auch polizeilich bekannt und auch bei einer Psychiaterin wurde der Alkohol und Drogenmissbrauch vor ca. 2 Jahren mal festgestellt, als sie dahin gegangen ist. Die Therapie hat sie allerdings damals nach 2 Besuchen abgebrochen.
Wie auch immer, jetzt will ich mal das Beste für die Mädels hoffen, dass ich sie morgen wieder ohne weiteren Psychokrieg in Empfang nehmen kann und dass am Dienstag alles glatt läuft.
Werde spätestens dann berichten.
Gruß


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 21.09.2008 02:06
(@vater_von_zwei)
Schon was gesagt Registriert

Hallo,
ich hatte ja versprochen, dass ich mich nochmal melde, um zu erzählen, wie es weitergeht. Der Richter hat sich total beschissen verhalten. Da wir bis zu dem Gerichtstermin eine Regelung hatten, die 2 Wochen mehr oder weniger funktioniert hat, musste das so weitergehen und wir solletn zur Caritas gehen, um unseren Konflikt zu lösen. Will heißen, die Kinder sind So (abend) - Do (früh) bei mir und das verlängerte WE bei ihr. Der Richter meinte, ich solle doch nicht alles zerreden, sondern sehen, was funktioniert. Von wegen... Bei der Caritas hat sie nun gestern sich total stur gestellt, wollte nicht von der Regelung abweichen, der Psychologe da sieht das aber ganz anders, von daher habe ich jetzt wieder Hoffnung. Im empfinde es einfach als total ungerecht, dass ich die Arbeit und sie das Vergnügen mit den Kindern hat. Ich habe nie Kinder bei mir zum Spielen, da meine beiden um 16:30 h zu Hause sind und ich auch bis dahin arbeiten muss. An den WE sind sie bei der KM.
Hoffe, dass es jetzt einigermaßen schnell geht und der Richter diese beschissene Regelung abschafft.
Na ja, die hoffnung stirbt zuletzt, habe aber das Gefühl, dass ich dabei ziemlich draufgehe. So in Nervenkrieg, es ist zum Kotzen! Hat jemand gute Erfahrung mit Beratungsstellen oder so?
Gruß
Vvz


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 22.10.2008 00:53
(@oldie)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hi Vater_von_zei

Mal neugierig fragen tu: Wie sehen es eigentlich die Kinder: wie verhalten sie sich vor und nach dem verl. WE, was sagen sie bei einem zwanglosen Plausch, wie stehen sie zu ihrer Mutter? Direktes Nachfragen deinerseits zählt nicht da Loyalitätskonflikt.

Gruss oldie


Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.

AntwortZitat
Geschrieben : 22.10.2008 01:04
(@vater_von_zwei)
Schon was gesagt Registriert

Hallo Oldie,
das ist auch ein schweres Thema, die Große hat mir nämlich gesagt, dass sie die jetzige Regelung eigentlich ganz ok findet und mein Vorschlag der KM gegenüber ungerecht wäre. Mein Vorschlag lautet: So 18:00 - Fr Schulbeginn bei mir + jedes 3. WE komplett (inkl Freitag / Samstag), KM Fr. Schulende - So. 18:00.
Zudem evtl. Umgang KM an einem Nachmittag. Ich finde das sehr fair und fast zu viel Umgang für sie in Anbetracht der ganzen Vorgeschichte mit Alkohol etc. aber sie hat sich in der letzten Zeit ziemlich gefangen und die Kids ahben Spaß bei ihr. Sie sorgt für gute Integration (sind gerade hierher gezogen), die ich aber aus rein zeitlichen Gründen nicht bieten kann, da die Kids ja am WE nie bei mir sind, wenn sie mit anderen spielen könnten. Meine Tochter ist bei der Sache sehr ausgleichend, muss ich dazu sagen und ich weiß auch nicht, in wieweit sie eine Regelung, die die KM nun etwas eher "benachteiligt", deswegen ablehnt, weil sie Wutausbrüche der Mutter befürchten muss. Meine Große hat nämlich jedes Mal einen Horror, wenn KM weiß, dass die Kinder bald wieder die Oma sehen etc.Dann wird sie in stundenlange Gespräche verwickelt, wie beschissen die Großeltern sind etc.
Deswegen ist die Aussage der Großen kaum zu bewerten, die Aussage der Kleinen (6) ist noch sehr undifferenziert. Kann auch kaum von den Kindern was anderes erwarten, denn sie haben so viel Sch.. miterleben müssen da will ich sie nicht dauernd mit solchen Gesprächen belasten. Kann wohl kaum verlangen, dass die beiden eine Entscheidung fällen, die Erwachsene nicht hinkriegen.
Trotzdem will ich natürlich nicht meinen Willen aus verletztem Stolz oder so durchdrücken, es soll und muss um das Wohl der Kinder gehen. Und das ist so schwierig zu bewerten, da auch so viel Angst vor der Mutter mitspielt, die die Kinder nicht äußern können, da sie ja mit der Mutter weiter leben müssen - zumindest hin und wieder. Sie hat die Große vor allem schon als "Verräterin" hingestellt, besonders, nachdem im Gutachten stand, sie würde eher zu mir ziehen wollen. Jetzt will sie natürlich keine Partei mehr ergreifen schon gar nicht zum Nachteil der Mutter. Also wird sie auch diese Episode niemandem erzählen und ich habe dafür keine Belege oder Zeugen.
Wie ich jetzt hier im Forum lese, sollte ich insgesamt vielleicht auch mit härteren Bandagen kämpfen und nicht so weitgehende Kompromisse anbieten. Mal sehen, was mein RA zu den letzten Vorkommnissen sagt.
Gruß
Vvz


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 22.10.2008 01:27




(@vater_von_zwei)
Schon was gesagt Registriert

Nochmal was... Wie es aussieht, wird es auf ein Wechselmodell hinauslaufen, da die Alkoholprobleme der KM anscheinend nicht ausreichend relevant sind. Offensichtlich hat es in den letzten Wochen auch echt eine Beruhigung gegeben und es ist (Gott sei Dank!) nichts negatives mehr passiert. Wer hat eine gute idee für ein Wechselmodell? Haltet Ihr meine Idee für praktikabel? Wird ein Richter nach dem jetzigen Modell dem wechselseitigen WE-Umgang noch zustimmen?


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 22.10.2008 01:33