Auch hier bin ich mir nicht sicher wo das Thema hingehört....
Meine Frau hat glücklicherweise zugestimmt das wir zu einer Eheberatung gehen.
Alleine das gibt mir natürlich die Hoffnung das Sie (zumindest Mittelfristig) wohl doch noch nicht 100% mit mir abgehackt hat.
Hat den jemand Erfahrungen/Tipps zu Therapien und eventuellem Neuanfang?
Mit Sicherheit ist kurzfristig alles zu emotional, aber eben vielleicht in paar Wochen/Monaten (im April bekommt sie ja erst unser zweites Kind).
Macht es überhaupt Sinn JETZT (wo ich gerade 5 Tage ausgezogen bin, und beide VOLLER emotionen stecken) zu einer Therapeutin zusammen zu gehen?
Falls jemand mehr Hintergrundwissen möchte, hier die ganze Geschichte:
http://www.vatersein.de/Forum-topic-21432.html
moinsen robbie,
ich hab, wie so einige andere auch, Erfahrung mit so was.
Geh / geht erst mal hin und warte ab.
Du wirst erstens erkennen, mit welcher Intention Deine DEf bereit ist mit Dir dort hinzugehen und zweitens feststellen, ob es DIR helfen kann/wird oder nicht.
Und behalte bitte schon mal im Hinterkopf:
Eine Eheberatung kann als Eheberatung starten und als Trennungsberatung weitergehen!
grüßle
jo
Eine Eheberatung kann als Eheberatung starten und als Trennungsberatung weitergehen!
Man sollte aber auch immer ein Auge darauf haben, dass es nicht für den einen, das eine, und für den anderen das andere ist.
Dann geht es mit Sicherheit schief.
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
Man sollte aber auch immer ein Auge darauf haben, dass es nicht für den einen, das eine, und für den anderen das andere ist.
Dann geht es mit Sicherheit schief.
absolut. genau DAS ist natürlich auch meine sorge, das da unterschiedliche Interessen dahinterstecken.
Dann wäre die Sache ja wirklich sinnlos. Aber ich denke zu verlieren hat man ja nix dort.
Oder ob es ein Unterschied machen könnte JETZT wo sie ziemlich (eigentlich wirklich grundlos) aufgebracht ist gegen mich,
oder ob es besser ist paar Tage/Wochen erst vergehen zu lassen, und DANN die beratung aufsuchen?
oder mache ich mir einfach zu viel gedanken, und es ist schlicht wurscht wann?
oder mache ich mir einfach zu viel gedanken, und es ist schlicht wurscht wann?
So würde ich es sehen.
Verliert keine Zeit und geht gleich da hin. Es müssen doch nicht erst noch mehr ungute Tage vergehen.
Und ob ihr mit unterschiedlichen Ansätzen dort loslegt oder nicht, sollte ein guter Therapeut schnell erkennen und mit euch abklären.
Ansonsten kannst Du das Thema ja zur Sprache bringen.
Gruß, Michael
sol lucet omnibus - die Sonne scheint für alle
Servus Robbie!
Ich würde mir mal weniger Gedanken machen.
Deine Frau hat zugestimmt, könnte ja ein Funken Hoffnung sein.
Wenn die Therapie bzw. der/die Therapeut(in) gut ist, wird bald rausgefunden werden, ob es für eine gemeinsame Zukunft noch ein tragfähiges Fundament gibt.
Bis dahin solltest Du für Dich selbst ehrlich (!!) rausfinden, ob nach all den Vorkomnissen Du Dir vorstellen kannst, mit Deiner Frau dennoch gemeinsam alt werden zu wollen...
Grüßung
Marco
Mit einem Lächeln zeigst Du auch Zähne!
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Ob ein Vorhaben gelingt, erfährst Du nicht durch Nachdenken sondern durch Handeln!
danke euch für die vielen tipps...
ja marco, ich frage mich manchmal: will ich das noch mit ihr?
aber ich liebe meine tochter so unbeschreiblich, ich würde den rest meines lebens schon DESHALB bei meiner frau verbringen - auch wenn das natürlich keine Basis ist.
das mit dem "guten" Therapeuten ist natürlich mein aktuell grossen problem. welchen? eine kostenfrei beratungsstelle? (nicht des geldes wegen).
oder muss es überhaupt ein klassischer Therapeut sein? Meine Eltern kennen von einem Paar eine Eheberaterin, die ist aber offensichtlich keine ausgebildete Psychologin. Bei denen hats wohl trotzdem was gebracht. Bin einfach total unsicher. Denke die Wahl des Theraupeuten/Beraterin kann teilweise das Entseidende sein.
Servus Robbie!
aber ich liebe meine tochter so unbeschreiblich, ich würde den rest meines lebens schon DESHALB bei meiner frau verbringen - auch wenn das natürlich keine Basis ist.
DAS wäre des verkehrteste, was Du machen kannst. Du sollst glücklich sein (mit jetziger, mit zukünftiger oder ohne Frau), damit Du in allen Belangen für Tochter Papa sein kannst/darfst.
Bevor Du Dich versiehst, zieht sich Tochter möglicherweise einen Schuh an, auf dem steht "Papa ist aus Liebe zu mir unglücklich mit Mama!". Dieser Schuh ist überhaupt nicht für sie konzipiert, sei also vorsichtig!
Grüßung
Marco
Mit einem Lächeln zeigst Du auch Zähne!
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Ob ein Vorhaben gelingt, erfährst Du nicht durch Nachdenken sondern durch Handeln!
Moin robbie,
selbst der beste Therapeut ist kein Zauberer: Er kann Wege und Kommunikationsbarrieren aufzeigen - aber gehen müssen die Beteiligten diese Wege schon selbst. Es macht auch keinen Sinn, mit einer bestimmten Vorgabe eine solche Therapie zu beginnen ("...das soll meine Ehe retten..." oder "...der soll meiner Frau mal zeigen, was sie alles falsch macht..."), denn zu einer Ehe kann man weder vor ihrem Beginn noch nach ihrem Ende jemanden überreden; das muss Deine Noch-Frau schon von sich aus wollen.
Möglicherweise kommt bei einer solchen Therapie auch nur heraus, dass Eure Ehe am Ende ist, aber dass Ihr es schaffen könnt, auch als getrennte Eltern eine verantwortungsvolle Kommunikationsbasis zu pflegen. Und auch das wäre ein gutes Ergebnis im Interesse Eures Kindes.
Richtig erkannt hast Du:
aber ich liebe meine tochter so unbeschreiblich, ich würde den rest meines lebens schon DESHALB bei meiner frau verbringen - auch wenn das natürlich keine Basis ist.
eine solche Scheinehe wäre nämlich die Hölle für Eure Tochter; sie würde das Theater sehr schnell bemerken, was Ihr ihretwegen veranstaltet. Und sie würde sich deswegen schuldig an Eurem Unglück fühlen.
"Der Kinder wegen zusammenbleiben" sagt sich leicht und klingt selbstlos und heroisch; aber überlege Dir einfach mal die praktische Ausgestaltung: Würdest Du deshalb auch auf die Zuwendung einer liebenden Partnerin verzichten? Hättest Du das Recht, dasselbe von Deiner Frau zu verlangen, nur weil ihr des Kindes wegen noch zusammenwohnt? Würdet Ihr freundlich miteinander umgehen - oder doch eher wie Hund und Katze? Wie würdet Ihr praktisch damit umgehen, dass der jeweils andere einen neuen Partner hat?
Euer Ziel muss es sein, Eurem Kind beide Eltern bestmöglich zu erhalten; beispielsweise über ein Wechselmodell und respektvollen Umgang miteinander. DAS brauchen Kinder. Ob ihre Eltern täglich unter einem Dach wohnen ist dagegen nicht von überragender Bedeutung.
Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Hi robbie
ich habe deine Geschichte gelesen und habe den Eindruck dass es eine vorübergehende Störung sein könnte, ausgelöst durch die Schwangerschaft, die Ängste wegen der Diagnose usw. Genau das könnte aber so eine Ehetherapie herausfinden, und wege aufzeiegen, wie es doch noch möglich ist, wieder zusammenzukommen. Setzt sicher den Willen und die Bereitschaft, an sich zu arbeiten, Fehler zuzugeben und etwas besser machen zu wollen, voraus. Und zwar auf beiden Seiten.
Nur wegen der Tochter allein die Ehe fortzusetzen wäre der falsche Weg (meine Meinung).
Vor einer Trennung jedoch alles zu versuchen, doch noch gemeinsame Wege zu finden, finde ich gut und richtig.
ligr ginnie
Durch Nachsicht setzt man der Gewalt kein Ende: damit bestärkt man die Gegner nur in der Gewissheit, sie hätten es mit einem Schwächling zu tun, der leicht zu bezwingen ist
"Der Kinder wegen zusammenbleiben" sagt sich leicht und klingt selbstlos und heroisch; aber überlege Dir einfach mal die praktische Ausgestaltung: Würdest Du deshalb auch auf die Zuwendung einer liebenden Partnerin verzichten? Hättest Du das Recht, dasselbe von Deiner Frau zu verlangen, nur weil ihr des Kindes wegen noch zusammenwohnt? Würdet Ihr freundlich miteinander umgehen - oder doch eher wie Hund und Katze? Wie würdet Ihr praktisch damit umgehen, dass der jeweils andere einen neuen Partner hat?
Euer Ziel muss es sein, Eurem Kind beide Eltern bestmöglich zu erhalten; beispielsweise über ein Wechselmodell und respektvollen Umgang miteinander. DAS brauchen Kinder. Ob ihre Eltern täglich unter einem Dach wohnen ist dagegen nicht von überragender Bedeutung.
Grüssles
Martin
Sorry aber neueste Studien sprechen eine andere Sprache. Kinder brauchen keine glücklichen Eltern, sondern eine intakte Familie, in der die Eltern Konflikte insbesondere im Hinblick auf die Kinder erfolgreich lösen können ! Gut hier nachzulesen
http://www.noz.de/lokales/13313825/neue-scheidungskultur-gefordert
http://www.sueddeutsche.de/kultur/trennung-gute-scheidung-schlechte-scheidung-1.892123
http://www.trennung-forum.de/wp/?p=202
Es kann keiner in die Zukunft schauen. Vielleicht seit ihr in ein paar Monaten doch wieder glücklich miteinander. Klar werden wieder Krisen kommen, aber dann habt ihr zumindestens schonmal aus euren gemachten Fehlern gelernt. Ich finde den Schritt zur Ehetherapie gut!
Man sollte alles versuchen bevor man den endgültigen Schritt zur Scheidung erwägt !
Das was wir unseren Kindern antun, werden sie unserer Gesellschaft antun. (Judith S.Wallerstein)
Servus,
Danke für die Links Mateusz. Aber ich lese daraus nicht die intakte Familie, sondern eine intakte Situation für das Kind heraus. Und die Hoffnung, dass die Erwachsenen dazu in der Lage sind, sich auch wie Erwachsene zu benehmen und nicht wie beleidigte Kleinkinder im Sandkasten.
'"'Wünschen sich getrennt Lebende einen klaren Neuanfang, so ist es für die Kinder wichtig, möglichst viel Kontinuität zu ihrem vorherigen Alltag zu erfahren.'"' Dies bedeute aus der Sicht des Kindes nach Möglichkeit keinen Wohnortwechsel, keinen Schulwechsel, Erhalt der sozialen Umgebung mit Großeltern, Freunden, Verwandten usw. Untersuchungen, aus denen der Referent zitierte, zeigen, was Kinder sich wünschen, nämlich möglichst wenig Veränderung. '"'Was spricht dagegen, den nicht sorgeberechtigten Elternteil bei der Übergabe kurz zu einer Tasse Kaffee einzuladen, um dem Kind zu signalisieren, wir bleiben beide Eltern?'"', fragte der Referent.
Die Kinder bräuchten Eltern, '"'die so selbstlos, einfühlsam, geduldig und verwöhnend sind, wie sie es bisher noch nie sein mussten'"'. Oft werde das Kind aber bei Scheidung oder Trennung als '"'Art des menschlichen Zugewinns betrachtet'"'. Wie anders sei es denkbar, so der Referent, dass in jeder anderen Krisensituation Eltern instinktiv zuerst ihre Kinder in Sicherheit bringen, in der Scheidungs- oder Trennungssituation aber die Kinder höchsten Stresssituationen (Mitnahme, willkürlich verhängte Kontaktsperre, erzwungene Umgangsboykotte) ausgesetzt werden?
Für das Kind entscheidend sei, dass die Eltern akzeptierten, dass es nach der Trennung zwei Zuhause habe und '"'nicht bei dem Elternteil, mit dem es weniger Zeit verbringt, nur zu Gast sein darf'"'. Wenn sich aber die Eltern im Kampf um ihre Rechte und Privilegien weiter verstrickten, setze sich für die Kinder die Erfahrung fort, es gehe nicht um sie. Jedes Kind habe Anspruch auf regelmäßige persönliche Beziehungen und direkten Kontakt zu beiden Elternteilen.
Gruß, Michael
sol lucet omnibus - die Sonne scheint für alle
ich habe deine Geschichte gelesen und habe den Eindruck dass es eine vorübergehende Störung sein könnte, ausgelöst durch die Schwangerschaft, die Ängste wegen der Diagnose usw.
viele (Freunde, Eltern) sind eben geschockt über die Trennung und sagen auch das wegen der Schwangerschaft. Sie selber meint das kann durchaus eine Rolle spielen, hat aber einfach nur bewirkt das sie das tut was sie sich schon länger nicht traute. Sie ist unheimlich selbstbewusst und stark seit paar wochen, zielstrebig, dinge die sie vom naturell nicht ist. ich habe mir schon überlegt mit Ihrem Frauenarzt kontakt aufzunehme (Er ist auch ein entfernter Bekannter Ihrer Familie, einen Frauenarzt den ich zwischenmenschlich sehr schätze). Das mit ihm mal besprechen. Habe aber sorgen das der Schuss nach hinten los geht wenn sie davon erfährt.
ich habe mir schon überlegt mit Ihrem Frauenarzt kontakt aufzunehme
Lass so etwas bleiben!
Bringt eh nichts, weil er sich einfach auf seine Schweigepflicht berufen wird und Du deshalb nichts von ihm erfahren wirst.
Da kannst Du genauso im Internet bei Tante Gockel nachsehen...
sol lucet omnibus - die Sonne scheint für alle
Servus Robbie!
Die Geschichte mit dem Frauenartzt würde ich sein lassen, zumindest ohne Zustimmung oder Wissen Deiner Frau.
Alles, was Du nun "hinter ihrem Rücken" machen würdest und sie das rausfindet, wird sich in Form von steigendem Vetrauensbverlust wiederfinden.
Unter diesen Voraussetzungen wäre eine Ehetherapie nicht unbedignt erfolgsversprechend...
Ich würde jetzt erst mal das erste oder weitere Gespräch(e) bei der Therapie abwarten.
Grüßung
Marco
Mit einem Lächeln zeigst Du auch Zähne!
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Ob ein Vorhaben gelingt, erfährst Du nicht durch Nachdenken sondern durch Handeln!
Hi, also erstmal würde ich das mit dem Arzt auch lassen, es könnte eine Eskalation zur Folge haben, und das ist dann immer so schlecht rückgängig zu machen.
Hierzu
Sie ist unheimlich selbstbewusst und stark seit paar wochen, zielstrebig, dinge die sie vom naturell nicht ist.
weiß ich erstmal nicht viel zu sagen, wenn du damit ein Problem hast dass deine Frau selbstbewusst ist und stark ist, bzw geworden ist, dann sehe ich schwarz. Denn Menschen, und auch Frauen, entwickeln sich im Laufe ihres Lebens, und gewinnen mitunter an Stärke, aufgrund der Lebnserfahrung und hier vielleicht auch aufgrund der Diagnose, die sie eben nicht verzweifeln, sondern wachsen und stark sein lässt. Kannst du so eine Frau denn auch lieben?
Also, wenn du dieses Selbstbewusstsein negativ siehst, dann sehe ich scharz, wenn du es als Chance siehst, und eine Parternschaft auf gleicher Augenhöhe wünschst, die aber eben auch Dinge verhandelbar macht, die vorher zB von ihr bedingungslos akzeptiert wurden, dann könnte die Ehetherapie der richtige Weg sein. Ihr könntet lernen auf neue art miteinander umzugehen und zu akzeptieren, dass Leben kein Stillstand ist, auch nicht bei der Persönlichkeitsentwicklung 😉
ligr ginnie
Durch Nachsicht setzt man der Gewalt kein Ende: damit bestärkt man die Gegner nur in der Gewissheit, sie hätten es mit einem Schwächling zu tun, der leicht zu bezwingen ist
ok, ihr hab mich überzeugt, ich lasse das mit dem arzt.
das mit der schweigepflicht sähe ich nicht als problem, es ginge ja darum mit ihm neutral zu besprechen was schwangerschaft alles so auslösen kann psychisch etc.,
ich denke eigentlich er würde ihr auch nix sagen, weil meine absicht ja nicht wäre "mein böse frau", sondern ob man vielleicht psychisch/hormonell einfach erst dinge bei ihr mal anschauen/überprüfen sollte.
@ginnie
um gottes willen, glaub du hast mich missverstanden. ich sagte eben nur dass sich das geändert hat sei 2-3 Monaten. Und diese zielstebigkeit entwickelt sie in die trennung, DAS stört mich natürlich, nicht die zielstebigkeit. im gegenteil, immer ermutigte ich sie mehr für sich zu tun, mal mit ner freundin abends weg, nen hobby suchen, interessen für SICH zu entwickeln, aber sie wollte nur mama sein. und so wirkt sie in den letzten monaten/jahren eben irgendwie bisschen lustlos, antriebslos, und man musste sie immer schieben bis sie endlich mal sich um nen amtsanruf etc. kümmerte. (nicht dem kind gegenüber, sie ist eine sehr liebevolle mutter!). DESHALB die erwähnung, weil sie eben seit 3 monaten so anderst ist. und jetzt erst bei der wohnungssuche für sich, die macht vorwärts, sucht wohnungen etc., power und proaktives handeln was ich niemals von ihr kannte!
mittlerweile weis ich auch das ihre mutter ihr auch druck macht, aber eher in die richtung "überleg dir, was sollen auch alle denken, wenn du mal einen findest der schlechter ist"... so zeugs halt fakt ist: wenn ihre eltern ihr druck machen zu mir zurückzukehren, das ist natürlich SEHR SEHR SEHR kontraproduktiv und verkleinert - meiner meinung nach - die chancen das alles sich einrenkt dramatisch.
Moin,
Sorry aber neueste Studien sprechen eine andere Sprache. Kinder brauchen keine glücklichen Eltern, sondern eine intakte Familie, in der die Eltern Konflikte insbesondere im Hinblick auf die Kinder erfolgreich lösen können !
dafür müssen die Eltern verantwortungs- und respektvoll miteinander umgehen, aber nicht unter einem Dach wohnen. Und wenn sie das nicht einmal als getrenntes Paar hinbekommen: Warum sollte das besser funktionieren, wenn die identischen Personen unter einem Dach wohnen und sich dort täglich wegen jeder Kleinigkeit auf den Keks gehen?
"Intakt" ist etwas ganz anderes als im gleichen Haus wohnen. Die These, dass Kinder keine glücklichen Eltern bräuchten, stammt aus der Schublade "Wunschdenken". Mal abgesehen davon, dass auch Eltern ein Recht auf (selbstbestimmtes) Glück haben, das sich dauerhaft nicht allein aus der Tatsache "ich habe Kinder" speist.
Man sollte alles versuchen bevor man den endgültigen Schritt zur Scheidung erwägt !
das hat hier noch nie jemand bestritten. Allerdings beginnt diese Uhr nicht erst zu laufen, wenn einer der Ehepartner das Wort "Trennung" ausspricht und/oder der andere die Forderung nach einer "Chance" äussert: An diesem Punkt ist oft bereits alles versucht worden und die Uhr längst abgelaufen.
Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
@ginnie
um gottes willen, glaub du hast mich missverstanden.
Na da bin ich ja froh 😉
ligr ginnie
Durch Nachsicht setzt man der Gewalt kein Ende: damit bestärkt man die Gegner nur in der Gewissheit, sie hätten es mit einem Schwächling zu tun, der leicht zu bezwingen ist
Moin,
dafür müssen die Eltern verantwortungs- und respektvoll miteinander umgehen, aber nicht unter einem Dach wohnen. Und wenn sie das nicht einmal als getrenntes Paar hinbekommen: Warum sollte das besser funktionieren, wenn die identischen Personen unter einem Dach wohnen und sich dort täglich wegen jeder Kleinigkeit auf den Keks gehen?
Sorry Martin, aber du machst es dir ein wenig zu leicht. Es funktioniert einfach nicht deine "Erwachsenensicht" auf die "Kindersicht" zu übertragen. Kinder werden durch die Trennung/Scheidung innerlich gespalten, sie leben fortan nun in zwei Welten. Dies prägt sie für ihr gesamtes Leben.
Ich weiß, dass wir bei diesem Thema nicht auf einen Nenner kommen werden, hat man ja schon im anderen Thread gesehen :wink:. Aber Eltern, die den Schritt gewagt haben Kinder in diese Welt zu setzen, haben die gottverdammte Pflicht ihr Glück hinter das ihrer Kinder zu stellen. Dies ist meine persönliche Meinung zu diesem Thema, die allerdings mittlerweile "leider" durch immer mehr Studien und Langzeiterfahrungen untermauert wird.
Ich werde meiner Tochter trotz allem versuchen ein guter Vater zu bleiben, allerdings weiß ich 100%, dass sie viele ihrer Ängste und Probleme mit "sich" ausmachen und durch die Trennung definitiv Einschränkungen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung hinnehmen wird, alleine schon dadurch, dass sie mich als Vater nicht mehr so (oft) wahrnimmt wie sie es vor der Trennung gemacht hat. Und wie wichtig ein Vater für eine Tochter, grad in der ödipalen Phase ist brauch ich glaube ich keinem zu erklären.
Und dies ist leider bei fast 95% aller Scheidungsväter so, dass sie zum Wochenendpapa degradiert wurden...
Das was wir unseren Kindern antun, werden sie unserer Gesellschaft antun. (Judith S.Wallerstein)
