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Übertragung Teilbereiche Sorgerecht von KM beantragt - müsste es umgekehrt sein?

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(@supernova)
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Moin zusammen,

ich möchte euch einmal versuchen meine Situation (halbwegs chronologisch) kurz zu erklären und würde mich über Erfahrungen/Einschätzungen zum letzten Absatz freuen.

- Kind 9 Jahre alt, anerkannte Vaterschaft, GSR, nicht verheiratet
- vor fünf Jahren meine Trennung von der KM
- Probleme bei Umgangsregelung (Kind kam nach Gutdünken der KM, Ferien oder Feitertage klappten nicht)
- von mir initiierte gemeinsame Gespräche beim JA waren erfolglos (nur Vorwürfe, keine Einigung)
- Kind mit großem Loyalitätskonflikt
- mein Antrag auf Regelung des Umgangs beim FamG; Beschluss: 14-tägig WE, hälftige Ferien, 2. hoher Feiertag, Kinderpsychologe wg. auffäligem Verhalten Kind, Mediation Eltern beim JA
- KM hält sich an keine einzige Absprache aus der Mediation
- KM unterstützt die Untersuchung beim Kinderpsychologen nicht, füllt Fragebögen teils gar nicht aus
- KM ignoriert Mitteilungen der Schule bzgl. schlechter Leistungen und fehlender Hausaufgaben - Nachfrage meinerseits bei KM, ab da keine schul. Mitteilungen mehr über KM bzw. von der Schule an mich
- mein RA schreibt Schule an, seitdem sporadisch Infos von KL
- Kind kommt (trotz Hinweis des FamG, dass Umgangswochenenden nicht hierzu da seien) mit nachzuarbeitenden Hausaufgaben mehrerer Tage zu mir
- Hinweis an die KM, dass die Bereitschaft zur Erledigung der HA der letzten 1-2 aber nicht 5-10 Tage da sei
- Gespräch mit dem Lehrer hierüber (vollstes Verständnis), auf Anraten des Lehrers Fördermaterial angeschafft
- Kind ist in schlechter körperlicher Verfassung, dauernd krank - meine Anfrage zu ärztlicher Vorsorge wird von KM ignoriert
- meinerseits Anfrage bei der Krankenkasse mit anschließenden Anfragen bei den aufgeführten Ärzten
- Kind dauerkrank, Besuch beim Kinderarzt meines Vertrauens - verschleppte Erkrankung, starke Medikamente verordnet
- Mitteilung an KM über Arztbesuch, Ablehnung der Medikamente und Therapie seitens der KM, weiterhin keine Auskünfte von der KM über Gesundheitszustand Kind
- Kind bekommt dauerhaft andere Medikamente (Nasenspray, Hustensaft, Globuli,...) mit zum Umgang und nimmt diese selbstständig, ich bekomme keine Info warum/wogegen/wie lange schon
- Umgang wird einmal in den Ferien abgebrochen, da Kind KM gegenüber am Telefon "Heimweh" äußert, KM behauptet dass ich mich nicht "richtig" um das Kind kümmere
- Umgang wird einmal in den Ferien versagt (bei geplanter Abholung), da KM nicht mit meiner "Feriengestaltung" einverstanden war
- Kind wird vor Umgangswochenenden gerne mit "Krank"-SMS abgemeldet
- Schriftlich an KM mein Hinweis auf vorläufigen Verzicht auf den Umgang in den Ferien, da seit Jahren permanent mehrere Beteiligte erst planen und dann spontan alles umplanen müssen bzw. auch Kosten (Urlaubsbuchung) entstehen
- weiterer körperlicher Abbau Kind, nach Angaben des Kindes keine altersgerechte und gesunde Ernährung (meine Einschätzung)
- Mitteilung an KM auf Ernährung zu achten (Lehrer hatte auch schon einmal darauf hingewiesen), sonst Info meinerseits an JA

Das der eingedampfte, ungefähre Ablauf. Grundsätzlich funktioniert nur der WE-Umgang einigermaßen. Kind ist sehr gerne bei mir, hat große Verlustängste ("einziger, liebster Papa"). Sobald ich aber in irgendeiner Art und Weise versuche Einfluss auf (offensichtlich) nicht optimal laufende Dinge Einfluss zu nehmen, ernte ich hasserfüllte Rückmeldungen voller Anfeindungen und schlussendlich auch Kindentzug. Außerdem werde ich für den Loyalitätskonflikt des Kindes verantwortlich gemacht.

Nun kam ein Schreiben vom RA der KM:
- Bitte eine Verzichtserklärung zum Umgang Ferien/Feiertage abzugeben um Beschluss FamG abzuändern
- Bitte auf Zustimmung der Übertragung Teilbereiche Sorgerecht (Gesundheit/Schule)
- div. Vorwürfe

Beiden "Bitten" habe ich widersprochen. Mein vorläufiger Verzicht auf die Ferien soll auch nur wirklich vorläufig sein, mit der (vielleicht naiven Hoffnung) dass Kind seine Interessen bei KM durchsetzt. Ist Kind auch schonend so erklärt worden. Kind wurde nämlich mitgeteilt, ich hätte es nicht holen wollen und war entsetzt als ich ihm die Wahrheit sagte. Kind wollte nämlich sehr gerne in den Ferien zu mir. 

Ich bin gerade ein bisschen im Zwiespalt was ich tun soll. De facto ist es so, dass in den einzelnen Bereichen der Kindererziehung/-fürsorge bei der KM ein paar Dinge im Argen liegen. Hierdurch hat das Kind soziale, schulische und gesundheitliche Probleme. Alles nicht so dramatisch wie in manchen Reality-Formaten, aber in Summe m.E. schon beunruhigend. KM lässt in keinster Weise Einfluss von außen zu. Nicht durch JA, FamG, Schule und schon gar nicht durch mich. Kind liebt KM über alles und findet die anerzogenen Verhaltensmuster und die gewohnten Umstände natürlich normal (sind es aber nicht nur subjektiv, sondern auch objektiv nicht).

Ich habe lange versucht einfach nur froh zu sein das Kind zu sehen, tolle Tage zu verbringen, es glücklich zu machen und alles andere beiseite zu schieben (da in der Vergangenheit nur Frust und Ärger beim "Einmischen" -also Nachkommen der Pflichten eines Vaters- entstanden). Jetzt mache ich mir aber doch vermehrt Sorgen und möchte einfach nicht tatenlos zusehen bzw. mir irgendwann vorwerfen müssen nichts unternommen zu haben. 

Lt. meines RA ist die Situation im Laufe der Jahre so zerfahren, dass es nur "Hop" oder "Top" gibt: SR beantragen und ganz bekommen oder ganz verlieren. M.E. habe ich genug Ansatzpunkte um eine Entscheidung zu meinen Gunsten zu erlangen, aber lt. RA ist das Risiko zu hoch und die meisten Richter würden pro KM entscheiden.

Wie denkt ihr hierüber?

Danke und Gruß!
SN


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 28.09.2015 15:26
(@supernova)
Schon was gesagt Registriert

Wo ist meine Editierfunktion hin?

Nachtrag:
Kontakt zu mir außerhalb des WE-Umgangs wird "nicht gefördert" (mit meinen Worten: unterbunden). Wenn ich anrufe sind Telefon oder AB kaputt, das Handy leer... Kind hat inzwischen Handy von KM bekommen, KM will meine Nummer nicht einspeichern (obwohl Kind das will), Kind darf das Handy auch nicht mit zu mir bringen. Der neue Partner ist abgespeichert und mit dem darf Kind kommunizieren.

SN


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 28.09.2015 15:43
(@susi64)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hallo SN,

leider bist Du nicht der einzige Fall mit diesem Themenkreis im Forum.

Aus meiner Sicht sind Deine Chancen auch gering. Die Gründe hierfür sind einfach, Du hast keinen ausreichenden Umgang mit Deinem Kind. Das Kind lebt bei KM seit nunmehr 5 Jahren. Daran etwas ändern zu wollen wird nicht einfach sein.
Hast Du einen Plan wie Du Deine Tochter betreuen kannst?

Wenn Du etwas ändern willst, dann musst Du "penetrant" sein, also auf zum JA und dort um Hilfe bitten, Sachverhalt schildern, Umgang ausweiten bzw. versuchen und erst dann vor Gericht auf Umgang(serweiterung) und Alleinsorge klagen.

Aus meiner Sicht sind die Chancen auf AS trotzdem schlecht, wenn aber eine Art Wechselmodell heraus käme wäre das schon etwas.

VG Susi

P.S. Editierfunktion ist zeitlich begrenzt.


AntwortZitat
Geschrieben : 28.09.2015 16:01
(@krishna)
Nicht wegzudenken Registriert

Hallo Supernova,

aus meiner Sicht gibt es da nur zwei Möglichkeiten, da eine außergerichtliche Mediation in deinem Fall wohl an der Mutter scheitern dürfte.

1. Du ziehst ein SR-Verfahren durch und hoffst auf ein dir positives Gutachten. Die Chancen sehe ich da allerdings als eher gering an, da das Kind so lange bei der Mutter lebt und sie sehr liebt und das Gericht selbst bei Feststellung eindeutiger Defizite bei der Mutter einen Weg finden wird (Beratung/Familienhilfe) der Mutter das Kind mit gutem Gewissen zu belassen.

2. Im SR-Verfahren eine Mediation zu erreichen. Wie erfolgreich diese sein könnte, hängt in allererster Linie an deiner Ex ab, die ich nicht beurteilen kann.

Was denkst du denn, was dein Kind dazu sagen würde?


Gruß

Krishna

AntwortZitat
Geschrieben : 28.09.2015 16:11
(@supernova)
Schon was gesagt Registriert

Hallo Susi,

Wechselmodell wäre (und ist) ein Traum. Dem wird die KM aber in diesem Leben nicht mehr zustimmen. Betreuung ist überhaupt kein Problem. Ich lebe mit Partnerin und zwei Kindern zusammen, "ordentlicher" Background würde man wohl sagen. Kind ist sozial in meinem Umfeld integriert.

JA-Termine wurden in der Vergangenheit seitens KM permanent abgesagt. Sie fühlt sich sehr sicher und weiß schon, wann sie spätestens aktiv werden muss. Im Zweifelsfall werden dann auf einmal Vorwürfe gegen mich erhoben und der Spieß gedreht. Komischerweise war ich dann immer in der Position sich rechtfertigen zu müssen und die KM rückte aus dem Fokus, ohne dass meine vorgebrachten Themen weiterverfolgt wurden.

Erweiterter Umgang ist nicht möglich, zig Versuche gestartet - Kind hat keine Zeit.

---

Hallo Krishna,

alle freiwilligen Dinge werden von KM geblockt, bei auferlegten macht sie zunächst gute Miene zu bösem Spiel, Vereinbarungen werden dann aber doch nicht eingehalten. Keiner kann ihr etwas vorschreiben...

Was würde das Kind sagen... Schwer zu sagen. Ich denke dass es anfänglich sicher ganz fürchterlich wäre nicht mehr bei Mama zu leben. Die KM ist völlig auf das Kind fixiert und versucht es klein zu halten, damit die Bindung eng bleibt. Dies fing schon im Kindergarten an und wurde dort von den Erzieherinnen angemerkt. Das hat sich bis heute nicht geändert.
Kind ist wie o.g. bei mir/uns komplett sozial (und auch sonst) integriert, so dass ich nicht an ein grundsätzliches Problem denke. Außerdem haben wir immer versucht die KM und das Leben des Kindes dort, in unsere Unterhaltungen etc. wie selbstverständlich einzubauen. (Hat sicher nicht immer, aber meistens geklappt.) Daher hat das Kind auch kein Problem frei von zu Hause zu erzählen, andersherum ist das wohl nicht so einfach bzw. fast nicht möglich.

Gruß
SN


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 28.09.2015 16:32
(@united)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin Supernova,

die Punkte an denen Du ansetzen kannst, sind m.E. diese:

- Umgang wird einmal in den Ferien abgebrochen, da Kind KM gegenüber am Telefon "Heimweh" äußert, KM behauptet dass ich mich nicht "richtig" um das Kind kümmere
- Umgang wird einmal in den Ferien versagt (bei geplanter Abholung), da KM nicht mit meiner "Feriengestaltung" einverstanden war
- Kind wird vor Umgangswochenenden gerne mit "Krank"-SMS abgemeldet
- Schriftlich an KM mein Hinweis auf vorläufigen Verzicht auf den Umgang in den Ferien, da seit Jahren permanent mehrere Beteiligte erst planen und dann spontan alles umplanen müssen bzw. auch Kosten (Urlaubsbuchung) entstehen

Du hast eine gerichtliche Umgangsregelung. An diese haben sich beide Seiten zu halten.

Wenn diese hinreichend der Ferien nicht ausreichend konkret ist, dann kann nachgebessert werden (den "vorläufigen Verzicht" halte ich für ein Eigentor).
"Heimweh" ist jedenfalls kein Grund, vor dem Kind und KM zu kapitulieren.

Wenn Kind andauernd krank gemeldet wird und eine Nachholung nicht vorgesehen ist, dann besteht auch da Nachbesserungspotenzial.

Das schlechteste, was man m.E. mit einer fixierten Umgangsregelung machen kann, ist einseitige Verstöße um des lieben Friedens Willen zu akzeptieren.
Dann hätte es keiner gerichtlichen Auseinandersetzung bedurft.

Meine Meinung: Finger weg vom Sorgerecht, Fokus auf Verlässlichkeit bei der Umgangsregelung.

Gruß
United


AntwortZitat
Geschrieben : 28.09.2015 16:47
(@krishna)
Nicht wegzudenken Registriert

Hallo Supernova,

ich habe die Befürchtung, dass du noch eine gewisse Zeit warten musst, wenn ein Wechsel für das Kind "fürchterlich" wäre. Eine Begutachtung käme wahrscheinlich zu dem Schluss, dass es beim Vater vielleicht ganz toll wäre, ABER das Kind nicht aus seinem gewohnten Umfeld gerissen werden darf, da das schwerer wiegen würde.
Am Familiengericht ist ohnehin das Meiste Gerede, gerade in die Richtung, in die man will. Da passt deine Formulierung, dass plötzlich du dich immer zu rechtfertigen hättest, nur allzu gut ins Bild. M.a.W. sehen die anderen Beteiligten nicht das Problem, das du siehst sondern wollen Ruhe haben und bloß keine Veränderung.
Auch Gerichtsgutachter sind nur Menschen, mit manchmal bis häufig sehr zweifelhaften Zielen. Schon die Auswahl eines Gutachters nimmt das Ergebnis meist vorweg.

Falls du ein Verfahren durchziehen willst, musst du verdammt viel Glück haben.


Gruß

Krishna

AntwortZitat
Geschrieben : 28.09.2015 16:52
(@supernova)
Schon was gesagt Registriert

Moin United!

Du hast eine gerichtliche Umgangsregelung. An diese haben sich beide Seiten zu halten.

Wenn diese hinreichend der Ferien nicht ausreichend konkret ist, dann kann nachgebessert werden (den "vorläufigen Verzicht" halte ich für ein Eigentor).
"Heimweh" ist jedenfalls kein Grund, vor dem Kind und KM zu kapitulieren.

Wenn Kind andauernd krank gemeldet wird und eine Nachholung nicht vorgesehen ist, dann besteht auch da Nachbesserungspotenzial.

Zu 1)
Hier hielt sich bisher nur eine Seite dran. Und nach den diesjährigen Sommerferien ist mir die Hutschnur geplatzt. Und ich bin wirklich ein Geduldsmensch! Kind wurde mir am Tag der Übergabe nicht übergeben, weil die Feriengestaltung (Urlaub) der KM nicht passte, sie nicht genug Informationen über den Aufenthaltsort im Urlaub hatte etc.. Selbige Informationen habe ich (fast) nie bekommen, nur einmal und da waren sie sogar falsch. Alternativzeiten wurden nicht angeboten. Das ganze hat neben meinem seelischen Frust auch Zeit und Geld gekostet.
Über den Verzicht bin ich auch nicht glücklich, aber wenn man mehrere Jahre ständig bis zum letzten Tag zittern muss, ob das Kind kommt und davon die Planung der "neuen" Familie abhängig machen muss, zermürbt das irgendwann.
Zu 2)
Das "Heimweh" trat auf, nachdem die KM im Ferienumgang jeden Tag bei uns anrief und mit dem Kind sprechen wollte. Kind sagte dann natürlich irgendwann das Wort "Heimweh". Darauf hin stand KM vor der Tür und machte eine filmreife Szene in deren Konsequenz die beste Lösung war, das komplett verstörte Kind wieder gehen zu lassen.
Zu 3)
Nochmal: Alternativzeiten werden/wurden nie angeboten.

Grundsätzlich hat vor dem FamG mein Anwalt "geschlafen", da er einem Vergleich zustimmte (bzw. im Endeffekt ich) und keine Sanktionsmöglichkeiten in den Beschluss aufnehmen ließ. Ohne gewaltigen Druck bewegt sich die KM keinen Millimeter.

Meine Meinung: Finger weg vom Sorgerecht, Fokus auf Verlässlichkeit bei der Umgangsregelung.

Ja, gebe ich Dir Recht! Ich will ja gar nicht grundsätzlich etwas ändern. Wäre die KM bereit das Kind bei beiden Elternteilen glücklich sein zu lassen und meine (berechtigten) Sorgen Ernst zu nehmen, wäre alles gut. Mit dem SR kam sie jetzt um die Ecke. 

Gruß
SN


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 28.09.2015 17:07
(@totohh)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin sn.

Ich bin auch der Meinung, dass es die kleinen Themen rund um Umgang und Ferien und Kommunikation sind, an denen Du arbeiten musst. Die große Baustelle kriegst Du nicht gelöst, da besteht Gefahr, dass Du Dich ins Abseits katapultiert.

Der Antwort von United schließe ich mich vollumfänglich an.
Und auch sonst sind schon in Deinen stichwortartigen Ausführungen diverse Kleinigkeiten, die Du friedlicher und zielorientierter fürs Kind lösen kannst. Beispiel? Gerne, wenn auch sicherlich iT aus dem Zusammenhang gerissen:
- Dein Widerspruch, dass Du Dir Sorgen machst um die schulische Entwicklung, aber dann über zuviel aufgeschobene Hausaufgaben klagst! Ja klar ist das WE nicht (nur) dafür da. Aber wenn es denn sonst nicht erledigt wird? Ich hätte da nicht offiziell protestiert, sondern darauf hingewirkt, dass Kind von alleine drauf kommt, dass HA weitgehend unter der Woche zu erledigen sind. Und dann auch viel mehr Zeit mit Papa bleibt.
- Kommunikation wenn Kind bei KM ist: Dort anzurufen und Erreichbarkeit zu verlangen ist immer kritisch. und idR nicht notwendig. Kind wird Dich schon noch erkennen, wenn es zum Umgang kommt. Jetzt wo es ein Handy hat, kann es Dich ja anrufen wenn es möchte. Dazu muss die Nummer nicht von KM eingespeichert sein. Kind wird sich doch sicherlich Deine Nummer merken können!
- Bring Dich aktiv in das Schulleben ein. Und schon kommen Infos (fast) von alleine - von der KL, vom Elternbeirat, von anderen Eltern. Stell Dich auf zur Elternbeiratswahl. Schon bist Du offiziell im Verteiler!
- Leb dem Kind gesunde Ernährung vor. Das wird nicht von jetzt auf gleich zu einer Ernährungsumstellung führen. Aber wenn das Kind begreift, dass Obst besser ist als Zucker, dann wird es das auch bei KM einfordern. Diese tut es nicht, wenn Papa nur sagt, dass Obst besser ist als der Zucker bei Mama!
- Und ansonsten nur Umgang, Umgang, Umgang. Alles daran setzen, dass kein Umgang ausfällt, sondern eben nachgeholt wird.

Gruß, toto


AntwortZitat
Geschrieben : 28.09.2015 17:13
(@united)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin nochmal,

Ich will ja gar nicht grundsätzlich etwas ändern.

Genau da liegt der Hase im Pfeffer ...
... Du willst etwas Grundsätzliches ändern.

Du hast eine gerichtliche Umgangsregelung.
... eine Belehrung über Ordnungsmittel läßt sich nachholen. Das kannst Du oder Dein Anwalt nachholen.

Gutmütigkeit führt in Deinem Fall offensichtlich nicht zum gewünschten Ergebnis.

Wenn "Kind krank" zur Folge hat, daß das Kind bei Mama bleibt, dann kann es durchaus sein, daß Mama Krankheitssymptome gelegentlich überschätzt ...
... beim nächsten Mal bedankst Du Dich für die Vorabinfo und kündigst an, das Kind trotzdem zu holen: Erkältung kann auch bei Dir auskuriert werden.
Ansonsten fragst Du mal vorsichtig nach einer Bescheinigung für die Transportunfähigkeit (von welcher Entfernung sprechen wir ?).

Gruß
United


AntwortZitat
Geschrieben : 28.09.2015 17:37




(@krishna)
Nicht wegzudenken Registriert

Ansonsten fragst Du mal vorsichtig nach einer Bescheinigung für die Transportunfähigkeit.

Na ja, dieser Ton macht es doch auch nicht besser. Verständlich allemal, aber vielleicht sollte versucht werden mit der Mutter irgendwie ins Gespräch zu kommen. Ich bin bei solchen Tanten kein großer Freund von Mediation, da das oft nichts bringt, aber versuchen sollte man es zumindest ein Mal. Manchmal sind die Ergebnisse zumindest ein Anfang.


Gruß

Krishna

AntwortZitat
Geschrieben : 28.09.2015 19:10
(@supernova)
Schon was gesagt Registriert

Moin zusammen!

Mann, wart ihr aktiv! Erst einmal vielen Dank dafür, dass ihr euch damit (kritisch) auseinandersetzt!

- Dein Widerspruch, dass Du Dir Sorgen machst um die schulische Entwicklung, aber dann über zuviel aufgeschobene Hausaufgaben klagst! Ja klar ist das WE nicht (nur) dafür da. Aber wenn es denn sonst nicht erledigt wird? Ich hätte da nicht offiziell protestiert, sondern darauf hingewirkt, dass Kind von alleine drauf kommt, dass HA weitgehend unter der Woche zu erledigen sind. Und dann auch viel mehr Zeit mit Papa bleibt.

Dann muss ich doch vertiefen: Kind ist in OGS bis 15/16 Uhr. In der OGS eine Stunde HA-Zeit. Kind macht dort keine HA (keine Lust). KM ändert dies nicht und versucht nachmittags nachzuholen. Klappt meist nicht, da Kind auch sehr langsam ist. Also stauen sich die HA auf. Regelmäßige Einträge des Lehrers wg. fehlender HA. Wenn Kind zu mir kam, teilweise 5-10 Tage HA nachzuholen. In den Ferien einmal 70(!) Seiten im Arbeitsheft (vom ganzen Halbjahr). Gespräche mit KM und Kind haben nicht gefruchtet, KM gibt Kind immer nach. Also keine HA in der OGS. Da die HA-Situation den Umgang total belastete, irgendwann die Mitteilung meinerseits an KM dass ich nur noch HA von max. MI-FR am WE mache und für Arbeiten übe, Rest MUSS in OGS und der lfd. Woche gemacht werden.

- Kommunikation wenn Kind bei KM ist: Dort anzurufen und Erreichbarkeit zu verlangen ist immer kritisch. und idR nicht notwendig. Kind wird Dich schon noch erkennen, wenn es zum Umgang kommt. Jetzt wo es ein Handy hat, kann es Dich ja anrufen wenn es möchte. Dazu muss die Nummer nicht von KM eingespeichert sein. Kind wird sich doch sicherlich Deine Nummer merken können!

Beispiel: Sommerferien - Kind vor den Sommerferien "krank" für Umgangs-WE abgemeldet, dann nicht in den Ferien-Umgang übergeben worden. Also fast zwei Monate kein Kind bei mir. Und kein Anruf. Nein, Kind wird NIE ohne Zustimmung der KM bei mir anrufen, da Kind weiß dass KM das nicht möchte. Kind hat meine Rufnummer mal bekommen (beim Umgang habe ich einen Zettel mit allen wichtigen Nummern mit Kind für das Portemonnaie gemacht. KM, Omas, Opas, Papa. Ob es den noch gibt...)

- Bring Dich aktiv in das Schulleben ein. Und schon kommen Infos (fast) von alleine - von der KL, vom Elternbeirat, von anderen Eltern. Stell Dich auf zur Elternbeiratswahl. Schon bist Du offiziell im Verteiler!

Also mich "aktiv" einzubringen wäre Heuchlerei. Ich bin zu weit weg von dem Thema. Pflegschaft und Elternsprechtag nehme ich teil.

- Leb dem Kind gesunde Ernährung vor. Das wird nicht von jetzt auf gleich zu einer Ernährungsumstellung führen. Aber wenn das Kind begreift, dass Obst besser ist als Zucker, dann wird es das auch bei KM einfordern. Diese tut es nicht, wenn Papa nur sagt, dass Obst besser ist als der Zucker bei Mama!

Machen wir, machen wir. Kind ist immer wieder überrascht, was es an Lebensmitteln gibt. Problem: Kind fordert grundsätzlich nichts ein, schon gar nicht bei Papa gesehene Dinge. (s.o. "telefonieren)

- Und ansonsten nur Umgang, Umgang, Umgang. Alles daran setzen, dass kein Umgang ausfällt, sondern eben nachgeholt wird.

Ich kann machen was ich will, es werden keine Alternativ-Umgänge angeboten. Fordere ich auf, passiert nichts. Fordert der RA, kommt ein Angebot - dann wieder nichts mehr.

Wenn "Kind krank" zur Folge hat, daß das Kind bei Mama bleibt, dann kann es durchaus sein, daß Mama Krankheitssymptome gelegentlich überschätzt ...
... beim nächsten Mal bedankst Du Dich für die Vorabinfo und kündigst an, das Kind trotzdem zu holen: Erkältung kann auch bei Dir auskuriert werden.
Ansonsten fragst Du mal vorsichtig nach einer Bescheinigung für die Transportunfähigkeit (von welcher Entfernung sprechen wir ?).

Theoretisch gut! Praktisch nicht umzusetzen. Entfernung ist zu vernachlässigen (10 min. Auto). Ich habe mehrfach darauf hingewiesen, dass Kind auch bei uns krank sein kann. Keine Chance! Kind wird einfach nicht übergeben, Tür bleibt zu. Atteste werden nicht gebracht.

Na ja, dieser Ton macht es doch auch nicht besser. Verständlich allemal, aber vielleicht sollte versucht werden mit der Mutter irgendwie ins Gespräch zu kommen. Ich bin bei solchen Tanten kein großer Freund von Mediation, da das oft nichts bringt, aber versuchen sollte man es zumindest ein Mal. Manchmal sind die Ergebnisse zumindest ein Anfang.

Es ist leider kein Gespräch möglich. Sobald ich auch nur ansatzweise Kritik übe oder Handlungsweise der KM in Frage stelle und versuche eigene Vorschläge vorbringen: Totale Ablehnung bishin zum komplett hysterischen Ausraster seitens der KM. Und das ist noch nett umschrieben, Zeugen waren über das Verhalten entsetzt. Dasselbe kann aber auch jedem anderen passieren der sich versucht "einzumischen" bzw. ist z.B. Lehrer und Schulrektor schon passiert. Grund waren die vom Lehrer gegebenen Noten bzw. die Aufforderung des Rektors das Kind bitte nicht mehr bis in die Klasse zu begleiten... Ärzte die nicht von KM erwartete Diagnose bei Kind stellen, ereilt dasselbe Schicksal.

Alles in allem ziemlich verfahren die Kiste. Man kommt nicht an die KM ran, um für Kind auch nur ansatzweise Dinge zu ändern. Auch "Bitten" von mir, das Kind doch einfach glücklich bei beiden Elternteilen aufwachsen zu lassen und nicht ständig ein Fass aufzumachen und aus Hass gegen mich Dinge zu blockieren, haben Null Erfolg gebracht. Somit ist Kind natürlich zusätzlich noch massiv im Loyalitätskonflikt. Inzwischen ist Kind soweit ansatzweise zu erkennen, dass zu Hause wohl doch ein paar Sachen komisch laufen, die Normalität/Realität aber ganz anders aussieht. Da Kind aber KM nicht reizen möchte, keine Thematisierung. Auch möchte KM am liebsten, dass nur noch der neue LG eine Rolle für Kind spielt. Das belastet Kind ebenfalls und Kind gibt mir (seitdem KM Vorgenanntes forciert) permanent zu verstehen, dass ich doch der einzige Papa sei und wie sehr es mich liebt...

Gruß
SN


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 29.09.2015 09:47
(@united)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin Supernova,

Keine Chance! Kind wird einfach nicht übergeben, Tür bleibt zu.

... und was hatte das bis dato für Konsequenzen ?

Ich will nicht behaupten, daß die tatsächliche Verhängung von Ordnungsmitteln bei Verstößen gegen eine Umgangsregelung ein Selbstläufer sind.

Aber: Ein erhobener richterlicher Zeigefinger ist mehr Konsequenz als stilles Ertragen der Situation.

... und wie gesagt: Hohe Kosten sind mit einem Antrag nicht verbunden. Diesen kannst Du ggf. auch selbst stellen.

Ansonsten bleibt auf die Frage "warum tut sie das ?" nur eine Antwort (auch wenn sie abgedroschen ist):
"Weil sie es kann."

Gruß
United


AntwortZitat
Geschrieben : 29.09.2015 10:43
(@supernova)
Schon was gesagt Registriert

Ansonsten bleibt auf die Frage "warum tut sie das ?" nur eine Antwort (auch wenn sie abgedroschen ist):
"Weil sie es kann."

Das ist genau die richtige Antwort. Ich habe mir lange Gedanken zu dieser Frage gemacht und dachte ich würde die KM nach einem halben Leben Partnerschaft kennen ... Fehlanzeige. Anfänglich war die Vermutung der Verletzung weil ich gegangen bin, dann die Vermutung weil ich eine neue LG hatte. Umsomehr meine Freude als die KM einen neuen LG fand und das Kind diesen auch mag und gut mit ihm klar kommt. Aber an der Situation in meine Richtung änderte sich leider dennoch nichts. Und dass ich das Kind liebe und alles für es tun würde, wird selbst von der KM nicht bestritten. M.E. macht sie ihr Problem (welches auch immer) zum Problem des Kindes.
Diskussionen über unterschiedliche Auffassungen zu Kind-Themen die sonst intern (Familie) gelöst werden (müssen), werden hier weggeblockt. Soweit ich das mitbekomme, hat der neue LG auch kein "Mitspracherecht". Ich kenne das alles etwas anders, bei alltäglichen Dingen die Stiefkinder betreffend bin ich gleichberechtigt mit im Boot, bei grundsätzlichen zusätzlich der KV. Und wir finden immer eine Lösung...

Gruß
SN


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 29.09.2015 12:27
(@totohh)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

moin sn.

Ist ja ganz nett, dass Du alle Ideen, Anregungen die hier aufgeschrieben wurden widerlegst. Und sicherlich wirst Du auch in einigen/ vielen Punkten eher recht haben als ich, der hier desktop mit nur teilweiser Info gutgemeinte Ratschläge abgibt. Aber wenn Du alles widerlegst, keine Chance auf Änderung/ Verbesserung siehst, dann musst Du halt die Situation so akzeptieren wie sie ist! Willst Du das? Ich hatte es anders hier wahrgenommen. Ich geh nochmal auf zwei Deiner Antworten ein. Mir ist dabei egal ob es zutrifft oder nicht. Und eigentlich will ich auch keine erneute Widerlegung oder eine Zustimmung Deinerseits, sondern nur, dass Du über diese Punkte (und/ oder andere) nachdenkst und überlegst, was Du anders machen kannst (wenn Du was erreichen willst).

Kind wird NIE ohne Zustimmung der KM bei mir anrufen, da Kind weiß dass KM das nicht möchte. Kind hat meine Rufnummer mal bekommen (beim Umgang habe ich einen Zettel mit allen wichtigen Nummern mit Kind für das Portemonnaie gemacht. KM, Omas, Opas, Papa. Ob es den noch gibt...)

Es braucht keinen Zettel. Mein Kind hat in der zweiten Klasse sehr schnell wichtige Telefonnummern (Papa, Mama, Tante, beste Freundin) auswendig gekonnt. (und btw: das ist für das Kind sehr gut, wenn es nicht schon gleich am Anfang lernt, dass man alle Kontakte speichern kann und keine Tel.nr. mehr im Kopf haben muss)

Kind ist immer wieder überrascht, was es an Lebensmitteln gibt. Problem: Kind fordert grundsätzlich nichts ein, schon gar nicht bei Papa gesehene Dinge.

Ich glaube DOCH! Aber nicht, weil es Obst bei Papa gesehen hat (genau da hat es nämlich den Konflikt!). Sondern weil dem Kind das Obst geschmeckt hat, weil es zunehmend weiß das Obst gesund ist, schlau macht, fit hält... Und wenn es dies versteht (und zumindestens mein Kind macht sich sehr viel Gedanken über so was), dann wird es bei Mama eben nicht sagen "Warum gibt es hier nicht soviel Obst wie bei Papa?" sondern "Warum gibt es kein gesundes Obst zu essen?" - Obst ist nicht besser, weil es das bei Papa gibt, sondern weil es gesünder ist. Und das kannst Du dem Kind vermitteln! Das nennt sich Erziehung!

Alles in allem ziemlich verfahren die Kiste.

Ja - ist es. Aber mach was/ das Beste draus! Da ist mehr drin! Für Deine Tochter! (und für Dich!)

Gruß. toto


AntwortZitat
Geschrieben : 29.09.2015 13:08
(@supernova)
Schon was gesagt Registriert

Moin Toto!

Und eigentlich will ich auch keine erneute Widerlegung oder eine Zustimmung Deinerseits, sondern nur, dass Du über diese Punkte (und/ oder andere) nachdenkst und überlegst, was Du anders machen kannst (wenn Du was erreichen willst).

Die Versuchung ist groß!   😉

Es ist natürlich schwierig in ein paar Worte den kompletten Umfang der Situation zu pressen und die Beteiligten einschätzbar zu beschreiben. Grundsätzlich ist es bei mir ähnlich wie bei Dir, ich stehe vor vielen Dingen und frage mich ernsthaft wie so etwas sein kann? Zu einigen habe ich dann Antworten die teilweise unglaublich sind und für 'Unbeteiligte' gar nicht nachvollziehbar. Ich versuche mal eine sachliche Zusammenfassung:

- kein Kontakt zwischen dem Umgängen
-- nicht erwiderte/beantwortete Anrufe meinerseits
--- kein eigenständiger Anruf von Kind ("Das habeN WIR nicht geschafft"), ob Du es glaubst oder nicht: Es kann die eigene Rufnummer auch nicht! KM kümmert sich um ALLES.*

- Kind dauerkrank, keine Infos von KM
-- Besuch mit Kind beim Arzt, Diagnose und Medikamente KM mitgegeben
--- KM akzeptierte Diagnose nicht, Medikamente wurden nicht verabreicht

- Kind ist mehr als dünn! Kind bekommt Brötchen mit Butter in die Schule, isst in der OGS meist nur trocken Nudeln oder Reis, zu Hause Milchreis oder Brot abends (als "Kochen" versteht Kind eine Tütensuppe)
-- klar kennen die Kinder in unserem Haushalt auch Burger, Pommes und Döner, aber grundsätzlich wird jeden Tag frisch gekocht. Obstkorb ist immer voll. Frühstück am WE mit Brötchen, Belag, Ei etc.. Lieblingsessen von Kind bei uns: Raclette (wegen der Auswahl, ist immer schön das dann im Sommer zu machen  :redhead:)
--- KM bestreitet einseitige unausgewogene Ernährung, trotz Hinweis des Klassenlehrers und Erzählungen Kind, dass KM gar nicht mit isst, sondern "Vanillesoße" trinkt (Diät-Shake, kenne ich noch aus der Vergangenheit). Kind konnte mit vier Jahren jedes Gemüse benennen (ICH habe zu Hause immer gekocht), heute kann es nur noch sagen welche Farbe das Essen in der OGS hatte. Kind kommt nach dem Umgang nach Hause (eigene Erzählung), sagt was es bei uns lecker gefunden hat und fragt KM ob sie das nicht auch kaufen kann - tut sie nicht.

*Kind braucht die Rufnummer nicht wissen. KM bringt Kind zur Schule und holt Kind wieder ab. Alleine ist das Kind nirgendwo, entweder KM dabei oder die wenigen "externen" Kontakte finden bei KM statt. Die KM übernimmt auch bei Zusammenkünften der Klasse die Speisenauswahl am Kinderbuffet für Kind, da SIE am besten weiß was Kind mag. And so on... Kind hat irgendwann aufgegeben und treibt mehr oder weniger bei KM mit. Bei uns muss es regelmäßig animiert werden eigene Forderungen zu stellen und Gedanken zu äußern. Das ist noch ein ganz anderes Thema...

Grundsätzlich erwarte ich hier im Forum nicht DIE Lösung. Ich freue mich über eure Gedanken und Anregungen die Dinge vielleicht auch einmal anders zu sehen.

Gruß
SN


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 29.09.2015 13:58
(@supernova)
Schon was gesagt Registriert

Moin zusammen!

Um nochmal auf den eigentlichen Punkt zu kommen:
Wie seht ihr die Chancen der KM bei Klage auf Übertragung der Teilbereiche (s. ET)?

In welchen Fällen würde die Gerichtsbarkeit (den Erfahrungen nach) dem zustimmen?

Gruß
SN


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 30.09.2015 13:33
(@united)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin Supernova,

In welchen Fällen würde die Gerichtsbarkeit (den Erfahrungen nach) dem zustimmen?

In Fällen, in denen es für das Kindeswohl das Beste ist (ich weiß, das ist Wischi-Waschi) ...

- Bitte auf Zustimmung der Übertragung Teilbereiche Sorgerecht (Gesundheit/Schule)

Da Du offensichtlich mit der Schule kannst und Ex eher nicht, wäre eine Klage diesbezüglich aus ihrer Sicht durchaus risikobehaftet.
Hinsichtlich Gesundheitssorge sehe ich das ähnlich .... und gerade aufgrund der krankheitsbedingten Umgangsausfälle verbunden mit einer Auskunftsverweigerung, kommt das m.E. für die KM nicht gut.

Ich glaube eher nicht daran, daß es tatsächlich zu einer Klage kommt.

Deshalb nochmal der Hinweis, mach Dir keinen Kopf ums Sorgerecht, sondern:
Beim nächsten Verstoß gegen die Umgangsvereinbarung mußt Du mal in die Puschen hinsichtlich Sanktionierung kommen ...
... das einfache Hinnehmen wird Dir (auch wenn es um des lieben Friedens Willen ist) irgendwann vor die Füße fallen.

Gruß
United


AntwortZitat
Geschrieben : 30.09.2015 14:06
(@supernova)
Schon was gesagt Registriert

Moin United!

Deshalb nochmal der Hinweis, mach Dir keinen Kopf ums Sorgerecht, sondern:
Beim nächsten Verstoß gegen die Umgangsvereinbarung mußt Du mal in die Puschen hinsichtlich Sanktionierung kommen ...
... das einfache Hinnehmen wird Dir (auch wenn es um des lieben Friedens Willen ist) irgendwann vor die Füße fallen.

Das ist auch meine späte aber dennoch überhaupt Erkenntnis aus den letzten Jahren. Als ich seinerzeit rechtlichen Beistand benötigte (Umgangsregelung), habe ich mir jemanden gesucht (der wie ich) versucht die Gesamtsituation zu sehen und ohne zusätzlichen Frontaufbau das Ganze so geräuschlos wie möglich über die Bühne geht. Also keinen zackenscharfen Advokaten, der nur den Sieg vor Augen hat. Dieser RA hat mich in den letzten Jahren auch immer wieder beraten (ohne unbedingt tätig zu werden) und wir schwammen auf einer Wellenlänge, also nicht noch "Öl ins Feuer gießen". Das überzeugte mich das Richtige zu tun. Im Rahmen dieser Kooperation wurden auch Sanktionsmaßnahmen ganz hinten angestellt.

Leider bin ich in der Nachbetrachtung aber bei vielen Dingen nicht weiter gekommen. Sei es die Gesundheitsfürsorge für das Kind, die soziale Integration, die physische und psychische Entwicklung des Kindes, der Umgang: all dies sind Punkte, wo es (auch für Außenstehende erkennbar) sagen wir mal "nicht optimal" läuft. Aus Angst (ja, das kann ich so sagen) vor dem nicht berechenbaren extremen Verhalten der KM (fachkundige Bekannte nahmen einmal "Borderline" in den Mund) und einem kompletten Kindesentzug, habe ich immer wieder zurückgesteckt. Den Vorwurf muss ich mir glaube ich machen und zukünftig etwas ändern.

Gruß
SN


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 30.09.2015 14:49
(@susi64)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Ich glaube eher nicht daran, daß es tatsächlich zu einer Klage kommt.

Deshalb nochmal der Hinweis, mach Dir keinen Kopf ums Sorgerecht, sondern:
Beim nächsten Verstoß gegen die Umgangsvereinbarung mußt Du mal in die Puschen hinsichtlich Sanktionierung kommen ...

Genauso! Kämpfe um mehr Umgang, also die Vereinbarung wird umgesetzt oder es wird sanktioniert.
Alles andere deutet eher daraufhin, dass die KM sehr konfliktscheu ist, überall wo es Ärger geben (könnte) wird versucht Dich herauszudrängen.
Ich würde deshalb auch nicht diskutieren und für alles eine Zustimmung erreichen wollen. In Deiner Umgangszeit machst Du die Dinge so wie Du sie für richtig hälst, ansonsten ist die KM dran.
Beim Thema Hausaufgaben machst Du, was Du für richtig hälst und was machbar ist einfach ohne Kommentar. Es bringt doch nichts mit allen über alles zu reden. Die KM wirst Du nicht ändern. Also mache was Du kannst, mehr geht leider nicht.

VG Susi


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Geschrieben : 30.09.2015 16:01




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