Hallo zusammen,
ich habe ein Problem und bräuchte mal einen Rat. Vielen Dank vorab.
Vorgeschichte: Bei meiner Tochter (acht Jahre) wurde damals ADHS festgestellt. Seit dem finden auch wöchtentlich
heilpädagogische Stunden statt. Bis dato lief alles super. Nun kommt das eigentliche Problem. Meine
Ex-Frau (bei Ihr lebt das Kind) brachte den Vorschlag für eine medikamentöse Behandlung, da es angeblich
schlimmer geworden ist (Konzentration usw). Am Anfang war ich nicht damit einverstanden und habe mich dagegen gewehrt.
Nach einiger Zeit hatte ich dann ein Gespräch mit dem Kinderarzt, der mir die Sache noch einmal sachlich erläuterte. Nach anraten des Arztes
stimmte ich dann doch der medikamentösen Behandlung zu. Nach persönlicher Rücksprache mit dem Arzt,
wurde die Dosis auf leicht eingestellt. Je 1 Tablette morgens und mittags (lt Arzt 0,03 mg, glaub ich). Der Arzt versicherte
mir, sollte dies nichts helfen, die Dosis noch einmal leicht erhöht wird. Aber nicht mehr.
Am Wochenende hatte ich meine Tochter und sie teilte mir mit, dass sie seit 1 Wochen ein stärkeres Mittel
bekommt, dass sie nicht nehmen möchte. Wie es sich dann heraus stellte, hatte meine Exfrau einen Termin
ausgemacht und dem Arzt ohne mein Mitwissen erzählt, dass die Tabletten nicht helfen und sie ein anderes
Medikament haben möchte. Der Arzt verschrieb ihr dann ein stärkeres Medikament. Nun lautet meine Frage:
Muss der Arzt, bei gemeinsamen Sorgerecht, nicht auch das Einverständnis des Vaters einholen, um das
Medikament verschreiben zu können? Ich hatte damals für die leichte Behandlung zugestimmt aber dem Arzt ausdrücklich mitgeteilt, dass ich keine stärkeren Mittel akzeptiere.
Danke vorab für Eure Antworten.
Benosch
Hallo Benosch,
der Arzt hat natürlich das Problem, dass er nicht bei jedem Patienten (Kind) zunächst einmal die Sorgerechtsverhältnisse klären kann oder will.
Ich würde meinen, dass es besser wäre, diese Angelegenheiten im Vorfeld mit der KM zu klären (wenn möglich).
Nur meine Meinung
Michael
sol lucet omnibus - die Sonne scheint für alle
Hallo Michael,
danke für deine Nachricht. Bei normalen Arztbesuchen würde ich es verstehen wenn man nicht immer nachfrägt. Aber da
der Arzt von vornherein gewusst hat, dass ich einer stärkeren Medikation nicht zustimme, müsste er doch bei solch wichtigen
Entscheidungen den anderen Elternteil mit einbeziehen, oder? Mit der KM darüber reden bringt im leider nichts, da dass
Verhältnis nicht gerade gut ist.
Da auch die Heilpädagoging eine stärkere Medikation als unnötig und falsch ansieht, sehe ich diesen Schritt auch nicht als
hilfreich.
Gruß
Benosch
Moin Benosch,
Du schreibst doch selbst:
Am Wochenende hatte ich meine Tochter und sie teilte mir mit, dass sie seit 1 Wochen ein stärkeres Mittel
bekommt, dass sie nicht nehmen möchte.
Unkonventioneller Vorschlag: Ich an Deiner Stelle würde meine Tochter darin bestärken, erst einmal keine Medikamente zu nehmen, die sie nicht nehmen möchte. Sie kann auch ruhig erzählen, dass der Papa das gesagt hat. Ich könnte mir vorstellen, dass die Beteiligten (Mutter, Arzt, Heilpädagogin etc.) dann eine andere Form der Lösung suchen müssen, die Deiner Mitverantwortung im Rahmen des GSR gerecht wird. Warum solltest Du mit Deiner Meinung hinterm Berg halten? Zähneknirschendes Schweigen wird irgendwann zur Zustimmung.
Wie ist denn Dein persönlicher Eindruck von Deiner Tochter an den Besuchswochenenden? Hast Du das Gefühl, da muss etwas "ruhiggestellt" werden? Ist sie eine Gefahr für sich und andere? Oder ist sie möglicherweise einfach nur "zu fröhlich", wenn sie von den Besuchswochenenden nach hause kommt?
Ohne die Details Deines Falls zu kennen: ADHS ist nicht selten auch eine "Mode-Diagnose" für Kinder, die in irgendeiner Form aus der "Norm" fallen und nicht dem "Standard" entsprechen. Auch und vor allem bei Trennungskindern; so erspart man sich schliesslich die Beschäftigung mit der Frage, ob und welche negativen Auswirkungen die Trennung der Eltern auf das Kind hat. Die Diagnose gibt es im Prinzip, seit es die Medikamente dafür gibt; früher war ein solches Kind eben ein "Zappelphilipp" oder einfach "lebhaft". Das ist keine pauschale Aburteilung; sicher ist aber, dass wesentlich mehr Kinder mit Ritalin & Co. ruhiggestellt werden als tatsächlich erforderlich wäre.
Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Moin,
warum wendest Du Dich nicht persönlich an den Arzt?
LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Moin,
ich kann Deine Verärgerung verstehen. Natürlich hätte er bei der Vorgeschichte Dein Einverständnis einholen müssen. Die medikamenstöse Behandlung bei ADHS ist schon ein nicht unerheblicher Eingriff. Wie hier Deine rechtlichen Möglichkeiten aussehen, kann ich Dir leider nicht sagen - würde mich auch sehr interessieren.
Was mich wundert - warum ist Deine Tochter damit "nur" bei einem normalen Kinderarzt und nicht bei einem Kinderpsychologen? Wer hat sie damals getestet?
Dennoch würde ich jetzt nicht aus Prinzip blind gegen das Medikament arbeiten. Ich habe mich damals auch sehr schwer damit getan, einer Medikamention zuzustimmen. Nachdem ich mich sehr gründlich mit dem Thema beschäftigt hatte, habe ich mich auch nach guter Beratung durch den für mich sehr vertrauenswürdigen Kinderpsychologen dazu entschlossen.
Ohne die Details Deines Falls zu kennen: ADHS ist nicht selten auch eine "Mode-Diagnose" für Kinder, die in irgendeiner Form aus der "Norm" fallen und nicht dem "Standard" entsprechen. Auch und vor allem bei Trennungskindern; so erspart man sich schliesslich die Beschäftigung mit der Frage, ob und welche negativen Auswirkungen die Trennung der Eltern auf das Kind hat. Die Diagnose gibt es im Prinzip, seit es die Medikamente dafür gibt; früher war ein solches Kind eben ein "Zappelphilipp" oder einfach "lebhaft". Das ist keine pauschale Aburteilung; sicher ist aber, dass wesentlich mehr Kinder mit Ritalin & Co. ruhiggestellt werden als tatsächlich erforderlich wäre.
... dieser Meinung war ich anfangs auch. Viel hängt davon ab, wie kompetent die Tests dürchgeführt und ausgewertet werden, wie vertrauenswürdig der Arzt ist und in welcher Weise die Eltern einbezogen werden. Bei einfach mal so Ritalin vom Kinderarzt, nach dem Motto "schaun wir mal" wäre ich auch skeptisch.
Gruß Holger
Natürlich hätte er bei der Vorgeschichte Dein Einverständnis einholen müssen.
Hallo,
wer den Betrieb in einer normaler Arztpraxis kennt, weiß, dass dies in der Praxis völlig unmöglich ist. Gerade die Pädiater haben wirklich alle Hände voll zu tun und gehören dabei nicht eben zu den Üppigverdienern.
Sorgerechtsstreitigkeiten gehören nicht in die Arztpraxis sondern, wenn nix anderes geht, gerichtlich geklärt (wobei der Erfolg sicherlich gering ist).
LG, Uli
Hallo zusammen,
und vielen Dank für Eure Antworten.
Ich bestärke meine Tochter zu 100% darin, da sie ja auch von sich aus sagt, die Tabletten geben ihr ein
schlechtes Gefühl (körperlich). Und das sie die Tabletten nicht nehmen möchte, kommt automatisch von ihr.
Wie ich auch mitbekommen habe, muss es immer eine Diskussion geben und die KM besteht natürlich darauf
das sie die nimmt.
Wenn sie bei mir ist, erhält sie sowieso keine Tabletten (da ich diese auch nicht habe). Aber ich merke,
dass sie auch ohne diese Tabletten ein ganz normales Verhalten hat. Vielleicht ist es auch der Vorführeffekt, wenn sie von Freitag Mittag bis Sonntag Abend bei mir ist. Keine Ahnung. Mit klaren Worten, ich sehe keine Auffälligkeiten bei ihr. Und bezüglich dem ADHS Verdacht´s (am Anfang) ging die ganze Initiative von der KM aus.
Dein letzter Satz sagt eigentlich das aus was ich schon immer meine Gedanken waren, ruhig stellen. Ich versteh aber leider auch nicht, dass ein Arzt rein nur auf Worte der KM dem Kind ein stärkeres Mittel verschreibt.
Den Arzt habe ich jetzt kontaktiert und ihm mitgeteilt, dass ich weder was von der stärkeren Dosis wusste noch
eine Benachrichtigung erhielt. Ledigliche Antwort: Ich soll mich bitte an die KM wenden.
Das ich darauf hin erwähnte, dass meine Tochter sich durch diese Dosis schlechter fühlt und die auch nicht
mehr nehmen möchte wurde der Arzt doch hellhörig und bat mich mit der KM in Verbindung zu treten und
einen gemeinsamen Termin zu vereinbaren.
Trotzdem wurmt es mich, dass bei solch wichtigen Entscheidungen, und ich sehe das als wichtig an, der
andere Elternteil davon nicht unterrichtet wird.
Danke noch mal für Eure Hilfe
Benosch
Hallo Uli,
wer den Betrieb in einer normaler Arztpraxis kennt, weiß, dass dies in der Praxis völlig unmöglich ist. Gerade die Pädiater haben wirklich alle Hände voll zu tun und gehören dabei nicht eben zu den Üppigverdienern.
Sorgerechtsstreitigkeiten gehören nicht in die Arztpraxis sondern, wenn nix anderes geht, gerichtlich geklärt (wobei der Erfolg sicherlich gering ist).
Vor dem ...
... Aber da der Arzt von vornherein gewusst hat, dass ich einer stärkeren Medikation nicht zustimme, müsste er doch bei solch wichtigen Entscheidungen den anderen Elternteil mit einbeziehen, oder?...
... Hintergrund sehe ich das anders. Der Arzt wird dies in seinen Unterlagen zu stehen haben. Klar muss er nicht den Vater kontaktieren aber er sollte das Medikament nicht verschreiben, wenn die KM nicht dessen Einverständniserklärung mitbringt. Wir haben damals auf jeden Fall beide unterschreiben müssen und das finde ich auch richtig so! So viel Zeit muß sein - auch, wenn es für den Job nicht genug Geld geben sollte!
Gruß Holger
Vor dem ...... Hintergrund sehe ich das anders. Der Arzt wird dies in seinen Unterlagen zu stehen haben. Klar muss er nicht den Vater kontaktieren aber er sollte das Medikament nicht verschreiben, wenn die KM nicht dessen Einverständniserklärung mitbringt.
Das ist eine knifflige Sache, auf die ich mich als Arzt nicht einlassen würde. Die Klärung hat m.E. auf der Elternebene stattzufinden. Wenn der Arzt das Medikament nicht verschreibt (lassen wir die Sinnhaftigkeit von Ritalin mal aussen vor), räumt er dem Vater ein stärkeres Sorgerecht ein, als der Mutter.
LG, Uli
Hallo Benosch,
Je 1 Tablette morgens und mittags (lt Arzt 0,03 mg, glaub ich). Der Arzt versicherte
mir, sollte dies nichts helfen, die Dosis noch einmal leicht erhöht wird. Aber nicht mehr.
Die mg-Angabe scheint mir die pro KG-Körpergewicht zu sein. Normalerweise startet man bei Kindern mit einer Einzeldosis von 5 mg je Tablette. Ne kleinere Dosis gibt es nicht, außer man zerbröselt das Zeug.
die Tabletten geben ihr ein
schlechtes Gefühl (körperlich).
Dann ist die Dosierung wohl nicht richtig. Frag deine Tochter man, ob nur die Dosis höher ist oder sie evtl. ein Retard-Mittel bekommt (da hält der Wirkstoff länger an, ist aber in Kapseln und nicht in Tablettenform). Ich kann die von meinem Sohn sagen ,das er mit dem Retard-Mittel so gar nicht zurecht kam und es eine einzige Katastrophe war.
wurde der Arzt doch hellhörig und bat mich mit der KM in Verbindung zu treten und
einen gemeinsamen Termin zu vereinbaren.
Das soltest du unbedingt machen. Um die "Qualität" des Artzes in Bezug auf AD(H)S zu testen würde ich die noch 2 Fragen auf den Weg geben:
- Wie sieht das Blutbild aus und in welchen Abständen wird er es überprüfen? (Insbesondere Leberwerte), wurde es vor Beginn der Medikation festgestellt?
- Wurde ein EEG gemacht und wird dieses unter Medikamtengabe wiederholt?
Du schreibst zwar, das sie heilpäd. Behandlung ist, aber ich würde den Arzt nochmal auf spezielle Kurse für ADS-Kidner ansprechen, wie Konzentrationstraining, Sozialkpompetenztraining etc.
Tina
Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
Das ist eine knifflige Sache, auf die ich mich als Arzt nicht einlassen würde. Die Klärung hat m.E. auf der Elternebene stattzufinden. Wenn der Arzt das Medikament nicht verschreibt (lassen wir die Sinnhaftigkeit von Ritalin mal aussen vor), räumt er dem Vater ein stärkeres Sorgerecht ein, als der Mutter.
Gut, ich kenne die rechtlichen Grundsätze nicht, nach dem ein Arzt handeln muss, wenn ihm, wie in diesem Fall, das Bestehen von GSR bei getrennt lebenden Eltern bekannt ist. Er kann sich jedoch nicht darauf verlassen, dass es Elternkommunikation überhaupt gibt. Wer ist denn in einem solchen Fall für die Rechtsübertretung haftbar?
Gruß Holger
Moin
Also auch bei der Einstellung meines Sohnes reichte die einmalige Zustimmung meiner Ex. Mir wurde es auf Nachfrage so erklärt, das die KM mit dieser Unterschrift alle weiteren nötigen Erhöhungen zur Findung der richtigen Dosis zugestimmt hat.
Was mich wundert - warum ist Deine Tochter damit "nur" bei einem normalen Kinderarzt und nicht bei einem Kinderpsychologen?
Das ist durchaus üblich, das nach der Feststellung von ADHS der normale Kinderarzt für die Medikamentation zuständig ist.
Außerdem hat der TE noch nicht klar gestellt das es sich wirklich um Ritalin handelt und wichtig wäre,ob die Diagnose (wo und womit) wirklich ausreichend ausgetestet worden ist.
Falls ja, würde ich schon wieder hellhörig werden, denn frisch eingestellte Kinder sollen auch am WE ihre Medis nehmen. Is nur komisch warum KM keine mitgibt??
Je 1 Tablette morgens und mittags (lt Arzt 0,03 mg, glaub ich).
Wenn es sich um Ritalin handeln sollte!?!...............wird bei AD(H)S Kindern zwischen 1,2mg -1,8mg pro Kilo Körpergewicht , maximal aber 60 mg Tagesdosis gerechnet.
Zu der "Pauschalisierung" von " ruhig stellen"...verkneife ich mir jeglichen Kommentar.
Gruß NRW
Meine Signatur
Wer ist denn in einem solchen Fall für die Rechtsübertretung haftbar?
Hallo Hoölger,
für Rechtsübertretungen ist derjenige haftbar, der sie begeht - auch wenn diese de facto nicht verfogt werden. Sprich derjenige, der sein Sorgerecht missbraucht.
LG, Uli
Moin nrw,
Zu der "Pauschalisierung" von " ruhig stellen"...verkneife ich mir jeglichen Kommentar.
vielleicht nochmal richtig lesen? Ich schrieb ja gerade ausdrücklich:
Das ist keine pauschale Aburteilung; sicher ist aber, dass wesentlich mehr Kinder mit Ritalin & Co. ruhiggestellt werden als tatsächlich erforderlich wäre.
Und das wird niemand bestreiten, der sich mit der Materie auskennt. Hätte ich eine Pauschal-Beurteilung des von Dir unterstellten Inhalts abgeben wollen, hätte ich geschrieben "jede Gabe von Ritalin & Co. ist sinnlos und überflüssig". Und das steht in meinem Post weder wörtlich noch sinngemäss.
Just my 2 cents
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Er kann sich jedoch nicht darauf verlassen, dass es Elternkommunikation überhaupt gibt.
Sollte auch nicht sein Problem sein. Sein Patient ist das Kind, und dessen Behandlung muß er nach bestem Wissen und Gewissen gewährleisten. Meine Meinung. Gilt auch, wenn man statt Arzt Therapeut gleich welcher Richtung einträgt.
Die Kommunikation sollte Elternsache, nicht Ärzte- und Therapeutensache sein.
Liebe Gr+üße
Frieda
Glaub nicht alles was Du denkst.
Moin brille
Das ist keine pauschale Aburteilung; sicher ist aber, dass wesentlich mehr Kinder mit Ritalin & Co. ruhiggestellt werden als tatsächlich erforderlich wäre.
Diesen Satz meinte ich auch nicht. Sicher hast du damit nicht ganz unrecht.
Ich meinte eher diesen......
Hast Du das Gefühl, da muss etwas "ruhiggestellt" werden?
Aber ok, ich weiß da spaltet sich die Nation, deswegen belass ich es auch.
Gruß NRW
Meine Signatur
Moin nrw,
Auch das hier
Ich meinte eher diesen......
Wie ist denn Dein persönlicher Eindruck von Deiner Tochter an den Besuchswochenenden? Hast Du das Gefühl, da muss etwas "ruhiggestellt" werden? Ist sie eine Gefahr für sich und andere? Oder ist sie möglicherweise einfach nur "zu fröhlich", wenn sie von den Besuchswochenenden nach hause kommt?
gibt Deine Interpretation nicht her: Ich hatte das Wort "ruhiggestellt" extra in Gänsefüsschen gesetzt, weil ich davon ausging, dass das Kind bei den Umgängen auch ohne Medikation ganz normal und lediglich in den Augen der Mutter nach schönen Umgangskontakten "zu fröhlich" ist.
Just my 2 cents
Martin
(grosser Gegner von Psychopharmaka bei Kindern, wenn die eigentliche Indikation der Dachschaden der Eltern ist)
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Guten Morgen,
...wenn die eigentliche Indikation der Dachschaden der Eltern ist
Du sprichst mir ja so aus dem Herzen !!
Moin,
(grosser Gegner von Psychopharmaka bei Kindern, wenn die eigentliche Indikation der Dachschaden der Eltern ist)
... das ist wieder eine so streitbare Aussage... ...aber das, was nach dem wenn kommt, lässt Dir ein Hintertor auf, denn die Richtigkeit der Aussage unter diesem Aspekt liegt natürlich auf der Hand. Feinfühlige Menschen jedoch, haben das Gefühl hier als verantwortungslos hingestellt zu werden, wenn sie ihr Kind mit "Ritalin und co." behandeln lassen. Nun kannst Du natürlich nichts für meine Feinfühligkeit und die anderer Menschen (oder bin ich hier der einzige von der Sorte?) ... und dass jeder nach dem bewertet wird was und wie er es im Forum schreibt, ist ja nun schon oft genug (von Dir) gesagt worden. Sorry, wenn ich immer mal wieder mit solchen Ausführungen langweile. :redhead:
@ uli & frieda
Ich muss nochmal nachhaken - bin schließlich in einer ähnlichen Situation wie der TO.
Wenn ich das nun richtig verstehe, gibt es also keine rechtliche Verpflichtung für den Arzt (und zwar genau in der ihm bekannten Konstellation wie beim TO und auch bei mir), mich bei Abänderung der Medikamention mit einzubeziehen und sei es nur dadurch, dass er eine Einverständniserklärung von mir bei der KM einfordert.
Bei der Art des Behandlungsbeginns, mit gemeinsamen Elterngspräch und Unterschrift beider Eltern, war ich dann also fälschlicher Weise davon ausgegangen. Nun gut, dann werde ich mich ab jetzt wohl regelmäßig mit ihm in Verbindung setzen müssen - spätestens, wenn ich merke, dass die Tabletten anders aussehen. Ich fürchte, auch damit werde ich ihm wertvolle Zeit rauben. 😉
Wieder was dazugelernt - danke. 🙂
Gruß Holger
