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alleinige Entscheidung der KM über 2.Fremdsprache im GYM 6.Klasse....

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(@hanno30000)
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Hallo zusammen,

mal wieder hat die KM bei der unsere nun 11jährige Tochter lebt allein entschieden das Töchterchen französich anstatt latein lernen soll.
KM hat obwohl Sie wuste das ich (gemeinsames Sorgerecht) anderer Meinung bin ohne mich davon in Kenntnis zu setzen das die Schule für eine Entscheidungsmitteilung "eines Sorgeberechtigten" allein unterschrieben und ohne dies zudem ohne mich zu informieren, Ihre Entscheidung eingereicht.

Nun, unsere Tochter ist für oder gegen die eine oder andere Sprache von Ihrer Mutter nicht aufgeklärt worden und hat auch nicht ein Elternabend besucht an dem mit Lehrern die Thematik besprochen werden sollte, sondern ebend einfach entschieden.
Denn vor Monaten sagte sie mir auf nachfrage "Latein spräche ja doch keiner mehr" also warum das dann lernen ? Zudem hat Sie natürlich unsere Tochter negativ zu latein beinflust.

Das allein zeigt u.a. nur wie "naiv" die KM an die Entscheidungsfindung herangegangen ist. Da unsere Tochter eine sehr gute Schülerin ist, zudem sehr ausgeprägte analytische Fähigkeiten  für Ihr Alter hat, möchte ich Ihr die Zukunft nicht durch eine falsche Sprachwahl einschränken, da bestimmte Studiengänge immer noch das kleine oder große Latinum vorraussetzen.

Was ist wohl die sinnvollte Vorgehensweise um die Mutter ihre Entscheidung zu revidieren, ein Gespräch beim Jugendamt oder evtl einen anderen Weg den ich derzeit nicht sehe ?
Mit Ihr direkt darüber reden ist unmöglich. Zu beachten ist, Sie ist 600km vor ca. 5 Jahren weggezogen, Umgang klappt zu Ferienzeiten sehr gut.

Beste Grüße

Hanno


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 14.06.2014 20:18
(@midnightwish)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hi Hanno,

zwei meiner Kinder haben Latein, eines Französisch. Beides hat seine Vor- und seien Nachteile.

möchte ich Ihr die Zukunft nicht durch eine falsche Sprachwahl einschränken, da bestimmte Studiengänge immer noch das kleine oder große Latinum vorraussetzen.

Ja für Theologie, Archäologie und einige geistewissenschaftliche Fächer. Alles Fächer, die später wahrscheinlich nicht sonderlich gefragt bzw. bezahlt sind. Zu deiner Beruhigung kann ich dir sagen (wurde uns letztes Jahr im Rahmen des Eintritts in die E- und Q-Phase erklärt), dass weder für Jura, noch für Human- oder Tiermedizin das Latinum (weder groß noch klein) nötig ist. In der Medizin hatten schon zu meinen Studienzeiten befreundete angehende Ärzte nur noch einen Lateinkurs in den Semesterferien besuchen müssen. Ich finde es nicht unebdingt naiv die Sprache auch ei nwenig anden Neigungen und Wünschen des Kindes zu orientieren. Meist bekommen die Kinder vor der Entscheidung auch eine Schnupperstunde und lernen die Sprache kennen, um ein wenig "mitentscheiden" zu können

Und aus eigener Erfahrung. Wer mit Widerwillen (weil die beste Freundin die andere Sprache lernt, oder man eben lieber mal den Austausch nach Frankreich machen möchte) eine Sprache lernt tut sich schwerer bzw. lernt sie nie richtig.

Du wirst natürlich die Möglichkeit haben das JA einzuschalten oder einen RA, du kannst auch versuchen die Schule davon zu überzeugen, dass sie eure Tochter nicht ohne deine Zustimmung in Latein unterrichten dürfen.

Tina


Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen

AntwortZitat
Geschrieben : 14.06.2014 20:41
(@beppo)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Moin.

Mal abgesehen davon, dass ich die Entscheidung für Französisch nicht für falsch halte und selber froh gewesen wäre, wenn meine Eltern mir nicht Latein vorgegeben hätten, hast du kaum eine Chance daran etwas zu ändern.

Wenn du Mutter und Tochter nicht überzeugen kannst, bleibt dir nur eine Klage vor Gericht und die wirst du mit hoher Wahrscheinlichkeit verlieren.
Das Gericht würde die Annahme, dass Latein für das Kindeswohl erforderlich sei, vermutlich zurück weisen.
Zumal es schon mehrere Kinder gegeben haben soll, die auch ohne Latein etwas geworden sind.

Ich selbst habe meinen Kindern die Entscheidung selbst überlassen, habe aber gesagt, dass ich Französisch für sinnvoller erachte.
Meine Älteste hat sich trotzdem für Latein entschieden und hat das später bereut. Sie hat keinen der, extrem wenigen "lateinischen" Berufe ergriffen und würde jetzt lieber Französisch können.

Insofern würde ich sagen, füge dich dem was deine Tochter möchte.
(Hast du mit ihr selbst mal darüber gesprochen?)

Und im übrigen, würde ich nun lieber sagen, "Alea iacta sunt" und nicht den Rubicon überschreiten.


Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.

AntwortZitat
Geschrieben : 14.06.2014 20:45
(@pinkus)
Nicht wegzudenken Registriert

Hallo Hanno,
das Problem ist ja, dass ihr 600km auseinander wohnt. So ist es Dir kaum möglich Deine Tochter zu unterstützen.
Mein Sohn hat auch Latein, hat es sich selbst ausgesucht. Ich hatte ihm nur zu Bedenken gegeben, dass von mir keine Hilfe erwarten kann, außer Vokabeln abfragen , ich hatte Französisch.
Ich finde Latein extrem schwer. Letztendlich muss das Kind die Sprache lernen und es sollte Freude daran haben.
Schon wegen der Texte ist Latein nicht unbedingt eine "Mädchen"-Sprache. Denn mindestens 4 Jahre lang Texte über Schlachten zu lesen, finden eher Jungs spannend...
Du kannst da leider nicht viel machen, solltest Du auch nicht, Du nimmst Deiner Tochter nur die Freude am Lernen.

LG Pinkus


AntwortZitat
Geschrieben : 14.06.2014 21:08
(@midnightwish)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hi,

Schon wegen der Texte ist Latein nicht unbedingt eine "Mädchen"-Sprache. Denn mindestens 4 Jahre lang Texte über Schlachten zu lesen, finden eher Jungs spannend...

ich glaub seit unseren Lateinzeiten hat sich da gewaltig was verändert 😉

Meine Mädels fanden Latein vor allem wegen der Aussprache und dem klar strukturiertem Aufbau gut. Und in den oberen Klassen werden teilweise Gedichte und Theater gelessen. Das finden meist Jungs dann nicht spannend 😉

Egal welche Sprache. Vor allem die Kinder müssen damit zurechtkommen.  Meine Kleine hat z.B. aufgrund eines Frequenzproblems beim Hören Probleme im Englischen. Da wäre Französisch schlicht und einfach eine Katastrophe geworden. Mein Kleine Chaosprinz kam mit der Striktur bei Latein nicht zurecht und fühlt sich mit Französisch pudelwohl.


Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen

AntwortZitat
Geschrieben : 14.06.2014 21:37
(@hanno30000)
Schon was gesagt Registriert

Unsere Tochter hat von mir 10 Gründe FÜR Französisch bekommen und daraus wurden dann aufeinmal 5 gegen Franz und 5 für Latein, und das nur nach wenigen Minuten.
Den einzigen Grund zu Beginn unseres Gespräches bestand für Franz nach Ihrer Aussage darin, das Sie es für den Schüleraustausch brauchen würde.

Mal abgesehen von Ihren jetzigen Berufswünschen (Schriftstellerin u.a.) hatte ich ja bereits geschrieben das Ihre persönlichen Fähigkeiten nach meiner Einschätzung eher dem Latein zusprechen.
Aber mal abgesehen davon möchte ich hier keine Diskusion losschlagen für die eine oder die andere Sprache...sondern lediglich vor allem die Mutter dazubringen sich mit dem Thema ausseinander zusetzen.
Denn das hat Sie aus bequemlichkeitsgründen nicht gemacht. Ich verfechte auch nicht ausschliesslich Latein, sondern möchte daher auch gerne das Ihre Lehrer (Deutsch und Englisch) eine Empfehlung aussprechen.
Leider hat die KM einen Elternabend zur Entscheidungsfindung einfach verstreichen lassen da Ihre Entscheidung schon lange feststand.

Klar kann die Lehrerempfehlung nur eine Tendenz aufweisen aber diese würde ich mehr Gewichten als die der Mutter die weder Latein noch Franz hatte und u.a. daher aber auch mangelns ernsthaften interesse an der Thematik nicht eine sachlich begründete Entscheidung gefunden hat.

Ich denke es bleibt nur das alsbaldige Gespräch mit dem Jugendamt, ausser ihr habt noch einen anderen Weg (???) um zu einer erneuten Entscheidungsfindung zu kommen, der vor allem den Neigungen und Fähigkeiten unserer Tochter entsprechen.

Sollte am Ende Franz dabei rauskommen beuge ich mich selbstverständlich, aber derzeit möchte ich der Naivität der Mutter etwas entgegenbringen um einer Fehlentscheidung vozubeugen.


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 14.06.2014 21:56
(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin Hanno,

mal unabhängig von der streng juristischen Betrachtung (innerhalb derer man trefflich darüber streiten könnte, ob die Entscheidung für eine bestimmte Fremdsprache nun eine Frage von "erheblicher Bedeutung" ist, die der Betreuungselternteil deshalb nicht allein entscheiden dürfe oder ob sie eher zur Alltagssorge gehört wie die Entscheidung für eine bestimmte Sportart): Selbst wenn Du deswegen eine Klage anstrengen würdest, würde Dein Votum ja nicht schwerer wiegen als das Deiner Ex; Du könntest damit bestenfalls ein Patt erzeugen, bis ein Gericht entschieden hat. Und das würde ziemlich vorhersehbar entscheiden, dass Du als Gelegenheits-Ferienvater weder ausreichend Möglichkeiten hast, die sprachlichen Neigungen Deiner Tochter zu beurteilen noch später in Hausaufgaben oder "Nachhilfe" eingebunden zu werden, was wiederum ein guter Grund ist, das Votum der Mutter als Betreuungselternteil stärker zu gewichten.

In der Schule war nach Deiner Angabe die Entscheidung "eines Sorgeberechtigten" gefragt; die hat Deine Ex getroffen. Ihre Gründe aus der Entfernung beurteilen zu wollen ist auch Dir praktisch unmöglich; Du sitzt ja nicht auf ihrem Schoss.

Deiner Ex mit dem Jugendamt ans Bein pinkeln zu wollen wird vorhersehbar ebenfalls schiefgehen: Zum einen ist eh das JA am Wohnort des Kindes für Beratungen zuständig und nicht das bei Dir; zum anderen kannst Du Dich dort gerne hinbemühen; Deine Ex ist aber nicht verpflichtet, an Jugendamtsgesprächen teilzunehmen, wenn sie keine Lust dazu hat.

Ich persönlich würde wegen sowas kein Fass aufmachen. Wenn Deine Tochter tatsächlich noch Latein (oder Altgriechisch oder Hebräisch oder sonstwas) lernen möchte, kann sie das auch später noch tun.

Grüssles
Martin
(der sich selbst 8 Jahre durch ein grosses Latinum gequält und seinen eigenen Kindern Latein deshalb erspart hat)


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

AntwortZitat
Geschrieben : 14.06.2014 22:04
(@ingo30)
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Moin Hanno,

sehe das auch eher sehr entspannt. Ich selbst hatte ab der 7. Klasse Französisch und dann später ab der 9. Latein genommen und das (damals noch angebotenene) kleine Latinum gemacht. Wer Spaß an Sprachen hat, findet genug Auswahl im Verlauf des Schullebens.

Ich seh da auch absolut kein "besser" oder "schlechter". Aus meiner Erfahrung sind beide Sprachen im späteren Verlauf anspruchsvoll. Aus diesem Grunde kann man ja auch später Fächer abwählen, wenn man damit nicht mehr klar kommt (oder noch Spanisch etc. hinzuwählen). Alles kein Problem - Wichtig ist, dass Eure Tochter Spaß an der Schule hat. Und dabei ist es egal ob sie die Geschichte des Minotaurus übersetzen kann oder literarisch mit Jean-Pierre nach Paris fährt 😉 Gruß Ingo


AntwortZitat
Geschrieben : 14.06.2014 23:58
(@pristine)
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Hallo Hanno,

kann es sein, dass Du Dich in erster Linie darüber ärgerst, dass Dich Deine EX nicht informiert bzw. Dich nicht bei der Entscheidung um Deine Meinung gebeten hat?

Gruß von Pristine


AntwortZitat
Geschrieben : 15.06.2014 00:57
(@hanno30000)
Schon was gesagt Registriert

Danke allen....

1. An der Schule kann nur bei entsprechender Nachfrage mit Ausnahme als 3. Fremdsprache später ab der 10. Klasse Latein gewählt werden.

2. Ja, es "ärgert" mich das KM nicht fragt und einfach entscheidet, aber das macht Sie "nie" und deshalb habe ich eine gewisse Gleichgültigkeit deswegen bei solchen Dingen entwickelt.

Es geht darum das unsere Tochter eine Entscheidung ohne fundamentales Grundlagenwissen für die Sprachen einfach von der Mutter übernommen hat. Denn weder die Schule hat Informationsveranstaltungen für die Kids angeboten (bis auf eine für die Eltern) noch hat sich die KM ausgiebig über F und F informiert sondern lediglich aus Urlaubsgründen sich für F entscheiden zumal "Latein eine tote Sprache" ist. Sie hat leider nicht den Ansprach etwas tiefgründiger daran zu gegen was leider unserer Tochter wiederholt nicht gut tut.

Ich hatte nun Kontakt sowohl mit den Klassenlehrerin , der Deutschlehrerin sowie einer Beratungslehrerin, die "uns" unterstützen wollen bei der Frage ob die Wahl für F richtig ist. Dazu möchten Sie unserer Tochter eine Hospitation in einer F und L Klasse anbieten. Des weiteren durch Gespräche die Vorteile der beiden Sprachen unserer Tochter näher bringen.

Ich muss nun, die KM überzeugen, das das sinnvoll ist. Ich werde die Entscheidung dann von unserer Tochter für die eine oder andere Sprache akzeptieren wie ich es zuvor auch getan hätte wäre die Entscheidung auf einen gesunden Wissensfundament für beide Sprachen entstanden.

Ich möchte anmerken, das unsere Tochter eine gute bis sehr gute Schülern ist, laut der Deutschlehrerin gar partiell etwas begabter ist und Sie daher Wege nach einer Einzelförderung sucht. Auch aus diesem Grund halte ich allein L sinnvoller als F... aber das steht erst an Nachrangiger Bedeutung, was ich nun denke...

...ich muss schnell Wege finden (Sommerferien und dann Klassenaufstieg) wie ich die KM überzeugen kann den Weg mitzugehen und unsere Tochter darin zu unterstützen sich mit beiden Sprachen zu beschäftigen um eine fundierte Entscheidung vor allem von Ihr selbst zu bekommen, die zudem wenig von der KM beeinflusst wird...


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 10.07.2014 19:43




(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin Hanno,

...ich muss schnell Wege finden (Sommerferien und dann Klassenaufstieg) wie ich die KM überzeugen kann den Weg mitzugehen und unsere Tochter darin zu unterstützen sich mit beiden Sprachen zu beschäftigen um eine fundierte Entscheidung vor allem von Ihr selbst zu bekommen, die zudem wenig von der KM beeinflusst wird...

ie ich Dir schon vor 4 Wochen unter #6 schrieb: Dieser Weg kann ausschliesslich ein Gespräch sein; Du hast keine juristischen Optionen, Deiner Ex Deine Vorstellungen bezüglich der Fremdsprachenwahl Eurer Tochter aufzuzwingen.

Als GSR-Inhaber wiegen Eure Vorstellungen zunächst genau gleich schwer; wenn ein Richter etwas braucht, was die Waage in eine der beiden möglichen Richtungen ausschlagen lässt, werden Gründe wie "Mutter betreut das Kind und ist mit den Folgen dieser Entscheidung täglich konfrontiert" oder "Französisch ist eine lebendige, Latein eine tote Sprache" den Ausschlag geben. Über eine Entfernung von 600 km kannst Du nicht einmal einwenden, dass Du Töchterlein bei den Latein-Hausaufgaben aktiv helfen könntest. Übrig bliebe beim Versuch einer gerichtlichen Klärung vermutlich kaum mehr als der Eindruck "hockt am anderen Ende der Republik, aber will seiner Ex einen beipulen."

Insofern: Mehr als das Gespräch mit Deiner Ex zu suchen und das Ergebnis notgedrungen zu akzeptieren kann man Dir auch heute nicht raten. Ein juristisches Fass solltest Du deswegen jedenfalls nicht aufmachen.

Grüssles
Martin


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Geschrieben : 10.07.2014 21:43
(@pristine)
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Hallo,

in der Regel können die Kinder später Französich oder Latein anfangen als dritte Fremdsprache.
Ist das keine Option für Dich?
Oder gibt es nur 2 Fremdsprachen an der Schule Deines Kindes?
Bitte nicht verzweifeln,  gut ist, wenn das Kind Spass an der Sprache hat, die es lernt. Dann wird es auch gut.

Ich persönlich habe Latein als zweite Fremdsprache gelernt, habe es geliebt. In Französich war ich später eine Niete...
Wie es mener Tochter geht, ist offen. Sie beginnt mit Englisch, dann Latein und später Französich oder Alt-Griechichisch. Mal schauen, wie es geht....

Gruß von Pristine


AntwortZitat
Geschrieben : 10.07.2014 22:27
(@pinkus)
Nicht wegzudenken Registriert

Hallo Hanno,

Es geht darum das unsere Tochter eine Entscheidung ohne fundamentales Grundlagenwissen für die Sprachen .... Denn weder die Schule hat Informationsveranstaltungen für die Kids angeboten ....

Ich hatte nun Kontakt sowohl mit den Klassenlehrerin , der Deutschlehrerin sowie einer Beratungslehrerin, die "uns" unterstützen wollen bei der Frage ob die Wahl für F richtig ist. Dazu möchten Sie unserer Tochter eine Hospitation in einer F und L Klasse anbieten. Des weiteren durch Gespräche die Vorteile der beiden Sprachen unserer Tochter näher bringen.

Wie entscheiden denn die anderen Kinder? Diese bekommen nicht diese Sonderbehandlung, die nun Deine Tochter erhält! Und glaube mir, nicht sehr viele Eltern geben den Kindern das fundamentale Grundwissen mit!
Wenn Deine Tochter so begabt ist, spricht doch auch nichts gegen Französisch, sie wird es leicht lernen und vermutlich das Gelernte im späteren Leben besser nutzen können als bei Latein. Urlaub z.B.  🙂

LG Pinkus

P.S. Mein Sohn hat sich für Latein entschieden, weil seine Freunde das nehmen! Ich konnte ihm auch kein fundamentales Grundwissen über Latein beibringen.
Letztendlich ist er es, der die Sprache lernen muss, hätte ich ihn "überzeugt" Französisch zu wählen, hätte er nicht mit viel Interesse und Freude gelernt.


AntwortZitat
Geschrieben : 10.07.2014 22:34
(@hanno30000)
Schon was gesagt Registriert

Wenn Deine Tochter so begabt ist, spricht doch auch nichts gegen Französisch, sie wird es leicht lernen und vermutlich das Gelernte im späteren Leben besser nutzen können als bei Latein. Urlaub z.B.  🙂

Warum sehen viele Menschen nicht das Latein mehr ist als eine "tote Sprache" die ebend nicht nur 2 Wochen im Urlaub genutzt werden kann ? Auch wenn die Wahl auf Französisch fällt sollte der Urlaub und die Anwendung der erlernten Sprachfähigkeiten IMHO einen sehr weit untergeordneten Grund bieten.

Mal abgesehen von den vielen Studienfächern und Fachrichtungen die Latein entweder als Zugang voraussetzen oder bei denen das große Latinum ungemein helfen wurde hilft (dir) Latein im Alltag die Deutsche Sprache "richtig" zu verstehen ungemein. Desweiteren wird über Latein der Zugang zu vielen weiteren Sprachen (den latainischen) ermöglicht, die z.B. F. nicht bietet. Zudem fördert Latein eher den "Geist" und und und....also wenn F. dann sollten schon mehr Gründe als nur der Urlaub kommen....;-)

Aber darum geht es nicht...mehr...

Ich werde das Gespräch mit der KM natürlich suchen müssen, hatte wohl im unbewussten gehoft hier etwas Unterstützung bei der Strategie dafür zu bekommen...aber klar ich bereite mich auf das Gespräch vor und ...schaue was bei raus kommt !


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Themenstarter Geschrieben : 11.07.2014 09:58
(@totohh)
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Moin.
ich glaube die Diskussion Latein oder eine lebende Fremdsprache bringt hier für den konkreten Fall nichts. Und wird auch immer von sehr pers. Erfahrungen und Vorlieben geprägt sein!

Du ärgerst Dich ja auch viel mehr (so lese ich Dich jedenfalls) darüber, dass KM und Tochter vielleicht so wenig vorher drüber nachgedacht haben... Aber an Deiner Stelle ist es halt schwierig, über so große Entfernungen Einfluss zu nehmen, auch wenn es (vielleicht) ein Recht eines GSR-Inhabers ist...

Ich würde mich nicht an KM wenden. Vermutlich erreichst Du dort mit sachlichen Argumenten eh (nichts) mehr. Sondern ich würde das Gespräch mit Tochter suchen. Ihr erläutern, warum Du ein Nachdenken über Latein für wichtig erachtest, ihr durchaus darlegen, dass es konkrete Berufe gibt, die leichter zu erlernen sind, wenn man jetzt schon Latein lernt, und auch, dass best. weitere Fremdsprachen sich leichter lernen, wenn man Latein kann.

Und dann lass Tochter entscheiden! Wenn ihr Argument ist, dass sie lieber Franz. machen will, weil da auch ihre Freundinnen sind, dann sei es so! Lieber ein Kind, dass hoffentl mit Freude und Freunden Franz. lernt, als das missmutig Latein lernen muss und vielleicht gar nicht an den Punkt kommt, wo es die Sinnhaftigkeit der toten Sprache erkennt!

An dieser Entscheidung wird sich nicht der Bildungsweg des Kindes entscheiden!

Bonne Chance, Toto


AntwortZitat
Geschrieben : 11.07.2014 10:11
(@beppo)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Warum sehen viele Menschen nicht das Latein mehr ist als eine "tote Sprache" die ebend nicht nur 2 Wochen im Urlaub genutzt werden kann ?

Und warum siehst du nicht, dass du vor Allem deine Überzeugungen und Einstellungen auf dein Kind projizierst?

Natürlich hat Latein in manchen Lebensplänen eine gewisse Bedeutung.
Aber in anderen eben nicht.
In anderen Plänen ist vielleicht Bio oder Mathe, oder eben Französisch viel wichtiger.

Mir und meinem IT-Beruf haben meine Lateinkenntnisse gar nichts gebracht, außer ab und zu mal ein paar schlau klingende Zitate anbringen zu können, die man sich auch durch ein intensives Studium von Asterix Heften aneignen kann.

Da ich immer international tätig war, hätte mir Französisch eher weiter geholfen.
Ein Problem war aber auch das nicht wirklich, da sich in meinem Geschäftsfeld alles auch mit Englisch lösen ließ.

Dein Kind kommt langsam in ein Alter, wo es lernt selbst sein Leben in die eigene Hand zu nehmen und das ist auch gut so.

Freiwillig gewähltes Französisch wird vermutlich deutlich lieber gelernt, als erzwungenes Latein.
Und selbst, wenn sie es später als Fehler erkennen sollte, weil sie sich doch für ein Leben in lateinischer Sprachen entschließt, so ist es eben ihr Fehler und sie wird selbst zu entscheiden haben, wie sie damit umgehen will.

Sie kommt in ein Alter, indem du sie nicht mehr erziehen kannst und mit Vorschriften kommen solltest, sondern mit Rat und gutem Vorbild.

Schildere ihr die Vorzüge, dies sie aus deiner Sicht mit Latein hätte, aber bedränge sie nicht.
Es ist ihr Leben und ihre Entscheidung.


Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.

AntwortZitat
Geschrieben : 11.07.2014 10:36
(@sittinbull)
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Ich würde auch das Gespräch mit der Mutter suchen, aber mit dem Inhalt, dass ich in Zukunft in solche Entscheidungen eingebunden werden will. Es hört sich für mich so an, als ob das dein Hauptproblem ist. Wusstest du nicht schon vorher, dass diese Sprachwahl ansteht?

Die Entscheidung Französisch/Latein ist für deine Tochter wahrscheinlich ohnehin gefallen. Wir hatten das Thema auch und es wäre sicher nicht möglich gewesen, unsere Große gegen ihren Willen zu der einen oder anderen Sprache zu drängen. Letztendlich hat sie übrigens das Sprachprofil gewählt und macht nun beides.


AntwortZitat
Geschrieben : 11.07.2014 11:47
(@midnightwish)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Mal abgesehen von den vielen Studienfächern und Fachrichtungen die Latein entweder als Zugang voraussetzen

Und welche zahlreichen Studienfächer sind es derzeit konkret für die zur Zeit noch das Latinum vorausgesetzt wird?

Außer Theologie, Latein (und andere Sprachwissenschaften), Philsosophie, Archäologie, Geschichte und andere Studien und andere Studienfächer, die meist nicht dazu führen, dass man seinen Lebensunterhalt gut bestreiten kann sind das?

Latinum hin oder her, wenn sie es wirklich benötigt kann sie es noch später nachholen, jetzt schon mit einem späteren Beruf zu argumentieren ist nicht zielführend. Höchstwahrscheinlich wird sie später ein Studium wählen mit dem sie Geld verdienen kann 😉


Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen

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Geschrieben : 11.07.2014 12:10
(@susi64)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hallo,

es wird zwar von Uni zu Uni verschieden sein, aber unter http://www.uni-saarland.de/fileadmin/user_upload/Studium/studienplanung/uebergreifend/Sprachanforderungen.pdf

findet man eine Übersicht über die Sprachanforderungen an der Uni des Saarlandes.

Im Prinzip sind es doch sehr wenige Fächer, die Latein wirklich brauchen, die allgemeine Aussage des Altphilologenverbandes, dass Latein für viele Studiengänge wichtig ist, ist so richtig wie falsch.

Wenn Deine Tochter eher zu den Studiengängen neigt, für die Latein erfoderlich ist, dann sollte sie Latein wählen. Aber für viele andere Studien ist Englisch viel wichtiger und Französisch gute Alternative. Für Mathematik z.B. braucht man Englisch, aber Französisch ist durchaus hilfreich, da es eine sogenannte französische Schule gibt, die zwar auch in Englisch publiziert, vieles aber eben auch in Französisch. Man sollte auch nicht unterschätzen, dass Spanisch eine "Weltsprache" ist und mit vielen anderen Sprachen verwandt ist.

Viele Grüße
Susi


AntwortZitat
Geschrieben : 11.07.2014 18:17
(@united)
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Moin Hanno,

Ich werde das Gespräch mit der KM natürlich suchen müssen, hatte wohl im unbewussten gehoft hier etwas Unterstützung bei der Strategie dafür zu bekommen...aber klar ich bereite mich auf das Gespräch vor und ...schaue was bei raus kommt !

Eine Strategie für ein Gespräch mit Deiner Ex zu entwickeln, ist aus der anonymen Ferne ziemlich unmöglich ...
... Du kennst sie deutlich besser als jeder andere Teilnehmer in diesem Forum.

Wenn sie sachlichen Argumenten gegenüber aufgeschlossen ist, versuche es sachlich.

Wenn Du erfahrungsgemäß sachlich mit ihr nicht weiterkommst, dann versuche es erst gar nicht.

Einen Richter, der Dich in Deinem Unterfangen unterstützt, wirst Du jedenfalls mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht finden.

Bei der Fremdsprachenwahl gibt es kein objektives "Latein ist besser" oder "Französisch ist besser".

Gruß
United


AntwortZitat
Geschrieben : 11.07.2014 18:41




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