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News zum Wechselmodell

 
(@diskurso)
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Studie 2011/2012 Deutsches Jugendinstitut:

"Wenn Eltern sich trennen - Familienleben an mehreren Orten"

http://www.dji.de/cgi-bin/projekte/output.php?projekt=1120

Auszug aus einem Interview:

In Deutschland bleiben die Kinder in der Mehrzahl der Fälle bei der Mutter, und der Vater sieht die Kinder an den Wochenenden. In anderen Ländern gibt es eine 50/50-Regelung. Frau Nimmo, können Sie anhand der Befragungen sagen, ob Kinder einen Lebensmittelpunkt brauchen – oder ob zwei gleichwertige „Zuhause“ ebenso dem Kindeswohl entsprechen?

Dass die Kinder in Deutschland nach einer Trennung oder Scheidung ihrer Eltern in den meisten Fällen den überwiegenden Teil der Zeit bei ihrer Mutter verbringen und ihren Vater regelmäßig besuchen, liegt einerseits an der Persistenz der normativen Geschlechterrollen, deren Grenzen sich jedoch zunehmend auflösen. Des Weiteren spielt vor allem der noch immer starke Einfluss der Bindungstheorie eine große Rolle, die meist konservativ interpretiert wird. Demnach wird die Mutter vor dem Hintergrund des kindlichen Wohls und der kindlichen Bedürfnisse oftmals als primäre Bezugsperson gesehen. Ebenso sind konservative Vertreter der Bindungstheorie der Ansicht, dass Kinder ein Zuhause brauchen. Darauf basiert die weit verbreitete öffentliche Meinung, dass Kinder, die an zwei Orten leben, mit Gefühlen der Entwurzelung, Zerrissenheit und Orientierungslosigkeit konfrontiert wären.

Für die von uns befragten mehrörtig lebenden Kinder aber lässt sich klar sagen, dass dies kein Problem darstellt. Sie entwickeln mehrfache Zugehörigkeiten: Sie fühlen sich an zwei Orten Zuhause, fühlen sich als Teil zweier Familien und sehen ihre beiden Eltern trotz der Trennung als Teil ihrer eigenen Familie. Dies trifft sowohl für Kinder zu, die ihren primären Lebensmittelpunkt bei einem Elternteil haben, ebenso aber auch auf Kinder, die zwei in zeitlicher Hinsicht annähernd gleichwertige Lebensmittelpunkte bei ihrer Mutter und ihrem Vater haben. Aus der Sicht der Kinder birgt das Aufenthaltsarrangement, bei dem es in zeitlicher Hinsicht zwei annähernd gleichwertige Zuhause gibt, den Vorteil, dass die Kinder gleich viel Zeit mit beiden Eltern verbringen können.

http://www.dji.de/cgi-bin/projekte/output.php?projekt=1120&Jump1=LINKS&Jump2=35

Es gibt auch ganz aktuell ein neues Buch zum Wechselmodell:
www.eine-woche-mama-eine-woche-papa.de


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 12.06.2012 13:35
(@fischkopf)
Rege dabei Registriert

Moin,

ich sehe das nicht als alleinige Bekräftigung des Wechselmodelles, sondern wie im Interview beschrieben gilt das auch für Kinder, die hauptsächlich bei einem Elternteil leben.
Es kommt doch darauf an, wie man die Zeit mit ihnen verbringt - dann ist auch der 14-Tages-Papa ein Zuhause.
Punkt.

Gruss Fischkopf


AntwortZitat
Geschrieben : 12.06.2012 13:58
(@diskurso)
Registriert

ich sehe das nicht als alleinige Bekräftigung des Wechselmodelles, sondern wie im Interview beschrieben gilt das auch für Kinder, die hauptsächlich bei einem Elternteil leben.
Es kommt doch darauf an, wie man die Zeit mit ihnen verbringt - dann ist auch der 14-Tages-Papa ein Zuhause.

Noch einmal zur Verdeutlichung:

Aus der Sicht der Kinder birgt das Aufenthaltsarrangement, bei dem es in zeitlicher Hinsicht zwei annähernd gleichwertige Zuhause gibt, den Vorteil, dass die Kinder gleich viel Zeit mit beiden Eltern verbringen können.

PS
Ich wollte hier aber keinen Thread über Vor-und Nachteile des Wechselmodells eröffnen, gibt es nämlich schon zuhauf.
Ich wollte lediglich für Befürworter diese neuen Erkenntnisse als Argumentationshilfe anbieten.


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 12.06.2012 14:10