Fliege heute um 16 ...
 
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Fliege heute um 16 Uhr

 
 Anny
(@Anny)

Hallo zusammen,
hat das jemand gesehen heute im Ersten?
Wird bestimmt wiederholt. Einige vom Väteraufbruch waren da. Wundere mich das auf diesen Seiten dazu nix steht oder ich nichts gefunden habe.
Habe es aufgenommen auf Video in LP bei Interesse kann ich die Aufnahme weiterschicken und alle anderen können das dann auch. Kein Thema.


Zitat
Geschrieben : 15.02.2005 20:48
(@frodo60)
Zeigt sich öfters Registriert

Kannst du das digital speichern und hier als download zur Verfügung stellen?


It's a womans world

AntwortZitat
Geschrieben : 15.02.2005 22:08
(@kleinegon)
Nicht wegzudenken Registriert

Hallo Anny,

habe es gesehen und leider nicht aufnehmen können (z.Zt. technische Probleme) . Für mich allerbeste Sahne. Es wird heute Nacht, ca. 2.00 Uhr wiederholt.

Kann das jemand auf DVD aufnehmen ???

Für mich wichtig die neuen Zahlen der BfA: bei Frauen steigt die psychische Betrreuung nach Trennung/Scheidung um 20%, bei Männern um 140% !! Ein gewaltiger Unterschied. Auch die Erklärung mit der Arbeitsteilung (Ehefrau ist zuständig für die familiären Kontakte/ Freunde) stimmt mit meiner Lebenserfahrung überein. Als alleinstehnder Mann, der noch dazu Unterhaltsverpflichtungen hat, ist es schwer, wieder zu einem glücklichen Leben zurückzukommen. Aber dies tut man den Kindern an. Ich habe die letzten Tage auch überlegt, ob ich einen solchen Vater haben möchte, wie ich mich jetzt fühle. Irgendwann verlässt mich die Kraft. Meine Ex hat mir geschrieben, ich solle die Bibel bei Salomon lesen -- und jetzt zitiert sie mich zum Jugendamt, da unser Sohn aufgedreht und ausgepowert von mir zu ihr zurückkommt -- und bei ihr aggressiv ist. Bei mir ist er ein Lamm.

Aber zur Sendung:
Zum ersten Mal habe ich öffentlich gehört, dass durch die psychische Belastungen ein enormer Volkswirtschaftlicher Schaden entsteht. Und die Perversität unseres Rechtsstaates, dass ein anerkannter Nicht-Vater Kindesunterhalt bezahlen muß -- und das geht bis nach ganz oben. Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen für die deutschen Gerichte, als ob sie nicht schon genug zu tun hätten -- und nichts durchsetzen können-

Ich möchte hier in Deutschland das dänische Scheidungsrecht !!!! Das besteht seit den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts --- und funktioniert bei über 90% der Fälle ohne Schaden für die Kinder und den sich trennenden Eltern.

Lasst mich weiterträumen !!!!

Kleinegon


Hast Du nur eine Möglichkeit, dann bist Du in einer Zwangslage. Bei zwei Möglichkeiten hast Du nur das Entweder - Oder. Such Dir eine dritte Möglichkeit. Jetzt hast Du Wahlmöglichkeiten und es beginnt die Verantwortung in Freiheit.

AntwortZitat
Geschrieben : 15.02.2005 23:43
 Anny
(@Anny)

Kannst du das digital speichern und hier als download zur Verfügung stellen?

hi Frodo,
das wäre zu schön leider kann ich das nicht.
Aber wird doch in der Nacht wiederholt.


AntwortZitat
Geschrieben : 16.02.2005 00:51
 Anny
(@Anny)

Kleinegon hi,
Bibel lesen schadet in der Tat keinem aber verstehen sollte man sie schon:)
Ok, die Infos fand ich schon ganz gut aber ansonsten war das nicht so krass dargestellt, wie es eigentlich oft in der Realität ist.
Mir kam der Herr Fliege ein bisschen zu locker rüber, ok ist seine Art aber ich hätte das gerne etwas emotionaler gesehen und auch dem Vater mit den 7 Kindern hätte man ausreden lassen sollen oder ihm konkretere Fragen stellen können.
Beigeistert war ich nicht. Hätte es auch gut gefunden, wenn die Männer vom Väteraufbruch ein paar Sätzchen mehr hätten sagen dürfen. Na ja.
Kopf hoch und niemals unterkriegen lassen.
Hast du einen Verweis auf das dänische Recht?


AntwortZitat
Geschrieben : 16.02.2005 00:57
(@kleinegon)
Nicht wegzudenken Registriert

Hallo Anny,
danke der Nachfrage. In ARTE kamen Reportagen, die die unterschiedlichen Rechtssprechungen in den europäischen Ländern verglichen.

In Dänemark ist die Scheidung ein formaler Akt beim "Bürgermeisteramt um die Ecke" und kostet ca. 50-100€, unabhängig vom Vermögens- bzw. Streitwert. Hier verdienen sich teilweise die Anwälte ein Vermögen.

Voraussetzung für eine Scheidung ist eine Trennungszeit von 6 Monaten.

Weiterhin kann nur in dieser Art geschieden werden, wenn sich die Eltern über alle Einzelheiten (Unterhalt, Umgang etc) einig sind. Um diese Einigkeit zu erzielen gibt es Berater bzw. Mediatoren. (Ich weiß nicht, ob die von den Eltern zu bezahlen sind).

Häufig ist es so, dass in der Trennungszeit mit Hilfe dieser Mediation die Streitpunkte geklärt werden und die Eltern wieder zusammen kommen. In den anderen Fällen wird die Vereinbarung dahingehend geprüft, ob einer der Seiten den andern unzumutbar über den Tisch zieht. Dies soll nach einer Mediation nicht vorkommen.

Für alle, die eine Vereinbarung nicht schaffen (und dies sollen eben nur noch 10% sein), wird die Scheidung "teuer". Hierzu müssen die Scheidungswilligen vor Gericht ziehen. Nähere Angaben wurden dazu nicht gemacht.

Für mich ist interessant, dass diese Regelung bereits seit den 20-iger Jahren des letzten Jahrhunderts eingeführt wurde und die Gesellschaft geprägt hat. Man kann, ohne einen Gewinner oder Verlierer (insbesondere die Kinder!) zu produzieren, eine Fehlentscheidung, den/ie falschen Partner/in geheiratet zu haben (oder man hat sich auseinandergelebt etc.....), rückgängig machen. Die Verantwortung für die gemeinsamen Kinder bleibt bei beiden. Der Staat greift i.d.R. in Form des Jugendamtes nicht ein. Im Gegensatz bei uns, wo "Dreizeiler" ohne Anhörung und ohne sachliche Begründung (so bei mir) ein Urteil entscheiden (können).

Mir ist klar, dass die Einführung eines derartigen Scheidungsrechts bei uns viele Jahre braucht, bis sie bei uns verinnerlicht ist. Noch immer wird die Familie "hochgehoben" und als das Fundament unserer Gesellschaft stilisiert. Ich empfinde es jedoch als Abgrenzung und einen Pseudoschautz zu anderen. (Als ich berufl. ins schwäbische aufs Land zog, hieß es: wo gehörsch denn Du no?) Von Familienpsyhcologen wird doch bei gut funktionierten Patchworkfamilien (also Kontakte zum anderen Elternteil -- plötzlich 4 Großelternpaare etc) positiv hervorgehoben, dass die Kinder in den unterschiedlichsten Lebensformen groß werden und dadurch angeregt, gefördert und toleranter werden. Und genau so sehe ich es auch in Dänemark. Die Kinder / Menschen kennen ihre Wurzeln und profitieren von allen. So könnte eine offene Gesellschaft entstehen, die wir unbedingt brauchen. Hier bei uns werden zu oft Gewinner und Verlierer produziert.

Zur Fliege-Sendung: man kann immer eine Sendung kritisieren, aber wir brauchen die Aufmerksamkeit in allen Bevölkerungsschichten. Und "Fleige" ist ja nun keine Sendung für Hochintelektuelle sondern für Hausfrauen, Rentner,........... Und wenn auch die für diese Problematik sensibilisiert werden und wir es erreichen, dass eine Partei endlich das Scheidungsrecht im "Dänischen " Sinne angehen will, dann steht da eine größere Wählerschaft dahinter. Verbunden mit dem volkswirtschaftlichen Schaden, dann könnten auch die Steuerverschwender hinzukommen. Wäre das nicht attraktiv für eine Partei ? Etwas anderes als die Genter-Politik, wo sich auch Uni´s darum kümmern.

Also, lass mich weiterträumen und hoffen, dass mein Sohn seine (Hoffentllich NICHT) Fehlentsheidung einer Ehe nicht derart zu büßen hat wie viele Väter, zu denen ich mich auch zähle -- ohne in Selbstmitleid zu verfallen.

Kleinegon


Hast Du nur eine Möglichkeit, dann bist Du in einer Zwangslage. Bei zwei Möglichkeiten hast Du nur das Entweder - Oder. Such Dir eine dritte Möglichkeit. Jetzt hast Du Wahlmöglichkeiten und es beginnt die Verantwortung in Freiheit.

AntwortZitat
Geschrieben : 17.02.2005 00:03
(@catilotti)
Rege dabei Registriert

Ich habe die Fliege-Sendung auch gesehen. Und ich meine ebenfalls, dort ist nicht die richtige Plattform, alles knallhart und scharf zu diskutieren.

Schätze für die meisten Zuschauer ist die Info, daß Väter nicht immer die Bösen und vor allen Dingen die Gewinner sind schon mal was ganz Neues ...

In der Öffentlichkeit ... also bei "normalen" Leuten herrscht ja schließlich immer noch die Meinung, daß die Männer einfach die Familien im Stich lassen um mit der neuen, jungen Frau ein Leben in Saus und Braus zu führen. Die arme Mutter mit den armen Kindern ist immer die Gelackmeierte, die zu schützen ist ... So meint doch jeder .... Aber vielleicht eben nicht mehr lange, wenn es weiterhin immer mal wieder Sendungen und andere Puplikationen in Focus etc gibt ...

Langsam nährt sich das Eichhörnchen


AntwortZitat
Geschrieben : 17.02.2005 15:23