Gute Frage
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Bitte Abstimmen.
Gruss Beppo
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
Hallo Beppo,
ich weiß nicht, ob ich die Frage gut finden kann, denn wer sich nicht um Verhütung kümmert, darf auch dann den schwarzen Peter nicht woanders suchen.
Liebe Grüße
Andrea
Die 7 Todsünden der modernen Gesellschaft? Reichtum ohne Arbeit. Genuss ohne Gewissen. Wissen ohne Charakter. Geschäft ohne Moral. Wissenschaft ohne Menschlichkeit. Religion ohne Opfer. Politik ohne Prinzipien.
Dalai Lama
Hallo Andrea,
lies dir mal seinen Link durch. Ist zwar etwas länglich, aber durchaus fundiert.
Dort wird auch auf die Verhütungsfrage eingegangen.
Dass es etwas schwierig sein kann, so etwas in eine griffige Frage zu stopfen kann ich durchaus verstehen.
LG Beppo
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
Hallo Beppo,
ich glaube Andrea meint, dass ein Mann, der partout kein Kind mit dieser Frau, die er gerade beglückt haben will, halt Kondome benutzen muss, auch wenn er ihr "vertraut", dass sie verhütet. Ich sage mal, wer einem anderen die Verantwortung überlässt, darf sich hinterher nicht beschweren, wenn was schiefgeht.
Dass ich bewusstes Vortäuschen von Übernahme der Verhütung mit dem Ziel, ein Kind zu bekommen, nicht gutheiße, versteht sich von selbst, aber darum geht es eben nicht.
Außerdem - Pearl-Index - hin oder her, wie willst Du beweisen, dass die Frau vorsätzlich die Verhütung weggelassen hat? Und ohne den Beweis des Vorsatzes, wird man darunter keine Straftat subsumieren können. Da sticht dann der objektive Beweis der Vaterschaft. Und obendrein steht Aussage gegen Aussage.
Ich verstehe das Ansinnen der verar***ten Väter durchaus. Aber auch ich finde, die Verantwortung muss Mann eben schon selbst übernehmen.
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Die gute VdL ist Familienministerin und steht vor der Frage, warum es so wenig Kinder gibt und was man dagegen tun kann.
Da hilft es schon ein wenig, sie darauf aufmerksam zu machen, dass es für jeden Mann ein unwägbares Risiko darstellt, mit einer Frau ins Bett zu gehen.
Vielleicht kommt sie ja darauf, dass dieses Problem nicht dadurch gelöst wird, alle Männer, noch vor der Geschlechtsreife zur Vasektomie zu veranlassen.
LG Beppo
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
Hi Beppo
Zynisch LBM mit meinen Worten wiedergegeben: Vertraue keiner Frau. Jedenfalls nicht dann, wenn es um wirklich wichtige Dinge wie Nachwuchs und damit Verantwortung für die nächsten Jahrzehnte geht. Und Frauen reden viel, nur das Wichtige sagen sie nicht.
Weisst Du LBM, ich habe das selber hinter mir. Es geht doch gar nicht um
dass ein Mann, der partout kein Kind mit dieser Frau, die er gerade beglückt haben will
sondern um Mitsprache, Absprache und Vertrauen. Da kommen dann solche Worte wie "Mit Gummi ist es nicht echt." oder "Du vertraust mir wohl nicht." Ja klar, verantwortungsbewusste Menschen sagen sowas nicht. Aber es kommt häufig vor und dann steht Mann vor dem Dilemma. Warum noch mal ist diese Spezies drittbeingesteuert?
Es ist einfach ein Kreuz.
Gruss oldie
Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
Moin,
ich meine, dass es sich manchmal zu einfach gemacht wird, dass "Mann" sich schließlich selbst um die Verhüttung kümmern kann/könnte. Das ist meines erachtens in vielen ungewollten Fällen "blabla".
Wie sieht es in einer Partnerschaft meistens aus? Es gibt eine Art grundvertrauen, auch die Verhütungsfrage zählt ja nun mal dazu. Weiterhin gibt es, mit Ausnahme des Kondomes, keinen effektiven Verhütungsschutz für den Mann. Wer also die naturellere Art bevorzugt, und hierzu zählen nicht nur Männer, hat nicht allzuviele Möglichkeiten. Es gibt schließlich auch Ehen, in denen plötzlich zusätzlicher Nachwuchs ins Haus steht, wo der Mann niemals seine Einwilligung gegeben hat. Und dann?
Frauen haben eine Wahl, die Männer schlichtweg verwehrt wird. Das ganze wird dann mit einem Betreuungsunterhalt gekrönt, der formaljuristisch auch noch Schadensersatz genannt wird. Das wäre ungefähr so, wie wenn ich in Dein Auto fahre und Dich zur Schadensregulierung auffordere und auch noch Recht bekommen würde.
Kasper
Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht Ändern kann, den Mut, Dinge zu Ändern, die ich Ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
Hallo ihr zwei,
wisst ihr, diese Absprachen gehen wahrscheinlich auch unter Millionen Paaren gut. Es gibt sicher die statistischen Verhütungspannen, okay. Und dann eben die wenigen? Ausreißer?, die eben den gummiunwilligen Mann zum Zeugen ihrer Kinder benutzen. Und sicher, wem macht das mit Latex schon Spaß.... Das ist eben die Krux, vernünftig ist man nicht gern.
Mir geht es einfach darum, dass ich den Ausspruch "Frau hat mich ungewollt zum Vater gemacht" ergänzt wird mit "und ich war zu blöde im richtigen Moment selbst Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen". Meist entstehen diese Kinder ja in Kurzzeitbeziehungen und nicht in längerwährenden Partnerschaften, wo Mann sich mit Recht darauf berufen kann, dass es eine gemeinschaftliche Absprache war....
Beppo, ich widerspreche Dir auch nicht. Man sollte aber schon berücksichtigen, dass es ein Unterschied ist, ob ein reiferer Mann wohl überlegt mit einer Frau das Lager zu teilen oder ein - meist jüngerer Mann alles mitnimmt, was er so erleben kann, ohne dabei zu seiner eigenen Sicherheit zu verhüten...
Es ist einfach ein Kreuz.
Da hast Du Recht. Wobei ich halt einfach Deine Aussage
Vertraue keiner Frau.
korrigieren möchte: "Sieh Dir die Frau, der Du vertraust, genau an!" Ich glaube, genaues Hingucken würde schon oft eine Menge retten.
@Kasper: ich würde da schon ein wenig trennen zwischen ungewollten Kindern in Partnerschaften (und damit meine ich nicht die, die gerade 4 Wochen zusammen sind) und Kindern aus ONS oder Affären.
Ich würde zB niemals - würde ich nicht verhüten - einem Mann vertrauen, der sagt: "Ich passe auf!" (wie auch immer er das zu tun gedenkt). :knockout: Wenn ich kein Kind will, dann übernehme ich auch die Verantwortung dafür, ich muss meinen Anteil daran, wenn es "schiefginge" schließlich höchstpersönlich tragen.
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
@LBM, hast du den Knol denn mal gelesen?
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
@Beppo: Ja.
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Gute Frage
Hallo,
das sehe ich anders. Der Tom Freier scheint recht realitätsfremd zu sein. Und sein Vorschlag
"Eine Möglichkeit Schwangerschaftsbetrug und Zwangsvaterschaft zu vermeiden bzw. einzudämmen, sehen wir in der schriftlichen Einverständniserklärung des Mannes zu einem Kind. Frauen sollen nur dann Unterhalts-ansprüche gegen den Mann geltend machen können, wenn der Mann eine Einwilligungserklärung für ein Kind abgegeben hat. Ohne Einverständniserklärung sollen Männer nicht zu Unterhaltszahlungen herangezogen werden können. Die Einverständniserklärung erfordert ein Gespräch, ob der Sex dem Vergnügen dienen oder ob er zur Zeugung eines Kindes stattfinden soll. Männer haben so die Möglichkeit, Sex mit Frauen mit Kinderwunsch zu unterlassen und so eine ungewollte Vaterschaft von vorne herein zu vermeiden. Auch Frauen mit Kinderwunsch müssten, der Redlichkeit wegen, Sex mit einem Mann, der kein Kind haben möchte, unterlassen. Die Einverständniserklärung macht die Trennung zwischen Sex zum Vergnügen und Sex zur Zeugung deutlich und erfordert und fördert ein gründliches Gespräch über einen verantwortlichen und einvernehmlichen Kinderwunsch. "
ist schlicht grotesk und völlig außerhalb aller Rechtsnormen und noch mehr außerhalb aller menschlichen Verhaltenswseisen. Wenn Mann (so gut wie möglich) sicher vor unerwünschter Vaterschaft sein will, muss er verhüten. Alles andere, zum Beispiel dieser lächerliche opt-in-Vorschlag, ist , Verzeihung, Hirnwixerei.
/elwu
@elwu: ja den Part fand ich auch am knusprigsten! :rofl2:
Der Knol ist in Ansätzen ganz gut, aber in Ausschnitten auch ziemlich arm.
Schwangerschaftsbetrug ist deshalb meist ein Ausnutzen der "sechs"-biologischen Mechanismen des Mannes.
Schon arm dran, so ein Mann.
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Hi
Das man das ganze nicht formalrechtlich fassen kann ist verständlich. Wie soll Frau beweisen, dass die Pille nicht gewirkt hat. Nur finde ich die einseitige Auslegung, dass ausschliesslich der Mann die Schuld an einer Schwangerschaft hat (er hat ja nicht verhütet) und daher zahlen darf ebenfalls grotesk und völlig ausserhalb der Rechtsnorm, wie elwu es so schön sagte. Bei der Ehescheidung wurde die Schuldfrage aus verständlichen Gründen beseitigt - es gibt nun mal keine objektiven Grundlagen dafür. Warum nicht auch beim Kinder zeugen? Warum hat der kinderbetreuende ET grundsätzl. einen Anspruch auf 770€ bzw. auf Erstattung von Ausfallgeld? Die ganze Unterhaltssache ist doch das ideale Einfallstor für arbeitsscheue Menschen, welche lieber auf Kosten von anderen leben wollen. "Dann lass ich mir ein Kind machen, stosse den Partner ab und kassiere. Das Kind sehen? - wozu! Umgang? - der spinnt wohl! Ist ja schliesslich mein (mich ernährendes) Kind."
brille meint immer so schön - "man muss es sich auch leisten können". Warum nicht auch eine KM? Warum fast immer nur der KV? Warum ist nicht auch eine KM gesteigert verpflichtet einer Erwerbsobliegenheit nachzugehen, auch wenn sie das Kind hat. Und das auch noch mehr als drei Jahre lang. Jaja - alles Einzelfallentscheidungen. Drei Jahre lang zu Hause rumsitzen, Kind wickeln und streicheln. Die Leute spinnen einfach. Würde es genug anerkannte Arbeitsplätze geben, von welchen der Arbeitnehmer auch real existieren kann und auch noch Kinder ernähren, so wäre diese Problematik längst Geschichte. Aber nein, jetzt darf auch ein 1€-Jobber 40 Strunden die Woche arbeiten - Prost Deutschland.
Solange die Rechtssprechung so verfährt wie gehabt wird auch dieses Thema ewig Bestand haben. Und solange die Gesellschaft dies akzeptiert.
Gruss oldie
Edit: Rechtschreibkorrektur
Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
Hallo ihr Lieben,
ich bin der lebende Beweis, dass seine Theorie Blödsinn ist. Als ich meinen lieben Mann kennenlernte, waren wir uns auch einig, b e i d e keine Kinder mehr zu wollen. Dann bekam ich aber eine schwere Nierenbeckenentzündung und mußte Antibiotika nehmen, die die Pille außer Kraft setzten. Als ich dann festgestellt habe, dass ich schwanger bin, war es für die Pille danach natürlich zu spät.
So. Das Kind habe ich (ursprünglich) nicht gewollt. Nun war es aber unterwegs. Nichts und niemand hätte mich zu einer Abtreibung bewegen können. Für mich ist das Mord. Das ist meine Meinung.
Hab ich betrogen? War ich nun alleine verantwortlich? Das sehe ich nicht so und Andreas hat das auch nicht so gesehen.
Biologie ist nicht 100 % planbar und schon gar nicht vertraglich festzulegen.
Ich hatte im 4. Monat eine Fehlgeburt.
Und was ist dann, wenn bei Kinderwunsch beiderseits keine Kinder kommen? Ist das dann Vertragsbruch, weil der arme Mann sich so ins Zeug gelegt hat und er hat Anspruch auf Schadenersatz? :rofl2:
Ansonsten bin ich auch der Meinung, dass es auch in monetärer Hinsicht die Pflicht beider Eltern ist, sich um ihre Kinder zu kümmern.
Liebe Grüße
Andrea
Die 7 Todsünden der modernen Gesellschaft? Reichtum ohne Arbeit. Genuss ohne Gewissen. Wissen ohne Charakter. Geschäft ohne Moral. Wissenschaft ohne Menschlichkeit. Religion ohne Opfer. Politik ohne Prinzipien.
Dalai Lama
@Andrea: kleiner ironischer Seitenhieb: Vor noch nicht allzulanger Zeit wurden Frauen verstoßen, ev. sogar umgebracht, wenn sie dem Mann statt dem erforderlichen Kronprinzen nur Töchter geschenkt haben. Heute weiß man dummerweise, dass das Losglück "im Sack" liegt. 8)
Ich wünschte mir einfach in diesen ganzen höchstpersönlichen Bereichen mehr Einzelfallbetrachtung und Eigenverantwortung. Das würde in meinen Augen zumindest so viel einfacher machen.
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Hallo
Nun war es aber unterwegs. Nichts und niemand hätte mich zu einer Abtreibung bewegen können. Für mich ist das Mord. Das ist meine Meinung.
Ja, das ist das Problem. Die Frau beschließt Mutter zu werden und nebenbei beschließt sie für den Mann, das er Vater wird, ob er nun will oder nicht und ungeachtet dessen, was vereinbart war, da jegliche Vereinbarung rechtlich einseitig von der Mutter gekippt werden kann. Und ebenso nebenbei und selbstverständlich darf der Vater dann zahlen.
Meine Meinung schreibe ich jetzt lieber nicht.
LG Jemmy
Die Lüge wird nicht zur Wahrheit, weil sie sich ausbreitet und Anklang findet. (Mahatma Ghandy)
Das Böse triumphiert allein dadurch, dass gute Menschen nichts unternehmen (Edmund Burke).
Everybody wants to rule the World
Hallo Jemmy,
da ist wohl die Frage, ab wann man "Mutter werden" definiert. Ausgesucht habe ich mir das ja nicht. Ich habe Kinder und kann sowas nicht killen.
Genau so stellt sich für mich auch die Frage: Wird der Vater erst mit Geburt Vater?
Liebe Grüße
Andrea
Die 7 Todsünden der modernen Gesellschaft? Reichtum ohne Arbeit. Genuss ohne Gewissen. Wissen ohne Charakter. Geschäft ohne Moral. Wissenschaft ohne Menschlichkeit. Religion ohne Opfer. Politik ohne Prinzipien.
Dalai Lama
Ich wünschte mir einfach in diesen ganzen höchstpersönlichen Bereichen mehr Einzelfallbetrachtung und Eigenverantwortung. Das würde in meinen Augen zumindest so viel einfacher machen.
Dieses Forum ist der lebende Beweis, dass diese Einzelfallbetrachtung nicht soviel bringt.
@Andrea,
es gibt Ausnahmen, unbestritten. Vielleicht sogar recht viele Ausnahmen. Allerdings könnte ich aus dem Stand heraus mehr Frauen benennen, die Aufgrund des Versorgerprinzips schwanger geworden sind, wie durch einen Unfall.
Mir leuchtet es ein, dass gerade auf diesem Gebiet eine Schuldzuweisung recht schwierig bis unmöglich ist. Allerdings geht es aufgrund der Gerechtigkeit auch um ein Stück Gleichberechtigung. Die Wahlmöglichkeiten der Frauen haben Männer einfach nicht, schon aus rein biologischen Beweggründen. Angenommen, ein Mann würde darüber mitentscheiden können/wollen, ob ein Kind geboren wird, oder nicht, geht sofort um die Selbstbestimmung der Frau und die Bestimmung über denen Körper. Gemessen an den katastrophalen finanziellen Exedus des Mannes leuchtet es aber auch ein, dass die Gefahr und die Finanzierung dessen nur einseitig Verteilt wurde.
Der Gesetzgeber propagiert auf der einen Seite Kinderbetreuung ab dem ersten Jahr und ist bereit die Mittel hierfür zur Verfügung zu stellen. Auf der anderen Seite, solange ein möglicher Zahler vorhanden ist, darf die KM aber möglichst lange zu Hause bleiben. Hierbei ist es zum Teil nicht einmal wichtig, dass der Zwerg vielleicht gar nicht betreut wird, weil er z.B. im Kindergarten ist. Haushalt ... ein hübsches Argument, muss der Unterhaltszahler auch nach Feierabend erledigen.
Was mir wirklich auf den Nägeln brennt, ist die Bezeichnung "Schadensersatz" und daran hängt sich auch vieles auf. Es ist also jemand zum Schadensersatz verpflichtet, der den Schaden zumindest nicht alleine herbeigeführt hat. Die zweite Hälfte wird einfach verschluckt und für Recht befunden. Der Grund ist einfach wei einleuchtend, die Allgemeinheit darf nicht belastet werden. Aber darf ein Leben willkürlich zerstört und dranglasiert werden, derjenige keinerlei Entscheidungsbefugnis über sein eigenes Leben mehr hat. Ja, ihm sogar (ich schreibe aus rein männlicher Sichtweise) durch obskure Rechnungsmodule mehr wie der letzte Cent aus der Tasche gezogen wird und er am Sozialhilfesatz lebt.
Die DT steigt jährlich, EU/TU wird mit gesteigerten Lebenserhaltungskosten begründet. Der SB hat sich seit Jahren nicht verändert. Es geht auch um die einseitige, undemokratische Rechtssprechung, die rein subjektiv nicht mit dem Grundgesetz vereinbar ist, aber "Schön-Ge-Rechtssprecht" wird. Verfassung und Gesetze können nur Geltung haben, wenn sie vom Volk verstanden wird, und nicht umständlich erklärungsbedürftig ist. Zu diesem Volk gehören, das mag jetzt vielleicht die eine oder andere Frau nicht gerne hören, auch Männer.
Gruß
Kasper
Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht Ändern kann, den Mut, Dinge zu Ändern, die ich Ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
Hi
Ja Andrea, so sieht es aus. Aber wer entscheidet (z.B. in Deinem Fall) letztendlich darüber, ob das Kind auch das Licht der Welt erblickt ?
Es jetzt aber ausschliesslich auf den Aspekt der nun wirklich versehentlichen Schwangerschaft zu reduzieren greift m.E. viel zu kurz. Doch auch hier stellt sich mir die Frage: Wer entscheidet letztendlich, und wer muss dafür dann die moralische, finanzielle oder auch erzieherische Verantwortung übernehmen? Das es bei Euch beiden kein Thema war ist ja ok und schön, nur wie sieht es aus wenn unterschiedlkiche Auffassungen vorliegen?
Gruss oldie
Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
@Jemmy und Andrea:
Beides berechtigte Einwände. Und beides rein subjektives Empfinden.
Ich bin zwei Mal schwanger gewesen und für mich hat sich beide Male das "ich werde Mutter"-Gefühl sofort eingestellt. Als ich das erste Kind in der 10. Woche verloren hatte, habe ich da wirklich eine Weile um "das KIND" und nicht "um den Zellklumpen" getrauert. Übrigens genauso, wie der beteiligte Vater.
Ich will jetzt hier sicher keine Abtreibungsdiskussion anzetteln, aber ich glaube, diese Frage muss dem überlassen bleiben, der den Eingriff an seinem Körper und auch Seele verkraften muss. Ich glaube auch nicht, dass Männer, könnten sie Kinder bekommen, sich da von einer Frau reinquatschen lassen würden!
Für mich jedenfalls entstand in beiden Schwangerschaften von Beginn an ein Bild von dem, was mich in ein paar Monaten erwarten würde. Ich hätte auch niemals abtreiben können. Ich kenne übrigens auch Frauen, die sagen, sie hätten mit einer Abtreibung kein Problem und dann, als sie schwanger wurden, war dieser Gedanke unvorstellbar für sie. Es muss also doch ein bißchen mehr sein, als ein nüchterner Eingriff, wie eine Blinddarm-OP.
@ Kasper: Das Schlimme ist, es wird NIE eine für alle Seiten zufriedenstellende Regelung geben. Das liegt schon allein in der Tatsache begründet, dass sich nicht mal die Geschlechter untereinander einig sind. Dass auch noch ein weitverbreiteter Konservativismus vorhanden ist. Da braucht man sich nur mal die Herren der CSU ansehen.
Und was ich mit Einzelfallbetrachtung meine ist, dass ich dieser vermehrten Neigung zu pauschalisieren entgegentreten möchte. Jeder Einzelne von uns kann nur im Rahmen seiner eigenen Möglichkeiten versuchen, es besser zu machen. Daher kann ich persönlich pauschale Aussagen über "Männer", "Frauen", "Mütter", "Väter" wie zB "Männer sind die Opfer" und "Frauen die bösen Schmarotzer" einfach nicht ab.
@ Oldie: Deine Frage führt mich wieder dahin: Wenn ich für etwas die Verantwortung nicht tragen will, muss ich alles dafür tun, dass ich nicht in die Situation komme, dass ich zur Verantwortung gezogen werden könnte. Eine andere Lösung sehe ich einfach nicht, weil die Verweigerung des objektiv Beteiligten nicht zu Lasten Dritter gehen kann (Staat).
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
