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BGH stärkt Unterhaltsrecht geschiedener Hausfrauen

 
 Uli
(@Uli)

Gerade eben im WDR2-Radio gehört und sofort ergooglet:

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat bei Scheidungen den Unterhaltsanspruch von Hausfrauen verbessert, die in der Ehe über Jahrzehnte Haushalt und Kindererziehung übernommen hatten. In dem am Montag in Druckfassung veröffentlichten Urteil stellte der oberste Familiensenat klar, dass in solchen Fällen die Frau unbefristet Unterhalt erhalten muss.

Der BGH gab einer 58-Jährigen Recht, deren Mann nach der Scheidung nur 50 Euro im Monat überwiesen hatte. Das Oberlandesgericht Hamm muss den Fall nun erneut verhandeln Der Fall betraf eine heute 58-jährige Frau, die nach 23 Jahren geschieden wurde. Sie hatte Haushalt und Kindererziehung übernommen, war mit ihrem Mann umgezogen und hatte ihren Beruf als Motopädin nur noch stundenweise ausgeübt. Der Mann ging dann ein Verhältnis mit einer jüngeren Frau ein und wurde mit 54 Jahren noch einmal Vater.

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Zitat
Geschrieben : 22.11.2010 15:34
(@Wolkenhimmel)

Hi Uli,

bei diesen "Altfällen" schlagen 2 Herzen in meiner Brust, da ich an meiner Mutter sehe, wie gerade in der alten BRD die Erwerbsbemühungen von Frauen mit Kindern systematisch abgewürgt wurden... um ihnen dann nach einem Jahrzehnt  - oder mehr - Abwesenheit vom Arbeitsmarkt zu eröffnen, sie seien nicht mehr erwünscht.

Schwierig...  :exclam:

LG WH


AntwortZitat
Geschrieben : 22.11.2010 15:46
(@staengler)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Schwierig...  :exclam:

LG WH

Sehe ich auch so.
Diese Fälle passen irgendwie gar nicht mehr in die heutige "Unterhalts-Zeit"...

Gruß, Michael


sol lucet omnibus - die Sonne scheint für alle

AntwortZitat
Geschrieben : 22.11.2010 16:09
(@bengel)
Registriert

Hi,

wenn es danach geht, zahle ich meiner EX bis an mein lebensende. sie hat leider nicht die qualifikation karriere zu machen. aber die hatte sie vor der heirat auch nicht. also dümpelt sie mit 1200 netto so dahin und ich finanziere ihr seit 7 jahren des rest des monats. und das noch weitere 10 jahre. na bravo. dann kommen insgesamt 72000 € zusammen. netto.

gruss

bengel


AntwortZitat
Geschrieben : 22.11.2010 16:16
 Uli
(@Uli)

... da ich an meiner Mutter sehe, wie gerade in der alten BRD die Erwerbsbemühungen von Frauen mit Kindern systematisch abgewürgt wurden... um ihnen dann nach einem Jahrzehnt  - oder mehr - Abwesenheit vom Arbeitsmarkt zu eröffnen, sie seien nicht mehr erwünscht.

Na, dann bin ich hier wohl auch die Ausnahme. Ich stelle solche Frauen bevorzugt ein. Nicht, weil ich so eine soziale Ader habe, sondern weil solche Frauen m.E. am effektivsten arbeiten. Sie haben gelernt, sich zu organisieren, zeigen Verantwortung für ihre Tätigkeit und haben untereinander die wenigsten Probleme. Vielleicht haben viele Arbeitgeber diese Vorzüge noch nicht für sich erkannt.  :exclam:

LG, Uli


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Geschrieben : 22.11.2010 16:34
(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin,

ich habe zu EU-Zahlungen auch ein durchaus ambivalentes Verhältnis. Wenn allerdings die einvernehmliche Rollenverteilung über Jahrzehnte "Einverdiener-Ehe" lautete, betrachte ich es nicht als unfair, einer fast 60-jährigen Frau weiterhin EU zu bezahlen. Faulheit oder Unwillen, sich selbst zu versorgen kann man einer Frau dieses Alters sicher nicht vorwerfen; da hat unser Arbeitsmarkt seine eigenen Gesetze. Und die Schwer-Vermittelbarkeit beginnt in unserem Jugendlichkeitswahn oft bereits bei 40.

Grüssles
Martin

PS:

Na, dann bin ich hier wohl auch die Ausnahme. Ich stelle solche Frauen bevorzugt ein. Nicht, weil ich so eine soziale Ader habe, sondern weil solche Frauen m.E. am effektivsten arbeiten. Sie haben gelernt, sich zu organisieren, zeigen Verantwortung für ihre Tätigkeit und haben untereinander die wenigsten Probleme. Vielleicht haben viele Arbeitgeber diese Vorzüge noch nicht für sich erkannt.  :exclam:

doch, bei vielen beginnt gerade die Erkenntnis, dass Leistungsfähigkeit sich nicht darauf beschränkt, drei Handys gleichzeitig bedienen und seinen Arbeits-Alltag online organisieren zu können. Deshalb ist die Verschiebung des Rentenalters ja auch ein durchaus richtiges Signal. Wenn jemand allerdings 20 oder 30 Jahre aus seinem Beruf draussen ist, gibt es nicht mehr sehr viele Berufe, in denen das früher einmal erworbene Wissen heute noch wirklich effektiv einsetzbar ist.


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

AntwortZitat
Geschrieben : 22.11.2010 16:41
(@Wolkenhimmel)

Na, dann bin ich hier wohl auch die Ausnahme. Ich stelle solche Frauen bevorzugt ein.

Ich stelle auch ältere Arbeitnehmer/Innen ein... weil ich eine gesunde Altersmischung in der Abteilung erhalten möchte, und weil die niemals in den Schulferien in Urlaub gehen wollen!  😉

LG WH


AntwortZitat
Geschrieben : 22.11.2010 16:47