Moin,
AJA stupste mich eben zu einem Thema an, das vor kurzen akut war, dann aber in den Hintergrund rückte. Zunächst noch mal danke dafür. Ich gebe die Idee von AJA einfach mal ins Forum zur Diskussion.
vatersein.de ist geprägt von einem starken Zusammenhalt untereinander. Ein weiteres sehr wertvolles Merkmal ist das gemeinsame Auftreten von Müttern, Vätern und Zweitpartnern. Das ruhige Klima, die konstuktive Kritik sind herausragend. Meine Vision von vatersein.de ist damit erfüllt.
Die virtuelle Welt bietet die Möglichkeit anonym Rat und Hilfe zu suchen. Hiermit meine ich jetzt nicht Fachthemen wie Unterhalt oder Hausrat. Es sind mehr die soft-facts, die emotionale Welt, die hier ihren Platz findet. Und doch, nicht jedem ist es recht, seine ganz persönlichen Sorgen in einem öffentlich zugänglichen Forum zu schreiben. AJA wählte den Vergleich zur Telefonseelsorge. Hier kann der Anrufer allein bestimmen, wann das Gespräch beendet ist und es ist vollkommen anonym.
AJA greift daher noch einmal die Idee einer E-Mail-Seelsorge auf; Brille007 hatte die, meine ich, auch geäußert.
Ich würde hierzu einen E-Mail-Account einrichten, der die Posteingänge an eine Verteilerliste weitergibt. So würde ein Hilfesuchender eine E-Mail an z.B. sorgen(ät)vatersein(punkt)de schicken, die tatsächlich aber an meinetwegen 12 User verteilt wird. Der Hilfesuchende muss nur eine gültige E-Mail-Adresse bekannt geben, mehr nicht.
Die User im Verteiler müssen sich nur untereinander absprechen, wer die "Patenschaft" übernimmt und so doppelte "Arbeit" vermeiden.
Einen winzigen Punkt habe ich als Bedenken zu äußern: Ich möchte vermeiden, dass vatersein.de über kurz oder lang zu einer Mailingliste wird. Nicht, dass aus einem Trennungsdilemma dann plötzlich eine Diskussion um unterhaltsrelevante Einkommensbestandteile wird. Auch die Kenntnis um die aktuelle Situation beim User liegt dann bei den Usern im Verteiler. Wenn der Hilfesuchende dann später im Forum vorstellig wird, fällt es den hiesigen Usern schwer, in Unkennntis um vieles in der Vergangenheit eine adäquate Antwort zu geben. Der Hilfesuchende wird sich zwangsläufig wieder dem Verteiler zuwenden, um nicht alles noch einmal erklären und darstellen zu müssen.
Aus diesem Grunde müssen klare Regeln geschaffen werden, über deren Einhaltung der Moderator wachen muss. Meine Ideen zu den Regeln sind:[list=1]
Meinetwegen kann es unter den genannten Bedingungen los gehen. Jetzt brauchts nur noch ein paar Freiwilliger und weiterer Ideen. Den Moderator des Verteilers würde anfänglich ich übernehmen.
DeepThought
P.S.: Ich seh's schon kommen: Irgendwann buchen wir 'ne 0180-Billignummer und müssen Schichtpläne ausarbeiten. Wir sind auf dem besten Wege dorthin 🙂
Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
Hallo Deep
Ich bin kein alleinerziehender Vater der seine Erfahrung weitergeben kann. Weiss also nicht ob ich dann dazu geeignet bin.
Ansonsten würde ich da auch gerne helfen.
Gruß Alexa
Beurteile einen Menschen nie nach seinem Lächeln.... manche Lachen nur um nicht weinen zu müssen.
Meine Idee lag einzig und allein darin, Probleme, Nöte, Sorgen, die nicht rechtlich zu erklären und abzusichern sind ein wenig "abzufangen".
Eine Trennung, egal unter welchen Umständen ist immer schlimm. Selbst der, der sich trennt, der, der den Entschluss gefasst hat fühlt sich nicht gut. Es ist nicht immer nur der Verlassene, der leidet.
Vatersein.de ist ein wunderbares Forum. Hier bekommt man Hilfe. Aber ich habe im Lauf der Zeit immer wieder festgestellt, dass es auch Nöte gibt, die den Rahmen dieses Forums sprengen. Dafür wollte ich Zeit, Raum und Platz schaffen und ich danke DeepThought, dass er dies möglich machen will.
[Editiert am 24/8/2005 von AJA]
bin dafür... toller vorschlag von AJA...
kann man die mails auch kostenlos aufs handy bekommen?? ( bedingter stress, viel arbeit )
hihi
mel
Ich bin im Rahmen meiner Möglichkeiten auch dabei.
Uli
Moin.
Ich hab Zugriff auf deutschlandweit zum Ortstarif erreichbare 0180-5 Rufnummern per VoIP, d.h. wäre es auch möglich, ein vorkonfiguriertes Programm zu verteilen, mit dem derjenige dann diese Rufnummer annehmen kann (Raustelefonieren ist damit ohne "Aufladung" nicht möglich). Man benötigt dazu ein Mikrophon, einen Kopfhörer, einen PC (ach!) und einen Breitbandzugang (DSL). Der Datenverbrauch ist etwa 60 MB/Stunde.
Vielleicht ist das irgendwie brauchbar?
Gruß, Xe
moin,
ich finde die Idee prinzipiell nicht schlecht, würde auch mitmachen. Sehe allerdings doch ncoh mehr die Gefahr, dass sich die Beiträge auf vatersein reduzieren würden und ich dneke dass die Hilfe gerade von der Vielfalt des Geschriebenen lebt und damit allen hilft...
Was wäre der Unterschied? Die Anonymität?
Die 0180 Nummer ist als "Hilfs-Sofortmaßnahme" vielleicht ja auch nicht verkehrt.
LG
Biga
Hallo zusammen,
ich versuche nun schon seit Stunden mir eine Meinung zu bilden.
Ich komme noch nicht wirklich zu einem Entschluß und schreibe einfach mal meine Gedanken dazu:
Die Idee ansich finde ich sehr gut. Ich befürchte allerdings auch, daß der ratsuchende User sich hinter den Verteiler hängen wird.
Wenn dieser User dann konkrete Fragen z.B: zu Unterhalt, Umgang usw. hat ist ja ansich kein Problem ihn an das Forum zu verweisen. Dann wird sich aber dieser User auf 2 Ebenen befinden. Einmal in der "Seelsorge" und einmal im Forum. Ich kann mir vorstellen, daß das oft zu Verwirrungen führen kann.
Die Hotline ansich finde ich als Idee auch gut. Die Frage, die sich mir stellt ist, ob jeder für sich diese Aufgabe verantworten kann. Was ist nun wenn ein User völlig im Keller ist, wenn er Suizidgedanken hat, wenn er kurz vor dem Amok steht?
Meine Frage hierzu ist, welche Daten des Users dem Moderator bekannt sind um in solch einem Fall auch Einschreiten zu können? Ich habe es nicht nur einmal erlebt, daß in einem Chat stark depressive User geschrieben haben und sich mit Suizidgedanken verabschiedet haben. Der Provider wurde dann informiert, um z.B. die Polizei zu benachrichtigen.
Ich glaube auch, daß mancher User in einer "Seelsorgemail" oder in einem "Seelsorgegespräch" mehr über seine Gefühle und Gedanken preisgibt als öffentlich im Forum. Ich bin trotzdem nicht sicher ob solch ein User besser im Forum aufgehoben ist und sich dort mehrere Meinungen, Ratschläge oder aufbauende Zeilen zu Nutze machen kann.
Auch hatte ich den Gedanken, ob man das nicht mit dem Forum für brisante Fälle kombinieren kann.
Ihr seht....viele Gedanken oder Bedenken, obwohl ich die Idee ansich gut finde.
Nicht grummelig sein, ich habe einfach noch keine klare Meinung dazu.
LG
Tina
Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir:"Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen." Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer.
Biga, klar, viele Antworten bringen auch viele Ideen.
Aber manchmal ist es doch so, dass man bestimmte Dinge lieber nur mit einer Person oder einigen wenigen besprechen möchte. Ich vergleiche das mal mit jedem x-beliebigen Chat.
Man bespricht ein Thema im Hauptraum, hört sich diese oder jene Meinung an und findet dann heraus, dass es entweder zu persönlich wird, zu sehr in Detail geht, sich deswegen schon der ein oder andere ausklinkt - oder, man findet plötzlich einen im Chat, bei dem man das Gefühl hat, mit dem "könnte" man besonders gut.
Ich glaube nicht, dass es die Beiträge bei VS reduzieren würde.
Ich stelle mir das eher so vor, dass ein Thema im Forum angesprochen wird und sich dann, im Laufe der Zeit herausstellt, dass es den Rahmen sprengt - eben wegen jener Details. Gerade diese Details kommen oft erst in einem "Einzelgespräch" zum Vorschein.
Wobei es natürlich auch überlegenswert wäre, in wie weit sich die "Helfer" hier auch untereinander besprechen können, wollen, dürfen. Müsste meiner Meinung nach mit dem jeweiligen Hilfesuchenden abgestimmt werden.
Ich verstehe VS als Anlaufstelle für Menschen mit Problemen unterschiedlichster Art, die sich aber doch weitgehend auf Rechtsstreitigkeiten und den damit verbundenen Tipps beschäftigt. Das ist auch völlig in Ordnung so.
Die seelsorgerliche Komponente kann so ein Forum nicht auch noch bieten und schon gar nicht in der "breiten Masse". Oder könntest du dir vorstellen dein Seelenleben vor einem großen Haufen Unbekannter auszubreiten?
Bei der Telefonseelsorge, die ich als Beispiel angeführt hatte, hast du ja auch nur EINEN Ansprechpartner. Und - ja, die Anonymität ist sicher auch ein Grund, wobei die hier im Forum ja ebenso gewährleistet ist, wie bei einer E-Mail-Seelsorge. Der Vorteil den ich hier sehe ist einfach der: diese Seite hat einen sehr guten Bekanntheitsgrad und gerade hier tummeln sich sehr viele User, die unter anderem auch "so etwas" suchen und brauchen.
Schwierig, das alles so in Worte zu fassen, dass es nicht zu wirr klingt :puzz:
Würdet ihr mir jetzt gegenüber stehen, würde ich wahrscheinlich mit Händen und Füßen reden 😀
Achso, und nochwas, biga - meine erste Idee war auch so eine Art geschlossenes Forum, oder zumindest eine "Ecke" ähnlich wie die der Dummquassellästerseite (oder wie heisst sie gleich? 😉 )
Vielleicht wäre es ja auch eine Idee diese einzurichten und wer mag, kann da schreiben und wer nicht, findet von da aus zur E-Mail-Seelsorge?
Gruß AJA
Auch hatte ich den Gedanken, ob man das nicht mit dem Forum für brisante Fälle kombinieren kann.
Hat sich überschnitten 😉
Gruß AJA
Ich würde auch lieber jetzt mit Händen und Füßen reden 😀 .
Wie gesagt, die Idee ansich finde ich gut, denke nur sie muss sorgfältig bedacht sein.
LG
Tina
[Editiert am 25/8/2005 von DieMystiks]
Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir:"Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen." Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer.
Ich habe es nicht nur einmal erlebt, daß in einem Chat stark depressive User geschrieben haben und sich mit Suizidgedanken verabschiedet haben. Der Provider wurde dann informiert, um z.B. die Polizei zu benachrichtigen.
Das ist natürlich ein riesengrosses Problem und dafür braucht es sehr viel Fingerspitzengefühl. Auf der anderen Seite kann das überall - auch hier im Forum - passieren.
Ich möchte dazu ein Beispiel erzählen:
Es war ein reiner Spasschat. Man hat so vor sich hingequizzelt, dazu ein bisschen Smalltalk gemacht. Dem Channel angeschlossen gab es auch ein Forum. Keine ernsten Probleme, nichts dergleichen. Bis auf den üblichen "Kindergartenhickhack", wer darf OP sein, wer darf Admin sein, warum der und ich nicht - das Übliche wohl.
Einer der Admins schrieb, nachdem ich mir ein neues Avatar zu gelegt hatte: Vielen Dank, ich habe schon seit Wochen nicht mehr so gelacht. Ich "wusste", dass der Typ irgendwelche Probleme hatte, nur WIE gravierend die waren, wurde mir erst drei Tage später klar, als die Meldung kam: er hat sich umgebracht. Ein junger Typ, Anfang 20 ohne grosse Zukunftsperspektiven. Er hatte in diesem Forum die Bestätigung gesucht, die er im realen Leben nicht hatte und er hat sie nicht gefunden. Warum? Weil harmlose User harmlose Lästerbemerkungen gemacht haben. Sicher hat er seinem Leben nicht wegen dieser Bemerkungen allein ein Ende gesetzt - aber es kam halt als letztes Tröpfchen dazu.
Im Nachhinein habe ich mir auch gedacht, dieser Satz, ich habe seit Wochen... hätte mir zu denken geben müssen.
Ich glaube nicht, dass ich ihn hätte "retten" können, diesen Schuh will und kann ich mir gar nicht anziehen. Aber ich bin doch fast überzeugt, hätte er mehr Zuspruch auch in einem absoluten Blödquatschforum gefunden, hätte sein Leben doch eine andere Richtung nehmen können.
Oftmals ist schon geholfen, wenn am anderen Ende einer merkt: da interessiert sich einer für mich, da hört mir einer zu. Das allein ist vielen Menschen schon eine große Hilfe.
Noch ein Beispiel aus dem RL. Ich hatte in der Anfangszeit in meinem jetzigen Job eine Frau am Telefon, deren Sohn am Vorabend gedroht hatte, sich umzubringen. Mein Chef war nicht da, also habe ich mich mit ihr unterhalten. Ich habe Blut und Wasser geschwitzt, weil ich nicht so genau wusste, wie ich ihr helfen kann. Nach 45 min. meinte sie plötzlich: Vielen Dank, sie haben mir sehr geholfen, ich sehe jetzt wieder etwas klarer. Mir war nicht bewusst, dass ich recht viel anderes als "ja", "nein", "mhm" gesagt hätte und ein paar gezielte Fragen gestellt hatte. Später habe ich dann erfahren, dass sie durch dieses Telefonat die Kraft geschöpft hat, ihren Sohn zu überreden, sich einweisen zu lassen.
Im Grunde war das auch nichts anderes als Telefonseelsorge und von meiner Mutter, die das jahrelang gemacht hat, weiss ich auch, dass eben genau dieses Zuhören, genau dieses Gefühl - da interessiert sich einer WIRKLICH für meine Probleme, oft schon Hilfe genug ist.
Aber zurück zu deiner Frage: im Zweifel würde ich nicht davor zurückschrecken die Polizei zu informieren. Und ich denke, so viel Verantwortungsbewusstsein sollte jeder, der diesen "Job" macht haben. Wer kann schon mit dem Gedanken ins Bett gehen, dass sich irgendwo da draussen jetzt gerade einer umbringt, weil ich nicht richtig reagiert habe?
Gruß AJA
Hi Aja,
ich glaue wir denken schon in die gleiche Richtung.
Eben, daß was du mit dem Spaßchat nun geschrieben hast, meinte ich oben.
Wir können nicht gleich sehen hier im Forum wie sehr die Probleme auf der Seele brennen.
Auch in einem Gespräch wird es einige Zeit dauern bis man dahinter kommt.
Ich denke, die Personen, die sich dieser Aufgabe stellen , müssen sich bewusst sein, daß sie Verantwortung tragen. Natürlich kann man diese auch nur bis zu einem gewissen Maß tragen. Mit der Annahme eines solchen Gespräches begibt man sich m.E. aber schon in eine Verantwortung. Daher sollte jeder für sich überlegen, ob er mit solchen Problemen schlafen kann und ab einem gewissen Zeitpunkt loslassen kann.
Bevor sich jeder einer solchen Aufgabe stellt, muss er sich bewußt sein, daß er nicht an einem schlechten Tag eben die Mails im Kasten lässt oder Telefon eben Telefon sein lässt.
Bitte verstehe mich nicht falsch. Ich bewundere euren Tatendrang und eure Hilfsbereitschaft.
Ich würde mich ,meiner Zeit entsprechend auch per "Emailseelsorge" einklinken.
Die telefonische Seelsorge kann ich mir zur Zeit organisatorisch nicht vorstellen.
Das ist bedingt durch das Kind/dieKinder und deren Besuche.
Ich kann mich hier räumlich nicht so abgrenzen, daß ich in Ruhe und ungehört telefonieren kann.
Ich sehe schon, unser Austausch tut gut und meine Gedanken sortieren sich so langsam 🙂
LG
Tina
Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir:"Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen." Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer.
So... und jetzt noch meine Gedanken dazu.
Ein wenig darüber gesprochen hab ich ja schon mit zwei Personen hier.
Erst einmal das Grundsätzliche:
Ich bin auch gerne bereit, mich zur Verfügung zu stellen, wobei mein
Part tatsächlich mehr der Seelsorgerische sein kann, da mir für die
spezifischen deutschen Probleme einfach das nötige Wissen fehlt.
Ein wichtiger Punkt für mich: Jeder, der sich hier zur Verfügung stellt muß
die Möglichkeit haben, sich mit anderen besprechen zu können.
Es kann... ich glaube Tina hat es angesprochen, eine enorme Verantwortung
für den Einzelnen sein und ich bin nicht sicher, ob es so gut ist, wenn die nur
auf einer Schulter lastet. Auch ist es immer wieder gut, eben mehr als eine
Meinung zu hören, weil die... das liegt in der Natur der Sache, eben einseitig
sein kann. So gibt einer ein Stichwort, der andere hakt ein, der Betreffende
gibt auch seinen Senf dazu und so befruchtet kommt man eher zu einem
Ergebnis.
Ich bin mir nicht mehr sicher, inwieweit es angesprochen wurde, aber mir
persönlich würde das Ganze im Rahmen eines Chats am besten gefallen.
Der, der Akuthilfe sucht, kann mit einem oder mehreren einen Termin
vereinbaren und gegebenenfalls kann man sich in einen anderen Raum
zurückziehen. Ich persönlich schätze die direkte Kommunikation in solchen
Fällen fast noch mehr, als eine Mail zu schreiben, auf Antwort zu warten,
zu reagieren usw. Und auch eine virtuelle Umarmung kann ungemein
wohltuend sein. Ich persönlich habe in einem ganz speziellen Chat mit
natürlich ausgesuchten Leuten schon unheimlich gute, interessante und
auch hilfreiche Gespräche geführt. Da war oft eine Tiefe vorhanden, das
man sich nur so gewundert hat.
Das was Aja sagt, hat natürlich viel für sich. Aber ich denke mal, diese
Kindereien würden hier weniger vorkommen. Hier haben die Menschen
andere Probleme, als sich darum zu streiten, wer was wann darf oder
nicht. Meiner bescheidenen Meinung nach, sollten Admins eigentlich
gar nicht nötig sein.
Der Chat wird wenig genützt, auch weil es sich erstaunlich gut hier im
Forum reden läßt. Vielleicht wäre es doch eine Möglichkeit und eventuell
einen Versuch wert. Im Forum, obwohl die Antworten sehr schnell
kommen, weiss man doch nicht immer, ob derjenige grad wirklich da ist.
Ich bin z.B. jemand, die meistens auch dann online ist, wenn ich ganz
was anderes tue. Einfach, weil ich immer wieder zwischendurch nachgucke.
Ich weiss nicht, was ihr anderen davon haltet, aber ich für mich, komme
gedanklich immer wieder darauf zurück.
Geduld hab ich meistens endlos wenn jemand Probleme hat, wovor mir
ein wenig bange ist... ich habe Angst vor der Verantwortung, wenn jemand
mit dem Gedanken spielt, sein Leben zu beenden und die würde ich halt
ungern alleine tragen.
Puuh... ob das sehr zusammenhängend ist, was ich da grad von mir gebe,
das wage ich zu bezweifeln. Aber mir gehen so viele Gedanken durch den Kopf
und auch mir fehlen gerade Hände und Füsse, also lass ich es mal so stehen.
Gruß
Marina
Hi AJA, hi @ll,
Aber manchmal ist es doch so, dass man bestimmte Dinge lieber nur mit einer Person oder einigen wenigen besprechen möchte. Ich vergleiche das mal mit jedem x-beliebigen Chat.
Man bespricht ein Thema im Hauptraum, hört sich diese oder jene Meinung an und findet dann heraus, dass es entweder zu persönlich wird, zu sehr in Detail geht, sich deswegen schon der ein oder andere ausklinkt - oder, man findet plötzlich einen im Chat, bei dem man das Gefühl hat, mit dem "könnte" man besonders gut.
Ich glaube nicht, dass es die Beiträge bei VS reduzieren würde.
Ich glaube, das trifft es am ehesten. Und meine Vorstellung dieser "Telefonseelsorge" geht ebenfalls nicht dahin, eine Art Parallel- oder Konkurrenzveranstaltung zu vs.de einzurichten; ich habe dabei einen etwas anderen Ansatz:
vs.de ist öffentlich. Viele, die hier - aus welchem Grund auch immer - landen, sind anfangs zutiefst verunsichert, mit einer komplett neuen Situation konfrontiert, kopf- und ideenlos. Und deshalb vermutlich hin- und hergerissen, kompetente Antworten auf ihre Fragen zu bekommen, weil sie gleichzeitig befürchten müssen, dass auch die oder der Ex hier ebenfalls heimlich mitliest und so über seine/ihre Schritte informiert wird. Aber viele Fragestellungen sind nun einmal so komplex, dass es nur gescheite Antworten geben kann, wenn man so viele Infos preisgibt, dass eine Identifikation durch den Noch- oder Ex-Partner möglich ist.
An genau dieser (und eigentlich nur dieser) Stelle sehe ich den Sinn eines 1:1-Beratungsangebots durch sachkundige "Paten"; sinnvollerweise per Telefon und nicht per mail, da nur hier Fragen und Antworten einen wirklichen Dialog ergeben. Das Extrem-Beispiel mit erfolgreichen oder auch verhinderten Selbstmorden kann hierbei eigentlich nicht wirklich eine Rolle spielen; wie sollte man anonym etwas verhindern, was im "real life" nicht einmal Familie, Freunde und Kollegen verhindern konnten?
Ich selbst stelle mich (und meine zahlreichen Erfahrungen) gerne zur Verfügung für Themenkreise wie "gierige Ex", "Kinder als Unterhaltsgeiseln", "unverschämte Anwaltsforderungen", "Umgang mit dem eigenen Anwalt", "Wechselmodell in der Kinderbetreuung", "Scheidungsfolgenvereinbarungen", "Sorgerechts-Mediation" u. ä.
Telefonnummer gibt es gerne per PN.
Grüssles aus'm Wilden Süden
Martin
(seit 23.8. glücklich geschieden und vor allem: Trotz anfänglich unverschämter Forderungen und der gesamten Klaviatur anwaltlicher Versuche, mich zum Besuchs- und Zahlonkel zu degradieren, habe ich Madame per Scheidungsfolgenvereinbarung lebenslang von der Backe - und meine Vaterrolle erhalten)
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Sodele ich will auch mal meine Meinung dazu schreiben.
Ich persönlich hab ja sowas ähnliches mal via Chat gemacht. Also war die seelische Mülltonne für Gott und die Welt.
Ich würde es nicht mehr machen, da man zu oft gegen eine Wand rennt und sich dann selbst immer fragt, ob man was falsch gemacht hat.
sowas sollte mehr als gut überlegt sein, es gibt Leute da schreibst Dich zum Ochsen und das ohne erkennbaren Erfolg.
Für mich persönlich kommt die Mithilfe bei diesem Projekt nicht in Frage.
Ich hab meine Kids im Chat, die meine Hilfe brauchen und auch mal ihre Sorgen erzählen wollen, oder einfach nur mal plaudern wollen.
Diese Zeit will ich mit ihnen teilen, noch dazu wo ich ja jetzt Ulis kleine Maus hab, die mir sehr ans Herz gewachsen ist.
Auch hat diese ne Freundin mitgebracht, die wohl auch nen hartes Schicksal hinter sich hat.
Die beiden Krabben wollen Aufmerksamkeit und bekommen sie auch von uns 🙂
Ich hab auch durch meine Krankheit, die ich mitgemacht hab, genug seelischen Müll verarbeiten müssen, so daß ich mich nicht wieder mit neuen Sachen eindecken will.
Hab im Moment leider an BEfunden genug zu knabbern, wo ich mit dem Rücken zur Wand steh. 🙁
Seit mir nicht böse, wenn ich da nicht mitmache.
Ich bleib da lieber bei meinen herzigen Mädels 🙂
LG
Melly
... genug seelischen Müll verarbeiten müssen
Damit triffst Du meinen wundesten Punkt. Genau davor ist mir eben
bange, gerade weil ich in den letzten Tagen wieder gesehen habe,
wie schwer ich manchmal mit einigen Schicksalen hier umgehen kann
oder genauer genommen mit der Ohnmacht, nicht helfen zu können.
Es ist wirklich nicht einfach hier richtig zu entscheiden, ob oder ob
nicht.
Gruß
Marina
Chat
wäre natürlich wahrscheinlich das non plus ultra 🙂
Man müsste es halt publik machen und es müssten sich entsprechend viele finden, die dann auch wirklich verbindlich da sind. Also nicht alle auf einmal, aber dass halt immer ein Ansprechpartner da ist.
Vielleicht einfach auch mal von jedem etwas. Der eine chattet lieber, der andere ist lieber in einem Forum, der dritte telefoniert lieber.
Telefon kann ich auch nicht anbieten, denn meine Kinder haben Superantennen. Die kommen selbst nachts noch aus ihren Zimmer geschossen, wenn sie "spüren", dass ich eine Nummer in mein Telefon tippe. Okay, ein wenig übertrieben, aber das könnte ich nicht zuverlässig machen.
Mit Mails habe ich überhaupt kein Problem und ich habe mir das wirklich lang und breit überlegt. Bei mir bleiben keine Mails liegen weil ich gerade mal keine Lust oder Kraft habe. Vorausgesetzt natürlich, es werden keine 100 am Tag, aber davon gehe ich bei all der Hoffnung für dieses Projekt dann doch nicht aus 😉 .
Beim Chat gibt es Tage (bzw. Abende - Tage kann ich normalerweise eh nicht anbieten), an denen ich Zeit habe und Abende an denen ich einfach nicht da bin. Aber wenn sich das auf mehrere aufteilt, sehe ich da eigentlich kein Problem, sich abzusprechen, dass eine Präsenz immer da ist.
Schön fände ich auch eine kleine "Vorstellung" der Helfer. So nach dem Motto:
Ich bin AJA, 45 Jahre alt, drei Kinder etc.
Und jetzt setze ich mich mal in den Chat und warte, ob jemand dazu kommt, um diese Thematik "Auge in Auge" zu diskutieren 😉
Gruß AJA
Hallo,
ich muss ja gestehen, dass ich das mit der E-Mail zur Zeit sehr gerne in Anspruch nehmen würde....
Veröffentlichen ganz normal im Forum geht nicht aus verschiedenen Gründen... zumal ich davon überzeugt bin, dass mitgelesen wird....
Also, ich finde das eine klasse Idee und würde mich gern mit zur Verfügung stellen, wenn es denn Themen gibt, bei denen ich helfen kann.
LG Simone
hy zusammen,
grundsätzlich finde ich die idee klasse,wenn sie auch nicht neu ist.
genau das machen doch deep,mel,wir moderatoren und einige hilfsbereite user schon seit langem ohne viele formalitäten.
entweder per e-mail oder oft über das telefon.
der für mich wesentlich interessantere teil des vorschlags von aja ist die "patenschaft" von usern die bereits das grösste chaos hinter sich haben und wieder eine gewisse ruhe und objektivität besitzen um neuen usern die am anfang ihres weges stehen weiterzuhelfen.
hier ist das persönliche angagement von erfahrenen usern gefragt die durchaus schon selbst in der lage sind zu erkennen wo es gerade "brennt" und ihre "seelsorgerische" hilfe anbieten. 😉
meine anregung wäre also eine art "userliste" von erfahrenen und!! vertrauenswürdigen usern zu erstellen an die sich hilfesuchende per e-mail wenden können.
natürlich sollten solche user auch gefragt werden ob sie bei soetwas überhaupt mitarbeiten wollen und können.
@simone,
wende dich an deep um deinen fall ins geschlossene forum zu übertragen,ansonsten hast du eine PN von mir. 😉
gruss sandgren 😎
