Hallo
Also ich lebe getrennt von meiner Frau (Ehe 5 Jahre Beziehung fast 8 Jahre) wir haben einen 5 jährigen gemeinsamen Sohn und meine Frau einen 13 jährigen aus ihrer vorherigen Beziehung.
Nun hat meine Frau dem 13 jährigen schon vor längerer Zeit alleine die Mitteilung gemacht das wir uns getrennt hätten.
Darüber war ich nicht sehr angetan, aber OK ist so passiert.
Der 13 jährige wurde nach der 1. Trennung (von seinem leibl. Vater) auch von diesem in folgender Form verlassen: Der leibl. Vater hat sich nach einem Jahr nicht mehr gemeldet.
Ich übernahm die Vaterrolle, oder besser eher eine "bester Kumpel/Freund" Rolle.
Nun lösen wir am kommenden WE die Ehewohnung auf.
Wie sagen wir es dem Kleinen ? Er ist 5 Jahre alt.
Was sagen wir und wie und in welcher Situation ????
Ich wohne zur Zeit 200 KM weit weg, und sehe die Kinder alle 14 Tage.
Anrufe zwischendurch. Wir haben ein gutes Verhältnis.
Falls ihr noch mehr Tips habt, gerne... ich würde mich freuen.
Ganz Liebe Grüße
Taoster
(Ich bin seit Nov. schon weg aber erst nur wegen einer Umschulung - Erst im April/Mai haben wir uns getrennt - Ich wollte die Trennung - Wir beide hatten es aber schon sehr oft probiert und nie geschafft, waren fürher sehr gute Freunde - Streben ein freundschaftliches Verhältnis auch wieder an. - Sollte zu schaffen sein.)
P.S. Ich schrieb vorher im Topic "meinem" - meinte aber natürlich "unser" Kind !
Da sind wir (Frau & Ich) einig !
[Editiert am 18/8/2004 von Toaster66]
[Editiert am 18/8/2004 von Toaster66]
Ich kann dir nur sagen, wie ich es gemacht habe:
Meine Kinder waren zum Zeitpunkt der Trennung 3, 6 und 8 Jahre alt. Ich habe ihnen erklärt, dass der Papa und ich uns nicht mehr lieben, nur noch streiten (das haben sie ja ohnehin erlebt), dass ein weiteres Zusammenleben nicht mehr möglich ist. Dass es nichts mit ihnen zu tun hat, und dass sie ihren Papa natürlich auch weiterhin sehen können.
Du hast ja den "Vorteil", dass du sagen kannst, es ändert sich gar nichts, du siehst sie ja jetzt schon nur alle zwei Wochen. Das, kannst du ihnen sagen wird so bleiben.
Gruß AJA
Hmm also wir verstehen uns eigentlich noch ganz gut.
Und wollen auch eine Freunschaft aufrecht erhalten.
Klar das wir im Moment ein wenig unter Spannung stehjen weil die eigenen Befindlichkeiten nicht mit denen des früheren Partners übereinstimmen.
Aber das wollen wir strikt trennen.
Für die Kinder wollen wir verlässliche Partner sein.
Das hat absolute Priorität.
Aber danke für das erste Statement.
Ich würde mich aber auch noch über andere Meinungen freuen.
Wie und wo würdet ihr es eurem Kind sagen ?
LG Stephan
Auch wenn ich keine andere Meinung bin... 😉
Die Details wie - wir wollen eine Freundschaft aufrecht erhalten - etc. würde ich mal ganz aussen vor lassen. Du weisst nie, wie es dann wirklich wird...
Die Paarebene von der Elternebene zu trennen ist das Ideal, das offenbar leider nur ganz wenigen gelingt. Alle Daumen meinerseits für euch.
Wie und wo? Wenn ihr euch so einig seid - setzt euch gemütlich zusammen, erklärt dem Kind, dass ihr nicht mehr zusammen leben könnt, dass das Leben, so wie es seit etwa einem dreiviertel Jahr ist, euch besser vor kommt. Oder, dass dieses Leben eben einfach so bleiben wird, Punkt. Viel mehr, sorry, versteht ein fünfjähriger ohnehin nicht. Er lebt seit November damit und muss nun weiter damit leben. Ich gehe mal davon aus, dass er bislang nicht schlecht damit gelebt hat?
Gruß AJA
Hallo Stephan,
eine Antwort kann hier niemand geben. Wir kennen weder dich, noch deine Ex oder dein Kind. Wir können lediglich erzählen, wie es bei uns war.
Ich selbst hatte keine Gelegenheit, mit meinen Kindern zu sprechen. Sie waren eines Abends einfach weg. Hätte ich mit ihnen sprechen können, so hätte ich einen vertrauten und doch fernen Ort gewählt, einen Ort, an dem sie nicht täglich sind und später dann nicht permanent daran erinnert werden: "Hier haben wir es erfahren."
Ich hätte ihnen erzählt, wie sie es mit Kindern aus dem KiGa, der Schule halten, wenn sie aufeinander böse sind. Das hätten sie verstanden. Und es würde auch genug Information sein, AJA's Hinweise sind noch dazu zu nehmen.
Kinder können es nicht greifen; das sehe ich an meiner ältesten Tochter, die jetzt anl. der Sommerferien bei mir blieb. Sie ist jetzt mit ihren 10 1/2 Jahren in weiten Teilen dazu in der Lage. Und wir reden erst jetzt, immer so wie sie es will, über die vergangenen 2 1/2 Jahre.
Wichtig ist, dass beide Eltern verlässliche Partner werden, nicht schlecht über den anderen reden. Im Download findest du die 20 Wünsche der Trennungskinder, lest sie euch gemeinsam durch.
Eines zum Schluss: Es gibt keinen richtigen oder falschen Moment, keinen geeigneten Ort, keine wohlplatzierten Worte. Für dein Kind wird die Welt zusammenbrechen. Zunächst sofort, und später, wenn die Trennung in aller Konsequenz vollzogen wird. Die ersten Umgangskontakte werden ebenso nicht einfach werden.
DeepThought
Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
Auch wenn ich keine andere Meinung bin... 😉
Die Details wie - wir wollen eine Freundschaft aufrecht erhalten - etc. würde ich mal ganz aussen vor lassen. Du weisst nie, wie es dann wirklich wird...
Die Paarebene von der Elternebene zu trennen ist das Ideal, das offenbar leider nur ganz wenigen gelingt. Alle Daumen meinerseits für euch.
Wie und wo? Wenn ihr euch so einig seid - setzt euch gemütlich zusammen, erklärt dem Kind, dass ihr nicht mehr zusammen leben könnt, dass das Leben, so wie es seit etwa einem dreiviertel Jahr ist, euch besser vor kommt. Oder, dass dieses Leben eben einfach so bleiben wird, Punkt. Viel mehr, sorry, versteht ein fünfjähriger ohnehin nicht. Er lebt seit November damit und muss nun weiter damit leben. Ich gehe mal davon aus, dass er bislang nicht schlecht damit gelebt hat?
Gruß AJA
Stimmt, obwohl meine Ex nach einer Woche immer wieder beteuert wie glücklich sie ist, denke ich das da bestimmt (auch von mir) manchmal sehr sensibel/empfindlich reagiert wird.
Aber ich denke das wir das trotzdem hinbekommen, ob es eine Freundschaft bleibt/wird ist wirklich nicht so wichtig und werden wir einfach abwarten.
Aber schön wäre es trotzdem. Weil es die Sache vereinfacht.
Das mit der Info und Situation mit dem kleinen Kind finde ich gut.
Nur die Info die er auch versteht.
Ja er hat eigentlich ganz gut damit gelebt. Natürlich vermisst ein Kind schon einmal den Partner der nicht so oft da ist, aber eigentlich ist das eher jetzt ein Problem von mir.
Aber da muß ich durch.
Für das Kind ist ja eigentlich schon eine gewisse Sicherheit da.
Unserem Kind können wir nur durch Verlässlichkeit und Liebe den Weg so einfach wie möglich machen.
Danke dir, war ja doch noch ne neue Meinung. 😉
LG stephan
Hallo!
Also-ich bin 2 Jahre von meinem Ex-Partner getrennt und kann Dir nur Mut machen bezüglich des Vorhabens zu einer freundschaftlichen Beziehung. Wir haben es soweit geschafft, trotz vieler Verständigungsprobleme und teilweisem Unverständnis auf beiden Seiten. Auch heute noch, aber wir haben immer versucht unsere Tochter da aussen vor zu lassen. Das wird schon klappen....
Mit dem sagen...nun ja. Wiegesagt, ich kann nur von mir ausgehen. Damals dachte ich unser Kind wird das relativ problemlos packen. Papa war viel weg und hatte wenn er da war viele andere Aktivitäten. Ich war mit Ihr 3 Wochen auf Kur und Sie hat nicht mal mit Ihm telefonieren wollen. Aber als ich Ihr sagte daß Papa und Mama sich trennen, weil sie sich nimmer verstehen hat Sie furchtbar geweint. Zu jeder Gelegenheit hat sie mich darauf angesprochen und beteuert, daß Sie das nicht will. Ja was tun dann? Du wirst nicht drumrumkommen (oder Ihr) Deinem/eurem Sohn rechtzeitig die Wahrheit zu sagen. Vielleicht auf eine kindgerechte Art, aber Kinder reagieren da mitunter sensibler als man es erwartet. Wichtig wäre es vielleicht sich auf alles einzustellen und Eurem Kind das Gefühl zu geben, es könne seine Gefühle jederzeit, egal wann und wo, aussprechen. Wenn es weint und traurig ist-tja...das muss man dann so gewähren lassen. Du wärst auch traurig, wenn um Dich herum etwas geschieht auf was Du keinen Einfluß hast. Trösten und Mut zusprechen, aber nur so weit Du Dir (fast) 100% sicher bist das auch einhalten zu können. Wenn Dir nix einfällt ist es vielleicht besser Dein Kind einfach in den Arm zu nehmen und Ihm zu sagen daß Du es für immer lieb haben wirst und daß sich das zumindest nie ändern wird. Ansonsten einfach mal weinen lassen. Du kannst Ihm nicht jeden Schmerz nehmen, so gern man das auch würde. Mit der Zeit wird Er lernen damit umzugehen und der Schmerz wird kleiner, aber diese Trauerphase solltet Ihr Ihm zugestehen,wenn er Sie dann hat. Meine Tochter ist heute ein zufriedenes, fröhliches Mädchen daß bei mir in den höchsten Tönen von Ihrem "Papi" schwärmt und höchstens mal sagt "Ach schade, daß wir nimmer beim Papa wohnen, weil dann würd ich nicht immer mein Spielzeug vergessen...." Wir haben sicher so unsere Probleme, nicht zu gering, aber wir klären das ohne Sie...oder auch gar nicht. Wichtig ist dass Ihr Eltern bleibt und da einen Weg findet das zu realisieren. Es ist nicht soo einfach, aber ich denke es ist zu machen. Am Ball bleiben...Ihr habt den richtigen Ansatz! Ich wünsche Euch ganz viel Glück! Und Durchhaltevermögen!
Liebe Grüße
Sonja
Hi,
auch ich habe mich vor 1 1/2 Jahren von meinem Mann getrennt und unser Sohn war 5 Jahre alt. Ehrlich gesagt, habe ich meinem Sohn in der ganzen Zeit gar nicht viel gesagt, außer, daß er jetzt 2 zu Hause hat; wir haben uns wirklich freundschaftlich getrennt, obwohl ich der Auslöser war und mein Mann sehr verletzt war; mein Mann hat mein neues zu Hause mit eingerichtet und das Kinderzimmer in unserem alten Haus ist geblieben wo es ist; mein Sohn sieht seinen Vater jeden Tag und ich habe ihn nie zur Seite genommen und ihm gesagt, ich hab den Papa nicht mehr lieb. Zum Glück haben wir beide an einem Strang gezogen, sodaß unser Sohn auch nie Streit mitbekommen hat (weil es keinen gab); Manchmal fragt er mich, ob ich den Papa nicht mehr lieb habe. Ich glaube Kinder verstehen den Unterschied noch nicht zwischen lieb haben und lieben, deshalb sage ich ihm nach wie vor, daß ich den Papa noch lieb habe, aber meinen Freund (der mit uns zusammen wohnt) eben auch; wenn Du 200 km entfernt wohnst, ist es natürlich schwieriger, aber wenn es vorher auch so war, verändert sich nicht viel. Ich hatte in meiner Trennungsphase einen Kinderpsychologen um Hilfe gefragt, damit ich nichts falsch mache, und die meinte auch, man soll kleine Kinder noch nicht in all die Probleme einbeziehen. Manche sagen, wir würden unseren Sohn "belügen"...das kann man so und so sehen. Wir treten weiterhin als Eltern bei Schulveranstaltungen ect. auf, sodaß viele sagen, daß man gar nicht merkt, daß wir uns getrennt haben. Kinder können sich schnell auf neue Lebenssituationen einstellen, wenn sie harmonisch sind. Das habe ich wirklich auch festgestellt; Mein Sohn hat den Halt von beiden Eltern und die neuen Partner von uns als Bereicherung. Also ich würde keinen Termin vereinbaren an dem Du Deinem Kind sagst, wir trennen uns, Kinder können doch in dem Alter mit dem Begriff gar nicht soviel anfangen; Lebt ihm doch einfach eine "saubere Trennung" vor, und dann erübrigt sich vieles von selbst; Wünsche Euch viel Glück dabei!
