Hallo liebes Forum,
ich würde mich über eure Meinung sehr freuen, denn ich brauche weiteren Input. Ich lebe seit 07/2007 von meiner Frau getrennt. Ich hatte meine Kinder w4 und m6 Jahre bis 12/2007 von Freitag mittag ab Kiga bis Montag früh zum Kiga. Seit 01/2008 habe ich sie von Samstag morgens 8:00 Uhr bis Montag morgens zum Kiga. Ich versuchte während dieser Zeit ein Gespräch mit Ex über eine Neugestaltung des Umgangs zu führen. Aber sie blockt bislang mit Erfolg so daß es zu keinem Gespräch kommt und sie auch keine Änderung des Umgangs will.
Ich möchte gerne den Umgang so gestalten, dass ich die Kinder Donnerstag mittag um 14:00 Uhr vom Kiga hole und in der einen Woche die Kinder je nach Wunsch der Mutter Samstag abends oder Sonntags früh zur Mutter bringe und in der darauf folgenden Woche die Kinder bis Montags morgens bei mir bleiben und ich sie in den Kiga bringe.
Aber das will die Ex nicht. Ich habe auch Aussagen, dass es für die Kinder besser sei, wenn der eine Elternteil derjenige ist, zu dem die Kinder zu Besuch kommen und die Kinder bei dem anderen Elternteil ihr Zuhause haben.
Ich aber denke, dass es für die Kinder wichtig ist, dass sie mit beiden Elternteilen den Alltag und die Freizeit erleben können. Gleichzeitig haben die Kinder mit dem von mir vorgeschlagenen Modell beide Eltern zu größtmöglichen und gleichwertigen Teilen.
Wäre nett wenn ihr mir eure Erfahrungen oder Ansichten schreibt. Denn ich überlege ob ich mir das wenn erforderlich über ein Verfahren erstreiten soll.
Hallo Loge,
es würde mich mal interessieren, wer das gesagt hat, dass es für Kinder besser ist, wenn sie einen Besuchselternteil und einen Betreuungselternteil haben... :knockout:
Kann ja fast nur ein halbgreiser Robenträger oder eine latzhosige JA-Tante gewesen sein... :rofl2:
Ich stehe voll hinter Deiner Auffassung, dass es das Beste ist für die Kinder, wenn sie beide Elternteile zu gleichen Teilen haben / erleben dürfen.
Insofern klingt Dein Vorschlag doch perfekt!
Allerdings wird es schwierig werden, das gegen den Willen der Mutter durchzusetzen - in diesem unserem Land. :knockout:
Wir haben ein Wechselmodell, fast auf die Stunde 50/50, bei dem ich unsere Tochter (6) von Mittwochmorgen bis Samstagabend bei mir habe und sie die restliche Zeit bei ihrem Vater ist.
Das läuft bei uns allerdings sehr flexibel, da wir beruflich häufiger unterwegs sind und auch mal ein Wochenende komplett mit oder ohne Kind verbringen möchten...
Die Ferien machen wir fast hälftig, entweder einer von uns ist mit ihr unterwegs, oder sie geht im normalen Rythmus in den Hort.
Ich weiß nicht, ob Streit in Deinem Fall der richtige Weg wäre? Nicht, dass es am Ende auf ein richterliches Standard-14-Tage-Modell hinausläuft? Aber da werden die anderen Foris bestimmt noch etwas dazu schreiben.
GGLG WH
Ich bin zwar nicht die anderen Foris, sondern nur ein anderer Fori, aber das hast du sehr schön gesagt.
Es existiert in Deutschland einfach eine Clique von "Piiiiiep" die es zum Evangelium erklärt haben, dass Kinder nur eine Mutter zum betreuen und einen Vater zum bezahlen brauchen.
Diese Meinung wird den Richtern in ihrer "Ausbildung" ins Hirn gewaschen.
Deswegen geht Wechselmodel nur einvernehmlich und nur wenn kein Richter Gelegenheit bekommt, es zu sabotieren.
Versuche es also garnicht erst! (Den Gang zum Richter!. Das Wechselmodell natürlich schon, falls du es erreichen kannst)
Gruss Beppo
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
Ich kenne mich mit der rechtlichen Seite nicht aus, jedoch möchte ich Dir sagen, das ich genau so denke wie Du!! In den meissten Fällen leider aber wohl ein Kampf - gerade wenn die KM nicht gesprächsbereit ist.Aber wie gesagt ICH bin wohl noch mehr als nur ein Frischling^^
Ich bin erst ein paar Tage hier auf dieser Seite gemeldet, aber seitdem ich hier meine Geschichte geschrieben habe, und Erfahrungen austauschen kann, kann ich sagen: habe hier schon so viel dazu gelernt und vernommen. Mann sollte in bestimmten Fällen einfach nicht aufgeben! (Meine Meinung)
Ich stehe voll hinter Deiner Auffassung, dass es das Beste ist für die Kinder, wenn sie beide Elternteile zu gleichen Teilen haben / erleben dürfen.
Allerdings wird es schwierig werden, das gegen den Willen der Mutter durchzusetzen - in diesem unserem Land. :knockout:
Auch dem obrigen Zitat, kann ich nur voll und ganz zustimmen.
Vielen lieben Dank für eure Antworten.
Leider ist Madame zu keinen Gesprächen bereit und möchte an dem bestehenden Umgang nichts ändern. Am Wochenende die Kinder zu Papa und unter der Woche die Kinder bei ihr. Ich lasse dies mal unkommentiert.
Ich möchte aber gerne mehr Umgang mit den Kindern und diese wollen das auch. Wobei der Große eher zu Mama und die Kleine klar zu mir tendiert. Ich überlege mir deshalb vor das Gericht zu gehen und um eine Anordnung zu einer Mediation zu bitten. In der Mediation soll der Umgang einvernehmlich geklärt werden. Sollte es zu keiner Klärung kommen so muss das Gericht einen Umgang festsetzen.
Dabei denke ich mir folgendes. Der Standardumgang sieht einen 14tägigen Umgang am Wochenende vor und einen Tag unter der Woche. Also nehme ich an, dass ich die Kinder am Freitag mittag vom Kiga abhole und einen Tag unter der Woche bekommen kann und versuche dannh noch einen zusätzlichen Tag zu bekommen. Also 2 Tage, vielleicht Dienstag und Donnerstag, unter der Woche und jeweils das 2te Wochenende.
Wäre so ein Beschluss vor dem Gericht erreichbar?
Ich könnte an dieser Stelle auch auf Aussagen von Psychologen wie Vera Fischer oder Ursula Kodjoe verweisen, die von einen 14tägigen Umgang abraten und Umgangszeiten empfehlen, die an das Alter der Kinder angepasst werden sollen. Der Umgang soll bei jüngeren Kindern in kürzeren Abständen, längstens 2 Tagen, stattfinden.
Der Hintergedanke aber ist, das ich mit den Umgangszeiten nahezu an meinem Wunschmodell angekommen bin. Ich müßte ja nur die Umgangstage zum Wochenende hin verschieben.
Hallo
Ich überlege mir deshalb vor das Gericht zu gehen und um eine Anordnung zu einer Mediation zu bitten. In der Mediation soll der Umgang einvernehmlich geklärt werden.
Nette Idee! Leider kannst du das vergessen. Niemand kann dazu gezwungen werden, auch nicht von einem Richter.
Dabei denke ich mir folgendes. Der Standardumgang sieht einen 14tägigen Umgang am Wochenende vor und einen Tag unter der Woche. Also nehme ich an, dass ich die Kinder am Freitag mittag vom Kiga abhole und einen Tag unter der Woche bekommen kann und versuche dannh noch einen zusätzlichen Tag zu bekommen. Also 2 Tage, vielleicht Dienstag und Donnerstag, unter der Woche und jeweils das 2te Wochenende.
Wäre so ein Beschluss vor dem Gericht erreichbar?
Ich bezweifele, das du damit durchkommst. Was du da vorschlägst kommt vom Zeitlichen einem Wechselmodel nahe und das ist vor Gericht nicht einklagbar. Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob ich dich richtig verstanden habe, du möchtest:
in einer Woche Dienstag und Donnerstag und Freitag bis Sonntag und die darauf folgende Woche Dienstag und Donnerstag?
LG Jemmy
Die Lüge wird nicht zur Wahrheit, weil sie sich ausbreitet und Anklang findet. (Mahatma Ghandy)
Das Böse triumphiert allein dadurch, dass gute Menschen nichts unternehmen (Edmund Burke).
Everybody wants to rule the World
Ich überlege mir deshalb vor das Gericht zu gehen und um eine Anordnung zu einer Mediation zu bitten. In der Mediation soll der Umgang einvernehmlich geklärt werden. Sollte es zu keiner Klärung kommen so muss das Gericht einen Umgang festsetzen.
Hmmmm, ich weiß nicht.... im Moment hast Du schon deutlich mehr Umgang als die meisten Väter hier. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Du mit dem Weg über die offziellen Stellen mehr Unmut bei Deiner Ex - und Widerstand - auslöst, als gut wäre.
Wenn Du unbedingt einen Mediator einschalten möchtest, kannst Du das nicht erst auf freundschaftlichem Weg versuchen? :question:
LG WH
Hallo
Wenn Du unbedingt einen Mediator einschalten möchtest, kannst Du das nicht erst auf freundschaftlichem Weg versuchen? :question:
Natürlich hast du damit Recht, dass das beschreiten offizieller Wege im allgemeinen böses Blut und oft massiven Wiederstand hervorruft.
Eine Mediation läst sich nur auf freiwilliger Basis erreichen. Kein Richter kann einen dazu zwingen, zumal schon die Begrifflichkeit "Mediation" einen Zwang dazu ausschließt.
Wiki sagt dazu:
Mediation (lat. „Vermittlung“) ist ein strukturiertes freiwilliges Verfahren zur konstruktiven Beilegung oder Vermeidung eines Konfliktes.
LG Jemmy
Die Lüge wird nicht zur Wahrheit, weil sie sich ausbreitet und Anklang findet. (Mahatma Ghandy)
Das Böse triumphiert allein dadurch, dass gute Menschen nichts unternehmen (Edmund Burke).
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klar ich habe mehr Umgang als die meißten hier. Bin darüber ja auch froh und gleichzeitig würde es den Kleinen sehr fehlen.
Ja ich strebe ein Wechselmodel an und mein Vorschlag würde genau so aussehen, dass ich die Kleinen in einer Woche Dienstag und Donnerstag hätte und in der anderen Woche Dienstag, Donnerstag, Freitag bis Montag. Dies ist eine Umgangsregelung. Mit keinem Wort erwähne ich hier Wechselmodell. Aber das Ziel ist die Kinder von Donnerstag nachmittag abzuholen und in einer Woche bis Samstag abend / Sonntag früh (nach Wunsch der Mutter) und in der anderen Woche von Donnerstag nachmittag bis Montag früh.
Die Vorteile auf einen Blick:
- Mama kann einer Teilzeitarbeit von 30 h nachgehen
- Mama und Papa haben freie Tage ohne Job und Kinder
- Kinder haben größtmöglichen Umgang zu Mama und Papa
- Kinder haben Alltag und Freizeit mit beiden Elternteilen
- größtmögliche Selbstständigkeit von beiden Eltern
Der Vorschlag über das Gericht eine Mediation festsetzen zu lassen kam vom JA. JA hat in Gesprächen mit mir und Ex extrem widersprüchlichen Aussagen gemacht. Zu mir, nach Vorschlag einer Umgangsregelung, Wechselmodell, "...kämpfen sie, kämpfen sie..". Nach Aussagen des RA meiner Frau JA lehnt mein Umgang ab, Telefonat mit JA mit der Frage warum er mein Umgangsmodell ablehnt "....was der RA meiner Frau schreibt und ich vor Gericht aussage können ganz unterschiedliche DInge sein..." und "....der Umgang kann so gelebt werden..."
Wie gesagt JA empfiehlt mir den Gang vor das Gericht mit der Bitte um Festsetzung von Gesprächen. Er meint es müßten mindestens 5 Gespräche geführt werden.
Ex ist zu keinen Gesprächen bereit. Und ich versuche immer einen Zugang zu finden. Aber ohne Erfolg.
Hallo
Das wirft bei mir die Frage auf, warum das JA dir etwas empfiehlt einzuklagen, was schlicht nicht einklagbar ist :question:
Auch diese wiedersprüchlichen Aussagen sind mehr als bedenklich und lassen vermuten, das man dich vor die Wand laufen lassen will.
Sei vorsichtig und äußerst mißtrauisch.
So wünschenswert die, von dir vorgeschlagene, Umgangsregelung auch ist, bezweifele ich, das du sie durchbekommst, wenn EX nicht zustimmt.
LG Jemmy
ps.: Wie groß ist denn die Entfernung?
Die Lüge wird nicht zur Wahrheit, weil sie sich ausbreitet und Anklang findet. (Mahatma Ghandy)
Das Böse triumphiert allein dadurch, dass gute Menschen nichts unternehmen (Edmund Burke).
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Hallo,
unsere Entfernung sind 4 km. Ich kann also das komplette soziale Umfeld erhalten und leben. So sind die Freunde der Kinder auch bei mir oder wir nehmen deren Freund mit zu Unternehmungen. Ich erledige hie und da was für den KiGa und wir nehmen an Festen, Aktivitäten und Veranstaltungen des Kiga's oder Dorfes teil.
LG Loge
Hallo,
ich schreib nur kurz was zu der Mediation. Ich denke, was das JA meint und auch
der Opener ist eine gerichtliche Mediation. Wie Jemmy richitg bemerkt, kann
zur Mediation keiner gewzungen werden, auch nicht zu einer gerichtlichen Mediation.
Nur hat die einen verbindlicheren Charakter als andere, weil diese im Rahmen eines
Antrages auf eine gerichtliche Umgangsregelung stattfindet, diesen nur unterbricht mit
dem Ziel, einen einvernehmlichen Umgangsbeschluss zu erarbeiten. Wenn die
Mediation scheitert, läuft der normale Antrag weiter und der Richter entscheidet und setzt den
Umgang fest. Die gerichtliche Mediation stellt also ein letztes Angebot zur gütlichen Einigung dar.
Bei mir bot uns die Richterin die Mediation an. Mediator ist ein anderer nicht mit dem
aktuellen Fall befasster Richter.
Viele Grüße,
Mux
Vielen Dank an euch.
Ich weiß nicht wie ihr meine Anfrage aufnehmt. Ich lese seit längerem still mit und mir sind bei manchen Geschichten die Tränen gekommen. Es ist unglaublich was men den Kindern alles zumutet. Und ehrlich gesagt reicht es mir schon wenn ich meine Kinder beobachte. Da weinen sie manchmal nach dem anderen Elternteil und wenn wir Eltern zusammen sind die Kinder sich unschlüssig zu wem sie gehen sollen / wollen, Loyalitätskonflikt eben. Und auch ExFrauchen arbeitet freiwillig 2 Tage die Woche. Der jetzige Umgang ist ihr Vorschlag. Auf etwas anderes läßt sie sich gar nicht ein.
@Mux
so etwas hat er gemeint. Kannst du noch etwas darüber erzählen? Wie ist der Verlauf? Inwiefern bietet der Mediator noch andere Lösungen an und was ist wenn sich ein Elternteil einfach weigert? Ich überlege mir ernsthaft diesen Weg zu gehen.
@Wolkenhimmel
Du hattest gefragt wer solche Aussagen macht, dass es für die Kinder besser wäre einen Besuchs- und einen Betreuungsumgang zu haben. Es war ein Psychologe. Er hat es anhand eines Beispieles erklärt. Was würde ein Arbeitnehmer denken wenn er in der 1ten Hälfte der Woche seinen Schreibtisch an einer Arbeitsstelle und in der 2ten Hälfte an einen anderen Ort zu seiner Arbeitsstelle müsste. Dies machte mich nachdenklich. Ja dann muss man halt schauen, dass an jedem Ort nichts fehlt. Bei scheint das Wechselmodell ja bestens zu funktionieren.
Ach herjeh... ein Psychologe... 😉
Nix für ungut, aber das ist wirklich Unfug. Und wie viele Arbeitnehmer gibt es, die jeden Tag an einem anderen Arbeitsplatz verbringen?
Kinder sind doch auch nicht immer an einem Platz, sondern sie sind zuhause, bei Freunden und Verwandten, sie fahren in Urlaub, sie gehen in KiTa oder Schule...
Natürlich sollte man bei einem Wechselmodell an beiden Wohnorten alles nötige für den Alltag mit Kind haben, aber das ist auch eher eine Sache der Bequemlichkeit, damit man nicht ständig alles rumschleppen muss.
Ich sehe an meiner Tochter deutlich, dass es ihr mit dem Wechselmodell sehr gut geht. Sie freut sich auf beide zuhause, und auf beide Elternteile.
Vor ein paar Monaten hat sie sich offensichtlich mit dem Sohn meines LG (7) darüber unterhalten, wie das so bei ihnen beiden läuft: sie waren (man bedenke das Alter) beide total empört darüber, das der Kleine seinen Vater nur 14tägig sieht...
Vielleicht möchte Deine Ex auch kein WM weil dann kein KU mehr fliesst?
LG WH
*edit* Fehler korrigiert
Hi Loge,
wie ich schrieb, ist die gerichtliche Mediation ein Angebot. Wenn sich ein
Elternteil weigert an dieser teilzunehmen findet sie nicht statt. Jeder kann
die Mediation zu jeder Zeit abbrechen ohne Folgen für das laufende
Umgangsverfahren, d.h., der Richter bekommt nur das Ergebnis
(z.B. Mediation gescheitert) mitgeteilt, nicht aber wer abgebrochen hat oder
warum nicht erfolgreich. Im Einigungsfall kann die erzielte Übereinkunft in
Form eines Urteils festgeschrieben werden, unterschiedet sich also auch
dadurch von den Übereinkünften anderen Mediationen, die keine rechtliche
Bindungswirkung haben.
Der Mediator bietet keine Lösungen an, sondern moderiert Euren Einigungs-
versuch. Wie das abläuft hängt natürlich immer von dem jeweiligen Mediator
ab. In der Regel sind das keine ausgebildeten Mediatoren, sondern Richter,
die mit dem Fall nicht befasst sind.
In meinen Fall habe ich die Mediation nach der ersten Runde (2,5 Stunden)
abgebrochen, da wir uns nur im Kreis gedreht haben und mir meine Zeit zu
schade war.
Ich habe dann dennoch ein Umgangsurteil erhalten, mit dem ich sehr zufrieden war.
Hoffe, ist jetzt klarer. Nicht alle Gerichte bieten eine Mediation an.
Gruß,
Mux
Guten Morgen an alle,
es ist unwahrscheinlich wie die Zeit verrinnt. Ich versuche einen maximalen Umgang zu erhalten und ein möglichst ausgeglichenes Verhältnis zu schaffen. Leider haben Streitigkeiten um das liebe Geld dazugeführt, die gegnerische Anwältin hatte übersehen, dass ich bereits freiwillig mehr Unterhalt zahle als KM tatsächlich zustehen würde hat aber trotzdem weitere Forderungen gestellt, dass KM den Wohnsitz der Kinder ohne mein Wissen und ohne meine Zustimmung umgemeldet hat und zwar zu sich. Die Kinder hatten bislang den ersten Wohnsitz bei mir. Ich bin daraufhin zum JA und musste feststellen, dass meine Frau dort auch schon vergesprochen hatte. JA hatte bereits einen Termin bei meinen Kids in der Wohnung der KM um sie zu befragen. Ich war richtig nervös und über das Ergebnis bin ich mächtig stolz:
"...die Kinder teilten mir mit, dass sie gerne bei Ihnen seien und waren offensichtlich freudig darauf eingestellt, was zu sehen war....
Beide Kinder machen einen gut entwickelten Eindruck und sind sehr offen. Meinen Glückwunsch zu diesen Kindern. Ich kann Sie verstehen, dass Sie so oft wie möglich mit Ihren Kindern zusammen sein wollen...."
"...aus meiner bisherigen Kenntnis über Ihre Beziehung zu KM komme ich zur Einschätzung, dass Ihre Umgangsvorstellungen (wie in Ihren Plänen ausgeführt, Ausgangsbasis war ein kindes- und altersgerechter Umgang in einem Abstand von längsten 2 Tagen unter Berücksichtigung der Arbeitszeit der Eltern) nur dann machbar sind, wenn zwischen Ihnen und KM eine gute und einvernehmliche Elternbeziehung besteht, so dass Absprachen von beiden Eltern mitgetragen werden..."
Leider habe ich noch keine Unterstützung für mein Modell. Allerdings wurde KM aufgefordert ein Beratungsgespräch zu organisieren damit wir eine vertrauensvolle Elternebene zu finden können. Doch leider sind jetzt schon 3 Wochen vergangen ohne dass sich KM gerührt hätte. Jetzt warte ich noch eine Woche ab, informiere zuerst das JA und gehe dann auf KM zu.
Am schwersten fällt es mir mit KM eine Ebene zu finden. Durch die Aktionen die sie bringt verärgert sie mich und ich brauche viel Kraft um meine Fassung zu bewahren.
Hallo Loge,
ich will dir deine Euphorie ja nicht kaputt machen aber die Aussagen des JA, gerade im Kontext der obigen Aussagen von denen klingen für mich eher wie:
"...die Kinder teilten mir mit, dass sie gerne bei Ihnen seien und waren offensichtlich freudig darauf eingestellt, was zu sehen war....
"Wir sind froh, dass die Kinder nun da sind wo sie hin gehören aber wir können evtl. Regelumgang tolerieren!"
Beide Kinder machen einen gut entwickelten Eindruck und sind sehr offen. Meinen Glückwunsch zu diesen Kindern. Ich kann Sie verstehen, dass Sie so oft wie möglich mit Ihren Kindern zusammen sein wollen...."
"Was gut für die Kinder ist, entscheide ich!"
"...aus meiner bisherigen Kenntnis über Ihre Beziehung zu KM komme ich zur Einschätzung, dass Ihre Umgangsvorstellungen (wie in Ihren Plänen ausgeführt, Ausgangsbasis war ein kindes- und altersgerechter Umgang in einem Abstand von längsten 2 Tagen unter Berücksichtigung der Arbeitszeit der Eltern) nur dann machbar sind, wenn zwischen Ihnen und KM eine gute und einvernehmliche Elternbeziehung besteht, so dass Absprachen von beiden Eltern mitgetragen werden..."
"Das wollen wir erstmal abwarten, was die Mutter dazu sagt nachdem ich sie bearbeitet habe aber sie können ja schon mal anfangen ihr den A* abzuputzen und ihre Unterhaltsforderungen befriedigen"
Sei bloß vorsichtig bei denen.
Gruss Beppo
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
Hallo Beppo,
danke für deine Antwort. Ja da sieht man wie unterschiedlich man die Aussagen interpretieren kann. Ich bin euch echt dankbar für eure zeit die ihr investiert. Das hilft ungemein und man bleibt flexibel. Muss aber auch alle Richtungen zu Ende denken = ganz schön anstrengend. Und ich habe festgestellt ich frage viel zu wenig.
Was würdest du / ihr an meiner Stelle tun?
Aber jetzt noch kleine Info's.
Sollte es zum FamG gehen wird JA einen Umgang vorschlagen jeden SA 8:00 bis MO 8:30 zum KiGa. Und wie gesagt die Aufforderung an KM ein Beratungsgespräch bei der psych. Beratungsstelle für uns Eltern zu vereinbaren.
Ich sehe die Stellungnahme des JA auch mit gemischten Gefühlen da der vorgeschlagene Umgang der bereits gelebte Umgang darstellt und mein Modell noch nicht greifbar scheint jedoch eine Vielzahl an Möglichkeiten bietet und wesentliche Vorteile hat.
Der Vorbehalt des JA gegen mein Modell wird damit begründet, dass wir keine geklärte Elternebene erreicht haben die aber Voraussetzung wäre. Eine strittige Elternbeziehung wäre für die Kinder schädlich. Außerdem müssen die Eltern zusammenarbeiten denn die Kinder erkennen sehr schnell wie sie die Eltern gegeneinander ausspielen können. Bei einer strittigen Elternbeziehung wird der Konflikt dann weiter auf der Elternebene ausgetragen. Diese Aussagen finden sich auch in der Argumentation von Psychologen wieder, soweit mir es bekannt ist.
Was meint ihr dazu?
Außerdem sind wir dem JA gegenüber fremd. JA muss sich ein Bild über die Eltern in verdammt kurzer Zeit verschaffen um seinem Auftrag das Kind zu schützen gerecht zu werden. Ich denke die kennen genug Fälle, bei denen sich der unterhaltspflichtige Elternteil für die Kinder stark macht um Unterhalt zu sparen und sich dann nicht um die Kinder kümmert? Also muss man sich erstmal zu erkennen geben und Vertrauen schaffen.
Bis jetzt habe ich auch immer neutral berichtet. Aber es gibt auch noch andere Gründe wie zB:
Letztes WE hatte ich meine beiden goholt und der Große hatte sein Handgelenk verbunden. Da das im Moment große Mode ist habe ich danach gefragt und seinen Ausführungen geglaubt es sei nicht so schlimm. Im Verlauf des Vormittags stellt sich allerdings sehr schnell heraus, dass er starke Schmerzen hatte. Auch der Vorfall wurde mir geschildert. Am Tag zuvor fiel er von einem Klettergerüst ca. 13:00 Uhr. KM überlegte wegen seinen Schilderungen zum Arzt zu fahren. Unterlies dies jedoch, da eine Kinderfeier im Schwimmbad anstand. Der Große erzählte mir, dass er dort ein Spiel nicht mitmachen wollte, da ihm die Hand so wehtat. Also packte ich die beiden und fuhr ins Krankenhaus zum Notazrt. Dort stellte sich heraus, dass ein Unterarmknochen nahe des Handgelenks gebrochen war - ein Grünholzbruch. Also Gips. Ihr könnt euch vorstellen, dass ich nicht sehr erfreut war.
Ich bin immer noch am einsortieren. In welchen Kasten muss ich sowas stecken?
Hallo Loge,
nur ein kleiner, aber meiner Meinung nach wichtiger Beitrag.
Du hast im Laufe deiner Story erwähnt, dass deine Kinder beim "Wechsel" zwischen den Elternteilen weinen und höchstwahrscheinlich ein Loyalitätskonflikt besteht.......
Mit diesem Begriff/ dieser Tatsache solltest du dich nochmal eingehender befassen.
Wenn dies wirklich so ist, plädiere ich dafür, im krassen Gegensatz zu deinem Wunsch, die Kinder so
oft wie möglich zu haben, dass ein Rahmen geschaffen wird, in dem die Kinder zur Ruhe kommen können.
Wie immer das in eurem Fall auch aussehen mag.
Dies bedeutet für den Anfang jetzt erstmal, dass die Kids, weitgehend ihren gewohnten Rhythmus beibehalten
und nicht so viel hin- und herziehen.
Dies nur für den Anfang, um die Kids nicht durcheinanderzubringen. Das muss nicht so bleiben und die Tatsache,
dass deine Kids dich vermissen etc. sollte auch kein Anlass sein, dir möglichst viel gemeinsame Zeit zu
schaffen. Sie wissen, wer ihr Papa ist. Also, keine Panik.
Hinzu kommt, dass deine Ex nicht gesprächsbereit ist. Achte also darauf, dass ihr bei der "Übergabe" der Kids
nicht in Diskussionen geratet (wg. evtl. Loyalitätskonflikt).
Ich spreche aus eigener Erfahrung, wenn ich dir sage, dass Kinder mit einem Loyalitätskonflikt extrem feine
Antennen haben. Mit diesen reagieren sie schon auf die kleinsten Kleinigkeiten und es bedarf nicht erst laut-
starker Diskussionen, um sie durcheinanderzubringen....
Ein echter Loyalitätskonflikt bringt Kids in eine psychisch extrem instabile Verfassung, die am Ende dahinführt,
dass die Kids sich selbst nicht mehr wahrnehmen, zwischen den Eltern vermitteln wollen, davon ausgehen, dass
sie einen Elternteil verlasssen, wenn sie zum anderen wechseln etc etc.
Unser Sohn, der so etwas durchgemacht hat, wird im Mai 11 Jahre alt. Er kann also über seinen Kummer etc.
sprechen. Deine Kids wären meiner Meinung altersbedingt so einer Sitution gnadenlos ausgeliefert und
ihre Not würde sich anders zeigen.....
Viel Erfolg und euch allen einen baldigen guten Umgang.
tannja
Hallo Loge nochmal,
zu: bis jetzt habe ich auch immer neutral berichtet.......
Die Qualität der JAs ist extrem unterschiedlich. Du solltest jedoch auf jeden Fall deine sachliche ruhige Art beibehalten...
Ein etwaiger Vorwurf deinerseits, dass deine Ex nicht gesprächsbereit ist und dich in Dinge des Alltags nicht mit
einbezieht, obwohl du als Vater das Recht darauf hättest und auch der Wunsch nach mehr Transparenz und Austausch
über die Kids würde vom JA in den meisten Fällen negativ bewertet.
Bleib weiterhin ruhig und stelle das Wohl der Kids ungeachtet deiner Wünsche in den Vordergrund. Zeige dich kooperativ und interessiert. Wenn in deinem Fall das JA bzw. die SB JA ganz o.k. sein sollte, würdest du dir mit Kritik an der Ex und anderen "Kleinigkeiten" (in den Augen des JA), die Möglichkeit eines guten Weges verbauen, da die SB JA eh ihren Job macht, wie sie es für richtig hält. Wenn du darüberhinaus auch noch (in den ihrer Augen) auch noch übereilt zum Familielngericht rennst, um den Umgang einzufordern, kann dir das als egoistischer Wunsch vorbei am Wohl der Kinder ausgelegt werden.
Mein Ex bei dem unser Sohn 350 km entfernt lebt, redet auch fast gar nicht mit mir, verhält sich mir gegenüber demütigend und handelt oftmals ambivalent, extrem seltsam und willkürlich, was oftmal meinen Alltag und meine
Pläne durcheinanderbringt.
Dem JA habe ich ungeachtet des Verhaltens meines Ex mir gegenüber klar gemacht, dass ich zur weiteren Stabilisierung unseres Sohnes einen verlässlichen Umgang zusammen mit dem KV erarbeiten möchte. Ich
habe auch nochmal deutlich gemacht, dass ich keine Notwendigkeit sehe, gerichtliche Schritte bezüglich des
Umgangs einzuleiten, da ich gesprächsbereit und friedfertig bin und ich finde, dass wir Eltern die Verantwortung
für unseren Sohn, gerade unter Berücksichtigung des Loyalitätskonfliktes und bla bla nicht an den Staat abgeben
sollten.
Es gab eine kleine Unregelmäßigkeit in dem Umgang zwischen mir und meinem Sohn, welche mein EX verursacht
hatte.
Ich rief daraufhin das JA an und teilte denen mit, dass das ja wohl so nicht laufen kann, da durch dieses willkürliche
Verhalten des KV ein verlässlicher Umgang nicht gesichert ist und unser Sohn wieder durcheinander kommen kann.
Und siehe da: die SB JA wird meinen Ex darauf ansprechen, da sie vollkommen meier Meinung ist.....
Kritik am Ex-Partner also bitteschön immer sachlich bezogen auf das Wohl des Kindes und wenn man noch so sehr
die Hände über den Kopf zusammenschlagen und vor Hass über vergangene miese Vorfälle zerbersten mag.
tannja
