Tochter möchte zu m...
 
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Tochter möchte zu mir, aber EX blockiert 🙁

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(@martina)
Rege dabei Registriert

Hallo,

Ich bin seid 6 Jahren von meiner Ex getrennt und seit 2 Jahren geschieden. Meine 3 Kinder (12, 8 und 7 Jahre) sehe Ich mind. jedes zweite WE und mehrmals in der Woche. Seit 9 Monaten habe Ich eine Partnerin und wir leben seit 6 Monaten zusammen. Sie hat eine Tochter mit 11 Jahren. Meine Kinder verstehen sich mit meiner Partnerin und auch mit Ihrer Tochter wirklich prächtig.

Vor rund einem Jahr hat meine Älteste schon ab- und zu mal so einen Happen "Papa, Ich möchte gerne mal eine Zeitlang bei Dir leben..." rüber geworfen. Dieser Wunsch spitzte sich so zu, daß mit meiner Ex soweit klar kam, das sie immer mal wieder für eine Woche bei mir wohnte. Jetzt, nach den Schulferien, will sie für ein halbes Jahr zu mir ziehen.

Ich habe dann in sehr langen Gesprächen mit Ihr alles geklärt. Alle meine Erwachsenengedanken wie z.B.: Du siehst dann die Mama nicht so oft, Deine Geschwister wirst Du auch nur alle 2 Wochen sehen, Alltag beim Papa darfst Du nicht mit Papawe oder Papaferien verwechseln usw. usf. Nein, sie wollte auf jeden Fall zu mir ziehen. Selbst als Ich dann sagte, das sie aber nicht nach 8 Wochen, wenn Ihr dann doch der Alltag beim Papa nicht mehr sooo gut gefällt, wieder zur Mama möchte trotzdem die vollen 6 Monate bei mir bleiben muß! (das war dann mein letzter Test ob sie es wirklich ernst meint und das nicht aus einem Wunsch, weils immer bischen mit dem neuen Partner von meiner Ex knallt herraus kommt) wollte sie auf jeden Fall zu mir ziehen.

Ich machte mir keine großen Gedanken darüber weil meine Ex und Ich UND die neuen Partner das Verhältniss untereinander so aufbauten, daß  egal was komme, niemals die Kinder darunter leiden sollen.

Das Thema, weil ja nicht gerade neu, war dann auch per Tel innerhalb 15 Minuten geklärt. Die Maus zieht direkt nach den Ferien bei mir/uns ein. Eine halbe Stunde später bekam Ich dann allerdings eine SMS das sie es sich dann doch noch anders überlegt hätte und die Tochter könne das gerne in 2 Jahren selbst entscheiden aber jetzt bleibt sie erstmal bei der Mama. PUNKT!

Ich bin total geschockt, weil Ich das einfach nicht verstehe. Kann sie das denn einfach so sagen/bestimmen? Was kann/soll Ich denn jetzt machen? Meine Tochter ist nurnoch am heulen.

Achso. Wir sind geschieden und haben beide das Sorgerecht.

Gruß
Martin


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 19.08.2006 10:47
(@martina)
Rege dabei Registriert

1. Sorry das Ich jetzt auf eventuelle Fragen nicht antworten kann. Heute ist seit langer Zeit mal wieder schönes Wetter und die Mäuse wollen einen Ausflug machen. Werde mich erst heute Abend zu Wort melden können.

2. Sorry Ich habe mich beim anmelden vertippt. Martina=Martin. Habe das auch in meine Signatur geschrieben aber irgendwie erscheint die nicht.

Gruß
Martin


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 19.08.2006 11:50
(@midnightwish)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallo Martin,

erstmal herzlich willkommen hier auf VS. Dann noch viel Spaß beim Ausflug. Das schöne Wetter soll man genießen. Unsere Mäuse bauen grad ein Indianerzelt im Garten.

Schwieriges Thema. Grundsätzlich sollte man zum einen verhidnern das ein Kind immer nach Lust und Laune umzieht, weil grad die Nase von Mama oder Papa nicht passt. Aberdas hast du ja mit ihr besprochen. Aber wenn ein Kind in dem Alter sagt es will einige Zeit beim Papa leben soltle man das auch beachten und ihr ermöglichen. Allerdings müssen sich im äußersten Fall die Gerichte nicht nach dem Willen des Kindes richten, obwohl es in dem Alter schon gehört wird.

Weißt du warum sie zu dir ziehen will? Gerade in dem Alter sind die Mädels ja schon in der Pubertät und da sind Probleme mit der Mama vorprogrammiert. Oder sie will mehr ihre Privatsphäre und wohnt bei deiner Ex mit einem ihrer Geschwister in einem Zimmer. Gründe gibt es viele. Wäre sicher auch gut zu wissen warum sie zu dir möchte. Wenn sich deine Ex absolut querstellt, vielleicht kannst du dann wenigstens helfen die Umstände besser zu machen.

Das du geschockt bist kann ich sehr gut verstehen, vor allem, weil ihr ja sicher schon vieles vorbereitet habt und auch eure Tochter sich darauf gefreut hat.

Kann sie das bestimmen?
Kommt drauf an, wenn sie das ABR (Aufenthaltsbestimmungsrecht) hat, dann darf sie das erstmal wirklich so entscheiden. Da hilft auch kein GSR. Wurde das ABR aber nicht geklärt, kann sie das nicht alleine bestimmen und ihr müßt eine einvernehmliche Lösung finden.

Was kannst du tun? Na erstaml deine Tochter ganz fest in den Arm nehmen und trösten. Mit ihr reden und vor allem nochmal mit deiner Ex reden, warum sie ihre Zusage so plötzlich wieder zurücknimmt. Vielleicht könnt ihr euch ja dann doch noch einigen.

Wenn das nicht hilft wirds langwierig. Egal ob ihr das ABR gemeinsam habt oder ob sie es hat, bitte um ein Gespräch beim JA (ich weiß einige werden mich jetzt am liebsten steinigen), wo ihr euch mit jemandem zusammensetzt (der hoffentlich Kindorientiert ist) und das Problem besprecht. Da könnte z.B. auch eure Tochter gehört werden. Vielleicht stimmt dann deine Ex zu.

Wenn das auch nicht hilft wirst du dir überlegen müssen, ob eine Klage Erfolg haben kann. Da wird dann allerdings automatisch das JA eingeschaltet.

Vielleicht lenkt deine Ex aber auch ein, wenn du ihr diese Schritte androhst. Manche werden jetzt sicher wiedre davon ausgehen, das sie das nur tut, weil sie Angst um den KU hat. Aber das wirst du besser beurteilen können, ich will da nicht spekulieren.

LG Tina


Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen

AntwortZitat
Geschrieben : 19.08.2006 12:24
DeepThought
(@deepthought)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Moin,

Grundsatz: Ein Mensch kann entscheiden wo er leben möchte, wenn er volljährig ist. Ausrufezeichen. Je älter das Kind ist, um so mehr Gewicht hat der Wunsch vor Gericht. Ich selbst habe einen Fall erlebt, wo eklatante Vorfälle bei der KM eine 16-jährige dazu brachten, zum Vater ziehen zu wollen. Das Gericht ließ sie nicht. Begründung: "Konflikte gehören zum Erwachsenwerden."

Für mich wichtig ist, warum die Große zu dir will.

DeepThought


Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!

AntwortZitat
Geschrieben : 19.08.2006 18:39
(@martina)
Rege dabei Registriert

Hallo,

der Ausflug war wirklich absolut genial! Das Wetter hat genau bis wir wieder im Auto gesessen haben wie die Faust aufs Auge gepasst!  🙂

Jetzt aber zurück zum Thema. Ich hole ein bischen aus. Hilft euch vielleicht bei der Einschätzung der Situation.

Meine Ex war lange Zeit solo. In der Zeit hatte sie ein Au-Pair-Mädchen. Ich bin jeden Mittag nachdem die Kinder gegessen hatten zu Ihnen gefahren und habe mit Ihnen die Hausaufgaben gemacht und gelernt. Dann bin Ich wieder gefahren und recht kurze Zeit später kam meine Ex von der Arbeit.

Dann kam M*. Ihr neuer Partner. Er hat keine Kinder und auch nicht wirklich einen Draht dazu. Erstrecht nicht zu 3 "fremden". Nicht das er die Mäuse schlecht behandelt hat oder so er hat sich wirklich richtig Mühe gegeben aber so richtig seine Welt sind Kinder halt nicht. Auch als er da war fuhr Ich eine Zeitlang, so ca. 3 Monate, immernoch zum lernen hin.

Irgendwann, wobei Ich das absolut verstehen kann!, sollte Ich nicht mehr kommen und M* macht das mit den Kindern. Ich meine, Ich hätte auch kein gesteigertes Interesse jeden Tag den Ex vor der Nase zu haben. M* ist Schreinermeister und hat bisher keine Arbeit gefunden. Als klar wurde, daß er jetzt erstmal den Hausmann macht, haben sie sich von dem Au-Pair getrennt.

Die Kinder haben angefangen ziemlich zu motzen, weil sie Papa, im Verhältniss, so wenig sehen. Dann haben wir angefangen das jedes Kind eine Woche im Monat bei mir sein kann. Damit waren alle zufrieden. Die Kleinen sowie die Erwachsenen.

Während dieser Zeit, auch weil L* und Ich eine sehr innige Beziehung haben und sehr viel reden, wuchs der Gedanke immer mehr zu mir zu ziehen. Selbstverständlich nicht für immer aber mal für eine längere Zeit. L* Hauptgrund ist einfach M*. Wie gesagt, Kinder sind nicht wirklich seine Welt. Somit erstrecht nicht eine puperdierende Göre mit so Fragen wegen Periode, Schwangerschaft, Kerle usw. usf. Sie kommt mit Ihm einfach nicht klar. Sie kann mit Ihm nicht reden, er würde sie nur rumkommandieren und es gäbe oft Streit zwischen ihnen. Wobei er das mit dem Streit und Diskussionen mir auch des öfteren erzählt hat. Allerdings kann Ich das wirklich nicht bestätigen. Hier bei mir ist das einfach eine richtig geniale Tochter die zwar in der Pupertät steckt aber das ist halt so und wird sich ja auch noch ein paar Jährchen hinziehen. Also so wie es aussieht ist M* der Grund.

Meine Ex kommt so gegen 17 Uhr nach Hause und will dann, immer laut Erzählungen von L*! (eine 12Jährige fährt da schon Ihren eigenen Film  :wink:), Ihre Ruhe haben. Macht essen, dann Haushalt und ab in die Kiste.

Tja, so siehts aus.

Der finanzielle Aspekt... Ich hatte ja in recht kurzer Zeit, das L* zu mir zieht am Tel abgeklärt. Sie stimmte ja auch zu. Nachdem wir auflegten klingelte kurze Zeit später wieder das Tel. Sie war dran und Ihre Frage war das Finanzielle. Wie das denn jetzt laufen würde. Ich sagte Ihr das Ich natürlich keinen Unterhalt mehr für ein Kind überweise das nun bei mir ist. Die Frage fand Ich im Nachhinein schon bischen komisch weil die Antwort ja wohl wirklich logisch ist. Naja und kurze Zeit nach diesem kleinen Gespräch kam halt die SMS das L* noch 2 Jahre warten muß und PUNKT!

Also wenn meine Ex sich wirklich quer stellen sollte, denke Ich werde Ich nicht den Weg mit JA und Richter usw. gehen. Das geht doch eh nur auf die Seele von L*. Aber auf der anderen Seite geht es auch nur auf sie, wenn Ich die Mutter einfach bestimmen lasse. Wie man über einen Hund oder einen Schrank verfügt. Da kommst Du hin und fertig.

Ich bin echt geschockt, weil Ich im Leben nicht mit so einer Reaktion wegen einen besch... halben Jahr gerechnet hatte! Mensch, es geht doch nur um die Kleine! Ich habe wirklich absolut keine Ahnung was Ich machen soll. Ich habe jetzt eine Verabredung mit Ihr am Mittwoch Abend.

Gebt mir doch bitte Eure Meinung zu dem Thema. Ich brauche einfach bischen Unterstützung oder Erfahrungswerte...

Gruß
Martin

PS. was ist GSR???
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Forum Regel Nr. 2: Bitte keine Klarnamen!
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AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 19.08.2006 22:43
(@midnightwish)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hm erstmal, editier mal dein post und nimm die realen Namen raus.

GSR= gemeinsames Sorgerecht.

Den Text muß ich erstmal auf mich wirken alssern und werd dann nochmal was dazu schreiben.

Gruß Tina


Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen

AntwortZitat
Geschrieben : 19.08.2006 23:00
(@martina)
Rege dabei Registriert

Das waren keine realen Namen. Also zumindest nicht diejenigen, die dazu gehören.

Gruß
Martin


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 19.08.2006 23:19
(@martina)
Rege dabei Registriert

Hallo,

Ich wollte mal fragen wie das denn praktisch abläuft, wenn Ich mich denn für die Gerichtliche/JA-Version entscheiden sollte. Jetzt nur in Bezug auf meine Tochter.

Wird sie dann auf ein Gespräch mit einem JA-Mitarbeiter geladen oder muß die erst Ihre "Aussage" machen wenn es vors Gericht geht? Sind es immer Gespräche ohne eines der Elternteile oder gibt es auch Gespräche zu viert? Also Mutter/Vater/Kind und JA-Mitarbeiter?

Und möchte eventuell jemand, der das schon mit seinem Kind das ungefähr in dem alter ist wie meine, seine Erfahrung berichten? Gerne auch per Mail oder PN.

Gruß
Martin


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 20.08.2006 14:25
(@kasper)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin Martin,

das das Problem zwischen Dir und der KM besteht, würde eigentlich nur ein Gespräch zwischen Euch sinn machen. Es bringt auch nichts, die Kinder hier mit reinzuziehen.

Hast Du nocheinmal ein persönliches Gespräch versucht? Oder war die SMS die letzte Kommunikation?

Gruß
Kasper


Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht Ändern kann, den Mut, Dinge zu Ändern, die ich Ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

AntwortZitat
Geschrieben : 20.08.2006 14:38
(@annasophie)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hallo,

es gibt im gerichtlichen Verfahren Verfahrenspfleger, die für das Kind sprechen. Sie begutachten die Kinder bei beiden Elternteilen, sprechen mit dem Kind und geben dann ihre Stellungnahme ab. Bei gerichtlichen Verfahren gibt es meist auch noch einen Gutachter. Der dann nach Gesprächen mit Eltern und Kind einen Bericht anfertigt.

Evtl. würde ich an deiner Stelle erstmal versuchen über einen sozialen Dienst einen Weg zu finden, wo die Tochter unvoreingenommen ihren Wunsch vorbringen kann. Vielleicht auch der Kinderarzt, zu dem sie Vertrauen hat oder jemand anders. Damit auch dokumentiert ist das sie das möchte.

Und du solltest mit deinem Kind sprechen wie ihr weiter verfahren wollt wenn die Mutter sich dagegen sträubt.

Aber nicht alles ohne die Mutter machen. Gut, sie kann euch Steine in den Weg legen, aber es ist bestimmt auch nicht gut, wenn sie dann beim jugendamt angibt, das Kind hat nie etwas gesagt!

Sophie


AntwortZitat
Geschrieben : 20.08.2006 14:48




(@martina)
Rege dabei Registriert

Danke für eure Antworten!

Und du solltest mit deinem Kind sprechen wie ihr weiter verfahren wollt wenn die Mutter sich dagegen sträubt.

Aber nicht alles ohne die Mutter machen. Gut, sie kann euch Steine in den Weg legen, aber es ist bestimmt auch nicht gut, wenn sie dann beim jugendamt angibt, das Kind hat nie etwas gesagt!

Soll Ich wirklich mit Ihr das Thema ansprechen? Ist sie denn nicht in einer echten Zwickmühle? Ich meine es gibt ja nur 2 Wege. Erstens JA und zweitens den Mund halten. Jetzt soll sie mit entscheiden ob das JA bzw. das Gericht entscheiden soll wie es weitergeht. Wenn sie sich dafür aussprechen sollte, entscheidet sie sich ja automatisch für einen „Krieg“ gegen die Mutter. Eigentlich denke Ich, dass Ich das entscheiden muß. Ohne Kind. Das ist einfach zu schwierig. Oder was denkt Ihr?

L* hat die Probleme schon öfter bei Ihrer Mutter angesprochen. Aber 1. ist das alles falsch was L* sagt (sie stellt sich also komplett ohne zu hinterfragen auf die Seite Ihres Partners) und 2. ist sie immer Müde oder braucht Ihre Ruhe und hat somit 0 Zeit sich mit den Problemen auseinander zu setzen. Oder hat einfach keinen Bock darauf.

Hast Du nocheinmal ein persönliches Gespräch versucht? Oder war die SMS die letzte Kommunikation?

Ich treffe mich am kommenden Mittwoch mit Ihr um zu srechen. Aber auch das ist wieder ein Ding. Ich habe Sie zwar gefragt, ob wir uns zu viert zusammensetzten, oder nur wir 2. Aber wirklich gut finde Ich Ihre Entscheidung das nur wir zu 2t sprechen nicht. Es geht immerhin uns alle 4 was an.

Gruß
Martin


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 20.08.2006 15:01
(@lonesomewolf)
Nicht wegzudenken Registriert

hallo martin,

beim lesen deines letzten posts fiel mir ein widerspruch auf,
erst schreibst du:

Eigentlich denke Ich, dass Ich das entscheiden muß. Ohne Kind.

und dann:

Aber wirklich gut finde Ich Ihre Entscheidung das nur wir zu 2t sprechen nicht. Es geht immerhin uns alle 4 was an.

meiner meinung nach sind die ersten gedanken oft die besten ...

und noch was fiel mir auf:

ist sie immer Müde oder braucht Ihre Ruhe und hat somit 0 Zeit sich mit den Problemen auseinander zu setzen. Oder hat einfach keinen Bock darauf.

nach meiner erfahrung kannst du alle "oder" durch ein "und" ersetzen

und wenn´s um´s liebe geld geht, dann zeigt sich oft erst der wahre charakter

du wirst es bei eurem gespräch erleben ...

ein kleiner ausschnitt aus meinem erlebten:

ex trennte sich von mir wg. einem anderen,
die kinder (13+15) blieben bei mir,
sie wollten es und fanden es "o.k., wie es jetzt läuft",
insbesondere nachdem eine vergleichsweise gute umgangsregelung
von mir vorgeschlagen und von ex akzeptiert wurde

als ich ex um finanzielle unterstützung bat, wurde ich verlacht

monate später, ich konnte und wollte ex nicht mehr bitten,
wandte ich mich an´s jugendamt
(ein guter freund empfahl es mir aufgrund seiner eigenen erfahrungen)
und schilderte dort die situation,
die der jungs im allgemeinen und meine finanzielle im besonderen
man sagte mir zu, mit ex zu sprechen,
tat es auch, nur brachte es nix ...

irgendwann ging ich dann zum RA, der sie anschrieb,
exen´s reaktion: ein antrag auf alleiniges aufenthaltbestimmungsrecht :knockout:

das JA hat in solchen fällen regelmäßig eine stellungnahme abzugeben,
kannte unsere geschichte jedoch schon vor der gerichtlichen aufforderung

auf meine frage an die zuständige SB, ob sie die jungs mal besuchen wolle,
um sie selbst zu befragen und/oder zu sehen, wie sie leben
wurde mir erwidert, dass sie dies nicht wolle, um die jungs nicht unnötig zu belasten
aus den gesprächen mit mir und ex habe sie sich schon ein ausreichendes bild machen können
und ausserdem betrachte sie exens antrag als völlig unsinnig (wörtlich!)
sie wolle mit ex noch mal sprechen und sie dazu bewegen, den antrag zurückzuziehen
was ex dann auch 2 wochen vor der gerichtlichen anhörung tatsächlich tat
(die jungs hatten ihre ladungen schon auf dem tisch ...)

ob´s in allen fällen so läuft, sei mal dahin ...

was ich dir damit eigentlich vermittlen möchte:

je nachdem, wie du dich entscheiden solltest,
kann es vielleicht hilfreich sein, sich frühzeitig an´s JA zu halten,
vielleicht sogar auch schon vor deinem gespräch mit der ex,
um anschließend davon erneut zu berichten

lg

wolf


wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun,
sondern auch für das, was wir nicht tun

(j.b.molière)

AntwortZitat
Geschrieben : 20.08.2006 16:34
(@martina)
Rege dabei Registriert

Hallo lonesomewolf  und Danke für Deinen Beitrag!

Einen Wiederspruch sehe Ich nicht. Allerdings war es mein Fehler das Du einen siehst!

Mit "Aber wirklich gut finde Ich Ihre Entscheidung das nur wir zu 2t sprechen nicht. Es geht immerhin uns alle 4 was an." meinte Ich, daß es alle 4 Erwachsenen was angeht sprich alle 4 Erwachsenen sollte sich zusammensetzen.

So langsam aber sicher setzt sich auch bei mir das Gefühl durch, daß das liebe Geld doch ein großer Punkt ist. Allerdings verstehe Ich den nicht wirklich. Kann sein das Ich bischen begriffsstutzig bin.

OK, Ich stelle mir jetzt mal vor Ich bin meine Ex. Wenn die Große also beim Papa wohnt bekomme Ich keinen Unterhalt mehr für sie. Ist ja auch normal weil Ich ja auch keine finanziellen Aufwendungen mehr habe wie z.B. Essen, Klamotten, Schulkram usw. Jetzt hat diese also der Papa. Also überweise Ich Ihm den Anteil den er laut der Düsseldorfer Tabelle von mir bekommt. Ist ja das gleiche wie vorher. Nur andersrum. Also habe Ich doch weder einen Vor- noch Nachteil davon. Also wo ist denn da bitte das Problem???

Oder ist es eher ein großes psychisches Problem auf einmal an den Ex was überweisen zu müssen???

Gruß
Martin


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 20.08.2006 16:51
(@nena62)
Rege dabei Registriert

Hallo Martin,

zum Thema Finanzen möchte ich dir mal meine Gedanken kundtun.

Vor etwa 1 Jahr hat meine Tochter auch den Gedanken geäußert zum Papa zu ziehen. Find ich auch erstmal OK, sie ist 16 und wenn sie meint sie will bei ihm leben wäre ich zwar traurig aber er ist nun mal ihr Papa, so weit so gut.

Allerdings würde das für mich heißen etwa 750 Euro weniger als jetzt (300 von ihm, 150 KDG und dann eben 300 von mir an ihn). Das könnte ich nur stemmen wenn ich die große Wohnung aufgeben und mir ne kleinere suche... von Prinzip her auch OK für mich, nur dann wäre ein zurück der Tochter nach nem halben Jahr einfach nicht möglich... kann ja nicht jedes halbe Jahr umziehen.

Vielleicht sind das wirklich existentielle Ängste deiner EX?
Warte doch mal euer Gespräch ab, ich hoffe ihr redet wirklich offen. Und vielleicht steht dann einem Umzug der Tochter nix im Weg, aber eben für immer und nicht nur für 1/2 Jahr.

Just my 2Cents
Nena


Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum

AntwortZitat
Geschrieben : 20.08.2006 17:51
(@lonesomewolf)
Nicht wegzudenken Registriert

ich spinn den faden mal weiter, den deiner ex:

jetzt krieg ich keinen unterhalt für meine tochter mehr,
obwohl meine kosten nur geringfügig gesunken sind,
denn das bischen essen und die paar klamotten ...
die miete wird nicht billiger, strom, wasser, gas usw.

und dann soll ich noch zahlen?
der spart doch jetzt ohnehin schon,
wo er keinen unterhalt mehr zu zahlen hat,
der ist doch nur geldgeil, der alte ...

neben dem psychologischen problem ist es auch ein mathematisches

denn auch wenn es "nur" um eine verkehrung der unterhaltspflicht geht,
so verdoppelt sich der differenzbetrag auf beiden seiten,
du "sparst" den KU einmal und erhälst ihn noch einmal,
ex "kriegt" kein KU mehr und muss ihn noch mal zahlen

und wenn sich auf beiden seiten die kosten nicht drastisch erhöhen bzw. reduzieren,
z.b. du eine größere und ex eine kleinere wohnung nimmt,
für ex auch schwer nachvollzieh- bis möglicherweise auch realisierbar.

kämst du denn zurecht, wenn du auf exens KU (zunächst) verzichten würdest?
es würde die problematik sicher entschärfen ...

lg

wolf

edit: nena war schneller und hat auch noch an das kindergeld gedacht,
        dass ich bei meiner "spinnerei" ganz vergessen habe ...


wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun,
sondern auch für das, was wir nicht tun

(j.b.molière)

AntwortZitat
Geschrieben : 20.08.2006 17:55
(@hajoco)
Nicht wegzudenken Registriert

Hi Martin,

liest sich so, als ob das Geld bei Dir nicht die wichtigste Rolle spielt. Ist das bei Deiner EX auch so ?

LG Jochen


Die Wahrheit kann man 1000mal erzählen, Lügner brauchen soooon Gedächtnis

AntwortZitat
Geschrieben : 20.08.2006 17:57
(@hajoco)
Nicht wegzudenken Registriert

@all,
schön, da bin ich ja nicht alleine mit meinen Gedanken

LG Jochen


Die Wahrheit kann man 1000mal erzählen, Lügner brauchen soooon Gedächtnis

AntwortZitat
Geschrieben : 20.08.2006 18:02
(@kasper)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin,

ist das jetzt die Umkehrargumentation des Themas Kinderunterhalt und dessen Folgen?

Nur mal zur Erinnerung:.
1) der KU ist für das Kind da.
2) In den Fällen, in denen der KU an die KM geht, ist die Empörung groß, wenn dieser alleine in einer 4-Zimmer-Wohnung verbleibt und die Kosten weitertragen muss. Gleichzeitig aber den KU nach seinem Einkommen bestreiten darf.

Leider, und auch eben aus diesem Grund, gibt es immer wieder Streit um das Geld. Viele Mütter behalten die Kinder nur aus diesem Grund die Kinder, von Führsorge oder an kindgerechter Unterbringung darf manchmal gezweifelt werden.

Mich würde interessieren, was die anderen zu tun gedenken, sollte es Ihre Position sein. Kind möchte zu Ihm ziehen und der einzige Knackpunkt ist der finanzielle Teil. Mit diesem steht und fällt der Umzug? Sorry, dass kann es nicht sein und die entsprechenden Gesetze, auch wenn es mal gerne gemacht wird, kann nicht mal so und mal so ausgelegt werden.
Aus reiner Solidarität auf Kinderunterhalt verzichten geht nicht. Die ist ein Anspruch der nicht verrechnet werden darf und auf den auch nicht verzichtet werden kann (Punkt).

Mir stellt sich eigentlich mehr die Frage, warum die Kinder getrennt werden. Warum dieser Umzug überhaupt stattfindet und ob es nicht vielleicht sogar die Möglichkeit gibt, die Kleine auch bei Dir wohnen zu lassen? Schließlich geht es hier um das gewohnte Umfeld.
Habt ihr ecuh schon verständigt, wie der Umgang ablaufen soll, wenn die KM weggezogen ist.

Hier gibt noch ein paar Fragen mehr zu klären, als nur den finanziellen Teil.

Ich bin gespannt, wie das Gespräch am Mittwoch ausgeht.

Gruß
Kasper


Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht Ändern kann, den Mut, Dinge zu Ändern, die ich Ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

AntwortZitat
Geschrieben : 20.08.2006 19:05
(@nena62)
Rege dabei Registriert

@kasper

ich lese nirgends dass die KM umziehen will. Wenn sie das denn tut dann ist mein Einwurf damit hinfällig.

Mir gehts uach nicht dru als KM keinen Ku zu zahlen... lediglich meine Fixkosten laufen weiter, ab Tochter bei mir lebt oder nicht und wenn ich zahlen will dann muss ich diese reduzieren. Ergo ich müsste umziehen und dann wäre das zurück eben sehr schwierig.

Da ich hier von einem Umzug für 1/2 Jahr lese stell ich mir das sehr schwierig vor. Und letztendlich wird der KV nicht für das halbe Jahr eine größere Wohnung anmieten um für Tochter ein eigenes Zimmer zu haben.

Ab einem gewissen Einkommen ist diese Argumentation wahrscheinlich uninteressant aber ich könnte das nicht realisieren.

Nena


Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum

AntwortZitat
Geschrieben : 20.08.2006 19:15
(@kasper)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hi,

sorry Nena, mit dem Umziehen hast Du recht, ich hab das was durcheinander gebracht.

Dennoch betone ich das ABER. Auf die Fixkosten der (meist) Väter, wenn sie alleine in einem Haus, oder einer viel zu großen Wohnung sitzen bleiben, nimmt kaum einer Rücksicht.
Je nach lage sind die Fixkosten aber auch überschaubar .... eigentlich bleibt sogar nur die Wohnung. Gemessen an die Verwendung des KU wird ja alles weniger: Wasserverbrauch, Strom, Kleidung, Lebensmittel.

Ich wiedersetze mich dem pauschalen Argument: "meine Fixkosten laufen ja weiter"! Das ist zwar grundsätzlich Richtig, interessiert in der gegensätzlichen Konstellation aber niemanden, also warum hier?

@Martin: wie ist das ABR geregelt? Oder ist es überhaupt geregelt?

Gruß
Kasper


Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht Ändern kann, den Mut, Dinge zu Ändern, die ich Ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

AntwortZitat
Geschrieben : 20.08.2006 19:25




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