Hallo zusammen !
Habe lange überlegt, unter welche Rubrik ich meinen Beitrag setzen soll (und ob er überhaupt hier her passt), mich im Endeffekt nun halt für diese hier entschieden.
Es geht diesmal allerdings nicht um mich, meinen LG und den Kleinen- sondern um eine gute Freundin von mir und ihren Kleinen. :baby:
Meine Freundin Steffi und ich sind seit der 6. Klasse befreundet. Im Alter von 14- 17 Jahre waren wir täglich zusammen. Danach machte ich meine Ausbildung ziemlich weit weg, hatte einen neuen Freund ( sie auch) und war bloß noch am WE zu Hause. Seit dieser Zeit ist unser Kontakt hauptsächlich telefonisch und relativ sporadisch ( telefonieren ca. alle14Tage).
Sie ist jetzt seit 3 Jahren verheiratet ( 23 Jahre alt) und hat den Kleinen Tim ( 19 Monate).
Der Mann geht arbeiten und sie muss zu Hause alles schmeißen, hat neben dem Kleinen noch zwei sehr große Hunde und ist dabei den Führerschein zu machen.
Der Kleine von ihr wurde im Juli `02 einen Monat zu früh geboren und ist seit dem ein kleines "Sorgenkind".
Nach der Geburt musste er noch ca 4Wochen im Krankenhaus per Magensonde ernährt werden. Auch zu Hause hatte meine Freundin es dann nicht einfach.
Er scheint gegen irgenentwas allergisch zu sein, keiner kann rausfinden, gegen was- Kind hat dauernd juckenden Ausschlag.
Er hat immer sehr sehr wenig getrunken und gegessen.
Als kleines "Baby" war er immer ganz fixiert auf Wände. Menschen hat er nie angesehen, ich hatte auch nie wirklich das Gefühl, von ihm wahrgenommen zu werden.
Er ist sowieso ein total ruhiges Kind. Sie legt ihn laut eigener Aussage für 1 Stunde in sein Zimmer auf die Krabbeldecke und er gibt keinen Mucks von sich bis sie ihn wieder abholt.
Bei der Untersuchung nach einem Jahr kam raus, dass er den " Pinzettengriff" nicht draufhat und nicht auf seinen Füßen steht.
Mittlerweile schafft er es, sich am Tisch hochzuziehen und dran entlang zu laufen.
Soweit kurz zu demKleinen, er ist echt ein ganz liebes Kerlchen, das Problem ist einfach, ich merke, dass meine Freundin mit dem Ganzen überfordert ist.
Wenn ich sie mit "unserem" Kleinen ( 22 Monate) besuche (mach ich mittlerweile schon fast garnicht mehr) ist sie immer total fasziniert und nach eigener Aussage sogar "neidisch", weil er schon so weit ist und so viel kann. Natürlich, sagt sie, liebt sie ihr Kind, aber es sei sehr belastend, man mache sich ja dauernd Gedanken, ob er wirklich ganz gesund ist und die Entwicklungsverzögerung tatsächlich auf der Frühgeburt basiert- daran glaubt sie persönlich nicht mehr.
Wir reden am Telefon sehr viel über ihn und seine Entwicklung, das sie erstens keine anderen Bekannten oder Freunde hat, mit denen sie über den Kleinen reden kann und ich mich zweitens verantwortlich fühle- soll nämlich Patentante werden.
Ich habe ihr als der Kleine 1 Jahr war geraten, einen Termin bei der Frühförderstelle zu machen
Sie sagt sie hat sich informiert und es gibt keine in ihrer Stadt.
Weiterhin habe ich über eine Dritte Freundin gehört, dass es in der Ehe sehr stark krieselt.
Ich weiß nicht, ob ich sie darauf ansprechen soll.
Ich fühle mich schlecht, weil ich manchmal insgeheim meiner Freundin unterstelle sie kümmert sich nicht genug- was mir natürlich garnicht zusteht.
Dazu kommt, dass ich merke, sie ist überfordert, kann ihr aber nicht helfen ( habe Schichtdienst und wenn ich frei habe ist der Kleine bei uns)
Habt ihr irgendwelche Tipps, wie ich ihr helfen kann?
Und: Soll ich mich überhaupt einmischen was ihre Ehe und ihr Kind betrifft?
ratlose Grüße
Tinka
PS: Weiß, das der Beitrag ins ganze Forum nicht so ganz passt, aber weiß keinen anderen Rat.
Gibt dir das Leben eine Zitrone-
mach´ Limonade draus!
hi tinka,
die tante meiner frau hat mit 42ig jahren auch ein frühchen bekommen.
erst der jahre lange kampf nicht schwanger zu werden und dann ein frühchen.
die eltern haben bis zum 5 lebensjahr nur probleme mit ihm gehabt, immer krank, entwicklungsstörungen, essstörungen und und.
jetzt geht es endlich mit ihm vorran, er ist sehr gut in der schule und holt alles auf was andere kinder schon lange können.
ich glaube du kannst sie nur unterstützen, ich würde sie nicht kritisieren.
gucke doch mal unter http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/12/0,1872,2079756,00.html
dort sind einige berichte.
sei ihr weiterhin eine gute freundin.
mel
Hallo Tinka
Es ist unheimlich Schwer in dieser RIchtung etwas zu raten, ich selbst bin Mutter von vier Frühchen darunter eines Extremfrühchens. Ich war achtzehn als meine Zwillis in der 34Woche geboren wurden. Eigentlich viel zu Jung, hoffnungslos Überfordert, und auch bei mir hat es in der Damaligen Beziehung gekrieselt. Ich würde dir raten dich nicht soweit es dir Möglich ist zurück zu ziehen. Ihr den ein oder anderen Rat zu geben ohne das es in ihren Ohren wie eine leichte Bevormundung klingen könnte.
Ich weiß aus Erfahrung das man die Leistungen von seinen KIndern irgendwie immer an anderen KIndern bemisst. Heute muss ich sagen Bestimmen meine beiden kurzen ihr Tempo sie entscheiden wann sie sitzen wollen(der jüngste Leon) ist zehn Monate alt.
Aber um dahin zu gelangen diese Erkentniss in sich reifen lassen zu können das die KInder das Temop bestimmen dafür braucht es eine Menge gedult eine Menge an arbeit, und vor allem ein STabiles Umfeld.
Gruß Leonie
Moin Tinka,
du kennst das Verhältnis zu deiner Freundin viel besser als wir es aus wenigen Sätzen entnehmen können. Ich bin mir sicher, du wirst wissen, was du wann und wem sagen kannst. Die Ehekrise könnte aus der Überforderung resultieren, also wäre Unterstützung am nötigsten. Damit enstpannt sich die Situation insgesamt.
Als du vom Kind erzähltest musste ich unvermittelt an ein Kind aus meiner Nachbarschaft denken. Die Kleine hing fast apathisch im Kinderwagen und konnte mit drei Jahren nicht gehen. Die Eltern gingen von Arzt zu Arzt, von Klinik zu Klinik. Es ist allerdings kein Frühchen. Sie fanden dann in Hamburg eine Klinik, und in mehreren Sitzungen wurde das Blut jeweils komplett gereinigt und zurück geführt. Man konnte förmlich die Entwicklungsfortschritte sehen, so als habe die Kleine nur darauf gewartet. Einen Kontakt zu den Eltern herzustellen wird knifflig, aber ich würde es versuchen, wenn du möchtest.
DeepThought
Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
Hallo zusammen !
Vielen Dank für eure lieben Antworten.
DT, ich will dir keine zu großen Umstände machen. Ich wäre neugierig, wie die Krankheit heisst, die das Kind hatte oder woran es jetzt genau lag. Vielleicht würden die Eltern dir das verraten, dann könnte ich mich darüber genauer informieren...
Übrigens, habe grade heute mit meiner Freundin gesprochen und bin ein wenig erleichtert, da sie sich so glücklich anhörte. Sie redete zwar auch wieder über das ein oder andere Problemchen, aber der Kleine macht wohl Fortschritte...
@mel:
danke für den link, werde mich dort informieren und ggf an sie weiterleiten.
dankende grüße
tinka
Gibt dir das Leben eine Zitrone-
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