Kommunikation zum W...
 
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Kommunikation zum Wohle des Kindes, Teil 2

 
(@holygrail)
Rege dabei Registriert

Nachdem er heute mit dem Kind bei "seinem" HNO war, hat mein Ex mir mitgeteilt, daß der Arzt gesagt hat, daß "die OP o.k." sei. Ansonsten keine Info. Weder in welcher Praxis er mit dem Küken war, noch wie die Diagnose des Arztes aussah

...aber man darf nicht zuviel verlangen .

Und immerhin ist er mit der ausgewählten Klinik einverstanden.

Lieber Gruß, eine erleichterte

Holy

[Editiert am 6/8/2004 von HolyGrail]


Nichts erwarten; dennoch gespannt sein.  Humanitäres Motto, um zwischenmenschlich existieren zu können  (Wolfdietrich Schnurre)

Zitat
Themenstarter Geschrieben : 07.08.2004 01:42
(@delphin)
Nicht wegzudenken Registriert

Hallo Holy,
na dann alles gute für Euch und*daumendrück*für die OP

lieber Gruss Delphin


EINE/R ALLEIN kann ein WIR NICHT ZUSAMMENHALTEN

AntwortZitat
Geschrieben : 07.08.2004 15:31
(@Mandoo)

ich finde es schön, dass dieser KV sich um das Kind bemüht und eine zweite Meinung einholt bevor er eine Entscheidung trifft. Das spricht von Verantwortungsgefühl.

Ich frag mich, ob die KM auch erleichtert gewesen wäre, wenn der andere Arzt eine Diagnose gestellt hätte, die eine andere Lösung bedeuten würde, die keine OP nötig macht.

Hat die KM schon mal nach der Diagnose gefragt? Wieso ist sie nicht mitgegangen?

Mv.D


AntwortZitat
Geschrieben : 08.08.2004 04:42
(@holygrail)
Rege dabei Registriert

@Mandoo:

Nochmal zur Erläuterung: Mir war im Juni aufgefallen, daß meine Tochter verstärkt schnarchte und morgens - trotz einer Schlafenszeit von bis zu 14 (!) Std - kaum wachzubekommen war. Hab zunächst nur auf Polypen getippt, die hatte sie 2003 schonmal entfernt bekommen. Und dann habe ich gesehen, daß ihre Rachenmandeln so angeschwollen waren, daß zwischen ihnen u. dem Zäpfchen kaum noch Platz war. Bin direkt zur KiÄrztin, die überwies uns zum HNO. Ich habe den KV von den Untersuchungen erzählt. Der guckte der Kurzen nur in den Hals u. meinte "Du spinnst, da ist doch alles ganz normal" :hallucine:

Der HNO sprach von degenerativ vergrößerten Mandeln u. daß er normalerweise in diesem Alter (4 Jahre) nicht operieren würde, aber (O.-Ton) "Die Mandeln ihrer Tochter sind sogroß, daß wir weder das Schnarchen, noch die Müdigkeit abstellen können, wenn nur die Polypen entfernt werden." - Und die Ärztin in der Klinik äußerte sich bei der Voruntersuchung Ende Juni entsprechend. Das Phänomen nennt man übrigens "Kissing-Tonsillis". Nebenbei wurde festgestellt, daß die Kleine durch diese Vergrößerungen Paukenergüsse in beiden Ohren hatte und dadurch schlechter hört, als Altersgenossen.

Als ich meinem Ex von den Untersuchungen u. ihren Ergebnissen berichtete, kam von ihm "Ich werde der OP nicht zustimmen, in diesem Alter ist das unnötig und schädlich :knockout: fürs Kind". Er behauptete, daß sie an den Besuchs-WEs bei ihm "völlig normal" schlafen und "NIEMALS (!)" schnarchen würde. (Das war die Zeit als ich sie bei mir, statt im KiZi schlafen ließ, weil das kleinere Geschwisterchen durch ihre Schnarcherei am Einschlafen gehindert wurde.

Naja, am 29.7 war dann U8.
Ergebnis: Polypen, Tonsillenhypertrophie, ARTIKULATIONSSTÖRUNGEN ("G"- und "K"-Laute), und STÖRUNG des Gleichgewichtssinns. (Durch die Ergüsse in den Ohren). Nochmal dringende Empfehlung zur OP und Einladung an den KV zu einem Gesprächstermin (nach seiner Wahl bei ihr, oder beim überweisenden HNO oder in der Klinik), um ihm die Dringlichkeit der Situation vor Augen zu führen. Seine Reaktion: "Nein, ich gehe zu meinem Arzt" (Womit er doch auch die KOMPETENZ der von mir konsultierten drei Fachärzte in Frage stellt, oder nicht?) Sie wies auch nochmal daraufhin, daß diese Äuffälligkeiten nach der OP nicht mehr auftreten würden.

Du mußt bedenken, daß diese erneute Untersuchung ja auch nicht umsonst ist, auch dieser 4 Mediziner wird der Krankenkasse eine Rechnung ausstellen. Ich weiß nicht, ob es zulässig ist in einem Quartal zu zwei Medizinern der gleichen Fachrichtung zu gehen.
Davon ab: die Kleine findet Arztbesuche und die damit verbunden Untersuchungen nicht so toll, besonders allergisch reagiert sie, wenn HNOs in die Ohren schauen wollen, da weint sie generell.

Ist dies wirklich ein "verantwortungsvolles Handeln des KV"? Ich nenne es eher, auf Kosten des Kindes recht behalten wollen.

Daß er durch sein Verhalten meine Kompetenz als KM (wer läßt sein Kind schon grundlos operieren?) und die dreier Fachärzte auf dem Rücken des Kindes in Zweifel stellen ist dabei nur nebensächlich...

Lieber Gruß, Holy

Nachtrag:
Das ganze hat sich Freitag übrigens so abgespielt:

15:00 Er kommt mit der Großen (die holt er an den Vater-WE immer direkt aus der KiTa ab) hier an. Nr. 2 schläft noch.

Ich: Du, xx schläft noch, willst Du eben mit YY zum Arzt
Er: Ja gib mal Karte.
Ich: Du brauchst doch einen Überweisungsschein vom KiArzt
Er: Nein, brauch ich nicht. Hab gefragt, Karte reicht
Ich: wo gehst Du denn mit ihr hin?
Er: Na zum Arzt.
Ich: KiArzt oder HNO?
Er: *schweigt*
Ich: Zu welchem Arzt geht ihr denn?
Er: HNO

15:20 fährt mit dem Kind los.
15:30 ich rufe ihn auf Handy an, daß er bitte -falls der doc zu gegenteiligem Ergebnis kommt- dieses schriftlich mitbringen soll. Er sagt gar nix legt auf (war noch im Auto).
16:00 Das Auto fährt wieder vor.
ich: "Und? Was sagt denn der Arzt?"
Er " Er sagt, ist ok."
ich: "Wie ist ok??????" (Fürchtete schon, er meinte den Zustand des Kindes)
Er: "Die OP ist ok."
Ich: "Bei welchem Arzt ward ihr denn jetzt?"
Kind: "Der hat mir mit einer Lampe in den Hals geleuchtet."
Er: *schweigt*

Naja....

[Editiert am 8/8/2004 von HolyGrail]


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AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 08.08.2004 13:04
(@tortour)
Nicht wegzudenken Registriert

hi,

wenn ich mir den zeitplan so ansehen, bezweifle ich ernsthaft, daß er mit dem kind überhaupt bei nem HNO-Arzt war, denn einen HNO-Arzt, bei dem man innerhalb von ca. 15 minuten wieder draußen ist (man bedenke, während des Telefonats noch im Auto, Parkplatz suchen und mit dem Kind hinlaufen einschließlich Rückfahrt) habe ich persönlich mit kindern, selbst nach OP´s UND Termin noch nicht erlebt....

Und ich hatte mit jedem kind einen anderen HNO-Arzt. ich denke mal, er wollte einfach nur mal seine "Macht" auskosten...

gruß
tortour


Was ich weiß, ist ein Tropfen - was ich nicht weiß, ein Ozean

AntwortZitat
Geschrieben : 08.08.2004 16:51
 RUDY
(@rudy)
Zeigt sich öfters Registriert

Herzlichen Glückwunsch,

einfach mal Öl ins Feuer giessen....das hilft ja immer
Vielleicht war er ja beim Orthopäden mit dem Kind....

Rudy ( der nichts von Mutmaßungen und Unterstellungen hält )


AntwortZitat
Geschrieben : 09.08.2004 12:27
 Xe
(@_xe_)
Registriert

Moin...

@tortur:
hier geht es um einen Zeitrahmen von 40 Minuten, nicht um 15. Sollte der HNO direkt um die Ecke sein, ist das zeitlich zu schaffen. Ich selbst habe mit meiner Tochter an sich nicht wirklich lange Wartezeiten beim Kinderarzt gehabt, der seine Termine sehr pünktlich einhielt.

Daß der Vater beim Arzt gewesen ist, hat das Kind ja selber bestätigt.

@Holygrail:
Der Satz
"Ist dies wirklich ein "verantwortungsvolles Handeln des KV"? Ich nenne es eher, auf Kosten des Kindes recht behalten wollen.

Daß er durch sein Verhalten meine Kompetenz als KM (wer läßt sein Kind schon grundlos operieren?) und die dreier Fachärzte auf dem Rücken des Kindes in Zweifel stellen ist dabei nur nebensächlich..."

sagt meiner Meinung nach sehr viel aus. Immerhin ist es so, daß der KV nicht zwangsläufig ein Interesse zum Gegenschießen hat, da meiner Meinung nach der Aufwand, den er betreibt, über reines Ärgern hinausgeht. Wenn es nur darum gegangen wäre, hätte er einfach blockiert und/oder beim Zurückkommen kein Ok gegeben (!). Daß er deine Kompetenz anzweifelt, sehe ich anders, da er immerhin als Vater das Recht hat, sich selber mit um die Gesundheit des Kindes zu kümmern, außerdem kann ein Arzt bei der Diagnose eine fundiertere Aussage treffen als ein Laie.

Die Aussage des KV, daß "Ich werde der OP nicht zustimmen, in diesem Alter ist das unnötig und schädlich fürs Kind" ist eine gängige Meinung bei Polypen, die auch der Kinderarzt meiner Tochter vertritt. Auch hier passt nicht zu dem angeblichen Machtgehabe, daß er sich offensichtlich mitsamt Kind bei einem Arzt informiert.

@silvie:
"Verantwortung ausleben hätte in diesem Falle geheißen, entweder bei der ersten Untersuchung dabeizusein, oder auch gleich nachdem die KM das erste Mal von einer solchen Diagnose erzählte mit dem Kind einen eigenen Arzt aufzusuchen!"
ist nicht jedem möglich, aus welchen Gründen auch immer. Bei mir persönlich ist z.B. die Entfernung ein absoluter Hemmfaktor, außerdem werde ich über derartige Termine erst garnicht informiert. Daher ist solch eine Aussage sicherlich nicht unbedingt objektiv. Anaolg gilt zu "Verantwortung heißt auch für einen Umgangsvater keinesfalls, dass man sich über bestehende Diagnosen nichtstuend hinwegsetzt mit der eigenen Begründung, das Kind hätte nichts" das oben geschriebene - wobei ich mir die Freiheit nehme dazuzusetzen, daß nicht ganz klar ist, wie die Diagnose überhaupt vermittelt wurde. Wenn mir gesagt werden würde, Kind wird operiert, Arzt hat das gesagt, hat man sicherlich als Elternteil die Verpflichtung, das insofern zu hinterfragen, daß man mehr Informationen braucht. Die in diesem Fall eingeholt wurden, und somit auch richtig bewertet wurden.

Als Fazit ist es doch wohl eher so, daß der Aufwand in 40 Minuten Zeit bestand, die der Vater selber aufgewendet hat, und dem Kind ist nix geschehen. Wo genau ist der Schaden?

Gruß, Xe


AntwortZitat
Geschrieben : 09.08.2004 12:59
(@holygrail)
Rege dabei Registriert

@ XE: Du würdest also, wenn drei Ärzte - unabhängig voneinander - zur gleichen Diagnose kommen, immer noch einen vierten Arzt hinzuziehen?

Ich hab ihm alle Info gegeben, die Termine bei den Ärzten (Wann UND Wo), die jeweiligen Diagnosen usw. Hab ihm sogar angeboten, mitzukommen.
Warum muß er der Kleinen dann noch einen Doc zumuten? Und warum informiert er mich über die dort gestellte Diagnose nur mit einem schlichten "Arzt hat gesagt, ist ok"? BTW: Er hat mir - anders als ich ihm- nicht mal den Namen des Docs genannt und nur auf mehrfaches Nachfragen, daß er zu einem HNO will. Und mitkommen sollte ich nicht. Das ist dann aber ok, oder?

*nur mal neugierig nachgefragt*

Lieber Gruß, Holy

[Editiert am 9/8/2004 von HolyGrail]


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AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 09.08.2004 13:33
 Xe
(@_xe_)
Registriert

Moin,

nun, ich weiß nicht, was in der Vergangenheit vorgefallen ist, aber ich denke, daß bei euch auf jeden Fall keine durchgehende Kommunikation stattfindet - warum, liegt außerhalb meines möglichen Erfassungsbereiches.

Tatsache ist aber auch, daß er offensichtlich "quid pro quo" lebt - er kommt nicht mit zu "deinen" Ärzten, du nicht mit zu "seinem". Daß er hier eine Trennungslinie zieht, die scheinbar in beide Richtungen wirkt, ist offensichtlich, daß ich persönlich diese für zu starr ansehe, meine persönliche Meinung.

Das - wohlgemerkt allgemeine - Problem ist häufig, daß einer der Partner gelöst ist und der andere nicht. Daß das nichts mit der Elternebene, sondern nur mit der Partnerebene zu tun hat, ist für viele Leute nicht auftrennbar, denn auf der einen Seite braucht Elternsein Vertrauen, daß bei vielen Expartnern schon lange erloschen ist, und da kann nicht jeder mit umgehen.

Anstatt dich zu ärgern, würde ich tatsächlich sagen, solange das Kind nicht dadurch beeinträchtigt wird, so wie in diesem Fall, laß ihn diesen zusätzlichen Auifwand doch betreiben. Er wird das mit zunehmendem Alter irgendwann einstellen...

Mit Kompetenz hat dieses Verhalten wenig zu tun. Außerdem sei gesagt, daß die Kompetenz zwischen Müttern und Vätern meiner Meinung nach gleichmäßig verteilt ist, es gibt gute und schlechte. Nur wenn er den Eindruck gewinnt, daß es dir "egal" (im Sinne von "mach mal, du bist auch verantwortlich") ist, wird eine Zusammenarbeit möglicher.

Ich lehne mich damit weit aus dem Fenster, aber offen gesagt liegt bei dir meiner Meinung nach auch die Anspruchshaltung "ich sag ihm ja alles, aber er akzeptiert es nicht, wie undankbar" vor. Falls eure Trennung noch nicht so lange zurückliegt (in relativer Zeit, die jeder Mensch für sich selber hat), dann wird das auch noch brauchen. Da das Kind aber erst 4 ist, kann das Ganze noch nicht so lange hersein.

Ich denke, er will seiner Verantwortung nachkommen, wie die meisten Elternteile auch. Aber er weiß anscheinend noch nicht, wie genau das vonstattengehen soll, von daher prüft er erstmal. Das ist zumindest mein Eindruck, diesen Effekt erlebt man häufig, wenn ein Elternteil vorher mit einem Kind im Haushalt gelebt hat und plötzlich alle 14 Tage 2 Tage bekommt. Sehr häufig gibt sich dieses "Beglucken" aber relativ schnell. Zum Unterscheiden von den teilweise auch auftretenden "Blockademachtspielchen" fällt da eben auf, daß es zwar einen Mehraufwand darstellt, aber eben ein Einlenken in die sinnvollen Sachen stattfindet. Bei Blockade wird alles abgelehnt, ohne Bezug zur Realität.

Und um deine Frage direkt zu beantworten:

Meine Tochter wurde von mir mit Rückendeckung vom Jugendamt zum Arzt gebracht, weil die KM daran kein Interesse hat. Seitdem ich nicht mehr in Deutschland wohne, wird das vom JA überwacht (Gesundheitssorge).

Aber das ist "something completely different".

Gruß, Xe


AntwortZitat
Geschrieben : 09.08.2004 15:12
(@diemystiks)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hallo Holy,

es ist zwar alles etwas kompliziert gelaufen, aber jetzt kann eurem Kind ja endlich geholfen werden.
Vielleicht könnt ihr, wenn die OP gelaufen ist und eure Tochter wieder fit ist, für die Zukunft eine Regelung finden.
Das spart dann Zeit im Vorfeld. Schlage ihm das doch einfach mal vor. Sein HNO hat ja jetzt bestätigt, was deine Ärzte schon diagnostiziert haben. Er denkt vielleicht jetzt etwas um, wenn du vorschlägst in der Zukunft gleich einen Arzt gemeinsam auszusuchen und auch den entsprechenden Termin gemeinsam wahrzunehmen.

Du hast es zwar versucht, aber vielleicht sieht er ja nun ein, daß es für eure Tochter nur von Vorteil ist.

Viel Glück für die OP.
Gruß
Tina
Tina


Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir:"Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen." Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer.

AntwortZitat
Geschrieben : 09.08.2004 15:53




 Xe
(@_xe_)
Registriert

Moin,

ach weißte, Sylvie, Interpretation ist immer ein zweischneidiges Schwert. Ich geb ja zu, daß ich auch etwas provoziert habe, um eine gewisse Schärfe und Lastigkeit aus dem Thread zu nehmen. Aber ich denke, daß das, was ich geschrieben habe, auch durchaus etwas erklärt, nämlich das Denkschema, das viele Leute nach einer Trennung in sich tragen. Ich selber nehme mich weiß Gott nicht von aus.

Das eine Beispiel auf "Alle Väter betonen doch immer.." wird vermutlich dazu führen, daß dann kommt, "aber viele Mütter" und dann die üblichen Einzelfälle von Umgangsboykott, Unterhaltsbetrug und Kommunikationsstörung.

So kommen wir nicht weiter. Logisch gesehen sagt uns das nur, was wir sowieso wissen, nämlich daß Blödheit , Machtgeilheit und Arroganz ein individuelles Strickmuster ist und nicht irgendwo genetisch verankert.

Ich denke,

Was zeichnet einen KV denn nun mit besonderem Verantwortungsgefühl aus, wenn er doch wochenlang offensichtlich seinem Kind schadet, indem er die KM einfach boykottiert? Was ist das, was einen KV um so viel besser, als eine KM macht, dass man bei ihm von Verantwortungsbewusstsein redet, während man eine KM in vergleichbarer Situation verbal lynchen würde?

war nicht die Intention, zumindest nicht meine. Ich denke, daß es für "Fehlverhalten" im weitesten Sinne eine unmenge an Erklärungen gibt, denn Menschen sind keine Computer, alleine diese haben schon eine Unmenge an Fehlern, obwohl sie im Gegensatz zum Menschen keine Individualität besitzen. Irgendwann hab ich es aufgegeben, die Satzfragmente "typisch Mann" und "typisch Frau" zu verwenden. Sie sind sinnlos.

Er hat einen Fehler gemacht, sogar einen im Doppelpack. Aber wir kennen, ohne HolyGrail angreifen zu wollen, nur eine Seite der Medaille. Wir kennen nicht die Trennungsgeschichte. Und ich persönlich sehe keinerlei Information darüber, was HolyGrail für Fehler gemacht hat, denn niemand ist nach meiner Erfahrung fehlerfrei, und es kann durchaus etwas stattgefunden haben, was sie als einwandfrei ansieht, er als Fehler, und andere als Lappalie. So entstehen Konflikte.

Wäre eine KM an derselben Stelle gewesen, hätte ich dasselbe gesagt; nämlich, daß beide immer noch nicht mit ihrer Trennung abgeschlossen haben und irgendwie zwischen Eltern- und Paarebene festklemmen.

Sofern sie mit dem KV überhaupt noch reden kann, wäre das auf jeden Fall angebracht. Sicherlich kann man dann jetzt sagen, wieso soll sie, immer die Mütter... etc. Nur, wenn keiner den ersten Schritt macht, wird sich nichts ändern, vor allem, auch nicht zum Besseren.

Klar, ich verstehe Väter sicherlich besser als Mütter, das hat gewisse biologische Gründe, nicht von der Hand zu weisen. Nur, solange man sich die Mühe gibt, hinter bestimmtes Verhalten, auch das eigene, zu schauen, fallen einem doch gewisse Muster auf.

Gruß, Xe


AntwortZitat
Geschrieben : 09.08.2004 20:19
 AJA
(@aja)
Registriert

Liebe sylvie,

hundertausend Dank für deinen letzten Beitrag. Ohne den hätte ich HolyGrail jetzt glatt geraten, sich von diesem Forum fern zu halten. Ohne Witz, eine private E-Mail habe ich schon an sie geschrieben, da ich meinen Account aus ähnlichen Gründen hier bereits gelöscht habe und nur auf Anfrage von ihr wieder habe aufleben lassen.

Was mir in diesem Forum massiv auffällt: wann immer ein Vater seine Probleme beschreibt - ganz klar ist die KM schuld. Höchstwahrscheinlich leidet sie unter Borderline. Höchstwahrscheinlich leiden 99% aller Mütter darunter, wenn man diesem Forum glauben kann. Auch wenn eine Zeitfrau schreibt gibt man sich hier noch höchst tolerant.
Aber wehe eine KM wagt es hier um Hilfe zu bitten! Dann wird zerpflückt bis zum geht nicht mehr. Dann geht es um die Paarebene, die die Kinder ausspart. Merkwürdig, dass offenbar nur die Väter fähig sind, die Paarebene auszusparen, niemals die Mütter.
Oder hat sich mir da ein falscher Eindruck gezeigt?

Ich hatte mir von diesem Forum einen Austausch erhofft. Quasi ein Gespräch zwischen den Fronten. Was ich aber immer wieder erlebe sind massive Angriffe gegen die Mütter, die das Verhalten der Väter nicht verstehen. Es kommt aber nicht etwa eine Erklärung für dieses Verhalten, sondern widerum nur Angriffe gegen die Mütter.

Ehrlicherweise sollten dann Beiträge von Müttern hier nicht mehr zugelassen werden. Kotzt euch untereinander aus und weidet euch an eurem Unglück.

Sorry für diese Härte, aber ich sehe einfach (von Sylvie abgesehen) ZU wenig Toleranz gegenüber fragenden, besorgten Müttern.

Zerreisst mich in der Luft, löscht meinen Account, bevor ich es tun kann 😉

Gruß AJA


AntwortZitat
Geschrieben : 10.08.2004 00:10
(@tortour)
Nicht wegzudenken Registriert

hallo,

sorry, ich wollte hier keine neue diskussion herbeiführen. das was ich schrieb, entsprach lediglich meinen erfahrungen mit den ärzten. auch wollte ich hier niemanden was unterstellen.

was mich an der ganzen aktion eigentlich stört ist die tatsache, daß, wenn man in der ehe ist, und der arzt das gleiche gesagt hätte, kein vater hingegangen wäre und diese aktion gestartet hätte. er hätte es hingenommen und es wäre ok gewesen. ohne großen aufstand wäre das kind operiert worden.

ist man jedoch getrennt, wird immer und grundsätzlich alles angezweifelt, was die KM sagt, macht und tut und sofort aus sämtlichen kanonen geschossen und grundsätzlich das gegenteil von dem getan, was man vorher abgesprochen hat. das ist in meinen augen kein Verantwortungsgefühl des KV, sondern macht ausüben oder hilfslosigkeit oder einfach nur das gefühl der KM eins auswischen zu wollen, egal wie und auch oft auf kosten des kindes.

Auch wenn ich hier noch relativ neu bin, muß ich AJA rechtgeben. was ich in so manchen beitrag über die KM gelesen habe, lässt einen wirklich manchmal die nackenhaare hochgehen. es mag ja sein, daß es solche fälle gibt, aber es gibt auch andere. und ich gehöre ebenfalls eindeutig zu den anderen, die ihrem ex, sei es in sachen KU oder sonstigen annehmlichkeiten in den letzten jahren immer entgegengekommen ist. und wofür? wegen der kinder. und was war der dank? er warf mir knüppel zwischen die beine wo es nur ging... mit lügen bei anderen. er verdrehte grundsätzlich immer die sachlage, daß jetzt die anderen bei mir immer nachfragen, wie es denn wirklich gewesen ist. und das relativiert das ganze dann erheblich... auch bin ich nie auf die idee gekommen, trotz des ständigen ärgers mit ihm, den umgang zu verwehren. warum auch?

das nenne ich kein verantwortungsgefühl als vater. nur wo es anfängt, darüber denke ich gerade nach...

ich bin nur froh, daß meine kinder ohne schaden, und ich meine wirklich ohne schaden aus dieser trennung und scheidung gegangen sind.

gruß
tortour


Was ich weiß, ist ein Tropfen - was ich nicht weiß, ein Ozean

AntwortZitat
Geschrieben : 10.08.2004 10:33
(@holygrail)
Rege dabei Registriert

Der Witz ist ja, 2003, als die erste Polypen-OP anstand, hab ich das alles alleine geregelt. Also zum KiArzt, zum HNO, Operateur empfehlen lassen, OP-Termin vereinbart. Und zur OP haben wir dann beide die Kurze begleitet und waren da, als sie wieder wach wurde. Deshalb war ich jetzt so perplex und auch verletzt, daß er so einen Aufstand gestartet hat. Immerhin hat er ja gegen die von mir ausgewählte Klinik nichts einzuwenden, vllt. ist das ein Hoffnungsschimmer....

LG, Holy


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AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 10.08.2004 11:49
 Xe
(@_xe_)
Registriert

Moin,

@tortur:
Dieses hier:
"was mich an der ganzen aktion eigentlich stört ist die tatsache, daß, wenn man in der ehe ist, und der arzt das gleiche gesagt hätte, kein vater hingegangen wäre und diese aktion gestartet hätte. er hätte es hingenommen und es wäre ok gewesen. ohne großen aufstand wäre das kind operiert worden. "
sagt mir aber aus, daß nach der Trennung anders verfahren wird als vor der Trennung. Wenn das nicht so wäre, wozu dann die Trennung, unabhängig davon, wieviel von dem, was man macht, sinnvoll ist oder auch nicht? Das passiert tagtäglich.

Tatsache ist, daß die meisten Menschen dazu neigen, ihre ureigensten Erfahrungen auf die Allgemeinheit umzumünzen. Sicherlich ist das normal, nur: tut man dem größten Teil der Menschheit nicht damit unrecht? Mir fällt das schon auf, daß nach jeder allgemeinen Darstellung, wie etwas empfunden ist, ein Beispiel folgt, daß dieses belegen soll. Das ist schon aus logischen Gesichtspunkten nichtmachbar, da sich einzelne Vorkommnisse niemals als allgemeingültige Feststellungen ansetzen lassen, sondern nur als Teil einer größeren Summe.

Nicht alle Frauen sind faul und wollen doch nur vom EU leben.
Nicht alle Männer sind Alkoholiker und Schläger.
Nicht alle Kinder sind mißratene Bratzen, die später mal im Knast enden werden.

Die Erfahrungen einzelner belegen nicht die Allgemeinheit.

Zum Thema Borderline ist meine Meinung, daß eine derartige Diagnose einem Psychater oder Psychotherapeuten überlassen werden sollte und keinem Hobbydiagnostiker. Erst wenn dieses Diagnose belegt und beweisbar ist, sollte sie, wenn überhaupt, genannt werden. Wenn ich die Bremsen an meinem Auto nicht selber reparieren kann, lass ich die Finger davon - oder wenn ich sie in Selbstüberschätzung falsch repariere, lande ich an der Mauer.

Borderline wird heute gerne, leider auch in psychologischen Kreisen, als "Modeerscheinung" eingesegt, ähnlich dem AD(H)S. Sie wird leider auch sehr häufig dann eingesetzt, wenn keine andere Erklärung vorliegt. Dazu kommt noch, daß jeder Mensch durch sein normal anerzogenes und anerlerntes Verhalten borderline-ähnliche Symptome haben kann, ohne wirklich "krank" im weitesten Sinne zu sein. Deswegen bekommt jeder, der diese selbstgebastelte Diagnose auffährt, von mir den Rat, selber mal zum Psychologen zu gehen, er oder sie wäre erstaund, was da alles zu finden ist, was man selber noch nicht wußte. Eben weil niemand in des anderen Kopf schauen kann.

Das Forum hier beschäftigt sich wie einige andere auch mit extremen Lebenskrisen. Im Prinzip kommt jeder, der herkommt, mit seinem eigenen Lied im Kopf hierher, und viele hier sind emotional und häufig auch finanziell am Ende. Da geben sich weder Männer noch Frauen etwas, und in einigen Fällen führt diese emotionale Erschöpfung zu extremen, radikalen Ansichten. Ich denke aber nicht, daß hier in irgendeiner Weise jemandem nur aufgrund des Geschlechtes freie Hand gelassen wird, während jemand mit dem anderen Geschlecht deswegen rundgemacht wird.

Gruß, Xe


AntwortZitat
Geschrieben : 10.08.2004 11:58
(@bengel)
Registriert

gute morgen zusammen,

finde das hier eine sehr interessante diskussion und vor allem die letzten beiträge sehr spannend. auch ist es für mich überaschend, das der weibliche anteil eines forums namens vatersein höher ist als der männliche. ich glaube, ob mann oder frau, in der trennung leidet jeder, unabhängig davon wer sie vollzogen/ausgelöst hat. ich glaube auch nicht, dass die mehrheit hier schläger/alkoholiker sind. solche männer suchen wahrscheinlich weniger den rat von anderen, sondern holen den selbigen aus der flasche. aber eines ist klar, bevor ich hier herkam, habe ich mich totgesucht nach einer realen selbsthilfegruppe für "verlassene väter". leider vergeblich. wäre ich alleinerziehende mutter, hätte ich die freie auswahl. Ich glaube einfach und erfahre es am eigenen leib, dass sowohl der vaterschaftsanspruch, als auch die emotionale lage solcher väter in dieser gesellschaft achselzuckend abgetan werden, ja man wird als schwächling bezeichnet, wenn man gefühle zeigt, wenn eine 24 jährige verbindung (wie bei mir) knalll auf fall beendet ist. "Jungs weinen nicht".

Wenn man dann noch in die Situation komm, dass die KM in ihrer ebenfalls angespannten emotionalen lage, die kinder so eng wie möglich an sich bindet, reflexhaft wegen verlustängsten, und keiner umgangsregelung zustimmt, ist man(n) ziemlich ohnmächtig. so wohl rechtlich, als auch auch emotional.

also was macht man? man schützt sich, in dem man ein bild von dem jeweils anderen formt ,
dass die wut und innere hilflosigkeit berechtigt erscheinen lässt. meine frau, die mich verlassen hat, macht das ganz konsequent und auch ich erwisch mich dabei, wie ich sie mir nur in den schwärzesten eigenschaften "bastele". aber das ist nicht der weg hin zur gemeinsamen elternschaft und um die, und nichts anderes, geht es hier meiner ansicht nach.

es geht hier um kinder und nicht um den beitrag des einzelnen des gescheiterten paares an der jeweiligen trennung. es geht nicht um nachtreten, es geht um zukunft. das sich jemand auch mal seinen frust von der seele reden muss ist, denke ich, dazu kein widerspruch.

ich für mein teil, bin gern hier, weil ich mich ein stück weit verstanden fühle und gerade die kommentare der weiblichens seite sind für mich sehr wertvoll.

schönen tag noch allen und grüsse von bengel


AntwortZitat
Geschrieben : 10.08.2004 12:49
(@diemystiks)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hallo zusammen,

Ich bin jetzt nicht sicher, ob nun ein neues Topiv geöffnet wird oder nicht und schreibe deshalb noch einmal hierher.

Ich kann nun für beide Seiten eine Meinung abgeben.
Wir sind hier gelandet weil wir ( mein LG und ich) Hilfe suchten. Der Ausstausch tut uns bis heute gut.
Als ich dann meine Geschichte schrieb, weiblich und einen Sohn, hatte ich überhaupt nicht das Gefühl wegen meines Geschlechtes hier " in der Luft zerissen zu werden".
Obwohl ich meine Gedanken zum Antrag auf alleiniges Sorgerecht hier aufgeschrieben habe, habe ich wertvolle Tips und Zuspruch bekommen., männlicher wie weiblicherseits
Es kommt immer auf die jeweilige eigene Geschichte an.

Zum Thema Borderline ist mir aufgefallen, daß mit dieser Diagnose hier überhaupt nicht leichtfertig umgegangen wird.
Sollte in einem Thread die Vermutung geäußert werden wird, besonders häufig in der letzten Zeit sofort auf fachmännische Hilfestellung hingewiesen.
Man braucht doch nur dieses Wort in die Suchmaschine einzugeben und man findet zig Seiten dazu.
Schon klar, daß man einige Paralelen findet, aber Zuspruch für Vermutungen habe ich hier noch nicht gelesen.

Zum Thema Verantwortung.
Ich habe mich nach Holys Problem gefragt, wo denn nun die Grenze auf der rechtlichen Seite liegt.
Bei einem Notfall, also z.B. einem Unfall oder bei akuter Lebensgefahr wird jedes Kind ohne große Fragen operiert oder ärztlich behandelt.

Holys Tochter ging es gesundheitlich schlecht, so daß ein Erschöpfungszustand diagnostiziert wurde.
Die Aussage des KV, ich gehe nicht zu deinen Ärzten, kann ich bis zu einem bestimmten Punkt vielleicht nachvollziehen.
Muss man aber dann, um die 4. Meinung zu hören, 4 Wochen Zeit schinden? Ich habe mir die gleiche Frage gestellt wie schon Sylvie.
Was wäre passiert, wenn sich in diesen 4 Wochen der Gesundheitsszustand gravierend verschlechtert hätte. Hätte man dann gesagt, "sorry der Vater wollte aber nicht"?

Natürlich kennen wir hier immer nur eine Seite der Geschichte. Das liegt in der Sache ansich.
Ich bin der Meinung, daß es völlig egal ist, wie die Trennungsgeschichte abgelaufen ist, was wer für Fehler gemacht hat.
Die Gesundheit der Kinder hat oberste Priorität. Da sollte jeder Erwachsene in der Lage sein, seine Mißgunst und seine Enttäuschungen hinten anzustellen.

Also, was wenn nicht?
Wo ist die Grenze zum Notfall? Wann ist das Kind so krank, daß keine Zeit mehr bleibt auf eine Einverständniserklärung zu warten?
Wir haben hier zu Hause das Problem anders herum gehabt. Mein LG und ich sind einfach zum Notdienst gefahren, Sonntags an einem Besuchswochenende.
Die Situation wurde geschildert. Die KM sah es nach wochenlanger Aufforderung nicht notwendig zum Arzt zu gehen.
Die Notärztin hat die Verwahrlosung festgestellt. Das war für 15 Monate der letzte Tag, an dem wir die Kids gesehen haben.
Vater hätte mit Mutter absprechen müssen, daß er zum Arzt geht!!! Hieß es dann.

Also wie man es macht, ist es verkehrt???
Ich weiss bis heute noch nicht, wo die Grenzen zwischen Notfall und nicht liegen.

Gruß
Tina


Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir:"Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen." Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer.

AntwortZitat
Geschrieben : 10.08.2004 15:28