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keine freunde und unsauberkeit

 
(@vip3r)
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es ist sehr schwer für mich da ich mich ziemlich hilflos fühle.

meine 4 jahre alte tochter ist nun wieder unsauber geworden und wirft meiner "noch nicht aber bald ex" frau vor das sie nicht mehr mit mir streiten soll und das ich wieder daheim einziehen soll.

ich bekomme nur vorwürfe deswegen von meiner ex zu hören.

und meine 6 jahre alte tochter ist gerade eingeschult worden und der lehrer behauptet sie wäre dumm und total unfähig freunde zu finden - sozusagend eingeschüchtert ist.

ich wohne 300 km weit weg wegen meiner arbeit und meiner neuen freundin.

der kontakt alle 2-3 wochen ist immer sehr gut zu meinen kindern. sie kommen mit meiner freundin gut klar und haben sie etwas liebgewonnen.

dieses wochenende hat das mit der unsauberkeit wieder angefangen.

das war schon einmal als ich das erste mal getrennt von meiner ex war. da ging ich recht bald zurück in die wohnung um den kindern wieder nah zu sein.

das ging wegen streitereien mit meiner ex logischerweise schief.

vielleicht hat jm ähnliche erfahrungen oder kann mir hilfreiche tipps geben wie ich meinen kindern helfen kann.

danke


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 14.11.2002 02:49
DeepThought
(@deepthought)
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Hallo vip3r,

zunächst ein allerherzlichstes Willkommen. Es ist ein gutes Gefühl, dass diese Seiten so ganz langsam zum Leben erwachen.

Deine Hilflosigkeit kann ich sehr gut verstehen, zumal Du ja keinen direkten Einfluß hast. Eben nur zu den Zeiten des Umgangs.

Die Unsauberkeit Deiner Tochter ist bestimmt psychisch durch die Trennung bedingt. Hinzu kommt, dass Du schon einmal in das Familienleben zurück gekehrt bist. Und da liegt bei ihr die Hoffnung nahe, Du könntest abermals zurück kommen.

Wenn ich es richtig verstanden habe, leben Deine beiden Kinder bei der Mutter. Wenn es Dir möglich ist, sprich doch einmal zum Wohle der Kinder mit ihr. Vielleicht gibst Du ihr einfach den Tip, vor dem Zu-Bett-Gehen der Kleinen nichts oder zumindest keine kohlensäurehaltigen Getränke zu geben. Ich meine hier so ca. 30 min. vorher. Das klingt zunächst hart und gerade wenn die Kleine weiß, es gibt nichts mehr, so wird der Durst um so größer. Aber ich denke, zu ihrem Wohle sollte die Mutter es versuchen. Es kann auch gut sein, mit dem Kind einfach darüber zu reden. Es ist ja ihr vielleicht unangenehm. Mein Sohn ist jetzt 4 1/2 Jahre alt. Ich hatte die Möglichkeit, mit ihm darüber zu reden und habe ihm erklärt. dass es kurz vor dem Zu-Bett-Gehen besser ist, nichts zu trinken. Wenn er dann mal nachts wach wurde, bekam er ein kleines Glas Mineralwasser ohne Kohlensäure und ich bat ihn, vorher auf Toilette zu gehen. Es klappte.

Die Sache mit dem Lehrer ist für mich unhaltbar. Hier kommt es aber darauf an, wer das Sorgerecht hat. Angenommen, weil die Regel, ihr habt (nach) das gemeinsame Sorgerecht, so hast Du die Möglichkeit, mit dem Lehrer zu reden. Erkläre ihm die Situation und sage ihm auch deutlich, dass Äußerungen dieser Art nun wahrlich nicht für seine pädagogischen Fähigkeiten sprechen. Frage ihn auch, ob es evtl. besser sein könnte, Deine Tochter noch für ein Jahr zurück zu stellen. Ich kann mir gut vorstellen, dass sie durch die Trennung auch enorm belastet ist. Dies führt bei Kindern dann häufig zu Blockierungen und sie können ihre Fähigkeiten einfach nicht einsetzen. Bitte vielleicht den Lehrer, Deine Tochter neben ein etwas aufgeschlosseneres Kind zu stetzen oder zum Aufbau ihres Selbstwertes ein ganz klein wenig mehr in den Vordergrund zu bringen. Es kann auch sein, wenn Du erst einmal nur so fragst, was man machen könnte, der Lehrer selbst einige gute Ideen liefert.

Auch weißt Du nicht verläßlich, in welchem Umfange die Mutter das Kind beeinflusst. Ich erlebe es bei meinen Kindern, dass sie immer mit einem Berg voller Fragen zum Besuchswochenende kommen. All die Geschichten meiner zukünftigen Ex hinterfragen sie bei mir. Ich antworte so ehrlich und diplomatisch wie es nur geht. Eines darf man auf gar keinen Fall: Den anderen Elternteil schlecht machen. Hiermit bringt man die Kinder in einen Konflikt, denn sie lieben ja beide Elternteile. Für uns ist es der schlechte (Ex-)-Ehepartner, für sie ist es Vater/Mutter.

Auf jeden Fall ist eine Trennung auch für die Kinder "besser", wenn nur Streit zwischen den Eltern herrscht, Wenn wirklich nichts mehr zu retten ist.

Nur so ein Gedanke: Bist Du eigentlich zufrieden damit, die Kinder im Rahmen des Umgangsrecht zu bekommen? Ich kann es nicht einschätzen, welche Form des Miteinander ihr drei (vier mit Freundlin) habt. Aber vielleicht wäre es für die Kinder besser, wenn sie bei Dir leben?

Ich freue mich auf den Gedankenaustausch mit Dir.

DeepThought


Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
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Meinen aufrichtigen Dank!

AntwortZitat
Geschrieben : 14.11.2002 21:41
(@vip3r)
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danke dir für deine zeit und die antwort.

vor allem das mit dem lehrer ist sehr hilfreich.

ich glaube im moment bin ich so blockiert das ich auf das naheliegendste gar nicht gekommen wäre. auch habe ich das gefühl das ich sehr viel einfach verdränge. mitunter auch weil ich im grunde harmonie bedarf und meine ex voller vorwürfe steckt.

ich habe heute auf folgender seite gestöbert http://www.vev.ch/de/hofstat3.htm
und mir liefen die tränen als ich las und verstand, das kinder teilweise oder immer die schuld der trennung ihrer eltern bei sich suchen. meine kleinen goldstücke können doch nun wirklich nichts dafür.

das stressigste glaube ich zur zeit ist, das ich nur in einer 1- zimmer wohnung die voll gestellt mit meinen und meiner freundin ihrem hab und gut ist, wohne.

diesen zustand werden wir ändern - nur ist die zeit auf wann das alles hinhaut mit umzug und neuer arbeit für meine freundin so ungewiss.

mein stiefbruder hat mich am umgang übers wochenende schon aufgenommen, aber seine freundin hat klar gesagt, das das nicht immer geht.

mein vater nimmt uns immer gerne auf - wohnt aber auch, sowie mein stiefbruder ca. 3h autofahrt von meinen kindern weg.

meine mutter wohnt ca. 5h weit weg.

wir haben jetzt bei meiner freundin ihrer mutter und freund das wochenende verbracht was auch ein beruhigendes gefühl war.

soweit so gut - ich bin mit meinen kindern zusammen - nur.... auf dauer immer woanders und immer so weite strecken?

meine ex wohnt in einstmal unserem haus - ich hatte sie gefragt ob sie nicht eine nacht weg könnte und ich mit meiner freundin sozusagend 2 tage das haus mit den kindern habe.

selbstredend war sie dagegen.

nach erneuten vorwürfen am telefon das ich mich zuwenig um die kinder kümmere, sagte ich ihr, das mir sogar zustehen würde das kilometergeld meine kinder abzuholen (gesamt 2 mal hin und zurück gesamt 1000 km) von ihrem unterhalt abziehbar ist - aufgebracht sagte sie das ich das nur machen soll.
aber so bin ich nicht. ich erklärte ihr, das ich nur damit ausdrücken will, das auch sie den kontakt zwischen mir und den kindern unterstützen könnte - z.b. indem sie vielleicht mal die kinder bringt oder wir eben 1 nacht im haus sind alle 2 wochen.

hm...
schreiben geht besser als reden.

wäre gut deine meinung und andere lesen zu können - DANKE!


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 15.11.2002 02:26
DeepThought
(@deepthought)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Moin moin vip3r,

ich entdecke da einen Seelenverwandten...

Der Vorteil des Schreibens ist, dass man erst einmal alles los wird, was so im Kopf steckt, dass man auf direkte Reaktionen in Mimik und Gestik des Zuhörers nicht achten muss. Mir ergeht es ebenso.

Dass Deine Frau einer Übernachtung im gemeinsamen Haus mit Deiner Freundin nicht zustimmt, war abzusehen. Vielleicht solltest Du alleine dort hin.

Nach meinen Recherchen sind Deine Aufwendungen aus der Ausübung des Umgangsrechts nicht mit dem Kindes-/Trennungs-/Scheidungsunterhalt verrechenbar. Selbstverständlich kannst Du im Rahmen Deiner Einkommensteuererklärung diese als außergewöhnliche Belastung absetzen, wobei ein Prozentsatz Deines Einkommens (genauer: Gesamtbetrag der Einkünfte) als sog. zumutbare Eigenbelastung abgezogen wird. Also ein wenig Licht am Ende des Tunnels für diesen Punkt.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Aussage Deiner Frau, Du würdest Dich zu wenig um die Kinder kümmern, nichts anderes beinhaltet, als dass Sie sehr gut weiß, wie sehr Dir die beiden fehlen. Hingegen meint sie das nicht positiv für Dich, sondern sie will Dich vielmehr strafen. Auch möchte sie mehr Freiraum für sich persönlich, ein neues Leben aufbauen, einen neuen Partner finden (?) und das geht mit zwei Kindern im Schlepptau schwer. Vermutlich neidet Sie Dir, dass Du eine Freundin hast und die Kinder sie mögen. Sie bekommt auch nicht die Kurve, dass Du weit weg wohnst und zu arbeiten hast. Dass Du nicht mal so eben vorbei kommen kannst, um auf die Kinder aufzuüpassen. Wenn sie jetzt weg will, muss sie sich jemanden zum Aufpassen suchen. Den Müttern wird dieses erst nach der Trennung klar, auch wenn sie vorher sagten, wie einfach doch alles sei.

Ich finde es toll, dass Deine Familie zu Dir steht. Ich denke, Du wirst sie Deine Dankbarkeit auch spüren lassen.

Es gibt so viele Dinge für Dich zu regeln. Umzug, neue Arbeit, Trennung, die Kinder fehlen, Geldsorgen, Anwaltsuche, usw. usw. Nimm Dir aber bitte die Zeit, Dein Leben mit Deiner Freundin aufzubauen.

Es erwarten Euch beide harte Jahre. ich kann ein Lied davon singen. Meine Partnerin finanziert mich im Prinzip komplett. Gerade gestern, als ich Dir die Antwort schrieb, kam ich vom Unterhaltsprozess. Meine zukünftige Ex hat im Rahmen eines Vergleiches noch mal Nachschlag bekommen. Ich weiß auch nicht wie ich das finanzieren soll. Aber es muss gehen, cih lasse mich nicht klein kriegen. Die Gedanken ihr gegenüber mag ich hier so öffentlich nicht formulieren.

Du genau so wie ich, bist Vater, der seine Kinder liebt, sie vermisst. Du willst für sie da sein, wann immer sie Dich brauchen. Mach ihnen das klar. Sag ihnen, dass es nichts auf der Welt gibt, das euch trennt. Sag ihnen, Du bist immer für sie da. Sie können Dich anrufen, Dich fragen oder plötzlich vor der Tür stehen. Egal was sie tun, Du vertraust ihnen und wirst immer zu ihnen stehen.

Das geht nur, wenn Du stark und gesund bist. Du darfst Dich nicht aufreiben lassen. Wenn Du das alles nicht für Dich selbst tust, dann tue es für Deine Kinder. Sie brauchen ihren Vater.

DeepThought


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Geschrieben : 15.11.2002 11:31
(@vip3r)
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hallo.

einiges passiert die tage. brennt wieder in mir.

zunächst hab ich deine antwort nochmals durchgelesen.

du schreibst das ich alleine übernachten soll in meinem exhaus. ich versuche immer noch nachzuvollziehen was dagen spricht wenn meine freundin mit dort schlafen würde - zumal wir das schon gemacht hatten vor einiger zeit. jetzt plötzlich passt es meiner ex nicht mehr. sie begründet es damit das lisa, die kleinere, sagt das ich wieder daheim einziehen soll. wenn ich nun allein wie vor der trennung im haus übernachte - meine ex wohl auch irgendwo im hause - was soll meine kleine dann anderes denken als: juhu papa zieht wieder ein? zumal wir das schon auf diese art hatten als ich einmal wegen der kinder zurückgezogen bin.

jetzt war letztens eine sache die mir auch aufstößt.

ich rief meine ex an, um sie zu erinnern das ich die kinder am wochenende , wir haben 2 wochen rhytmus so halb abgesprochen, ja hole. sie sagte nur das das nicht geht da sie termine hat.

ich bin ein mensch der erst mal aufnimmt und dann drüber nachdenkt und streit vermeiden möchte. nach einer nacht überlegen rief ich wieder an und sagte das das doch "mein" wochenende ist und sie die termine blöd gelegt hat. sie meinte das ich ja dann freitag kommen könnte. heftig der gedanke 300 km für 3-4 stunden zu fahren. wieder dieses ich könne ja dort schlafen. aber klar ohne meine freundin.

da sie samstags arbeiten mußte sagte ich ich komme bevor sie zur arbeit geht und bleibe bis sie halt zu ihren terminen muß.

sie zeterte das ich aber gefälligst punkt 7 uhr da sein soll, da sie da direkt aus dem haus zur arbeit muß.

mit freundin an der hand kam ich um 6:35 uhr an und meine große machte die türe auf. der wecker meiner ex klingelte und nichts rührte sich. nach 5 minuten wollte ich hoch und sie rütteln aber meine freundin sagte das das nicht meine sache ist. laura, die große, sagte sie hatte sie schon versucht wachzurütteln aber keine reaktion. tipp von meiner freundin war, ich soll auf meiner ex ihrem handy anrufwen - das getan ging sie nach nichtmal 2mal klingeln prompt auch dran.

es war mittlerweile 5 nach 7.
nachdem sie auch noch lisa geweckt hatte kam sie um 7:25 uhr nach unten. machte sich gemütlich nen capuccino und ging um 8 uhr einkaufen - beauftragte mich damit nen kuchen für einen schulverkauf nachmittags zu backen und sagte sie kommt um 13 uhr wieder heim.

ich kam mir da schon verarscht vor.
dann hab ich eine liste gesehn wo sie aufschreibt wann ich da war.

um 13:10 kam sie heim. werkelte was rum. druckste und fragte ob wir noch länger da wären. ich sagte das wir nichts vor haben. dann sagte sie das sie dann gerne "schwarz" haare schneiden geht sie beeilt sich auch.

um 16:25 kam sie zurück. ich fragte sie was eigentlich mit dem termin um 13:30 war wegen dem ich die kinder nicht zu mir holen konnte.... und sie nur: tja ist halt geplatzt.

ja - verarscht ist glaub ich das richtige wort.

zu sonntag hatte sie gesagt das sie auch früh wegfahren - meine freundin hat die mädels gefragt was sie morgen schönes machen und die 2 sagtn das sie daheim sind und gegen 19 uhr zu den großeltern gehen, da mneine ex montag mit fortbildung auserhaqlb begann.

sooo.... meine freundin hat dies vorrausgesagt, sagte das sie nicht glaubt das die ex was mit den kindern vorhat was nicht abzusagen oder alleine abzuhalten gewesen wäre.

ich hab darauf meiner freundin... ja... vorgeworfen, das ich meine ex schließlich 7 jahre kenne und sie sie nur ein paar tage. kann ich so falsch liegen?

auch rede ich nicht wirklich viel mit meiner freundin über das ganze, und wenn ziemlich aggressiv bin ich. ich habe angst das sich sie und meine ex in die haare bekommen und ich will da keinen streit. meine freundin sagt zwar das sie sich wenn dann nur mir gegenüber aufregt aber meiner ex nie was ins gesicht sagen würde. ich bin echt im zwiespalt.

und es wird nicht weniger

meine ex hat mir mittlerweile an den kopf geworfen, das sie mir die kinder auch gar nicht mitgeben braucht und ich sagte dann nur ruhig das sie aufpassen soll, da wir noch das gemeinsame sorgerecht haben, das ich die kinder nicht mithole.

meine freundin sagt sie denkt das die ex was vorhat. z.b. durch beischlaf ne verlängerung des trennungsjahres. zumindest ist sie eifersüchtig und traut meiner ex nicht. das hat meine ex so ähnlich auch gesagt und zwar weil ich nicht alleine dort schlafe sagt sie das meine freundin kein vertrauen zu mir hat. hm....

ich hab meiner ex nun gesagt das ich die kinder um weihnachten auch ein paar tage länger sehn möchte - sie muß da natürlich erst klären wann ihre großeltern sich um die kleinen wegen ihrer arbeit kümmern können.

wird das alles noch nervenstrapazierender? und was sol ich nur tun das ich das durchstehe und voer allem meine neue beziehung nicht zu sehr leidet. ich liebe melanie und ich weiss grad nicht so recht weiter das alles unter einen hut zu kriegen.

man das war viel, ich bin ausgewoert und sag dir danke für ne meinung von dir im vorraus. gruß


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 12.12.2002 02:33
DeepThought
(@deepthought)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Grüß Dich, Vip3r,

hui, da muß ich erst einmal sortieren 😎

Es ist ja wirklich so einiges passiert bei Dir. Dein Dilemma ist, glaub ich, dass ihr noch keine verbindliche Regelung zum Umgangsrecht getroffen habt.

Sprich mit Deinem Anwalt darüber und er soll Deine Ideen Deiner Ex (oder ihrem Anwalt) mit der Bitte um Zustimmung schreiben. Geht die Gegenseite nicht darauf ein, schalte erst einmal das Jugendamt ein und wenn das nicht fruchtet halt das Gericht. Lege auf jeden Fall fest, wann und wie der Umgang erfolgt (Telefon, Besuch, Abholen, Wochenende, usw. usw.).

Solange dies nicht geregelt ist, handelst Du auf Grund individueller Einzelabsprachen und dann kann es schon einmal passieren, dass ein Termin bei Deiner Ex 'platzt' und darauf hin Dir der Geduldsfaden.

Ich bin kein Freund davon, alles über Anwälte zu regeln. Aber meine Ex hat mir gezeigt, anders geht es wohl nicht.

Nochmal wegen des Übernachtens im Haus. Ich denke, es ist an der Zeit, dass Deine Kinder verstehen 'Der Papa ist weg und wir sehen ihn alle 14 Tage über das Wochenende.' Auch wenn es schwer fällt, nimm sie zu Dir (Euch) und zeige ihnen wie Dein (Euer) neues Leben aussieht. Integriere sie, in dem sie eine Wand bekommen, die sie selbst bemalen dürfen, an der sie ihre Bilder für Dich (Euch) aufhängen können. Sie haben jetzt zwei Zuhause.

Um das durch zu stehen brauchst Du Kraft und Ziele. Ich sollte davon gar nicht erst reden, denn ich habe im Moment beides nicht. Aber anderen zu raten ist einfacher, als es selbst zu machen. Nimm Dir Ziele, die Du erreichen kannst. Schaffe Dir mit Melanie Stunden nur für Euch. Macht etwas schönes. Dein Leben ist jetzt mit Melanie zu gestalten. Sie ist es, die Dich versteht, Dir zuhörst, zu Dir hält.

Die Ängste von Melanie würde ich sehr ernst nehmen. Sie als Nicht-Betroffene hat für die Dinge einen klareren Blick. Wenn sie etwas einwirft oder anmerkt, versuche Dich zurück zu nehmen. Und: Eifersüchtig kann nur sein, wer liebt. Und Exxen haben so ihre Tricks. Von der Verlängerung des Trennungsjahres hat sie eigentlich fast nichts, wenn man mal von der Verschiedung der Feststellungszeitpunkte für Versorgungs- und Vermögensausgleich absieht.

Das Schlimme ist ja nur, alles was Du unternimmst, geht zwangsläufig auf Kosten der Kinder. Die Exxen wissen das und zicken rum wie nichts Gutes.

Tja, so richtig raten kann ich Dir im Moment so wie oben gesagt. Was hältst Du davon, Dich am Sonntag im Chat zu melden. Ferra aus Portuigal wird auch kommen, so sagt er. Ich würe mich riesig freuen.

Halt den Kopf hoch, die Augen gerade und trage in Deinem Herzen Deine Kinder und Melanie.

DeepThought


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Geschrieben : 12.12.2002 22:41
(@vip3r)
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Hallo!

War lang nicht hier - wollte aber gerne meinen aktuellen Stand berichten.

Die Scheidung läuft nun mehr oder weniger an. Das Trennungsjahr ist seit 1. Februar rum.

Meine EX sagt ihre Anwältin reicht die Scheidung ein - hm.. hat sie schon vor 3 Wochen gesagt.

Ich war endlich bei nem Anwalt. Erleichtert war ich als er sagte das ich nicht viel verdiene und der Selbstbehalt bei meinem Lohn doch etwas höher ist als der Mindestsatz. Auch gut fand ich das er Prozeßkostenhilfe beantragen wird. Gerügt hat er mich, das ich im Herbst auf Anfrage meiner EX mit zum Notar bin und unser ehemals gemeinsames Haus auf sie umschreiben lies. Bewußt wurde es mir erst diese Tage als ich erstmals die Urkunde von ihr anforderte da der Anwalt das lesen will. Ist ein Ehevertrag. Ich merke das ich immer noch sehr viel verdränge und es mir nicht bewußt mache - nur schnell durch diese Phase will und glaub dadurch Fehler mache.

Meine Freundin machte mich drauf aufmerksam, nachdm ich erst am Sonntag nen Wisch unterschrieben hab bei meiner EX der mich aus dem Gemeinschaftskredit nimmt - das ich doch wenigstens Unterlagen die die EX mir gibt 2 Tage mit nehmen soll und in Ruhe lesen soll.

Kennt ihr solche unüberlegten Sachen. Ich hab ja immer noch irgendwo die Frau 7 Jahre gekannt - da ist wohl so nen Grundvertraun irgendwie doch da. Egal was war.

Besonders weh getan hat es mir als ich meine 2 am Sonntag wiede heimgefahren hab. Meine kleinste sas hinten im Auto und hat tottraurig geschaut. Ich fragte was sie denn hat - keine Antwort nur zwei Augen die einen erbarmungslos traurig angeschaut haben. Als ich sie dann gefragt hab, ob der Papa sie mal länger holen soll - ging ein Funkeln über ihr Gesicht und sie nickte leicht. Mir fingen die Tränen an zu laufen und meine Freundin hat mich zum nächsten Parkplatz beordert und fuhr weiter. Ich hab mich nach hinten gesetzt und meinen Kindern meine Nähe gegeben. Das ist so ne beschissen hilflose Situation. Da kommen Gedanken wie das ich die KInder - oder wenigstens meine kleine ganz zu mir kommt eines Tages. ... eines Tages...

Ich bin etwas zwiegespalten - einerseitz macht es mich ruhiger das bald alles etwas geregelter ist (gerichtlich eben) - andereseits schmerzt mich das meine Kinder so traurig sind.

Ich wünsche euch Kraft.

Gruß Vip3r


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 18.02.2003 14:01
(@dacaho)
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Hallo vip3r,
ich habe gerade erschüttert Deine "Gescchichte" gelesen.
Nun, ich mußte erst mal schlucken...
Deine/Eure Kinder sind wirklich zu bedauern, weil sie sich ja scheinbar bei ihrer Mutter nicht wohl fühlen.
Warum beantragst Du nicht das Sorgerecht? Deine Kinder sind schon in einem Alter, wo auch das Jugendamt die Meinung und die Wünsche der "Kleinen" berücksichtigt. Und scheinbar fühlen sich Eure Kinder bei Dir und Melanie sehr wohl.
Ich gehe davon aus, daß Du Deinen Umzug schon vollbracht hast und nun nicht mehr in einer 1-Zimmer Wohnung lebst.
Dann hast Du bestimmt auch gute Vorraussetzungen.
Gruß Dacaho
Und laß Dich von Deiner Ex nicht fertig machen, denk an die Kinder!!!


AntwortZitat
Geschrieben : 18.02.2003 15:26
(@vip3r)
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ich bin nun wieder mal völlig überfordert...:(

meine ex hat das aufenthaltsbestimmungsrecht beantragt mit dem scheidungsantrag...

ich hab nur mal überflogen was das bedeuten kann.... und ich bin traurig. will sie wirklich das sich meine kinder entfremden wenn sie z.b. sagt das ich sie nicht mehr abholen darf und nur in der ehemals elterlichen wohnung besuchen darf? ich denke das es auf so etwas hinauslaufen wird.

hat jm von euch mit dem aufenthaltsbestimmungsrecht zu tun?

gruß vip3r


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 14.03.2003 02:15
DeepThought
(@deepthought)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallo vip3r,

da hat sich Deine Ex ja mal wieder etwas nettes ausgedacht.

Das Aufenthaltbestimmungsrecht würde ich nicht hergeben, denn ansonsten kann sie mit den Kindern hinziehen, wo immer sie will.

Wegen Deines Umgangsrechts würde ich auf jeden Fall versuchen, eine anwwaltliche Einigung zu erzielen. Es kann nicht zum Kindeswohl sein, dass der Vaterkontakt nur in der ehemaligen Familienwohnung erfolgt. Deine Kinder müssen in ihr eigenes Leben integrieren, dass der Papa eben nicht mehr dort wohnt. In diesem Zusammenhang komme ich doch noch einmal auf meine Frage zurück, warum Du denn die Kinder nicht nehmen möchtest?

Wenn es Probleme mit dem Umgang gibt, schreib an das zuständige Jugendamt. Überhaupt, es ist ganz wichtig, alles aufzuschreiben. Das Gedächtnis ist später trügerisch. Sollte es zum fortgesetzten Umgangboykott kommen, musst Du ganz schnell über Deinen Anwalt das Familiengericht anschreiben und auf richerliche Entscheidung drängen. Da Du ja das gemeinsame Sorgerecht hast, kannst Du zumindest mal vor dem Kindergarten/der Schule auf Deine Kinder warten, auch wenn das durch die Entfernung schwer ist.

Lass bitte bitte bitte für Deine Kinder den Kopf nicht hängen. Guck nach vorne auf den Weg, den Du mit Deiner Partnerin und Deinen Kindern gehen willst und bleibe Dir dabei treu.

Liebe Grüße aus dem sonnigen Kiel.


Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
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Geschrieben : 15.03.2003 23:15