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Ferienumgang - soll ich das Kind ermutigen zu luegen?

 
(@maxim20)
Rege dabei Registriert

Hallo,

Ich wuerde gerne nach Eurer Meinung fragen.

Mein Sohn  (9 Jahre alt) war im Sommerferien bei mir, und war absolut begeistert. Na ja, ich habe mir wirklich Muehe gemacht, dass er sich bei mir gut fuehlt. Danach hat er seine Mutter gebeten, noch ein Paar Tage bei mir zu bleiben (sowas hat sie wirklich nicht erwartet). Jetzt ist sie dagegen, dass er mich in Oktoberferien besucht. Sie sagt, dass wenn ich mit ihm die Ferien verbringen moechte, kann ich auch fuer 10 Tage in ihrer Stadt bleiben - da hat sie nichts dagegen. Sie sagt, dass die Reisen zu mir seine seele zerreisen, und dass er sich lieber an ein ZuHause gewoehnen sollte, und nicht an andere Alternativen denken (wie zweite ZuHause beim Papa).
Es scheint, dass es doch moeglich ist, dass sie ihm am Ende erlaubt, mich zu besuchen, zumnindest dieses Mal. Allerdings  wenn er wieder begeistert zu ihr kommt, wird es wieder Probleme geben. Soll ich das Kind dann bitten, ihr nicht zu sagen, wie toll wie die Zeit verbringen?
(Die KM macht das sowieso und verbietet ihm, mir zu erzahlen, wie sie z.B. Wochenende mit ihrem neuen Freund verbringen).

[Meine Ex and mein Sohn leben seit 1.5 Jahre in einer anderen Stadt, 800 km weit von mir. Ich besuche ihn monatlich, fuer 3..4 Tage]

Gruss

Max


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 06.10.2009 16:28
(@beppo)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Nein, das solltest du auf keinen Fall!

Wenn du ihm was mit auf den Weg geben willst, dann dass er seinen Eltern jederzeit alles sagen darf, was er will und dass es schön ist, wenn er sich wohl fühlt und dass man sowas immer gerne sagen darf.

Das Recht, deinen Sohn zu dir zu holen, gerade wenn es ihm gut gefällt, kann man relativ gut durchsetzen.

Also Rücken gerade machen und deiner Ex klar machen, dass Umgang auch in den Ferien eine Selbstverständlichkeit ist und er in dieser Zeit bestimmt, wo das ist.

Sie könne sich aber natürlich gerne auch beim JA oder einem Anwalt informieren.

Gruss Beppo


Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.

AntwortZitat
Geschrieben : 06.10.2009 16:52
(@Joanna)

Sie sagt, dass die Reisen zu mir seine seele zerreisen

Hat sie dir das mal näher erklärt oder ist näher drauf eingegangen?

Vielleicht war Max danach einfach zu lange zu traurig?

Liebe Grüsse
Joanna


AntwortZitat
Geschrieben : 06.10.2009 17:22
(@bronze)
Registriert

Moin Max,
aus der Situation erwächst für Dich ein Erziehungsauftrag, so wie Beppo ihn beschreibt. Man kann offenkundiges Versagen des anderen Elternteils nicht ausgleichen, indem man das Kind mit der gleichen Methode zum Mitverschworenen macht und damit charakterlich verbiegt. Offenheit und Geradlinigkeit sind schätzenswerte Charakterzüge die es auszubilden und zu hegen gilt. Schwer genug unter diesen Umständen.

Zieh eine klare Grenze. In Sachen Gestaltung der Umgangszeiten hat Ex keine Mitsprache, nicht mal einen Wunsch frei. Das mag Dir in Anbetracht Deiner Rahmenbedingungen riskant scheinen und zunächst schwer fallen, langfristig ist das der besere Weg. Wenn Du meinst, dass Du das alleine nicht hinkriegst, bitte jemanden um vermittelnde Hilfe.


Kriegt nichts! Hat nur seine verfluchte Schuldigkeit getan!
(Friedrich der Große 1712 - 1786)

AntwortZitat
Geschrieben : 06.10.2009 17:24
(@rainbow76)
Zeigt sich öfters Registriert

Sie sagt, dass die Reisen zu mir seine seele zerreisen, und dass er sich lieber an ein ZuHause gewoehnen sollte, und nicht an andere Alternativen denken (wie zweite ZuHause beim Papa).

Versuch deiner Ex mal sachlich klarzumachen, dass es nunmal so ist, dass das Kind "2 zu Hause" hat. Das ist nunmal so bei geschiedenen/getrennten Eltern. Daran ist auch nichts schlimmes... solange man dem Kind nicht auf die eine oder andere Art und Weise versucht klar zu machen, dass es etwas schlimmes ist. Das ist dann das Problem, dass die Kinder "zerissen" werden.
Genauso wie dem Kind "einzutrichtern", dass es dem anderen Elternteil (egal ob Vater oder Mutter) nichts erzählen darf... sowas schadet dem Kind innerlich und auch hier wird es auf die Dauer zerrissen... das Kind muss hier eure Differenzen ausbaden... es muss genau überlegen was und was darf ich nicht sagen und auf die Dauer wird es dem Kind zuviel und es könnte sein, dass es sich von einem Elternteil abwendet.

Versucht dem Kind beide ein schönes zu Hause geben und erfreut euch lieber daran, dass es sich beim jeweiligen Elternteil wohl fühlt.

Bei mir ist es genauso, dass die Kleine ab und an nicht zur Mama möchte aber ich erkläre ihr dann, dass es nicht anders geht aber sie ja bald wiederkommt oder aber wir rufen die Mama an und fragen ob sie noch länger bleiben kann. (das Zweite geht natürlich nicht bei 800km Entfernung).

Wie gesagt versuch mit deiner Ex-Frau mal ruhig zu reden und ihr das zu vermitteln... ggf. auch mit/beim JA falls erforderlich.

MfG
Rainbow


AntwortZitat
Geschrieben : 06.10.2009 18:05
(@milan)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin!

Schliesse mich allen Vorrednern an. Lügen ist ein No-go. Bestärke ihn darin zu seinen Gefühlen zu stehen. Auch -oder besonders dann- wenn ein ET diese Gefühle nicht mag. Kids sind nicht dazu da uns zu gefallen und nach dem Mund zu reden. Bestärke ihn in seinem Empfinden und mach ihm klar, dass er darauf ein Recht hat, das ihm niemand verbieten kann und darf.

Und auch ansonsten würde ich "starr" bleiben. Der Kurze HAT zwei Zuhause. Auch wenn Mama das nicht schmeckt. Und er hat das Recht beide Zuhauses für sich zu beanspruchen und das auch so zu benennen. Und das sieht -ausnahmsweise- auch mal der deutsche Gesetzgeber so.

Stärke Deinen Sohn. Das ist der beste (einzige?) Schutz gegen eine übergriffige Mutter.

Greetz,
Milan


AntwortZitat
Geschrieben : 07.10.2009 01:15
(@maxim20)
Rege dabei Registriert

Vielen Dank!


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 09.10.2009 14:15