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Entzug - nach Auszug. Tochter zieht Pferd vor.

 
(@solicitore)
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Hallo,

ich lebe seit ca. 10 Monaten mit einer neuen Partnerin zusammen. Der Auszug kam für meine Kinder (13j Tochter und 11j Sohn) überraschend. Meine Tochter will mich kaum sehen, sie sagt von sich aus, ihr genügen 1-2 Stunden alle zwei Wochen. Das ist mir zu wenig, viel zu wenig... ich vermisse sie. Letztlich straft sie mich für den Auszug und für die Trennung von ihrer Mutter ab. Nun hat sie ein Pferd, dort hält sie sich täglich bis zu 4 h auf. Ein gemeinsamer Urlaub mit mir, dieses Jahr noch möglich, entfällt aus ihrer Sicht, da sie ihr Pferd nicht allein lassen will, unter keinen Umständen.

Meine Nochfrau hat den Erwerb des Pferdes unterstützt, ich war dagegen. Letztlich sehe ich sie so gar nicht mehr, was meine Frau nicht so sieht; sie hält den Kontakt für wenig aber ausreichend. Dabei glaube ich gar nicht an ein PSA bei meiner Tochter; sie will mich wohl eher verdrängen und abhaken, aber selbstbestimmt und freiwillig, nachdem allerdings meine Frau in den ersten Wochen nach der Trennung mich überall als den Bösen dargestellt hat.

Irgendwelche Ideen? Die Erziehungsberatungsstellen sind auch eher hilflos.

Vielen Dank!


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 22.11.2009 21:13
Lausebackesmama
(@lausebackesmama)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Moin,

wenn Deine Tochter täglich 4 Stunden bei ihrem Pferd ist, weißt Du doch, wo Du sie finden kannst. Geh auf sie zu, interessiere Dich für ihr Hobby, lobe die Ernsthaftigkeit, mit der sie ihrer Verantwortung nachkommt, sich um das Tier zu kümmern. Dehne die Besuche langsam aus. Nähere Dich langsam an.

Vielleicht ist es aber auch der normale Abnabelungsprozess, den Du als Umgangselternteil härter erlebst, weil Deine Tochter eben nicht bei Dir lebt, was die bloße Anwesenheitszeit drastisch reduziert. Ich glaube aber nicht, dass die aktiven Unternehmungen mit der Mutter mehr sind als die mit Dir.

LBM


‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."

AntwortZitat
Geschrieben : 22.11.2009 21:20
(@solicitore)
Schon was gesagt Registriert

Problem ist, dass ich mich für Pferde nicht wirklich interessiere (für andere Tiere durchaus..) und es einfach wenig authentisch ist, wenn ich mich plötzlich total verstellen würde. Das wäre albern und sie würde es auch merken. Ich fürchte, ich kann mich nicht zwingen, plötzlich Pferde zu mögen, nur weil ich es muss.... hm.


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Themenstarter Geschrieben : 22.11.2009 21:27
Lausebackesmama
(@lausebackesmama)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Du sollst ja auch nicht Liebe für die Rouladen in spe heucheln, sondern zeigen: "Ich vermisse Dich, daher komme ich zu Dir, auch wenn ich mich daher mit den Pferden auseinandersetzen muss."

Genauso wenig authentisch wäre es, wenn Deine Tochter, die tausend andere Dinge wichtiger und interessanter findet als Umgangszeit bei Papa, jetzt Interesse am Umgang heucheln würde.

Du willst Umgang, sie will ihn gerade eher nicht. Wer muss da einen Schritt machen?

Bei einer 13jährigen sehe ich da kaum Chancen etwas zu erzwingen.

LBM


‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."

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Geschrieben : 22.11.2009 21:33
(@solicitore)
Schon was gesagt Registriert

O.k. - es läuft (von mir praktizierte Besuche) ja so ab, dass ich ihr zusehe, wie sie reitet, striegelt pp und sie mir dabei deutlich zu verstehen gibt, dass ich davon ja keine Ahnung habe (was mir egal ist). Kommunikation mit ihr ist da kaum bis null möglich. Und Umgang ist das nicht wirklich. Ich kann mir - da ich bis zur Trennung ein gutes Verhältnis hatte - auch nicht vorstellen, dass das für sie dauerhaft gut ist, den Vater faktisch zu ignorieren. Da die Pferdesache kurz nach der Trennung aufkam, sehen die Erziehungsberater es ebenso als eine Art Kompensation für mich.


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Themenstarter Geschrieben : 22.11.2009 21:38
Lausebackesmama
(@lausebackesmama)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Ich glaube, die meisten Trennungskinder müssen das kompensieren, irgendwie. Gerade in der Pubertät, in der sich die meisten Kinder sowieso schon als "noch Fisch noch Fleisch" fühlen, ist es doch sehr schwer, Gefühle zu sortieren und dann auch noch in Worte zu fassen. Tiere sind da oft Tröster und Ratgeber.

Bei Deiner Tochter wird sich aber - wenigstens unterbewusst - festsetzen, dass Du immer wieder kommst und nicht aufgibst.

Ich sehe keinen anderen Weg, aber vielleicht fällt den Anderen noch was ein.

LG


‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."

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Geschrieben : 22.11.2009 21:47
(@jenpa)
Nicht wegzudenken Registriert

Hallo Solicitore

Die Pferde sollen ja nicht dein Hobby werden. Aber wenn du deine Tochter dort mal besuchst
wird sie sich bestimmt riesig drüber freuen. Probiere es einfach mal aus und denke nicht von
vorn herein negativ. 

Und dann bedenke warum deine Tochter dich vielleicht etwas meiden tut ist vermutlich das,
du warst ja gegen den Kauf eines Pferdes. Also einen Grund mehr sie dort zu besuchen und
ihr zeigen das es für dich okay ist.

jenpa


..dem Kind beide Eltern

AntwortZitat
Geschrieben : 22.11.2009 21:56