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(@tabsel)
Nicht wegzudenken Registriert

Meine Ex rief mich gestern an. Meine große Zwergin ist jetzt 4,5 Jahre alt und fing in den letzten Tagen an wieder einzunässen und einzukoten. Meine Ex hält das für eine körperliche Störung und will zum Arzt. Ich persönlich denke, dass Sie unter der Dominanz und dem konsequenten "Regelwerk" der Mutter leidet, weil Sie Ihre Gefühle, insbesondere Ihre Liebe zu mir nicht ausleben "darf"...

Ich traue meiner Ex nicht so recht. Ich finde es ja super, dass sie mich anrief, um mit mir darüber zu reden... auf der anderen Seite bekam ich auch so einiges zu hören, was mir zu denken gibt, dass Sie mir die Schuld dafür gibt. Die Kinder würde z.B. nicht so gern bei mir übernachten wollen... Ich bin der Meinung, das das ganz normal ist, weil Sie ja nur alle zwei Wochen in einer noch unvertrauten Umgebung schlafen. Mein Vorschlag war, die Übernachtungen auszuweite, damit Sie sich eher daran gewöhnen... Meine Ex ist eher der Meinung, auf Übernachtungen zu verzichten.... also dass nur mal so am Rande, um unsere Meinungsverschiedenheiten etwas klarer zu machen... Naja, viele dürften das ja kennen...

Zum Umgang: Wir sind getrennt seit August 2002. Seither sah ich unsere beiden Kinder zweimal wöchentlich von 17:00 bis 19:30 und jeden Sonntag. Die große durfte bei mir übernachten, ich hab sie Montags in den Kindergarten gebracht. Meiner Ex wurde das "zuviel" und seit August 2002 darf ich die Kids Mittwochs von 12:00 bis 19:30 sehen und 14-tägig Samstags 10:00 bis Sonntags 17:00 Uhr... Seither nehm ich Mittwochs einen Tag unbezahlten Urlaub...

Ich war vom Wechsel des Umgangs gar nicht begeistert und schaltete damals das JA ein. Die Mitarbeiterin fand meine Argumentation pro bisherigem Umgang (zwei Spätnachmittage pro Woche), dass es eben in jeder "normalen" Familie so sei, dass der Paps Abends vom arbeiten kommt. Und an zwei Tagen geht der Paps halt mit den Kids spazieren (ich wohne wieder im selben Dorf) und macht Abendessen... Normaliät halt... Sie schrieb meine Ex sofort an und bat um ein Gespräch. Ich war guter Dinge... Meine Ex hat sich Wochenlang nicht beim JA gemeldet. Nachdem Sie dann doch da war hat die Mitarbeiterin eine andere Meinung und befürwortet dann doch den Mittwoch, halben Tag. Ich sagte, dass ich es ja auch schön fände, länger mit meinen Kids zusammensein zu können, gab aber auch zu bedenken, dass ich das auf Dauer finanzieren muß, bin ja unterhaltspflichtig und dass ich es persönlich für zu große Zeitabstände halte für das Alter der Kinder (damals 3 und 1,5)... Dennoch gab mir meine Ex die Kinder nur noch nach Ihrer "neuen" Vorschrift...

Im Gespräch gestern kam heraus, dass Sie scheinbar öfter beim JA ist und sich "austauscht". Und ich hab jetzt große Bedenken, dass sie da Dinge verbreitet, die nicht stimmen, oder dass sich das JA aufgrund der Schilderungen meiner Ex ein Bild von mir macht und dass es demnächst Schwierigkeiten geben wird beim Umgang, wo dass dann alles gegen mich verwendet wird. Kinder koten ein, kommen nicht zurecht, brauchen Ruhe, keine Übernachtungen mehr, Umgangseinschränkung etc...

Also ich hab mich ja im Prinzip schon damit abgefunden. Ich weiß, dass wenn die Mutter nicht will, dann will Sie halt nicht und ich nehm, was Sie mir zugesteht... und Aufgrund meiner negativen Erfahrungen bereits hier vor Gericht, es ging um Prozesskostenvroschuss, und meinem Eindruck vom Jugendamt und seinem Stimmungswechsel hab ich nunmal große Bedenken, irgendetwas erreichen zu können, insbesondere was den Umgang betrifft... Meine Ex sucht sich auch immer Leute, die Ihr nach dem Mund reden, damit Sie Bestätigung erhält, dass das was sie tut auch richtig ist. Dabei ist sie so verunsichert und gibt mir die Schuld an allen Problemen...

Lange Rede, kurzer Sinn: Wie würdet Ihr Euch verhalten? Was würdet Ihr machen? Ich möchte meine Kinder lieber öfter sehen und habe Angst, dass sich wieder irgendwelche Veränderungen ergeben und ich mein Leben wieder umorganisieren muß (Arbeitszeiten etc.)Und ich hab Angst Umgang mit meinen Kids noch weiter zu verlieren... Wie gesagt, meine Große kotet seit ein paar Tagen wieder ein, Sie leidet darunter, ich habe ein sehr vertrauensvolles Verhältnis zu Ihr und ich weiß, dass sie mich sehr liebt, aber nicht "darf" und dass sie im stillen leidet... Ich möchte Ihr helfen und fühle mich machtlos...


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 06.01.2004 12:32
(@jensb2001)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hey TabSel!!!

O man!! Das was du da berichtest is doch echt wiedermal der Wahnsinn .. finde deine Gedanken u Argumentationen einfach super u perfekt..

Deine Ex sollte froh sein das du so denkst u so reagierst..
Finde ich klasse von dir das du dich so um deine Kids kümmerst u sorgst u dir so viele Gedanken machst!!!!

:) :) :) :) :)

Gut Fehler kann man überall finden..denke nicht alles wird dann so perfekt sein das keiner was meckern kann..ich z.B. finde es evtl etwas bedenklich das du nun wegen dem Umgang am Mittwoch nun immer unbezahlten Urlaub nimmst .. Hauptsache der Arbeitgeber macht das so mit..

Aber was mir ansich erstmal sehr wichtig ist!!!

Das is die Sache mit dem Einkoten und Einnässen !!!!

Da heißt es aufpassen u schnell reagieren..und ich denk wie du über dieses Problem denkst wird schon völlig richtig sein!!!
Denke nicht das es an dir liegt, bzw das du sozusagen der Schuldige an diesem Prob bist..

Aber diese Prob muß "behandelt" werden... sonst wird das zu einem schwerwiegenden Problem ...
Und ich weiß wovon ich da rede .. ich hab diese Problem mit meinem ältesten Sohn ..u es hat sich verfestigt..und ist zu einem Dauerproblem geworden ..u es dann wieder "auszumerzen" ist sehr schwierig ( wollte darüber mich schon mal in einem anderen Forum "mitteilen", bin da aber leider noch nicht zu gekommen)

Und d9ieses Problem entseht wie du schon selber erkennst durch..zumindest meist..durch psychische Belastung ..
Und die scheint es ja offensichtlich zu geben..

Mach dir erstmal nicht so viel Gedanken was deine Ex vielleicht beim JA so angit..denke du kannst dir keine Vorwürfe machen, also wirst du auch ohne weiteres diesen Vorwürfen stand halten..

Nur wegen diesem Prob..da solte wirklich gehandelt werden...

Aber auch deine Ex sollte mal zum Nachdenken angeregt werden ob ihr Verhalten so korrkt ist!!
Und das ist es wohl nicht!

Schon verrückt wenn die kleine nichtmals zeigen darf was sie für ihren Papa empfindet ...

Gruß
Jens


AntwortZitat
Geschrieben : 06.01.2004 14:42
 mel
(@mel)

hallo TabSel,
schliesse mich der meinung von JensB2001 teilweise an.

die psychische belastungen der trennungskinder wird zu 98% auf die väter geschoben.
einnässen und einkoten sind probleme die kinder bekommen wenn sie permanet unter stress stehen.
du solltest versuchen kontakt zum zuständigen arzt zubekommen, desweiteren solltest du dir den befund wenn möglich schriftlich geben lassen.

vergiss dass JA die sp**** werden dir nicht helfen.

vorbeugen hilft bevor du weiterhin von der ex bedroht wirst.
mel


AntwortZitat
Geschrieben : 06.01.2004 15:20
(@tabsel)
Nicht wegzudenken Registriert

Jens, Du schreibst, Dein Ältester hätte das auch und Du/Ihr merzt das gerade mühevoll aus? WIE macht Ihr das? WAS macht Ihr?

Das is wieder mal so ne Situation, wo ich als Trennungsvater einfach nur zusehen kann und aufgrund dessen, dass ich die Kids nur selten seh, vergleichsweise zur Mutter, nur wenig Einfluß nehmen kann... WAS könnte ich in meiner Zeit machen? Ich will das Thema ja bei meiner kleinen nicht groß aufziehen, es ist Ihr ja schon peinlich genug, und Ihre Gefühlswelt kann ich durch meine Worte ja nicht großartig ändern - in Ordnung bringen - ich bin ja nicht allein der Grund dafür dass Sie sich so fühlt, wie sie sich fühlt... Wie kann ich es Ihr dennoch leichter machen?


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 06.01.2004 15:27
(@tabsel)
Nicht wegzudenken Registriert

Mel,

was würdest Du tun, um "vorzubeugen"? Meine bisherigen Erfahrungen zeigen einfach, dass überall die Meinung vorherrscht, die Mutter "mache es schon richtig"... Die arme Alleinerziehende Mutter... der Mutter muß es gut gehn, dann geht's auch dem Kind gut, also wird die Mutter unterstützt... was ich zu sagen habe, meine Meinung, meine Bedenken und Sorgen sind - wenn überhaupt - zweitrangig... Ich mein, immer, wenn ich meine Sorgen zum Ausdruck bringe, werde ich zumindest schräg angesehn, in der Art, "Sie machen sich zu viele Sorgen", "Ich würde die Mutter und deren Erziehungsstil kritisieren", "Ich würde Ihr schaden wollen", "Ich soll doch mal Ruhe geben", "Ich sei emotional noch zu sehr verbunden", etc...

Ich habe das Gefühl, das mir niemand ernsthaft zuhört und sich Gedanken drüber macht... und das mir meine Sorgen als Theatralik oder sonstwie zum Vorwurf gemacht werden...

Der kaukasische Kreidekreis ist mein bester Freund geworden *ggg* mittlerweile... und hier scheint sich wieder ein Salomonisches "Urteil" anzubahnen... Ich hab einfach keine Lust mehr, mich von Dritten duch Desinteresse "demütigen" zu lassen... Und ich weiß einfach nicht, wie ich meinem Kind helfen kann... Ist es besser, wenn ich es, um Meinungsverschiedenheiten, Streit und "Kampf ums Kind" zu vermeiden, mich noch weiter zurückziehe - gezwungenermaßen...

Wie würdest Du "vorbeugen"?


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 06.01.2004 16:03
 mel
(@mel)

hi TabSel,
ich kann deine einstellung verstehen aber so ist das leben in deutschland.
die menschen hören sich deine probleme an und wenn du nicht mehr da bist setzen sie sich vor den fernseher.
zitat:
Ich habe das Gefühl, das mir niemand ernsthaft zuhört und sich Gedanken drüber macht... und das mir meine Sorgen als Theatralik oder sonstwie zum Vorwurf gemacht werden...

Der kaukasische Kreidekreis ist mein bester Freund geworden *ggg* mittlerweile... und hier scheint sich wieder ein Salomonisches "Urteil" anzubahnen... Ich hab einfach keine Lust mehr, mich von Dritten duch Desinteresse "demütigen" zu lassen... Und ich weiß einfach nicht, wie ich meinem Kind helfen kann... Ist es besser, wenn ich es, um Meinungsverschiedenheiten, Streit und "Kampf ums Kind" zu vermeiden, mich noch weiter zurückziehe - gezwungenermaßen...

wie schon geschrieben durch das JA wirst du nichts erfahren ganz im gegenteil sie werden dir durch deine informationen in der A**** treten.
ich laufe jetzt seit fast 5 jahren von einem zum anderen.

vesuche infos von ärzten,erziehern,psychologen,etc zubekommen.
dann kannst du dich gegen die vorwürfe wehren.

du musst einfach lernen, dass du als kämpfender vater ausgelacht wirst.

du kannst mir per mail deine nummer mitteilen dann können wir auch mal reden.
mel


AntwortZitat
Geschrieben : 06.01.2004 16:38
DeepThought
(@deepthought)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallo TabSel.

es ist ein typisches Verhalten, dass bei "Rückschritten" in der Kindesentwicklung anscheinende Störfaktoren beseitigt werden sollen, in diesem Falle bist du es.

Kinder leiden unter der Trennung, das wissen wir alle. Und jedes Kind verarbeitet diesen Konflikt auf seine ganz eigene Art. Es ist daher notwendig, Kindern eine Konfliktlösung anzubieten. Die Konfliktlösung kann aber nicht darin bestehen, die Ursache zu beseitigen, sondern vielmehr das Umgehen mit dem Konflikt.

Es gab früher die Ansicht, Eltern dürfen ihre Kinder im KKH nicht besuchen, weil die Kinder dann immer rebellisch und weinerlich sind. Es stimmte auch, die Kinder waren ruhig und gefügig, wenn sie ihre Eltern nicht sahen. Allerdings war es eine oberflächliche Ruhe. Im Inneren haben die Kinder resigniert, abgeschaltet, sich ergeben, aufgegeben.

Ebenso verhält es sich bei deinen Kindern. Die Große hat einen Konflikt, den sie nicht los wird. Also muss daran gearbeitet werden, dass dieser Konflikt kein Konflikt mehr ist, sondern sie die geänderten Umstände in ihr Leben integriert und akzeptiert. Vielleicht haben sich Veränderungen im Umfeld ergeben (neue Freunde, bisherige Freunde verloren, Schule, usw.). Ich würde erst einmal den Konfliktgrund versuchen herauszufinden, bevor ich überhaupt irgendwelche Massnahmen treffe.

Wenn es am Umgang liegt, dann ist die Trennung von dir die Ursache und hier können Kinderpsychologen wertvolle Arbeit leisten.

DeepThought


Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!

AntwortZitat
Geschrieben : 06.01.2004 18:14
(@tabsel)
Nicht wegzudenken Registriert

Nachtrag zum Frust loswerden...

Vergangenes WE war unser Papa-Zwergen-WE. Meine Große hat wieder in die Hose gemacht, groß und klein. Meine Ex behauptet, bei Ihr wäre das nun schon lange nicht mehr passiert. Ich habe mittlerweile ein "ungutes Gefühl" dabei, mit Ihr drüber zu sprechen. Am Ende wird mir vorgeworfen, es läge daran, dass sich die Kids bei mir nicht wohl fühlen und sie schränkt den Umgang ein... Ich traue Ihr einfach nicht mehr. Ich hab von Ihr mal meine Vermutungen bestätigt wissen wollen, dass die Kids resigniert haben und Ihre Sehnsucht nach Papa nicht mehr zum Ausdruck bringen, weil sie das Gefühl hätten sie "dürften das nicht", indem ich zu Ihr sagte: "Ich könnte mir vorstellen, dass die Kids mich gar nicht mehr vermissen, wenn sie bei Dir sind". Sie sagte: "ähhh, ja, stimmt". Und gestern, als ich sie zurückbrachte und das Thema zaghaft zur Sprache brachte, da sagte sie, dass mein Mädel, wenn Sie auf dem Klo war wolle, dass der Papa Ihr beim Abwischen hilft... Ja Herrje, was heißt denn bei meiner Ex "vermissen". Müssen die Kids erst bocken, heulen und schluchzen müssen, dass sie das als Sehnsucht nach Papa qualifiziert? Ich check's nicht. Ich sagte Ihr halt, dass ich meine Große jetzt belohne, wenn sie auf's Klo ginge, oder wenn sie mir sagt, dass sie in die Hose gemacht hat - weil Sie's versucht hat zu verheimlichen, nicht weiß, wo bei mir Sachen zum umziehen sind und deshalb mit der vollen Hose rumläuft... Mit meinem Zwerg hatte ich noch ein "Kuschelgespräch" *g* In dem ich Ihr erklärte, was Vertrauen ist, dass man jemandem den man ganz fest lieb hat auch alles sagen könne auch wenn man ganz doofe Sachen gemacht hat. Da fragte sie mich, ob man jemandem, dem man nicht alles erzählt nicht lieb hat... ähhhhh *KopfKratz*

Sie wollte mich mehr in den Alltag integrieren sagte sie noch, ich hab Ihr die ISBN von "Glückliche Scheidungskinder" gegeben. Ich war so guter Dinge. Als sie gestern kalt meinte, bei Ihr wäre alles ok, sie hätte kein Problem, da wollt ich schon gehen... und sie fauchte mich ich sei so komisch... Ja, ich hab ein gutes Gefühl... was soll ich denn mit Ihr besprechen, wenn sie kein Problem hat? Wenn da jetzt bloß mal nix geschieht...

Es ist sooo Scheiße ständig in diesem beschissenen "Abhängigkeits"-Gefühl zu leben, einer Frau, die einem so kaltschnäuzig ebensokalte Schulter zeigt das Geld in den Rachen zu werfen, nur um zuzusehen, wie die Kids unter all dem leiden, weil sie nix rafft - oder bin ich hier der verblendete? Und dann sagt sie mir noch, für die Kids war die Trennung das Beste was sie hätte machen können... Für MICH war's das zumindest... Ich frag mich langsam was wir eigentlich für ein Problem hatten. Nicht WIR hatten ein Problem, sondern SIE und damit ICH... und jetzt haben's die Kids...

Mal ne blöde Frage: Ne Frau, die Ihren Mann verläßt, weil der Ihr nix Recht machen kann... verläßt die auch Ihre Kids, wenn die Ihr nix Recht machen können?

Entschuldigt, das war mal wieder ein bißchen Dampf, der raus muß... Das Einnässen und Einkoten, darüber mach ich mir ernsthaft Gedanken... Ich mach mir Sorgen, und darf's nicht...

So, brauch ne Zigarette, dann geht's auch wieder...

Danke für's Zuhören
TabSel


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 19.01.2004 17:21
DeepThought
(@deepthought)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Na, dir geht ja einiges durch den Kopf...

Über die Probleme mit dem großen und kleinen Geschäft mache ich mir ebenso Gedanken. Ich sehe darin, wie letztens geschrieben, eine nicht erfolgte Konfliktbewältigung, die jetzt, wo der Verstand arbeitetl (sie hat das Alter jetzt dazu) jedoch keine Erklärung bzw. Lösung liefern kann, sich körperlich ausdrückt. Jedes Kind verarbeitet dies auf seine ganz eigene Art. Hilfe kann hier, wenn es den so ist, wie ich es meine, durch Gespräche erfolgen, durch "Trauerarbeit". Wictig auch, dass die Kinder nicht mehr durch die Trennung belastet werden.

Ich gehe mal davon aus, ihr habt GSR. Dann wäre es für dich kein Problem, mal mit dem Hausarzt/Kinderarzt zu telefonieren.

Das Buch ist eine gute Idee. Vielleicht würden, so als Anfang gedacht, dei 20 Wünsche der Scheidungskinder (im Downloadbereich) ausreichen?

Auch wird sie dir gegenüber nicht ihre Probleme offenbaren, denn dies wäre das Eingeständnis von Versagen oder Hilflosigkeit. Wenn jemand um Rat fragt, zeigt er doch, dass er keine Antwort hat. Und deine zukünftige Ex will sich diese Blöße nicht geben.

Wenn da jetzt bloß mal nix geschieht...

Was befürchtest oder ahnst du denn ?

Als Umgangselternteil bist du immer ausgeliefert und abhängig. Der Weg zu den Kindern führt ausschließlich über die KM. Und wenn du es dir mit ihr verdirbst... na, dem Gedanken hänge ich lieber nicht nach. Es liegt alleinig bei dir, welche Abhängigkeiten du zulässt und warum. Du alleine ersteinmal hast die Folgen zu tragen und zu verantworten. Du und niemand anders wird ggf. später irgendwann pfiffige Fragen beantworten müssen.

Ne Frau, die Ihren Mann verläßt, weil der Ihr nix Recht machen kann... verläßt die auch Ihre Kids, wenn die Ihr nix Recht machen können?

Nein. Beim erwachsenen und halbwegs gesunden Menschen setzt irgendwann einmal die Vernunft ein und er wehrt sich gegen die steten Änderungsbegehren seiner Umgebung. Kinder hingegen werden noch geprägt durch ihr Umfeld und nehmen das Gesagt als Wahrheit und Ziel an. Sie verfügen über keine Lebenserfahrung, können daher keine vergleiche ziehen und ihr kleiner Kosmos besteht aus den Verwandten und einigen Spielkameraden. Auch ihrem Überlebenstrieb folgend dulden sie mehr als vorstellbar ist (das ist auch der Grund für PAS). Dadurch sind sie gefügiger, marionettenartiger. Mit der Pupertät wird das dann anders und die einsetzenden Denkprozesse gepaart mit Trotzigkeit und Selbstfindung geben einen unangenehmen Mix für den, der sie betrogen hat. Ich weiß von sehr vielen Kindern, die mit der Pupertät zum anderen Elternteil gewechselt haben, eben aus diesen Gründen.

DeepThought
*der mit der Pfeife tanzt*


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AntwortZitat
Geschrieben : 19.01.2004 21:58
(@duldefrau)
Rege dabei Registriert

Zu dem Thema Einnässen und -koten mal eine ganz vermessene Frage: hat deine Tochter vielleicht bei dir schlicht und ergreifend keine Zeit aufs Clo zu gehen, weil sie zu sehr damit beschäftigt ist, endlich mal wieder Papa zu geniessen? Und: WEISST du, dass es bei der Mutter nicht passiert?

Was das vermissen angeht - meine Kinder "vermissen" ihren Vater auch neun Tage in zwei Wochen überhaupt nicht, aber wenn es an den Abholtag geht, dann fiebern sie und fragen alle fünf Minunten, wann der Papa denn endlich kommt. Ich denke, dass das auch ganz normal ist. Schliesslich sehen viele Kinder in ganz intakten Familien ihre Väter auch oft tagelang nicht, weil Daddy aus dem Haus geht, bevor sie aufstehen und erst heim kommt, wenn sie schon tief schlafen. Mich vermissen sie im Gegenzug wenn sie bei ihm sind, glaube ich genauso wenig. Warum auch. Sie wissen ja, dass sie mich zum festgelegten Zeitpunkt wieder sehen. Ob sie mich in der dreiwöchigen Ferienzeit vermisst haben weiss ich nicht. Aber ich glaube mal weniger, als ich es mir vielleicht wünschen würde ;)
Solange die Kinder sich fest darauf verlassen können, dass sie ihre Elternteile zuverlässig sehen können, ist auch die Zeitspanne relativ egal. Nur sollte sie natürlich umso kürzer sein, je kleiner die Kinder sind. Mein Zwerg hatte am Anfang, da war er drei, immer so zwei, drei Tage das Problem, dass er zu mir Papa und zum Papa Mama sagte :)

Vielleicht solltest du auch versuchen, ein wenig lockerer mit dem Sehnsuchtsthema umzugehen. Mit Sicherheit hast DU tausendmal mehr Sehnsucht nach deinen Kindern als sie nach dir. Das soll bitte keine Abwertung sein. Kinder gehören uns nicht, sie verweilen bei uns, bis sie selbstständig sind. Das sollte das Erziehungsziel aller Eltern sein. Ihre Kinder zu eigenständigen, lebensfähigen Menschen zu erziehen. Du trägst deinen Teil dazu bei, die Mutter den ihren. Da gibt es keine Rangliste und keinen Stellenwert. Was die Kinder mit Sicherheit mitbekommen und ihnen sicher nicht gut tut ist, wenn die Eltern gegenseitig um die Gunst der Kinder buhlen, so nach dem Motto, gell, mich vermisst du mehr als Mama oder Papa. Quatsch. Sie werden immer den "vermisssen" bei dem sie gerade nicht sind. Ich habe das jetzt bewusst in " " gesetzt, denn wer mag sich anmassen dieses Vermissen zu messen.
Mit Sicherheit werden deine Kinder dich MEHR vermissen, wenn die Mutter ihnen das ausreden möchte. Und da denke ich, ist auch der Ansatzpunkt. Ich kenne weder dich, noch die Mutter, noch deine Geschichte, aber so ein wenig ziehe ich gerade Parallelen zu mir, meiner Geschichte und meinem Ex.

Je mehr DER sich in seinem Selbstmitleid vergräbt, umso schwerer fällt es mir, mich den Kindern so neutral gegenüber zu verhalten, dass sie sich auf ihn freuen dürfen. Umgekehrt bin ich anfangs das ganze Vater-WE wie ein kopfloses Huhn durch die Wohnung gerast. Komischerweise aber nicht, weil ich dachte, dass meine Kinder sich nach mir sehnen könnten, sondern weil ICH SIE vermisste. Allerdings habe ich sie so neutral wie irgend möglich wieder in Empfang genommen, weil ich nicht wollte, dass sie das Gefühl haben, irgendetwas falsch zu machen, wenn sie mich "allein" lassen. Verstehst du, was ich meine? Wenn mein Ex dann immer die oberlange Schmuse-Hochwerf-Endlichhabeicheuchwieder-Show abgezogen hat, hätte ich brüllen können. Mensch, was geht da in den Köpfen der Kinder vor? Der arme Papa, der ist ganz allein, keiner kümmert sich um ihn, die böse Mama ist einfach weggelaufen und hat uns mitgenommen, dabei hat er uns SO gerne um sich. Mag alles so sein, aber wird ein Kind damit wirklich fertig??
Sorry, TabSel, bitte fühl dir nicht auf die Füße getreten, mag sein, dass das bei dir alles anders ist.
War nur so ein Gedanke von mir....


Was man nicht bespricht, das bedenkt man auch nicht recht.
Johann Wolfgang von Goethe

AntwortZitat
Geschrieben : 19.01.2004 22:34




(@tabsel)
Nicht wegzudenken Registriert

@DeepThought

>>Was befürchtest oder ahnst du denn ?

Dass sich der Ansatz des Paradigmenwechsels, den ich Ansatzweise glaubte bei Ihr zu erkennen sich ins Gegenteil dreht und sie, wie Du schreibst, den Störfaktor "Papa" immer intensiver als scheinbar solchen warhnimmt und das auf die Kinder überträgt. Und eben Ihre Konsequenzen draus zieht. Ich weiß, ich hab mir heut wieder viel zu viel Gedanken über ungelegte Eier gemacht... Mußte halt mal raus...

Ich weiß nicht, was ICH in der kurzen mir zur Verfügung stehenden Zeit machen kann um meiner Tochter zu helfen. Und Schritte die in Richtung Erziehungsberatung o.ä. gehen - davor hab ich Angst, weil's dann doch nur wieder heißt ich mache mir zu viele Sorgen, ich spiele das Thema künstlich auf, ich wäre Schuld, weil ich nicht loslasse, ich bin der Störenfried, ich solle doch mal nachgeben, ich solle doch mal kompromissbereit sein, vielleicht wär's ja doch besser, den Umgang etwas zu verringern etc... Das sind halt so meine Befürchtungen...

Also ich hab jetzt keine "Angst", dass Sie mir das irgendwie zum Vorwurf machen könnte, sondern dass sie Konsequenzen aus Ihrem für mich streckenweise einfach nicht nachvollziehbaren Denken, die Kids "vor mir beschützen" zu müssen... Naja, ich kann sie nicht ändern...


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 20.01.2004 01:59
DeepThought
(@deepthought)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hi TabSel,

Ich weiß, ich hab mir heut wieder viel zu viel Gedanken über ungelegte Eier gemacht

Wer mit etwas rechnet, wird nicht mehr überrascht werden können. Insofern ist das vollkommen ok.

Ich gewinne insgesamt mehr und mehr den Eindruck, deine Kinder haben ein Trennungstrauma. Warum auch immer. Ich will da nicht von Schuld oder so reden, denn es bringt dich nicht ein Stück weiter. Ichrede da lieber von Fakten und wie die Situation bereinigt werden könnte.

Du selbst kannst ausschließlich durch Reden über deine Sichtweise (kindsgerecht natürlich) etwas bewirken. Wenn dann der Rest des Lebens deiner Kinder jedoch anders aussieht, ist es ein stetes Bemühen um ein und das selbe Thema. Dafür brauchst du einen langen Atem.

Den Umgang zu reduzieren wäre so mit das Schlimmste überhaupt, da die Konfliktsituation nicht beseitigt wird. Es könnte, mal ganz extrem gedacht, zu völligem Aussetzen des Umgangs durch die Kinder selbst führen, weil sie merken, dass es ihnen ohne dich irgendwie besser geht. Das ist aber tatsächlich nicht der Fall. Es würde nur an den Symptomen rumgedokter, nicht an den Ursachen. Ursache für mich ist die nicht bewältigte Trennung der Eltern und daran muss gearbeitet werden, bei allen, auch bei den Eltern.

DeepThought


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als "professionell anmutend".
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AntwortZitat
Geschrieben : 20.01.2004 18:13
(@tabsel)
Nicht wegzudenken Registriert

>>...Trennungstrauma. Warum auch immer. Ich will da nicht von Schuld oder so reden...

Hat mich schwer beschäftigt, diese Aussage. Hab ich auch Schuld daran? Das frag ich mich jetzt... Intensiv... Was hab ich falsch gemacht? Zerre ich vielleicht tatsächlich "innerlich" an meinen Zwergen und sie spüren das... auf der anderen Seite hab ich nunmal Sehnsucht nach Ihnen, das kann ich ja nicht wegzaubern... Und die Zwerge scheinbar auch, haben mich heute angerufen, nur um zu sagen, dass sie mich lieb haben. Ich bin ja schon sehr froh, dass Sie da das jetzt mitmacht und sie zum telefonieren animiert und/oder motiviert. Es scheint sich ja doch irgendwas zu tun bei Ihr... Bis halt wieder der nächste Hammer kommt... Die ist soooo launisch...

[Editiert am 20/1/2004 von TabSel]


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 20.01.2004 20:15
(@duldefrau)
Rege dabei Registriert

Zerre ich vielleicht tatsächlich "innerlich" an meinen Zwergen und sie spüren das...

Mit Sicherheit tust du das, und das ist ja an und für sich nichts Verwerfliches. Genau das wollte ich mit meinem wieder mal überlangen Beitrag zum Ausdruck bringen.
Warum scheust du ein Gespräch bei der Erziehungsberatung? Die reissen dir schon nicht den Kopf runter, es ist doch in Ordnung, dass du dir Gedanken machst. Allerdings fände ich es in eurem Fall wichtig, dass ihr da zu zweit hin geht, wenn das irgendwie machbar ist.


Was man nicht bespricht, das bedenkt man auch nicht recht.
Johann Wolfgang von Goethe

AntwortZitat
Geschrieben : 20.01.2004 20:27
DeepThought
(@deepthought)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

TabSel, die Schuldfrage bringt dich nicht weiter. Ganz im Gegenteil. Und deshalb wollte ich sie auch nicht diskutieren.

Die Kinder spüren mehr, als du ahnst. Sie sind Seismographen und registrieren jede (auch innerliche) Erschütterung. Die Kinder nehmen vielleicht einfach wahr, dass die Eltern sich noch nicht ganz voneinander getrennt haben, mehr nur räumlich.

Zeige weiterhin deinen Kindern wohl dosiert deine Emotionen. Sage ihnen, dass du sie liebst und dass sie dir fehlen. Sage ihnen aber auch, dass du weißt, sie sind bei der Mama gut aufgehoben und dass dich das freut. Vermeide alles, was im Umkehrschluss gedacht, bei den Kiddies ein schlechtes Gefühl entstehen lässt. Durchdenke deine Worte und überlege, was die Kinder gedanklich daraus machen könnten.

Der Launenhaftigkeit deiner Ex kannst du nur mit Souverenität begegnen. Wenn du dir sicher bist, bringt dich nichts aus der Bahn.

Ich könnte mir vorstellen, es wäre für dich eine Hilfe, deine Gedanken einfach aufzuschreiben. Viele hier führen ein Tagebuch und notieren sich Gedanken und Geschehnisse. Der Vorteil ist auch, dass du später, beim Lesen der ersten Einträge, deine eigene Veränderung fest stellen wirst. Du wirst bemerken, wie du jetzt, nach einer gewissen Zeit, anders darüber denkst. Wenn du es möchtest, zeigst du das Tagebuch irgendwann deinen Kindern und sie werden einiges, was in ihren Erinnerungen steht, dadurch aus deiner Sicherweise sehen und verstehen. Du gewährst deinen Kindern einen Blick in dein Innerstes und das macht dich noch mehr zu dem was du bist: Ein fühlender Vater und Mensch.

DeepThought


Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
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als "professionell anmutend".
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AntwortZitat
Geschrieben : 20.01.2004 20:39