Hallo, liebe Forenmitglieder und Leidensgenossen / innen!
Es ist zweifelsohne erschütternd und teilweise unfaßbar, welches Leid hier immer wieder von jedem einzelnen beschrieben wird. Mein ganz persönliches Problem erscheint mir angesichts der Horrorgeschichten vieler anderer hier eher recht dünn, aber zukünftig steht mir womöglich auch einiger zusätzlicher Krawall bevor. Ich möchte Euch gerne mal meine Geschichte erzählen:
Unser Sohn ist das Ergebnis einer 3-monatigen Beziehung, die KM und ich waren damals Kollegen im selben Betrieb und wir haben uns irgendwann mal "intensiver" kennengelernt. Anfangs ausschließlich geschützter Verkehr (Kondome!), bis KM diesen nicht mehr wollte ("ohne ist schöner") und ich mich mit dem Argument, schließlich würde sie ja die Pille nehmen, überzeugen ließ. Nach 2 Monaten dann die Offenbarung, sie wäre seit einem Monat schwanger. Wäre ich damals nicht so naiv gewesen und hätte ich gewußt, daß die Pille eine Inkubationszeit hat (die wirkt NICHT von heute auf morgen!), hätte ich die Lümmeltüten auf jeden Fall weiter genommen. Heute bin ich felsenfest davon überzeugt, wenn auch nicht nachweisbar, daß mir die Schwangerschaft vorsätzlich untergejubelt wurde. Naja, aber wir waren (noch) verliebt und nach ein paar Tränen der feste, beiderseitige Entschluß: Wir bekommen das Kind!
Dann mein allererster (und offensichtlich einziger!) Fehler: Ich habe KM überredet, schon mal zusammen zu ziehen, weil: ist ja alles rosarot!
Das ging 1 Woche gut, aber dann wurde ich nach insgesamt 3 Monaten Beziehung (davon 2 in Schwangerschaft), rausgeschmissen. Und das bis heute unbegründet!!! War ich zu aufdringlich von wegen "Zusammenziehen"? (Meine Erklärung: Ja! Das war der Fehler!), aber es gab kein einziges Wort der Erklärung (bis auf: "Du ziehst aus: Das ist so und fertig!") Also keine Ahnung warum, wieso, weshalb! Das war übrigens im Sommer 1998!
Also: wieder ausgezogen mit dem Versprechen, KM würde sich melden, was nun wegen Kind usw. demnächst alles passieren würde. Aber: KM blieb stumm! Ich hatte zwischenzeitlich einen neuen Job angenommen (bessere Verdienstmöglichkeiten), aber das Betriebsgelände lag genau gegenüber der alten Betriebsstätte, in der KM noch immer arbeitete und sich nicht meldete. Psychostreß pur! Meine Anfragen wurden alle abgeblockt! Es gab null Info, was denn nun werden würde! Nach 3 Monaten Probezeit konnte ich meinen neuen Job an den Nagel hängen und wurde arbeitslos, hatte einfach keinen klaren Kopf wegen der Ungewißheit, was nun mit Kind und Ex passieren würde und überhaupt, das hat mich voll fertig gemacht. Habe mich dann aufs Motorrad oder ins Auto gesetzt und habe alte Freunde in ganz Deutschland und Holland besucht und darüber geredet, so eine Art Eigentherapie! Hat viel geholfen, aber das Problem leider nicht gelöst.
Nach 2 Monaten verwalteter Arbeitslosigkeit neuen Job selbst gefunden mit Hilfe von Freunden und Umzug in neue Stadt, KM hat immer noch nichts von sich hören lassen! Dann vor dem zu erwartenden Geburtstermin ein Schreiben vom JA: Ich möchte bitte Vaterschaft anerkennen. Von der KM immer noch nichts! Jetzt konnte ich erstmals reagieren, indem ich die Vaterschaft zunächst anzweifelte, weil KM sich merkwürdig verhalten würde. Habe jedoch Gesprächsbereitschaft signalisiert! Ein zweites Schreiben des JA habe ich dann auch nochmal beantwortet und versucht, intensiver zu begründen, warum Vaterschaft angezweifelt wird.
Daraufhin meldete sich eine Freundin von KM, wir sollten doch mal miteinander reden. KM war natürlich selber nicht dabei. Freundin hat mich sowas von weichgespült und mit Hoffnungen und Versprechungen eingelullt, daß ich dann gleich am nächsten Tag persönlich zum JA gegangen bin und die Vaterschaft anerkannt habe und den üblichen Titel zum Unterhalt unterschrieben habe. DAS WAR SELBSTVERTÄNDLICH!
Aber entgegen der Versprechungen passierte wieder: gar nichts! Ständig Handy dabei, auf Anruf wartend. Wochenlang! Nächster Termin: Geburt! Keine Meldung, keine Info, offiziell berechneter Termin verstreicht! KM meldet sich nicht, Freundin meldet sich nicht! Nach 2 Wochen wurde ich selbst aktiv.
Anruf bei Standesämtern in der Ungebung, gleich beim dritten Versuch: Volltreffer! Eine nette Mitarbeiterin erzählt mir nüchtern, daß ich seit 3 Tagen Vater sei. Also gleich am nächsten Tag ab zum beschriebenen Krankenhaus. Die Schwestern auf der Kinderstation waren alle lieb und sehr freundlich, aber KM sei schwer krank nach Geburt und erlaube nicht, daß ich meinen Sohn sehen dürfe. 3 Stunden Gespräche mit den Schwestern, sehr vertändnisvolle Atmosphäre, aber KM sagt nein! Bin ich da also wieder weg und habe meinen Sohn nicht einmal durch die Scheibe gesehen.
Abends dann ein Anruf vom Vater der KM, was mir denn einfiele, die Schwestern zu belästigen und bla und blubb, und alle meine vernünftigen und sachlichen Schlichtungsversuche schlugen fehl.
Also hatte ich nun ein vaterschaftlich anerkanntes Kind mit einer KM, die sich kurz nach Zeugung ausgeklinkt hatte und sich verleugnen ließ und offensichtlich Freunde und Verwandte fleißig mit Lügen und Unwahrheiten fütterte, um mir irgendwie schaden zu können. Was ich während der Schwangerschaft über dritte alles erfahren habe, was ich angeblich alles schreckliches getan hätte, möchte ich nicht ausschmücken, jedenfalls kamen da einige Kuriositäten zur Sprache, die ich teils entkräften konnte oder unkommentiert darüber gestaunt habe. Aber Hand aufs Herz: Ich habe die ganze Zeit nur abgewartet und gebangt und gehofft und mich mit meinem (nicht ihrem) sozialen Umfeld befaßt. Bis auf die Aktion mit dem JA hat KM nichts verlauten lassen.
Aber nun bin ich zum RA für Familienrecht und habe den Fall quasi offiziell gemacht. Es gab einen gemeinsamen Gesprächstermin beim RA mit KM und deren RA, und wir haben ein außergerichtliches UR vereinbart, demzufolge ich mich die erste Zeit alle 4 Wochen mit der Mutter der KM und Sohn treffen sollte. KM lehnt direkten Kontakt ab.
Mit der Oma habe ich dann insgesamt 3 sehr kurze Treffen mit meinem Sohn gehabt, immer unter fadenscheinigen Vorwänden beendet und es war schnell abzusehen, daß jede persönliche Einbringung von mir, egal in welcher Form, abgelehnt werden würde. Es lief zwar alles höflich und den Umständen entsprechend respektvoll ab, aber das ganze Contra gegen mich war nicht zufriedenstellend. Eine erste schriftliche Bitte an KM um alleinigen Umgang blieb unbeantwortet, die Treffen mit der Oma habe ich dann erstmal eingestellt. Weihnachten verging, Weihnachtspost kam "zurück an Absender". Das nächste Schreiben von mir dann vorm ersten Kindergeburtstag habe ich etwas schärfer formuliert, so von wegen rechtliche Möglichkeiten androhend. Daraufhin bekam ich Post vom RA der KM, wieder mit Lügen vollgespickt und hergeholten Aufforderungen. Nach Info an meinen RA (der irgendwie nicht begeistert an die Arbeit ging, aber für ein bißchen Schriftverkehr und das Treffen richtig gut Geld bekommen hat) habe ich dann ohne weitere Info an KM oder deren Mutter den Kontakt vollständig abgebrochen, nachdem ich dem JA diesen Entschluß mitgeteilt habe. Zum Wohle meines Sohnes, damit er nicht irgendwann Zeuge dieses Hin und Her werden muß und damit belastet würde, war das für mich eine sinnvolle, wenn auch traurige Entscheidung.
Ich tröstete mich mit der Erkenntnis, wenn mein Sohn spätestens mit 18 irgendwann mal seinen Vater sehen wollte oder am besten früher, würde ich alles dafür tun, daß wir uns kennenlernen. Mit der KM war außergerichtlich kein anderer Kompromiß machbar, also ließ ich ihr den Willen, sie könne das alles alleine, ich wäre unerwünscht!
Ich habe dann 8 Jahre nichts von meinem Sohn geschweige denn von KM gehört oder gesehen, habe fleißig Unterhalt gezahlt (selbstverständlich) und mir ab und zu einen steuerlichen Lebensbescheid besorgt wegen des Kinderfreibetrages auf der Lohnsteuerkarte. Anfangs eine harte Zeit, irgendwann überwog dann der Alltag und die emotionalen Anfälle wurden seltener, wenn ich irgendwie mit dem Thema konfrontiert wurde.
Im Frühjahr 2007 meldet sich dann unerwartet die Oma, also KM´s Mutter. Es gäbe da Probleme mit Sohn, ob ich nicht etwas tun könne. Nichtsahnend, was da alles vorgefallen war im Laufe der Zeit, mußte ich mir Geschichten von offensichtlichen Mißhandlungen des Sohnes seitens KM anhören, erzieherisches Unvermögen und daß die Eltern von KM nun auch ihrerseits keinen Umgang mehr haben würden.
Stundenlang hat mir die Oma sehr detailreich und emotional, aber doch vernünftig und nachvollziehbar berichtet, daß es meinem Sohn alles andere als gut ginge. KM wäre völlig überfordert (hatte zwischenzeitlich noch eine Tochter bekommen, deren KV es GENAU wie mir erging!) und nimmt keine Ratschläge an, macht nur ihr Ding und eckt überall an. Sohn wäre auch schon verhaltensauffällig. Um nur ein wenig in etwa zu zitieren: Sohn hätte mit 6 noch Windeln getragen. Sohn würde bis zum 5. Lebensjahr gestillt worden sein. KM wollte dickes, blaues Auge vertuschen (nicht zum Arzt gegangen), Ständig Krach wegen ins Bett gehen. Ständig Zankereien und Zerrereien bei angeblichem Ungehorsam zwischen Sohn und KM, usw., usw., usw. Und der Hammer: Sohn braucht Hörgeräte, wurde aber erst kurz vor Einschulung festgestellt. Selbst meine Laienmeinung: Klar, wenn der Sohn nicht richtig hört, weil er es einfach nicht kann, ist er logischerweise verhaltensauffällig! Hätte man also auch viel früher feststellen müssen! Also insgesamt eine Riesensauerei, die da die ganze Zeit ablief. Wegen der Erziehungsprobleme hatte sich KM sogar selbst beim JA angezeigt, nachdem ihre Schwester gedroht hatte, dies zu tun, und ist dann mehr oder weinger widerwillig zum kinderpsychologischen Dienst o.s.ä. mit Sohn zusammen hingegangen.
Ich habe mich dann beim JA um einen gemeinsamen Gesprächstermin mit KM bemüht und mein noch immer bestehendes UR, was damals beim RA vereinbart wurde, angesprochen und es wurde ein neues UR vereinbart. KM war ganz merkwürdig zugänglich. Die ganzen Details, die mir bekannt waren, habe ich erstmal nur der JA-Mitarbeiterin erläutert, alles sachlich und vernünftig und weshalb zu befürchten ist, daß es weiterhin zu Schwierigkeiten kommen könnte.
Wir haben dann das UR "vollzogen", KM war mit anwesend und ich habe meinen mittlerweile 8-jährigen Sohn das erste Mal wiedergesehen. Nach anfänglicher Schüchternheit haben wir dann aber (Lego sei Dank!) schnell Freundschaft geschlossen und KM hat merkwürdigerweise mit dafür gesorgt, daß Sohn den Umgang mit mir beibehält. Ich schreibe jedes Wochenende eine Email, teils auch mit Fotos, und er hat einen Ordner, in dem alle Mails und Fotos eingeordnet sind und er jederzeit Zugriff auf "Papa´s" Daten hat. Ab und zu schreibt er auch mal zurück! Zuerst haben wir uns alle 4 Wochen am WE gesehen, zwar immer nur recht kurz und immer im Beisein der KM, aber immerhin. So als sanften Einstieg zum Kennenlernen mit Steigerungsoption.
Dann ist die KM mit Sohn und Tochter vom anderen zweimal umgezogen. (Hatte dazu schon ein Thema im Forum "Behörde") und die JÄ haben gewechselt. Nicht nur, daß Sohn den Streß mit 2 Schulwechseln innerhalb eines halben Jahres verkraften mußte, beim neuen JA konnte KM ganz neu von vorne Anfangen, weil die dort keinen Schimmer von der Vorgeschichte hatten. Zwar habe ich mich mit dem neuen JA schnell kurzgeschlossen und auch das UR mit Hilfe der recht engagierten Sozialarbeiterin ganz gut umsetzen können, aber das reicht mir nicht!
Problem ist auch, ich sehe meinen Sohn mittlerweile nur noch auf sein Verlangen hin und das ist seltener als ganz zu Anfang. Und die KM war bei allen Treffen stets mit anwesend. Eigentlich möchte ich irgendwann mal mit Sohn alleine etwas unternehmen, vom JA war dazu schon BU angesprochen worden ohne KM, aber das ist erstmal nur eine Idee ohne Termin.
Hinzu kommt, durch einen unglücklichen Zufall hat Sohn davon erfahren, daß ich mit seinen Großeltern, die er seit 2007 gar nicht mehr sehen darf (Eltern von KM), in Kontakt stehe (die KM wußte das auch nicht) und daraufhin ergab sich ein gewisses Mißtrauen. Ich habe auch keinen Schimmer, was Sohn erzählt wurde, warum er nicht mehr Kontakt mit Oma und Opa haben darf, und nun hat er Angst, ich könnte ihn entführen und zu seinen Großeltern bringen, damit er dort bleiben soll ohne KM! Ich weiß nicht, wo er diesen Quatsch her hat, aber die KM scheint ihm irgendwelchen Blödsinn zu erzählen und ich brauche jetzt wieder Zeit, um Vertrauen zu gewinnen. Ich habe ihm erstmal bestätigt, daß ich ab und zu mit seinen Großeltern rede, aber daß das ganz normal ist, daß man mit Leuten spricht, die man kennt, und daß natürlich keiner vorhat, ihn zu entführen. Eine sch..... Situation. Die Zusammenarbeit mit dem JA ist ja ganz in Ordnung, die kennen die Geschichte auch, und Sohn wird auch weiterhin psychologisch betreut wegen der alten/ womöglich auch neuen Verhaltensauffälligkeiten (habe ich durch die Blume erfahren!)
Nun ist er vor kurzem 10 Jahre alt geworden, in den vergangenen 2 Jahren haben wir uns so ca. zwei Dutzend mal gesehen und durch diese Großelterngeschichte ist leider unnötig Vertrauen flöten gegangen. Ich habe bislang nur einmal kurz einen RA wegen UR (teuer) eingeschaltet und wollte mir Vertrauen auf zwischenmenschlicher Basis aufbauen und nicht unter Auflagen vom Richter oder vom JA. Aber früher oder später muß ich wohl alleinigen Umgang mit behördlicher Hilfe einfordern, weil KM die Ängste von Sohn offensichtlich nutzt, um die Distanz aufrecht zu erhalten und nur das Nötigste veranlaßt. Ich bin zwar überzeugt, daß sich das mit der Zeit rächen wird für KM, aber das nützt mir aktuell natürlich wenig. Ich möchte nicht nur zahlen und alle paar Wochen mal mit Sohn und KM gemeinsam ins Kino gehen, der Junge ist doch ständig befangen. Einfach mal ohne KM mit Sohn Spaß haben: Ein Wunschtraum?
Sicherlich haben andere KV, die mit Ihren KM auch verheiratet waren oder ähnliches, emotional eine viel tiefere Beziehung zu ihren Kindern, weil sie die ersten Schritte und alles drumherum miterlebt haben. Ich möchte mich aber auch reell und vernünftig mit meinem "Untergejubelten" beschäftigen, vorzugsweise ohne seine "schwierige" Mutter. Scheint kurzfristig nicht machbar zu sein. Aber zu welchen miesen Aktionen die KM fähig sind, wird ja leider immer wieder lang und breit diskutiert hier im Forum. Ich glaube, ich habe vielleicht noch Glück, daß "meine" KM keinen wirklichen Schimmer hat, wer ich wirklich bin und womöglich nur darauf wartet, meine noch unbekannten Schwachstellen zu finden. Eigentlich räume ich mir als gesetzestreuen, unterhalt- und steuernzahlenden, nicht trinkenden, nicht rauchenden, liberalen deutschen Bundesbürger ohne Vorstrafen mit Einkommen und gutem Leumund und guter Schufa ganz gute Chancen ein, notfalls gerichtlich zugesagtes UR zu bekommen ohne KM.
Was meint Ihr?
Grüße vom Joker
Hallo Joker,
ich habe leider weder Rat noch Hilfe für dich, aber zu diesem hier ...
Mein ganz persönliches Problem erscheint mir angesichts der Horrorgeschichten vieler anderer hier eher recht dünn
... möchte ich gerne sagen: Das halte ich für die Untertreibung des Monats!
Oder, wenn du es lieber in dieser Form hörst: Sogar wenn du selbst dein eigenes Problem als "eher recht dünn" betrachtest - dein Sohn hat Probleme, wie sie größer kaum sein könnten. Seine Halbschwester mutmaßlich auch, aber das ist wieder ein anderes Thema.
Jedenfalls, es ist gut (und mehr als höchste Zeit), dass du versuchst, deinem Kind zu helfen. Bleib dran! Aber das wird noch ein heftiger Kampf, gegen eine anscheinend komplett durchgeknallte Kindesbesitzerin.
Ich wünsche dir und deinem Sohn alles Gute,
Malachit.
Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.
Moin,
eine Überlegung dazu: Kannst Du die Großeltern bewegen, den Namen des 2. KV herauszugeben? Vielleicht erreicht ihr mit vereinten Kräften mehr?
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Aber das wird noch ein heftiger Kampf, gegen eine anscheinend komplett durchgeknallte Kindesbesitzeriin.
Hallo, Malachit!
Vielen Dank für Deine Meinung! Das traurige ist, daß selbst die eigenen Eltern von KM fest davon überzeugt sind, daß KM psychisch krank ist. Sohn wird in zweifelhafte Therapie geschickt und hat wegen Hörschädigung logischerweise Aufmerksamkeitsdefizite, kommt aber in normaler Schule relativ durchschnittlich über die Runden. ist also weder grottenschlecht noch ein Überflieger. Habe herausgefunden, daß er keinen Freundeskreis in seinem Alter hat und nur bei reichen Bekannten von KM ein soziales Umfeld genießt. Auffällig war z.B., die KM richtet zum Geburtstag von Sohn nicht mal eine Kinderparty mit Gleichaltrigen aus, nur Kaffeeklatsch mit den reichen Bekannten. Materiell ist er überpriviligiert (ohne Ende Lego, Siku, Playmobil etc. und zum Geburtstag Gutschein für neuen Nintendo DSi), aber das mit dem Kümmern und Liebhaben und unter Leute kommen fehlt Sohn bei KM.
Leider müßte KM sich freiwillig in eigene psychologische Betreuung begeben, aber versuch mal Ihr beizubringen, daß das Problem in ihrem Verhalten zu finden ist und Sohn nur ein Spiegel ihrer Vogeligkeiten ist. Und das JA bekommt nur sehr langsam Wind davon, daß mit KM irgendwie doch nicht so richtig gut zurechtzukommen ist. Die müßten eigentlich dringend handeln und etwas unternehmen, aber KM hat da (noch) zu gute Karten.
Einen Lichtblick gibt es aber: KM hat Sohn bei einer Schwimmgruppe für Hörgeschädigte untergebracht, das scheint ihm zu gefallen, ist aber noch ganz frisch, kann ich noch nicht einschätzen, wie ich das bewerten soll. Klingt jedenfalls gut im Vergleich zu anderen Dingen.
Ich habe ,zugegeben: wohl aufgrund der erzwungenen Distanz, eher ein nicht so emotionsgeladenes Verhältnis zu Sohn. Mir wurde ja alles vorenthalten: Schwangerschaft, Geburt, erste Schritte, Erziehung, Aufwachsen etc. Manchmal plagen mich da Gewissensbisse, ob ich schon damals mehr hätte machen müssen, aber ich spekulierte immer damit, daß KM unseren Sohn für eigene Zwecke mißbrauchen würde und habe mich zurückgehalten. Vielleicht ist KM deshalb im Moment noch zutraulich mir gegenüber, wenn auch nur das aller, aller Nötigste. Das nennt man wohl den Weg des geringsten Widerstandes.
Grüße, der Joker
Hallo LBM!
Den KV von zweitem Kind kenne ich! Wir haben uns angefreundet und waren sogar beide zusammen beim JA wegen Umgang, auch wegen gemeinsamer Unternehmungen mit beiden Kids, fanden die vom JA prinzipiell gut! Aber KM will das nicht. Und gerichtlich möchten wir ungern vorgehen, offiziell geht es den Kindern schließlich gut (Ha-----ha!).
Letztendlich braut im Moment jeder sein eigenes Süppchen, der andere KV ein bißchen intensiver, weil er die reichen Bekannten schon vor KM kannte (mir sind die unheimlich!) Hat sich wohl irgendwie einwickeln lassen, der war zu Anfang forscher bei der Sache. Und seine Tochter ist auch ein gaaaaaanz anderer Charakter: neugierig, redselig, aufmerksam, aufdringlich. Mein Sohn ist schüchtern, zurückhaltend, schweigsam, nachdenklich, ernst.
Grüße, der Joker!
Hi Joker,
warum wollt ihr nicht gerichtlich vorgehen? Ich finde, das ist geradezu eure Pflicht, besonders dann, wenn euch bekannt ist, dass es den Kindern nicht gut geht!
Vielleicht solltet ihr es darauf anlegen, zu viert Dinge zu unternehmen, so dass die Geschwister sich sicherer fühlen, zusammen. Aber dafür müsst ihr euer und noch mehr das Recht eurer Kinder auf Umgang mit euch konsequent durchsetzen!
Gruß, LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Hallo LBM!
Als letzte Option haben wir das auch schon im Hinterkopf. Was in der Vergangenheit passierte, ist aus Sicht vom JA nunmal passé und die KM bemüht sich offiziell (aus Sicht von JA), daß die Situationen sich ändern und ein Fortschritt zu erkennen ist. Die KM zeigt also offiziell "good will" und läßt die Leinen dabei so kurz wie nur irgendmöglich. Ich wollte noch ein bißchen mehr Eindrücke von der ganzen Sch..... gewinnen, um besser mit JA auch letztendlich vor Gericht argumentieren zu können. Aber der Bammel bleibt: Was erzählt KM dem Sohn, wenn ich per Richter durchsetze, daß ich ihn regelmäßig und alleine sehen will uind etwas unternehmen.
Auch wenn viel Zeit dabei draufgeht, ist es nicht besser, er kommt von alleine aus freien Stücken drauf, daß sein Vater ein umgänglicher, netter Typ ist, mit dem er freiwillig Zeit verbringen möchte? So ein Gerichtsbeschluß ist irgendwie eine psychologische Zwangsjacke und wie gesagt, die KM würde das für ihre Zwecke einsetzen, da bin ich mir ganz sicher! Anders gesagt, was nützt mir ein Urteil zu meinen Gunsten, wenn Sohn emotional dagegen manipuliert wird?
Grüße, der Joker
Moin,
es signalisiert Deinem Sohn, dass es Dir mit dem Umgang ernst ist. Außerdem ist Umgang per se nicht vom Good Will der KM abhängig. Es muss für die Kinder eine verlässliche Situation geschaffen werden. Klar, der Sohn sollte wollen, das Problem ist nur, dass KM ihm subtil vermitteln wird, dass SIE das nicht will und der Junge (und seine Schwester auch) damit in einen Loyalitätskonflikt der Mutter gegenüber rutschen. Sie fühlen sich verantwortlich der Mutter gegenüber, sie wollen ihr nicht in den Rücken fallen und können so ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen.
Ich würde das konsequent in die Richtung Gerichtsbeschluss forcieren. Dieser nimmt den Kindern die Verantwortung, irgend etwas entscheiden zu müssen.
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Hallo Joker,
Ich habe ,zugegeben: wohl aufgrund der erzwungenen Distanz, eher ein nicht so emotionsgeladenes Verhältnis zu Sohn. Mir wurde ja alles vorenthalten: Schwangerschaft, Geburt, erste Schritte, Erziehung, Aufwachsen etc. Manchmal plagen mich da Gewissensbisse, ob ich schon damals mehr hätte machen müssen (...)
Nennen wir die Dinge beim Namen: Wir reden über ein Kind, das zwar irgendwie dein Sohn ist, von dem du aber kaum mehr weißt als von irgendeinem Nachbarskind in deiner Straße. Die Mutter hat dir deinen Sohn entfremdet, noch ehe er geboren war. Dass du unter diesen Randbedingungen ein "nicht so emotionsgeladenes Verhältnis" zu ihm hast, ist für mich völlig verständlich. Das wird sich noch ändern in den kommenden Jahren, und für den Moment: Betrachte es auch mal positiv - es hilft dir, einen klaren Kopf zu behalten, und den wirst du brauchen.
Ob du damals mehr hättest machen müssen? Schwierige Frage, und vermutlich eine, die auf ewig unbeantwortet bleibt. Letztlich ist es die alte Grundfrage des Lebens, was man bei Bedrohung tut: Kämpfen oder fliehen? Du hast dich damals für die Flucht entschieden, und stellst zehn Jahre später fest, dass diese Entscheidung in eine Katastrophe geführt hat - aber das ist kein Beweis dafür, dass eine Entscheidung für den Kampf nicht ebenfalls in eine Katastrophe geführt hätte, vielleicht sogar in eine noch größere.
Ich weiß, dass es einige hier im Forum gibt, die vor einer ähnlichen Entscheidung standen und sich für den Kampf entschieden haben. Vielleicht wird der ein oder andere dir sagen, was du alles hättest tun können oder hättest tun müssen (oder du stöberst einfach selbst hier im Forum nach diesen Geschichten). Wichtiger, vielleicht kann der eine oder andere dir Hinweise geben, was du jetzt tun kannst.
Und was die Gewissensbisse betrifft: Schau nicht zurück, schau nach vorne. Du hattest eine Entscheidung getroffen, und ich zumindest kann gut nachfühlen, warum du sie so und nicht anders getroffen hast. Ich weiß nicht, wie ich mich entschieden hätte, wenn ich in deiner Situation gewesen wäre: Kampf oder Flucht? Natürlich hat die Flucht den Ruch der Feigheit, aber manchmal ist sie die vernünftigere der beiden Möglichkeiten. Insbesondere dann, wenn ein Kampf unweigerlich auf dem Rücken eines anderen Menschen ausgetragen wird - in diesem Fall, auf dem Rücken eines Kindes.
Ehrlich gesagt: Ich möchte keinen Tag in deinen Schuhen wandern müssen.
Alles Gute, und viele liebe Grüße,
Malachit.
Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.
Danke, Malachit!
genauso sehe ich das auch und viele Freunde und Verwandte, die teilweise die KM kennen oder kannten, haben meine Entscheidung gestützt. Tut gut, auch mal eine unbeteiligte Meinung zu sehen!
Grüße, der Joker
Ich würde das konsequent in die Richtung Gerichtsbeschluss forcieren. Dieser nimmt den Kindern die Verantwortung, irgend etwas entscheiden zu müssen.
Hey, LBM!
Wie gesagt, ich "sammle" im Moment noch, und wenn (dank des leider viel zu dünnen guten Drahtes zur KM) es erforderlich würde, stehe ich sofort bei Gericht auf der Matte! Ich wollte demnächst mal wieder einen Situationsbericht ans JA schreiben, daß die Treffen erstmal nur so dahinplätschern und die KM offensichtlich alles tut, um Sohn die Ängste zu lassen, damit er bloß nicht von selbst auf den Gedanken käme, mal allein mit Vaddern loszuziehen. Solche Berichte gab es früher öfters, nur die von den alten JÄ kennt das neue JA halt nicht (Datenschutz?!). Und meine eigenen Kopien sind halt ziemlich zusammenhanglos, wenn man die anderen existierenden Beläge nicht hat. Ein Unding, daß die JÄ die Akten nicht weitergeben (dürfen).
Aber die Idee, letztendlich mit richterlicher Hilfe den Kindern die Entscheidung zu nehmen, finde ich gut! Habe ich so noch gar nicht gesehen! Danke!
Grüße, der Joker!
Hallo Joker,
als Ergänzung zu dem, was LBM schon gesagt hat.
So ein Gerichtsbeschluß ist irgendwie eine psychologische Zwangsjacke und wie gesagt, die KM würde das für ihre Zwecke einsetzen, da bin ich mir ganz sicher! Anders gesagt, was nützt mir ein Urteil zu meinen Gunsten, wenn Sohn emotional dagegen manipuliert wird?
Ich denke, man kann einem Zehnjährigen schon recht gut vermitteln, was ein Richter ist und was ein Richter tut - nämlich, dass er im Idealfall eine unabhängige Sicht auf die Dinge hat und eine gerechte und richtige Lösung herbeiführt (ja, ich weiß, die Wirklichkeit des deutschen Familienunrechts sieht anders aus als dieses Ideal). Wenn nun so ein Richter ein Urteil spricht, für wen ist das dann die psychologische Zwangsjacke: Für die Mutter, die den Umgang augenscheinlich um jeden Preis verhindern will, oder für das Kind, das einerseits den Umgang mit dir will aber andererseits natürlich auch die eigene Mutter nicht enttäuschen, verletzen, verraten oder was auch immer will?
So wie ich das sehe: Ein Gerichtsbeschluss wäre in diesem Fall die Zwangsjacke für jene Person, die sich eine solche bereits redlich verdient hat. Für deinen Sohn wäre es eher die Freiheit, sich für Zeit mit dir zu entscheiden, ohne die Verantwortung für diese Entscheidung übernehmen zu müssen - und diese Verantwortung ist eine heftige Last für einen Zehnjährigen. Letztlich stünde dann auch er vor der Entscheidung zwischen Kampf und Flucht: Kämpft er dafür, seinen Vater kennen zu lernen, oder flieht er, indem er sich mit der ihm vertrauten Situation bei Mama abfindet? Ich finde, du solltest ihm so viel wie möglich von diesem Kampf abnehmen. Seine Schultern sind noch zu schmal dafür.
Tut gut, auch mal eine unbeteiligte Meinung zu sehen!
Danke für die Blumen, aber ich bin nicht wirklich unbeteiligt - das ist wohl keiner hier in diesem Forum, denn die meisten haben eine Lebensgeschichte, die sich an irgendeinem Punkt mit deiner Erfahrung berührt oder sogar überschneidet. Wobei z.B. für mich viel stärker das gilt, was du am Anfang (m.E. zu Unrecht) über dich behauptet hast: Nämlich, dass meine Probleme mit meiner DEF "eher recht dünn" sind. Und dennoch bleibt auch bei mir irgendwo die Angst, dass meine DEF irgendwann das Klavier auspackt, auf dem deine KM seit zehn Jahren mit voller Lautstärke spielt. Nein, unbeteiligt bin ich wirklich nicht ...
Viele liebe Grüße,
Malachit.
Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.
. Nein, unbeteiligt bin ich wirklich nicht ...
Hey, Malachit!
Mit unbeteiligt meinte ich eher, daß Du persönlich in meiner Welt bislang keine Rolle gespielt hast.
Ich finde, du solltest ihm so viel wie möglich von diesem Kampf abnehmen. Seine Schultern sind noch zu schmal dafür.
Aber Du hast recht, seine Schultern sind viel zu schmal, der kleine Kerl hat schon so viel gequirrlten Dünnpfiff über sich ergehen lassen müssen, da wollte ich, so der Grundgedanke, nicht zusätzlich mit offiziellem "Im Namen des Volkes" noch mehr Kacke zum Dampfen bringen. Trotz der ganzen Vorgeschichte ist er wohl auf einem mittlerweile recht passablen Weg geschubst worden, da wollte ich nicht unnötig Schaden anrichten. Alles etwas feige von mir, aber vielleicht kämpfe ich demnächst ja doch noch mal. Dieses Duckmäusern ist auf Dauer unerträglich, aber jeder Kampf bedeutet auch Opfer, ob nun gerechtfertigt oder nicht. Am liebsten sähe ich die KM als Opfer ihres eigenen verzapften Blödsinns, aber da muß ich noch ein bißchen weiter diplomatisch vorgehen, denke ich. Und dann geht´s mit Karacho zur Attacke!
Lieben Dank und Gruß, der :fool:
