Verheirateter Vater...
 
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Verheirateter Vater nach 14 Jahren nun schwul und das ist gut so!

 
(@franken41gay)
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Hallo
ich möchte mich erst einmal vorstellen. Ich heisse Peter bin nun schon 40 Jahre alt und hab meine Scheidung nun seit 3 Jahren hinter mir und sicherlich wird es den einen oder anderen verwundern das ich in meiner ersten Zeile gleich schreiben kann.
ICH LEBE NUN SCHWUL
Ich war 14 Jahre verheiratet und sicherlich war schon immer eine homosexuelle Neigung bei mir vorhanden die auch bereits vor der Ehe ich meiner Ex Frau gebeichtet hatte. Jedoch war mir damals nicht klar das ich schwul bin. Ich wollte das ja nicht sein weil es damals also vor fast 20 Jahren eben noch nicht normal war zumindest wurde es nicht toleriert anders eben als heute.
Ich habe dann auch mit meiner Ex Frau zwei Kinder grossgezogen und die Große ist 20 und der kleine 15. Sicher mit unserer großen haben wir seitdem Sie 13 Jahre ist große Probleme schlechter Umgang, falscher Freundeskreis,Ausbildungen 2 geschmissen, Arbeitsstellen zwei geschmissen, will nicht arbeiten usw.usw.
Eigentlich waren diese Dinge mit meiner Tochter der Auslöser für mich die Frage zu stellen ob es an mir als Vater liegen kann das Sie so verkorkst ist, ja Sie brachte mich um viele schlaflose Nächte weil niemand weiss was mit ihr los ist. Letzendlich war dies auch damals der erste Grund das ich die Trennung durchgezogen habe, weiterhin war nicht mehr an Gefühl für meine Frau vorhanden und dann kam noch die Vorstellung mit einem Mann zusammen sein zu wollen. Nur wie macht man das wenn man niemand kennt. Ich wohnte in einer kleinen Stadt und da dachte ich ich bin der einzige. Im Nachhinein war ich doch erstaunt wieviele Frauen es hingenommen haben das ihr Mann einen Freund hatte mit dem auch ***** stattfand. Das wollte ich nicht, den schwul ist nicht nur eine rein sexuelle Sache. Und das war mir eben wichtig. Sicherlich kann ich die Frauen verstehen wenn Sie Angst vor dem Alleinsein haben und dies akzeptieren,ich kann aber nicht die Männer verstehen wenn Sie der Meinung sind durch ihre Feigheit ihrer Frau eine Möglichkeit auf ein neues Leben zu ermöglichen.

Ich möchte in einer Partnerschaft und in einer Beziehung immer die Nummer eins sein und nicht das nebenbei.

Nachdem ich die Trennung dann durchgezogen haben und meiner Ex Frau beichtetete das ich nicht mehr mit einer Frau zusammenleben werde sondern wenn dann mit einem Mann war das teilweise ein Schlag ins Gesicht emotional und eine herbe Enttäuschung 14 Jahre vergeudet zu haben. Bevor ich jedoch den Trennungsschritt durchzog habe ich natürlich Psychologische Hilfe in Anspruch genommen auch im Hinblick auf die Aktionen meiner Tochter. Mir wurde jedoch von vielen Seiten versichert das ihr Verhalten nichts mit meinen Coming out oder anderen zu tun hatte. Ich glaube ich war öfters auf Jugendämtern, Erziehungsberatern und Psychologen als meine Ex.

Sicherlich meine Ex hatte natürlich jetzt einen Aufhänger zu sagen das liegt alles an mir, ich wurde regelrecht mit Mist übergossen alles was ich geleistet hatte alles was ich tat war nur noch Mist. Ich war in den letzten Jahren nur der wandelnde 100 Mark Schein. Mehr war ich nicht mehr wert und bin es leider auch heute noch nicht. Sicher in einer Scheidung passieren viele Verletzungen viele Enttäuschungen und trotzdem habe ich meinen Anwalt immer ausgebremst wenn er irgendwas negatives wieder schreiben wollte. Lieber habe ich wieder den Mist der Gegenseite abbekoommen.Ich habe nie zugelassen das meine Kinder der Spielball für Gericht und Anwälte werden. Selbst das Besuchsrecht ist so geregelt wenn die Kinder kommen wollen dann wenn Sie es wollen und nicht weil es gesetzlich vorgeschrieben ist. Sicher haben wir heute eine 14 tägige Kontinuität. Und das ist so okay. Ich zahle meinen Unterhalt für Sohn, für meine Tochter nichts, den Sie ist mittlerweile 20 Jahre alt und Sie muss nun selbst schauen wie Sie klar kommt. Wenn man immer nur der Zahlmeister ist lernt ein Kind nie selbstständig und eigenverantwortlich ihr Leben zu gestalten. Sicher schicke ich hier und dann mal 20/50 Euro aber mehr eben nicht.

Ich möchte auch noch einen Vorfall schildern woran man leider ersehen kann das Frau dann dazu geneigt ist den Mann regelrecht ausbluten zu lassen und wenn ich nicht selbst interveniert hätte und manche Tricks der Gegenseite dann aufgedeckt hätte wer weiss was dann aus mir geworden wäre.

Ich habe komplett alle ehebedingten Schulden übernommen von ca. 34000 DM eine Stange Geld zuzügl. Zinsen.Meine Ex hat sich ihre kleine LV auszahlen lassen und das Geld dann auf die Seite geschafft um so zu tun als hätte Sie nichts. Ich habe dann nachdem die Scheidung durchwar ein halbes Jahr später einen brief erhalten das ich doch schon mal vorsorglich 500 DM Unterhalt für die Ex zahlen soll weil Sie wegen der Betreuung meines Sohnes nicht voll arbeiten kann. Ja mein Sohn war damals 13 Jahre als und Sie konnte voll arbeiten, den die Gerichte haben bereits dieses Alter nach unten korrigiert. Desweiteren wies ich die Gegenseite daraufhin das wenn Sie Unterhalt haben will dann im Fall meines Todes die Beerdigungskosten zu tragen hätte, den wer Leistungen der anderen Seite fordert kann im Gegenzug von mir auch zur Verantwortung gezogen werden. Nachdem ich nun diese Dinge alle zu Papier brachte und an die Anwältin verfasste kam keine einzige Forderung mehr,den alleine der Hinweis auf die verschwundene Auszahlung der LV war Grund genug das Ruhe herrschte. Man versuchte dann künstlich noch mein Gehalt hochzurechnen da ich einen Freibetrag mir eintragen habe lassen der aber bekannt war. Ich zahlte bereits die damalige höhere Summe für den Kinderunterhalt. Man wollte dann mir unterstellen das ich das Gericht mit der Unwahrheit bedienen würde, jedoch war das Gericht dann auf meiner Seite, den der Freibetrag wurde komplett vom Netto abgerechnet da diese Summe ja eingesetzt werden muss um diesen Freibetrag zu erhalten. Der Anwalt war aber Fachanwalt für Steuerrecht. Und ich habe in so vielen Nächten mir Urteile und Entscheidungen aus dem Internet geladen ich hätte schon bald selbst Familienanwalt werden können.

Nun jetzt sind 5 Jahre der Trennung vorbei fast 4 Jahre geschieden und im Scheidungsantrag der Gegenseite stand man sei mir noch liebevoll zugeneigt aber die Gegenseite war bereits mit einem neuen Partner liiert. Ich dachte welch eine Blasphemie herrscht bei manchen Anwälten.

Um diese Geschichte nun zum Abschluss zu bringen würde ich mich freuen wenn ebenfalls Betroffene sich bei mir melden die ähnliches durchlebt oder durchlitten haben. Allen die gerade jetzt in der Entscheidung stecken kann ich nur sagen hört nie auf zu Kämpfen bleibt zumindest fair gegenüber den Ex Partnern wehrt euch aber wenn es um eure ureigenste Existenz geht und benutzt nie Kinder als Kitt für eine Ehe, das funktioniert nie.

Männer oder Frauen die ähnlich wie erleben das Ihr Herz für eine gleichgeschlechtliche Neigung größer sind, mutet euren Partnern keine Doppelrolle zu das haben Sie nie verdient.

Bremst Anwälte aus wenn Sie der Meinung sind das man das letzte aus dem Part herausholen kann, den letzendlich zurückbringen wird es den Partner nicht. Und eine zugesprochene finanzielle Absicherung kann auch ganz schnell weg sein, wenn der andere dann sagt ich mach mich vom Acker. Das wäre nicht das erste Mal.

Mein Satz war Ich bin nicht die Lebensversicherung für einen Partner und ich habe nicht mein recht auf mein eigenes Leben auf dem Standesamt abgegeben.

So ich hoffe von dem einen oder anderen zu hören und wer mir Tips zu meiner Tochter geben kann dem wäre ich auch sehr dankbar.

Liebe Grüße


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 22.08.2004 18:12