Hallo zusammen!
Bin neu hier und habe gleich ein paar Fragen, die mir hoffentlich jemand beantworten kann.
Hier eine kurze Vorgeschichte:
Ich war 7 Jahr lang verheiratet. Seit 2007 bin ich geschieden. Meine zwei Jungs sind heute 7 und 9 Jahre alt und leben seit der Scheidung bei der Kindesmutter.
Wir haben das geteilte Sorgerecht. Ein Umgangsrecht wurde damals auch vereinbart. Jedes 2. Wochenende hole ich meine Jungs samstags um 11.00 Uhr ab und bringe sie sonntags um 18.00 Uhr zur Mutter wieder.
Seit 2008 habe ich eine neue Beziehung. Nach Rücksprache mit der Kindesmutter habe ich sogar meine Partnerin der Kindesmutter vorgestellt. Und seitdem herrscht ein wahrer ROSENKRIEG!!!
Wir konnten keine normale Konversation führen. Es wurden keine Anrufe, SMSen oder ähnliches beantwortet. Die Anwälte haben sich ein goldenes Näschen an uns verdient…
Kaum zu glauben - es wurden sogar Telefonzeiten vereinbart! Lt. Anwalt der Kindesmutter fühle sich die Kindesmutter in ihrer Privatsphäre gestört. Die Telefonzeiten waren montags und freitags in der Zeit von 18.00 bis 20.00 Uhr. Was ich lediglich gehört habe, war ein Lallen oder ein Blubbern, da meine Jungs damals gerade 1 und 3 Jahre alt waren. Schon damals wusste ich nie, ob ihnen wirklich gut geht oder nicht!!!
Meine neue Beziehung war auch verheiratet und geschieden. Hatte auch 2 Kinder aus der Vorehe. An den Wochenenden, wo meine Jungs da waren, waren wir eine Vorzeige-Patchwork-Familie!
2010 haben wir beide erneut geheiratet. Durch die ständigen Reibereien mit der Kindesmutter, hielt unsere Ehe nicht lange. 2012 haben wir uns scheiden lassen, aber sind dennoch bis heute, obwohl wir geschieden sind, dennoch ZUSAMMEN!
Bis Oktober 2013 war alles in Ordnung. Wir haben jedes 2. Wochenende die Kinder geholt. Geklingelt, Kinder kamen runter. Sonntags geklingelt, Tür ging auf, Jungs gingen hoch. Die Kindesmutter bekam ich wirklich nie zu Gesicht.
Ab hier versuche ich es kurz zu machen…:
1. Oktober, SMS von Kindesmutter erhalten, Lehrerin vom Großen ruft zum Elterngespräch. Großer hat Probleme in der Schule. Ist sehr schlau, aber macht nicht mit. Im Halbjahr wird entschieden, ob er zurück in 2. Klasse versetzt wird. Habe jedes 2. Wochenende einen Tag geopfert, um mit dem Großen zu pauken. Lt. Lehrerin super gemacht, aber die Klasse selbst, war schon mit dem Stoff zu weit. Deshalb im Januar zurückversetzt.
2. November SMS von Kindesmutter. Termin im Hort. Vorort Jugendamt und eine Dame vom Caritas. Mein Junior (damals 6 Jahre alt, 1.-Klässler) hat 3 Kinder geschlagen. 2 Jungs sind 3.-Klässler und einer ist 4.-Klässler. Einem Kind hätte mein Junior den Arm so verdreht, dass der Arm verstaucht war und er eingegipst werden musste. Hortleiterin erwähnte in Anwesenheit vom Jungendamt ständig das Wort „krankenhausreif geschlagen“.
Kurzum: Die Dame vom Caritas wollte, dass mein Junior 3 Wochen stationär behandelt werden solle. Hatte schon eine Einweisung mit! Auf die Frage, warum das Jungendamt da ist, wer es informiert hat, bekam ich „Der Hort!“. Die Hortleiterin erwähnte auch, dass mein Junior nach dem Vorfall gesagt hätte, dass er „Chaos im Kopf“ hat. Und darauf musste sie ja reagieren. Ich habe gleich meinen Junior ins Zimmer geholt und ihn gefragt, ob er das Wort „Chaos“ überhaupt kennt. War ja klar… „Papa, was bedeutet Chaos?“. Ich war richtig erbost! Auch der vom Jugendamt hat gemerkt, dass was nicht in Ordnung ist…
Dann erzählt die Kindesmutter, dass als sie im Sommer die Kinder vom Hort holen wollte, der große im Gesicht voller Blut (schon verkrustet!!!) war. Auf die Frage, was denn passiert sei, antwortet er, dass ein älterer Junge ihm einen coolen Trick zeigen wollte und er sich vorgebeugt hat. Daraufhin hätte der er ihm mit dem Knie ins Gesicht geschlagen. Und kein Erzieher hat den kleinen ins Bad mitgenommen, um ihm sein Gesicht zu waschen oder allgemein mal nach ihm zu schauen. Ich bin richtig an die Decke gegangen, als ich das gehört habe. Die Leiterin gleich wieder, das hätten sie ja bereits mit der Kindesmutter geklärt…! Ich habe lediglich nur zum Ausdruck gebracht, dass der Hort froh sein kann, dass ich nichts von dem Vorfall mitbekommen habe! Man hat allen Beteiligten die Angst ansehen können… Polizei, Anzeige, rechtliche Schritte, etc.
Der Typ vom Jugendamt wusste nicht mehr, was er sagen soll… Kurzum: Thema stationäre Behandlung vom Junior vom Tisch. Keine weiteren Vorgehensweise vom Jungendamt…
Nachdem das Thema „Jugendamt“ geklärt war, hat die Kindesmutter selbstverständlich den Kontakt zu mir/uns wieder abgebrochen!
3. Im Mai, an einem Papawochenende, haben uns die Kinder eine Einladung zum Schulfest mitgebracht. Das Schulfest war an einem WE, wo eigentlich die Kindesmutter die Kinder hat. Dennoch haben wir uns die Zeit genommen und sind zum Schulfest.
Der Hof war überfüllt mit spielenden Kindern und Eltern. Wir (meine Frau und ich) uns auf die Suche nach meinen Jungs gemacht, als wir den kleinen mit der Kindesmutter sahen. Wir sind auf sie zugelaufen, als uns die Kindesmutter sah, dem kleinen etwas ins Ohr flüsterte und sie beide fortliefen (mein kleiner hatte uns nicht gesehen…!). Was war jetzt schon wieder? Als ich meinen Sohn rief, er sich zu uns drehen wollte, hielt die Kindesmutter seinen Kopf, damit er uns nicht sieht. Ich rief, was das soll und sie sagte lediglich: „Das ist nicht deine WE, verschwinde von hier!“ und begab sich zu einer Verwandten von ihr an einen Tisch. Wir waren wirklich erstarrt und haben uns auf die Suche nach meinem großen gemacht. Der war in der Turnhalle. Er kam direkt zu uns und hatte sich sehr gefreut, dass wir gekommen waren. Minuten später kam die Kindesmutter und zog den kleinen (großen) am Arm und wollte ihn mitnehmen, als ich reingriff. Ich bat sie die Kinder in Ruhe zu lassen. Sie fluchte und beschimpfte mich! Ich wollte mit ihr reden, aber nicht vor den Kindern. „Was ist? Wenn du reden willst, dann rede hier mit mir.“, sagte sie.
Ich wurde wütend und habe mit den Händen gefuchtelt. Wie aus nichts schrie sie: „HILFE, er hat ein Messer und bedroht mich!!!“. Ich hatte meinen Autoschlüssel in der Hand. Ein anderer Vater kam sofort angerannt. Ich beruhigte ihn und zeigte ihm meinen Autoschlüssel… Alle sahen uns an…!
Ich konnte nicht mehr und habe sie an der Schulte weggeschubst, damit sie geht. „Habt ihr das gesehen? Er hat mich geschlagen…“ und sagte noch ganz leise „Ich mach dich fertig! Du wirst den heutigen Tag nicht überleben!“
Wir haben das Fest verlassen und sind direkt zur Polizei. Ich habe eine Anzeige wegen Beleidigung gemacht. Die Drohung habe ich ignoriert!
Das darauffolgende Wochenende sollte eigentlich wieder ein Papawochenende sein. Freitagabend öffne ich die Post und finde einen gelben Brief vom Gerichtsvollzieher. Die Kindesmutter hat am Donnerstag (also alles innerhalb von EINEM Tag) eine „vorläufige einstweilige Anordnung“ beim Amtsgericht beantragt. Ich darf mich weder ihr, noch den Kindern, ihrem Elternhaus, ihrer Arbeitsstätte, etc. bis auf 100m nicht nähern. Andernfalls gibt eine Strafe bis zu 250.000€, bla bla…
Und das auch noch bis zum Jahresende!!!!!!!!!
WAS IN GOTTES NAMEN KANN ICH BITTE GEGEN DIESE FRAU TUN???
Das Jungendamt hilft nicht!
Seit 2008 habe ich bis dato über 10.000€ bereits an meinen Anwalt bezahlt. Ich musste mir sogar einen Kredit aufnehmen, nur um mir einen Anwalt leisten zu können…
Ich könnte mich arbeitslos melden… Ich könnte Prozesskostenhilfe beantragen… Aber ich will ein normales Leben führen. Mit Arbeit! Mit meiner neuen Familie! Und ganz wichtig: Mit meinen JUNGS!!!
Es muss doch einen Weg geben, solchen Frauen in Deutschland das „Handwerk“ zu legen…
Das Jungendamt steht hinter ihnen… Das Amt fällt innerhalb von paar Stunden ein Urteil…
Das alles ist doch nicht mehr normal…
Bin wirklich am Verzweifeln und weiss nicht mehr, was ich tun kann…
Bin für jede Hilfe dankbar…
Gruß capk
Moin capk und willkommen bei vatersein.de!
WAS IN GOTTES NAMEN KANN ICH BITTE GEGEN DIESE FRAU TUN???
In Deinem Posting ist Deine Verzweiflung und Deine Aufgewühltheit zu spüren, also komm erst mal runter.
Mich erstaunt aber doch, wie wenig Du Deine Ex kennst, so dass sich die Ereignisse entwickeln konnten, wie
sie sich entwickelt haben oder hast Du völlig ignoriert, wie sie tickt?
Ich meine, Du gehst auf ein Schulfest (klar kann man Dir nicht verbieten), um Deine Kinder außerhalb Deiner
Umgangszeiten zu sehen. Diese Idee an sich ist nur gut, wenn alles tutti ist und sich alle Beteiligten gut verstehen,
also incl. Next und Ex. Scheint aber bei Dir nicht der Fall zu sein. Also flippt Deine Ex aus und giftet Dich an zu ver-
schwinden. Hat Dich das überrascht? Oder war dieses Verhalten zu erwarten?
Du ignoriest aber ihre Warnung und fängt einen Händel mit ihr an. Zeugen lassen sich vermutlich finden, die bestätigen
dass Du sie angegriffen oder zumindest aggresiven Streit mit ihr hattest? Du hast "nur" mit einem Schlüsselbund vor ihr
rumgefuchtelt?
Auf einem Schulfest, wo Deine Kinder eigentlich entspannt feiern sollten?
Mir fehlt so ein bißchen bei Dir die Konsequenzanalyse. Wäre es nicht besser gewesen, nicht beim Schulfest aufzukreuzen?
Wäre es nicht klüger gewesen, zu gehen, als Streit in der Luft lag? Und wäre es nicht besser gewesen, nicht Deiner EX einen
Anlass für ein Näherungsgebot zu geben?
Ich reite hier auf Deinem Verhalten etwas herum, weil man sich so wie Du verhalten muss, um seine Kinder nicht mehr zu sehen.
Mit keinem einzigen Wort hast Du in Deinem Beitrag Dein Verhalten und Deinen Beitrag an dieser Situation kritisch reflektiert!
Das kannst Du erstmal tun, um zukünftig solche Situationen zu vermeiden. Auch Dein Verhalten in der Situation im Hort scheint mir
suboptimal.
Konkret brauchst Du jetzt wieder einen Anwalt. Ohne den wird es nicht gehen.
Du sollstest
1. einen Einspruch gegen das Näherungsverbot einlegen und
2. umgehend einen Umgangsantrag bei Gericht stellen
Mehr wirst Du erstmal nicht tun können. Bitte versteh meinen Beitrag als konstruktive Kritik.
Ich möchte Dir nicht einen reinwürgen, sondern Dir helfen, zukünftig nicht mehr in solche Situationen zu kommen.
LG,
Mux
Edit: Ergänzung: Das Amtsgericht hat noch kein Urteil gefällt. Es ist ein vorläufige einstweilige Anordnung. Da sollte mit anwaltlicher
Hilfe gegen vorzugehen sein.
