Neuer Umgang - oder...
 
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Neuer Umgang - oder gar keiner?

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(@baxter)
Rege dabei Registriert

Ich will es mal versuchen:-)

1.) Dieser bl... Anwalt schreibt jedes Mal meinen Namen falsch (nur zur Info).

Na ja, gibt schlimmeres, Kannst ihn ja bei passender Gelegenheit darauf hinweisen.

2.) Er schreibt immer von "...unserer Mandantin..." und "...ihrer Tochter...". Ach, also nicht "unsere Tochter"... oder wenigstens "die gemeinsame Tochter" ? Da könnte ich mich schon vergessen, falls ich ihn mal zu Gesicht bekomme...

Solltest Du ignorieren. Das ist normaler Sprachgebrauch unter Anwälten. Wichtig ist nur das Du beim JA, Gericht etc. von unserer Tochter sprichst.

3.) Wie ist das nun eigentlich mit den Unterhaltsforderungen?
Zwar habe ich nächsten Montag einen Termin mit meiner Anwältin, um die Sache mal im Detail zu besprechen, aber vielleicht liest ja hier jemand mit, der mich vorab schon mit Infos füttern kann.
Ich wüßte nicht, dass es bis dato eine "offizielle Trennung" gab. Ich hatte mal meine Holde darauf angesprochen bezüglich Trennungsjahr und Scheidung, wie sie sich denn das vorstellt, da meinte sie nur, dass für sie (bzw. uns) das Trennungsjahr am Tag ihres Auszugs beginnt. Also 01.07.09.
Warum müsste ich dann rückwirkend von April bis Juni Unterhalt zahlen?

Meiner Meinung nach gibt es für die Forderung von April bis jetzt keine Rechtsgrundlage. Du hast deinen Unterhalt in Form es sog. Naturalunterhalt geleistet. Heißt in Form der Miete, Lebensmittel etc. Das Trennungsjahr beginnt mit dem Auszug deiner Ex. Da ihr bis dahin, wenn ich das richtig verstanden habe, Bett, Kühlschrank etc. gemeinsam genutzt habt, wird anderes auch schwer durchzusetzen sein. (Es sei den ihr einigt euch auf ein anderes Datum).

Der Beginn des Trennungsjahrs hat aber nichts mit dem Unterhalt zu tun. Das sind zwei verschiedene paar Schuhe.

Für mich liest sich das so, deine Ex ist ausgezogen und damit gibt es keinen Grund mehr Dir einen Umgang mit dem Kind zu ermöglichen. Schließlich ist es ja unerheblich ob Sie schon eine neue Wohnung zu Verfügung hat. Du könntest den Umgang ja auch draußen in der freien Natur mit ihr gestalten und spazieren gehen. (rein theoretisch). Ich sehe da dunkle Wolken am Horizont (und hoffe ich habe unrecht). Ganz wichtig. Keine Zeit verlieren!

Sofern das mit dem Umgang heute nicht geklappt haben sollte, sofort Kontakt mit dem JA aufnehmen und um Vermittlung bitten, wenn es schief geht, sofort den  rechtlichen Weg einschlagen um eine gerichtliche (für beide Seiten bindende Regelung) herbeizuführen. Wenn es möglich ist auf dem Wege eine EA (einstweiligen Anordnung).

Was mir in diesem Zusammenhang wichtig erscheint, bisher haben sich die "Umgänge" ja meistens in eurer gemeinsamen Wohnung statt gefunden, es sollte eine Lösung herbei geführt werden in der eure Tochter von Dir abgeholt wird und die die Umgänge frei gestaltest. Schließlich willst das eure Tochter in naher Zukunft auch mal bei Dir übernachtet. (was mit zwei Jahren kein Problem ist).

Vielleicht auch mal zu Veranschaulichung wie der Umgang für meine Ex gestaltet war (Kind lebt bei mir, damit Du nicht suchen musst):

Nach der Trennung (Kind war 11 Monate alt), Mittwoch und Samstag von 11-18 Uhr. Mit ca. 2 Jahren Mittwochs von 14-18 Uhr (wg. Kita), Alle zwei Wochen Samstag 11 Uhr bis Sonntag 18 Uhr und im Wechsel Samstags von 11-18 Uhr und Mittwochs von 14-18 Uhr.
Inzwischen haben wir die Regelung (Sohnemann ist inzwischen fast 5. (man bin ich schon lange hier) alle zwei Wochen Freitag 14 Uhr bis Sonntag 18 Uhr und im Wechsel Freitag 14 Uhr bis Samstag 14 Uhr.


AntwortZitat
Geschrieben : 08.07.2009 09:26
 VoK
(@vok)
Schon was gesagt Registriert

Hallo baxter- Danke für Deine Antwort!

Für diese Trennungsunterhaltsgeschichte habe ich mittlerweile einen eigenen Strang aufgemacht, daher möchte ich hier vorwiegend auf den Umgang Bezug nehmen.

Na ja, gibt schlimmeres, Kannst ihn ja bei passender Gelegenheit darauf hinweisen.

Hab' ich schon.

Solltest Du ignorieren. Das ist normaler Sprachgebrauch unter Anwälten

Ich finde es auf der einen Seite respektlos und unverschämt - aber auf der anderen Seite Forderungen stellen....

Wichtig ist nur das Du beim JA, Gericht etc. von unserer Tochter sprichst.

Verinnerlicht!

Meiner Meinung nach gibt es für die Forderung von April bis jetzt keine Rechtsgrundlage.

Ich hoffe, Du wirst Recht behalten-

Es sei den ihr einigt euch auf ein anderes Datum

Das wollte sie ja nicht... aber das ändert sich sowieso tagtäglich... heute so und morgen so...

Der Beginn des Trennungsjahrs hat aber nichts mit dem Unterhalt zu tun. Das sind zwei verschiedene paar Schuhe.

Da kann ich Dir jetzt nicht folgen. Trennung nicht gleich Trennungsunterhalt (falls es einen Pflichtigen und einen Berechtigten gibt)?

Für mich liest sich das so, deine Ex ist ausgezogen und damit gibt es keinen Grund mehr Dir einen Umgang mit dem Kind zu ermöglichen.

Darauf könnte es hinauslaufen... obwohl sie immer anderes - auch vor Zeugen - kommuniziert hat.

Sofern das mit dem Umgang heute nicht geklappt haben sollte, sofort Kontakt mit dem JA aufnehmen und um Vermittlung bitten, wenn es schief geht, sofort den  rechtlichen Weg einschlagen um eine gerichtliche (für beide Seiten bindende Regelung) herbeizuführen. Wenn es möglich ist auf dem Wege eine EA (einstweiligen Anordnung).

Yep!

Schließlich willst das eure Tochter in naher Zukunft auch mal bei Dir übernachtet.

Natürlich - aber nur, wenn sie das auch möchte. Zwingen werde ich sie bestimmt nicht.
Und ich habe einfach die Hoffnung, dass es einfacher wird, je häufiger und regelmäßiger sie mich sieht.

Vielleicht auch mal zu Veranschaulichung wie der Umgang für meine Ex gestaltet war

Du Glücklicher! Bis dahin ist es wohl noch ein langer Weg für mich... aber das ist es wohl immer, wenn man am Anfang steht...


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 08.07.2009 10:47
(@baxter)
Rege dabei Registriert

Ich finde es auf der einen Seite respektlos und unverschämt - aber auf der anderen Seite Forderungen stellen....

Ja, das mag vielleicht sein, aber es ist für eure Auseinandersetzung komplett uninteressant. Konzentriere dich auf das wesentliche und wichtige.

Da kann ich Dir jetzt nicht folgen. Trennung nicht gleich Trennungsunterhalt (falls es einen Pflichtigen und einen Berechtigten gibt)?

Ups, Schreibfehler;-) Musste heißen "Der Beginn des Trennungsjahrs hat aber nichts mit dem Umgang zu tun. Das sind zwei verschiedene paar Schuhe." Mit Unterhaltsrecht kennen sich andere eh besser aus als ich, mir steht das noch bevor.;-)

Natürlich - aber nur, wenn sie das auch möchte. Zwingen werde ich sie bestimmt nicht.
Und ich habe einfach die Hoffnung, dass es einfacher wird, je häufiger und regelmäßiger sie mich sieht.

Das ist schon klar, aber glaube mir, sie wird es wollen und sich darauf freuen. Meiner kann es kaum abwarten das
er wieder bei seiner Mom übernachten kann. Ist ja auch immer super spannend für ihn;-)

Du Glücklicher! Bis dahin ist es wohl noch ein langer Weg für mich... aber das ist es wohl immer, wenn man am Anfang steht...

Na ja, waren ein paar Jahre Auseinandersetzung für nötig. Aber der Unterschied liegt darin das ich Sohnemann nie als Waffe missbraucht habe
um meinen persönlichen Vorteil zu suchen und zu nutzen. Er hat einen Vater und eine Mutter und auch wenn ich meine persönlichen Differenzen
und gerichtlichen Auseinandersetzungen mit Ihr habe ihr habe ist das eine Angelegenheit zwischen uns und hat unser Kind nicht zu belasten.

Unser Kind ist glücklich damit und darauf kommt es mir an. Aber Glücklich? Ich bin froh das ABR zu haben aber wenn ich bedenke das ich mich seit 2005
wegen jedem kleinen Mist vor Gericht mit Ihr streiten muss bin ich alles andere als glücklich. Ich hätte mir immer gewünscht das wir uns gütlich einigen können. Aber, "That´s life"....


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Geschrieben : 08.07.2009 11:56
(@zauberlehrling)
Nicht wegzudenken Registriert

Hallo VoK!

Meine Holde war eben relativ offen, kooperativ und gesprächig. Wir haben uns jetzt mal auf  Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag festgelegt, jeweils zwei stunden.

Und, was ist daraus geworden?

Siehst du deine Kleine? Oder kommen wieder irgendwelche Gründe, weil KM nicht kann oder es nicht geht?

Lass dich nicht für dumm verkaufen!

Gruß

Zauberlehrling


AntwortZitat
Geschrieben : 10.07.2009 13:18
 VoK
(@vok)
Schon was gesagt Registriert

Hallo zusammen!

Und, was ist daraus geworden?

Ich habe meine Kleine letzten Mittwoch, vorgestern am Samstag und gestern am Sonntag für jeweils zwei bis drei Stunden gesehen, d.h. sie und ich waren spazieren, einkaufen, haben gespielt, etc.
KM war "lediglich" bei der Übergabe dabei.
Die Kleine war sehr ruhig und entspannt, hat gelächelt/gelacht, kein einziges Mal gemeckert geschweige denn geweint. Sehr oft hat sie mich lange angeschaut, als ob sie damit sagen wollte: "Mensch, da bist Du ja endlich! Wo warst Du denn so lange"? - aber das ist vielleicht die Interpretation eines glücklichen Vaterherzens.  ;-))

Jetzt zur KM:
Die erste Übergabe war relativ unproblematisch. Wir hatten uns zusammentelefoniert, Zeiten und Treffpunkte ausgemacht, noch ein bißchen Smalltalk gehalten. Man könnte es schon "vernünftig und zivilisiert" bezeichnen.
Bei der zweiten Übergabe (am Samstag) war die liebe Schwiegermutter auch anwesend. Aufgrund ihrer stechenden Blicke kann ich mir lebhaft vorstellen, welche Geschichten sie von meiner Holden zu hören bekam und bekommt.
Ich habe mir ein freundliches "Hallo" abgerungen, die Anweisungen meiner Holden über mich ergehen lassen, Rückgabetermin und -ort ausgemacht und bin fröhlich von dannen gezogen.
Die zwei Grazien haben allerdings mitbekommen, wie ich dann meine Kleine ins Auto verfrachtet habe, um mit ihr einkaufen zu gehen/fahren. Habe mir nix dabei gedacht. Schließlich habe ich es nicht in erster Linie deshalb gemacht, weil ich unbedingt einkaufen hätte müssen, sondern weil ich weiß, dass meine Kleine dabei einen Heidenspaß hat. Die vielen bunten Sachen in den Regalen, im Einkaufswagen sitzen und mit fremden Männern "flirten" usw.
Wie heisst es so schön: gelebter väterlicher Alltag...
Am Sonntag wurde ich dann von meiner Holden darauf angesprochen. Sie will nicht, dass ich mit der Kleinen einkaufe. Und auch, dass ich die Kleine mit ins Auto nehme, ist ihr ein Dorn im Auge.
Daraus hat sich natürlich eine kleine Diskussion entwickelt, wo sich nach und nach herauskristallisierte, dass es ihr wohl am Liebsten wäre, wenn ich die Kleine während der Schlafenszeit zwei Stunden im Kinderwagen durch die Gegend schubsen würde... einmal pro Woche... oder so...
Ich hielt ihr entgegen, dass sie vor drei Monaten (bei der Kinderpsychologin) noch von täglich sprach, dann vor ein paar Wochen (beim Jugendamt) noch von alle zwei bis drei Tage, und jetzt nur noch von einmal pro Woche - was sie wohl morgen denken möge? - und erinnerte sie an ihre Pflicht, den Umgang zwischen Tochter und Vater zu fördern.
Daraufhin konterte sie, dass ich die Kleine sowieso nur alle 14 Tage sehen dürfe.
Aha, spätestens da wusste ich, woher der Wind weht. Herr Anwalt lässt grüßen.

Ich hatte bei diesem Disput einen Schirm in der Hand und mich überfielen schlagartig (im wahrsten Sinne des Wortes) Phantasien, was man mit solch' einem Schirm noch alles tun könnte, außer ihn zum Schutz gegen Regen zu verwenden.

Aber nun brauche ich euren Rat.
Diese Willkür meiner Holden bringt mich in Rage und ich bin mehr denn je an einer Regelung / Titel interessiert. Wie sehen hierbei meine Möglichkeiten und Chancen aus? Welche Vorgehensweise ist empfehlenswert und was sollte ich tunlichst unterlassen?

Vielen Dank im Voraus und viele Grüße!


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 13.07.2009 12:11
(@zauberlehrling)
Nicht wegzudenken Registriert

Hallo VoK!

Sie will nicht, dass ich mit der Kleinen einkaufe. Und auch, dass ich die Kleine mit ins Auto nehme, ist ihr ein Dorn im Auge.

1. Die Ausgestalltung der Umgangszeit unterliegt deiner Verantwortung!
2. So lange du hier keine kindeswohlgefährdende Aktionen fährst hat KM sich da raus zu halten!
3. Dies würde ich KM auch mit einem kleinen freundlichem Satz mitteilen!

Ich hielt ihr entgegen, dass sie vor drei Monaten (bei der Kinderpsychologin) noch von täglich sprach, dann vor ein paar Wochen (beim Jugendamt) noch von alle zwei bis drei Tage, und jetzt nur noch von einmal pro Woche - was sie wohl morgen denken möge? - und erinnerte sie an ihre Pflicht, den Umgang zwischen Tochter und Vater zu fördern.
Daraufhin konterte sie, dass ich die Kleine sowieso nur alle 14 Tage sehen dürfe.

1. Keine Diskussionen mit KM! Besonders nicht vor der Kleinen!
2. Hast du was schriftliches?
3. JA anrufen, Termin machen! Begründung: KM versucht den Umgang einzuschränken und erschwert ihn!

Ich hatte bei diesem Disput einen Schirm in der Hand und mich überfielen schlagartig (im wahrsten Sinne des Wortes) Phantasien, was man mit solch' einem Schirm noch alles tun könnte, außer ihn zum Schutz gegen Regen zu verwenden.

Ruhe bewahren und Schock bekämpfen! 
Unüberlegtes, hastiges Handeln vermeiden!

Welche Vorgehensweise ist empfehlenswert und was sollte ich tunlichst unterlassen?

Steht zum Teil schon oben! Zudem solltest du dir zu den Umgängen einige Notizen machen!

Daraufhin konterte sie, dass ich die Kleine sowieso nur alle 14 Tage sehen dürfe.

Das soll sie mal einem Richter erzählen!  :rofl2:

Mach einen  Termin beim JA! Wie schon gesagt: KM möchte den Umgang einschränken und untersagt dir Aktivitäten! Zudem ist sie an einer spannungsfreien Kommunikation nicht interessiert!

Gruß

Zauberlehrling


AntwortZitat
Geschrieben : 13.07.2009 13:55
 VoK
(@vok)
Schon was gesagt Registriert

Hallo Zauberlehrling!
Ja, keine Diskussionen mit der KM, und falls doch, dann mit freundlichen Sätzen, ist schon klar - aber in der Praxis manchmal gar nicht so leicht umzusetzen, vor allen Dingen dann nicht, wenn man provoziert wird.
Sie fühlt sich wie eine Königin und behandelt mich wie einen Bettler. Ok, damit komme ich schon klar, denn eigentlich ist alles, was ich will, einen nächsten Umgangstermin - nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Termin beim JA haben wir in zwei Wochen. Dabei wird besprochen, wie der bisherige Umgang verlief.
Ich bin gespannt, wie der Mitarbeiter vom JA reagieren wird, wenn er erfährt, dass es bezüglich Frequenz und Gestaltung von den jeweiligen Umgangsterminen erhebliche Meinungsverschiedenheiten gibt.
Etwas Schriftliches gibt es im Moment noch nicht - aber wenn es weiterhin so abläuft wie gestern, dann werden wir - vor allen Dingen ich - nicht drumherum kommen.
Notizen habe ich bereits. Ich führe ein so genanntes Umgangstagebuch. Habe allerdings die Befürchtung, dass das sowieso keine Sau interessiert.
Nachher habe ich einen Termin bei meiner Anwältin. Mal schauen, was sie zu der Angelegenheit sagt...


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 13.07.2009 15:12
(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin VoK,

ein konstruktiver Vorschlag für den Besuch beim JA: Das Erörtern der Vergangenheit und der Verfehlungen Deiner Ex in Umgangsfragen bringen Dich nicht wirklich weiter; beschränke diesen Teil daher als "stattgefunden" und ohne überflüssige Details und Vorwürfe auf das Nötigste. Die Vergangenheit lässt sich nicht ändern; gestalten kannst Du nur die Zukunft.

Arbeite daher stattdessen vorher (!) eine schriftliche Umgangsregelung aus (Google kennt Muster), wie Du sie Dir vorstellst und pack noch ein bisschen "Verhandlungsmasse" drauf, die Du Dir abhandeln lassen kannst, ohne dass es wirklich wehtut. Diese bringst Du sauber ausgedruckt in (mindestens) drei Kopien zum JA-Termin mit und stellst sie der Ex und dem Mitarbeiter zur Diskussion. Dabei sollte von Dir die freundliche, aber klare Ansage kommen, dass Ihr Euch beim JA entweder auf eine von beiden Parteien unterschriebene und anschliessend verbindlich einzuhaltende Regelung des Umgangs einigt, oder dass Du ansonsten umgehend eine entsprechende Klage einreichst und das Ganze eben gerichtlich klären lässt.

Mätzchen machen und Spielchen spielen bringt Dir keine Sympathiepunkte und keine Fleisskärtchen; Du setzt damit lediglich das Zeichen, dass Du Dich für ein bisschen Umgang bis zur Selbstaufgabe verbiegen lässt. Je früher Du klare Signale setzt, umso besser Für Euer Kind und Dich. Und nein: Eine Umgangsklage schadet einem Kind in keiner Weise - wie auch?

Grüssles
Martin


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

AntwortZitat
Geschrieben : 13.07.2009 15:32
 VoK
(@vok)
Schon was gesagt Registriert

Danke Martin für den wirklich konstruktiven Vorschlag!
Ich werde ihn beherzigen!

Noch eine Frage dazu:
Eine schriftliche Regelung ausarbeiten und - im Falle einer Einigung - beim JA von KM und mir mit Unterschrift versehen: ist das gängige Praxis - oder wird der Mitarbeiter vom JA dabei die Nase rümpfen?
Gibt es für diese Vorgehensweise eine offizielle Bezeichnung?

Außerdem würde ich im Moment drauf wetten, dass meine Holde nix unterschreibt. Wahrscheinlich wurde sie auch von ihrem Anwalt dementsprechend geimpft.

Grüße zurück!


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 14.07.2009 11:46
82Marco
(@82marco)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Servus VoK!

Eine schriftliche Regelung ausarbeiten und - im Falle einer Einigung - beim JA von KM und mir mit Unterschrift versehen: ist das gängige Praxis - oder wird der Mitarbeiter vom JA dabei die Nase rümpfen?

Nein, normalerweise rümpft er nicht. Das JA soll hier lediglich vermittelnd handeln, mehr kann es eh´nicht machen.
Für Dich ist dies wichtig, weil im Falle von Scheitern Du alle Möglichkeiten einer einvernehmlichen Lösung ausgeschöpt hast und anschliessend einen gerichtichen Umgangsbeschluss beantragen kannst.

Gibt es für diese Vorgehensweise eine offizielle Bezeichnung?

Mediation.

Außerdem würde ich im Moment drauf wetten, dass meine Holde nix unterschreibt. Wahrscheinlich wurde sie auch von ihrem Anwalt dementsprechend geimpft.

Wenn dem so ist, macht sie den Weg frei für eine Umgangsklage, die Du beantragen kannst, nachsem Ex die Umgangsvereinbarung beim JA nicht akzeptiert hat. Du wirst mit dieser Klage auch Erfolg haben, in welchem Umfang, wird sich zeigen.
Ich weiß nicht, ob das im Sinne von Ex ist, denn ihr RA wird auch eine Kleinigkeit kosten....

Grüße ausm Süden
Marco


Mit einem Lächeln zeigst Du auch Zähne!
________________________________________
Ob ein Vorhaben gelingt, erfährst Du nicht durch Nachdenken sondern durch Handeln!

AntwortZitat
Geschrieben : 14.07.2009 11:59




 VoK
(@vok)
Schon was gesagt Registriert

Hallo Marco!

Danke für Deinen Beitrag. Dann werde ich mich gleich mal auf die Suche nach solch' einem Muster für eine Umgangsregelung machen. Falls schon jemand "erfolgserprobte" habe sollte: nur her damit!  :-))

Für morgen ist der nächste Umgang geplant. Ich werde berichten...

Ich weiß nicht, ob das im Sinne von Ex ist, denn ihr RA wird auch eine Kleinigkeit kosten....

...wobei sie bestimmt schon einen Weg gefunden hat, wie sie die Kosten auf mich abwälzen kann...


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 14.07.2009 17:14
 VoK
(@vok)
Schon was gesagt Registriert

Hallo Gemeinde!

Kurze Zusammenfassung:
Verheiratet, Tochter 14 Monate alt, räumliche Trennung seit 01.07.2009.

Update:
So, der erste Monat in dieser neuen Situation ist so gut wie rum und heute war unser zweiter Termin beim JA (der erste war am 03.06.09), um ein erstes Fazit zu ziehen.
Im Vergleich zu manch' anderem hier darf ich mich wohl nicht beschweren. Umgang fand statt, wenn auch etwas holprig und meiner Meinung nach widerwillig seitens der KM. Vor allen Dingen bei der Gestaltung des Umgangs liegen zwischen ihren und meinen Vorstellungen Welten.
Ihr wäre es wohl am liebsten, wenn ich die Kleine, während sie schläft, zwei Stunden im Kinderwagen durch die Gegend schubse - aber das sagt sie natürlich nicht öffentlich.
Jedenfalls war ich heute vor dem Termin noch voller Hoffnung, dass wir die bisherige, etwas wackelige Basis zukünftig festigen und ausbauen könnten... weit gefehlt. Ähnlich einer MG hat sie einen Satz nach dem anderen abgefeuert, wahrscheinlich einzig und allein in der Absicht, mir als Vater jegliche Eignung abzusprechen.
Ein wahres Feuerwerk an Widersprüchen und - ja, ich kann es leider nicht anders sagen - Lügen, so dass ich mich eigentlich ebenso lange und ausführlich hätte rechtfertigen müssen.

Leider kann ich hier nicht alles so niederschreiben, wie es sich tatsächlich begeben hat. Das würde einfach den Rahmen sprengen und letztendlich kann sich sowieso niemand so recht ein Bild davon machen.
Der JA-Mitarbeiter konnte es jedenfalls nicht verstehen, auch nicht nach mehrfachem Nachfragen. Sein Interesse galt ja auch einer Einigung, ich jedoch sah mich in Gedanken schon vor dem FG.
Ich weiß nicht mehr, wie oft ich versucht habe, der KM entgegen zu kommen, aber sie wollte sich partout auf nichts einlassen.
Irgendwann - ich war zwischendurch einige Male paralysiert - sind wir bei Samstag und Sonntag jeweils von 15 bis 17 Uhr gelandet.
"Na toll", dachte ich, "die ganze Woche über buckeln wie blöd, damit es finanziell wenigstens einigermaßen über die Runden geht (und Madame sich ein schönes Leben machen kann), und dann wäre auch noch das Wochenende blockiert..."
Außerdem wäre damit mein Vorhaben, kurze, regelmäßige Abstände einzuhalten, im Eimer gewesen.
Zusammen mit dem JA-Mitarbeiter konnte ich dann nach gefühlten endlosen Stunden doch noch erreichen, den Samstag gegen den Mittwoch einzutauschen.

Ehrlich gesagt sitze ich jetzt vor dem Rechner und weiß nicht, ob ich mich ein bißchen freuen oder in meinen Allerwertesten beißen soll...
Lieber den Spatz in der Hand als die Taube usw.
Aber habe ich denn überhaupt etwas in der Hand?
Wahrscheinlich bin ich wirklich zu naiv. Von wegen Einigung... Anschuldigung und Rechtfertigung... ein Hin und Her wie beim Tennis... bis hin zum Tie-Break... dabei will die Kleine doch gar kein Tennis spielen...


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 29.07.2009 23:42
(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin VoK,

ich habe mir eben nochmal durchgelesen, was die User dieses Forums - unter anderem ich - Dir in den vergangenen Wochen alles geraten haben. Ja, auch um den Preis, dass Deine Noch-Gattin vielleicht mal verärgert sein könnte.

Wenn Du jetzt mal nachrechnest: Die Woche hat 168 Stunden; davon darfst Du von heute auf morgen gerade mal noch 4 Stunden (aufgeteilt auf 2 Termine) mit Eurer Tochter verbringen. Das ist kein "Erfolg", sondern ein Nasenwasser, über das sich Deine Ex vermutlich gerade totlacht.

Ich kann nur hoffen, dass Du in Sachen Umgangsumfang demnächst kräftig nachlegst; notfalls mit gerichtlicher Hilfe. Falls Deine Ex ein Spielzeug für sich alleine möchte, soll sie sich eben eine Barbie kaufen.

Grüssles
Martin


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

AntwortZitat
Geschrieben : 30.07.2009 02:06
 VoK
(@vok)
Schon was gesagt Registriert

Hi Martin,

Du schreibst "notfalls mit gerichtlicher Hilfe" - aber wie sieht denn diese Hilfe konkret aus?
Die Kleine noch weniger sehen - dafür aber die Kosten des Verfahrens tragen?

Vielleicht hab' ich mir bisher nur die allerschlechtesten Geschichten durchgelesen...
Wie würde denn Deiner Meinung nach ein Familienrichter solch einen Fall beurteilen?


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 30.07.2009 02:18
(@zauberlehrling)
Nicht wegzudenken Registriert

Hallo Vok!

Wenn du so weitermachst stimmt der Name bald!  :thumbdown:

Wie gerichtliche Hilfe aussieht? Du stellst einen Antrag und dann wird der Richter dementsprechend Entscheiden!

Gruß

ZL 


AntwortZitat
Geschrieben : 01.08.2009 18:11
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