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Nachwuchs, Persönlichkeitsstörung, Rosenkrieg – weiter zahlen oder wieder leben?

 
(@keineahnung70)
Schon was gesagt Registriert

Hallo liebe Forumsgemeinde…

warum ich schreibe? … vermutlich muß ich einfach nur mal etwas los werden. Ich weiß ehrlich gesagt, nicht mehr weiter. Ich weiß, vielen von Euch hier geht es so – gleich, ob Frau oder Mann.
Die Geschichte ist bei mir lang, unbeständig und reichlich anders, als die meist unter den Synonymen im „Schlechten“ oder „Guten“ (wenn es denn so etwas gibt) durchgeführte Trennung. Daher versuche ich es etwas stichpunktartig zu schreiben.

LEIDER SUPER LANG::: UND ETWAS KOMPLIZIERT

Ich fasse es mal in unterschiedliche Abschnitte (Wir (Mutter & ich), Sohn, Mutter, Tochter) zusammen.

WIR. Patchworkfamilie. Seit über 4 Jahren sind wir zusammen. D.h. eigentlich nur unter Vorwürfen, Zank, Keifen und sonstigen netten Streitereien. Wir sind beide 40 und ich bin mit ihr zusammen gekommen, als sie sich von ihrem LG getrennt hatte. Ihr Ex (Stalker) hat uns eine schwierige Startphase beschert und viel Zeit und Geld gekostet. Zahlen tut er für seinen Jungen nichts. Ich (Selbständig) habe ein gutes Stellenangebot im Ausland abgelehnt und bin in ihre Richtung gezogen. Sie hat ihr damaliges Haus verkauft (angebl. meinetwegen), weil sie es sich nicht mehr hätte leisten können. Kurz danach ist sie mit dem Jungen in die Nähe ihres Ex gezogen, 40 Km von mir entfernt. Obgleich meine Wohnung riesig war (extra deswegen), hatte sie hier und da etwas auszusetzen.
Später bin ich wegen der Familie zu ihr gezogen. Vielfach eskalierte es jedoch, bis ich mir zum ca. 30. Mal angehört habe, dass sie den Zusammenzug gar nicht wollte und ich doch abhauen solle. Nach weniger als einem Jahr Streß pur, bin ich wieder ausgezogen. Mittlerweile sind wir wieder getrennt lebend (seit bald 2 Jahren).

SOHN. Zunächst schwierig, nahm mich der Sohn (damals knapp 11) ganz gut als „Freund“ an. Der Junge ist extrem unselbständig, sehr auffällig (aggressiv) und  weißt viele dissoziative Persönlichkeitsstörungen auf. Grundwerte existieren für ihn nicht. Er ist mit 12 per Kinderpsychiater in die geschlossene Jugendpsychiatrie eingewiesen worden. Entgegen ärztl. Hinweise hat die Mutter ihn jeden Tag 3 Std. besucht und nach 4 Wochen wieder heraus genommen. Wir haben ein Programm besucht (Triple P) und im Anschluß ging es einigermaßen zufriedenstellend zu Hause ab. Mittlerweile ist in 3 Jahren die 3.Schule aufgesucht (Suspendierungen) und er macht, was er will. Mutter lässt ihn auch gewähren, da es (temporär) weniger Streß und Konfrontation bedeutet. Zu was er fähig ist, sobald er größer ist, ist nicht absehbar…

MUTTER. Sie wollte mich nach 4 Wochen heiraten und hat nur Angst, bei mir habe sich was verändert… und liebt mich - sagt sie! Eine bildhübsche Frau, die absolut keine Komplexe haben muß und es jederzeit mit Models aufnehmen könnte, die 30 und jünger sind. Genauso viele dissoziative Persönlichkeitsstörungen, wie der Junge. Setzt sich offenbar familiär fort, da auch ihre Mutter eine ausgeprägt situativ bedingte „Bildzeitungsmentalität“ hat. Nicht einfach strukturiert, nur extrem selbstsuggestiv (EXTREEEM) und mitunter oberflächlich. Sie tickt aus, wird unsachlich und lebt in einer Scheinwelt, die bei Beschreibungen bei jedem Fachmann entsprechende Vermutungen begründen (Aspergersyndrom, Gansersyndrom, Hysterie-Neurosen, ADS, etc., etc…). Vorstellen kann man es sich, wenn man Bilbo Beutlin im Herrn der Ringe kennt, wo er versucht im Tal der Elfen dem Frodo den Ring wegzunehmen. Genau diese eine Sekunde passiert unvorhergesehen und macht diese Frau abgrundtief hässlich (charakterlich) und zutiefst abstoßend. Vergleichbar mit einem Hund, der sich festbeißt, bohrt sie in Einbildungen, Scheinvorwürfen und abstrusen Fiktionen herum und lässt nicht locker. Wann diese Momente kommen, ist absolut unklar. Auch die Triggersituationen sind nur selten unvorhersehbar. Es werden Dinge vorgeworfen, wie Fremdgehen, Misshandlungen, Sitzenlassen (und das in einem vulgären  Straßenjargon, wie er am Frankfurter Hauptbahnhof herrscht)  – die ganze Palette halt. Jedweder Punkt absolut haltlos. Permanente Tritte ins Gefühlsgekröse bin ich gewohnt. So hat sie (nur eins von unz. Bsp.) an meinem ersten wirklichen Vatertag (an dem ich mir extra frei genommen hatte) meinen von mir mittlerweile verhassten, eigenen Vater spontan für 2 Tage samt Kindern aufgesucht und ich stand vor einer verlassenen Wohnung.Sie arbeitet mit emotionaler Erpressung vom Feinsten, spiel liebend gerne die Märtyrerin. Fast ausschließliche Kommunikation in Vorwurfsform…
Bereits früher hatte ich an eine Trennung gedacht, jedoch haben wir uns irgendwie immer wieder zusammengerauft. Bis zum Kindeswunsch.
Wieder kurz vor der Trennung, erfuhren wir, dass wir Nachwuchs bekommen. Eigentlich gewünscht (rosarote Brille) - Trennung war erstmal passee. Die gesamte Schwangerschaft entpuppte sich als wahres Horrorszenario. Vermutlich für sie so gefühlt, wie für mich erlebt.

TOCHTER. Die Geburt war grauenvoll, weil zusätzlich alles passierte, was nur hat passieren können. Bis zur Sectio bei Vollnarkose. Natürlich war ich an allem Schuld… Die Kleine, ein absolutes Wunschkind und die Erfüllung meines größten Traums, war und ist bis heute kerngesund. Was soll ich sagen – ein Traum halt… Macht aber mittlerweile auch schon, was sie will.

WIR. Erneut angedachter Versuch mit neuem Wohnort. Trotz längerer Trennung. Da ich beruflich etwas weiter (100 Km) weg musste, haben wir ein entsprechendes Haus gesucht. Irgendwas war aber immer, so dass ich mich irgendwann alleine für ein Haus entschied. Eines, was ihr sehr zusagte, wo der Ort aber der angebl. Hinderungsgrund war, hinzuzuziehen. Nebenbei bemerkt; Ich bin Alleinverdiener für 4 Leute plus Haustiere und 2 Autos; ihr Ex zahlt nichts und vor der Geburt hat sie nicht gearbeitet (erhält also auch nichts). Das Haus war logische, existenzsichernde Konsequenz und bietet Platz für uns alle als Familie. Es könnte uns eigentlich gut gehen. Unzählige Male hatte ich darum gebeten, dass sie zu mir ziehen. Mal war der Große Grund, dann die Kleine, dann sie, dann ich, um diesen Schritt nicht zu gehen. Oder der Ort (super Möglichkeiten, vieeele Kinder und sehr nachgefragte Schulen/KiGa).Es würde ihr an nichts fehlen. Über 90% -ohnehin nicht wirklich begründeter- Streitursachen würden entfallen (keine Zeit, keine Fürsorge, KV, Geld…). Auch Ultimaten (getrennt oder zusammen) ist sie wieder umgangen, indem sie einen wöchentlichen Besuch angekündigt hatte, diesen aber wieder schleifen ließ…

GELD/ZEIT. Bereits vor der Geburt habe ich angefangen, Schulden, die ich für uns gemacht hatte, alleine abzutragen. Seit der Geburt unserer Kleinen habe ich sofort freiwillig Geld für Miete etc. überwiesen (SIE hatte MICH rausgeschmissen), bei Bedarf sofort erhöht und für vieles geradegestanden, was sonst so anfiel (Essen & Co., Tanken…). Durchschnittlich hat das bis vor kurzem monatl. ca. 1700-1800,- € betragen. Der größte Teil in bar. Zusätzlich habe ich seit einem Jahr das für uns gedachte Haus an der Backe.
Mittlerweile sehe ich, dass sie viel an mein Ehrgefühl appelliert und die Kleine instrumentalisiert. Ich hätte alle im Stich gelassen, komme nicht, wenn sie krank ist oder zu den U´s der Kleinen (die Tritte ins Gefühlsgekröse… sie weiß genau. Dass sie mich mit meiner Kleinen kriegt…). Vergessen tut sie dabei, dass ich 100 Km weiter wohne (weil sie es so will) und es mir also meistens gar nicht möglich ist. Auch müsste ich dann frei nehmen und hätte keinen Verdienst (…). Und wenn doch, dann streiten wir halt. Leider sehe ich die Kleine sehr selten…
Jedes Mal, wenn es zum Zahlungszeitpunkt ging, wurde sie wieder umgänglicher. Durch eine berufliche Strukturveränderung zahle ich ihr z. Zt. weniger und habe dadurch auch gemerkt, dass ich eigentlich nur gemolken werde. Dogmatisch weigert sie sich, an ihr Erspartes in Höhe eines mittleren Neuwagens zu gehen, sondern droht mit Konsequenzen (immer wieder mit der Kleinen). Auch zum Amt geht sie nicht, womit sie mich schon lange hätte entlasten können. Für arbeiten gilt das gleiche. Entsprechende Hetze „Du schickst Deine Frau in Hartz IV“ u. Ä. ist Standard. Natürlich fruchten solche Aussagen auch bei Dritten „lässt einfach die Familie sitzen und zahlt nichts…“, die ich bisher versucht habe, aus den Dingen herauszuhalten…

ICH. Es fällt natürlich schwer, sich selber zu beurteilen…. Beruflich selbständige Führungskraft aus der Medizin. Also ein Alphatier. Nicht zu verwechseln mit herrschaftl. Willkür, Diktator & Co.! Nein, ganz das Gegenteil. Privat fürsorglich, lieb und konsequent! Beruf und Privat kann ich sehr gut trennen. Wenn es zur Eskalation kommt, kann ich mich nur zurückziehen. Wegen der Kinder und zur Beruhigung aller. Ich weiß um ihre Probleme und sehe sie prinzipiell auch als heilbar an. Krankheitseinsicht fehlt ihr freilich gänzlich. Um Trigger zu verhindern, wollte ich auch die Verstärker (Familie, gleich welcher Seite) zu Hause ausschließen, bis wir uns wiedergefunden haben – doch sie zieht es lieber vor (ihre Aussage), einmal im Jahr die Kinder zu Großeltern zu geben, als die Kleine beim Papa aufwachsen zu lassen (mich würde die Kleine eh nicht vermissen). Sagt aber im gleichen Satz, mir wäre es zu stressig mit den Kindern und ich hätte mich deshalb getrennt.
Gründe findet sie immer… Aber, obwohl eine Paartherapie insuffizient war und ich selber durch den Streß mittlerweile massive, gesundheitl. Probleme bekomme; Ich liebe diese Frau.

Nur, was soll ich weiter machen??? Beruflich bin ich Entscheider – privat? Muß ich noch mehr bieten??? Wieder Ultimatum setzen? Mit der Faust auf den Tisch hauen?

Vielen Dank für Eure Kommentare…


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 13.03.2009 17:07
(@galaxy878)
Nicht wegzudenken Registriert

Hi,

nur ganz kurz - mein Eindruck zu deiner Geschichte.......

Meiner Meinung nach sollte in einer Beziehung zwei gleichberechtigte Partner aufeinandertreffen. Du schilderst eine Beziehung die sich nicht in der Waage befindet. Du bist werder der Arzt noch der Therapeuth noch derjenige der irgendwelche Triggerreize von deiner Ex fernhalten soll.
Ich habe in deiner Erzählung keine Gemeinsamkeiten oder Gefühle gegenüber deiner Ex entdecken können. Ich denke, dass du dich von dem Gedanken verabschieden musst, sie nach deinen Wünschen umformen zu können/wollen.

Insofern denke ich, dass du einen sauberen Schnitt machen solltest und die Paarbeziehung beenden solltest.

Was mir aber auch fehlt, ist die Verantwortungsbereitschaft gegenüber den KIndern. Hier solltest du tätig werden und einen vernünftigen Umgangsplan ins Leben rufen.

Zum Thema Geld - werde deiner Unterhaltspflicht im Rahmen der gesetzlichen Regelung gerecht - aber lass dich nicht ausnehmen - so macht es in deiner Schilderung den Eindruck. Deine Ex sollte auf jeden Fall einen Anreiz bekommen ihr Leben selber in den Griff zu bekommen und nicht dauernd von deinem Geld zu leben.

Grüße
galaxy


AntwortZitat
Geschrieben : 13.03.2009 18:52
(@keineahnung70)
Schon was gesagt Registriert

Hi Galaxy,

ganz lieben Dank, das Du Dir die Zeit genommen hast, die Situation zu analysieren (und lesen)...

Du hast recht - die Partnerschaft st alles andere, als in der Waage...

Vielleicht habe ich es bei alldem Wirrwarr etwas mißverständlich ausgedrückt. Es liegt mir fern, sie durch Reizfernhaltung zu isolieren. Wohl aber habe ich ein (berechtigtes) Interesse, mein Heim und meine Familie zu schützen, wenn jemand versucht einzudringen. Und nur darum ging es - also nur um den Erhalt "unserer Burg". Das zu erklären ist auch nicht so einfach. So hat sie durch weiblichen Charme (und den besitzt sie, unbestritten) auch Familienmitglieder aus meiner Familie derart beeinflussen können, so daß von deren Seite aus noch ein größerer Keil zwischen uns getrieben wurde. Da sie so etwas nicht realisiert und ich diese Art der "offenen Konfrontation" nicht in der ganzen Familie austragen will, bleibt mir nur der Schutz des eigenen Heims, um wenigstens dort Ruhe zu haben.
Hätte ich sie umformen wollen, so hätte ich bereits vor langer Zeit aufgegeben und mir den Status quo nicht angetan. Ich denke, auch hieraus ist deutlich zu sehen, was ich für diese Frau empfinde. Über Gefühle so zu schreiben, ist nunmal manchmal nicht einfach...
Du wirst kaum jemanden finden, der derart viel Verantwortungsbereitschaft gegenüber der Kinder (auch der nichteigenen) zeigt, wie ich! Allein das Umsetzen wird mir von der anderen Seite zur Hölle gemacht.

(...)

Grüße...


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 13.03.2009 18:58