Tachchen,
als erstes meine Story - später der Aufruf einen Antrag auf Feststellung der gemeinsamen Elterlichen Sorge zu stellen .
Ich lebe seit August 2008 von meiner EX-Lebenspartnerin und meinen 2 Söhnen (5+9 Jahre) getrennt.
Eigentlich hatte sich ca. 2005 abgezeichnet das wir es nicht schaffen werden. Es dauerte halt seine Zeit bis die Trennung im beiderseitigen Einvernehmen vollzogen wurde.
2005 kam es zum u.a. zum Streit , weil ich das gemeinsames Sorgerecht wollte ( Heiratsanträge wurden verneint) und auch forderte - aber meine Ex wollte nicht , Gespräche über eine Veränderung des Wohnortes anleierte - da ich als Selbstständeriger Kaufmann seit ca. 2004 mächtige Einkommensverluste zu verbuchen hatte.
Erklärung - ich besaß seinerzeits 2 Häuser - eines in dem ich mein Geschäft hatte und noch habe - ein zweites ( Ich 80 % - Ex 20% Besitzanteile) in dem wir lebten, aber ca. 27 km vom Geschäft entfernt.
Als im Frühling 2008 der Sprit erheblich teuer wurde, habe ich meiner EX vorgerechnet , das es für uns alle zum Vorteil wäre in das Haus, in dem ich meine Geschäfte führte , zu ziehen. Die Rechnung diese 200 Euro monatlich ( nur die Benzinkosten) plus die 700 € Unterhaltskosten des Wohnorthauses zu sparen um sie in die Familie zu investieren schlug auf taube Ohren , oder es folgten Sätze wie : " Ich werde hier nicht wegziehen und meine Freunde verlassen". " Mit Hartz IV lebe ich besser".
Auch der Vorschlag - doch arbeiten zu gehen - wurde eher missmutig aufgenommen.
Mein Argumente i.B. Arbeit suchen - ich gehe in 12 Jahren ( war damals 53 J.) in Rente. Da ich, wie beschrieben, selbstständig bin - habe ich nur eine knappe Altersversorgung erwirtschaftet. Meine Forderung - sie als junge Frau müsse sich jetzt selbst um Ihre Rentenversorgung kümmern.
Weiterer Vorteil aus meiner Sicht - durch Kombination Wohnort / Arbeit kämen keine Betreungskosten auf uns zu, da immer einer zu Hause, und , und , und ......
Niet !!!!!!!!!!!!!!!!! Wir bekamen uns nur noch in die Haare.
Dann starb meine Mutter - die Gefühlskälte meiner EX mir gegenüber - in diesem Momenten zeigte mir, das wir nicht für einander bestimmt waren .
Ich stellte klare Forderungen , speziell forderte ich den Umzug.
Der Schlußstrich wurde gezogen - die Betten getrennt.
Es war und ist hart. Nicht die Trennung von meiner EX - ich atmete durch , lebte in der Illusion kein Streit mehr zu haben .
Aber ich vermisste und vermisse meine beiden Söhne sehr. Vielleicht liegt es daran das ich ein älterer Sack bin - vielleicht andere Vatergefühle habe wie jüngere Väter.
So weit , so gut - Regelungen i.B. Kinder wurden getroffen - alle 14 Tage habe ich die Kinder , 1/2 Ferien. Ich bat um einen Termin beim JA ( jawohl, wir können nicht miteinander reden), um z. B. eine Regelung zu treffen i.B. Telefonumgang und auch, von meiner Seite, um Erstkontakt zum JA aufzunehmen. Dieses Gespräch war eigentlich erfolgreich und sinnvoll.
Nach über einen Jahr, fängt meine Ex an Absprachen kippen zu wollen ( u.a.Telefonkontakt zu minimieren). Ich habe kein gutes Gefühl was die Zukunft betrifft - denn Tendenzen und Versuche waren immer da, das eingelaufene und abgesprochenes Umgangsrecht zu kürzen ( z.B das Papa WE dahin zu kürzen die Kinder früher am Sonntag zu Hause zu haben wollen)
Ich habe nie an der ABR gezweifelt , was mich stört ist das nicht vorhandene Sorgerecht!!!!! Okay , Okay mein Fehler - ich hätte mich rechtzeitig darum kümmern müssen - aber versucht mal eine Mutter ein Dokument unterschreiben zu lassen, das sie nicht unterschreiben möchte.
Hey IHR unverheirateten , werdende Väter - ich denke der beste Zeitpunkt für eine Unterschrift " Gemeinsames Sorgerecht" ist die Schwangerschaftszeit. Nutzt sie - für Deine Vaterzukunft ! Ich habe den Termin verpasst.
Was kann ich als nichtverheirateter und nicht sorgeberechtigter "entsorgte Vater" tun um das gemeinsame Sorgerecht zu bekommen?
Ist es sinnvoll (trotz Aussichtslosigkeit) einen Antrag auf Feststellung der gemeinsamen Elterlichen Sorge beim Amtsgericht zu stellen . Auch wenn dieser Antrag keinen Erfolg hat (wahrscheinlich) - so bin doch der Meinung die Gerichte darauf aufmerksam zu machen müssen, das Deutschland immer noch gegen die Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) verstößt.
Ich kann mich dunkel erinnern das es 2007 (??) mal eine Aufruf gab Anträge dieser Art an die Gerichte zu stellen! Weiß jemand etwas über den Verlauf dieser Aktion? Oder ist die im Sande verlaufen?
Ich denke - wenn jeder entsorgte, nicht sorgeberechtige Vater, einen solchen Antrag an das zuständige Gericht stellen würde -. hätte das schon Auswirkungen auf den Beschleunigungsprozess, um endlich uns "Entsorgte Väter" wieder zu Vätern werden zu lassen !
Lasst uns den 9.Nov. 1989 zum Vorbild nehmen - Einigkeit + Wille macht stark !!!
Alle Kraft und Stärke
wünscht Euch
CS
Moin swatonkc,
Was kann ich als nichtverheirateter und nicht sorgeberechtigter "entsorgte Vater" tun um das gemeinsame Sorgerecht zu bekommen?
schlichte Antwort: Nichts; das GSR ist für Dich nicht vorgesehen und gegen den Willen der Mutter auch nicht einklagbar. Und auch das ABR, das eine Teilmenge des GSR ist, hast Du nicht, auch wenn es Dir so vorkommt.
Mach Dich frei davon, die Vergangenheit aufrechnen zu wollen und kümmere Dich stattdessen um eine vernünftige Umgangsregelung mit Deinen Jungs. Leben geht nur vorwärts.
Ist es sinnvoll (trotz Aussichtslosigkeit) einen Antrag auf Feststellung der gemeinsamen Elterlichen Sorge beim Amtsgericht zu stellen . Auch wenn dieser Antrag keinen Erfolg hat (wahrscheinlich) - so bin doch der Meinung die Gerichte darauf aufmerksam zu machen müssen, das Deutschland immer noch gegen die Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) verstößt.
wenn Du zuviel Geld hast, ist Dir das unbenommen. Genauso gut kannst Du auch eine Raumfahrt-Expedition starten, um zu beweisen, dass die Rückseite des Mondes grüne Punkte hat.
Ich denke - wenn jeder entsorgte, nicht sorgeberechtige Vater, einen solchen Antrag an das zuständige Gericht stellen würde -. hätte das schon Auswirkungen auf den Beschleunigungsprozess, um endlich uns "Entsorgte Väter" wieder zu Vätern werden zu lassen !
niemand hindert Dich - fang einfach damit an...
Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Ist es sinnvoll (trotz Aussichtslosigkeit) einen Antrag auf Feststellung der gemeinsamen Elterlichen Sorge beim Amtsgericht zu stellen . Auch wenn dieser Antrag keinen Erfolg hat (wahrscheinlich) - so bin doch der Meinung die Gerichte darauf aufmerksam zu machen müssen, das Deutschland immer noch gegen die Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) verstößt.
Ich hatte es gemacht, allerdings in einer Situation, in der wir noch im selben Haus lebten. Ist natürlich nicht erfolgversprechend, muss man mehr als Hobby sehen. Ich habe Amtsgericht + OLG + Verfassungsbeschwerde durchexerziert. Natürlich ohne Ergebnis, aber war schon positiv überrascht, dass das OLG die Gerichtskosten erlassen hat, trotzdem hat mich der Spass ca 400€ gekostet für den Schreiberling der KM, der ein bisschen Unsinn zu meiner OLG-Beschwerde geschrieben hatte.
Steter Tropfen höhlt den Stein, aber man muss sich diese Tropfen leisten können. Erfolgversprechender als in Deinem Fall ist das aber in einer Konstellation, in der die Eltern zusammen leben, und in einem OLG-Bezirk von dem man weiss, dass die richterlicher Unabhängigkeit noch nicht vom DJB niedergetrampelt wurde. Soll heissen, dass so ein Antrag bei Richter Motzer am OLG Stuttgart vielleicht besser investiert ist als anderswo:
http://www.jugendaemter.com/index.php/gesetzeslucken-im-sorgerecht-fur-uneheliche-kinder/
Danke erstmal für die Info's.
Sehe das als Hobby - das hast dU RICHTIG ERFASST.
Ich empfinde es für mich als unerträglich / unfair / unmenschlich kein Sorgerecht zu haben .
Ich zweifele in meiner Situation das ABR nicht an.
Alles was ich will ist - das gemeinsame Sorgerecht, damit meine EX mit unseren Kindern nicht machen kann was sie will ! Die Kinder brauchen doch eine zweite starke Hand für Krisensituationen und auch für Alltagsfragen.
So beobachte ich seit Jahren kritisch - das die Verweiblichung unserer Jungs immer deutlicher wird ( ihr wißt schon fast nur Frauen in den ersten 10 Jahren ihrer Entwicklung und Ausbildung - von Mutter - KiGa - Grundschule). Und die alleinerziehenden Mütter wirken auf mich auch nicht alle sehr männlich.
Und sehr wichtig für mich- zukünftige Väter darauf hinzuweisen, das die Fehler, die ich gemacht habe, sie vermeiden können und zum Wohle Ihrer Kinder müssen. Also auf zum Partnerschaftsvertrag mit gemeinsamen Sorgerecht. Noch schöner wäre es, das irgendwann Väter ohne Sorgerecht auch rechtlich Väter sein dürfen !
Eigentlich sind das keine Träume - und ich bin mir sicher, irgendwann kommt die Befreiung für uns entsorgten Väter.
Tschüß aus NH
CS
Also ich hab den Antrag auf Festsellung der gem. Elt. Sorge gestellt. Gerichtsverhandlung ist am 10.08
Mal sehen was bei rumkommt.
Prinzipiell finde ich jeder betroffene sollte so einen Antrag stellen auch wenn die Erfolgsaussichten nicht rosig sind aber 1. Was hat Mann schon zu verlieren und 2. Wenn die Politiker Umdenken sollen müssen sie auf das Problem aufmerksam gemacht werden es wird ja meistens der fehlende Handlungsbedarf angeführt um sich um überfälllige grundlegende Reformen zu drücken, dafür werden sogar höchst fragliche Statistiken geführt um das Problem totzuschweigen, wenn regelmäßig tausende Klagen geführt werden dann wird der Handlungsbedarf klar für jeden sichtbar und dann kann sich keiner mehr drücken
Deutschland (Österreich und Lichtenstein) müssen ins 21 Jahrhundert
Für uns Väter und vor alle, für unsere Kinder!
Ich kann also nur sagen habt den Mut denn nur so kann man etwas erreichen!
