Letztendlich ist es doch offensichtlich welche Waag-Schale gewinnt.
Eine Mutter mit Depressionen ohne Einkommen gegen einen Vater mit festem Job, festen Gehalt, kindergerechter Wohnung (sie haben bei ein eigenes Zimmer) Aber ich entscheide das am Ende ja nicht. Ich weiß dass das alles hart wird......
In der Tat ist es klar wer gewinnt: Die Kindsmutter.
In der Tat ist es klar wer gewinnt: Die Kindsmutter.
Danke, schon mal eine Person mit Sinn für Ironie! :thumbup:
Hallo dschoermanizer,
Ihr wurde "depressives Burnout" diagnostiziert und sie bekommt Psychopharmaka. Auf meine Rückfrage wieso, konnte sie mir direkt sagen, dass die Psychiaterin ihr Wochenarbeitspensum als viel zu hoch errechnet hat und das ein Mensch das nicht schaffen könne.
Was bleibt der Ärztin anderes übrig, als die Schilderungen der Patientin ernst zu nehmen und sie erstmal aus dem Verkehr zu ziehen. An den Details der Überlastungssituation würde ich mich nicht aufhalten. Deine Schilderungen der Situation bestätigen ja das es richtig war von der KM zum Arzt zu gehen und dass es richtig war, sie krank zu schreiben. Und eine Kur o.ä. ist wahrscheinlich auch angebracht.
Nun aber zum eigentlichen. Ich finde es gut, dass du dich an das JA gewandt hast.
Zum Ersten: ich war beim Jugendamt. Und dem JA und der Psychologin war es zu Deutsch gesagt "**tsts - ID 1** egal" wie die Wohnung meine Ex aussieht.
Aussage: So lange die Jungs nicht verhungern oder geschlagen werden machen wir da mal rein gar nichts.
Das ist Fakt, so wurde es gesagt. Ich finde es zwar nicht **tsts - ID 1** egal aber das zählt nicht. Der (Un)Ordnungssinn der Mutter ist kein Grund das Umgangsrecht anzufechten...
So wie du hier schreibst, klingst du für mich etwas aufgeregt und genervt, was ich verstehen kann. Das soll keine Kritik sein. Wenn du beim JA aber auch so aufgetreten sein solltest, wäre das taktisch nicht ganz so gut gewesen.
M.E. solltest du dir darüber im Klaren werden, ob du das Kindswohl deiner beiden Söhne auf Dauer bei der KM als gefährdest ansiehst. Wenn du die Frage mit ja beantwortest, wäre m.E. im nächsten Schritt zu überlegen, ob du die Konsequenzen in voller Höhe bereit bist zu übernehmen, also anzustreben, die Kinder zu dir zu nehmen und ihnen eine bessere Zukunft zu bieten, ungeachtet wirtschaftlicher und sonstiger Aspekte (Job, Zeit, Wohnung etc.).
Falls du dazu nicht bereit bist, sondern weiterhin "nur" geregelten Umgang möchtest und möchtest, dass die KM die Hauptlast der Kinderbetreuung trägt, dann würde ich an deiner Stelle innerlich etwas zurücktreten und versuchen, die Sichtweise des JA nachzuvollziehen, weil es m.E. auch nicht geht, die Kinder nur jedes zweite WE zu nehmen und gleichzeitig zu erwarten, dass die KM die eigenen Ansprüche an eine gute Betreuung umsetzt.
Also: wenn schon, denn schon... finde ich.
Und dann eben mit allen Mitteln für die Zukunft der Söhne kämpfen. Möglicherweise klappt es nicht und du setzt dich nicht durch. Aber du hast es zumindest versucht und hast ein reines Gewissen dir und deinen Söhnen gegenüber.
Noch etwas zum Thema "psychische Erkrankung" der KM, weil ich mich da etwas auskenne.
Ich an deiner Stelle würde erstmal entscheiden, ob und wie ernst ich das nehme.
Zum Zweiten: Hier geht es nicht darum, die Ex fertig zu machen. Ich möchte mein Recht durchsetzen mit dem gemeinsamen Sorgerecht meine Kinder auch "mal" nehmen zu dürfen. Letztendlich ist es doch offensichtlich welche Waag-Schale gewinnt.
Eine Mutter mit Depressionen ohne Einkommen gegen einen Vater mit festem Job, festen Gehalt, kindergerechter Wohnung (sie haben bei ein eigenes Zimmer) Aber ich entscheide das am Ende ja nicht. Ich weiß dass das alles hart wird....
Wenn die KM Burn-out hat und für Monate krankgeschrieben ist und mit Psycho-Medikamenten behandelt wird, dann bietet das Anlass zur Sorge und dann würde ich das auch genauso dem JA gegenüber rüberbringen. Aber dann auch - sorry wenn ich mich wiederhole - mit der Konsequenz, dass du ganz klar sagts, dass du es zumindest vorübergehend - bis es der KM besser geht - für vernünftiger hälst, wenn die Söhne dauerhaft bei dir sind.
Und du hast in dem Fall auch recht "scharfe Waffen": lass dich von der Familienberatung beraten, wie du im vorliegenden Fall einer psychischen Erkrankung der KM vorgehen sollst im Sinne der Kinder.
Außerdem haben die meisten Gesundheitsämter einen sog. sozialpsychiatrischen Dienst, der Angehörige psychisch Kranker unterstützt. Erörtere mit dem sozialpsychiatrischen Dienst den Fall. Evtl. hat das JA den Fall nicht richtig eingeschätzt und der sozialpsychiatrische Dienst startet eine Art Familienhilfe, d.h. ein/e Sozialarbeiter/in schaut nach dem Rechten.
Voraussetzung ist m.E. dass du innerlich umschaltest. Keine Vorwürfe/Vorhaltungen machen wie bescheuert und unzulänglich die Ex-Frau ist, sondern die Situation und die Erkrankung ernst nehmen und sich eher Sorgen machen.
Ich hoffe, das hilft dir etwas.
Alles Gute
Jack
Hallo Jack, erst mal vielen Dank für Deine Antwort. Deine Wortwahl gefällt mir sehr gut.
Sicherlich ist/sei eine Kur angebracht wenn die KM bei der Ärztin/Psychiaterin ihr schweres Leben schildert. Dies tut sie aber als Mutter. Daher finde ich es nicht richtig, sie nur mit Medikamenten abzuspeisen und die Hintergründe ausser Acht zu lassen. Das heißt, die Ärztin hat sich keine Gedanken gemacht, wie die Konstellation "kranke Mutter <-> zwei kleine Kinder im Alltag zu bewältigen ist. Somit bin ich hier ja schon an einem Punkt namens "Sorgen".
Und natürlich bin ich bereit zu 100% und darüber hinaus Vater zu sein. Ich möchte mir nicht später Vorwürfe machen, wenn meine Kinder auf den selben Zug der Mutter aufgesprungen sind. Was ist eine Mutter die den halben Tag schläft? Was bietet eine Mutter die die andere Hälfte des Tages vor dem PC sitzt? Soll ich zusehen wie meine Kinder sozial abstumpfen, weil die Mutter es nicht auf die Reihe kriegt, menschliche reale Kontakte zu knüpfen?
Ich habe die Tatsachen im JA zu Anfang recht neutral und ohne jede Boshaftigkeit geschildert. Die Dame fragte mich allerdings recht viel und wirkte dennoch desinteressiert und gelangweilt. Während dieses Gespräches aber echauffierte ich mich sicherlich auch ein wenig, eben auf Grund der "verschränkten Arme und der hochgezogenen ungläubigen Augenbraue" der Dame. So kam es eben, das gebe ich offen zu, dass ich auch Fakten auf den Tisch legte, die definitiv von tiefster, persönlicher und emotionaler Seite kamen - gerade auch wegen der Verzweifelung.
Dein letzte Passus mit dem sozialpsychiatrischen Dienst ist sehr sehr interessant und ich werde mir das zu Herzen nehmen und mich auch hier informieren. Für diesen Tipp danke ich Dir sehr!
Es fällt mir schwer Dinge zu tun und Dinge zu akzeptieren die das verkorkste Leben meiner EX betreffen. Sie ist so veranlagt, dass sie an jeder Hürde ihres Lebens ein neues Überraschungsmoment aus dem Hut zaubert. Nun sind wir bei Depressionen und Burnout. Ich glaube ihr das aber nicht hundert prozentig. Mag sie zwar psychisch labil sein und ist zwar jeder Mensch in seiner Labilität anders veranlagt, aber ein "Überarbeiten" kann in ihrem Leben noch nie stattgefunden haben; da wäre eher ich an der Reihe. Ausserdem sagte sie selber schon oft, dass sie sich krank melden würde nur um nicht exmatrikuliert zu werden. Nun, das ist hier auch gar nicht der Fakt um den es geht, denn wenn ich ehrlich bin, könnte sie die "Treppe runter fallen". Klingt hart, aber ich habe mein Leben mittlerweile so orientiert, dass ich mit dieser Beziehung nun endlich zu 100% abgeschlossen habe und nur noch für meine Kinder, meine Lebensgefährtin und mich agieren möchte.
Ich bin sehr emotional veranlagt und es fällt mir oft schwer die Situation gelassen zu bewerten aber ich nehme mir Deinen Tipp zu Herzen, etwas zurück zu schrauben.
Hallo dschoermanizer,
freut mich, dass ich dir ein wenig helfen konnte. Meine noch-Frau (leben in Trennung und haben ein Kind, ist eine schwierige Geschichte) ist psychisch schwer krank. Die Grenze zwischen "schlampigem Verhalten", Herumgehänge, Antriebslosigkeit etc. und einer psychischen Erkrankung sind fließend. Nach meiner Erfahrung ist für die Medizin/die Psychiatrie ein Kriterium ausschlaggebend: ist der Mensch sozial auffällig und/oder wird um Hilfe gesucht.
Bei der KM scheint nach deiner Schilderung beides gegeben zu sein.
Ich habe die Tatsachen im JA zu Anfang recht neutral und ohne jede Boshaftigkeit geschildert. Die Dame fragte mich allerdings recht viel und wirkte dennoch desinteressiert und gelangweilt. Während dieses Gespräches aber echauffierte ich mich sicherlich auch ein wenig, eben auf Grund der "verschränkten Arme und der hochgezogenen ungläubigen Augenbraue" der Dame. So kam es eben, das gebe ich offen zu, dass ich auch Fakten auf den Tisch legte, die definitiv von tiefster, persönlicher und emotionaler Seite kamen - gerade auch wegen der Verzweifelung.
Kann ich verstehen. Wenn nochmal ein Termin ansteht, versuche souveräner aufzutreten, aber das weißt du sicher selbst. Versetz dich mal in ihre Lage: für dich ist deine Sache super aufregend und wichtig, für das JA ist das ein Fall von Tausenden.
Du musst über den Dingen stehen! Eine gewisse Körpersprache mag nervig sein, aber noch viel nerviger ist deine Situation mit der KM und den Söhnen. Vielleicht war das ein Test und die Mitarbeiterin des JA wollte sehen, wie du reagierst.
Es fällt mir schwer Dinge zu tun und Dinge zu akzeptieren die das verkorkste Leben meiner EX betreffen. Sie ist so veranlagt, dass sie an jeder Hürde ihres Lebens ein neues Überraschungsmoment aus dem Hut zaubert. Nun sind wir bei Depressionen und Burnout. Ich glaube ihr das aber nicht hundert prozentig.
Sorry, aber ob du das glaubst oder nicht spielt keine Rolle. Ich selbst kann bis heute nicht klar auseinanderhalten, welcher Charakterzug und welches Verhalten meiner noch-Frau nun krankheitsbedingt ist und was aus der Persönlichkeit selbst kommt.
Es bringt nichts, das nicht zu akzeptieren oder das als verkorkst anzusehen. Die Dinge sind so wie sie sind.
Mag sie zwar psychisch labil sein und ist zwar jeder Mensch in seiner Labilität anders veranlagt, aber ein "Überarbeiten" kann in ihrem Leben noch nie stattgefunden haben; da wäre eher ich an der Reihe
Glaub mir, ich habe es erlebt, es gibt Menschen, die sind überfordert morgens Brötchen zu holen und die sind überfordert, ein Mittagessen zu kochen, das über Nudeln mit Ketchup hinausgeht, und die sind überfordert, Schuhe für das Kind zu kaufen.
Es gibt Millionen normaler, gesunder Mütter, die die Wohnung in Schuss halten und sich um die Kinder kümmern. Die KM kann das offenbar nicht. Die Motive spielen keine Rolle, ob einfach nur faul oder wirklich krank.
Ausserdem sagte sie selber schon oft, dass sie sich krank melden würde nur um nicht exmatrikuliert zu werden. Nun, das ist hier auch gar nicht der Fakt um den es geht, denn wenn ich ehrlich bin, könnte sie die "Treppe runter fallen". Klingt hart, aber ich habe mein Leben mittlerweile so orientiert, dass ich mit dieser Beziehung nun endlich zu 100% abgeschlossen habe und nur noch für meine Kinder, meine Lebensgefährtin und mich agieren möchte.
Meine Frau sagte auch "Kranksein ist doch schön, da braucht man nicht arbeiten." Um welchen Fakt geht es denn? Es geht doch um deine Söhne.
Dies tut sie aber als Mutter. Daher finde ich es nicht richtig, sie nur mit Medikamenten abzuspeisen
Als nicht Mediziner/Psychiater denke ich, dass du das nicht beurteilen kannst. Wenn so eine sich anbahnende psychische Krise nicht mit Medikamenten behandelt wird, kann das ganz furchtbare Folgen nach sich ziehen.
Das heißt, die Ärztin hat sich keine Gedanken gemacht, wie die Konstellation "kranke Mutter <-> zwei kleine Kinder im Alltag zu bewältigen ist.
Vielleicht schon, aber was soll sie machen? Die Ärztin kümmert sich primär um den Menschen, der vor ihr sitzt. Die Ärztin ist gar nicht in der Lage, eure Familiensituation zu regeln.
Gehe zum sozialpsychiatrischen Dienst und zu einer Beratungsstelle für Angehörige psychisch kranker Menschen (nicht Selbsthilfegruppe, das brauchst du nicht). Lerne die "Klaviatur", die du anschlagen musst. Du hast da sehr oft mit Sozialpädagogen/innen und Sozialarbeiter/innen zu tun und die ticken etwas anders.
Ich bin auch sehr emotional, aber wir Männer müssen auch immer souverän bleiben, egal wie heftig die Situation ist.
Viele Grüße
Jack
Juhu, es geht weiter,... neulich wieder ein neuer gelber Brief. Der nette Herr der Arge hat meine Unterhaltspflicht neu berechnet. Und, er hat genau 79 Cent in die nächste Stufe der D'Dorfer Tabelle gerechnet, natürlich aufgerundet auf einen Euro.
Somit darf ich nun a) Rückstände an die Kasse in Nürnberg zahlen und b) von nun an noch mehr Geld in den Rachen meiner asozialen Exfrau schieben.
Sie hat natürlich auch Post bekommen, da ihr Hartz IV ja gekürzt wird. Und da kann sie sich plötzlich ganz schnell melden und fragen ob ich das denn jetzt auch direkt ausgleiche.
Damit bei dem Kauf neuer Sachen wie Monitor und auch der Bezahlung ihres Urlaubes nichts mehr im Wege steht ... es lebe Hartz IV.
Echt, ich hasse mein Leben so oft... heute morgen bin ich so gefrustet und wütend.
Da überleg ich echt, ob ich meinen Job schmeiße und nur noch schwarz arbeiten gehe... aber ich bin nicht so ein asozialer Typ und lasse andere mit ihren Steuern das Leben meiner Frau oder meines bezahlen.
Hy dschoermanizer,
Jack hat dir ja schon viele gute Tips gegeben!
Ich kann vieles von dir nachempfinden
Echt, ich hasse mein Leben so oft... heute morgen bin ich so gefrustet und wütend.
Da überleg ich echt, ob ich meinen Job schmeiße und nur noch schwarz arbeiten gehe... aber ich bin nicht so ein asozialer Typ und lasse andere mit ihren Steuern das Leben meiner Frau oder meines bezahlen.
an manchen Tagen denke ich ähnlich! Reiße mich dann aber wieder zusammen und sage MIR selbst: "Ich stelle mich nicht auf die selbe Stufe wie meine EX!"
Akzeptiere es: DEINE EX IST KRANK! Vor allem DEINE Kinder brauchen Hilfe und Halt.
Genieße die Zeit mit den Kleinen, denn wenn du weiter Druck auf EX ausübst heißt es irgendwann von deinen Kiddis! MAMA GEHT ES SCHLECHT UND PAPA IST DARAN SCHULD! Dann verlierst du den Kontakt zu den Kleinen auch noch!
Vielleicht gitb es die Möglichkeit, dass du die Kinder betreust (zumindest für eine gewisse Zeit) und sie somit die Möglichkeit hat wieder Fuß zu fassen?!
Ich kenne die Ohnmacht, die dich umgibt und auch die Hilflosigkeit die du fühlst. Lass nur nicht deinem Frust zu Hass werden! Lerne mit der Enttäuschung fertig zu werden und richte den Fokus auf die Kinder!
Spreche mit deiner LG über deine Ängste! Es ist NUR GELD, dass dir fehlt! Ich kenne dass genau. Freue dich, dass es dir gut geht! Klar muss man sich einschränken, aber ich lebe seit meiner Trennung intensiver und freue mich schon, wenn die Sonne scheint und ich mit meiner LG spazieren gehen kann!
Wünsche dir viel Kraft und Geduld dass durchzustehen!
glaubt nicht dass Gerichte Recht sprechen,
glaubt aber an die Gerechtigkeit.
