Mal ne Geschichte o...
 
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Mal ne Geschichte ohne "Kampf"

 
(@Robsche)

Hier kommt mal eine Geschichte, die ohne den hier bereits gelesenen "Kampf" auskommt.

Ich habe meine fast-Exe vor 13 Jahren kennengelernt. Sie hatte zu dieser Zeit 2 Kinder aus ihrer 2. Ehe.
Die beiden Jungs waren damals 9, bzw. 13 Jahre alt.
Ich selbst war 29 und sie 33 Jahre alt. Wir verstanden uns sehr gut, auch mit den Kids gabs keine Probleme.
Ich bin dann ein Jahr später zu ihr gezogen, da sie eine große Wohnung hatte. Sie war zu der Zeit die Wirtin einer Gaststätte. Als sich ein weiteres Kind ankündigte hat sie den Pachtvertrag für die Kneipe vorzeitig gekündigt, was auch mit ziemlichen Schwierigkeiten verbunden war. Auch zeigte sich, das sie Schwierigkeiten mit anderen Frauen hatte. So gaben zwei Frauen, die Putzhilfenstelle bei Ihr auf, da sie mit ihr nicht klarkamen. Sie führte sich gerne als die Dame des Hauses auf und belehrte jede andere Frau, wie dieses und jenes zu tun sei.
Im Juni 1994 haben wir dann geheiratet und sind im Juli umgezogen. Bis auf die Tatsache, das sich einige der früheren Gäste zu unserer neuen Wohnstatt hingezogen fühlten und um Getränke baten (wir hatten eine Wohnung nur 150m weiter bezogen), war diese Zeit eigentlich ganz o.k..

Im September 1994 wurde dann mein Sohn geboren, bei dessen Geburt ich anwesend war und mir vor Liebe zu ihr und dem "neuen" die Tränen im Gesicht standen. Das Kinderzimmer für B. (mein Sohn) war von unserem Vormieter kurz vorher noch schön tapeziert und bemalt worden, so das dem gemeinsamen Famielienglück nix mehr im Wege stand. Ich war zu dieser Zeit noch im Schichtdienst tätig und schlief, wenn ich Frühdienst hatte, oftmals auf der Couch um der nächtlichen "Fütterung" aus dem Wege zu gehen. Ansonsten kümmerte ich mich sehr um B. um mit ihm zu spielen, spazieren "zu gehen", ihn zu füttern oder zu säubern. Die beiden Großen waren beide im Fußballverein, wie ich auch und wir hatten mit Training, Wochenende Spielbetrieb, Fußballschule, Kreisauswahl, usw. eine gute gemeinsame Grundlage. Obwohl die Großen sie oft danach fragten, kam ihre Mutter nie mit auf den Sportplatz um sich mal ein
Spiel ihrer Kinder anzusehen. B. wuchs gut auf und besuchte später den Kindergarten, den eine Bekannte von mir leitete.
Ich war mittlerweile in den Fortbildungsbereich gewechselt und hatte n "familienfreundlichen" Tagesdienst. Das kam natürlich dem Familienleben sehr zu gute. War das sexuelle Verhalten meiner Ex früher immer sehr entgegenkommend, veränderte sich dieses zunehmend. Ständig klagte sie über irgendwelche Zipperlein, Unwohlsein usw. Das gipfelte darin, das sie sagte, die Pille nicht zu vertragen, was auch nach einem Wechsel des Präparates anhielt. Wir sprachen über diese Dinge und ich entschied mich, um sie von der Pille zu "erlösen", eine Vasektomie bei mir durchzuführen zu lassen. Das klappte auch ganz gut, doch unser Sexualleben besserte sich nur unbedeutend.

C., der "Größte", leider ein schlechter Schüler, hatte eine Lehrstelle im Schlosserei-Betrieb meines Kegelbruders erhalten, machte aber meistens mit "Verspätungen" im Betrieb, in der Berufsschule und "Hooligan-tum" bei Fußballspielen von sich reden.
Der Mittlere M. war ein guter Schüler und ein echtes "Musterkind", hatte immer Spaß in den Backen und sprang sogar manchmal, wenn ich mit B. in der Badewanne saß, einfach auch mit rein.
Zu dieser Zeit hatte sie ihre Schwägerin (Frau ihres Bruders) als Bügelhilfe "angestellt". Wie bereits oben erwähnt dauerte es auch hier nicht lange und sie wußte wieder alles besser und die Schwägerin kam nicht mehr. Wenn man sie darauf ansprach, warum das passiert sei, holte sie zum großen "Rundumschlag" aus und machte die Person hemmungslos nieder.
1998, B. war mittlerweile 4 Jahre alt, erkrankte ich überraschend an Diabetes, Typ 1. Zur Behandlung wurde ich in eine 50 km entfernte Klinik verlegt. Sie kam mich aber fast täglich besuchen und B. freute sich immer ein "Bein ab", den Papa zu sehen.
Wieder zu Hause gingen wir wieder dem Gedanken nach, uns ein Haus für die Familie zu bauen.
C. ging mittlerweile lieber saufen als arbeiten, war auch in Unterredungen sich seines Fehlverhaltens bewußt, hatte aber keine Lust, dieses zu ändern. M. hatte mittlerweile erfolgreich die Realschule beendet und startete eine Lehre im kaufmännischen Bereich eines Autohauses. Sie verbrachte zu dieser Zeit viel Zeit als Händlerin auf Trödelmärkten. Erst mußte ich im Garten für ihre Sachen einen ca. 20m² Schuppen bauen, dann war die Garage dran. Es folgte noch der Umbau und die Anmietung eines Lagers auf einem Bauernhof, auf dem ein Freund von mir eine Werkstatt betreibt. Sie denkt halt in anderen Dimensionen, kann sowas aber, trotz Hilfe, nicht realisieren.

Die abendliche Arbeit an meinem Computer, mit der ich auch im Fortbildungsbereich meinem Job nachging, quittierte sie immer mit "Spielerei". Obwohl ich zu dieser Zeit noch privat Kindergruppen im Computerumgang unterrichtete und versuchte, ein kindgerechtes Handbuch über Computer für Kinder zu schreiben.

Im Dez. 1999 fingen wir die Bauarbeiten an unserem Haus an. Ich konnte mit zwei "Jahresurlauben" und mehreren hundert Überstunden mit Billigung meines damaligen Chefs, dem ich hiermit einen Dank ausspreche, zusammen mit meinem damals arbeitslosen Bruder und einem Freund, derzeit ebenfalls arbeitslos, sowie einem Onkel, innerhalb eines
knappen Jahres den kompletten Bau selbst erstellen. Das hat zwar viel Schweiß, Blut und Tränen gekostet aber wir waren sehr stolz im Nov. 2000 ins Haus einzuziehen.

C., den wir ursprünglich mit eingeplant hatten, durfte auf Grund seines Verhaltens und der mehrfachen "Androhnung" der Konsequenzen, letzendlich auf ihr Betreiben hin, nicht mit einziehen. Er zog zu seiner Oma (väterlicherseits).
B. wurde im neuen Kindergarten angemeldet und fand auch schnell neue Freunde. M. wechselte, genau wie ich, den Fußballverein und konnte sich, da auch zwei Cousins in der Mannschaft waren, sehr schnell eingewöhnen.
Da ich mich auch schon im alten Verein engagierte, bekleidete ich nach kurzer Zeit auch im neuen Verein einen Posten. Die Eingewöhnung am neuen Wohnort verlief somit gut, prima Nachbarschaft mit einbegriffen.

Nach kurzer Zeit im neuen Heim wollte sie sich verändern und fing an, für eine Kosmetikfirma Produktparties zu veranstalten und im "Schneeballsystem" andere Leute für ihre Sache zu gewinnen. So weit nix gegen zu sagen, würde sie nicht immer mein Girokonto, über das sie eine Vollmacht besaß, dazu benutzen, Großbestellungen (weils ja mal wieder soooo supergünstig ist und sie doch nur verkaufen muß), manchmal 1000,- - 2000,-€, zu besorgen. Diese Sachen standen im EG des Hauses rum oder in der sowie hoffnungslos, mit ihrem Trödelkram, überfüllten Garage.
Sie besuchte dann "Firmenstrategie-Lehrgänge" um sich zu vergrößern. Die Telefonkosten beliefen sich mittlerweile im astronomischen Bereich, so das ich auf einen günstigen Anbieter wechselte. Trotzdem kostete mich der Spaß noch ca. 250,-€ im Monat. An vernünftige Hausarbeit war bei soviel anderen Aufgaben natürlich nicht mehr zu denken und sie
engagierte wieder eine Bügelhilfe und dachte über die Anstellung einer Putzfrau nach.
Sie wollte wieder die "Herrin des Hauses" spielen und alle nach ihrer Pfeife tanzen lassen. Den Kontakt zu einer langjährigen Freundin, Inhaberin eines Blumenladens, hatte sie abgebrochen nachdem diese nicht in ihrem Sinne handelte. Ebenso machte sie eine der neuen Nachbarinnen schlecht, die sie mit in ihr "Geschäft" ziehen wollte, die aber auch nicht in ihrem Sinne handelte.
Sie hatte in dem Job auch gewisse Erfolge und fing an, sich "geschäftsmäßiger" zu kleiden, wie sie meinte. Alle anderen, inklusive meiner Wenigkeit, sagten nur, das sie sich "aufbretzelte", Sonnenstudio, Lederbuxen, hohe Schuhe inklusive.
Ich kümmerte mich mittlerweile, neben meinem Job, ums kochen, waschen und dgl. Meine Mutter besuchte uns einmal die Woche um uns ein wenig zu helfen, Fenster putzen, etc. Doch auch dieses Verhältnis konnte sie zerstören, indem sie, wie immer, alles besser wußte, und jede Arbeit zu bemängeln wußte.
Auch darauf angesprochen machte sie immer die andere Person dafür verantwortlich, das es nicht klappt.
Es kam wie es kommen mußte. Die abendlichen Termine häuften sich, Sie machte B. der mittlerweile zur Schule ging, morgens keine Schnitte mehr. B., mit dem ich immer sehr viel unternahm, erzählte mir dieses. Darauf angesprochen meinte sie, das wäre ja nur 1-2 mal vorgekommen und sie müßte auch mal ausschlafen.
Also übernahm ich das Schnitte schmieren um kurz nach 5 uhr morgens, da ich um 5.40 Uhr zur Arbeit aus dem Haus gehe.
B. kam in der Schule gut mit, sah nur oftmals sehr erschöpft aus. Wie sich herausstellte weinte er oftmals nachts, nachdem ich ihn ins Bett gebracht hatte. (Seine Mutter war ja immer weg, zu "Terminen") Beim zu Bett bringen war allerdings davon nichts zu merken, er war immer sehr froh, das ich noch ein wenig mit ihm spielte.
Allerdings beklagte er schon mehrfach, das die Mama ihn nie ins Bett bringen würde. In der Schule kam er auch nicht mehr so gut mit.
Zu dieser Zeit ging ich zusätzlich bei einem Freund in dessen Firma noch Samstags arbeiten. Von diesem Geld machte ich mit B. und einigen Vätern aus der Nachbarschaft (Vater-Kind-Tour) im Sommer 2003 einen tollen Paddel-Urlaub in Meck.Pomm. War übrigens der absolute Hit, sowas mit Kindern mal zu machen. Wer Interesse hat, dem kann ich mit Infos aushelfen.

So kam es, das sie mit ihren Freundinen eines Abends in ein etwas weiter entferntes Tanzetablissement fuhr.
Ein paar Tage später spürte ich ein wohl "berufsbezogenes" Misstrauen. Mir juckte die Nase, auf die ich mich schon in meinem Beruf immer verlassen konnte. Ich suchte nach Auffälligkeiten in ihrem Verhalten. Ich hatte den großen Verdacht, das sie mich mit einem anderen betrogen hatte.
Ich fand eindeutige SMS dieses Anderen auf ihrem Handy. Darauf angesprochen verharmloste sie das und meinte nur, ich hätte an ihren Sachen nichts zu suchen.
Kurze zeit später fand ich in ihrer Jackentasche die Quittung eines "Stundenhotels", in dem sie sich mit dem anderen vergnügt hatte.
Damit war der Drops gelutscht und ich stellte sie vehemt zur Rede. Der Frust war nun vollkommen, als Mann anständig arbeiten zu gehen, sich um den Hausbau, die Finanzierung, ihre Geschäftskosten, die Hauspflege, kochen und natürlich mit B. zu spielen, Hausarbeiten zu machen, mit ihm schwimmen gehen, Schulbesuche und Elternsprechtage wahrzunehmen
und dann von der aufgeberetzelten Alten auch noch betrogen werden.

Das war zuviel und es wurde auch ein paar mal laut bei uns. Scheinbar sah sie aber ihr Fehlverhalten ein und wir einigten uns auf die Trennung. Da wir beide zu 50% im Grundbuch stehen und bei den Banken zu 50% haftend sind dachten wir an einen Umbau des Hauses. Da so etwas bei einem Einfamilienhaus nur schwer zu realisieren ist, zog sie mit M. im Juli 2004 aus. B. wollte auf alle Fälle bei mir bleiben. Am 15.08.2004 meldete sie sich um und das
Trennungsjahr begann. Wir einigten uns ohne Stress, welche Sachen sie mitnehme und welche mir blieben. Zum Glück habe ich einen großen und auch guten Bekanntenkreis über den ich schon nach kurzer Zeit die mitgenommen Möbel adäquat ersetzen konnte.
Im Juli fuhr ich dann mit B. und meiner Mutter zwei Wochen zum Urlaub an den Gardasee um mal auszuspannen. B. hat es genossen, jeden Tag super Wetter, paddeln, bis der Arzt kommt, Pizza essen und Abend Karten spielen, bis es raucht.

Nach dieser Zeit habe ich mal im Internet in Partnerbörsen reingeschaut. Habe dann auch einen Account erstellt und mich auch mal mit Frauen getroffen, war aber bis dato noch nicht der Hit. Unten folgt dann mehr.

Da sie zwischenzeitlich einen Bestellshop eröffnet hat, teilten wir die Autos auf, Sie das neue, ich das alte, fahre eh mit dem Zug zur Arbeit.
Um die Situation mit dem Haus zu klären, haben wir eine gute Lösung gefunden. Wir haben einen privatrechtlichen Vertrag aufgesetzt der beinhaltet einen Unterhaltsverzicht beiderseits, die Haftungsentlassung meiner ex, die Umschreibung des Hauses und der Fahrzeuge, den Aufenthaltswunsch von B. und unsere Scheidungsabsichten.
Mit diesem Vertrag habe ich dann bei den Banken vorgesprochen. Nach diversem hin und her wurde über einen Notar (Kanzleikollege eines mit mir befreundeten Anwaltes) eine Übereignisabsicht erklärt. Diese liegt nun nach Eingang aller Bankeinverständnisse beim Grundbuchamt zur Umschreibung der Eigentumsverhältnisse.
Die Fahrzeug sind mittlerweile umgemeldet. Sobald mir die Umschreibung vorliegt, stelle ich über meinen Anwalt den Scheidungsantrag, schätze mal so Anfang 2006.
Da freu ich mich schon drauf!!
Ich leiste ihr bis 12/2005 noch eine "Krankenkassen-Beihilfe" in Höhe von 150,-€ pro Monat, da B. noch über sie krankenversichert ist.

Ende August erhielt ich über meinen Account in der Partnervermittlung mal wieder eine Nachricht. Da ich grundsätzlich alle Mails beantworte, so auch diese. Noch ahnte ich ja nicht, das da das Glück auf mich wartet.
Erst habe ich mit dieser Frau mal gemailt und festgestellt, das sie in meiner Nähe wohnt, ebenfalls einen Sohn hat, auch in Trennung lebt und ziemlich auf meiner Wellenlänge lag. Hat zwar nix mit Fußball am Kopf, aber das ist ja nicht entscheident. So kam es, das wir unsere Tel. Nummern austauschten und den anderen mal liver hörten. Hat mir direkt gefallen und ihr auch. Haben uns dann am 17.09.2004 zu einem Date verabredet, wo es einfach nur "KLICK"
gemacht hat. Wir sind seitdem ein glückliches Paar und konnten sogar schon unseren ersten "Jahrestag" feiern.
Auch die Familie akzeptierte meine "Neue" sofort. Da die Familie meiner Ex größer ist und ich immer ein gutes Verhältnis zu allen hatte, wurden B. und ich auch zu jedem Familienfest eingeladen. Dem sind wir auch, so es ging, immer nachgekommen. Auch mit C., der mittlerweile mit seiner Freundin zusammen wohnte, besserte sich das Verhältnis. Er spielt auch in unserem Verein Fußball und er hat seine "wilde" Vergangenheit hinter sich gebracht. Manchmal dauert es eben etwas, bis man gewisse Sachen einsieht.
Als bekannt wurde, das ich eine neue Freundin habe wurde diese und J. (ihr Sohn) gleich zu Familienfesten mit eingeladen. So auch zur Hochzeit von C., dessen Schwiegervater kurz vorher verstarb und welcher jetzt in meiner direkten Nachbarschaft lebt. Meiner Freundin waren diese Feiern natürlich etwas suspekt, da sie mit der Familie meiner Ex ja eigentlich nix zu tun hatte. Trotzdem nahm sie diese Termine wahr und gehört jetzt einfach dazu.
Bei der Hochzeit von C. sahen sich meine Ex und meine Freundin das erste mal. Allerdings ging die Sache cool und ohne Streß ab.
Mittlerweile ruft meine Ex öfters mal an um sich nach B. zu erkundigen oder zu fragen ob er mal bei ihr übernachten will, was aber nicht sehr häufig vorkommt (7-8 mal im jahr). Wir haben auch keine festzurrende Besuchsregelung vereinbahrt, was es B. möglich macht, wenn er Lust hat, einfach anzurufen und das auszumachen.
B. hat im Sommer 2005 in die Realschule gewechselt und kommt dort sehr gut zurecht. Er hatte auch schon in der Grundschule ein Abschlußzeugnis-Schnitt von 2,0.
Mit der Ex sind alle Scheidungsrelevanten Sachen geklärt, so das ich hoffe, Anfang des Jahres, Vollzug melden zu können.
Man sieht an meinem Fall das es auch mal, nach anfänglichem Streß, vernünftig über die Bühne gehen kann.
Wichtigstes Hilfsmittel in allen diesen Phasen ist übrigens die Kommunikation!!! Über den eigenen Schatten zu springen, nicht laut zu werden und "vernünftig" miteinander zu reden.

Melde mich wieder.
Robsche

[Editiert am 28/10/2005 von Robsche]


Zitat
Geschrieben : 27.10.2005 15:07