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(@mori74)
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Hey

Meine Geschichte fängt vor 6 Jahren an. Ich bin mit meiner Frau nun seit über 16 Jahren zusammen und auch seit 10 Jahren verheiratet.Wir haben mittlerweile 3 Mädels die größte wird nun 16 die mittlere ist 14 und die kleinste ist 7.
Vor der Geburt der kleinsten hatten wir eine anstrengende zeit zu überwinden in der wir uns auch fast getrennt hätten. Wir konnten uns aber wieder zusammenraufen und bis zum 2.Lebensjahr der Kleinsten war es eine gute Zeit.
Ich ging ingesammt 4 Jahre weniger arbeiten um mich mehr um die kleine zu kümmern und es war wundervoll. Wir haben  so einen engen liebevollen Kontakt entwickelt und sehr viel zeit miteinander verbracht.  Die großen entwickelten  nach und nach ihren eigenen Kopf und entdeckten so langsam Hobbys und Feunde. Dann kam es knüppeldick für mich..... meine Frau hatte sich in eine andere Frau verliebt. Das war vor 6 Jahren ...ich war geschockt und sie wohl auch es dauerte jedenfalls geraume zeit bis sie halbwegs wusste was sie will und das war leider nicht ich.
Ich war verzweifelt bin es teilweise immer noch , denn ich konnte mir ein Leben ohne meine Kinder täglich um mich zu haben nicht vorstellen. Den Kampf um meine Frau hatte ich nach einem halben Jahr verloren, aber den um meine Kinder nicht.
Also blieb ich da kümmerte mich weiter um meine Kinder so gut ich konnte und lies meiner Frau ihr leben mit ihrer Gefährtin, förderte es sogar den irgendwann war ich auch froh wenn sie bei ihr war und ich zu hause bei meinen Kindern.
5 jahre ging das ganze und es hinterlies viele Wunden und Spuren, wie ihr euch vorstellen könnt.
Im letzten jahr hatte ich dann für kurze Zeit endlich auch wieder eine partnerin. Es hielt nur kurz...aber es führte dazu das ich im Juli ausgezogen bin in eine eigene Wohnung.Ich hatte es mir nicht so brutal vorgestellt.
Vom ersten Tag an war ich im Eimer hatte Verlust und Existensängste und habe meine Kinder so sehr vermisst. 16 jahre jeden Tag von der Schule oder Kita abholen, Lachen, Krach und Streit und nun einfach nur Stille in meiner Wohnung.
Ich habe überlegt meinem Leben ein ende zu setzen ... und habe mir dann Hilfe gesucht. Beim Psychiater bei meinen Eltern und Feunden und es wurde auch etwas besser.
ich strenge mich an regelmäßig kontakt zu den großen mädchen zu halten. wir telefonieren oder sehen uns auch so zu reden aber die Pubertät hat sie auch voll im Griff und sie alles mögliche im Kopf.
Meine Kleinste hole ich weiterhin wenn ich kann von der schule ab wir spielen am nachmittag oder gehen einfach nur zusammen nach hause und genießen die Zeit.
ich hab sie zum Glück fast jedes 2 Wochenende bei mir und die zeit ist echt schön. Aber ich merke oft wie ich scheinbar neben mir stehe und alles so unwirklich erscheint.Schon kurze Zeit nachdem ich sie zurück zu ihrer Mutter gebracht habe, falle ich in ein loch. Anstatt sich über die schöne Zeit zusammen zu freuen und auf das nächste mal ist da nur sehr viel Schmerz.
das die lütte ganz bei mir lebt, lehnt die Mutter ab. Sie möchte das die 3 Geschwister zusammen bleiben. In der Schulzeit soll sie möglichst auch bei ihr schlafen. ich arbeite im 3 Schichtsystem und so ist es auch nicht immer einfach für mich die kinder so zu sehen wie ich gerne möchte, allerdings klappt es bisher recht gut.
Ich hoffe ich habe nicht zu verworren geschrieben. Ich fühl mich oft allein und verlassen trotz vieler freunde eltern und meinen Kindern und ich hoffe das , dass irgendwann besser wird und aufhört.
Ich danke euch fürs zuhören......Grüße


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 12.02.2013 14:25
(@Brainstormer)

Moin Mori,

willkommen hier bei Vatersein.

Die Existenzängste und der Schmerz sind in der Anfangszeit nach einer Trennung ganz normal. Auch wenn das jetzt für dich nicht hilfreich ist, aber das legt sich nach einer gewissen Zeit, obwohl dies nach 7 Monaten eigentlich schon teilweise geschehen sein sollte, aber wie ich lese, hast du ja bereits psychologische Hilfe in Anspruch genommen.

Ansonsten läuft es doch scheinbar ganz gut mit dem Umgang. Deine Ex scheint dir da nicht allzuviele Steine in den Weg zu legen.

Gruß
Brainstormer


AntwortZitat
Geschrieben : 12.02.2013 18:16
(@oldie)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin

Auch von mir ein Herzliches Willkommen.

Deine Irritation kann ich nachvollziehen. Nur bedenke, Deine Frau hat sich lediglich verliebt - mehr nicht. Und vielleicht entwickelt sich daraus Liebe - mehr nicht. Verstehst Du? Von daher besteht absolut kein Grund, dass bisher gewesene in Frage zu stellen. Im Gegenteil. Es war ehrlich und der Situation entsprechend aufrichtig. Zweifel zu hegen wäre Blödsinn. Soviel zu Deiner Ehe.

Allerdings kann ich Dir in einigen Ausführungen nicht folgen, einfach zu emotional belastet und daher unvollständig:

Den Kampf um meine Frau hatte ich nach einem halben Jahr verloren, aber den um meine Kinder nicht.

Willst Du damit "lediglich" ausdrücken, das ihr noch in gutem Kontakt steht? Oder was?

Aus Deinen weiteren Schilderungen höre ich heraus, dass alle Töchter bei der KM leben, die Jüngste aber gerne zu Dir möchte. Gibt es irgendwelche gerichtlichen Entscheidungen zum Aufenthaltsort oder gar zum ABR/SR für die Mädels?

Ich hoffe ich habe nicht zu verworren geschrieben.

Naja, für eine analytische Betrachtung schon. 😉 Sei's drum. Jeder hat eine zweite Chance, und hier (in einem Forum) gleich mehrere. Okay, zurück zum Leben.

Was tust Du im Moment für Dich selbst, woraus ziehst Du die Kraft, den Allltag und darüber hinaus die familiäre Problematik zu bewältigen? Bist Du allein als Kämpfer unterwegs, oder hast Du Menschen ins Vertrauen gezogen und diese unterstützen Dich? Antworte bitte ausführlich

Gruss oldie


Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.

AntwortZitat
Geschrieben : 12.02.2013 21:08
(@mori74)
Schon was gesagt Registriert

Hi

Ich möchte das bisher gewesene auch nicht in Frage stellen.Ich kann es ja verstehen das sie sich verliebt hat und schätze auch die Ehrlichkeit die sie an den Tag gelegt hat.
Das ich das jedoch nicht schön finde ist aber auch klar. Klar ist das für jeden von uns eine gewaltige Umstellung gewesen.
Was mir immer weh tat war das sie in der ganzen zeit eine Partnerin an ihrer seite hatte. Mit ihr alles mögliche unternommen hat und ich mich auf die Kinder sprich Familie fokusiert habe
und mich dabei fast verloren hab. Vielleicht wäre eine frühere Trennung sinnvoller gewesen, aber der Zug ist nun lange abgefahren und nicht mehr zu ändern.
Jedenfalls hatte ich so einige Jahre mehr, in denen ich mit meinen Kindern zusammmen leben konnte.
Unser Verhältnis war eigentlich die meiste Zeit ganz gut. Die Freizeit gestaltete jeder mehr oder minder für sich selber und ab und an unternahmen wir etwas als Familie, manchmal auch mit ihrer Partnerin. Klar gab es zunehmend Spannungen und die Kompromisbereitschaft lies auch nach aber es ging....keine Lösung ,aber für mich
die einzige die ich mir vorstellen konnte, da alles andere eben sehr schmerzhaft war. Ich will und wollte ja ein Familienleben mit meinen Kindern und Frau. Nach 5 Jahren des so Lebens ging es aber dann doch nicht mehr so weiter.Wir haben bisher weiterhin regelmäßigen und normalen Kontakt.
Unsere Kinder leben alle bei ihrer Mutter , die großen möchten das auch so und die kleine hole ich so oft ich kann zu mir.  Sie sagt sie hat eben 2 zuhause was für ihr seelisches gleichgewicht  auch sehr wichtig ist. Ich glaube fragen würde ich sie nicht von alleine und die Mutter ist der Meinung das die 3 Schwestern schon zusammen bleiben sollen, was ich auch zum Teil nachvollziehgen kann. Es gibt keinerlei gerichtliche oder jugendamtliche entscheidungen. Bisher konnten wir alles im Gespräch regeln , bis auf die unterhaltszahlungen die vom JA berechnet wurden aber nicht tituliert sind. Aber viel übrig bleibt mir bei 3 Kindern leider nicht.
Meine Frau verdient recht gut , was ich ihr auch von herzen gönne. Ich sehe nur sie hat 4 mal mehr geld zur verfügung  hat ein großes auto , hat die 3 kinder bei sich leben und eine Partnerin und ich der das nicht so wollte hat pech.
Meine Kraft ziehe ich aus dem zusammensein mit meinen Kindern ,meinen Eltern, meiner Arbeit und meinen Arbeitskollegen die wie eine familie für mich sind und natürlich meinen Freunden die mich ebenfalls unterstützen.
Darüberhinaus gehe ich zu einer Psychiaterin.
Ich gehe ins Sportstudio und versuche mich so gut es geht zu beschäftigen,es fällt mir jedoch verdammt schwer, vor allem entspannung zu empfinden, wenn ich mit mir alleine bin.

Gruß mori


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 14.02.2013 15:47