Hallo Ihr lieben,
ich bin schon eine Zeit lang stille Mitleserin , nun habe ich mich entschlossen doch auch mal Dampf abzulassen.
Ich bin 29 Jahre , Mama einer wundervollen Tochter 9 Jahre. Vor etwa eineinhalb Jahren habe ich mich von dem Kindsvater getrennt. Läuft auch alles soweit gut!
Ich stehe mit beiden Beinen im Leben habe einen tollen Job , im großen und ganzen kann ich nicht klagen.
Im März diesen Jahres bin ich mit meinem jetztigen Lebensgefährten zusammen gekommen. Ich liebe Ihn , er liebt mich. Alles super.
Nun mein Problem:
Als ich meinen Freund kennengelernt habe war mir nicht klar das mehr aus uns werden wird. Wir haben was getrunken viel geredet.
Er hatte mir auch direkt erzählt das er verheiratet ist und einen kleinen Sohn hat , aber das er absolut unglücklich ist.
1 Woche später hat er sich von seiner Frau getrennt und die Scheidung eingereicht. Er beteuert mir das ich nicht der Grund dafür war aber das glaube ich ihm nicht!
Nun war auch ich eien sogenannte Zweifrau.
Zu allem übel hat er Ihr auch noch erzählt das er eine neue Freundin hat , was für mich alles nur noch schwerer macht.
Sein Nochfrau hasst mich , was ich verstehe! Sein Sohn mag! Gott sei Dank!
Sie macht ihm das Leben schwer . Er darf seinen Sohn nur sehen wenn sie Lust hat. Mal darf ich dabei sein , mal nicht! Ich bin mal ein schlechter Umgang. Mal die Sch....! Mal war der Unterhalt nicht pünktlich auf dem Konto .Ich kann sie ja verstehen , sauer bin ich auch nicht auf sie! Aber sie denk nicht einmal an den kleinen das macht mich krank! Mein Freund leidet extrem unter ihrer Willküre!
Er hat mich gebeten ihn zu Unterstützten ( ich hatte mich ganz aus diesem Thema rausgehalten und mir jeglichen Kommentar verkniffen) das tue ich auch , gerne sogar! Wenn es hilft!!
Vielleicht habt ihr ein paar Tipps für mich , ich wäre dankbar!
Tyra
Ist der Weg auch lang und hart , ich werde es schaffen ihn zu beschreiten! Mit dir mein Schatz!!!!
Hallo Tyra,
mir ist eine Sache nicht klar, nämlich:
1 Woche später hat er sich von seiner Frau getrennt und die Scheidung eingereicht. Er beteuert mir das ich nicht der Grund dafür war aber das glaube ich ihm nicht!
Und warum glaubst du ihm nicht? Oder, mal ganz provokant gefragt: Wie kannst du einen Mann lieben, dem du in einer so wesentlichen Frage vorwirfst, dass er lüge? Und bedenke bitte, er hat dir ja schon ganz am Anfang dieses gesagt:
Er hatte mir auch direkt erzählt das er verheiratet ist und einen kleinen Sohn hat , aber das er absolut unglücklich ist.
Offen gestanden, "absolut unglücklich" klingt nicht nach jemandem, der erst noch einen Grund braucht, um sich von seiner Frau zu trennen. Spitzfindige Leute unterscheiden ja gerne zwischen der Ursache und dem Anlass. Vielleicht warst du zwar der Anlass für ihn, seine Frau zu verlassen; die Ursache aber war, dass seine Ehe ohnehin längst kaputt war. Ich will nicht behaupten, dass es tatsächlich so gewesen sein muss (schließlich kenne ich weder dich, noch ihn, noch seine Ex), aber überlege du für dich selber einmal, ob es nicht so gewesen sein könnte. Denn wenn ein Haus so baufällig geworden ist, dass ein einzelner Regentropfen es zum Einsturz bringen kann - ist es dann wirklich die Schuld des Regentropfens, wenn das Haus tatsächlich einstürzt? Und sogar wenn man es so sieht: Hätte nicht jeder andere Regentropfen genau das gleiche bewirkt?
Was das Verhalten seiner Ex betrifft: Zu einem gewissen Grad kann ich es verstehen, denn es verletzt vermutlich jeden Mann und jede Frau in seinem/ihrem innersten Kern, nicht nur verlassen zu werden, sondern dabei auch gleich seinen Nachfolger bzw. ihre Nachfolgerin präsentiert zu bekommen (und ja, ich weiß wovon ich rede, meine Demnächst-Ex hat genau dieses Spiel mit mir gespielt). Allerdings, wenn ich sage, dass ich ihr Verhalten verstehe, dann bedeutet das nicht, dass ich es auch gutheiße: Sie mag ihn hassen, aber sie darf ihren Hass nicht auf dem Rücken eines Kindes ausleben. Dein Freund wird also sehen müssen, dass er seine Ex freundlich aber bestimmt dahin bringt, wo sie und er sich auf vernünftige Lösungen für ihr gemeinsames Kind einigen können. Wie du sagst, liest du schon eine Weile hier mit, also weißt du, was ich meine (gibt genug Leute hier, die ähnliche oder sogar viel heftigere Probleme haben wie dein Freund). Im übrigen: Bei Fragen einfach fragen.
Viele liebe Grüße,
Malachit.
Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.
Moin,
herzlich willkommen auf Vatersein!
Ich gebe meinem Vorschreiber recht. Die neue Beziehung kann ein Auslöser gewesen sein, ein Grund war es in jedem Fall nicht. Du hast ihm vermutlich einfach (ob bewusst oder unbewusst ist egal) einen Schubs gegeben. Das mit seiner Liebe zu Dir nichts zu tun und ich glaube ihm ...
Das die Ex verletzt ist, leuchtet mir ein. Das hat viel damit zu tun, dass nicht die Gründe versucht werden zu sehen, sondern man nur unreflektiert das Verhalten des anderen bewertet und sich selber völlig außer acht lässt. Im ürbigen eine sehr typische weibliche Eigenschaft, wenn ich dies mal von meiner Seite bemerken darf.
Das sie den Druck über das Kind ausübt, zeigt auch, wie hilflos und armseelig diese Frau ist und das ihr anscheinend ansonsten die Argumente fehlen.
ABER, wie stellt er sich eine Unterstützung vor?
Das Du ihn Emotional auffängst, gut, akzeptiert. Das Du für ihn die Arbeit machst, nicht, in gar keinem Fall.
Erstens wäre dieser Kampf der Beziehungskiller Nummer Eins. Zweitens ist es sein Kind und er ist der Vater und er muss sich der Situation stellen UND er muss eine Basis mit der KM finden.
Reiche ihm den PC und er soll sich hier anmelden .... Im Grunde bleibt ihm als ersten Schritt nur das Standardprozedere; Moderation, Erziehungsberatung und evtl. (auch wenn ich es nicht mag) das Jugendamt. Diese Stellen können vermitteln und eine vernünftige Gesprächsbasis zwischen den Eltern schaffen.
Sollte es später zu entsprechenden Verfahren kommen, wird man um diese Stellen eh nicht drumherum kommen. Ist also besser, vielleicht bereits jetzt einen guten Draht zu diesen aufzubauen.
Gruß
Kasper
Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht Ändern kann, den Mut, Dinge zu Ändern, die ich Ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
