Hallo,
seit einiger Zeit lese ich in diesem Forum die Kommentare und bin echt überrascht wie viele Väter es doch gibt, die wirklich am Wohl der Kinder interessiert sind und mit Erschrecken sehe ich viele Mütter den Vätern das Leben zur Hölle machen, für mich nicht nachvollziehbar.
Was würde ich für meine Kinder drum geben, wenn sie einen Vater hätten, der Interesse zeigt.
Leider gehört mein Ex-Mann zu denen, die keine Verantwortung übernehmen können.
In Stichpunkten kurz meine Geschichte:
- 14 Jahre Ehe – 2 Wunschkinder
- Trennungsjahr 2003
- Scheidung 2004 – 2 Kinder 13 und 15 J.
- Scheidungsgrund (mehrere Zweitbeziehungen meines Mannes – nach der 3. Freundin
ging es für mich nicht mehr, auch der Wunsch die Familie zu erhalten, zählte nach mehreren Fremdgehen nicht mehr!
- also bin ich ausgezogen – Kommentar meines EX, ich kann gut damit leben, Frau und Freundin zu haben, wenn du es nicht kannst, geh dann wird ich dir jeden Stein in den Weg legen den ich finden kann.
- Gesagt – getan
- Mein Ex hat nach einen ¼ Jahr Trennung, Aufhebungsvertrag mit seiner Firma gemacht – war dann arbeitslos!!!
- Wurde ca. halbes Jahr von der Arbeit freigestellt, bekam weiterhin sein Gehalt und hat in dem halben jahr noch für die Kinder bezahlt.
- Ich hab auf Ehegattenunterhalt verzichtet, im Gegenzug hat er mir versprochen Kindesunterhalt zu zahlen
- Nach meiner schriftlichen Erklärung über meine Anwältin, das ich auf Ehegattenunterhalt verzichte, hat er dann den Kindesunterhalt auch eingestellt – das zum Thema versprochen!
- Bis zum 12. Lebensjahr habe ich Unterhaltsvorschuss bekommen
- Von 2004 – 2006 habe ich mich mit Jobs wie Putzen, Kinderbetreuung, Bedienen im Cafe, Zeitung austragen über Wasser gehalten, da ich mir den Weg zum Amt sparen wollte, hab es auch geschafft uns einigermaßen über Wasser zu halten
- Obwohl meine Tochter starke Probleme in der Schule hat (eine ausgeprägte Legasthenie (Lese- und Rechtschreibschwäche) u. Ansätze einer Dyskalkulie (Rechenschwäche), war mein EX nicht bereits mir bei den Kosten einer Therapie zu helfen, obwohl er selbst Legastheniker ist und wissen müsste wie dringend es erforderlich ist das Kind zu unterstützen. Kosten werden vom Jugendamt nur für 11/2 J. übernommen, dann ist man auf sich gestellt, egal ob das Kind noch Hilfe braucht oder nicht.
- Nun seit 2003 ist mein EX arbeitslos, Bewerbungsbemühungen für einen Job in den 6 Jahren vielleicht 10-20 Bewerbungen, die er nachweisen kann.
- Seit 2007 zahlt er jeden Monat 50,--€ freiwillig, obwohl er als Hartz 4 Empfänger , lt. Jugendamt gar nicht zahlen müsste. In den Wintermonaten ist er arbeitslos und im Sommer arbeitet er angeblich für 40 Std./Woche als Pferdepfleger und verdient 700,-- € netto, also auch nicht soviel um zahlen zu können.
- Der Titel, der Scheidung, besteht nach wie vor
- Lt. Jugendamt sollte ich, bzw. habe ich schon 3mal in den Wintermonaten auf Unterhaltszahlungen für die Kinder verzichtet
- Jetzt sehe ich es aber irgendwie nicht mehr ein, ich buckele wie ne verrückte um uns über Wasser zu halten (habe mittlerweile einen Halbtagsjob) und 400€ job, immer weniger Zeit für die Kids, kann kaum noch die Förderung des Schulschwachen Kindes übernehmen, Therapie kann ich mir nicht leisten und soll dann auch noch lt. Jugendamt auf den Kindesunterhalt verzichten. Das Jugendamt meint ich hätte keine Chance, da er freiwillig 50,-- € zahlt, obwohl er nicht müsste und das würde mir das Genick brechen. Wenn er eine Unterhaltsabänderungsklage anstrebt, würde ich den Prozess verlieren, auf den Prozesskosten sitzen bleiben (was mir das Genick brechen würde), so das Jugendamt – und alles nur weil er 50,--€ zahlt, für mich nicht nachvollzeihbar
- Kinder haben ihren Vater schon seit 2003 nicht mehr gesehen, er hat Kontakt abgebrochen
- Hat sie nach der Trennung nur 2mal geholt und ihnen nur ein schlechtes Gewissen gemacht, das sie schlechte Kinder sind weil sie sich nicht melden.
- In der Schule waren sie nur verhaltensauffällig (geweint, keine Konzentration), 1 Jahr Erziehungsberatungsstelle und viel Zeit und Liebe habe ich gebraucht um ihr Selbstwertgefühl wieder herzustellen
- Also auch hier keinerlei Interesse
- Ach ja eine Privatinsolvenz läuft auch noch bei ihm! Hier lässt er schlauerweise Motorrad, Auto u.s.w. über seine Eltern laufen
Meine Frage: ist das richtig so, muss er sich gar nicht bewerben, oder Arbeit suchen, kann ich gar nichts machen.
Bin weis Gott niemand der jemanden ausnehmen möchte, aber manchmal weis ich auch nicht mehr wie ich das alles schaffen soll, brauch ja auch nicht der volle Unterhalt sein, aber wenigstens etwas Unterstützung!
Weis vielleicht jemand was ich tun kann, muss ich den immer verzichten, wie das Jugendamt sagt????
Kann mir vielleicht hier jemand helfen????
Gruß
camaja
Hallo,
wie ist denn 'Lt. Jugendamt sollte ich, bzw. habe ich schon 3mal in den Wintermonaten auf Unterhaltszahlungen für die Kinder verzichtet' und 'muss ich den immer verzichten, wie das Jugendamt sagt?' zu verstehen? Und was bedeutet 'Der Titel, der Scheidung, besteht nach wie vor', was ist das für ein Titel?
/elwu
Hi,
hast Du den KV mal gefragt, wohin die Reise gehen soll ? Was wünscht er sich ?
Obwohl die Kinder bereits älter sind arbeitest Du nicht in Vollzeit. Wie kommts ?
Ich ziehe nicht aus.
Naja, sie hat einen Halbtagsjob und einen 400,- Euro Job. Unterschätzen würd ich das nicht.
Hallo camaja,
ich kann das nicht nachvollziehen,das ein Mann nicht seine Kinder sehen möchte und sich von Ihnen abwendet.
Waren die Kinder all die Jahre denn nur eine " Last " ?
Ich wünsche Dir alles gute und Kraft
Jens
Hallo Hamburg 2000,
was du mit deiner Reise meinst versteh ich nicht ganz.
Ich arbeite 120 Std. im Monat - plus Nebenjob - ES IST NICHT SO DAS ICH DIE HÄNDE IN SCHOSS LEGE!!!!
Vollzeitstelle hab ich noch keine gefunden.
Außerdem hat wohl nicht nur einer ALLES zu tragen, und der andere kümmert sich um nichts mehr - schließlich waren es ja wohl Wunschkinder auch vom Vater.
Gruß Camaja
Hallo elwu,
das soll heißen ich habe einen Titel für die Unterhaltsansprüche, da mein EX seit 6 Jahren arbeitslos ist, konnte er den Titel ja nicht bedienen.
Der Anwalt meines Ex hat mich aufgefortert für 1/2 Jahr auf den Anspruch aus dem Titel zu verzichten, sodaß in der Zeit das Geld nicht aufläuft.
Sobald die Frist der Verzichtserklärung abgelaufen ist, läuft der Titel wieder weiter.
Haben Jugendamt und RA meines EX so abgeklärt und ich habe dreimal so eine Verzichtserklärung unterschrieben, da mir gesagt wurde.
Außerdem wollte ich nochmal klarstellen, das ich hier meinen Ex nicht abzocken will, sondern lediglich möchte, das auch er sich an den Unkosten beteiligt, denn es sind ja auch seine Kinder.
Gruß
camaja
