Hallo Leute,
ich lese seit einiger Zeit mit und kann vielen hier nur mein Beileid aussprechen. So viel Ungerechtigkeit, die dort widerfahren wird... Mir fehlen die Worte.
Wie die Überschrift schon sagt, kam es bei und zum Eklat und erst in dessen Verlauf zu echten Gesprächen, die bestimmte Verhaltensweisen von uns beiden aufzeigten. Ich nenne das im Nachhinein "heilsamer Schock". Auch das Schreiben vom Anwalt: "Herr soundso, verlassen Sie innerhalb der nächsten zwei Wochen die gemeinsame Wohnung". Nicht schlecht. Wir gehen jetzt zur Paartherapie.
Bei meiner Frau öffneten sich erst die Augen, als unsere Kleine mit Krokodilstränen weinte: "Papa, mein Papa, du darfst nicht gehen." Keine schöne Situation für unsere Tochter, aber auf lange Sicht hat sie jetzt gewonnen. Nämlich Mamma und Papa.
Also eigentlich gehöre ich hier nicht unbedingt her. Ich war eben nur mal kurz emotional geschieden. Was bleibt ist, daß ich keinen Handschlag mehr für die gemeinsame Wohnung machen kann. Das Geld investiere ich lieber in Dinge, die ich mitnehmen könnte. Dieses Vertrauen ist unwiederbringlich zerstörrt.
Ansonsten genieße ich jeden Tag mit meiner süßen Tochter, und die Mutter find ich auch ganz sexy :wink:.
Haltet die Ohren steif,
Gruß Jörg
Sei froh, Scheidung ist nichts schönes.
Es war einmal: Eine strahlende Braut, ein glücklicher Bräutigam und eine schöne Feier. Alle Freunde und Bekannte sollten Zeuge werden von ihrer Absicht, ihr Leben gemeinsam zu verbringen. Einige Zeit lang war ihr Glück auch vollkommen. Gegenseitiges Verständnis und Harmonie waren an der Tagesordnung. Beide fühlten sich zufrieden und geborgen, das Glück wohnte mit im Haus. Es gab den einen oder anderen Streit, das ist ja normal. Und die Sache mit den unangenehmen Gewohnheiten des Partners, die nicht ausgesprochen wurden, weil sie so peinlich sind. Na ja, das gibt es doch in jeder Ehe, oder? Aber wie kommt es, dass sie jetzt ausziehen will? Warum ist aus Harmonie ein Zustand des Kleinkriegs geworden? Warum finden keine Gespräche mehr statt und stattdessen nur noch Streitereien? Ist diese Ehe überhaupt noch zu retten?
Gemeinsam auf dem Sofa sitzen und fern zu sehen ist noch keine Gemeinschaft. Und wenn jede Frage als Kritik aufgefasst wird, jeder Versuch, den Partner zu einer Aktivität zu bewegen, einem Gespräch mit der Wand gleicht, dann wird das Zusammenleben zur Belastungsprobe. Oft wird eine zuvor lebendige Lebensgemeinschaft zu einer starren Welt aus Gewohnheiten und Erwartungen, die beide unzufrieden macht. Wie es dazu kommt, ist ein typisch menschliches Phänomen: Wir verlangen nach Geborgenheit. Diese suchen wir in einem Zusammenleben mit gewissen Absprachen. Wir möchten wissen, dass morgen alles noch so ist wie heute. Also einigen wir uns auf gemeinsame Abläufe und entwickeln Gewohnheiten. Diese vermitteln uns ein Gefühl von Sicherheit. Das ist wichtig und eine Basis für ein gemeinsames Leben, das auch Kindern zugute kommt. Aber es hat auch einen Haken: Wenn diese Form von Gemeinschaft selbstverständlich wird, unbeweglich und ohne Leben, dann entspricht sie nicht mehr dem Bedürfnis eines oder beider Partner.
Eine Ehe wird in den meisten Fällen aufgrund emotionaler Aspekte geschlossen. Die Verliebtheit war der ursprüngliche Grund für diese Verbindung. Und dass dieses Gefühl sich im Laufe des Lebens verändert ist ganz normal. Dennoch ist die häufigste Ursache für Unzufriedenheit und Streit in der Ehe das Gefühl, als selbstverständlich hingenommen zu werden. Es war eine emotionale und freiwillige Entscheidung, diese Ehe einzugehen. Sie ist bereichernd für das Leben der Partner, oder sollte es sein. Und so will sie auch gesehen werden: als etwas Wertvolles. Konzentrieren sich die Ehepartner nur noch darauf, jeden Abend das selbe zu tun weil sie es so gewohnt sind, dann leidet die Einmaligkeit dieser Verbindung.
Will einer der Partner die Ehe verlassen, wird dem anderen oft erstmals bewusst, wie wertvoll ihm oder ihr die Lebensgemeinschaft ist. Und es ist nicht zu spät, an der Misere etwas zu ändern. Mit der richtigen Einstellung kann die Ehe gerettet werden. Wichtig ist vor allem, bei sich selbst anzufangen. Aus dem Kreislauf von Missverständnis und Vorwürfen aus zusteigen ist nicht leicht, doch es kann gelingen. Der Gewinn kann sehr groß sein, doch zuvor muss auf eines verzichtet werden: auf das “Recht haben”. Jeder neue Streit sollte vermieden werden, was nicht gelingen wird, wenn im Gespräch die Schuld des einen oder der anderen gesucht wird.
Eine gute Methode ist, im Gespräch die Worte “Du”, und “Wir” zu vermeiden. Auch sollten keine Fragen gestellt werden. Das führt dazu, dass die eigenen Gefühle wieder ausgesprochen werden, ohne dass Vorwürfe formuliert werden. Der Partner fühlt sich weniger angegriffen wenn er nicht direkt angesprochen wird, sonder nur hört, wie es der/die andere empfunden hat.
Oft glauben die Partner, wenn sie keine Kritik üben, würden sie die Beziehung stärken. Das ist aber ein Irrtum. Unausgesprochene Kritik, besonders wenn es um Dinge geht, die für den täglichen Ablauf in einer Ehe wichtig sind, ist dennoch vorhanden. Sie gärt im Unterbewusstsein und sucht einen Weg nach draußen. Manchmal findet sie diesen in ganz ungeeigneten Situationen, zum Beispiel bei einem Fest mit Freunden, wenn es feucht-fröhlich zugeht und die Hemmschwelle sinkt. Es ist deshalb für die Gesundheit einer Ehe sehr wichtig, Kritik so zu äußern, dass der andere auf seine Art damit umgehen kann. Um die Ehe zu retten, kann einer der Partner damit anfangen, Beobachtung und Gefühl für sich zu unterscheiden. Das würde so aussehen: “Ich sehe, dass du deine Kleider auf dem Boden verteilt hast. Ich fühle mich dadurch unwohl.” Das klingt anders als zu sagen: “Du bist so ein Chaot, warum hat dir deine Mutter bloß keine Ordnung beigebracht?” Oder?
Oft wissen die Partner voneinander nicht, was sie für den/die anderen tun können. Wenn sie wüssten, wie sie ihn oder sie glücklich machen könnten, würden sie es tun. Doch durch unsere Angst, dem anderen die eigenen Bedürfnisse mitzuteilen, blockieren wir auch den Informationsfluss, den das Gegenüber braucht um uns zu verstehen. Wir erwarten, dass der Partner weiß, was wir wollen. Und er erwartet vielleicht das Gleiche. Doch beide sind ganz individuelle Personen, die sich zudem auch noch verändern. Beginnen wir damit, den anderen an unseren Gefühlen und Beobachtungen teilhaben zu lassen, kann er oder sie entsprechend darauf reagieren. Bevor wir also sagen: “Ist ja klar, dass du wieder das falsche Brot gekauft hast, man kann dich auch gar nichts machen lassen!”, sollten wir überlegen, ob wir mitgeteilt haben, welches Brot wir gern haben wollten. Oder haben wir nur gehofft, der oder die andere könnte Gedanken lesen?
Ein großes Missverständnis kann auch aus den geschlechtsspezifischen Unterschieden entstehen. Und die gibt es. Das war vermutlich ein reizvoller Aspekt, als die Ehe geschlossen wurde. Die Emotionalität der Partnerin oder die Rationalität des Partners zu verurteilen, trägt nicht zu einer guten Kommunikation bei. Wenn die Partnerin also emotional reagiert, ist es besser, auf die eigenen Gefühle hinzuweisen, als zu argumentieren, dass Gefühle unvernünftig sind.
Hat einer der Ehepartner den Wunsch, die Ehe zu retten, stehen die Chancen sehr gut. Mit einer veränderten Kommunikation ist schon viel gewonnen. Häufig ist Distanz für eine gewisse Zeit sehr heilsam. Auf keinen Fall sollte der Partner unter Druck gesetzt werden. Hilfreich kann auch eine Therapie sein, besonders wenn alte, persönliche Probleme in der Ehe Thema waren. Sind beide Partner bereit, an der Ehe zu arbeiten, bietet sich eine Paartherapie an.
Hi daddy_o
Herzlich Willkommen
Eine Paarbeziehung über die Krokodilstränen des gemeinsamen Kindes kitten zu wollen ist, als ob man zwei Stahlträger mit Sekundenkleber "verschweißt". Sicher, erst einmal wird es halten. Eine Paartherapie halte ich da schon, wie von euch angegangen, für deutlich vielversprechender. Ich könnte auch akzeptieren, dass "Schockzustände" einem Menschen die Augen öffnen. Aber:
Was bleibt ist, daß ich keinen Handschlag mehr für die gemeinsame Wohnung machen kann. Das Geld investiere ich lieber in Dinge, die ich mitnehmen könnte. Dieses Vertrauen ist unwiederbringlich zerstörrt.
DAS halte für einen permanenten Bruch einer Paarbeziehung. Du genießt nach eigener Aussage die Anwesentheit eures Kindes und dessen Glücklichsein (von den Problemen im Moment Null Ahnung), ebenso die für Dich weiterhin vorhandenen Attraktivität Deiner Frau. Hört sich für mich in der Gesamtheit nach einem Abhängigkeitsverhältnis Deinerseits von "materiellen Dingen" an. Naja, das Kind nicht ganz betreffend, aber m.E.n. zumindest ansatzweise vorhanden.
Ist das Deine Vorstellung von Glücklichsein?
Gruss oldie
PS: Vielleicht sollte nochmal ein Gedanke an Paartherapie verschwendet werden, in welcher Du genau die Worte widerholst, die Du hier geschrieben hast. 😉
Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
Moin Daddy,
willkommen hier.
Und ich schließe mich den kritischen Worten von Oldie an.
Ich glaube eher nicht, dass Du da "noch die Kurve" gekriegt hast, wenn Deine Frau schon einen Anwalt eingeschaltet hat. Frauen lassen sich im Großteil nicht von ihren Vorhaben abbringen. Sie brauchen wenn noch mehr Zeit für den großen Paukenschlag, aber sie geben diese Planungen nicht auf.
Dieses Vertrauen ist unwiederbringlich zerstörrt.
Das würde ich auch mal sagen. Und das wie "Bruder und Schwester" zusammenleben (so beschreiben es viele Mitglieder hier) wird Dir auf Dauer auch nicht zusagen. Und schön wenn Deine Frau so sexy ist - wenn da nichts mehr läuft zwischen Euch (weil das Vertrauen weg ist), wird das auch über kurz oder lang zu Frustrationen auf beiden Seiten führen.
Schon mal als Tipp falls der nächste Anwaltsbrief eintrudelt (denn Deine Partnerin wird nach der anwaltlichen Beratung schon sehr genau wissen was ihr jetzt zusteht): Nicht ausziehen, nichts unterschreiben, vorher hier nachfragen.
Und auch wenn Du jetzt sagst: "Ach, lass sie mal quatschen". Lies Dir doch einfach mal den Trennungs-FAQ durch. Wenn Du ihn nicht brauchst, um so besser. Ansonsten hast Du schon mal ein paar Hintergründe mehr: www.trennungs-faq.de Gruß Ingo
Danke für eure Antworten. Tja, Garantien gibt es im Leben keine. Woher soll ich wissen was kommt und wie es in Wirklichkeit hinter der Stirn meiner Frau aussieht? Ich kann nur die jetzige Situation bewerten. Und die ist sehr gut. OK, nicht wie mit zwanzig Jahren händchenhaltend über die Blumenwiese hüpfend :). Im Alltag waren wir eh immer Profis. Aber die Streitereien und Vorwürfe haben aufgehört.
Bestimmt läßt einen ein gemeinsames Kind kompromissbereiter sein. Aber ist eine Paarbeziehung nicht immer jede Menge Kompromiss? Mann oh mann, wenn ich mich im nahen Umfeld umgucke: So viel Fassade! Dann lieber aller Welt zeigen, daß der Haussegen schief hängt.
Und zum Thema Materiell: Natürlich ist es ersteinmal ein Schock, wenn man die Wohnung verlassen soll, für die man soviel Zeit und Geld investiert hat. Ein Geschenk, daß man der Familie gemacht hat. Und dazu zähl ich mich auch.
Vielleicht gerade nur eine gute Phase? Mal sehn. Gibt trotzdem, oder gerade deswegen, keine neuen Einrichtungsgegenstände. Auch in diese Richtung ein heilsamer Schock. Frauen gehen ja nicht fremd. Nein, sie verlieben sich neu. Stehen so an der Haltestelle rum und verlieben sich neu. *Ironie aus* Wie gesagt es gibt keine Garantien. Wenn der Busfahrer dann so unglaublich...
Ne, nochmal danke für dieses tolle Forum. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Aber man muß auch aktiv etwas dafür tun. Bei sich selbst ist echt die härteste Aufgabe.
Gruß Jörg
Hallo Leute,
wollte mich noch einmal melden. Direkt vorweg: Wir sind noch zusammen und das Miteinander ist nach wie vor freundlich :).
Natürlich habe ich viel nachgedacht und auch über den Post von Ingo30.
Ich glaube eher nicht, dass Du da "noch die Kurve" gekriegt hast, wenn Deine Frau schon einen Anwalt eingeschaltet hat. Frauen lassen sich im Großteil nicht von ihren Vorhaben abbringen. Sie brauchen wenn noch mehr Zeit für den großen Paukenschlag, aber sie geben diese Planungen nicht auf.
Wahrscheinlich hast du Recht. Ob die Trennung in drei Monaten oder in zehn Jahren sein wird weiß ich nicht. Aber ich glaube auch, daß wenn eine Frau einmal beim Anwalt gesessen hat wird sie es irgendwann durchziehen. Damit habe ich mich abgefunden. Ich mache keine Wochenend- oder Urlaubspläne mehr. Ich repariere nichts und kaufe nichts mehr neu. Das merkt meine Frau natürlich auch.
Ein Anwaltsschreiben ist kein " Heilsamer Schock ", sondern nichts anderes als der größte Vertrauensbruch. Liebe mitlesende Frauen, seid euch darüber bewußt bevor ihr zum Anwalt maschiert.
Hätte auch nie gedacht, daß ich da so sensibel bin. Mal sehn, was kommt.
Haltet weiter die Ohren steif sagt
Jörg
Moin Jörg,
Wir sind noch zusammen und das Miteinander ist nach wie vor freundlich .
Warum sollte eine Exe, die weiss was ihr (dank Anwalt) "zusteht" nicht freundlich sein?
Ob die Trennung in drei Monaten oder in zehn Jahren sein wird weiß ich nich
Jörg, was wir aber wissen ist, dass Du mit jedem Jahr weiterer Ehe den Versorgungsausgleich nach oben treibst - sprich das ist Geld, was Dir im Ruhestand fehlen wird. Dazu steigen mit jedem Jahr potentielle Ansprüche gegenüber Dir.
Wenn ihr beide Eure Beziehung für gescheitert haltet, solltet ihr über eine Eheberatung nachdenken. Ansonsten muss man der Realität ins Auge blicken und eine einvernehmliche Trennung durchführen. Auch dabei können wir helfen.
Den Kopf in den Sand stecken bringt allerdings gar nichts. "Was da noch kommt" können Dir dir erfahrenen Mitglieder hier ziemlich genau voraussagen - dafür brauchst Du nicht abwarten.
Lies Dir einfach mal in Ruhe den Trennungs-FAQ durch - gerade die ersten Seiten. Und überleg mal, wieviel davon auf Deine Situation passt: www.trennungs-faq.de Gruß Ingo
Moin Jörg,
ich schlage in die gleiche Kerbe wie Ingo:
Deine Frau ist schon einmal den Weg zum Anwalt gegangen und weiß nun, was ihr "zusteht". Es wird ihr nicht schwer fallen, diesen Weg ein zweites Mal zu gehen, wenn sie merkt, dass du nicht mehr hinter der Beziehung stehst und auch nichts mehr investierst. Vermutlich siehst du dich also früher oder später tatsächlich mit der gleichen Situation wieder konfrontiert.
Das ihr erstmal "die Kurve gekriegt" habt, gibt dir aber jetzt die Chance, alles zu vermeiden, was bei einer Trennung/Scheidung nachteilig für dich sein könnte. Dies gilt insbesondere für den Zugewinnausgleich. Lies dich in die Trennungsfaq ein und verstehe sie als Warnung und Informationsquelle, aber bitte nicht als Bibel (das haben wir hier auch schon gesehen).
Gruß
Brainstormer
Danke für den Hinweis auf den Trennungs-FAQ. Eine schonungslose und erschreckende Analyse. Diese sollte eigentlich beim Standesamt ausliegen 🙂 .
Bei uns geht es nicht um besondere Vermögenswerte oder einen Streit ums Kind. Deshalb habe ich auch keine große Eile. Aber tatsächlich, auch wenn ich es erst so nicht sehen wollte, bin ich seit dem Zugang des Anwaltschreibens getrennt. Trennung von Tisch und Bett ist doch pillepalle. Entscheidend ist die eidesstattliche Erklärung bei der Scheidung nächstes Jahr (?) über das erfolgreich durchgeführte Trennungsjahr, oder?
Gruß Jörg
Hi,
welche EV?
Du sagst, da lief nix mehr und sie sagt, dass sie dir ab4er noch die Socke gewaschen und für edic hgekocht hat und dann?
Tina
Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
Hi,
welche EV?
Du sagst, da lief nix mehr und sie sagt, dass sie dir ab4er noch die Socke gewaschen und für edic hgekocht hat und dann?
Tina
...und dann geht´s weiter. Ich will mich ja nicht trennen, nur möglichst gut ( vor allem emotional ) darauf vorbereitet sein. Wie heißt es im FAQ so schön? Man lernt sich selbst kennen. Man bin ich cool.
Seit etwa einem Jahr lebe ich mit neuen Prioritäten im Leben.
Wenn es früher Kind, Partnerschaft, Arbeit, Familienurlaub und so waren, sind es heute:
Kind
Eigene Gesundheit
Geld
Das geht natürlich nicht von heute auf morgen, weil es ein komplett neues Denken und Handeln erfordert. Wir sind weiterhin zusammen und zur Arbeit gehe ich natürlich auch, aber es ist nicht mehr besonders wichtig. Und wenn etwas nicht wichtig ist wird man gleichgültig. Was soll ich sagen?
Es geht mir besser denn je.
Ich kann jedem Vater, bei dem es mal "gekracht" hat, nur den Tipp geben erst den TrennungsFAQ zu lesen und dann anzufangen sich neue Prioritäten im Leben zu setzen. Ein interessanter Nebeneffekt ist, daß die Umwelt dann langsam realisiert, daß die ganzen Leistungen eben nicht selbstverständlich sind.
Gruß Jörg
