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Gefühlschaos und Ratlosigkeit

 
(@pauline)
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Ich möchte meine Geschichte vorstellen.
Vor sieben Jahren begann ich ein Verhältnis mit meinen Jugendfreund.Von Anfang an war für mich klar, dass ich mit ihm eine Fmailie haben möchte und habe auf eine Trennung von seiner Frau bestanden. Nach einem Jahr wollte mein Freund die Scheidung einreichen und dann nahm ein endloses Drama seinen Lauf.
er ging nicht zu seiner Frau sondern bezeichnender Weise zu seinem Vater um ihn von der Scheidung zu unterrichten. Das die Ehe für ihn seit langen nur noch auf den papier bestehe und er sich mit seiner Frau von Anfang an nie richtig verstanden habe. Die Reaktion des Vaters war eindeutig er verbot seinen 35 jährigen Sohn sich scheiden zu lassen, da egal wie eine Ehe ausschaut ein Mann in seiner gesellschaftlichen Position sich auf keinen Fall scheiden lassen kann. Das Ansehen der Familie würde beschädigt, die Firma (rechtlich abgesichert) würde gesellschaftlichen Schaden nehmen und die Kinder in Obhut der Frau verwahrlosen.
Argumente wie im Mittelalter...... Es ging einige Monate endlos hin und her in endlosen Debatten, ich war nervlich am Ende. Mein Freund wurde mit Problemen seiner Kindheit konfrontiert und erlitt Angst- und Panikattacken wenn er unter Druck seines Vaters geriet.
Wir trennten uns mehrmals, kamen aber icht voneinaderlos.
Dies ging dann soweit, das ich in 8 Monaten 10kg verlor und ständig erbrach ohne es kontrollieren zu können. Ich entschied mich dann für einen Klinikaufenthalt. Während des Klinikaufenthaltes trennte ich mich von meinen Freund, da mir klar wurde, dass er zu schwach war um sich gegen seinen Vater durchzusetzen. (Anmerken möchte ich, das die Ehefrau an der Ehe festhält, meiner Meinung nach aus Imagegründen, vielleicht hat sie auch Angst davor allein zu leben, in ihren Beruf kann sie nicht zurück, keine Chance einen Arbeitsplatz zu finden usw. wobei sie von ihrem Mann mit Sicherheit finanziell abgesichert würde.)
Nach 8 Monaten der Trennung stnad mein mittlerweile Exfreund vor der Tür, flehte ic an ihm zu helfen, er würde sein Leben ändern usw. er mussste wegen massiver Alkoholprobleme zur ambulanten Therapie. Ehefrau und Eltern haben dies nicht registriert!
Er brach sich dann leider das Bein musste ins Krankenhaus und brach somit die Therapie ab...
Zwei Monate später wurde ich schwanger, kein Wunschkind, da ich erst in der 10 Woche meine Schwangerschaft bemerkte bleib auch kiene Zeit eine Entscheidung über das Leben des Kindes zu treffen. Ich zumndest konnte dies nicht.
Mien Freund wollte sofort das ich abtreibe, nachdem ich mich für das Kind entschied reagierte er ziemlich heftig. Ich hätte mich gegen ihn für das Kind entschieden usw. Dann wieder freute er sich auf sein Kind und wir wären sein Leben, es ging hin und her und die ganze Schwangerschaft war ein Drama, ich war ein einziges Nervenbündel hinzu kam, das ich massive Probleme hatte und das Kind und ich bei der Geburt fast gestorben wären.
Nachdem das Kind auf der Welt war ging es ganz gut der Vater kümmete sich 5 Monate rührend um mich und das Baby. Dann log er völllig grundlos, erzählte das blaue vom Himmel und trennte sich von einen Tag auf den anderen. Er halte den Druck nicht aus und ich solle mit dem Baby schauen wie ich zurecht käme. 3 Monate später war er wieder da der liebevolle Vater. Ich habe ihn mehrmals gefragt ob er sich sicher sei, das er wolle das seine tochter ihn Papa nenne und ob er zu ihr stehen würde. Die Antwort nätürlch. Es ging wieder einige Monate ganz toll und ich war wirklich glücklich, er hat auch versprochen mit seiner Frau die Situation wenigstens so zu klären, das sie von seinen Besuchen bei uns wisse und er nicht heimich zu uns käme. Wobei es der ganze Ort weiß, dass er hier ein- und aus ging und das er der Vater meiner Tochter ist.
Vor nunmehr 5 Wochen nachdem unsere Tochter ihren Papa vergöttert und ihn auch mit Papa anredet teilte er mir von einen Tag auf den anderen wieder einmal mit ich solle alles wegpacken. Das Kind wird ihn vergessen und ich werde es auch überleben. Der Druck sei ihn zu groß, er könne seine Kinder nicht im Stich lassen.
Miene Tochter fragt täglich nach dem Papa, wie will mit ihn telefonieren usw. lasse ich sie anrufen strahlt sie wenn er dran ist, er legt jedoch nachdem zweiten Mal Papa auf.
Und ich bin fertig. Das er sich von mir trennt ist völlig ok, aber das er den kleinen Zwerg so im Stich lässt schmerzt mich höllisch.
Insbesondere weiß ich auch nicht, wie ich es miner Tochter einmal erklären soll, die Großeltern väterlicherseits drehen sich um, wenn sie ihr Enkelkind sehen. Der Vater ist jede Woche in der Zeitung und engagiert sich für sämtliche Belange im "Dorf", sponzert in der Schule usw.
Wenn ich meine eigene Geschichte so lese, kann ich selbst nur noch mit dem Kopf schütteln. Ich hätte längst selbst die Kraft haben müssen mich von ihm zu trennen, aber so blöd es klingt ich liebe ihn noch immer.


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 22.08.2004 02:53
(@pauline)
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Heute war wieder so ein Tag, jetzt schläft meine Tochter und ich sitze hier heulend.
Sie fragt oft nach dem Papa und weiß schon nicht mehr was ich tun soll. Meist ignoriere ich ihre Fragen und erzähle ihr dann einfach von den Großeltern oder vom Hund oder sonst irgendetwas. Manchmal sage ich er hat keine Zeit er muss arbeiten. Sie ist erst 30 Monate aber ein richtiges kleines Plappermaul und ich hätte nie gedacht, dass sie jetzt nach 4 Wochen immernoch so hartnäckig nach im fragt. Wenn wir irgendetwas erleben greift sie zur Wickelcreme oder sonstigen Gegenständen und tut so als würde sie mit ihrem Papa telefonieren. Mir bricht das das Herz. Können Männer ihre Kinder einfach so vergessen und bei Seite schieben, haben die keine Gefühle. Vor 5 Wochen war sie noch der einzige Lichtblick in seinem Leben. Ich versteh die Welt nicht mehr. Von einem Tag auf den anderen gibt es dddas Kind nicht mehr, keinerlei Verantwortung...... Hat irgendjemand so etwas schon einmal erlebt?


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Themenstarter Geschrieben : 23.08.2004 02:42
(@badgirl)
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ich habe drei söhne von zwei vätern und musste das jedes mal mit machen ;(

mein mittlerer hängt sehr an seinem vater. aber der hatte die letzten zwei wochen leider keine zeit für seine kids :exclam:

heute war auch so ein extremer tag, wo er ständig mit seinem papa tel. wollte. ich lass ihn dann aber auch anrufen....... ansonten sag ich auch immer der paap muss arebiten udn hat keine zeit. dabei ist er arbeitslos!!! mich ärgert es schon maßlos, dass ich meine kidner so belügen muss. am liebsten würde ich manchmal sagen, der papa hat kein interesse dich zu sehen!! aber das kann man den kindern ja auch nicht an tun........

ich versteh dich sehr gut :redhead:

:heartpump: grüßle bad girl


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Geschrieben : 23.08.2004 02:56
(@muttersein-trotzscheidung)
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Hallo Pauline,
auch meine Kinder fragten nach der Trennung oft nach dem Vater, der sich aus unserem Leben ausgeklingt hatte. Zunächst versuchte meine Ex-Schwiegermutter und auch ich öfters den Kontakt herzustellen/aufrecht zu halten, sehr oft erfolglos. Mittlerweile nach fast 7 Jahren ohne Kontakt/kaum Kontakt leben der Älteste und die Jüngste bei ihm, aber auch das scheint keine glückliche Lösung zu sein...
Manchmal glaube ich für die Kinder wäre es besser gewesen sich nicht zu trennen... aber dann wären sicherlich andere Probleme da.
Auch deine Tochter wird irgendwann den Weg zum Vater finden, vielleicht brauch er Zeit und nimmt sich dann seiner Tochter an, vielleicht holt sie sich dann aber auch nur eine Abfuhr. Auf alle Fälle solltest du sie dabei unterstützen.
Wie wäre es, wenn du sie das nächste Mal, wenn sie "telefonieren spielt" ihr den richtigen Telefonhörer gibst, damit sie richtig mit Papa telefonieren kann...


Liebe hat einen langen Atem.
Sie überdauert Abschied und Trennung, sie hat Bestand
auch über weite Entfernung. Liebe kann loslassen.
Sie will nicht besitzen. Sie will das Beste für die geliebte Person.

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Geschrieben : 23.08.2004 11:22
(@pauline)
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Das habe ich getan sie hat angerufen und nach dem zweiten Papa hat er ihr aufgelegt. Das war dann auch ein Tränendrama, ich habe dann einen Anfrufbeantworter von ihm angerufen, damit sie wenigstens seine Stimme hört. Zwei Tage später habe ich ihnn gesehen wie erliebevoll mit den Kindern seiner Schwester spielt und Tiere streichelt. Das eine Kind ist so alt wie unser Kind, er hat es an der Hand geführt. Ich muss dir sagen mir blieb das Herz stehen.
Ich bin dann mit meiner Tochter hin und habe ihn gefragt ob ersich nicht schäme mit den Kindern hier zu spielen und sein eignes wegzuwerfen, einfach so von heute auf morgen. Er hat sich dann umgedreht und ist von dannnen gezogen.Unser Kind hat er wie einen fremden gegrüßt mit hallo und ihren Namen.


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Themenstarter Geschrieben : 23.08.2004 12:54
(@jazzywue)
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Liebe Pauline,

wenn ich das lese, ist es, als ob mir einer mit einem Messer ins Herz sticht. ;(

Die arme kleine... Ich verstehe den Vater nicht, wie er sein eigen Fleisch und Blut einfach abstoßen und wegwerfen kann.

Was muss in der kleinen vorgehen, wenn sie die Kälte des Vaters voll zu spüren bekommt? "Der Papa hat mich nicht mehr lieb" usw... Schrecklich.

Aber was geht in einem Vater vor, wenn er auf einmal von heute auf morgen seine Tochter von sich weist und ihr die Kalte Schulter zeigt?

Fragen, die sich nur schwer beantworten lassen und es wird immer die Frage nach dem "WARUM?" bleiben.

Ich wünsche Dir und Deiner Tochter viel Kraft und alles erdenklich Gute.

Halte uns auf dem laufenden!

Liebe Grüße

eure

Andrea

[Editiert am 23/8/2004 von jazzywue]


Wer den Mut verliert, verliert die Kraft!

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Geschrieben : 23.08.2004 13:06
(@muttersein-trotzscheidung)
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Hallo Pauline,
ich bin sprachlos und unendlich traurig, habe eine Gänsehaut, weil ich sehr gut nachempfinden kann, was ihr da grad durchmacht.
Ich weiß nicht, was ich dir raten soll. Ich hab mal gehört, dass du für deine Tochter einen Umgang gerichtlich einfordern kannst, aber ob das ( den Vater gegen seinen Willen zum Umgang zwingen ) der richtige Weg ist, weiß ich nicht...
Ich hoffe für euch, dass es irgendeinen Weg geben wird.
B.


Liebe hat einen langen Atem.
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Sie will nicht besitzen. Sie will das Beste für die geliebte Person.

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Geschrieben : 23.08.2004 13:06
(@pauline)
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Vielen Dank für eure Anteilnahme, tut richtig gut sich mal alles von der Seele zu schreiben.. Ich habe auch gehört, dass das Umgangsrecht einklgbar ist, aber ds stimmt leider nicht. Das Kind hat vom Gesetz her das Recht auf Umgang, der Vater kann aber nicht dazu gezwungen werden. Wenn es ginge würde ich es tun. Nicht böse sein, das ich euch momentan nur im Forum schreibe, aber ich habe momentan ziemlich Streß und bin froh, wenn ich überhaupt mal für ein paar MInuten in Ruhe zum Schreiben komme. Am Wochenende haben wir hier im Ort ein Fest, Paulines Vater wird dann 30 Meter von uns entfernt im Ausschank helfen. Was tut er nicht alles für seine Schwester, die ein Weinfest organisiert und für sein Ansehen. Ich helfe meinen Eltern beim Verkauf von Antiksachen... im Schlepptau das Kind. Es sind dann auch seine drei Kinder aus seiner Ehe mit dort und unser Kind wird mal wieder damit kofrontiert, das der Papa sie nicht sieht und keine Zeit hat. Ich habe lange überlegt nicht zu gehen, aber immer davonlaufen kann ich auch nicht. Ich vermute auch das dieses Fest der Anlass für sein Verhalten ist, er müsste zu unserem Kind stehen, sein Vater wird auch dort sein und er wie die Ehefrau verbieten ihm jeden Kontakt. Vermute ich zumindest. Er redet ja nicht mehr mit mir. Bevor er diesen Anruf startete war in unserer Beziehung Eidelsonnenschein. ... Es ist alles so unverständlich und unerklärlich.
Pauline

habe den zweiten namen gelöscht. bleibe mal lieber pauline
mel

[Editiert am 23/8/2004 von mel]


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Themenstarter Geschrieben : 23.08.2004 15:38
(@pauline)
Schon was gesagt Registriert

hallo schade, dass keiner von euch online ist. Hatte heute einen arbeitsreichen Tag, vorbereitungen für den Verkauf am Wochenende in der Stadt und konnte nicht früher online gehen.
Morgen wird der KV samt anhang ca. 30 Meter von mir an einem Ausschank helfen, während ich Kram verkaufe. Ich weiß überhaupt nicht wie ich mich verhalten soll. Ich werde keinesfalls hingehen, dass bringt mich nur so in Rage, dass ich mir verbale Gemeinheiten nicht verkneifen könnte. Mein Stand liegt Gott sei Dank etwas verwinkelt, so dass ich ihn nicht die ganze Zeit sehen muss.
Ich bin noch immer so wütend auf ihn und verletzt, wie verhalte ich mich richtig? Falls ich ihm zufällig doch in die Arme laufe, soll ich dann grüßen oder übersieht man einen Vater, der von einer Sekunde auf die andere möchte, dass sein Kind ihn vergisst?

Pauline


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 28.08.2004 01:28
(@ulliberne)
Nicht wegzudenken Registriert

hi, pauline,

kenne deine geschichte nicht - spontan sage ich: ich würde ihn übersehen, um mir den tag nicht zu verderben.

gruss und gute nacht!
ulli


ein mann geht nicht unter wenn er nicht will,
wehre dich, schlage dich, halte nicht still.....
(fritz grasshoff)

AntwortZitat
Geschrieben : 28.08.2004 01:56