Es fällt mir schwer...
 
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Es fällt mir schwer optimistisch in die Zunkunft zu blicken

 
 Frau
(@frau)
Schon was gesagt Registriert

Hallo, ich bin alleinerziehende Mutter eines 15jährigen Sohnes. Sein Vater zahlt nicht. Habe noch einen Sohn von 10, ihm gegenüber bin ich unterhaltsverpflichtet. Seit Februar arbeitslos und nicht mehr zahlungsfähig. 4000 Euro Schulden bei meinem Ex nach dem Verkauf des gemeinsamen Hauses. Arbeitsmarktsituation sehr schlecht! Unterhaltsvorschusskasse zahlt nun an den KV und somit steigen Monat für Monat auch die Schulden beim JA und den Rest beim Kind selbst. Habe meinen Sohn schon 7 Monate nicht mehr gesehen. Habe genau wie viele Väter einen enormen Machtkampf des KV im Zusammenhang mit dem Kind mitgemacht. Habe 3 Jahre gekämpft um eine Rechte als Mutter. Jetzt will mein Sohn mich nicht mehr sehen und ich habe keine Kraft mehr weiter zu kämpfen. Mein Ex hat nach 3 Jahren sein Ziel erreicht. Ich fühle mich als habe ich mein Kind verloren. Diesen Monat hat er Geburtstag. Die finanzielle Situation ist auch beschissen. Bin 36 Jahre und weiss nicht mehr wie alles weiter gehen soll.
Ute


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 10.04.2005 20:41
(@weisnich)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hey Ute,
erst mal. Kopf hoch. Schlechte Zeiten gehen vorbei, glaube mir.

Zu deinem 15-Jährigen:
Der lebt bei dir, wie ich verstanden habe. Kann sein Vater nicht zahlen, oder will er nicht? Und warum? Und: Alleine schon ihm zu liebe darfst Du Dich jetzt nicht hängen lassen.

Zu deinem 10-jährigen:
Der lebt bei deinem Ex, oder? Worum ging es in dem Kampf und warum konntet ihr euch nicht einigen? Warum macht der Sohn keine Anstalten Dich zu sehen?

Zu Deinem Ex:
Woher kommt bei deinem Ex die Motivaion? In welcher Situation ist er?

Zu Deiner Arbeit:
Mit Arbeitslosigkeit und Schulden bist Du hier wahrlich nicht alleine. Das wird schon wieder, wenn Du Dich gesammelt hast. Und Schulden? Ich wäre froh, wenn es bei mir nur um 4000 Tacken gehen würde.

Also erzähl mal genauer.

Kopf hoch, Frau,
Michael


AntwortZitat
Geschrieben : 10.04.2005 20:53
(@taccina)
Registriert

Hallo Ute,

glaub mir, viele der User die sich hier treffen, können Dir nachfühlen, wie Du Dich fühlst.
Sie wußten auch oft nicht, wie es weitergehen soll, doch irgendwo tat sich dann doch wieder ein Weg auf.
Gib nicht auf! Denk an Deinen Sohn! Er braucht Dich!

Warum zahlt der Vater keinen Unterhalt, aber Du an ihn? (oder handelt es sich hierbei um 2 verschiedene Männer?)

Wie lange und warum zahlt der Vater Deines 15jährigen denn nicht?

Bist Du deswegen schon beim Anwalt gewesen um dies einzuklagen?

Keine Angst, wenn Du arbeitslos bist bekommst Du Prozesskostenhilfe, von daher brauchst Du Dich nicht scheuen einen Anwalt einzuschalten.

Liebe Grüße Taccina


Bevor man das Vertrauen eines Menschen mißbraucht, sollte man sich im Klaren darüber sein, das man dann einen Menschen auf dem "Gewissen" hat.
Oder wie würdest Du es finden, Dein ganzes Leben lang nicht mehr wirklich vertrauen zu können?

AntwortZitat
Geschrieben : 10.04.2005 21:47
(@verenamarie)
Schon was gesagt Registriert

Hallo Ute,

auch von mir erstmal ein Kopf hoch, und so schwer es fällt versuche ruhig zu bleiben, denn nur so wirst Du die richtigen Entscheidungen treffen können. Michael hat ganz recht damit, das Du dich von dem von ihm angesprochenen Punkten noch etwas näher äussern solltest. In deiner Situation ist nicht nur das JA, UVK und AfA zuständig, sondern auch andere Ansprüche oder Hilfen kannst Du unter Umständen erhalten. Prüfe bitte, ob Du die Möglichkeit hast vom Sozialamt einen Kredit zu bekommen, sollte sich deine Situation innerhalb von 3 Jahren nicht gebessert haben, muss dieser nicht zurückgezahlt werden. Versuchen solltest Du es unbedingt, auch von Wohngeld hast Du nicht gesprochen. Vielleicht hast Du auch darauf noch Anspruch. Kläre das bitte ab und renne den Ämtern die Türen ein, die sind nach SGB verpflichtet Menschen zu helfen, die unverschuldet in Not geraten sind. falls auch noch Bankkredite oder Dispo dasein sollte, sprich mit der Bank, ich habe auch von der Sparkasse eine Möglichkeit erhalten, die es dort für unverschuldet in Not geratene Menschen gibt. Freiwillig rücken die Ämter, Behörden und Banken nicht mit ihrem Wissen heraus.
Solltest Du einer evang. oder kath. Kirche angehören, kannst Du auch von Diakonie, bzw. Caritas Hilfe bekommen.
Ich hoffe, das Dir einiges von dem hier helfen kann. Bitte stecke den Kopf nicht in den Sand und pass auf Dich und deinen Sohn auf.

LG Verena Marie


Gott beschützt und begleitet uns alle. Wir sollen nicht immer Fragen wo ist er, wann hilft er? Sei einfach ein guter Mensch, lebe die christliche Nächstenliebe und Du wirst erfahren das es Gott wahrhaftig gibt.

AntwortZitat
Geschrieben : 10.04.2005 21:47
 Frau
(@frau)
Schon was gesagt Registriert

Also der Vater meines 15jährigen Sohnes ist Langzeitarbeitsloser, hat sich nie um sein Kind gekümmert, jetzt auch in Hartz IV. Die Großeltern haben 15 Jahre einen Teil des Unterhalts freiwillig gezahlt, sie sind aber nicht bereit den Rückstand und den festgelegten Regelbetrag zu zahlen. Es konnte keine Einigung erzielt werden und sie haben die Zahlungen eingestellt. Bei diesem KV ist nichts zu holen. Habe einen Titel und Papier ist geduldig. Jetzt habe ich Kindergeldzuschlag für ihn beantragt.
Ich war auf dem Amt und wollte prüfen lassen, ob ich Anspruch auf aufstockendes ALGI habe. Habe dort meine Situation erklärt und auch gezeigt, dass ich nach meinem ALGI noch 96 Euro über meinem Selbsterhalt von 730 Euro liege. Diese Tatsache wurde nichtr berücksichtigt. Alles was ich bei der Berechnung zu viel hatte würde zum Defizit der Berechnung bei meinem ältesten Sohn aufgerechnet. Ich muss also den Bedarf meines 15. j Sohnes decken und kann so nicht mehr die 96 Euro an den 10. j überweisen. Dieser bekommt jetzt von der Unterhaltsvorschusskasse den Unterhalt, die haben sich schon schriftl. gemeldet.

Seit ich meinen Exmann verlassen habe vor 3,5 Jahren versucht er die Mutter-Kind Beziehung durch neagative Manipulation zu zerstören. Ich habe mich nie auf diese Ebene gestellt und somit immer versucht mein Kind nicht zu belasten. Vor 2 Jahren ging er dann eine neue Beziehung ein mit einer Frau, die noch nie verheiratet war und auch keine Kinder hat. Er selbst kann keine Kinder mehr zeugen. Seither wurde es immer schlimmer. Hält sich nicht an GS und es gab Zeiten da konnte ich mein Kind telefonisch nicht mehr erreichen. Mein Sohn hat eine enge Bindung an seinen Vater und ist das funktionierende Kind, denn es hat schon erelbt was passiert wenn es anders ist. Mein ältester Sohn wurde immer schlechter behandelt in dieser Ehe, er war der Störenfried und wurde auch geschlagen. Nach der Trennung kam bei ihm alles hoch, es war eine harte Zeit für mich als Mutter. Nach zwei Jahren Therapie klappt es heute gut. Mein jüngster Sohn hat jeden Umgangswochenende seine Spannungen bei mir abgebaut und im Laufe der letzten drei Jahre immer mehr vom Vater an Aussagen angenommen. Vor sieben Monaten bin ich krank geworden und konnte ihn nicht mehr abholen. Habe dann noch einmal mit ihm telefoniert und er hat mich direkt verbal angegriffen. Jetzt will er nicht mehr zu mir.

War damals auf dem JA und habe auf Hilfe gehofft. Mir wurde dann empfolen, weil der KV nicht mehr in der Lage ist mit mir vernünftig zu reden, ich solle doch zum Wohle des Kindes mein SOrgerecht abgeben. Ich war seither nicht mehr dort. SR habe ich natürlich noch, aber er kam bisher überall mit alleiniger Unterschrift durch.


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 11.04.2005 01:00