Hi ihr!
Suche ein bisschen Rat und die Meinungen anderer, die sich schon auskennen... 😉
Bin verheiratet, habe zwei Kinder (3 und 5), habe aber auch seit 3 Jahren eine neue Liebe gefunden. Das ist immer noch geheim und der Druck ist enorm und wächst auch immer weiter.
Nun suche ich einen Ausweg. Entweder die neu lieben gelernte Frau (und damit weniger Kinder) oder wieder komplett zur Familie umschwenken und diese Frau verlieren. Meine Ehefrau weiss nichts davon, da läuft alles recht freundschaftlich und gut. Nur von meiner Seite ist die Liebe entschwunden.
Den Weg zu der "neuen" Frau macht mir da große Angst und ich habe Bedenken, dass ich meine Kinder dann nur noch alle 14 Tage sehe und nicht mehr ihren Alltag erlebe. Dann habe ich viele Studien gelesen, dass die Kinder sehr stark unter einer Trennung leiden und das auch in ihr Leben mitnehmen.
Weiterhin: wenn Trennung, dann ist es sinnvoll, dass die Kinder einen festen Anlaufpunkt haben und der andere (also ich) eher nur noch Gast sein sollte, damit kein hin- und hergezerre entsteht.
Das erstmal in Kurzform... bei der langen Zeit die das jetzt schon geht, haben sich schon viele Punkte und Gespräche ergeben...
Was meint ihr? Thema zur Diskussion und Beratschlagung eröffnet...
Hallo und herzlich Willkommen,
es ist nicht leicht Dir einen Rat zu geben.
Viele würden sagen...he du hast Kinder... aber auf der anderen Seite merken Kinder recht schnell, wenn man sich innerlich von Ihnen und der Familie abgewendet hat.
Kinder leiden unter einer Trennung und je nach Beschaffenheit der "Kinderseelen" mal mehr oder mal weniger.
Ein weiterer Aspekt ist das Verhalten der Erwachsenen im Falle einer Trennung. Geht hier alles zum Wohle der Kinder, so muss man(n) nicht als 14-tägiger WE-Vater enden. Es gibt Fälle da wird das Wechselmodell praktiziert und es funktioniert auch.
Auf der anderen Seite....willst du denn auch die Trennung und gibt es keinen Weg mehr zurück (Liebe etc.)? Hast du schon mal über Meditation nachgedacht?
Mfg
papi74
Der Morgen ist immer klüger als der Abend.
Hallo Hobbit 🙂
Ich bin ja hier auch noch frisch, kann aber Deine Geschichte gut nachvollziehen. Insofern käme ich auch nicht auf den Gedanken, hier den Zeigefinger zu heben o.ä.. Gegen Liebe lässt sich eben nichts machen....
Ich würde denken, auf lange Sicht tust Du niemandem einen Gefallen mit einem Doppelleben.
Dir nicht, weil Du dauernd lügen musst.
Deiner Frau nicht, denn wenn sie es eines Tages erfährt, wird sie Dir die Hölle heiß machen... um so heißer, je länger Deine Zweitbeziehung besteht, vermutlich.
Deinen Kindern, weil sie - DAS kenne ich aus eigener Erfahrung - auch in einer nach außen intakten und freundschaftlichen Beziehung merken, dass irgendetwas faul ist.
Und Du tust Deiner neuen Liebe damit auch weh, denn selbst, wenn sie Dir gegenüber die Gelassene gibt, lass' Dir gesagt sein, sie leidet. Jedes Mal, wenn Du ein nettes Wochenende mit Deiner Familie hattest und sie alleine war.... das ist wirklich schlimm. Und es sind 1001 Punkt, an denen es schmerzt.
Vielleicht könntest Du ja mit Deiner Frau nach einer Trennung auch ein anderes Betreuungsmodel als das dämliche alle 2 Wochen vereinbaren?
Mein Ex-Mann und ich wohnen nur 2,5 km auseinander und kümmern uns 50/50 um unsere Tochter (5); Mi-Sa und So-Di, aber ziemlich flexibel. Sie findet ihre "2 Zuhause" toll und wir haben gleich viel von ihr... und sie von uns. Das sie unter unserer Trennung leidet kann ich nicht bestätigen, und das mit dem "festen Anlaufpunkt" halte ich persönlich für ein Scheinargument von Müttern die nicht loslassen können... 2 Wohnungen sind ja auch feste Anlaufpunkte!
Ich will Dir um Gottes Willen nicht Deine Ehe schlecht reden, aber wie lange willst Du das noch durchstehen?
LG und viel Glück!
Hi BBeutlin,
es tut mir sehr leid für dich wie sich die Dinge in deiner Ehe entwickelt haben, aber wie du auf dieser Seite sehen kannst, du bist einer von vielen!
Ich würde dir raten, trenne alte und neue Liebe! Sich wegen einem neuen Partner zu trennen ist der falsche Weg, aber sich zu trennen, weil in der Ehe die Gefühle verloren gegangen sind und dies auch wären, wenn es keine neue Liebe gäbe, dann ist es sinnvoll!
Es ist ehrbar, dass du sofort an deine Kinder denkst und natürlich weiß keiner, wie sie eine Trennung verkraften werden, aber was ist die Alternative?
Viele unterliegen dem Irrtum,dass es Sinn macht, nur wegen den Kindern zusammen zu bleiben, aber Kinder sind nicht doof! Jede emotionale Veränderung zwischen den Eltern kommt auch beiden Kindern an und möchtest du deinen Kindern vermitteln,dass manzusammen bleibensoll, wenn man sich nichtmehr richtig lieb hat?
Die Frage ist natürlich, wie kaputt ist eure Beziehung? Und sind deine Gefühle nur wegender neuen Frau verschwunden?
Diese Probleme entstehen natürlich, wenn man das nicht mehr richtig trennen kann. Denn normalerweise würde man denken,dass eine Paartherapie noch aufklären könnte, ob ihr noch eine Chance habt, nur willst du das denn überhaupt?Jetzt nur auf euch Erwachsene bezogen! Du hörst dich so an, als ob du tatsächlich neu verliebt bist und das ändert sich ja nicht, auch wenn du mit deiner Frau wieder besser klar kommst, du wirst immer ein Verlustgefühl haben!
Der einzige Rat, den ich dir geben kann, spiel mit offenen Karten! Auch wenn deine Frau schockiert sein wird, denn kommt deineneue Beziehung erst nach der Trennung raus, wird siesichnochmehr hintergangenfühlen, was ja auch verständlich wäre!
Und wenn ihr euch auf guter Basis trennen könntet (leider selten) kannst du ja auch mit ihr vereinbaren, dass du deine Kinder öfter als normal siehst, solange ihr euch einig seid, ist die Anzahl der Besuche ja euch überlassen. DeinenKommentar mit dem "Zurückziehen" kann ich so nichtunterschreiben! Zwar sollte mandie Leben bzw Haushalte gut trennen, aber je mehr deine Kinder dich sehen, desto besser wird es ihnen gehen und desto leichter wird es ihnen fallen, dass du immer mal wieder wegfährst oder auch nicht immer da bist!
Ich wünsch dir alles Gute und viel Glück!!!
Angel
Danke schonmal für die ersten zwei Kommentare! Das geht ja schnell!
Das Doppelleben will ich auch nicht länger weitermachen, es muss eine Entscheidung her, das genau ist mein Ziel im Moment.
Streit gibt es in der Ehe und in der Familie nicht. Eine Trennung, dann gäbe es Streit und ich denke, dass sich schon "alle" gegen mich wenden würden, ich bin ja der Bösewicht und der Schuldige. Auch wenn man dann sowas versucht wie "lass uns sachlich bleiben wegen der Kinder": das wird nicht klappen, denke ich.
Zumindest ist das der Eindruck den ich bekomme, wenn allgemein das Thema aufkommt.
Ob meine Ehe eine Chance hat, weiss ich ehrlich gesagt nicht. Wobei ich auf der freundschaftlichen Basis vorher auch gut klargekommen bin. Die Kinder sind mir eindeutig das Wichtigste (auf der Welt sozusagen...)! Deswegen will ich denen auch überhaupt kein Leid zufügen, auch nicht durch so ein Trennungsdrama.
Kennt denn jemand betroffene Kinder? Was sagen die wirklich? Wenn ich daran denke, wie ich meine Kinder liebe und sie mich... da möchte ich nicht zurückstecken. Ob diese Wechselbetreuung so klappt, weiss ich auch nicht. Gerade wegen räumlicher Distanz.
Und meine "neue Liebe" sagt auch gar nicht, dass sie alles cool weg steckt. Ich bin mir schon der Qualen bewusst. Das macht es ja auch alles so schwierig. 😉
Hi 🙂
Ich bin ja bei uns auch die, die gegangen ist... und es haben sich, man höre und staune, nicht alle gegen mich gewand.
Denn, soviel war allen klar, zum Scheitern einer Ehe gehören - fast - immer 2, auch wenn es nur um so banale Dinge wie eine gestorbene Liebe geht.
Außerdem war ich sehr erstaunt, wie viel positives Feedback ich bekommen habe, von wegen Konsequenz, fairem Verhalten etc.
Mein Mann hat es allerdings auch tapfer ertragen, wir haben uns bis heute nicht ein einziges Mal gestritten. Ein Drama wird eine Trennung auch für die Kinder nur dann, wenn die Eltern ein Drama draus machen...
Ich weiß, daß meine Trennung und das, was daraus entstanden ist, sicher eine große Ausnahem ist, aber man kann es schaffen.
Klingt jetzt alles ein bisschen wirr, was? :redhead:
Du musst Deine Frau einschätzen, wie sie reagieren würde, und ich schliesse mich mal Angel an: je früher Du mit offenen Karten spielst, desto besser.
Wie groß wäre denn bei Euch die räumliche Distanz?
Hi,
wohlwissend das man/frau mich schlagen wird möchte ich doch die folgende Frage in den Raum stellen:
Was passiert, wenn Du weiter machst wie bisher ?
Ich ziehe nicht aus.
wohlwissend das man/frau mich schlagen wird
:angel2: Also, ICH haue Dich nicht... ich finde das von BBeutlin auch schon eine reife Leistung, dass er das schon seit 3 Jahren hinbekommt, ich hätte das nicht gekonnt.
@BBeutlin:
Neugierige Frage von mir: wie organisierst Du das? Nicht, dass ich mir das als Vorbild nehmen würde, aber eine regelmäßige Zweitbeziehung könnte ich mir (mit Kind und Job) schon zeitlich gar nicht leisten... 😉
Hallo und willkommen hier im Reich der Gleichgesinnten!!!
Eigentlich brauche ich nicht weit auszuholen, um zu sehen das Deine Zweitbeziehung
mehr ist als ein Flirt und ich kann es sogar verstehen, da man Bedürfnisse und Wünsche hat
und man nach einigen Jahren etwas anderes sucht, weil der heimische Kamin kalt geworden ist.
Nebenbei bemerkt, 3 Jahre ist schon eine lange Zeit, ich kann mir da nicht vorstellen, das man da nichts ahnt
oder merkt... Frau hat da ganz empfindliche Sinne, und schmiedet da vielleicht schon Pläne...
und stellt Dich dann vor Tatsachen, wie es bei mir war, schwupp war ich nach 16 Jahren raus
aus dem Haus innerhalb 4 Wochen, weil Gefahr im Verzuge sein sollte und sie 2 Jahre und mehr
Zeit hatte sich Konten anzulegen.... ich ging praktisch mit nix, sie hatte wie sich im Zugewinnverfahren
rausstellte mehr als 7000 Euro auf Konten, die ich nicht kannte.........
sorry musste mal sein... ich komme wieder zum Thema....
trotzdem möchte ich rückblickend nicht mehr zurück, obwohl ich mich freue, meine Kinder zu sehen,
sie kommen eigentlich besser klar als ich damals dachte...
kurz darauf habe ich damals eine Freundin kennengelernt, mit der baue ich unsere Beziehung heute noch aus
und ich möchte nicht mehr tauschen mit dem tristen Eheleben gerade die letzten Jahre, man hat sich
halt auseinandergelebt, ganz normal heute.
Also ...hör auf Dein Herz und mach Nägel mit Köpfen
Ich wünsch Dir alles Gute!!!
mfg
mantakchia
Hallo,
was ich auf gar keinem Fall machen würde, erwähne niemals die "neue Liebe".
Egal ob du Dich nun trennst oder nicht, tritt "Sie" mit auf dem Plan, wird alles nur schlimmer..."die Neue" wird als Feindbild bei Deiner Noch-Familie platziert und es wird unendlich schwerer.
Wenn du Dich trennen willst, so trenne du Dich aus den Argumenten wie du es beschrieben hast (verlorene Liebe etc.).
Dann beziehe Deine eigene Wohnung und lebe dort vorerst alleine und baue ein Nest für die Kids... Sei für die Kids da...das muss an erster Stelle stehen.
Erst im laufe von Monaten würde ich die neue Liebe mit auf den Plan holen.
Mfg
papi74
Der Morgen ist immer klüger als der Abend.
Hallo zusammen!
Sorry, wenn ich das hier so hart schreibe:
Ich kann nicht verstehen, wie man seine Familie 3 Jahre lang hintergehen kann!!!!!
Ich kann verstehen, dass man sich trennt, wenn die Liebe verloren gegangen ist. Du spielst Deiner Frau aber etwas vor, was es nicht mehr gibt. Und das schon 3 Jahre lang... Unfassbar!!!!!!!!
Wärst Du eine Frau, würde man Dich hier in der Luft "zerreissen". Das die Userin "DieWuetende" Deine Machenschaften sogar als reife Leistung bezeichnet, ist mir unbegreiflich...
Zu Deiner eigentlichen Frage: meinst Du tatsächlich, dass Deine Ehe noch zu retten ist???????
Lutz
Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.
Ich stimme sehrtraurig 100%ig zu!
In meinem Inneren hat sich alles zusammengezogen....zuerst bei der Schilderung, dass Du Deine Frau
bereits seit 3 Jahren so hintergehst. Und dann dazu die "verständnisvollen" Reaktionen....
Wäre ich Deine Frau, ich würde Dir derart den A***** aufreißen.....
Wie kannst Du ihr jeden Tag in die Augen sehen?
Was ist denn das für eine Freundschaft, wenn Du ihr das seit 3 Jahren antust?
Und ich spreche nicht davon, dass man sich neu verliebt.....das ist zwar für den jeweils anderen
schlimm, aber es kann passieren. Aber einen Menschen, mit dem man jahrelang alles geteilt hat,
der einem vertraut über einen derart langen Zeitraum den braven und guten Ehemann vorspielen,
da gehört schon einiges dazu!
Smilla
Puh! Hätte ja nicht gedacht, dass hier so schnell so viele Antworten kommen...
Und entschuldigen muss sich sicher keiner, ich weiss, dass ich der Böse bin und das "ganz schön übel" ist, was ich treibe. Darum geht es mir hier auch nicht, dass ich mich beschimpfen lasse. Hilft mir auch nicht wirklich bei meiner Situation.
Wie ich das hinbekomme? Gute Frage... Viele Ausreden, viele Lügen. Das ist auch einer der Gründe, warum nicht weiter wie bisher: Es geht so nicht weiter, das ist Dauerstress. Und warum ich das so lange so treibe: weil ich weder meine Liebe noch meine Kinder verlieren will.
Und eins von beiden würde ich verlieren, da bin ich sicher (soviel zu der Frage, mein Umfeld einschätzen).
Ehe noch retten: ja und nein. Teil dieser Fassade ist einfach, dass ich im Eheleben einen anderen Schwerpunkt habe. Kinder sind der MIttelpunkt. Freunde treffen, gemeinsame Hobbys, Unternehmungen, Alltag regeln.
Bin schon froh über die vielen Anregungen. Ich weiss im Moment einfach nicht, was ich tun soll. Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass meine Frau mir das abnehmen würde, dass ich "einfach nur so" ausziehe und die Trennung will. Weil ich das aus dem Grund "Liebe ist verschwunden" nicht machen würde wegen der Kinder. Auch wenn das abgedroschen klingt vielleicht...
Wärst Du eine Frau, würde man Dich hier in der Luft "zerreissen". Das die Userin "DieWuetende" Deine Machenschaften sogar als reife Leistung bezeichnet, ist mir unbegreiflich...
Nanana... das ist ja auch ein kleines bisschen aus dem Zusammenhang gerissen...
Ich finde das keinesfalls bewundernswert WAS er tut. Ich finde es aber erstaunlich WIE LANGE er das tut, ohne bisher aufgeflogen zu sein.
D.h.nämlich für mich, dass BBeutlin entweder total gerissen ist, oder seine Frau a) ein bisschen naiv, was ich weniger glaube, oder b) nur noch an einer Fortführung der Beziehung auf freundschaftlicher Ebene interessiert ist?
Aber da begebe ich mich natürlich ins Reich der Spekulation.
Dass sie überhaupt nichts merkt, kann ich einfach nicht glauben, deswegen auch meine Frage nach der Organisation.
Ich kenne aber einen Haufen Frauen in meinem Bekanntenkreis, die solche freundschaftlichen Ehen für die Kinder führen... damit aber nicht dauerhaft glücklich sind.
War das jetzt verständlicher?? :heu:
@BBeutlin:
Ich fand meinen Grund zu gehen - und der war definitiv "Liebe verschwunden" - am Anfang meiner Meinungsbildungsphase auch zu "schwach" um eine Familie auseinander zu reißen.
Aber je länger ich darüber nachdachte, auch mit professioneller Hilfe, desto klarer wurde mir, dass es für uns 3 nur eine dauerhaft stabile Beziehung geben kann, wenn ich ehrlich zu mir und zu meinem Mann bin. Ok, für mich war es einfacher, weil kein Dritter im Spiel war. Aber es war, gerade vielleicht deshalb, schwierig zu gehen.
@ BBeutlin!
Darum geht es mir hier auch nicht, dass ich mich beschimpfen lasse. Hilft mir auch nicht wirklich bei meiner Situation.
Meines Wissens hat Dich niemand hier beschimpft!!!!
Du schreibst, Du möchtest weder Deine Liebe noch Deine Kinder verlieren.
Mein Tip: mach weiter wie bisher und warte ab was passiert!!! Vielleicht kannst Du diese Fassade ja noch aufrecht erhalten bis die Kinder erwachsen sind.
Nur was werden die Dir sagen, wenn sie herausfinden, dass ihr Vater ihnen und ihrer Mutter jahrelang etwas vorgespielt hat. Meiner Meinung macht man so etwas nicht mit Menschen, die man lieb hat bzw. mit denen man befreundet ist. Ich kann keine Freunde gebrauchen, die mich belügen...
Lutz
Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.
Moin!
Wieso eigentlich "..oder Kinder verlieren?"
Grüße
Till
Kriegt nichts! Hat nur seine verfluchte Schuldigkeit getan!
(Friedrich der Große 1712 - 1786)
@sehrtraurig: :applaus1: :applaus1: Ich schliess mich 100%-ig an!
@BBeutlin:
Die "Beziehung" zu Deiner (Ehe-)Frau kann nicht freundschaftlich sein, weil Du sie schlichtweg betrügst und falsche Tatsachen vorgaukelst. Weder sie noch Eure Kinder haben es verdient, hintergangen zu werden (Respekt vor dem Partner!!)
Egal was Du jetzt nun machst, es wird nur Verlierer geben, sofern sie (z.B. die Kinder) nicht schon da sind!
Unterm Strich bist Du der Einzige, der eine Entscheidung treffen werden muss. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Du hier einen (brauchbaren) Rat bekommst, wie das Kind wieder ausm Brunnen geholt werden kann.
Grüße ausm Süden
Marco
Mit einem Lächeln zeigst Du auch Zähne!
________________________________________
Ob ein Vorhaben gelingt, erfährst Du nicht durch Nachdenken sondern durch Handeln!
Hallo BBeutlin,
einen guten Rat möchte ich Dir aber gerne mit auf den Weg geben:
Du hast Deine Frau jetzt schon so lange hintergangen, dass es auf ein paar Tage mehr oder weniger nicht
mehr ankommt. Deswegen werde Dir bitte erst absolut klar darüber, was Du tun willst.....und sprich dann erst
mit Deiner Frau!
Ich habe solch ein Drama monatelang mitgemacht....mein Mann wusste nicht, ob er sich für seine Familie oder
seine Freundin entscheiden soll. Es war ein ewiges hin und her. Das hat mich fast vernichtet
(klingt dramatisch, war aber 100%ig so!)
Und was das mit unseren Kindern gemacht hat, kannst Du Dir sicherlich ausmalen.
Wie marco schon schrieb:
Es wird nur Verlierer geben....
Smilla
Hallo BBeutlin,
also ich sehe das so (als ehemals Betrogener):
Ihr habt euch vor langer (?) Zeit lieben gelernt und gemeinsam irgendwann eine Familie gegründet. Nach und nach habt ihr eure Schwerpunkte in Richtung Kinder etc. gelenkt. Vielleicht war keine Zeit mehr für euch gemeinsam als Paar, losgelöst von der Elternrolle, vorhanden. Da passiert es häufig, dass die Ehe "den Bach runtergeht". Dazu gehören immer zwei. Du bezeichnest Dich selbst als den Bösen...okay, das kann man machen oder auch nicht. Wenn Kinder mit von der Partie sind ist aber immer einer der Böse, früher oder später. Hast Du irgendwann mal versucht mit Deiner Frau über eure Ehe zu sprechen? Du beschreibst eure Beziehung als freundschaftlich und insgesamt gut. Woran machst Du das fest, wenn Du doch seit 3 jahren eine neue Partnerin hast? Und weißt Du ganz sicher, dass diese neue Partnerin bereit ist das was im Falle einer Trennung auf euch zukommen wird, mitzuertragen? Ja, ich weiß, diese Fragen hast Du für Dich schon beantwortet. Aber Du suchst nach einem Ausweg...
Über eines musst Du Dir klar sein: Du verlierst nicht automatisch die Kinder. Da hat sich einiges gebessert. Aber Du verlierst das ganze Drumherum, was Du die letzten 3 Jahre sicherlich genossen haben wirst. Tagsüber/Urlaub/Feiertage die Kinder und deren Mutter, die für vieles gesorgt hat. Die Kinder, die Dich immer mehr miteinbezogen haben. Und ab und zu mal mit der Freundin eine Nacht oder vielleicht von Freitags auf Samstag eine Kuscheleinheit verbracht.
Trotz allem steht Deine Frau noch an Deiner Seite. Kennst Du ihre Gedanken bzgl. eurer Ehe? Wie wäre es, mit ihr ein Wochenende zu zweit zu verbringen, um zu spüren, ob von ihrer Seite noch Gefühle da sind. Könnt ihr die Kinder bei Freunden/Großeltern o.ä. unterbringen? Vielleicht reicht schon ein Dinner aus, nur ihr zwei. Dann kommt ihr ins Gespräch. Du hast eine 3-jährige Schauspielerfahrung, da müsste es möglich sein so ein "kleines Schauspiel" hinzubekommen. Mache Dir vorher Gedanken, wie Du reagierst, wenn bei ihr noch Gefühle sind, die dann erst rauskommen. Willst Du das zulassen? Willst Du die Mutter Deiner Kinder für immer begleiten? Oder möchtest Du auf Sicht eine Zukunft nach den Vorstellungen Deiner Freundin und Dir selbst gestalten. In dieser Zukunft spielen Deine Kinder natürlich auch eine Rolle, aber es kann ein schwieriger Weg sein und birgt viele Stolperfallen.
Noch ein Punkt: kommt die Freundin aus Deinem privaten oder beruflichen Umfeld? Je nachdem kann es Auswirkungen haben, die Du gedanklich durchspielen solltest bzw. musst. Hättest Du in beiden Bereichen trotzdem Freunde/Kollegen die Dich nicht "verteufeln"?
Ich möchte, ehrlich gesagt, nicht in Deiner Haut stecken. Denn wenn Du Dir schon Vorwürfe machst, können andere aus Deinem direkten Umfeld sicher das Gleiche, nur kennen die nicht die Hintergründe.
Ich finde es gut, dass Du Dir Gedanken und Sorgen machst. Es ist in meinen Augen durchaus weitsichtig das rechtzeitig zu machen. Aber sei Dir sicher, Deine Frau wird Dir das Leben zur Hölle machen, wenn Sie den ganzen Hintergrund erfährt. Und häufig läuft das dann auch über die Kinder und den Umgangsterminen.
Ich habe Dir keinen Ausweg zeigen können, ich weiß. Dazu ist die Situation zu schwierig und bei vielen hängen die eigenen Erlebnisse, auf der anderen Seite gestanden zu haben, mit drin. Werde Dir zunächst erstmal selber klar, was Du willst. Suche das Gespräch mit Deiner Frau. Schlage, wenn sie keinen Bedarf sieht, eine Paarberatung vor. Dort werden auch Trennungspaare begleitet. Und gaanz wichtig in meinen Augen: Was sagt eigentlich Deine Freundin, wenn ihr über Deine Trennungsabsichten sprecht? Kannst Du Dich dazu irgendwie mal äußern?
Ich habe für mich festgestellt: egal, wie man an das Thema Trennung herangeht, es gibt keine Sieger. Vorallem bei Kindern hat das manchmal schlimme Folgen. Aber auch Erwachsene können an den Folgen buchstäblich zugrunde gehen. Berücksichtige das bei Deinen Überlegungen. Und solltest Du zu dem Entschluß kommen, Dich endgültig von deiner Familie zu verabschieden, scheue nicht (bei Bedarf) professionelle Hilfe in Form eines/r Psychologen/in hinzu zu ziehen. Innerlich kann Dich Dein Gewissen auffressen.
Verstehe meinen Beitrag nicht als Anklage. Mir geht es mittleerweile besser als während meiner Ehe. Aber die Gedanken, die Du aktuell hast, kenne ich teilweise auch. Es macht keinen Sinn etwas aufrecht zu erhalten, wenn nicht alle Beteiligten bereit sind daran mitzuarbeiten.
Beste Wünsche
SteMa
Vorab nochmal vielen Dank für die Zeit, die ihr mir gebt! Auch wenn ich keinen Rat bekommen kann, bekomme ich doch wieder viele neue Anregungen und Meinungen, auch das hilft mir.
Bronze: "Kinder verlieren" in dem Sinne, dass ich sie weniger und anders habe als jetzt. Das ist für mein Gefühl schon ein Verlieren.
Smilla: Ja, das möchte ich auch sicher nicht... eine Entscheidungsshow draus machen, wenn es aus mir herausplatzt. "Vielleicht, vielleicht auch nicht" tut allen nur weh.
SteMa: Über unsere Ehe direkt sprechen wir so nicht bzw. ich vermeide das Thema im Moment bewusst, um nicht den Stein auf diese Weise ins Rollen zu bringen. Von meiner Frau sind nach meiner Einschätzung noch deutlich Gefühle vorhanden. Freundschaftlich mache ich daran fest, dass wir über (alle anderen) Sorgen reden, Freunde treffen, Dinge unternehmen. Meine Freundin sagt, sie weiss, was im Fall einer Trennung von meiner Frau auf uns zukommt und dass sie den Weg mit mir gehen will. Ich denke, dass es wesentlich "schlimmer" wird als ich mir vorstelle.
Eine "erzwungene" Zweisamkeit ist vielleicht auch ein guter Weg, nur sich selbst zu haben und mehr zu ergründen, was Sache ist.
Es ist ja auch nicht so, dass ich sie nicht mag und nicht achte (ja, ich weiss... bis auf die Tatsache, dass ich sie so lange belüge). Es ist eben auch keinerlei Streit da.
Genau vor dieser Sache "läuft über die Kinder" habe ich die größte Angst. Und dass es eben den Kindern schadet. Genauso weiss ich nicht, ob ich mich nicht total verändere und nicht mehr liebenswert bin, wenn ich die Schuld und das schlechte Gewissen mit mir herumtrage, dass ich das meinen Kindern angetan habe und ihre Familie zerstört habe. Solche Sätze eben: "Vorallem bei Kindern hat das manchmal schlimme Folgen."
Das denke ich eben auch!
Um das auch zu beantworten: meine Freundin will mit mir ihr Leben verbringen und alt werden. Deswegen findet sie meine "Trennungsabsichten" auch gut, ist teilweise auch ein Motor und treibende Kraft. Aber natürlich auch mit gemischten Gefühlen.
Danke euch allen!!
